Archiv der Kategorie: Saucen Dips und Dressings

Der große Glander – Cevapcici-Burger mit Ajvar und Krautsalat

Mögt ihr Bücher? Ich liebe Bücher! Gleich in der ersten Klasse besorgte Frau Mama mir einen Bibliotheks-ausweis und seitdem war ich sehr regelmäßig dort anzutreffen. Es war auch zu praktisch, nur 10 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt und unsere Stadtteilbbliothek hatte eine riesige Auswahl. Dort lernte ich die Mumins kennen und lieben, Schokolowski, der schokoladeliebenden Bernhardiner oder verschlang die Bücher über die Abenteuer des kleinen Nicks. Seitdem hat sich mein Geschmack etwas weiter entwickelt (Aber ich lese immer noch gerne Kinderbücher *g*) und zur Bücherliebe kam die Liebe zum Essen dazu. Im Idealfall verbindet sich beides in einem Buch. So lese ich gerne Sachbücher über kulinarische Themen, wie von Michael Pollan, aber auch Fiktion in der Essen eine große Rolle spielt. (Sonst bin ich eher der Romantyp…)

Wer da besonderes Talent hat, beides zu verbinden, ist Stevan Paul, dessen bisherige Bücher (sowohl die Kochbücher- als auch Fiktion) ich nur so verschlang. Letzten Herbst erschien dann sein erster Roman „Der große Glander„, in dem es um einen jungen aufstrebenden Künstler der Eat-Art-Bewegung der Anfang 90er Jahre geht, der plötzlich verschwindet. Etliche Jahre später glaubt ein Kunstkritiker ihn in einem Restaurant erkannt zu haben und folgt seinen Spuren. Dabei wird natürlich über Essen geschrieben, über ziemlich viel sogar.


© mairisch verlag

Und dazu veranstaltet der mairisch Verlag eine #glanderblogparade. Es wurden die insgesamt 48 Gerichte des Buches aufgezählt mit kurzen Textpassagen aus dem Buch, zu denen sich Blogger dann anmelden konnten, um das Gericht zu kochen. Den Link zum Rezept samt Bild schickt der Blogger dann an den Verlag, der alles online zusammenstellt. So gibt es für den geneigten Leser des Buchs eine schöne bebilderte Zusammenfassung aller im Roman auftauchenden Gerichte, die natürlich auch gerne nachgekocht werden dürfen. Ich entschied mich für die Balkan-Küche, vertreten durch Brankos Ćevapčići-Burger, die mir als halber Ungarin natürlich sehr entgegen kommt. Im Roman sind einige Vorgaben zum Ajvar gemacht worden in Form einer fruchtigen Süße durch Rosinen, auch sollte es pikant sein, was es bei mir nicht wurde, weil das hier schreibende ungarische Halbblut kein scharfes Essen verträgt, aber ihr könnt gerne ein wenig Chili mit ins Ajvar geben. Jedenfalls entsteht daraus eine sehr angenehm würzige Sauce, die zu vielerlei, nicht nur Cevapcici passt. Für die Cevapcici orientierte ich mich an einem Rezept aus der arte Sendung „Zu Tisch in Serbien“, das wirklich sehr pur gehalten ist und ich nur um eine Winzigkeit Paprikapulver ergänzte. In der Grillpfanne wurden die Hackfleischröllchen dann auch wunderbar knusprig von außen. An den Krautsalat, die Gemüsekomponente des Burgers, gab es nur die Vorgabe des Kümmels, was sich bei mir aber fast von alleine versteht, so von wegen verbesserte Verdauung *g* Das Rezept von Plachutta stellte sich als ideal heraus: leicht säuerlich, würzig, nicht zu saucig und trotzdem saftig. Den Salat werde ich ab sofort öfter machen!

Klar, um so einen Burger mit seinen ganzen Komponent selbst zu machen, braucht es schon ein bisschen, meine Vorbereitungen haben sich über zwei Tage gezogen, wobei ihr das Ajvar und den Krautsalat schon an einem Tag vorbereiten könnt und dann am Tag des Essens nur noch die Cevapcici bratet und rohen Komponenten für den Burger vorbereitet. Also alles in allem kein Zauberwerk. Und das Ergebnis ist es sowas von wert! Würzige Sauce, knackiger Salat, knusprig-herzhafte Hackfleischröllchen dann zusammen mit dem frischen Brötchen und den mild-knackigen roten Zwiebeln. Ein Traum!

Ćevapčići-Burger

Zutaten für 2 hungrige Burgeresser:

  • 2 große Brötchen
  • hausgemachtes Ajvar
  • Krautsalat
  • Ćevapčići
  • 1/2 Rote Zwiebel in Ringen
  • ein wenig Feta zerkrümelt

Fruchtiges Ajvar

Zutaten für 500 ml:
1 kg rote Spitzpaprika
1/2 Aubergine
2 EL Rosinen
50 ml Apfelsaft
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Essigesszenz

optional: Chiliflocken

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Aubergine (den Rest der gerösteten Aubergine andersweitig verwenden, zum Beispiel für göttlichen Auberginen-Kavier) an einigen Stellen mit einem spitzen Messer einpieken. Alles in einer Schicht auf das Backblech geben. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten rösten. Die Paprikaschoten sollten schwarze Blasen haben, die Aubergine schrumpelig und weich sein.
(3) Die Rosinen mit dem Apfelsaft ein Glas geben und zur Seite stellen.
(4) Alles vom Blech in eine Schüssel geben, mit einem Deckel oder Folie abdecken und etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Wenn man das Gemüse anfassen kann, die Aubergine halbieren und das Fruchtfleisch der einen Hälfte in eine Schüssel kratzen. Von den halben Paprikaschoten mit den Händen die Schale abziehen (geht ganz einfach jetzt) und das Fruchtfleisch samt Saft in der Schüssel sammeln.
(5) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel mit einem Schluck Öl in einen kalten kleinen Topf geben, etwas salzen. Die Flamme unterm Topf auf mittel stellen und die Zwiebeln in etwa 20 Minuten weich dünsten. Ab und zu umrühren. Den Knoblauch und die Rosinen ohne den Saft zugeben und einige Minuten mitdünsten lassen. Mit dem Apfelsaft ablöschen und das Paprika- und Auberginenfruchtfleisch (wer mag, jetzt auch die Chiliflocken) zugeben. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten dünsten lassen. Ab und an umrühren, damit nichts anbrennt.
(6) Die gesamte Masse in einen Standmixer geben und mit Hilfe eines Stabmixers fein pürieren. Zurück in den Topf geben und bis zur gewünschte Konsistenz bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Hier waren es etwa 10 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und der Essigesszenz pikant abschmecken.

In ein heiß ausgespültes Glas geben, die Oberfläche glatt streichen und mit Öl begießen.

Passt wunderbar zu Gegrilltem, Bratwurst, Klops oder auch nur auf’s Käsebrot. Auch als Dip zu Gemüsesticks stelle ich mir Ajvar sehr nett vor.

Quelle: nach „Der große Glander“ und der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Herzegowina.

Krautsalat

Zutaten für 2-4 Portionen:
600 g Spitz- oder Weißkohl
Salz
60 ml Wasser
3 EL Apfelessig
1 TL Kümmel, ganz
6 EL neutrales Öl

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen und den Strunk entfernen. Entweder mit einem scharfen Messer in wirklich feine Streifen schneiden oder eine Küchenmaschine benutzen. Den Kohl salzen und einige Minuten kräftig kneten, bis er zusammen fällt und Saft austritt. 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Kohlstreifen zwischen beide Hände nehmen und richtig gut ausdrücken. In eine kleinere Schüssel geben. Das übrige, salzige Kohlwasser wegschütten.
(2) Das Wasser mit dem Apfelessig und dem Kümmel in einem kleinen Topf aufkochen und über den Kohl gießen. Das Öl darüber geben und alles gut verrühren. Noch eine Weile ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Plachutta, E., Plachutta, M. (2012): Der goldene Plachutta. Brandstätter Verlang. Wien. p 71

Ćevapčići – Cevapcici

Zutaten für 10 Stück:
350 g Rinderhack
1/2 TL Natron
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver, edelsüß

(1) Das Hackfleisch mit den Zutaten gut verkneten. Eine Portion Teig zwischen den Händen länglich formen und mit den Fingern zusammendrücken, so dass ihre Abdrücke zu sehen sind. Auf einem Teller ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
(2) Eine Grillpfanne auf hoher Temperatur heiß werden lassen. Die Ćevapčići von allen Seiten einige Minuten braten bis sie gar sind.

Quelle: nach der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Serbien.

Wenn alle Komponenten fertig sind, den Burger zusammen stellen: Das Brötchen längs halbieren, die Ober- und Unterseite mit Ajvar bestreichen. Auf die Unterseite eine Portion Krautsalat legen, die frisch gebratenen Cevapcici darauf legen. Ein paar Zwiebelringe und Fetakrümel verteilen und mit der Brötchenoberseite bedecken.

Mit Wonne genießen!

 

Wir retten vegetarische Aufstriche: Obazda

 

(Das ist kein hübsches Bild, ich weiß, es musste schnell gehen in der Schule…)

Mögt ihr Brot? Aber doch bestimmt nicht nur pur, sondern mit was drauf, oder? Aber immer denselben Käse oder Wurst wird auf Dauer auch langweilig. Deswegen bieten die Supermärkte eine bunte Auswahl an vegetarischen Brotaufstrichen, sei es Eiersalat oder Käsecremes. Aber meistens haben die Zeugs drin, das ich nicht unbedingt in meinem Körper haben will…

Nun ist ja momentan Oktoberfest in München und überall gibt es typisch bayrisches Essen zu kaufen. Und weil ich mit meinen Mitumschülern jeden Tag frühstücke, schlug ich vor ein bayrisches Weißwurstfrühstück zu machen. Jetzt fange ich nicht an Weißwürste selbst zu basteln, aber den Obazda, den es jetzt eben auch in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, der ist sehr einfach selbst zu machen und innerhalb von Minuten fertig! Dafür werden einfach nur Camembert, Blauschimmelkäse und Frischkäse mit Butter und Gewürzen verrührt. Fertig! Dabei ist wichtig, dass es ein reifer Camembert ist, was die meisten, die es im Supermarkt käuflich zu erwerben gibt, nicht sind. Da lässt sich aber Abhilfe schaffen, indem ihr den Käse einfach 2 Tage bei Raumtemperatur in der Küche rumliegen lasst. Camembert und Blauschimmelkäse lassen sich im normalen Haushalt eher schwer herstellen, ich habe simpel keine Reifekammer mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber ich achte auch da auf die Zutaten und den Fettgehalt. Ihr wollt bei Käse keinen reduzierten Fettgehalt, das schmeckt einfach nicht. Frischkäse hingegen könnte man schon selbst herstellen, wie Klaudia von „Kochen mit Herzchen“ zeigt (siehe ersten Link in der Liste), aber dafür hatte ich keine Zeit. Stattdessen achte ich darauf, dass wirklich nur Frischkäse und maximal Salz drin ist und nicht noch zusätzliche Stabilisatoren oder ähnlicher Quatsch. Lest Euch ruhig mal die Zutatenlisten, der unterschiedlichen Marken durch, ihr werdet erstaunt sein.

Jedenfalls ist dieser Obazda wirklich unglaublich lecker! Sogar den Mitumschülern, die sonst keinen Blauschimmelkäse mögen, hat er geschmeckt. Würzig, cremig, perfekt für ein herzhaftes Frühstück (oder Abendbrot *g*). Und es ist wirklich ganz einfach!

Auch meine Mitretter waren nicht untätig und haben sich viele schöne Sachen gekocht (wird nachgetragen):

Bayrischer Käseaufstrich – Obazda

Zutaten für 4 Portionen:
100 g reifer Camembert
100 g Blauschimmelkäse
100 g Frischkäse
1 EL weiche Butter
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Kümmel, gemörsert
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Schnittlauch

Von der Hälfte des Camembert die Hälfte der Schale entfernen. Die drei Käsesorten mit der weichen Butter mit Hilfe einer Gabel gut vermischen. Mit Paprikapulver, wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Kümmel entweder in einer Mühle mahlen oder mit Mörser zerstoßen und unterrühren. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und ebenfalls unterrühren. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, dann zu frischem Brot, im Idealfall Laugengebäck servieren.

Genießen!

Quelle: So isst der NordenObatzter

Immer noch nicht genug? Vielleicht auch mal mit Fisch? Hier noch ein paar Vorschläge, die hier schon veröffentlicht wurden:

Neuer Liebling – Amerikanischer Coleslaw

 

Krautsalate werden hier heißgeliebt! Das müssen die halben ungarischen Gene sein … Aber auch in anderen Nationen sind Kohlsalat weit verbreitet. Besonders berühmt ist der amerikanische Coleslaw. Da habe ich auch schon eine Variante von Jamie Oliver ausprobiert. War auch lecker, aber irgendwie noch nicht das Richtige. Der von KFC schmeckt doch besser. Irgendwie reichhaltiger. Und das ist der Punkt. Joghurt schön und gesund als Sauce, aber Mayo gibt da einfach mehr Geschmack.

Da habe ich nochmal nach Rezepten geguckt und bin auf „USA Kulinarisch“ fündig geworden, wo Gabi einen Coleslaw nach Art des Hard Rock Cafés zeigt. Sie benutzt nur Kohl und Möhren, aber die Sauce hörte sich gut an. Ja, eine sehr großzügige Menge Mayonnaise, aber auch Zucker und Essig, die dem Ganzen einen netten süßsauren Touch geben sollte. Zucker und Fett sind halt Geschmacksträger, aber dafür ist auch ganz viel gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen drin. Die Gemüsepalette erweitere ich gerne noch um Radieschen und Fenchel. Das gibt einerseits Schärfe und einen kleinen anissüßen Touch! Ich mag das sehr :-)

Ich war vom Geschmack so begeistert, dass ich mich echt zusammen reißen musste, nicht den gesamten Salat sofort aufzuessen! Und ich behaupte mal, der schmeckt besser als von KFC! So!

Amerikanischer Coleslaw

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 kleiner Spitzkohl
2 Möhren
4 Radieschen
1/2 Fenchelknolle
Salz, Pfeffer

Für das Salatdressing:
150 ml eifreie Mayonnaise
2 EL Weißweinessig
2 EL Zucker
1,5 EL Milch
2 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen, die Radieschen waschen, das obere und untere Ende abschneiden, vom Fenchel die unschöne, äußere Schicht entfernen, das zarte abschneiden und aufbewahren. Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, halbieren und den Strunk heraus schneiden. Alles entweder per Hand grob raspeln oder durch die grobe Reibe der Küchenmaschine jagen. In eine Schüssel mit Deckel geben.
(2) Für das Salatdressing alle Zutaten klümpchenfrei miteinander verrühren und abschmecken. Zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Mindestens über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Quelle:
Sauce nach USA KulinarischHard Rock Cafés Coleslaw
Gemüsekombination nach Jamie Oliver

*********************** Magyar ***********************

A szokásos magyar káposzta saláta nagyon szeretem, de más országok ís imádnak ezek a saláták. Ami a legjobban szeretem az a Kentucky Fried Chicken Coleslaw, de nem mindig pénzet akarok érte fizetni. Valahogyan egyedül is kell csinálni. A zöldségek nem a probléma, de a saláta öntet. Kipróbáltam már joghurttal, de az nem az igazi. Tényleg kell majonéz és cukor és ecet. Persze, a zsír és cukor csodát tesz a ízhez :-) Próbáljatok ki! Olyan finom hogy majdnem mindent egyszerre megettem! Egyböl lett a kedvenc amerikai káposzta salátám!

Amerikai káposzta saláta – Coleslaw

Hozzáválók 4-6 adagra:
1 kis fehér káposzta
2 nagyobb sárgarépa
4 retek
1/2 édeskömény
só, bors

Az öntethez:
150 ml majonéz
2 ek fehérborecet
2 ek cukor
1,5 ek tej
2 ek joghurt
só, bors

A zöldségek pucolunk és mindent nagy lukon reszelünk. Az öntethez mindent hozzáválók csomónékül összekeverünk. A reszelt zöldségek az öntettel összekeverünk, még egyszer kóstolunk és ha kell sózunk és borsózunk. Lefedve legalább egy éjszakát hagyunk a hűtőben állni.

Jó étvágyatok!

Für Schwangere und Vorsichtige – Standfeste Mayonnaise ohne Ei

Nein, ich bin nicht schwanger, um das klar zu stellen, aber wenn ein Freund mit seiner hochgeschätzten Gattin, die momentan eben einen internen Mitbewohner hat, ihren Besuch ankündigen, hält man sich an die allgemein gültigen Arztvorschriften. Und da ich ein neues Coleslaw-Rezept ausprobieren wollte (wird als nächstes gezeigt), in dessen Sauce Mayonnaise kommt, musste eben eine „sichere“ Variante her.

Gefunden habe ich es bei Zorra im Kochtopf und  eins zu eins nachgebastelt. Dabei ist es wichtig einen hohen Becher zu nehmen und die Zutaten auf der Waage abzuwiegen. Aber das ist ja nicht kompliziert. Erstaunlicherweise müssen auch nicht alle Zutaten Zimmertemperatur haben, bei mir kamen Senf, Milch und Zitronensaft direkt aus dem Kühlschrank. Benutzt habe ich meinen Zauberstab mit Schlagscheibe (ein Ding zum Besseren Sahneschlagen), aber auch mit normalen Stabmixern funktioniert es laut Zorra. Allerdings ist dies die Minimalmenge, die man zubereiten sollte, da bei der Hälfte zu früh Luft eingearbeitet wird und die Mayo nicht richtig emulgieren kann. Aber auch die Menge finde ich nicht problematisch, da die Mayo bei sauberer Arbeitsweise (in ein sauberes Glas geben, nur mit unbenutzten Löffeln oder Messern den Inhalt entnehmen, Löffel nicht ablecken usw.) 2-3 Wochen im Kühlschrank haltbar ist.

Und entschuldigt das Bild, das ist der letzte Rest der Mayo nach anderthalb Wochen im Kühlschrank. Schmeckt noch 1a, kein Schimmel zu sehen, nur hübsch geht anders. Ich weiß …

Eifreie Mayonnaise

Zutaten für ca. 200 ml:
20 g Senf
60 g H-Milch
Salz, Pfeffer
2 TL Zitronensaft
20 g Olivenöl
140 g neutrales Öl (hier: Rapsöl)

Die Zutaten in dieser Reihenfolge in einen hohen Becher geben. Den Stabmixer nach ganz unten setzen, anschalten und langsam 4-5 Mal hoch und runter gehen. Voila!

Wer sie etwas leichter haben will, kann gerne noch ein wenig Quark oder Joghurt unterrühren.

Genießen!

Quelle: 1 x umrühren aka KochtopfSelbstgemachte Mayonnaise ohne Ei

Zigeunerquark

Hui, wie nennt man diesen Aufstrich jetzt politisch korrekt? Ich bin mir der politischen Unkorrektheit des Namens zumindest in Deutschland bewusst, aber weiß auch von Mitgliedern dieser Völker, dass sie sich selbst „Zigeuner“ nennen, nicht alle, aber einige. Wer mehr Interesse an dem Thema hat: am 08. April ist jedes Jahr der „Internationaler Tag der Roma“ und die Deutsche Welle hat wirklich interessante Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten des Themas zusammen gestellt. Lohnt sich das mal genauer anzugucken und natürlich anzuhören.  …

Aber egal wie der Brotaufstrich heißt, es ist wirklich lecker und perfekt für’s Abendbrot. Schnell gemischt, mit Zutaten, die fast überall zu bekommen sind. Ich kann nur ein große Nachmachempfehlung für diejenigen unter der geneigten Leserschaft aussprechen, die genug haben von Schinken- und Käsebroten!

Zigeunerquark

125 g Ziegenfrischkäse
125 g Quark
2 EL Olivenöl
1 hartgekochtes Ei
1 Frühlingszwiebel
2 Cherrytomaten
1/4 rote Paprika
Salz, Pfeffer
Dill, Schnittlauch

Ei pellen und sehr fein hacken, Frühlingszwiebel und Paprika ebenfalls fein würfeln. Die Cherrytomaten entkernen und – Überraschung – fein würfeln. Den Dill und Schnittlauch fein wiegen. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen und vor dem Servieren noch mindestens 30 Minuten kühlen.

Als Brotaufstrich sehr gut, aber auch als Dip nicht zu verachten! Auf alle Fälle

genießen!

Quelle: nach Chili & VaniliaBódvalenkei cigányturó

Sommer für den Winter: Hochköstlichstes Ajvar

Weiter geht es mit der Konservierung des Sommers für dunkle, graue, usselige Wintertage. Jetzt gibt es noch Paprika, Aubergine und Zucchini aus Heimatproduktion. Durch die Zeit im Klein-Ankara Kassels und dem regelmäßigen Besuch im tollen türkischen Supermarkt umme Ecke bin ich auf den Geschmack von Ajvar gekommen. Ich habe das Zeug tatsächlich lieben gelernt! Dieser Paprikageschmack, das leicht Scharfe, die milde Aubergine. Toll!

Schon Anfang des Sommers ließ ich mir von meinen Eltern zwei Kochbücher von Zsófi Mautner, ihres Zeichens Bloggerin bei „Chili & Vanilia“ und mittlerweile auch Kochbuchautorin und Präsentatorin von Kochsendungen im ungarischen Fernsehen, von ihrem Besuch bei der ungarischen Verwandtschaft mitbringen. Ihre letzten beiden Bücher heißen übersetzt „Kochschule“, Teil 1 ist für blutige Anfänger gedacht, die Klassiker der ungarischen Küche (auch Alltagsküche) lernen wollen. Teil 2 ist schon für etwas Fortgeschrittene (Mittelstufe), die gerne auch etwas Neues abseits der ungarischen Küche ausprobieren wollen. Dieser Band beschäftigt sich hauptsächlich mit Rezepten für den Sommer: Klassisches Letscho, in Abwandlung mit Zucchini, dann Grillrezepte oder Dips und Saucen, die auch auf Vorrat gemacht werden können. Auch Marmeladen und einige Sirupe werden vorgestellt oder wie man unterschiedliche Eissorten basteln kann. Der besondere Clou an den Büchern ist, dass es jeweils einge DVD dazu gibt, auf der etwa ein Drittel der Buchrezepte von Zsófi gekocht werden, so dass man bestimmte Techniken und Tricks nochmal richtig vor Augen hat, falls man sich unter der schriftlichen Beschreibung nicht wirklich was vorstellen kann. Finde ich super! Ich mag die beiden Bücher. Ebenfalls aus dem Mittelstufen-Band habe ich schon die Kovászos uborka hier vorgestellt, die wirklich grooßartig waren!

Jetzt also der Ajvar! Hört sich eigentlich gar nicht so kompliziert an und die Zutatenliste ist auch übersichtlich und nicht exotisch. Die Zubereitung dauert ein bisschen, ist aber nicht schwer. An einem Samstagspätnachmittag also ran an die Paprika und Aubergine. Anders als im Rezept angegeben, habe ich die fertige Sauce in 250 ml Weck-Flaschen gegeben und damit die ordentlich versiegelt sind, noch 20 Minuten eingekocht. Weil noch ein bisschen was von der Sauce übrig war, was sich nicht lohnte in Gläsern zu füllen, konnte ich auch gleich kosten. Und lasst Euch gesagt sein, diese Sauce ist soooo unglaublich lecker! Auch die beste Ärztin von Welt fand das! Was freue ich mich schon darauf, die kleinen Flaschen zu öffnen und die schick strahlend rote Sauce zu genießen!

Hausgemachtes Ajvar

Zutaten für ca. 600 ml:
1 kg rote Paprika
500 g Aubergine
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL scharfe Paprikapaste
(entweder ungarisches Erös pista oder türkische Biber Salcasi oder Harissa)
1/2 Zitrone, Saft

(1) Als erstes den Ofen vorheizen. Entweder Oberhitze 250°C oder den Grill auf volle Leistung stellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren, Kerne entfernen und mit der Hautseite nach oben auf das Blech legen.
(2) In den Ofen geben und so lange backen bis die Haut schwarz ist. Kein Angst, das gehört so! Nur so lässt sich die Haut nachher einfach abziehen. Das dauert etwa 30 Minuten, aber die geneigte Leserschaft sollte ein Auge auf den Ofen behalten. Die Paprikahälften in eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie oder Deckel abdecken und etwas abkühlen lassen. Die Haut von den Paprikaschoten ziehen und das Fruchtfleisch grob schneiden.
(3) Während die Paprikaschoten abkühlen, die Aubergine halbieren und mit wenig Olivenöl beträufeln. Im 200°C (Ober-/Unterhitze) heißen Ofen in 50 Minuten weich backen. Das Fleisch aus der Schale schaben und zusammen mit der Paprika fein pürieren.
(4) Die Zwiebel und Knoblauch häuten und sehr fein würfeln.
(5) In einem größeren Topf (Das Ajvar spritzt fürchterlich!) das Olivenöl bei mittelhoher Hitze erwärmen. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in ca. 10 Minuten weich und süß dünsten. Sie sollten dabei nicht braun werden, sonst werden sie leicht bitter. Dann das pürierte Auberginen- und Paprikafruchtfleisch dazu geben, die scharfe Paprikapaste, Zitronensaft, Salz- und Pfeffer.
(6) Circa 20 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis es beginnt einzudicken.
(7) Zwischenzeitlich die Flaschen oder Gläser sterilisieren. Der geneigte Leser kann richtige Weckgläser nehmen oder welche mit normalen Schraubverschlussdeckel. Alle Gläser gründlich in heißem Spülwasser auswaschen, mit klarem, heißen Wasser nachspülen. Die nassen Gläser in den Ofen geben, den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten darin sterilisieren und trocknen. Die Deckel und Gummiringe in einen kleinen Topf geben und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die Gläser herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
(8) Den heißen Ajvar einfüllen und die Gläser verschließen. Bei Twist-Off-Gläser reicht es den Deckel auf die Gläser zu schrauben (Vorsicht heiß! Topflappen verwenden!) und dann auf dem Kopf stehend abkühlen zu lassen. Bei Weck-Gläser die Gummiringe auf die Glasdeckel ziehen, auf die Gläser setzen und mit den Klammern fixieren. Einen hohen Topf mit einem Küchentuch auslegen, die Flaschen drauf stellen. So weit mit heißem Wasser bedecken, dass die Gläser zu mindestens 3/4 im Wasser stehen. Einen Deckel auf den Topf geben und das ganze bei mittelhoher Hitze (Stufe 4 von 6) zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt des Kochen 20 Minuten einkochen lassen. Danach die Gläser aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen. Wenn die Gläser kalt sind, die Klammern entfernen und prüfen, ob die Deckel dicht sind. Wenn ja, dann hat alles geklappt.

Genießen!

Über die Haltbarkeit kann ich noch keine Angaben machen.

Quelle: Mautner, Zs. (2014): Főzőiskola – Középfok. Libri Kiado. Budapest. p 64

Bunter Glasnudelsalat mit Hähnchen nach Jamie Oliver

Zwerg hat momentan Urlaub und nutzt die Zeit, um Deutschland ein wenig zu erkunden. Und wie praktisch, dass ihre große Schwester, sprich ich, ziemlich genau mittig in einer kleinen süßen Fachwerkstadt lebt und man hier auch mal ein paar Tage sich erholen kann, um dann mit frischen Kräften weitere Städte zu erkunden. Am ersten Tag machten wir ein paar Essenspläne, eigentlich ziemlich konkrete ;-) Als erstes schlug Zwerg einen sehr schnellen Glasnudelsalat vor, den sie sich öfter macht und der sich gut zur Resteverwertung eignet. Ich kaufte jetzt extra ein halbes Grillhähnchen, aber wenn bei jemandem was vom Brathähnchen übrig ist oder vom gekochten Hühnchen der Hühnerbrühe, kann dieses Fleisch sehr gut verwenden. An Gemüse kann die geneigte Leserschaft verwenden, was noch im Kühlschrank rumlungert. Aber zuviel durcheinander sollte es auch nicht sein, so 3-4 unterschiedliche Gemüsesorten sind ideal. Besonders das Dressing hat es Zwerg und mir angetan, soooo gut! Unglaublich! Das macht sich bestimmt auch gut als Dip für Frühlingsrollen, Sommerrollen oder andere kleinere Schweinereien *g*

Und der Salat steht wirklich innerhalb von maximal 30 Minuten auf dem Tisch, auch wenn ihn einer alleine bastelt. Einfach mal ausprobieren und köstlichst überrascht werden!

Bunter Glasnudel-Hähnchen-Salat nach Jamie Oliver

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1/2 Grillhähnchen
oder entsprechende Menge anders gegartes Hähnchenfleisch
200 g Glasnudeln
1 Möhre
1 Frühlingszwiebel
1/3 Salatgurke
1 Romanasalat

Für das Dressing:
3 EL süß-scharfe Chili-Sauce
1 TL Honig
1 TL Sesamöl
2 EL Sojasauce
2 EL Limettensaft

(1) Das Fleisch vom Grillhähnchen pulen und in kleinere, mundgerechte Stücke zupfen. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und so lange stehen lassen bis sie weich sind. Das dauert 5-10 Minuten, zwischendurch kosten. Die Nudeln durch ein Sieb abgießen und mit in die große Salatschüssel geben.
(3) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen und in etwa streichholzdicke Streifen schneiden. Von der Frühlingszwiebel die äußere Schicht entfernen und bis auf die unansehnlichen dunkelgrünen Teile alles in feine Ringe schneiden. Die Salatgurke halbieren, entkernen und dünne Halbringe schneiden. Vom Romana-Salat die Blätter abteilen, waschen, gut trocknen und in Streifen schneiden. Alles in die Salatschüssel geben.
(4) Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren und ganz kurz erwärmen, entweder in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf. Zu den restlichen Zutaten geben und gut durchmischen.

Sofort genießen!

Quelle: aus Zwergs Erinnerung nach einem Rezept aus der Jamie Oliver-Zeitschrift

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