Archiv der Kategorie: Dessert

Rhabarber-Quark-Dessert – Schnell und unkompliziert!

So, der letzte Beitrag zum diesjährigen Osterbrunch. Ich bin ja nun nicht gerade als Dessertkönigin bekannt und eigentlich mag ich so ausgefallene Desserts gar nicht. So eine kleine Süßigkeit als Abschluss ja, aber keine Mousse au chocolat oder Parfaits. Mir reicht ein Schokoladenpudding oder eine simple Quarkspeise. Für’s Buffet wollte ich aber doch eine Kleinigkeit basteln. Unser Quarkspeisenrezept mag die ganze Familie, Rhabarber, von dem noch 3 Stangen auf dem Balkon waren, auch. Also fix ein Rhabarberkompott gebastelt und mit der Quarkspeise geschichtet.

Deswegen kein konkretes Rezept eher eine grobe Idee. Für das Rhabarberkompott 3 Stangen Rhabarber putzen und in etwas dickere Scheiben schneiden. 2 EL Zucker mit etwas Zimt, 1/2 Vanillestange und einem Schluck Wasser aufkochen, die Rhabarberstückchen dazu geben und mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel einige Minuten kochen lassen bis der Rhabarber weich ist. Abkühlen lassen und eventuell nochmal mit Zucker nachsüßen. Für die Quarkspeise Quark mit Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale gut verrühren. Abschmecken. Versuchen den Quark einigermaßen schick abwechselnd mit dem Rhabarberkompott in Gläser zu schichten.

Buntes Weihnachtsessen – Lila Brombeer-Crumble

Geplant war ja eigentlich ein anderes Dessert, aber da Zwerg mal wieder nicht aus den Puschen kam, übernahm Frau Mama die Dessertverantwortung. Aus dem „Nigella Express“ lachte Frau Mama wohl schon länger dieser Crumble mit Brombeeren an. Und da Frau Mama eine bestimmte Menge an Brombeeren fructosemäßig ganz gut verträgt und sie eh schon aufgetaut waren für den nicht zustandegekommenen Trifle, wurden schnell noch die gesunden Streusel geknetet und nach dem Hähnchen in den Ofen geschoben. Was ich so beobachtet habe, ging das wirklich schnell alles. Frau Mama brauchte keine 15 Minuten. Und ich befürchte so ein klitzeklein bißchen gesund ist es auch noch durch die Haferflocken und die Nüsse.

Frau Mama und ich fanden es äußerst gelungen und würden es glatt öfters essen. Herr Papa ist nicht der weltgrößte Haferflocken-Fan und Zwerg fand es gleichzeitig zu marmeladig und gesundschmeckend. Ts. Aber das Leben ist nun mal nicht nur Vanillepudding!

Ich kann nur empfehlen diesen Crumble auch mal nachzumachen. Er ist wunderbar variabel, keine Brombeeren im Haus? Kein Ding, nehmt TK-Heidelbeeren gemischt mit einem Apfel oder was ihr halt sonst noch an Obstresten da habt. Auch bei den Nusszutaten muss man sich nicht sklavisch an die Liste von Nigella halten, so hat Frau Mama noch ein paar Pinienkerne untergeschmuggelt, die vorm Ranzigwerden gerettet werden mussten.

Brombeeren-Haferflocken-Nuss-Crumble

Zutaten für 4-6 Portionen:
125 g Butter
60 g Haferflocken
40 g gehobelte Mandeln
30 g Sonnenblumenkerne
15 g Pinienkerne
70 g Mehl
1 TL gemahlener Zimt
75 g brauner Zucker
500 g Brombeeren (frisch oder aufgetaute TK-Ware)
2 TL Speisestärke
50 g Zucker

(1) Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf oder in einer Schale in der Mikrowelle schmelzen und zur Seite stellen.
(2) Die Haferflocken, Mandeln, Sonnenblumen- und Pinienkerne mit dem Mehl und dem Zimt in einer Schüssel mischen.
(3) Die Brombeeren in eine weite, flache Auflaufform (etwa 750 ml Fassungsvermögen) füllen. Wenn aufgetaute Tk-Brombeeren benutzt werden, den Saft mit reingeben. Mit der Speisestärke und Zucker bestreuen und vorsichtig unterrühren.
(4) Die Butter unter die Haferflockenmischung rühren und das ganze über die Brombeeren geben, so dass sie nur teilweise bedeckt sind.
(5) Im heißen Ofen 25 Minuten backen.

Genießen!

Dazu passt Eiscreme oder Schlagsahne oder, wie bei uns, einfacher Joghurt mit Vanille und Zucker gewürzt.

Quelle: Lawson, Nigella (2007): Nigella Express. Dorling Kindersley. London. p 52

Rote Grütze aus Gartenbeute

Sogar im elterlichen Garten ist gerade alles reif geworden an Beeren: Stachelbeeren, Johannisbeeren schwarz und rot, Erdbeeren, Jochelbeeren. Alles in Hülle und Fülle da. Blöderweise war ich nur anderthalb Wochen in der Heimat und richtig reif war es an meinem letzten Wochenende … Ich konnte zwar nicht mehr an der großen Johannisbeersaft-Abfüll-Aktion meiner Eltern mithelfen, aber noch eine Schale voll gemischter Beeren für mich mitnehmen:

Die kleinen Lieblinge! Jetzt bin ich nicht unbedingt als weltgrößter Obstfan bekannt und wollte irgendwas anderes mit den Beeren anstellen als roh mit Zucker verzehren. Da brachte mich Claudia bei Facebook auf die Idee mit Roter Grütze! Hallo!?! Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?!? Bei den Küchengöttern wurde ich nach einem Grundrezept fündig, ich hatte schon eine Vorstellung, aber mir fehlten das Verhältnis von Früchten zu Flüssigkeit zu Stärke. Weil ich auch keinen Fruchtsaft da habe, aber etliche Flaschen Sirup, wurde kurzerhand Wasser mit Himbeersirup gemischt und als Ersatz genommen, schmeckt auch gut :-) Der Rest ist einfach: Flüssigkeit aufkochen mit Vanille, angerührte Stärke rein, kurz aufkochen, Beeren dazu und noch 2 Minuten ziehen lassen. Fertig! Das aufwendigste war tatsächlich das Beerenputzen, aber ich habe festgestellt, dass das schon fast meditativen Charakter hat. Sehr entspannend!

Also ich bin begeistert von der Roten Grütze, ein wirklich schönes Sommer-Dessert: fruchtig, erfrischend, süß und säuerlich gleichzeitig. Toll!

Rote Grütze

500 g gemischte Beeren (Erdbeeren, Stachelbeeren, Jochelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren)
400 ml Wasser
3 EL Himbeersirup
alternativ: 400 ml Johannisbeer- oder Kirschsaft
1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanillepaste
2 EL Stärke
3 EL Zucker

(1) Die Beeren putzen. Große Erdbeeren eventuell halbieren oder vierteln. Die Johannisbeeren von den Stielen zupfen. Von den Jochel- und Stachelbeeren die Blütenreste und Stiele entfernen.
(2) Wenn benutzt das Vanillemark aus der Schote kratzen. Das Wasser mit dem Himbeersirup (oder den Saft) und dem Vanillepaste/Vanillemark  (mit der restlichen Schote zusammen) aufkochen. Zwischenzeitlich die Stärke mit ein wenig kaltem Wasser klumpenfrei verrühren. Unter den kochenden Saft rühren bis er angedickt ist.
(3) Die geputzten Beeren zugeben und warm werden lassen. Maximal 1-2 Minuten auf dem Herd lassen. Dann noch nach Bedarf den Zucker unterrühren.

Abkühlen lassen und zusammen mit Vanillesauce o.ä. servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterRote Grütze

Aprikosengrütze

Laut Frau Küchenlatein scheint Grütze in Norddeutschland ein vollwertiges Hauptgericht im Sommer zu sein. Hmm, komisch, noch nie mitbekommen, aber sind ja auch kein ursprünglich norddeutsche Familie mit Herkunft aus dem Magdeburger Raum und Ungarn. Diese Grütze hat Zwerg schon letztes Jahr gekocht, aber leider waren damals die Aprikosen schon ein wenig holzig, so dass die Aprikosen schnell zerfielen und man im Mund nachher ein holziges „Gerüst“ im Mund. Schade, schade, schade! Aber von der Idee her super!

Also dieses Jahr mit den ersten gut akzeptablen Aprikosen nachgemacht. Aber zwischendurch kam mir der Gedanke: Hey, Rosmarin müsste doch auch dazu gehen! Und tatsächlich, den Zimt durch Rosmarin ausgetauscht und ist echt lecker! Ich finde es passt auch für vier Personen als frisches Dessert, obwohl es nur für zwei Personen mit einer Kugel Vanilleeis angegeben ist. Egal, lecker isses!

Aprikosengrütze

Zutaten für 2-4 Portionen:
400 g Aprikosen
1 Bio-Orangen
1 oder 2 Orangen
1 TL Vanilllepaste (oder Mark einer 1/2 Vanilleschote)
1 TL gehackter frischer Rosmarin oder 1 Prise Zimt
3 El Zucker
1 El Maisstärke

(1) Die Aprikosen waschen, halbieren und in 3-4 Spalten schneiden.
(2) Die Bio-Orange abwaschen und die Hälfte der Schale fein in einen kleinen Topf abreiben. Den Saft der Orangen auspressen, es sollten so 150 ml sein. Bei mir haben 2 Orangen gereicht. 100 ml des Safts in den Topf geben mit der Vanillepaste/Vanillemaark und dem Rosmarin. Den Zucker unterrühren. Aufkochen lassen.
(3) In der Zwischenzeit die Stärke mit den restlichen 50 ml Orangensaft klümpchenfrei verrühren. Unter den heißen Saft im Topf rühren, einmal aufkochen lassen. Dann die Aprikosenspalten hinzufügen und je nach Reifegrad 3-5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
(4) Zum Abkühlen in eine Schüssel geben, Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche der Grütze legen, damit keine Haut entsteht.

Als Dessert mit Vanillesauce, Vanillepudding o.ä. servieren.

Genießen!

Quelle: nach essen & trinken Für jeden Tag 7/2012

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