Archiv der Kategorie: Kekse Plätzchen & Konsorten

Last Minute Lebkuchen vom Blech

Whoop whoop! Ich habe es ja fast selbst nicht mehr geglaubt, aber ich habe tatsächlich noch weihnachtlich gebacken in diesem Jahr! Und sogar Lebkuchen, die richtig echt weihnachtlich duften und schmecken und dekoriert wurden! Meine Güte!

Natürlich sind es nicht die traditionellen Lebkuchen, deren Teig man schon im September ansetzt, damit er in Ruhe bis zur Adventszeit reifen kann. Im Gegenteil es sind ratzfatz gemachte Last Minute-Lebkuchen, die wirklich innerhalb von 45 Minuten komplett fertig gebacken sind. Ihr braucht nicht mal eine Küchenmaschine bemühen – eine große Schüssel, Holzlöffel und kleiner Topf reichen vollkommen aus an Utensilien. Auch die Zutaten sind nicht sonderlich schwer zu besorgen und kriegt man ab November in jedem Supermarkt, wenn sie nicht ausverkauft sind. Bei der Zubereitung lasst Euch nicht von der Konsistenz des Teiges verunsichern, er kann zwischen cremig und fast ausrollbar schwanken. Er lässt sich wirklich einfach auf einem Backblech verteilen, je nach Konsistenz entweder mit den eigenen Händen oder einem Spatel. Ihr werdet Euch schon für das richtige Werkzeug entscheiden :-)

Leider war mein Blech eine Winzigkeit zu lange im Ofen, so dass der Lebkuchen einen µ trocken ist, aber er schmeckt köstlich! Würzig, leicht schokoladig, einfach echt nach Lebkuchen :-) Und wer mag, kann sich (oder die Kinder) an der Dekoration austoben. Ich verteilte nur schwungvoll sowohl dunkle als auch Vollmilchkuvertüre und streute auf die feuchten Schokolade blau-weiße Zuckerperlen und Schneeflöckchen. Hach!

Ein wirklich guter Last Minute-Kuchen, wenn ihr bisher nicht zum großen Weihnachtsbacken gekommen seid :-)

Lebkuchen vom Blech

Zutaten für 1 großes Kuchenblech:
250 g Butter
250 g Honig
4 Eier
150 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
125 g Zucker
2 EL Kakaopulver
1 Packung Lebkuchengewürz (15-30 g)
oder
3 TL Zimt
je 1 TL gemahlener Anis, Kardamom, Nelke, Ingwer
1/2 TL geriebene Muskatnuss
750 g Mehl
1 Packung Hirschhornsalz (25 g)
2 EL Wasser

Butter zum Einfetten des Blechs

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dünn mit Butter einfetten.
(2) In einem kleinen Topf die Butter und den Honig erhitzen. Die Mischung muss nur flüssig werden, nicht kochen.
(3) Alle trockenen Zutaten bis auf das Hirschhornsalz in eine große Schüssel geben und miteinander verrühren. Dann eine Mulde in die Mitte machen und das Butter-Honig-Gemisch sowie die Eier hinein geben. Schon grob verrühren. Das Hirschhornsalz mit dem Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren. Zu den restlichen Zutaten in die große Schüssel geben und gut verrühren bis alles Mehl untergearbeitet ist. Das kann ein bisschen anstrengend sein.
(4) Den Teig auf dem gefetteten Blech geben und gleichmäßig mit den Händen bis in die Ecken des Blechs verteilen. Auf mittlerer Stufe in den Herd geben und 15-20 Minuten backen. Die Stäbchenprobe (Schaschlikspieß in die dickste Stelle des Lebkuchens stecken und wenn er sauber wieder heraus kommt, ist er gar) machen.
(5) Aus dem Ofen nehmen und nach Lust und Laune mit Schokolade und Dekoflitterkrams verzieren.

In Vierecke geschnitten halten sich die Lebkuchen in einer Blechdose einige Wochen.

Genießen!

Quelle: verändert und angepasst nach SugarprincessLebkuchen kinderleicht gemacht

Advertisements

Hochköstliche Sauerrahm-Waffeln aus dem neuen Spielzeug – Tejfölös gofri az új játekbol

Nach dem ganzen Krankenhaus-Stress habe ich mir was verdient, finde ich. Das hat irgendwie Tradition in der Familie *g* Nach ihren nervenaufreibenden Krankenhausaufenthalten vor einigen Jahren hat sich Frau Mama eine KitchenAid in hübschem orange gegönnt, ich bin etwas bescheidener und begnüge mich mit einem Waffeleisen. Dafür aber eins, dass zwei Waffeln auf einmal backen kann. Ha!

Drauf kam ich, weil wir in der Klinik vorletzten Freitag während der Visitenwarterei Waffeln buken und das hat mir so viel Lust auf eigene gemacht, dass natürlich erstmal die passenden Gerätschaften angeschafft werden mussten.Und momentan ist die Lust auf Waffeln der unterschiedlichsten Couleur wirklich groß: süß, weniger süß. Mit Frucht drin. Herzhaft mit Feta oder Spinat oder Speck. Ach, mir schwirren gerade so viele Ideen und Gelüste rum, ich weiß gar nicht, wann ich das alles essen soll *g*

Es fand sich auch sofort die perfekte Gelegenheit es auszuprobieren, weil sich vorletzten Freitag die beste B. von allen zu einem Besuch ansagte und sofort begeistert von der Waffelidee zeigte. Es war noch kurz unsicher, ob mein Waffeleisen überhaupt rechtzeitig ankommen würde. Kam es aber! Perfekt! Als Rezept habe ich Leonies verwendet, nur eben die Buttermilch durch Saure Sahne  und einen µ Milch ersetzt. Buttermilch brauche ich nicht oft, aber Saure Sahne/Schmand habe ich als halbe Ungarin eigentlich immer im Kühlschrank. Und wenn keine im Kühlschrank zu finden ist, werde ich nervös. Ihr sehr also, wie ernst es mir mit der Sauren Sahne ist. Und deswegen mache ich auch beim momentan Blogevent in Zorras Kochtopf mit: „Sauer macht lustig!„, indem es um alle möglichen Sauermilchprodukte geht.

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Und diese Waffeln sind echt super! Der Teig wirklich schnell zusammen gerührt, die Waffelproduktion dauert ja auch nicht ewig. Sie sind nicht zu süß und es kommt eine wirklich angenehme säuerliche Note durch die Saure Sahne! Jedenfalls ist das Rezept sofort in das selbstgeschriebene Rezeptbuch der weltbesten Oma gewandert, dass ich ja weiterführe :-) Also, wenn es Euch gelüstet, probiert die hier mal aus!

Sauerrahm-Waffeln

Zutaten für ca. 10 Waffeln:
125 g Butter, weich
70 g Zucker
4 EL Vanillezucker (oder 2  Päckchen)
3 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200 g Saure Sahne (10%)
50 ml Milch

etwas neutrales Öl für das Waffeleisen

(1) Als erstes die Butter mit den beiden Zuckersorten in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer schaumig rühren. Nacheinander die Eier unterrühren, dabei jeden Ei etwa 30 Sekunden bearbeiten.
(2) Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in einer Extraschüssel vermischen. Die Saure Sahne mit der Milch gut verrühren.
(3) Abwechselnd in etwa 3 Portionen die Mehl- und Saure Sahne-Mischung unterrühren bis ein homogener Teig entstanden ist.
(4) Das Waffeleisen aufheizen und die Flächen mit wenig Öl einpinseln. Nacheinander wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben die Waffeln ausbacken.
Dazu passt Rote Grütze oder anderes Fruchtkompott, pur mit etwas Puderzucker bestäubt oder Sahne oder Vanilleeis. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach dem Rezept der besten L.

*********************** Magyar ***********************

Van most egy új kis játekom, egy gofrisütő amit vettem magamnak a kórház után :-) Szerencsére gyorsan tudtam kipróbálni mert jött látogatásra egy régi ismerősöm és csináltunk ezzek a gyors, egyszerű és nagyon fincsi gofrik. Nagyon érdemes kiprobálni! Mostanában nagyon kivánom a gofrik ugy hogy a jövőben még jönnek receptek: édesek, pikáns gofrik spenottal, fetával vagy szalonnával. Kiváncsi legyetek!

Tejfölös gofri

Hozzávalók 8-10 gofrira:
125 g vaj, szoba hömérség
70 g cukor
4 ek vaniliás cukor
3 tojás
250 g liszt
1 tk sütöpor
1 csipet só
200 g tejföl
50 ml tej

egy kis olaj a gofrisütöre

(1) A vaj a két cukorfajtával habosra verünk. Egymás után a tojásokat bele keverünk.
(2) Egy másik tálban keverünk a lisztet, sót és sütöport. A tej a tejfölel egy pohárban össze dolgozunk.
(3) Felváltva alá keverünk a liszt meg a tejfölt. Szép, sima tészta legyen belöle.
(4) A gofrisütöt elömelegitünk. Egy kicsit beolajozunk egy ecsettel. És a szokásos modón kisütünk a gofrikak.

Pórcukorral, vaniliás fagyival, vaniliásszoszal vagy lekvárral tálalunk.

Jó étvágyot!

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Ich bin ja kein leidenschaftlicher Bäcker, nicht wie andere Damen und Herren, die am liebsten jeden Tag Cremetorte, Muffins, Cupcakes, Cakepops, Brownies und Konsorten backen wollen würden. Aber nee, Jungs. Nicht meine Baustelle. Mal ja, weil selbstgemacht doch immer noch am Besten schmeckt, aber ich neige ja auch dazu, dass mir körperlich übel wird, wenn sich so süßer Keks- und Kuchengeruch zu lange in der Wohnung hält. Und spätestens zur Vorweihnachtszeit wird der Verbrauch an Gewürzgurken wieder stark ansteigen, wenn dann doch mehr als 1x im Monat süß gebacken wird *g*

Das Rezept für diese Haferflocken-Kekse postete Barbara von ihrer Spielwiese letzte Woche auf Facebook und ich war sofort angefixt. Kekse wollte ich schon länger backen und die kleinen Adjektive „schnell“ und „einfach“ ließen sie seeehr hoch auf die Nachbackliste wandern. Zutaten waren alle da (ich habe gefühlt Unmengen an Haferflocken, dabei ess ich die gar nicht so oft). Und dann war es am letzten Freitag noch am frühen Abend soweit, alles schnell zusammen gerührt. Oft werden so Kekse ja mit zwei Esslöffeln abgestochen, aber das war mir zu doof hier. Der Teig ist so angenehm fest, dass er sich gut mit angefeuchteten Händen zu Kugeln formen lässt. Perfekt! Innerhalb von 45 Minuten hat man leckere Kekse. Sogar der sehr kritische Coladieb ist angetan von diesen Haferflocken-Keksen und ich darf sie nochmal backen *g*

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Zutaten für ca. 24 Stück:
150 g Zucker
200 g weiche Butter (nicht flüssig!)
1/2 TL Vanillemark
oder
2 TL Vanilleextrakt
1 Ei
125 g Mehl
3/4 TL Backpulver
1/4 TL Salz
225 g Haferflocken (kernig oder zart)
50 g Rosinen

(1) Den Ofen auf 175°C Umluft (oder 190°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(2) Den Zucker mit der Butter schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Das Vanillemark/Vanilleextrakt zufügen.
(3) Das Mehl mit dem Backpulver und Salz gründlich vermischen. In zwei Portionen zur Zucker-Butter-Ei-Mischung geben. Kurz unterrühren bis es sich gerade verbunden hat. Kurz die Haferflocken unterrühren und ganz zum Schluss die Rosinen.
(4) Mit leicht angefeuchteten Händen 24 etwa golfballgroße Kugeln formen und mit etwas Abstand auf die Bleche setzen (Wer keinen Teig an den Fingern mag, kann gerne Chirurgen-Handschuhe anziehen oder 2 Esslöffel zur Hilfe nehmen).
(5) In den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen lassen. Wer Ober-/Unterhitze benutzt, die Bleche nach der Hälfte der Zeit tauschen oder nacheinander backen.
(6) Erst kurz auf dem Backblech, dann auf einen Kuchengitter abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Barbaras SpielwieseHaferflockenkekse

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Meltaways hört doch gut an, oder? „Wegschmelzen“, wer will nicht so zarte Kekse essen? Hört sich doch viel besser an als ordinärer Heidesand, wobei der Teig ja eigentlich nichts anderes ist. Und Heidesand mag ich, weil die Kekse so unkompliziert zu backen sind und gleichzeitig unglaublich vielseitig, ob klassisch oder mit Schokolade oder nur einem µ Vanille oder mit Rosmarin. Teig kurz kneten, im Kühlschrank von einigen Stunden bis einigen Tagen zwischenparken, backen. Wunderbar. Auch, dass man die Zubereitung so entzerren kann, Teig basteln klappt noch, aber das backen nicht mehr? Kein Ding, der Teig überlebt ohne Probleme eine Woche im Kühlschrank oder kann auch eingefroren werden. Welchen Schritt man bei diesen Meltaways nicht auslassen sollte, ist das abschließende Wälzen in Puderzucker, der Teig an sich hat wirklich wenig Zucker in sich.

Und die Kekse schmelzen wirklich, sobald sie im Mund sind. Großartig! Durch die Limette kommt eine leicht herbe Zitrusnote, die wunderbar passt. Wer das allerdings nicht so mag, kann es auch gerne durch Zitrone oder Orange ersetzen. Lohnt sich die zu machen, wirklich!

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Zutaten für ca. 3 Bleche:
550 g Mehl
50 g Maisstärke
1 TL Salz
300 g weiche Butter
70 g Puderzucker
Abrieb von 4 Bio-Limetten
60 ml Limettensaft
1,5 TL Vanillepaste oder Mark 1 Schote

(1) Mehl, Stärke und Salz in einer Schüssel vermischen.
(2) Die weiche Butter mit dem Puderzucker ca. 5 Minuten lang schaumig rühren. Die Mischung wird hell und sehr fluffig. Den Limettenabrieb, -saft und Vanillepaste/-mark unterrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und nur soweit verrühren, dass alles gleichmäßig verteilt ist. Bloß nicht zuviel rühren!
(3) Den Teig in 4 Portionen teilen, zu Rollen formen und in Frischhaltefolie wickeln. Die Rollen für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(4) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Die Kekse aus dem Kühlschrank nehmen und in 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Im Ofen 10-15 Minuten backen, die Kekse sollen aber nicht braun werden. Kekse auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
(6) Dann im Puderzucker wälzen und

genießen!

Quelle: Kleiner KuriositätenladenLime Meltaways

Klassische Pfefferkuchen

So richtig klassische Pfefferkuchen hatte ich noch nie gebacken. Und die richtig klassischen auch noch nie gegessen … Ich kannte bisher nur die weichen Lebkuchen, die ich (bis auf die Elisenlebkuchenpremiere dieses Jahr) auch noch nie gebacken hatte. Die Rezepte im alten Backbuch meiner Oma hörte sich einfach an: Honig, Mehl und Gewürze verkneten, ein wenig Pottasche dazu, fertig. Besonders angenehm fand ich, dass der Teig auch einige Zeit gelagert werden kann und man so die Zubereitung entzerren kann, an einem Tag den Teig vorbereiten, an einem anderen Tag innerhalb der nächsten 8 Wochen einfach verbacken. Der Teig selbst hat eine komische Konsistenz, einerseits ist er durch die Honig klebrig, andererseits doch wieder nicht. Ich habe dann irgendwann angefangen, ihn nur noch mit Einmalhandschuhen anzufassen. Da klebte er nicht so schlimm dran, wie an meinen Fingern. Aber er lässt sich gut ausrollen und ausstechen. Nur zu filigrane Ausstecher sollte man nicht verwenden, da die Plätzchen im Ofen noch ein wenig aufgehen und die Form so etwas verschwimmt. Deshalb auch Platz zwischen den Teigrohlingen lassen, jetzt nicht 10 cm, aber auch nicht nur 0,5 cm. Im Ofen waren sie relativ schnell fertig, wenn sie etwas braun geworden sind, aber noch nicht verbrannt. Zu blass sollten sie auch nicht bleiben, sonst kleben sie aneinander fest in der Aufbewahrungsdose.

Ich mag die Pfefferkuchen, auch wenn ich überrascht war wie knusprig, ja um ehrlich zu sein, ein wenig hart sie waren. Man sollte sie schon ein wenig liegen lassen, vielleicht sogar ein Stückchen Apfel mit in die Blechdose geben, damit sie schneller etwas weicher werden. Vielleicht hilft auch sie mit Schokolade zu überziehen, aber da bin ich ja eh kein großer Fan von, also hab ich es auch sein gelassen. So ein, zwei der Pfefferkuchen sind schon sehr gut zum besinnlichen Adventskaffee :-)

Honig-Pfefferkuchen

Zutaten für 3-4 Bleche:
500 g Honig
500 g Mehl
gute Prise Salz
1 EL Lebkuchengewürz
1 EL Kakao
50 g gehackte Mandeln
2 EL Rum
10 g Pottasche

(1) Den Honig erwärmen, damit er zerfließt. Das Mehl mit dem Salz und den Gewürzen, Kakao und Mandeln mischen. Die Pottaschen im Rum auflösen.
(2) Die Mehlmischung esslöffelweise unter den Honig kneten, zuletzt die aufgelöste Pottasche zugeben und alles gut miteinander verkneten. Falls der Teig noch zu sehr klebt mehr Mehl zugeben (war bei mir nötig). Der Teig hat eine gleichzeitig klebende und nichtklebende Konsistenz. Die geneigte Leserschaft wird schon mitkriegen was ich meine.
(3) Den Teig mindestens 24 Stunden ruhen lassen, er kann allerdings auch schon 3-8 Wochen im Voraus vorbereitet werden und dann abgedeckt an einem trockenen, nicht zu warmen Ort gelagert werden.
(4) Wenn man backen will, den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche portionsweise ca. 0,5 cm dick ausrollen (hier haben sich bei mir Einmalhandschuhe bewährt zum Teiganfassen). Formen der Wahl ausstechen (Kreise, Vierecke, Sterne, Herzen, Monde; Lämmchen). Auf der mittleren Stufe etwa 10-15 Minuten backen. Das hängt von der Dicke und Größe der Pfefferkuchen ab.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur überziehen und verzieren. Sie sind zu Anfang knusprig hart, werden nach einige Wochen in einer Blechdose aber weicher. Sie eigenen sich gut zum Tunken in Kaffee oder Kakao.

Einfach genießen!

Quelle: Fuchs, P.-E. (1953): Unser Backbuch. Verlag für die Frau. Leipzig. p 81

Mürbestes Orangen-Haselnuss-Shortbread

Synchronkochen mit der weit, weit weg lebenden Frau Kochschlampe ist ja schon eine kleine Tradition bei uns, aber in der Vorweihnachtszeit backen wir auch gerne per Videochat zusammen, wenn wir uns schon nicht live und in Farbe sehen können (wie noch im Dezember 2011). Da sind natürlich ein paar kleine organisatorische Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen: ein Rezept, das wir beide mögen (kein Kokos, der ist für mich ist Hauptausscheidegrund) und ein Rezept, dass relativ einfach ist, nicht zu lange dauert, keine seltsamen langen Teigruhezeiten hat. Frau Kochschlampe schlug mir Orangen-Haselnuss-Shortbread vor, dass in ihrem Haushalt von allen Mitgliedern heiß und innig geliebt und offensichtlich nur so eingeatmet wird. Haselnüsse hören sich gut, Orangen noch viel besser und die Zubereitung ist ein Kinderspiel.

Wirklich wichtig ist das Rösten der Haselnüsse. Wenn die geneigte Leserschaft mal eine frisch geröstete Haselnuss gekostet hat, ihr werdet nie wieder eine ungeröstete auch nur angucken wollen! Am einfachsten geht das im Ofen: einfach den Ofen auf 180°C vorheizen, die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und etwa 10 Minuten backen lassen bis die Nüsse dunkel, fast schwarz sind. Die Nüsse ein wenig abkühlen lassen und dann so ca. 2 handvoll in ein Küchenhandtuch geben, gut das Handtuch rubbeln, damit die bittere Schale von den Nüssen kommt. Das geht erstaunlich gut. Und schwupps hat man höchstaromatische Haselnüsschen. Der Rest vom Keks ist ganz einfach. Die Nüsse noch schreddern, alle Zutaten miteinander verkneten bis der Teig hält. Dann werden auf einem Blech zwei Teigfladen geformt und gebacken. Fertig.

Und die sind wirklich so lecker! Sehr schön nussig mit wunderbarem Orangenaroma und so mürbe, dass sie schon beim Angucken anfangen, sich zu verkrümeln ;-) Großartig! Die wird’s öfter geben!

Orangen-Halsenuss-Shortbread

Zutaten für 24 Stück:
1 1/2 Cup Haselnüsse (geröstet und Haut abgerubbelt)
1 1/2 Cup Mehl
1/2 Cup brauner Zucker (plus 2 EL zum Bestreuen)
140 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
1 1/2 TL abgeriebene Orangenzeste (1 Bio-Orange)
1/4 TL grobes Salz

(1) Einige Zeit vor dem Backen die Nüsse nach der Beschreibung oben rösten und enthäuten. Die Nüsse in einer Küchenmaschine mittelfein mahlen.
(2) Kurz bevor man mit dem Teig beginnt die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(4) Das Mehl mit Nüssen, Zucker, Butter, Zeste und dem Salz verkneten und zu einem Ball formen. Den Teig halbieren und auf das Backblech geben. Zwei Fladen von etwa 17 cm Durchmesser mit den Händen formen. Mit einem Messer 12 Stücke darauf vorzeichnen. Mit jeweils 1 EL Dekozucker bestreuen.
(5) In den Ofen schieben und in 15-20 Minuten golden backen. 10-15 Minuten abkühlen lassen und noch warm in insgesamt 24 Stücke schneiden.

Abkühlen lassen und in Blechdosen aufbewahren oder gleich

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenOrangen-Haselnuss-Shortbread

Drei Nüsse für Elise – Elisenlebkuchen

Manchmal hat so ein Hamsterkaufdasein auch was gutes. Beim (zugegebenermaßen ungeplanten) Großeinkauf für die Weihnachtsbäckerei im November wanderten auch Zitronat und Orangeat und Backoblaten mit in den Einkaufskorb. So komplett ohne konkreten Plan, aber man weiß ja nie … Und Sonntag kam der Moment. Bei Susanne vom Magentratzerl-Blog las ich morgens noch im Bett von ihren Elisenlebkuchen. Hach ja, Elisenlebkuchen! Gekauft mag ich die echt gerne, hatte mir aber nie Gedanken drum gemacht, woraus sie bestehen und wie man sie überhaupt backt. Interessiert habe ich mir das Rezept schnell durchgelesen. Ach?!? So kompliziert ist das ja gar nicht und die Zutaten haste ja auch alle da. Ha!

Aber denkste, Puppe! Wer ahnt auch, dass in den normalen Supermarkt-Orangeat-Packungen nur 100 g sind. Na gut, dann nicht das Originalrezept, sondern etwas abgewandelt. Susanne verzichtet allergiebedingt auf Haselnüsse, ich hatte letztens ein Blech geröstet und dementsprechend 150 g geröstete, gemahlene Haselnüsse und 200 g gemahlene Mandeln genommen. Und weil mir 75 g Masse an Orangeat und Zitronat fehlten, hab ich einfach noch ein paar Walnüsse grob gehackt dazu geschmissen. Ich kann übrigens nur jedem empfehlen, die Nüsse selbst in der Küchenmaschine zu mahlen, durch das frische Mahlen sind die Nüsse viel aromatischer. Wirklich! Und diese Lebkuchen sind echt schnell gemacht, der Teig ist innerhalb von 15 Minuten zusammen gerührt, selbst wenn die Nüsse noch gemahlen werden müssen und auch die Oblaten sind relativ schnell bestrichen. Einzig habe ich den Schokoladenüberzug weggelassen, weil ich das bei den gekauften schon nicht so mag und sie mir mit zu mächtig sind.

Und die sind soo lecker! Und per Definition des Deutsches Lebensmittelbuchs sogar echte Elisenlebkuchen, weil sie aus mindestens 25% Nüssen bestehen und weniger als 10% Mehl, nämlich hier gar keins im Teig, haben. Hach! Ich liebe diese kleinen Lebkuchen! Die werden ins alljährliche Weihnachtsrepertoire aufgenommen!

Elisenlebkuchen

Zutaten für 25 Lebkuchen:
4 Eier
140 g Puderzucker
1 Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
150 g geröstete Haselnüsse, gemahlen
50 g Walnüsse, grob gemahlen
100 g Orangeat
100 g Zitronat
2 TL Lebkuchengewürz
1 Bio-Zitrone, Schale abgerieben
1 Bio-Orange, Schale abgerieben
25 Backoblaten ( Durchmesser 7 cm)

Nach Belieben
200 g Schokoladenglasur oder Puderzucker-Zitronen-Glasur

(1) Die Eier mit dem Puderzucker und der Prise Salz cremig-schaumig schlagen. Das dauert ein bißchen, Geduld haben. Das Orangeat und Zitronat mit Hilfe der Küchenmaschine schreddern.
(2) Die gemahlenen Nüsse, Orangeat, Zitronat, Lebkuchengewürze, Zitrusschalen unter die Ei-Zuckermasse rühren. 30 Minuten stehen lassen, damit der Teig fester wird. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Die Backoblaten in die Hand nehmen und ca. 1,5 TL Lebkuchenmasse darauf verteilen.
(4) Das erste Blech in den kalten Ofen stellen, auf 160°C Ober- und Unterhitze stellen und 30 Minuten backen lassen. Das zweite Blech nur noch 20 Minuten im heißen Ofen backen lassen.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur oder Zitronen-Puderzucker-Glasur überziehen oder sie einfach pur

genießen!

Quelle: nach MagentratzerlElisenlebkuchen

%d Bloggern gefällt das: