Archiv der Kategorie: Kekse Plätzchen & Konsorten

Ein Teller geht auf Reisen: Plätzchen, Plätzchen, Plätzchen

Es weihnachtet allerorten. Auch hier in meiner kleinen Wohnung, jetzt nicht unbedingt dekomäßig, da bin ich eher minderbegabt und um ehrlich zu sein auch minderinteressiert, aber weihnachtlich gebacken wurde hier schon einiges. Und wie lässt es sich besser präsentieren als auf dem reisenden Teller von Foodfreak, den mir liebenswürdigerweise die Besitzerin des „Restaurants am Ende des Universums“ zukommen ließ. Danke, liebe AD!

Da laut Regeln nur ein Bild pro Tellerreisen-Beitrag zugelassen ist, werde ich Euch die Rezepte für die einzelnen Köstlichkeiten in den nächsten Tagen in kleinen Einzelbeiträgen vorstellen. Aber was seht ihr da jetzt eigentlich auf dem Teller? Auf 12 Uhr sind meine Sonntag spontan gebackenen Elisenlebkuchen, ohne Schokiüberzug, aber trotzdem sehr gut! Auf 2 Uhr sind puderzuckerbestäube Lime Meltaways, die auf der Zunge tatsächlich nur so zergehen. Großartig! Auf 5 Uhr sind zwei Stückchen total köstliches, mürbes Orangen-Haselnuss-Shortbread, daneben die altbekannte und heißgeliebten Alpenbrot-Stücke (die nächste Ladung muss die Tage noch gebacken werden!) und auf 10 Uhr zwei Stück des Pfefferkuchens aus dem alten Backbuch meiner Oma. Ich befürchte, dass war es noch nicht ganz mit den Plätzchen, aber ich backe ja auch eher nach Lust, Laune und Kraft und nicht nach Plan. Eigentlich sind die Plätzchen alle einfach zu machen und brauchen nicht ewig, manche nicht mal Ruhezeit. Toll, oder? Dann freut Euch auf die Rezepte in den nächsten Tage, auch wenn sich immer mal wieder ein herzhaftes Gericht dazwischen schummeln wird *g*

Liebster Besuch IV: Schokoladen-Pistazien-Cookies

Eine Wochenende von Frau Kochschlampe und mir kann nicht ohne Gebackenes zu Ende gehen. Gut, meist backt Frau Kochschlampe und leiste sitzend Gesellschaft ;-) Frau Kochschlampe ist deutlich backaffiner als ich, auch wen ich gerne Kekse und Kuchen esse *g* Jedenfalls sollten es die Schoko-Pistazien-Cookies vom Blog „… like a piece of New York Cheesecake“ sein, weil wir beiden Pistazien sehr lieben und Cookies sind ja nie verkehrt, oder? Also schnell noch die fehlenden Zutaten besorgt. Die Cookies sind prinzipiell auch schnell gemacht. Und wirklich leckere Schoko-Cookies. Leider kam die Pistazie bei uns nicht so gut zur Geltung, obwohl wir sogar einige Gramm mehr reingemacht haben. Entweder waren die an sich nicht so aromatisch oder die Schokolade war zu stark. Nächstes Mal würden wir weniger Schokolade reinmachen und ich auch nochmal eine andere Pistaziensorte ausprobieren. Weil, an sich sind das richtig gute Cookies, gefielen uns außerordentlich gut!

Schokoladen-Pistazien-Cookies

Für ca. 24 Stück:
150 g Mehl
60 g Stärke
1/2 TL Natron
1/2 TL Backpulver
Salz
125 g weiche Butter
100 g Muscovado-Zucker
70 g weißer Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
150 g Schokolade
70 g Pistazien

(1) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(2) Die Schokolade und Pistazien mittelfein hacken. Das Mehl mit der Stärke, Natron, Backpulver und Salz vermischen. Die Butter mit den beiden Zuckersorten schaumig aufschlagen. Dann das Ei und das Vanillemark zugeben und unterrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und unterrühren. Zum Schluss die Schokolade und Pistazien mit einem Teigschaber unterheben.
(3) Mit 2 Teelöffeln einen Klecks mit ausreichend Abstand auf das Blech setzen, sie laufen noch gut auseinandern. Bei mir passten 12 Cookies auf ein Blech. Die Bleche nacheinander 10-12 Minuten backen. Die Cookies sind fertig, wenn sie am Rand etwas fest sind, in der Mitte noch etwas weich und nicht mehr glänzen (achtet mal auf Keksglanz nach dem Backen!). Kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. In einer Keksdose lassen sie sich hervorragend noch 1-2 Wochen aufbewahren, wenn sie vorher weg sind ;-)

Genießen!

Quelle: … like a piece of New York CheesecakePistazien-Schokoladen-Cookies

10-12 Minuten bei 175 °C (Ober- und Unterhitze)

Cookies für mehr Hitze

Was ist das absurdeste, was man am heißesten und schwülsten Tag des Jahres tun könnte? Richtig: Cookies backen! Und wer ist so verrückt, obwohl sie die Hitze wirklich nicht mehr gut verträgt? Richtig: ich! Aber es gelüstete mich so sehr nach Schokolade in Keksform verpackt! Da lachte mich das Cookie-Rezept von Eszter Bodrogi aus ihrem Buch (Titel übersetzt) „Jüdische Küche hier und heute“ an. Aber mal so richtig laut! Es las sich nicht kompliziert oder aufwendig. Na, das kriege selbst ich hin. Schnell die fehlenden Zutaten besorgt, also eigentlich nur die Schokolade und ab in die Küche.

Und sie sind auch tatsächlich schnell gemacht. Und sie schmecken soo gut! Frisch sind sie ein Traum, aber auch zwei Wochen später noch wunderbar! Und weil ich alleine nicht soviele Cookies und vor allem so große Cookies essen kann, habe ich den Kolleginnen auch noch welche mitgebracht, die ebenso angetan waren davon wie ich. Deshalb für die Petra von allen, hier das Rezept!

Cookies

Für etwa 24 große Kekse:
100 g Milchschokolade
150 g Bitterschokolade
200 g weiche Butter
2 Eier
250 g Zucker
4 EL Vanillezucker (oder 2 Päckchen)
300 g Mehl
1 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(2) Die Schokolade  hacken, wie wenn man Petersilie hackt.
(3) Die Eier zusammen mit der Butter schaumig schlagen und den Zucker zufügen. Weiter rühren. Das Mehl mit dem Kakaopulver, Salz, Backpulver und Zimt gut durchmischen. Die gehackte Schokolade untermischen. Alles mit der Ei-Butter-Zucker-Mischung verarbeiten bis ein zäher klebriger Teig entsteht.
(4) Mit einem Esslöffel kleine Haufen mit einigem Abstand auf das Blech setzen. Bei mir passten 12 Stück auf ein Blech. In der Mitte vom Backofen ca. 12 Minuten backen. Nach der Zeit sollten sie in der Mitte noch etwas wabbelig sein.
(5) Erst ein wenig auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf einem Rost abkühlen lassen.

Genießen!

Frisch schmecken sie richtig großartig, aber auch noch nach 2 Wochen in einer Keksdose sehr gut genießbar!

Quelle: Bodrogi, E. (2008): Füszer és lélek. Zsidó konyha itt és most. p 211

Unbekanntes Weihnachtsgebäck: Alpenbrot

Als allererstes diese Saison musste das Alpenbrot von Frau von Au nachgebacken werden. Liebenswürdigerweise hatte sie mir ein paar Scheiben im Paket mit den köstlichen Butterrübchen (was aus denen wurde, demnächst mehr!) hinein gegeben und es war Liebe auf den ersten Biss! Soo toll! Gewürzig, schokoladig, saftig und ’ne Winzigkeit zitronig. Alles was ich liebe! Mit Gewürzgebäck kann man bei mir wirklich nie was falsch machen.

Als Frau von Au dann meinte, dass sie auch noch supereinfach zu backen sind und man wirklich nicht viele Zutaten braucht, stand der Entschluss fest. Zusätzlich kaufen, brauchte ich nur das halbe Pfund Butter, den Rest hat man eigentlich zu Hause. Überrascht war ich über die geringe Menge an Gewürze, es schmeckt so angenehm intensiv-würzig. Wenn ich am übermorgen in den heimatlichen Gefilden weile, werd ich es glatt noch mal backen, damit meine Eltern und Zwerg auch was davon haben, und ich natürlich ;-)

Alpenbrot

Für 4-6 Laibchen:
500g Mehl
250g Butter, zimmerwarm
250g Muscovado (Dark brown soft sugar)
2 Eier
30g Kakao
1/2 EL Zimt
2 gemahlenen Nelken
2 Kapseln Kardamom, gemahlene Samen
1/2 TL Salz
gut Muskat

Für den Guss:
2 EL Puderzucker
Zitronensaft

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten bis auf die für den Guss mit der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verrühren. Den in 4-6 Teile teilen und zu Rollen formen. Auf das Backblech legen,
(3) 10-15 Minuten backen. Sie sollten noch ein wenig weich sein. Während die Brote backen den Zitronenguss zusammen rühren.
(4) Die Rollen noch heiß mit dem Zitronenguss überziehen und wenn sie anfassbar sind, schräg in Scheiben schneiden.

Schmecken nach ein paar Tagen angeblich noch besser, wenn sie so lange überleben ;-)

Quelle: Alpenbrot – Heikes Blog

Schokomakronen für Faule

Von der ganzen Backerei sind irgendwie noch Eiweiß übrig geblieben. Woher genau, keine Ahnung! Jedenfalls waren sie da und wollten verbraucht werden. Frau Kochschlampe schmiss das Wort „Makrone“ in den Raum, was eine leichte Abneigung meinerseits hervor rief, da ich mit Makronen sofort Kokos verbinde. Und Kokos in Raspelform ist etwas, dass ich auf den Tod nicht ab kann. Eines der wenigen Lebensmittel, die ich wirklich auf keinen Fall esse. Ibäh! Aber Frau Kochschlampe beruhigte mich, nein keine Kokosmakronen sollten es werden, sondern Schoko mit gemahlenen Mandeln. Naaa gut, einen Versuch ist es wert! Und der Teig ist wirklich schnell gemacht.  Einigermaßen schnell geformt und für wenige Minuten in den Ofen geschoben. Und ja, doch wirklich lecker! Definitiv nachahmenswert für die Zukunft!

Schokomakronen für Faule

 Für 1 Blech:

200 g gemahlene Mandeln
165 g Puderzucker
30 g Kakaopulver
1 Prise Salz
2 Eiweiß (hier: Größe S)

(1) Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel sieben. Das Eiweiß ungeschlagen dazu geben und mit den Händen eine klebirge bis feste Masse kneten.
(3) Mit zwei Teelöffel kleine Häufchen auf das Blech setzen. Die Hände nass machen und die Häufchen zu kleinen Kugeln formen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 11 Minuten backen. Sie sollten beim Rausholen noch ein wenig weich sein, härten beim Abkühlen noch etwas nach.

Am Besten getrennt von anderen Plätzchen lagern, da sie sonst den anderen die Feuchtigkeit entziehen und selbst sehr labbrig werden.

Genießen!

Quelle: Zitronencurry bei Kochen für SchlampenSchokomakronen

Mürbe Buttermürbchen

Was wäre Weihnachten ohne ausgestochene Plätzchen! Frau Kochschlampe hat da ein 1-2-3-Standardrezept, das wunderbar mürbe Plätzchen zaubert: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter und 3 Teile Mehl. Dabei ersetzt einen Teil der Butter durch Butterschmalz wodurch sie richtig mürbe werden, aber sowas von schmelzend im Mund. Ich glaube Frau Kochschlampe war auch ein wenig überwältig von meiner Auswahl an Ausstechförmchen und wählte prompt die saisonalsten: Lamm, Hase, Schmetterling und Küken. Ich meine, wer kennt nicht den allseits beliebten Weihnachtsschmetterling? ;-) Es wurden aber auch noch winterliche Motive wie Schneemann, Pinguin oder Kamel ausgestochen. Und just als das erste Blech fertig war, schien die Sonne in die kleine gelbe Küche und machten die Plätzchen so zu Sonnenmürbchen :-)

Buttermürbchen mit Zitrone

Für 2 Bleche:

100 g Zucker
100 g Butterschmalz (kühlschrankkalt)
100 g Butter (kühlschrankkalt)
300 g Mehl
1 Eigelb
Prise Salz
Schale 1/2 Bio-Zitrone

(1) Die Zutaten schnell zu einem glatten Teig kneten und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(2) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und Figuren nach Geschmack ausstechen. Vorsichtig auf das Blech setzen und in den Ofen geben.
(4) Circa 10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn nicht mehr glänzen, aber auch nicht zu dunkel sind.

Quelle: Frau Kochschlampe

Man kann sie auch noch mit Puderzucker-Zitronen-Glasur bepinseln, aber sie sind auch so extremst köstlich!

Match made in heaven: Dark chocolate sour cherry cookies

Wir hatten uns für’s Backen ein ordentliches Programm vorgenommen. Neben den klassischen Weihnachtsplätzchen, deren Rezepte die nächsten Tage kommen, hatten wir aus dem gemopsten Bch vom Gröfaz de la cuisine auch noch eine Cookie-Sorte ausgesucht. Da ich eher der Schokoladen-Frucht-Freak bin, der seine Kekse gerne noch etwas weich (in englisch besser „chewy) mag, kamen für mich nur diese Schokoladen-Sauerkirsch-Cookies in Frage. Zwar mit den ungeliebten Cupmaßen, aber hey, was tut man nicht für einen guten Keks. Prinzipiell ist der Teig auch wirklich einfach und schnell gemacht. Nur das Backen dauert ein wenig länger. Mrs. Stewart spricht von zwei Backblechen, auf denen der gesamte Teig verteilt wird, aber die Amis müssen Monsterbacköfen haben, bei uns wurden es insgesamt vier Bleche voll. Nach 11 Minuten waren die Kekse auch fertig gebacken, noch sehr weich. Aber keine Angst, dass gehört sich so! Schnell auf einen Rost verfrachten, abkühlen lassen und mit einem Glas kalter Milch genießen :-) Aber mehr als einer auf einmal ist auch nicht drin *g*

Dark chocolate sour cherry cookies

Für ca. 36 Kekse:
1 3/4 cup Weizenmehl
1 1/4 cup Kakaopulver (Backkakao)
2 TL Natron
1/4 TL Salz
250 g Butter
1 1/4 cup Zucker (der normale weiße)
3/4 cup dunkler brauner Zucker (gerne Muscovado)
2 große Eier
1 Vanilleschote, ausgekratzte Mark
340 g Zartbitter-Schokolade, grob gehackt
1 1/2 cups getrocknete Sauerkirschen
(hier: 1 cup Sauerkirschen, 1/2 cup Berberitzen)

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
(2) Das Mehl, Kakaopulver, Salz und Natron in eine Schüssel sieben.
(3) Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier und Vanillemark zugeben und so lange rühren bis es gut vermischt. Nach und nach die Mehl-Kakao-Mischung zugeben und nur gerade eben so lange auf kleiner Stufe verrühren bis es eben vermengt ist. Mit einem Holzlöffel die gehackte Schokolade und Sauerkirschen unterrühren.
(4) Mit Teelöffeln kleine Häufchen von etwa einem 1/4 cup größe mit etwa 5 cm Abstand auf das Blech setzen und 9-11 Minuten backen. Sie sind noch relativ weich, wenn sie rauskommen, werden beim Abkühlen auf dem Rost aber fester.

Halten sich in Blechdosen eine Weile.

Quelle: Martha Stewart’s Cookies: The very best treats to bake and share. 2008. Clarkson Potter New York

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