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Veggie Stirfry mit selbstgemachter Teriyaki Sauce – Garantiert unauthentisch aber lecker

Ich habe mal meinen Foto-Ordner durchgeguckt und mit Erschrecken festgestellt, dass ich gar nicht mehr so viel bloggenswerte Rezepte auf Halde habe. Schande über mich! Nur noch welche, die ich nochmal kochen möchte (auch weil ich mit dem Rezept noch nicht so zufrieden war oder das Bild nicht so hübsch ist) oder die eindeutig nicht in diese Jahreszeit passen. Also müssen ein paar neue Gerichte fabriziert werden und nicht immer dieselben Lieblingsessen gekocht. Wozu bin ich denn sonst immer noch irgendwie Bloggerin.

Davon berichtete ich zusammen mit meinen Essensplänen für das Wochenende auch Frau Kochschlampe. Für Sonnabend war eben gewoktes Gemüse aus einem Großteil des Biokisten-Gemüses. Ich hielt es nicht für weiter bloggenswert, Frau Kochschlampe meinte „Warte mal ab.“. Und Recht hatte sie! Als Würzung bastelte ich noch eine hausgemachte Teriyaki Sauce zusammen, die so simpel ist von der Rezeptur, es ist fast peinlich. Aber im Zusammenspiel mit den ganzen Gemüsen und dem chinesischen Fünfgewürzepulver ist eine wirklich feine Sache bei rumgekommen. Ihr müsst Euch natürlich nicht sklavisch an meine Gemüsemengen halten und könnt ergänzen bzw. weglassen je nachdem was Euer Kühlschrank so hergibt. Das ist ja das herrliche am garantiert-unauthentischen-Kochen: wir können es ändern, wie es uns schmeckt. Ihr mögt keinen Pak Choi? Ersetzt ihn mit Blattspinat oder Mangold. Porree durch Frühlingszwiebeln austauschen, ein paar schickere Pilze als Champignons benutzen oder noch Knoblauch dazu? Ihr mögt das Gemüse eher knackiger? Einfach nicht so lange braten oder länger, wenn ihr es weicher bevorzugt. So ein Gericht ist perfekt, um komische Gemüsereste loszuwerden. Auch bei den Beilagen seid ihr flexibel: Reis dazu kochen, schon gekochten Reis vom Vortag vorher anbraten und alles mischen oder ein paar chinesische Nudeln unterrühren. Wer mag kann noch Tofu mitbraten oder Ei. Es ist so vielfältig! Wunderbar!

Veggie Stirfry mit Teriyaki-Sauce

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:
2-3 Möhren
1 rote Paprikaschote
150 g Champignons
1 großer Pak Choi
1 Stange Porree
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sesamkörner
1-2 EL Öl
2 TL Fünfgewürze-Pulver
4-5 EL Teriyaki-Sauce (siehe unten)

(1) Das ganze Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen. Dann je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Stücke längs in dünne Scheiben schneiden und diese in dünne Streifen. Die Paprika waschen, entkernen und längs ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Diese halbieren. Von den Champignonsstielen das Ende abschneiden, putzen und danach in Scheiben schneiden. Vom Pak Choi das Ende abschneiden und in einzelne Blätter trennen. Diese waschen und trocknen. Den Stiel ca. 2 cm breit schneiden, die Blätter dritteln oder vierteln. Die Porreestange putzen und in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
(2) Eine große Pfanne oder Wok auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner ohne Öl darin unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie braun sind und duften. Sofort in ein kleines Schüsselchen umfüllen.
(3) Das Öl in der Pfanne richtig heiß werden lassen. Möhren und Ingwer zufügen und unter Rühren ca. 3 Minuten anbraten. Paprika und Pak Choi-Stengel zufügen und 2 Minuten mitbraten. Porreescheiben und Pilze zugeben. Mit dem Fünfgewürze-Pulver bestäuben und unter Rühren weiter braten. Mit der Teriyaki-Sauce ablöschen. Die Pak Choi-Blätter unterrühren und so lange garen bis die Blätter zusammen gefallen sind und das Gemüse gar ist, aber noch Biss hat.

Mit Reis servieren. Wer mag, kann sich gerne noch ein Spiegelei dazu braten.

Genießen!

Teriyaki-Sauce

Zutaten für ca. 150 ml:
6 El Sojasauce
6 EL Mirin
6 EL Sake
3 TL Zucker

Alle Zutaten gut verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann je nach Rezept verwenden, z.B. für Hähnchen oder Lachs oder einfach über gebratenes Gemüse und einreduzieren lassen.

Quelle: nach Just One CookbookTeriyaki Sauce

Die restliche Sauce steht im Kühlschrank und harrt ihrer Verwendung. Von den Ergebnissen werde ich dann an dieser Stelle wieder berichten.

Asiatisches Lemon Chicken aus dem Slow Cooker

Der kleine Slowcooker möchte auch gerne im Sommer arbeiten, aber auf schwere Schmorgerichte à la Bœuf bourguignon habe ich da eher keine Lust. Wobei Gulasch geht in diesem halbungarischen Haushalt immer *g* Aber in der warmen Jahreszeit darf es auch gerne was leichteres, asiatisch angehauchtes sein. Nun denkt man bei asiatischen Essen eher an schnelle, kurzgegarte Wokgerichte, aber auch im Slow Cooker lassen sich einige Sachen zubereiten.

Das habe ich gelernt, als es das Buch „The Asian Slow Cooker“ mal bei Amazon als Kindle-Version im Angebot gab. Dort hat die gestresste Mutter Kelly Kwon die Gerichte ihrer Kindheit in stressfreie Varianten für den Slowcooker umgewandelt, die auch gut kochbar mit Baby sind. Und da sind ein paar schöne Rezepte drin, die ich gerne noch ausprobieren will :-) Als erstes habe ich dieses Zitronenhühnchen ausprobiert, weil mit Zitronen kriegt man mich immer! Ich hab das Rezept für den kleinen Slowcooker umgewandelt, weil ich alleine dann doch keine 4 Portionen essen möchte *g* Dies ist jetzt kein Gericht, für das nur alle Zutaten in den Slowcooker geschmissen werden, es muss ein bisschen was vorbereitet werden. Aber auch das dauert nicht ewig und das Ergebnis ist es wirklich wert. Zartes Hühnchen in würzig-zitroniger Sauce. Und durch den Slowcooker hat man noch Zeit eine köstliche Beilage zu zaubern, die ich Euch dann am Freitag vorstelle :-)

Lemon Chicken aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Portionen:
2 halbe Hähnchenbrustfilets (300-350 g)
3 EL + 1 EL Maisstärke
Salz, Pfeffer
2 EL neutrales Öl
1 Knoblauchzehe
2 cm frischer Ingwer
60 ml (1/4 cup) Sojasauce
50 ml Brühe
2 TL Honig
1 TL Sesamöl
1,5 EL Reisessig
1,5 EL Zitronensaft
Zeste von 1/2 Zitrone
1,5 EL kaltes Wasser

Garnitur:
gerösteter Sesam
Frühlingszwiebel in Röllchen

Slowcooker: 1,5 l
Stufe: LOW
Zeit: 3 Stunden

(1) Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocken und in mundgerechte Würfel schneiden. In einem großen Gefrierbeutel die 3 EL Maisstärke mit Salz und Pfeffer mischen. Die Hähnchenwürfel hinein geben und gut schütteln bis sie mit der Stärke bedeckte sind. Herausnehmen und dabei die überschüssige Stärke gut abschütteln.
(2) In einer großen Pfanne das neutrale Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel bei hoher Hitze von allen Seiten in 2-3 Minuten leicht braun braten. In den Einsatz des Slowcookers geben.
(3) Knoblauch und Ingwer von Schale befreien und fein reiben. In eine kleinere Schüssel geben. Mit der Sojasauce, Brühe, Honig, Sesamöl, Reisessig, Zitronensaft und -zeste gut verrühren. Über das Fleisch in den Slowcooker geben. Deckel drauf und auf Stufe LOW  insgesamt 3 Stunden schmurgeln lassen.
(4) 15-20 Minuten vor Ende der Kochzeit den übrigen Esslöffel Stärke mit den 1,5 TL Wasser verrühren und unter das Fleisch rühren. Auf HIGH stellen und so lange köcheln lassen bis die Sauce andickt. Das ging hier ziemlich schnell.

Mit geröstetem Sesam und Frühlingszwiebelröllchen bestreut auf Reis servieren.

Genießen!

Quelle: nach Kwok, K. (2016): The Asian Slow Cooker. Page Street Publishing Co.

Laaangsamst geschmorte asiatische Rippchen

Der Slowcooker ist ja bekanntermaßen eine amerikanische Erfindung und wird dort auch schon seit Eeewigkeiten von vielen Haushalten genutzt, hat aber bei manchem noch ein altbackenes Hausfrauenimage. Dementsprechend viele Rezepte lassen sich im Netz aus dem amerikanischen Raum finden, leider viele mit komischen Fertigzutaten, die ich partout nicht in meinem Körper haben möchte. Aber mittlerweile bekennen sich auch schon etablierte Foodautoren, wie z.B. Mark Bittman von der New York Times dazu, einen Slowcooker zu besitzen (Hochzeitsgeschenk) und ihn sogar regelmäßig zu benutzen *g* Er nennt seinen liebevoll „Monster of Braising“, übersetzt „Schmormonster“ :-D Netterweise hat er auch ein paar Rezepte dazu veröffentlicht, von denen mich eins besonders anlachte.

Letztens kam ich mal wieder zum russischen Supermarkt, wo es gerade schöne Rippchen gab. An Rippchen traue ich mich ja erst langsam ran, ich habe es nicht so mit dem Abknabbern von Knochen, aber Knochen gibt ja bekanntlich noch mehr Geschmack. Also die mitgenommen mit dem groben Plan, sie im Slowcooker zuzubereiten, weil sie geschmort wirklich hervorragend schmecken sollen. Dann verschwanden sie allerdings erstmal in der Tiefkühltruhe. Und als ich dann das Rezept aus der New York Times las, wusste ich genau, was ich machen wollte.

Es ist wirklich einfach zuzubereiten und braucht dann, der für mich Riesenvorteil beim Slowcooker, keinerlei Beaufsichtigung mehr. Nach den 7 bis 8 Stunden kommt wunderbar zartes und gleichzeitig unglaublich würziges Fleisch aus dem Slowcooker. Ein Traum! Wer mag kann es am Knochen lassen und abknabbern, bei mir blieb es nur für’s Photo dran, zum Essen habe ich es vom Knochen gelöst und alles mit dem Reis und kurz gewoktem Sesam-Spitzkohl vermischt *g*

Und das hat alles so wunderbar zusammen gepasst, dass ich nur jedem empfehlen kann, diese Rippchen nachzuschmurgeln. Wer mehr Leute zu versorgen hat und einen 3,5 l Slowcooker besitzt, braucht die Zutatenmengen nur verdoppeln, die Garzeit bleibt gleich, vielleicht 1 Stündchen länger, weil der kleine Slowcooker mehr heizt.

Asiatische Rippchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 2-3 Portionen:
700 g Schweinerippchen
1 große Frühlingszwiebel
1,5 Sternanis
1 0,5 cm dicke Scheibe Ingwer
1 TL Fünfgewürzpulver
1/2 TL Pul Biber (Chiliflocken)
2 EL flüssiger Honig
125 ml Sojasauce
1 TL Sesamöl

Slowcooker 1,5 l Inhalt
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 7-8 Stunden auf LOW

(1) Die Rippchen waschen, trocknen und in handliche Stücke zu je 2-3 Rippchen schneiden. In den Einsatz des Slowcookers legen. Die Frühlingszwiebel putzen, in Ringe schneiden und drüber streuen.
(2) Den Sternanis mit der Ingwerscheibe, Fünfgewürzepulver, Pul Biber (Chiliflocken), den Honig, Sojasauce und Sesamöl gut vermischen. Über die Rippchen in den Slowcooker gießen.
(3) Deckel drauf und 7-8 Stunden auf LOW schmurgeln lassen. Wenn möglich einmal nach der Hälfte der Zeit umrühren, damit die Rippchen gleichmäßig in der Marinade schmoren.
(4) Die Rippchen aus der Sauce nehmen und die Sauce, wenn gewünscht abseihen. Wer mag kann das Fleisch vor dem Servieren vom Knochen holen.

Zusammen mit Reis und gewoktem Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: Mark Bittman – Slow and Low is the Way to go

So unglaublich zart – General Tsos Hähnchen aus dem Slowcooker

Der Urlaub ist vorbei und ich bin wieder zurück in meinem Göttinger Alltag. Auch nicht verkehrt :-) Aber jetzt wieder mehr Planung beim Essen und da leistet der Slowcooker immer noch richtig gute Dienste. Schon vor einiger Zeit probierte ich ein asiatisches Gericht aus, dass wahrscheinlich in Amerika erfunden wurde. In einer Slowcooker-Facebook-Gruppe wurde öfters nach General Tsos Hähnchen gefragt und vorgeschwärmt. Na, in so einem Fall bin ich doch gerne Lemming und folgte dem Link so Gabis „Crocky-Blog„. Hört sich einfach an und köstlich! Die Zutaten gefallen mir und auch nix dabei, was ich nicht essen würde. Da ich jetzt keine Familie zu versorgen, halbierte ich das Rezept einfach und köchelte es in meinem kleinen Slowcooker.

Ich war ja so ein bisschen skeptisch. Ein eigentlich schnelles Wok-Gericht sollte ewig im Slowcooker schmurgeln? Aber Oh!Mein!Gott! das Hühnchen war soo unglaublich zart! Ich habe noch nie zarteres Hähnchenfleisch gegessen. Es fiel förmlich auseinander! Auch die Sauce ein Träumchen und alles so unkompliziert zuzubereiten! Das wird es definitiv öfter geben! Kann es nur jedem Slowcooker-Besitzer ans Herz legen!

Dazu empfiehlt sich Reis und ein ich habe noch ein paar gedämpfte Zuckerschoten gemacht. Passte ausgezeichnet!

Und jetzt husch-husch in die Küche mit Euch!

General Tsos Hühnchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
400 g Hähnchenbrustfilet
25 g Speisestärke
Prise Knoblauchgranulat (oder 1/2 kleine, frische Zehe gepresst)
gute Prise Salz
Prise Pfeffer
2 EL Öl

Für die Sauce:
2 EL Hoisin-Sauce
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
2 EL süße Chilisauce
75 ml Wasser
1/2 Knoblauchzehe, gepresst

Zum Servieren:
gehackte Frühlingszwiebeln (*ähem* vergessen)
Gemüsebeilage nach Wahl
gekochter Reis

Slowcooker 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Garzeit: 4 Stunden auf LOW

(1) Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden und in einen größeren Gefrierbeutel geben. Speisestärke mit dem Knoblauchgranulat, Salz und Pfeffer mischen, über das Fleisch geben und gut schütteln bis es sich wie eine Schicht um das Fleisch gelegt hat.
(2) Das Öl in einer Pfanne sehr heiß werden lassen. Überschüssige Speisestärke vom abschütteln und die Fleischstücke im heißen Öl kurz rundum hellbraun braten. Das Fleisch darf innen noch roh sein, es geht nur um die leichte Kruste auf der Außenseite! Hähnchenstücke in den Einsatz des Slowcookers geben.
(3) Alle Zutaten für die Sauce verrühren und zu 2/3 über das Fleisch im Slowcooker gießen. Einmal kurz rühren. Reste Sauce aufbewahren.
(4) Den Deckel aufsetzen und auf LOW 4 Stunden garen. Die restliche Sauce dazu geben und eventuell mit etwas Wasser verdünnen, falls die Sauce zu dick ist.

Mit Reis servieren und gehackten Frühlingszwiebeln garnieren.

Genießen!

Quelle: Crocky-BlogAus dem Slowcooker: General Tsos Hühnchen

Und ich glaube, demnächst versuche ich mal den Klassiker der ungarischen Küche, Paprikahähnchen in einer Slowcooker-Version zu basteln.

Schnelles Abendessen – Koreanische Zucchinipfannkuchen

So langsam muss ich mich wirklich nach Rezepten umgucken, um die Zucchini zu verbrauchen, die meine Pflanze so produziert. Hätte ich auch nie erwartet *g* Die koreanisch frittierten Zucchinischeiben sind ja schon der Hammer, aber kann ich auch nicht 2x die Woche machen ;) Ein Link zum Blog der britischen Foodzeitschrift „Olive“ hatte ein Rezept für koreanische Zucchinipfannkuchen in sich. Na hey, wenn wir schon andauernd Zucchini auf koreanisch machen, kann ich auch mal eine andere Variante ausprobieren. Das Rezept las sich einfach, hatte wenige Zutaten und auch alles noch in der Küche vorhanden. Perfekt für ein Sommerabendessen! Der Teig ist schnell zusammen gerührt, der Dip noch fixer. Der Teig und damit die Pfannkuchen sind relativ neutral, deswegen ist der Dip wirklich wichtig und macht die Pfannkuchen erst richtig gut. Bei mir sind in einer kleinen Pfanne fünf Zucchinipfannkuchen bei rausgekommen, die gut für 2 Mahlzeiten reichten. Auch bei Raumtemperatur schmeckten sie am nächsten Morgen zum Frühstück noch vorzüglich! Die wird es öfter mal geben. Während ich so die Zucchini raspelte, verirrte sich der letzte Rest davon in meinen Munnd und Oh! Mein! Gott! So gut und saftig können richtig frische Zucchini schmecken? Was für ein Unterschied zum Supermarkt-Material! Also Zucchini sind für’s nächste Jahr definitiv wieder gesetzt! Es macht zuviel Spaß ihnen beim Blühen und Wachsen zu zugucken und dann das großartige Ergebnis zu essen!

Koreanische Zucchinipfannkuchen mit Sojasauce-Reisessig-Dip

Zutaten für 2 Portionen:
125 g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei
100-125 ml Wasser
250 g Zucchini, geraspelt
2 Frühlingszwiebeln, feine Ringe
1 TL Öl
Pfeffer

Öl zum Ausbraten

Dip:
2 EL Sojasauce
2 EL Reisweinessig
½ Knoblauchzehe
1 TL Sesamöl
1 Prise Chiliflocken

(1) Zuerst den Pfannkuchenteig zubereiten. Dafür das Mehl mit Salz, dem Ei und Wasser zu einem dickflüssigen Teig verrühren. 10 Minuten ruhen lassen, damit das Mehl ausquellen kann.
(2) Die Knoblauchzehe häuten und ganz fein würfeln oder durch die Presse drücken. Ich benutzte wieder konfierten Knoblauch. Alle Zutaten für den Dip gut miteinander verrühren und zur Seite stellen.
(3) Die Zucchini grob raspeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Zusammen mit dem Öl und gut Pfeffer zum Teig geben und unterrühren.
(3) Eine Pfanne bei mittelhoher Hitze warm werden lassen, ein bisschen Öl hineingeben. So viel vom dickflüssigen Teig hineingeben, dass der Boden gut bedeckt ist. Von beiden Seite goldbraun backen. So oft wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist.

Die fertigen Zucchinipfannkuchen vierteln oder sechsteln und zusammen mit dem Dip servieren.

Genießen!

Quelle: Homepage der „Olive“ – Korean courgette pancakes with dipping sauce

Bunter Glasnudelsalat mit Hähnchen nach Jamie Oliver

Zwerg hat momentan Urlaub und nutzt die Zeit, um Deutschland ein wenig zu erkunden. Und wie praktisch, dass ihre große Schwester, sprich ich, ziemlich genau mittig in einer kleinen süßen Fachwerkstadt lebt und man hier auch mal ein paar Tage sich erholen kann, um dann mit frischen Kräften weitere Städte zu erkunden. Am ersten Tag machten wir ein paar Essenspläne, eigentlich ziemlich konkrete ;-) Als erstes schlug Zwerg einen sehr schnellen Glasnudelsalat vor, den sie sich öfter macht und der sich gut zur Resteverwertung eignet. Ich kaufte jetzt extra ein halbes Grillhähnchen, aber wenn bei jemandem was vom Brathähnchen übrig ist oder vom gekochten Hühnchen der Hühnerbrühe, kann dieses Fleisch sehr gut verwenden. An Gemüse kann die geneigte Leserschaft verwenden, was noch im Kühlschrank rumlungert. Aber zuviel durcheinander sollte es auch nicht sein, so 3-4 unterschiedliche Gemüsesorten sind ideal. Besonders das Dressing hat es Zwerg und mir angetan, soooo gut! Unglaublich! Das macht sich bestimmt auch gut als Dip für Frühlingsrollen, Sommerrollen oder andere kleinere Schweinereien *g*

Und der Salat steht wirklich innerhalb von maximal 30 Minuten auf dem Tisch, auch wenn ihn einer alleine bastelt. Einfach mal ausprobieren und köstlichst überrascht werden!

Bunter Glasnudel-Hähnchen-Salat nach Jamie Oliver

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1/2 Grillhähnchen
oder entsprechende Menge anders gegartes Hähnchenfleisch
200 g Glasnudeln
1 Möhre
1 Frühlingszwiebel
1/3 Salatgurke
1 Romanasalat

Für das Dressing:
3 EL süß-scharfe Chili-Sauce
1 TL Honig
1 TL Sesamöl
2 EL Sojasauce
2 EL Limettensaft

(1) Das Fleisch vom Grillhähnchen pulen und in kleinere, mundgerechte Stücke zupfen. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und so lange stehen lassen bis sie weich sind. Das dauert 5-10 Minuten, zwischendurch kosten. Die Nudeln durch ein Sieb abgießen und mit in die große Salatschüssel geben.
(3) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen und in etwa streichholzdicke Streifen schneiden. Von der Frühlingszwiebel die äußere Schicht entfernen und bis auf die unansehnlichen dunkelgrünen Teile alles in feine Ringe schneiden. Die Salatgurke halbieren, entkernen und dünne Halbringe schneiden. Vom Romana-Salat die Blätter abteilen, waschen, gut trocknen und in Streifen schneiden. Alles in die Salatschüssel geben.
(4) Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren und ganz kurz erwärmen, entweder in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf. Zu den restlichen Zutaten geben und gut durchmischen.

Sofort genießen!

Quelle: aus Zwergs Erinnerung nach einem Rezept aus der Jamie Oliver-Zeitschrift

Koreanisches Sonntagsessen – Glasnudelsalat mit frittierter Zucchini und glasiertem Tofu

Ich begab mich die Tage wieder auf die Suche nach Essensinspiration. Ich hatte genug von dem europäischen Kram, den ich die letzten Wochen so aß. Also zückte ich fix, die am meisten geliebten Bücher und wühlte mich durch die japanische und koreanische Küche. Tofu war auch noch im Kühlschrank, der gerne weg wollte. Und Glasnudeln aus Reismehl warteten bestimmt schon 3 Jahre darauf, endlich mal aus ihrer Box im Vorratsschrank befreit zu werden. Also spielen wir heute auch bei Frau Magentratzerls Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ mit. Und da gibt es noch etliche Schätze, die geborgen werden wollen!

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

Schnell war ein schön einfaches Rezept für Glasnudelsalat im „Korea-Kochbuch“ gefunden, der nur so vor Gemüse strotzte. Großartig! So mag ich Salate. Frau Kochschlampe brachte mich auf die Idee, einen mit Ahornsirup glasierten Tofu zu machen. Dass von ihr vorgeschlagene Rezept verbummelte ich, dafür fand ich eine andere Version, die sich wunderbar einfach las. Wichtig dabei ist wirklich, dass aus dem festen Tofu nochmal für mindestens 1 Stunde die überschüssige Flüssigkeit ausgedrückt wird, denn dadurch kann der Tofu die Marinade besonders gut aufsaugen und die Aromen richtig aufnehmen, auch ohne vorher stundenlang zu marinieren.

Und dann war meine erste Zucchini reif. Vom Balkon. Aus meiner kleinen, liebevoll gehegten und gepflegten Zucchinipflanze. Sie war wirklich reif! Ist sie nicht hübsch?!?

Oh, und was mache ich jetzt damit? Irgendwas damit ich den puren Geschmack genießen kann. Nichts, was die Frische überdeckt. Bei nata sah ich letztens koreanisch frittierte Zucchini, was denkbar einfach ist. Die Scheiben salzen, in Mehl und Ei wenden und dann gleich ausbacken. Perfekt! Laut missboulette ist das kurze koreanische Panierstraße, ich kenne es auch aus Ungarn und da wird es als Panieren auf Pariser Art genannt. Ich glaube einfach, dass Panieren sich in vielen Kulturen unabhängig voneinander entwickelt haben, wieso sollte auf etwas so gutes auch nur ein Volk kommen ;-)

Und die Kombination der drei Komponenten war wirklich gut! Der Glasnudelsalat ist schön gemüsig und nicht scharf (koreanisches Essen ist ja gerne mal sehr pikant bis scharf), der leicht süße Tofu passt wunderbar dazu. Und diese Zucchinischeiben! Der Hammer! Die werden im Ei-Mantel wunderbar cremig und süß! Perfekt! Das werde ich definitiv öfter machen, auch einfach so als Abendbrot-Snack! Probiert das ruhig mal aus! Am Besten alle drei Sachen ….

Koreanischer Glasnudelsalat

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Stange Porree/Lauch
1 große Möhre
1 rote Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie
1 EL Sesamsaat
neutrales Öl
100 g Glasnudeln

Für das Dressing:
1 Knoblauchzehe (hier confiert)
2,5 cm frischer Ingwer
1 EL dickflüssiger dunkle Sojasauce
1 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
Pfeffer

(1) Erst das Gemüse vorbereiten. Vom Porree das Wurzelende und die unschönen dunkelgrünen Blätter abschneiden. Die Stange in ca. 7 cm lange Stücke schneiden. Diese dann halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Möhren schälen. Ebenfalls erst in ca. 7 cm große Stücke schneiden. Diese dann in längliche dünne Scheiben und diese Scheiben in feine Streifen schneiden. Die Paprikaschote vom Kerngehäuse befreien und dann in dünne Streifen schneiden. Die Staudenselleriestangen entfädeln und in dünne Scheiben schneiden.
(2) Die Glasnudeln in kleinere Stücke brechen und laut Packungsanweisung garen. Bei hieß das, mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abgießen. In eine Schüssel geben.
(3) Eine Pfanne erhitzen und den Sesam goldbraun rösten. Immer dabei stehen bleiben, er brennt schnell an. In eine Schüssel geben.
(4) In derselben Pfanne einen Schluck Öl erhitzen und das Gemüse nacheinander unter Rühren bissfest garen. Mit den hellen Sorten beginnen, damit die dunkleren nicht so abfärben. Zu den Nudeln in die Schüssel geben.
(5) Für das Dressing den Knoblauch häuten und fein reiben. Den Ingwer ebenfalls schälen (geht am Besten mit einem Teelöffel) und fein reiben. In einem Schüsselchen zusammen mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Pfeffer würzen. Das Dressing mit den restlichen Salatzutaten gut vermischen.

Noch lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: ganz leicht verändert nach Kou, M., Jung S., Kim Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch – Bilder Geschichten Rezepte. Jacoby & Stuart. Berlin. p30

Tofu mit Ahornsirup glasiert

Zutaten für 2-3 Portionen:
300 g fester Tofu
1 El Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen (hier confiert)
100 ml Gemüsebrühe
1 EL Balsamicoessig
2 EL Ahornsirup
Salz

(1) Den Tofu in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwei Lagen Küchenkrepp auf einen Teller geben, die Tofuwürfel darauf verteilen, nochmals zwei Lagen Küchenkrepp drauf und meinem Teller beschweren (vielleicht noch eine Dose Tomaten drauf) und 1 Stunden stehen lassen.
(2) Den Knoblauch häuten und pressen (oder ganz fein hacken). Mit der Gemüsebrühe, Balsamico, Ahornsirup und Salz vermischen.
(3) In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Tofuwürfel bei mittelhoher Hitze anbraten. Dann die vorbereitete Flüssigkeit drüber gießen und so lange köcheln lassen bis der Tofu die Flüssigkeit aufgesogen hat. Dabei ab und an umrühren, damit der Tofu nicht anbrennt.

Als Beilage zu anderen asiatischen Gerichten wie gebratenem Reis oder Nudeln oder Glasnudelsalat servieren.

Genießen!

Quelle: Sweet Happy LifeMaple-Glazed Tofu

Hobak Jeon – Koreanisch frittierte Zucchini

Zutaten für 2 Portionen als Beilage:
1 Zucchini
Salz
Mehl
1 Eineutrales Öl

Zucchini in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, von beiden Seiten leicht salzen. Soviel Öl in einer großen Pfanne erhitzen, dass der Boden bedeckt ist (die Zucchinischeiben müssen nicht in Öl schwimmen). Etwas Mehl in eine Gefriertüte geben, das Ei mit einer Prise Salz in einem tiefen Teller verschlagen. Die Zucchinischeiben portionsweise in der Mehltüte schütteln. Das überschüssige Mehl von den Zucchini abschütteln, die Zucchinischeiben im Ei wenden bis es komplett überzogen ist. Dann sofort in die heiße Pfanne setzen und auf beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Noch lauwarm servieren und

genießen!

Quelle: missbouletteHobak Jeon

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