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Vegetarischer Kaviar aus Odessa – Baklazhannaya Ikra

Ich habe ja bekanntermaßen eine Vorliebe für die osteuropäische Küche (je nachdem wie eng oder weit man „Europa“ definiert). Natürlich ist mir die ungarische am nächsten, aber auch polnische, rumänische Gerichte, die der Balkanländer und der ehemals sowjetischen Staaten wie die Ukraine, Georgien und Konsorten haben einen großen Platz in meinem Herzen respektive Magen. Irgendwie mag ich ihre Zusammenstellung von Aromen, mag die Verwendung von Roter Bete, Pilzen, Dill, Schmorgerichte, Paprika (wie ginge es ohne bei mir!), Auberginen, Tomaten (!!!), Quark und noch so viel mehr!

Frau Kochschlampe war letztens in ihrem Heim Gastgeberin eines osteuropäischen Abends. Wie gerne wäre ich dabei gewesen! Natürlich unterhielten wir uns vorher über die Speisen. Neben Rote Bete-Brühe mit Klößchen und Quarkkuchen mit kandierten Orangenschalen, einem monströsen Schweinebraten und Pampushky (kleine Brötchen mit intensiver Knoblauchbutter) sollte es Kaviar „Odessa Art“ geben. Nein, jetzt nicht was ihr denkt! Für diesen Kaviar wurden keine Fische operiert oder gar getötet, hierfür wurde nur eine Aubergine richtig weich gebacken und dann mit wenigen anderen Zutaten vermischt.

Und was soll ich sagen! Ein Traum! So großartig das Zeug! Ich habe es einige Tage in Folge auf mein getoastetes Weißbrot zum Frühstück und Abendessen gehabt. Wirklich wichtig ist nur, dass ihr es tatsächlich mindestens ein paar Stunden durchziehen lasst im Kühlschrank. Frisch gemacht schmeckt man jede Zutat sehr stark, zu stark heraus, der Essig ist zu sauer, die Zwiebel zu kneifend, der Knoblauch zu intensiv. Wenn ihr ihm allerdings ein paar Stunden Zeit gebt, verbinden sich die Aromen und alles wird harmonisch.

Baklazhannaya Ikra – Auberginen-Kaviar

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 mittelgroße Aubergine
1 kleine Zwiebel
1-2 KnoblauchzehenBrotaufstrich
1 mittelgroße Tomate
1-2 EL Rotweinessig
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Petersilie, gehackt

1 Tag vorher beginnen!

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen. Die Aubergine mit einem Messer von allen Seiten mehrmals anstechen, so explodiert sie nicht. In einer kleinen Auflaufform in den Ofen geben und ca. 1 Stunde backen bis sie ganz weich ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und sehr fein hacken. Die Tomate vierteln, den grünen Strunk und Kerne entfernen, sehr fein würfeln.
(3) Von der Aubergine den Strunk abschneiden, die Haut entfernen und das Fruchtfleisch mit der Hilfe von zwei Gabeln fein zerteilen. Gut mit den restlichen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Behältnis abdecken und einige Stunden in den Kühlschrank stellen zum Durchziehen.

Zum Servieren noch die Petersilie drüber streuen.

Dazu passt am Besten wunderbar frisches Weizenbrot z.B. Sesamkringel oder Pide.

Genießen!

Quelle: Recipeland.comBaklazhannaya Ikra

Und weil ich so wahnsinnig begeistert von dem Odessa-Kaviar bin und es ein wunderbarer Brotaufstrich ist, darf es beim CXXVI. Event im „Kochtopf“ zum Thema „Brotaufstriche aller Art“ mitmachen. Diesmal wird es ausgerichtet von „Kochen mit Diana„. Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, den Käse oder die Wurst vom Brot zu verbannen und dementsprechend gespannt, was die anderen sich so überlegt haben *hibbel*

Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot! Brotaufstriche (Einsendeschluss 15. April 2017)

Auberginiges Letscho aus dem Ofen aka Ofen-Ratatouille

Ich bin so ein bisschen verrückt, was Zutaten angeht. So kaufe ich tatsächlich nur Spitzpaprika aus Ungarn und nur im Sommer und auch nur die gelben. Die haben eine angenehme Schalenstärke und sind auch wesentlich aromatischer (für mich). Auch wenn sie an Tantes Paprikaschoten aus ihrem Garten nicht rankommen, aber sie sind besser als nichts ;-) Und so kaufte ich noch ein Netz hübscher gelber Letschopaprika an meinem letzten Tag in Ungarn. Nur Letscho wollte ich damit nicht machen, weil ich es schon zweimal in Ungarn aß. Aber was dann?

Im Buch von Zsofi Mautner, in dem ich auf der Suche nach dem Rezept für die Kovi ubi (ungarische, fermentierte Sommergurken) war, fiel mir ein Rezept für Letscho aus dem Ofen mit Auberginen ins Auge. Nach etwas genauerer Begutachtung ist es doch eine Art Ratatouille, aber hey, wenn mit dem Namen experimentierunfreudige Ungarn geködert werden können, dieses französische Nationalheiliggericht auszuprobieren, ab dafür :-)

Die Zutaten waren ursprünglich für 4-6 Portionen angegeben, also hab ich nur die Hälfte gemacht, die bei mir locker für 3 Portionen ausreichte. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob das mit der Zeit im Ofen auch hinkommt, aber wenn die Masse nicht so dick in eine Auflaufform oder Blech gegeben wird, wird es großartig! Sogar die Auberginen bekommen die richtige Konsistenz, wenn man die Würfel nicht gerade grob lässt. Für meine drei Portionen habe ich eine große Auflaufform genommen (ca. 32 x 20 cm), für die doppelte Menge würde ich tatsächlich ein Backblech empfehlen.

Die Zubereitung ist ganz unkompliziert: Gemüse schnippeln (die Tomaten habe ich nur entkernt, nicht gehäutet), dann mit den Gewürzen, Öl und Tomaten aus der Dose vermenge, in eine Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten im Ofen vergessen. Es wird wundervoll duften! Und dann wird alles genau den richtigen Garpunkt, genug weich, aber nicht zu sehr. Für mich so gut, dass es das ab sofort öfter geben wird :-) (Und ich vielleicht noch die ein oder andere Portion einwecke!) Große Nachkochempfehlung von mir!

Einfaches Letscho-Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 mittlere Zwiebel
2 größere Tomaten
2 gelbe Spitzpaprika
1/2 Bund glatte Petersilie
1 kleine Dose geschälte Tomaten (ca. 400 g)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform mit Backpapier auslegen.
(2) Das Gemüse waschen und trocknen. Die Aubergine und Zucchini in mittelkleine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Die Tomaten halbieren, grünen Strunk und Kerngehäuse entfernen, dann mittelfein würfeln. Die Spitzpaprika halbieren, Kerne herausnehmen und in längliche Streifen schneiden. Die Petersilie hacken. Alles in eine größere Schüssel geben.
(3) Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Olivenöl und der gesamte Inhalt der Tomatendose darüber geben. Die Tomaten beim verrühren grob zerteilen.
(4) Alles in die Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen garen lassen.

Zusammen mit frischen Fladenbrot servieren.

Genießen!

Quelle: Mautner, Zs. (2014): Főzőiskola – Középfok. libri. Budapest. p 44

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Ti is szeretitek a lecsót? Én nagyon, de csak igazi zöldpaprika Magyarországból, mással nem izlik nekem. De az itt Németországon csak nyáron tudok venni, de akkor sem annyira aromás mint a kertből Nagysápon. És úgy vettem még lecsópaprikát az utolsó szabinapom. Csak mit csinálni belőle? Lecsó már volt kétszer egy hetten belül. De Mautner Zsófi második Főzőiskola könyvben találtam egy recept padlizsános lecsóra, amit nagyon jó hangzott.

És igaza volt az érzésemnek, nagyon jól sikerült és annyira finom lett! Mindenképpen ki kell próbálnátok! Kevés idö kell az elöi munkára és az fél óra a süttőben lehet pihenni :-)

Padlizsános lecsó a tepsiből

Hozzávalók 2-3 főre:
1 kis padlizsán
1 közepes cukkini
1 közepes hagyma
2 nagyobb paradicsom
2 zöldpaprika
1/2 csokor petrezselyem
1 kis doboz hámozott paradicsom (kb. 400 g)
1 tk őrölt római kömény
só, bors
3 ek olíva olaj

(1) A sütőt 200°C előre melegítünk. Egy tepsibe sütőpapírt rakjuk.
(2) A zöldségek mosunk és szárítjuk. A padlizsánt és cukkinit közepes kis kockára vágunk. A hagymát hámozzunk és vékony félkerékre vágjuk. A zöldpaprikák vékony csíkokra vágjuk. A paradicsomot felezünk, a zöld részt és a magok kivesszük és kisebb kockára vágunk. A petrezselymet apróra vágjuk. Mindent egy nagyobb tálban teszünk.
(3) A zöldségek bors, só és romai köménnyel fűszerezünk. Olíva olajt és az egész doboz hámozott paradicsom hozza adjuk. A paradicsomot egy kicsit szét válunk. Jó összekeverünk az egészet és teszünk a tepsibe. Kb. 30 percet sütünk közepes rácson a sütőben.

Kész amikor a padlizsán szép puha és minden illatos. Friss kenyérrel tálalunk!

Jó étvágyatok!

Ratatouille aus dem Slowcooker

Ein Klassiker der Gemüse-Schmorgerichte! Aus Frankreich! Ratatouille! Als ich es das erste Mal kochte, so als 13jährige, fand ich es nicht so prickelnd. Das lag wahrscheinlich an den Auberginen. Auberginen schmecken nur in einer ganz bestimmten Konsistenz, wenn sie zu kurz gegart werden, kommen sie einem leicht gummiartig vor. Wenn sie allerdings richtig zubereitet wurden, sind sie eine aromatische, cremige Hochköstlichkeit! Na, jedenfalls mochte ich es damals nicht sonderlich und mir fehlte damals auch ein Klops dazu ;-)

Aber Geschmäcker wandeln sind und mittlerweile liebe ich Auberginen, Zucchini sowieso und die Paprikaliebe ist in meinen halbungarischen Genen verankert *g* Und die Kombination als Ratatouille ist eine wirklich gute! Zum Glück kann man das Rezept auch im Slowcooker zubereiten, so dass es noch entspannter ist als ohnehin schon. Durch das langsame Schmurgeln haben die Aromen auch wunderbar Gelegenheit miteinander zu verschmelzen und das Gemüse hat (fast) keine Chance zu verkochen! Der Vorteil bei diesem Gericht ist ja eh, dass es sowohl warm als auch bei Zimmertemperatur genossen werden kann, perfekt für kühle und heiße Sommertage! So ganz ohne tierisches Eiweiß als Beilage komme ich immer noch nicht aus, aber bevorzuge mittlerweile gebratenen Halloumi (aka zypriotischer Quietschekäse).

Ratatouille aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 große Aubergine
2 kleine Zucchini
1 Zwiebel
2 Paprikaschoten
1 Dose stückige Tomaten (425 ml)
1 TL Tomatenmark
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer
1 – 2 TL Kräuter der Provence
2 EL Olivenöl

Slowcooker 3,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 2,5-3,5 Stunden auf HIGH

(1) Die Aubergine in 1 cm große Würfel schneiden, salzen und 2 Stunde stehen lassen. Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Paprika entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Tomaten mit dem Tomatenmark verrühren, salzen, pfeffern und vorsichtig mit den Kräutern der Provence würzen.
(2) Zuerst die Auberginenwürfel in den Keramikeinsatz geben. Zwiebel, Paprika und Knoblauch obenauf geben. Die Tomatenmischung in das Gemüse rühren.
(3) Mit Öl beträufeln und 1,5 – 2 Stunden auf HIGH garen.
(4) Die Zucchini längs halbieren, in Halbmonde schneiden. Nach der Zeit unter das Gemüse im Slowcooker rühren und weitere 1-1,5 Stunden auf HIGH garen.

Kann warm oder auch kalt gegessen werden. Dazu passt auch ein Spiegel oder gebratener Halloumi. Reis oder frisches Baguette oder einfach pur.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 100

Auberginen-Parmigiana aus dem Slowcooker

Parmigiana di melanzane, italienischer Auberginenauflauf mit viel geschmolzenem Käse. Und geschmolzener Käse macht doch alles besser, oder? Im Original finde ich diese Köstlichkeit ziemlich aufwendig: Auberginen erst anbraten, Tomatensauce kochen, schichten und in den Ofen schieben. Aber es ist sooo lecker! Im „Slowcooker vegetarisch“ sah ich eine Variante, die eben so langsam im Crockpot gekocht wird. Kann das gehen? So ganz ohne Anbraten? Wird der Käse auch schön, wie ich ihn mag und erwarte? Die geneigte Leserschaft merkt, ich war skeptisch.

Soviel kann ich vorweg nehmen: es klappt 1a! Und ist auch sonst ein kinderleichtes Essen. Ich habe es tatsächlich morgens drei Minuten nach dem Aufwachen um 6:18 Uhr zusammen gestellt. Und trotz enormer Verschlafenheit dauerte es nur 5 Minuten. Gut, wer die doppelte Portion im 3,5 l Crockpot machen will mit 5 Stunden Garzeit (der kleine Slowcooker heizt wirklich stärker als der große), braucht vielleicht 10 Minuten. Ihr seht, völlig unkompliziert! Und das Ergebnis ist sehr überzeugend! Toller Auberginengeschmack, typisches Parmigianaaroma und großartigst geschmolzener Käse!

Das wird es öfter geben bei mir und kann es Euch auch nur wärmstens ans Herz legen!

Parmigiana di melanzane aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Portionen:
Olivenöl
1 kleine Aubergine
Salz, Pfeffer
granulierter Knoblauch
(oder 1 frische Zehe, zerdrückt)
1 Kugel Mozzarella
200 ml passierte Tomaten (oder stückige Tomaten)
1 Prise Salz
1/2 TL getrockneter Oregano
25 g Parmesan

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 5-10 Minuten
Zubereitungszeit: 4-5 Stunden auf HIGH

(1) Den Keramikeinsatz des Slowcooker dünn mit Olivenöl ausfetten.
(2) Die Aubergine in fingerdicke Scheiben schneiden (hier mein kleiner Finger). Jede Scheibe von beiden salzen, pfeffern und mit etwas Knoblauch einreiben. Die Mozzarellakugel in so viele Scheiben schneiden wie Auberginen sind und obenauf legen.
(3) Die passierte Tomaten mit Salz, Pfeffer, Zucker und dem Oregano verrühren. Parmesan reiben.
(4) Die Auberginen-Mozzarella-Scheiben möglichst plan in den Einsatz legen und jede Schicht mit Tomatensauce bedecken. Den Parmesan obenauf streuen. Deckel drauf.
(5) 4-5 Stunden (je nach Heizleistung des Slowcookers) auf HIGH garen. Zum Schluss 15 Minuten ohne Deckel ziehen lassen.

Dazu passt frisches Weißbrot.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 96

Für den 3,5 l-Slowcooker, die Zutaten verdoppeln und bei der Kochzeit auf 5 Stunden gehen.

Dubaier Ofen-Aubergine mit Couscoussalat – Dubaii padlizsán a sütőből kuszkusz salátával

Also ja, es ist wohl jetzt auch kalendarisch Frühling, allein er lässt noch ein wenig auf sich warten. So schneeregnete es hier in der Mitte Deutschlands doch tatsächlich noch. Und bei maximal 7°C Außentemperatur mag ich auch noch nicht so richtig die Balkonsaison einläuten, auch wenn die mehrjährigen Kräuter schon aus ihrem Winterquartier befreit wurden:

Und manchmal brauche ich einfach ein wenig Sommer auf dem Teller! Auf das neue Buch „Reisehunger“ von Nicole Stich wurde ich durch Frau Kaltmamsell aufmerksam gemacht, die schon im Februar diese Auberginen machte und mich sofort mit tropfendem Zahn vor dem Bildschirm sitzen ließen. Und da ich Frau Stichs Art zu schreiben und ihre Rezepte sehr zu schätzen weiß, wurde das Buch spontan käuflich erworben. Eine genauere Besprechung des Buches wird es auch noch geben, wenn ich noch mehr Rezepte nachgekocht habe. Und darauf kann sich die geneigte Leserschaft verlassen!

Na, jedenfalls sollten es diese Auberginen sein. Zuerst dachte ich, wahnsinnig aufwendig, nachdem ich die Zutaten sah. Aber nee, eigentlich gar nicht! Auberginen halbieren, einritzen, würzen, in Ofen, umdrehen, kurz nachwürzen, mit Joghurt bestreichen, fertig. Nix wovor man Angst haben müsste. Und das ist sooo gut, wenn es fertig ist! Ich glaube ja, dass viele Leute, die von sich sagen, Auberginen nicht zu mögen, haben sie einfach noch nicht lange genug gegart gegessen. Wenn man dies nämlich nicht tut, bekommen sie leicht eine gummiartige Konsistenz und das ist echt seltsam. Nicht so hier, das Fleisch der Aubergine wird wunderbar cremig. Die Würzung ist großartig: süßlich, nussig, scharf, perfekt mit der minzigen Frische des Joghurts! Ich liebeliebeliebe es einfach! Wird es definitiv öfter geben! Auch wunderbar für ein schönes Abendessen an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon.

Nun sollte es für mich nicht nur ein Snack sein, sondern vollwertige Mahlzeit, also noch schnell einen bunten Couscous-Salat dazu gezaubert, der für sich genommen sogar vegan wäre (Wer darauf achten mag). Und zusammen war die Kombination wirklich großartig! Ach, was freue ich mich auf den Sommer und die neuerliche Vielfalt an Gemüsen :-)

Dubaier Ofen-Auberginen

Für 2 Personen als Snack:
2 große Auberginen
2-3 EL Olivenöl
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
großzügige Prise Chiliflocken (Pul Biber)
Salz
Pfeffer
2 EL Honig
1,5 EL weißer Sesam
1 Zitrone

Für die Sauce:
1/2 Bund Minze, feingehackt
oder
2 TL getrocknete Minze
200 g Naturjoghurt
Salz

(1) Den Ofen auf 220 !C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Ich habe die Auberginen einfach in meiner großen ungarischen Auflaufform gemacht.
(2) Die Auberginen waschen, trocknen und der Länge nach halbieren. Das Fruchtfleisch der Hälften mehrmals bis zur Schale ein, aber nicht durchschneiden, so dass ein Gittermuster entsteht (siehe Bild unten). Großzügig mit Olivenöl einpinseln, mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Kreuzkümmel bestreuen. Auberginen mit den Schnittflächen nach unten auf das Backblech legen.  In den Ofen schieben (Mitte) und ca. 20 Minute backen.
(3) Zwischenzeitlich die Joghurtsauce zubereiten. Dafür den Joghurt mit der Minze verrühren und mit Salz abschmecken. Abgedeckt bei Zimmertemperatur durchziehen lassen bis die Auberginen fertig sind.
(4) Nach Ablauf der Zeit das Blech aus dem Ofen holen, die Auberginen umdrehen. Mit dem Honig beträufeln und dem Sesam bestreuen. Nochmals für 15-20 Minuten mit den Schnittflächen nach oben in den Ofen geben. Die Auberginen sollten etwas zusammengeschrumpelt sein, die Schnittfläche appetitlich braun und das Fleisch komplett durchgegart. Ansonsten noch ein paar Minuten weiter garen.
(5) Die fertigen Auberginen mit etwas Zitrone beträufeln und der Joghurt-Minz-Sauce bestreichen.

Das Fleisch der Aubergine ist jetzt so weich, dass es sich wunderbar löffeln lässt.

Genießen!

Quelle: Stich, N. (2015): Reisehunger. Gräfe und Unzer Verlag. München. p188

Einfachster Couscous-Salat

Zutaten für 4-6 Portionen:
125 g Couscous
Salz
1/2 Gurke
1/2 Paprikaschote
2 Frühlingszwiebeln
3-4 Tomaten
Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
2 EL Olivenöl
1/2 Bund Petersilie

(1) Den Couscous in eine Schüssel geben, wo der gesamte Salat dann Platz hat. Etwas salzen. Mit genau demselben Volumen an kochendem Wasser übergießen, wie der Couscous in einer Tasse einnimmt. Die Schüssel abdecken und quellen lassen.
(2) Während der Couscous quillt, das Gemüse schneiden. Die Gurke, je nach Wunsch schälen oder nicht, in mittelkleine Würfel schneiden, ebenso die Tomaten und Paprika. Von den beiden Frühlingszwiebeln die Enden abschneiden und dann in feine Ringe schneiden. Die Petersilie fein hacken. Alles zum Couscous geben. Gut durchrühren.
(3) Mit Salz, Pfeffer, dem Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Etwas durchziehen lassen.

Genießen!

*********************** Magyar ***********************

Sokan nem szeretik a padlizsánt. Gondolom azért mert sohase rendesen főztek. A padlizsánhúsnak nagyon puha kell lennie, akkor a leg finomabb! És sokan nem adnak neki elég időt. Pedig olyan jó és egészséges lehet. Ez a recept egy olyan amivel a legszkeptikusabb embert lehet váltotatni padlizsán rajongóra. Probáljátok ki, igazán nagyon jó és egyszerűen csinálni!

Dubaii padlizsán sütőből

Hozzávalók 2 főre imbiszre:
2 padlizsán
olíva olaj
só, bors
1 kk őrölt római kömény
csipet chili pehely
2 ek méz
1,5 ek szezám
1 citrom

A joghurtszószhoz:
1/2 csokor menta, finomra vágva
vagy 2 tk száritott menta
200 g natúr joghurt

(1) A sütőt előmelegítünk 220°C-ra. Sütőpapírral teregetünk egy tepsire.
(2) A padlizsánt hosszuban felezünk. A feleket be- de nem átvágjuk hogy rácsmintát lehet látni (nézzetek meg a képet). Nagyvonalúan bekennünk olíva olajjal és rá szórunk a sót, bors, romai köményt és chili pehélyel. Forditva tesszünk a tepsire és sütünk a közepén kb. 20 percig.
(3) Közben a joghurtszószt csinálunk. A joghurtot a mentával össze keverünk és ízlésszerint sózunk. Félre teszünk.
(4) A padlizsános tepsi ki hozunk a sütőből és fordítunk. Rá csöpögtetünk a mézet és szórunk a szezámmagok. Vissza teszünk még 15-20 percig a sütőbe. A padlizsánhúsnak most nagyon puha kell lennie.
(5) A végen ízletisünk citromlével és rá kennünk a mentás joghurt.

Ki kanállal nagyon jó lehet enni.

Jó étvágyatok!

Forrás: Stich, N. (2015): Reisehunger. Gräfe und Unzer Verlag. München. p188

Egyszerű kuszkusz saláta

Hozzávalók 4-6 adagra:
125 g kuszkusz

1/2 kígyóuborka
1/2 sárga kaliforniai paprika
2 szál újhagyma
3-4 paradicsomok
bors
1/2 citrom, lé
3 ek olíva olaj
1/2 csokor petrezselyem

(1) A kuszkusz és egy csipet sót egy tálban teszünk a miben az egész salátának van hely. Annyi forró vizet öntünk rá mint a kuszkusz egy pohárban helyet elvisz.  Lefedezünk és hagyunk állni.
(2) Közben elöre készitünk a zöldségek. Az uborka, paradicsom és paprikát kisebb közepes kockára vágunk. Az újhagymát vékony szeletekre. Mindent a kuszkuszhoz teszünk. Sózunk és borsózunk. Együtt az olíva olajjal és citromlével összekeverünk. A végén a petrezselymet finomra vágunk és alá keverünk. Egy kis időt hagyunk állni.

Jó étvágyatok!

Sommer für den Winter: Hochköstlichstes Ajvar

Weiter geht es mit der Konservierung des Sommers für dunkle, graue, usselige Wintertage. Jetzt gibt es noch Paprika, Aubergine und Zucchini aus Heimatproduktion. Durch die Zeit im Klein-Ankara Kassels und dem regelmäßigen Besuch im tollen türkischen Supermarkt umme Ecke bin ich auf den Geschmack von Ajvar gekommen. Ich habe das Zeug tatsächlich lieben gelernt! Dieser Paprikageschmack, das leicht Scharfe, die milde Aubergine. Toll!

Schon Anfang des Sommers ließ ich mir von meinen Eltern zwei Kochbücher von Zsófi Mautner, ihres Zeichens Bloggerin bei „Chili & Vanilia“ und mittlerweile auch Kochbuchautorin und Präsentatorin von Kochsendungen im ungarischen Fernsehen, von ihrem Besuch bei der ungarischen Verwandtschaft mitbringen. Ihre letzten beiden Bücher heißen übersetzt „Kochschule“, Teil 1 ist für blutige Anfänger gedacht, die Klassiker der ungarischen Küche (auch Alltagsküche) lernen wollen. Teil 2 ist schon für etwas Fortgeschrittene (Mittelstufe), die gerne auch etwas Neues abseits der ungarischen Küche ausprobieren wollen. Dieser Band beschäftigt sich hauptsächlich mit Rezepten für den Sommer: Klassisches Letscho, in Abwandlung mit Zucchini, dann Grillrezepte oder Dips und Saucen, die auch auf Vorrat gemacht werden können. Auch Marmeladen und einige Sirupe werden vorgestellt oder wie man unterschiedliche Eissorten basteln kann. Der besondere Clou an den Büchern ist, dass es jeweils einge DVD dazu gibt, auf der etwa ein Drittel der Buchrezepte von Zsófi gekocht werden, so dass man bestimmte Techniken und Tricks nochmal richtig vor Augen hat, falls man sich unter der schriftlichen Beschreibung nicht wirklich was vorstellen kann. Finde ich super! Ich mag die beiden Bücher. Ebenfalls aus dem Mittelstufen-Band habe ich schon die Kovászos uborka hier vorgestellt, die wirklich grooßartig waren!

Jetzt also der Ajvar! Hört sich eigentlich gar nicht so kompliziert an und die Zutatenliste ist auch übersichtlich und nicht exotisch. Die Zubereitung dauert ein bisschen, ist aber nicht schwer. An einem Samstagspätnachmittag also ran an die Paprika und Aubergine. Anders als im Rezept angegeben, habe ich die fertige Sauce in 250 ml Weck-Flaschen gegeben und damit die ordentlich versiegelt sind, noch 20 Minuten eingekocht. Weil noch ein bisschen was von der Sauce übrig war, was sich nicht lohnte in Gläsern zu füllen, konnte ich auch gleich kosten. Und lasst Euch gesagt sein, diese Sauce ist soooo unglaublich lecker! Auch die beste Ärztin von Welt fand das! Was freue ich mich schon darauf, die kleinen Flaschen zu öffnen und die schick strahlend rote Sauce zu genießen!

Hausgemachtes Ajvar

Zutaten für ca. 600 ml:
1 kg rote Paprika
500 g Aubergine
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL scharfe Paprikapaste
(entweder ungarisches Erös pista oder türkische Biber Salcasi oder Harissa)
1/2 Zitrone, Saft

(1) Als erstes den Ofen vorheizen. Entweder Oberhitze 250°C oder den Grill auf volle Leistung stellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren, Kerne entfernen und mit der Hautseite nach oben auf das Blech legen.
(2) In den Ofen geben und so lange backen bis die Haut schwarz ist. Kein Angst, das gehört so! Nur so lässt sich die Haut nachher einfach abziehen. Das dauert etwa 30 Minuten, aber die geneigte Leserschaft sollte ein Auge auf den Ofen behalten. Die Paprikahälften in eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie oder Deckel abdecken und etwas abkühlen lassen. Die Haut von den Paprikaschoten ziehen und das Fruchtfleisch grob schneiden.
(3) Während die Paprikaschoten abkühlen, die Aubergine halbieren und mit wenig Olivenöl beträufeln. Im 200°C (Ober-/Unterhitze) heißen Ofen in 50 Minuten weich backen. Das Fleisch aus der Schale schaben und zusammen mit der Paprika fein pürieren.
(4) Die Zwiebel und Knoblauch häuten und sehr fein würfeln.
(5) In einem größeren Topf (Das Ajvar spritzt fürchterlich!) das Olivenöl bei mittelhoher Hitze erwärmen. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in ca. 10 Minuten weich und süß dünsten. Sie sollten dabei nicht braun werden, sonst werden sie leicht bitter. Dann das pürierte Auberginen- und Paprikafruchtfleisch dazu geben, die scharfe Paprikapaste, Zitronensaft, Salz- und Pfeffer.
(6) Circa 20 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis es beginnt einzudicken.
(7) Zwischenzeitlich die Flaschen oder Gläser sterilisieren. Der geneigte Leser kann richtige Weckgläser nehmen oder welche mit normalen Schraubverschlussdeckel. Alle Gläser gründlich in heißem Spülwasser auswaschen, mit klarem, heißen Wasser nachspülen. Die nassen Gläser in den Ofen geben, den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten darin sterilisieren und trocknen. Die Deckel und Gummiringe in einen kleinen Topf geben und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die Gläser herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
(8) Den heißen Ajvar einfüllen und die Gläser verschließen. Bei Twist-Off-Gläser reicht es den Deckel auf die Gläser zu schrauben (Vorsicht heiß! Topflappen verwenden!) und dann auf dem Kopf stehend abkühlen zu lassen. Bei Weck-Gläser die Gummiringe auf die Glasdeckel ziehen, auf die Gläser setzen und mit den Klammern fixieren. Einen hohen Topf mit einem Küchentuch auslegen, die Flaschen drauf stellen. So weit mit heißem Wasser bedecken, dass die Gläser zu mindestens 3/4 im Wasser stehen. Einen Deckel auf den Topf geben und das ganze bei mittelhoher Hitze (Stufe 4 von 6) zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt des Kochen 20 Minuten einkochen lassen. Danach die Gläser aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen. Wenn die Gläser kalt sind, die Klammern entfernen und prüfen, ob die Deckel dicht sind. Wenn ja, dann hat alles geklappt.

Genießen!

Über die Haltbarkeit kann ich noch keine Angaben machen.

Quelle: Mautner, Zs. (2014): Főzőiskola – Középfok. Libri Kiado. Budapest. p 64

Morgenländisches Gemüseragout

So alle paar Wochen sammeln sich so komische Gemüsereste in meinem Kühlschrank an. Da brauchte ich doch nicht die Aubergine. Huch, die halbe Paprikaschote will auch dringend verbraucht werden. Da dümpeln auch noch ein paar Möhren rum und Zwiebel ist ja eh immer da. Gut, also ein Gemüseragout zu Reis für mich. Aber in welche Richtung soll es gehen? Italienisch? Indisch? Orientalisch? Ach, italienisch mach ich so oft, gescheite Currypaste ist auch nicht da, also bleibt nur eine morgenländische Version. Die Grundaromen sind mir vertraut und so mörserte ich schnell meine eigene Gewürzmischung zusammen. Koriander und Kreuzkümmel sind obligatorisch, Paprikapulver schadet auch nicht und erst recht nicht das rosenscharfe. Und eine Prise Zimt, wirklich nur eine Prise, wir wollen ja kein Weihnachtsragout.

Und ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ein wunderbares, leicht scharfes (für andere wahrscheinlich nicht spürbar, für mich grenzwertig *g*) Ragout, dass dazu – mag es kaum sagen – ich befürchte noch gesund ist durch das viele Gemüse und die kleinen Kichererbsen, die die letzten 10 Minuten noch mitköcheln. Kichererbsen rocken! Natürlich wurde es mal wieder viel zu viel für mich allein, aber es lässt sich gut einfrieren, so dass 2 Portionen in den TK wanderten. Ich der geneigten Leserschaft nur empfehlen öfter mal ein bißchen zu improvisieren, mit unterschiedlichen Aromen, mit verschiedenen Aromen. Lasst Euch inspirieren!

Morgenländisches Gemüseragout

Zutaten für 4 Portionen:
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1/2 Paprikaschote
1 Möhre
1 mittelgroße Aubergine
2-3 EL Olivenöl
Gewürzmischung
2 EL Tomatenmark
1 kleine Dose Tomaten (400 g)
1 kleine Dose Kichererbsen (400 g)

gerne noch gehackte Petersilie oder Koriander zum Bestreuen

Gewürzmischung:
1 TL Korianderkörner
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 gute Prise Zimt

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Die Zwiebel halbieren und in Halbmonde schneide, die Knoblauchzehe in feine Scheiben. Die halbe Paprikaschote in größere Würfel schneiden. Die Möhre putzen, schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Aubergine halbieren und in ca. 1,5-2 cm groß würfeln.
(2) Für die Gewürzmischung alle Zutaten in einen Mörser geben und einige Minuten mit dem Stößel zerreiben bis die dann ehemals ganzen Körner mittelfein sind.
(3) In einem mittelgroßen Schmortopf das Olivenöl bei mittelhoher Temperatur erhitzen. Die Zwiebelhalbringe und Möhrenwürfel zugeben, ein wenig andünsten lassen. Die Knoblauchscheiben zufügen und mitdünsten bis sie anfangen zu duften. Dann den Topf von der Flamme nehmen und die Gewürzmischung unterrühren. Aufpassen, dass die Gewürze nicht verbrennen. Sobald sie duften, das Tomatenmark gut unterrühren. Die Paprika- und Auberginenwürfel zufügen und ca. 3 Minuten mit andünsten. Die Tomaten zufügen. Die Tomatendose mit Wasser füllen und dazu gießen, gut durchrühren. Deckel drauf und etwa 30 Minuten schmoren lassen.
(4) Die Kichererbsen in ein Sieb geben und unter fließendem kalten Wasser abspülen. Die letzten 10 Minuten zum Ragout geben und offen zu Ende köcheln lassen, damit das Ragout ein wenig eindickt. Nochmal abschmecken, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Wenn vorhanden mit Petersilie oder Koriander bestreuen.

Zusammen mit Reis, Couscous, Bulgur oder einfachem Fladenbrot servieren und

genießen!

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