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Keks in Kuchenform – Heidelbeer-Mandel-Würfel

Es ist immer noch Beerenzeit! Juhuu! Die Erdbeeren sind zwar durch, genauso die Johannisbeeren, aber jetzt ist Saison für die Heidelbeeren, Brombeeren werden am Feldrand reif und wer mehrfach tragende Himbeersorten im Garten hat, kann sich auf die zweite Ernte freuen. Aber was damit anstellen, wenn man eine größere Menge im Supermarkt erstand, sie allerdings nicht so gut pur und in großen Dosen verträgt, weil der Darm meint intolerant gegenüber Fruktose reagieren zu müssen? Man versteckt sie im Kuchen…

Auf einer von mir hochgeschätzten, ungarischen Rezepteseite sah ich einen schnellen Kuchen mit Mürbeteig und Pfirsichen. So sehr ich Pfirsiche liebe – Ja, abgöttisch sogar! – so wenig vertrage ich sie in größeren Mengen. Aber für das Rezept brauchte man genau die Menge an Früchten, die in Heidelbeerform in meinem Kühlschrank rumlungerte. Und der Kuchen ist wirklich einfach und schnell gemacht: Mürbeteig kneten, in der Form verteilen und kurz vorbacken, aus den Früchten wird eine sirupartige Marmelade gekocht, die mit dem restlichen Teig in die Form kommt, Mandeln drüber und ab in den Ofen. Was dabei herauskommt ist ein wunderbarer, überdimensionierter Keks mit Marmeladenfüllung und etwas Mandelknusper in Kuchenform! Großartigst! Nicht nur mir schmeckte er vorzüglich, auch die Kollegen und die Kinder meiner Kollegin fanden ihn super!

Heidelbeer-Mandel-Würfel

Zutaten für eine Form von ca. 20×20 cm:

Für die Füllung:
400 g Heidelbeeren
50-70 g Zucker
3 Zweiglein Thymian

Für den Teig:
225 g kalte Butter
60 g Zucker
300 g Mehl Type 405
1 gute Prise Salz

Zum Bestreuen:
40 g gehobelte Mandeln

(1) Die Form mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(2) Die Füllung zubereiten. Dafür die verlesenen, gewaschenen und gut abgetropften Heidelbeeren mit dem Zucker in einen Topf geben. Die Thymianblättchen von den Zweigen streifen und dazu geben. Alles bei mittelhoher Hitze aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen bis eine etwas marmeladen- bis sirupartige Konsistenz entstanden ist. Dabei mit irgendwas abdecken (z.B. Fettspritzschutzsieb plus Küchenkrepp obenauf), damit die farbechte Heidelbeerflüssigkeit nicht überall rumspritzt. Vom Herd nehmen und zur Seite stellen bis der Teig vorgebacken ist.
(3) Den Teig zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben. Die Butter mit den Fingerspitzen der Hände mit dem Mehl verreiben bis so Brotkrümel entstehen. Dann mit der ganzen Hand in die Schüssel und alles schnell zu einem Teig verkneten, der gerade so hält, aber aus dem sich eine Kugel formen lässt.
(4) 3/4 des Teiges in der vorbereiteten Form verteilen und festdrücken. Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und 7 Minuten vorbacken. Herausnehmen. Die Heidelbeerfüllung gleichmäßig darauf verteilen. Den restlichen Teig grob darauf verkrümeln. Mit den Mandeln bestreuen.
(5) Für weitere 25-30 Minuten in den Ofen geben und backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen, abkühlen lassen, in Würfel schneiden.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Fördös Zé magazinmandulás barackos kocka

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#12von12 im August

Die Spielregeln kennen alle, oder? Der 12. Tag des Monats = 12 Bilder vom Tag. Und wer neugierig auf weiterer Leute Samstage ist, gucke bitte bei Frau Kännchen.

Der 12. August also ein Samstag. Ein Samstag, der grau und verregnet beginnt. Wie die beiden Tage davor auch schon.

Völlig unkreatives Frühstück: belegte Laugenecke und Kakao. Ein bisschen Gemüse oder Obst hätte nicht geschadet, aber ich versuche ein wenig darmfreundliche Diät zu machen, in meinem Fall eher wenig Rohkost und Obst.

Symbolbild Haushalt. Wenn einen die Unordnung stört, sollte man sie beseitigen. Hilft ja nix!

Ein paar Vorbereitungen für’s Mittagessen. Die schönen Pfifferlinge wollten endlich verbraucht werden, bevor sie im Holzkörbchen vergammeln. Um sie sauber zu kriegen, wasche ich sie kurz, aber beherzt in Mehlwasser. Danach nur noch ordentlich abtropfen lassen. Funktioniert 1a!

Bis das Essen zubereitet wurde, konnte ich noch ein bisschen beim Radiohören entspannen. Warmen Tee gibt es im Sommer nicht allzuoft bei mir, kurze Hosen und barfuß dagegen schon. Ihr seht schon, gestern war es etwas frisch hier.

Das fertige Mittagessen: köstliche, vegetarische Pilzpfanne und als Beilage Semmelknödel aus dem Tiefkühler.

Danach war entspannen angesagt. Gestern Nachmittag zusammen mit Feen *g*

Und weil ich langsam urlaubsreif werde, wurde das Entspannen mit der Pflichtguckung von Phineas und Ferb verlängert.

Ich hätte ja auch gerne den ein oder anderen Blogbeitrag geschrieben, aber der Matschkopf verhinderte das und so las ich ein wenig in Nigellas letztem Buch rum *g* So viel Zeug, dass ich gerne ausprobieren möchte, so wenig Mahlzeiten und Magen bei mir *g*

Und weil die Faulheit anhielt, bestellte ich das Abendessen beim Lieblingsinder: Mango Lassi (auf den Fruchtfliegen auch unglaublich abgehen), Gobi pakoras (Blumenkohl in Kichererbsenteig ausgebacken) und Mattar paneer (indischer Käse in einer Currysauce mit Erbsen). Das war alles soo unglaublich lecker! Und die zweite Hälfte der Portion gibt es heute Mittag *g*

Die lästige Pflichterfüllung erfolgte gleich nach der Tagesschau.

Und danach konnte ich den Abend mit Magnum und Higgy-baby ausklingen lassen :-D Wenn ich sowieso schon fertig bin, brauche ich nicht noch anspruchsvolles Programm, da ist „Magnum“ wirklich perfekt für mich!

Die nächsten 12 Bilder kommen dann aus dem Urlaub. Endlich! *Vorfreude*

12 von 12 im August

*ähem* Ja, der 12. August ist schon ein Weilchen her, aber irgendwie war ich in der letzten Zeit ein wenig fotofaul, so dass sie unbearbeitet auf der Festplatte rumdümpelten. Aber endlich konnte ich mich aufraffen und zeige Euch einen angenehm faulen Freitag in der Ostseeheimat. Die Tage davor waren voll und das Wetter am Freitag ungemütlich.

Der Tag begann grau und kühl:

Aber ein Frühstück mit Frau Mama, die extra etwas später zur Arbeit ging, machte den Morgen schöner:

Danach machten wir noch ein paar Besorgungen im Stadtteil, unter anderem meine geliebte Blutgrützwurst, die am allerbesten von dem Metzger im Stadtteil schmeckt:

Frau Mama machte sich danach auf zur Arbeit und ich entdeckte auf der Suche nach einer bestimmten Tasse eine erdbeerige Niedlichkeit im Geschirrschrank:

Mir war schon die ganze Zeit nach Hackschmorkohl also habe ich welchen für die Familie gemacht und meine Portion gleich zum Mittag mit ein paar Kovi ubi gegessen:

Danach ein wenig ausruhen mit den obligatorischen Phineas und Ferb im TV und ein wenig neuerworbenem Lesestoff auf dem Schoß:

Der Nachmittagskeks war ein Hanseat. Ein Muss, wenn ich zu Hause bin:

Der Vorteil, wenn man mal einen Tag in der Woche frei hat? Man kann auch nachmittags ein Muskelentspannungsbad nehmen und so die verspannungsbedingten Kopfschmerzen vertreiben:

Die Bohnen im elterlichen Garten werfen gute Ernte ab, so dass wir fast nicht mehr wissen, wohin damit. Und bevor sie schlecht werden, putze ich sie fix, während ich die Olympischen Spiele im TV gucke und blanchiere sie, damit Frau Mama sie einfrieren kann. Ich finde Bohnenputzen ja eine unglaublich entspannende Arbeit:

Dann trudelten auch die Eltern ein und gemeinschaftlich machten wir den Kartoffelsalat zu Ende, den sich die Lieblingstante für ihren Besuch am nächsten Tag gewünscht hat:

Das Bild nach dem Abendbrot bevor ich mein drittes Stück Kuchen an dem Tag aß. Es war der wunderbare Apfelkuchen von Frau Mamas Lieblingskollegin. So lecker!

Der Abend endete mit Frau Mama im Sessel, Herrn Papa und mir auf dem Sofa und Mr. Lewis und Hathaway im Fernsehen. *hachz* Hathaway! *ggg*

Wer neugierig auf noch mehr Leben am 12. August ist, gucke sich die Links bei „Draußen nur Kännchen“ an.

Werbung für Deutschland – Rostock/Warnemünde zur Hanse Sail 2016

Ist es bei Euch auch so warm, ja man kann durchaus sagen heiß, wie hier in Göttingen? Braucht die geneigte Leserschaft eine kleine Erfrischung und eine frische Brise um die Nase? Dann kommt mit, ich nehm‘ Euch mit auf einen Spaziergang ans Meer nach Rostock/Warnemünde. Und weil gerade die Hanse Sail war, könnt Ihr auch noch gleich ein paar große, beeindruckende Segelschiffe gucken. Was haltet Ihr davon?

Mit der S-Bahn bin ich von unserem Stadtteil 10 Minuten mit der S-Bahn nach Warnemünde gefahren und dort erstmal zum Passagierkai gegangen, der eigentlich das Anlegeterminal für die Kreuzfahrtschiffe ist, jetzt aber der Hauptveranstaltungsplatz für die Hanse Sail in Warnemünde war. Dort lagen einige Segelschiffe, die der interessierte Besucher auch besichtigen und mit ausfahren konnte. Gleich hinter dem Tunneldurchgang lag die „Kruzenshtern„, ein 1926 gebautes Segelschulschiff der russischen Flotte. Irgendwie beeindruckend groß! Das Schiff wurde in Bremerhaven gebaut, lief als „Padua“ vom Stapel und gehörte zur selben Baulinie, wie die berühmte „Pamir„. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie allerdings als Reparationsleistung an die Sowjetunion, wo sie nach dem deutschen Kapitän Krusenstern benannt wurde, der gleichzeitig russischer Admiral war.

Weiter nach hinten Richtung Mittelmole waren viele Fressbüdchen aufgebaut und das große Riesenrad, von dem man bestimmt einen großartigen Ausblick über Meer, Strand und Schiffe hat.

Auch auf dem anderen Teil des Passagierkais lagen noch (mindestens) zwei Segelschiffe, das russische Schulschiff „Sedov“ und die polnische „Dar Młodzieży„:

Da wurde es mir dann aber irgendwie zu bunt und zu voll, so dass ich über den Alten Strom Richtung Ortskern ging. Die rechte Seite des Alten Stroms lohnt sich für Leute, die gerne frischen und/oder geräucherten Fisch kaufen wollen, dort liegen die noch aktiven Fischer und bieten ihren Fang an:

Der Klassiker ist es dann Am Strom entlang zu flanieren…

… die Kapitänshäuser bestaunen …

… und ein Fischbrötchen zu essen (meines war mit einer Fischfrikadelle).

Der Strom wird immer weiter und am Ende sieht man schon das Meer, auf dem zur Hanse Sail immer ein paar Segler kreuzen. Ist schließlich auch ihr Job, oder? ;-)

Hübscher Blick über die Molenmauer zum Teepott und Leuchtturm. Und ja, auf den Leuchtturm kann man rauf gegen geringen Eintritt:

Blick auf das Hanse Sail-Geschehen mit beginnenden Menschenmassen (und neugieriger Möwe):

Meer – Wellenbrechersteine – Steuerbord Molenfeuer:

Blick Richtung „Wilhelmshöhe“:

Die Temperatur waren eher kühl und die Sonne ließ sich nicht wahnsinnig oft blicken, aber sich unter dramatischem Himmel durchpusten lassen, ist immer gut:

Zum Glück war der Sand relativ fest, sonst ist das Gehen darauf echt anstrengend:

Viele kleine Segelschiffe auf der Ostsee mit dem Molenfeuer und wogenden Wellen:

So nach zwei Stunden war mir auch kühl genug und die Menschenmassen wurden immer mehr, so dass ich mich langsam auf den Heimweg machte. Nicht ohne nochmal einen Blick auf das Duo Teepott und Leuchtturm zu erhaschen:

Und wenn man nicht dringend die großen Straßen zum Bahnhof zurück nimmt, sondern kleine Gässchen, entdeckt man solche hübschen Häuschen:

Oder die Variante von etwas wohlhabenderen Leuten in hellblau:

Und wer sagt, dass es kein Fachwerk an der Ostseeküste gibt, hier der Gegenbeweis in breit:

Und schwupps war ich am Bahnhof und saß in der S-Bahn Richtung zu Hause bevor es richtig voll wurde :-)

Und seid Ihr etwas erfrischter? Hat es Euch gefallen? Könntet Ihr Euch vorstellen auch mal dort am Strand zu spazieren, Muscheln suchen und Möwen beobachten?

 

45 Minuten am Meer

Ein Ziel für den Urlaub in der Ostseeheimat war es ja mal wieder ans Meer zu kommen. Seit ich vor zwei Jahren krank geworden bin, war an einen Besuch am Strand nicht wirklich zu denken. Frau Mama hatte gestern einen freien Tag und so konnten wir vormittags einen Ausflug an die Küste machen. Wir fuhren nach Elmenhorst, einem Dorf nahe Rostock, dass über die Steilküste Zugang zur See hat.

So sieht es hier typischerweise in der Umgebung aus: ein paar Häuser, ein paar Bäume, Hecken, Wiese und/oder Feld. Wahlweise stehen da noch ein paar Windräder in der Gegend rum und machen aus dem (fast) ständig wehenden Wind Strom.

 

Auch hier beweist sich, dass alles Wasser Richtung Meer fließt, auch der kleinste Bach:

Gestern Morgen war es noch echt schön! Blauer Himmel, kein Wölkchen am Himmel. Die wurden alle von dem stürmischen Wind weggeweht. Ich hatte leise Hoffnung, dass wir nach unserem Termin noch bei Sonnenschein und blauem Himmel am Strand spazieren könnten, aber Pustekuchen. Dicke Wolken, wenig Sonne, ordentlich Wind. Frau Mama und ich waren froh ein paar Schichten mehr angezogen zu haben …

Was uns als erstes wieder auffiel als wir dann endlich am Strand ankamen: der Duft. Nach Algen. Nach Salzwasser. Nach Meer. Nach unserem Meer!

Die Pflanzenwelt mutet teilweise schon ziemlich herbstlich an. So haben die Heckenrose tiefrote Früchte …

… blühen aber auch noch. Ein kleiner Sommerhoffnungsschimmer.

Besonders niedlich fand ich die kleinen Ackerwindenblüten, die an vielen Stellen der Steilküste wuchsen. Der Botaniker in mir wieder ;-)

Besonders entspannend ist es einfach auf’s Wasser zu gucken …

… und die Wellen beobachten wie sie die vielen Steine rund schleifen. Dabei gurgelt das Wasser so lustig …

Der Blick Richtung Wilhelmshöhe (ja, nicht nur in Kassel gibt es eine Wilhelmshöhe *g*):

Eine erwachsene Möwe saß ganz ruhig auf einem algenüberwuchterten Stein im Wasser …

Noch mehr Meer. Einfach beobachten. Durchpusten lassen. Haare zerzausen lassen. Die Steine unter den Füßen spüren. Die Wolken beim Ziehen beobachten.

Dieses Stück Küste nennt sich übrigens Stolteraa und ist ein 2,8 km langes Naturschutzgebiet, das etwa 300 m breit ist. Es umfasst das Kliff mit den Küstenwäldern und den Strand samt Flachwasserbereich. Es ist einfach total hübsch und vielseitig hier!

Auf demselben Stein wie die erwachsene Möwe wenige Minuten vorher, saß dann eine junge Möwe, gut zu erkennen am braunen Gefieder, mit dem sie sich wunderbar zwischen den Steinen verstecken kann und nicht so leicht gesehen wird durch Fressfeinde wie Füchse (oder nervige Touristen).

Trotz dass wir an einem Montagmittag da waren, fand ich es echt voll. Erst Recht, weil wir nicht in Warnemünde waren, sondern etwas abseits. Lauter Kinder, Eltern, Drachensteigenlasser, Spaziergänger, herrenlos herumfliegende Sonnenschirme, Wanderer, Rumsitzer, Wasserbeobachter, Steinchenditscher, Steinesammler, Wasserplätscherer, Sandburgenbauer.

Nach ’ner dreiviertel Stunden wollten meine Beine nicht mehr und hatten doch eine arge Ähnlichkeit mit Wackelpudding. Ich hatte ganz vergessen wie anstrengend es ist, über Sand und Stein zu gehen.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz sah ich noch ein paar hübsche Disteln ihre Samen verbreiten (Biologischer Sinn und Zweck eines jeden Tieres und Pflanze: Fortpflanzen, Fortbestehen, Art sichern). Ich habe ein Herz für Unkraut! *g*

Auch Linaria vulgaris, das Echte Leinkraut, blüht momentan wunderhübsch gelb in der Gegend rum.

Es tat richtig gut ein paar Minuten am Meer zu sein! Sich ordentlich durchpusten lassen, mit zerzausten Haaren zurück kommen, über weichen Sand und harte Steine spazieren, dem Meeresrauschen lauschen, den Blick über den weiten Horizont schweifen lassen. Entspannung pur!

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