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Weiter auf Feuer … – Gewürz-Brotsalat und Mangalica

Ein gutes hat meine dusselige Krankheit, ich habe trotz monatelangem Rumdümpeln doch nette Leute kennengelernt. Gut, dies geschah während meiner Krankenhausaufenthalte, aber auch dort soll es nette Leute geben, sowohl unter den Patienten als auch Mitarbeitern. So lernte ich Frau Hafensonne kennen und irgendwie waren wir uns gleich sympathisch. Und da sie netterweise in Rostock lebt und auch in einem der idyllischsten Stadtteil der Stadt, verbrachten wir letztens einen wirklich netten Nachmittag/Abend.

So, machte ich mich bei strahlendem Sonnenschein im heimischen Plattenbau auf den Weg …

Fuhr mit dem normalen Linienbus eine kleine Tour durch den Warnowtunnel und Seehafen.

Auf der anderen Flussseite wurde ich von Frau Hafensonne abgeholt und wir spazierten noch kurz zur Warnow runter.

Bei Frau Hafensonne angekommen, wurde mir ein alkoholfreier „Campari-O“ gemischt. Dafür einfach Sanbittèr (Ich liebe das Zeug!) mit Eiswürfel in ein hohes Glas geben und vorsichtig mit Orangensaft auffüllen. Wunderbar!

Dann brutzelten und schnippelten wir gemeinsam einen improvisierten Brotsalat, der echt wunderbar schmeckte. Die Brotwürfel wurden in mit Cumin und Koriander aromatisiertem Olivenöl angebraten, so dass Frau Hafensonne gar nicht die Finger davon lassen konnte ;-) Erst Recht nicht, nachdem da auch noch Zitronensaft drüber träufelte, mit dem sich einige der Croutons richtig schön vollsogen. Ein wirklich wunderbarer Salat zum Grillen, aber auch einfach so als Abendbrot. Lohnt sich für die geneigte Leserschaft die Kombination mal nachzubasteln!

Gewürz-Brotsalat

Zutaten für 3-4 Portionen:
3 dickere Scheiben Weißbrot vom Vortag
3 + 4 EL Olivenöl
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 Paprikaschote (oder 4 Snackpaprikas)
250 g Cherry-Tomaten
1/2 Salatgurke
1 Frühlingszwiebeln
1 Avocado
1 halbe Zitrone, Schale und Saft
Salz, Pfeffer
1 handvoll Kräuter (Minze, Oregano, Basilikum)

(1) Das Brot in mittelgroße Würfel schneiden. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze erhitzen. Den Kreuzkümmel und Koriander einstreuen und ganz kurz anschwitzen bis die GEwürze duften. Dann das Brot hinein geben und unter öfterem Rühren die Brotwürfel goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und in eine große Schüssel geben.
(2) Die restlichen Gemüsezutaten vorbereiten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten, Paprika und Gurke waschen, trocknen. Die Paprika halbieren, Kerne und weiße Innenwände entfernen, in schmale Streifen oder Würfel schneiden. Die Cherrytomaten ja nach Größe halbieren oder vierteln. Die Gurke halbieren und die Hälften längs dritteln, dann quer in Würfel schnippeln. Die Avocado halbieren, Stein entfernen, Schale entfernen und ebenfalls würfeln. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. Alle Zutaten zu den Brotwürfeln geben.
(3) Den Salat salzen und pfeffern. Die Schale von der halben Zitrone fein abraspeln, den Saft über den Salat gießen und die restlichen 4 EL Olivenöl über den Salat geben. Gut durchrühren und

genießen!

Dann zogen bedrohlich aussehende dunkle Wolken heran, so dass Frau Hafensonne ihren Kapitän anrief, der uns aber beruhigte und meinte, das wäre nur „schwarzer Wind“. Aha?!? Schwarzer Wind? Na gut, wenn der Kapitän das sagt… Aber tatsächlich,  weder regnete noch gewitterte es den Abend, nur eben sehr windig …

Trotz des Windes wurden wirklich tolle Nackenstücke vom Mangalica-Schwein auf den Grill geschmissen. Ganz pur, nur vorher etwas gesalzen …

… und – Oh. Mein. Gott! – war das lecker! Saftig. Würzig. Schweinig. Sogar das Fett war lecker (dieses hat übrigens einen hohen Anteil von guten Omega-3-Fettsäuren, erstaunlich!). Ich meine, keine Wunder, die Viecher können nur draußen gehalten werden und wachsen ziemlich langsam. Sie werden im Gegensatz zum Hausschwein erst nach ca. 1 Jahr geschlachtet und nicht schon nach 6 Monaten. Ich wünschte, dieses Fleisch wäre einfacher zu bekommen *seufz*

Zum Ausklang des Abends bot sich dann noch ein spektakulärer Sonnenuntergang …

Frau Hafensonne, Herr Kapitän, danke für den tollen Abend! Es war mir ein Fest! Ich hatte wirklich Spaß und hoffe, dass wir es im September wiederholen können!

Stulle deluxe: Bärlauchpesto mit Avocado

Bevor neues Bärlauchpesto nach Roberts Rezept angesetzt wurde, sollte das alte ausm TK erstmal verbraucht werden, oder? Nun bin ich nicht der weltgrößte Fan von Pasta mit Pesto und es müssen andere Verwertungsmöglichkeiten gefunden werden. Als Brotaufstrich unter Käse oder Kochschinken macht es sich gut, durchaus! Aber ich hatte letztens noch eine, wie heißt es so schön, verzehrfertige Hass-Avocado rumliegen, die mich anflehte sie zu essen. Kleine Idee fix umgesetzt: frisches Brot, dick Bärlauch-Mandel-Pesto, halbe Avocado in Scheiben. Beim ersten Biss, welch Überraschung, der Geschmack: göttlich! So eine großartige Kombi, harmoniert wunderbarst! Wurde in den folgenden Tagen exzessiv oft zubereitet. Und damit die geneigte Leserschaft das schnell noch nachbasteln kann, bevor die Bärlauchsaison zu Ende ist, hier das Rezept für’s

Bärlauch-Mandel-Pesto

80 g Bärlauch
130-140 ml Olivenöl extra
100 g Mandeln geschält
2 TL Salz
4 EL Zitronensaft (1 Zitrone)
50 g Parmesan gerieben
Pfeffer frisch gemahlen

(1) Mandeln mit heißem Wasser übergießen und so lange ziehen lassen bis sich die Haut löst.Die Mandeln dann alle schälen, also eigentlich nur die Mandeln aus der Haut flutschen lassen.
(2) Den Bärlauch gut waschen und grob zerschneiden. Mit den Mandeln und dem Käse mit dem Pürierstab kurz zerkleinern. Öl, Zitronensaft und Salz zugeben und weiter mit dem Pürierstab bearbeiten bis alles ein feines Pesto ist. Mit Pfeffer abschmecken.

Entweder in ein sauberen Glas füllen, Luftbläschen rausklopfen, mit Olivenöl abdecken und in den Kühlschrank stellen, hält ca. 1 Monat oder flach gedrückt in einem Tiefkühlbeutel einfrieren.

Schmeckt zu Pasta, aber auch auf’s Brot mit Avocado oder Tomaten.

Genießen!

Quelle: Lamiacucina – Bärlauchpesto mit Mandeln

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