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Unbekannte ungarische Köstlichkeiten: Göttliche ungarische Käse-Pogatschen

Wo wir letzte Woche schon in Budapest verbracht haben und uns durch ein paar Restaurants gegessen habe, nutze ich die Chance und stelle Euch die nächste unbekannte ungarische Köstlichkeit vor. Und die sind ein wahrer Klassiker in der ungarischen Snack-Küche – Pogatschen. Schon in Märchen buken die Mütter der Helden dieses kleine Gebäck als Proviant für die Abenteuer. Ihr seht klassischer geht es fast nicht mehr!

Irgendwann vor Urzeiten, als ich noch im Studentenwohnheim lebte, probierte ich sie mal nach einer groben Anweisung meiner ältesten Tante in Ungarn aus. Leider war es wohl etwas zu grob und die Dinger sahen traurig aus. Aber seitdem habe ich weiter recherchiert und etliche Videoaufnahmen vom Pogatschenbacken gesehen, so dass ich mich gerüstet fühlte.

Als Grundlage nahm ich das Rezept aus dem Buch von Ze Fördös, der auch der Initiator von der „Street Kitchen“ ist, deren Homepage und Videos ich regelmäßig aufsuche. Nur die Zubereitungsweise hab ich nach der gebräuchlichen Methode abgewandelt, dass die Käse-Pogatschen auch schön blättrig werden. Das ist nämlich der Clou an dem Gebäck, es besteht aus einem schweren Hefeteig mit ordentlich Butter und in diesem Fall eben geriebenem Käse drin. Erst geht der Teig ca. 1 Stunde bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Aber dann kommt die Bearbeitung. Der Teig wird fingerdick, möglichst rechteckig ausgerollt und dann gefaltet. Falten bedeutet, dass Ihr den Teig zu 2/3 von der rechten zur linken Seite legt, dann die linke Seite darüber. Dasselbe Spiel von oben und unten. Der so vorbereitete Teig darf abgedeckt 15-20 Minuten ruhen, bevor das ganze Prozedere 2 Mal wiederholt wird. Danach wird der Teig wieder fingerdick ausgerollt und die Oberfläche rautenförmig eingeschnitten. Klassischerweise werden in Ungarn die Pogatschen mit einem schnapsglasgroßen Förmchen ausgestochen, ich finde das Verschwendung von Teig und habe sie in ca. 5×5 cm große Rechtecke geschnitten. Ganz zum Schluss wird noch etwas geriebenen Käse über die Pogatschen gestreut, damit wir auch die volle Dröhnung von geschmolzenem Käse abkriegen :-D

Die ganze Zubereitung ist zugegebenermaßen etwas zeitaufwendig, wenn auch nicht kompliziert, aber es lohnt sich! Die kleinen Dinger haben Suchtpotential! Ich konnte fast nicht aufhören sie zu essen, obwohl ich sie eigentlich für den Abschied meiner einen Kollegin gebacken hatte (die Kolleginnen konnten ebenfalls nicht aufhören *g*). Schnell eingefroren haben sie dann doch die halbe Woche bis zum Donnerstag überlebt *g* Und auch aufgetaut sind die wirklich noch wie frisch gebacken! Ein Träumchen! Ihr fragt Euch jetzt sicher, wozu man die Käse-Pogatschen essen kann, oder? Sie passen wunderbar zu Gulasch oder Letscho, als Beilage zu einem bunten Salat oder Dips. Vielseitig und wirklich glücklichmachend!

Käse-Pogatschen – Sajtos pogácsa

Zutaten für 2 Bleche:
50 ml lauwarme (!) Milch
1 TL Zucker
25 g frische Hefe (ca. 1/2 Würfel)
500 g Weizenmehl Type 550
200 g Butter, kalt
1 TL Salz
100 g + 50 g Emmentaler, gerieben
200 g Schmand
2 Eier, getrennt

(1) Die Milch mit dem Zucker und der Hefe verrühren. Zur Seite stellen und ca. 10 Minuten gehen lassen, bis die Hefe aufschäumt.
(2) Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben, die kühlschrankkalte Butter in kleinen Stücken hinzufügen. Ebenso das Salz und 100 g des geriebenen Käses. Alle Zutaten mit den Händen miteinander verreiben bis das Mehl krümelig wird. Die aufgegangene Hefe, Schmand und 2 Eigelb zum Mehl geben. Auf der 1. Stufe der Küchenmaschine 4 Minuten kneten lassen. Dann nochmals 5 Minuten auf der 2. Stufe. Der Teig wird ein bisschen klebrig sein. Die Schüssel abdecken und den Teig ca. 1 Stunde an einem zugfreien Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.
(3) Fingerdick ausrollen. Dann falten: 1/3 des Teiges von rechts nach links schlagen, dann das übrige Drittel von links nach rechts darüber. Dann 1/3 von oben nach unten und das restliche Drittel von unten nach oben schlagen. Mit einem Handtuch bedecken und 15 Minuten ruhen lassen. Das ganze Prozedere 2x wiederholen.
(4) Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Den Teig fingerdick zu einem Rechteck ausrollen. Mit einem scharfen Messer die Oberfläche in Rautenrautenförmig einritzen. Entweder mit Hilfe eines in Mehl getauchten Schnapsglases die Pogatschen ausstechen oder den Teig in 5×5 cm große Rechtecke schneiden. Mit etwas Abstand auf die beiden Bleche setzen und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
(6) Die beiden übrigen Eiweiß mit etwas kalten Wasser verschlagen. Dann die Oberfläche der Pogatschen damit bestreichen. Danach die restlichen 50 g geriebenen Käse in kleinen Portionen über die Pogatschen streuen.
(7) Die beiden Bleche mittig in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen.
Herausholen, abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: nach Fördös, Z. (2016): 83 kedvenc magyar recptem. Lunchbox kiado. p 33

#synchronbacken Nr. 37: Speck-Käse-Oliven-Brot

Es gibt in Kleinbloggersdorf ja regelmäßig wiederkehrende Events, die ich mit Interesse verfolge, aber meist nicht schaffe teilzunehmen.

Letztes Wochenende war wieder ein Synchronbacken angesagt, initiiert von Zorra (1x umrühren bitte) und Sandra von „From snuggs kitchen„. Diesmal suchten sie sich ein herzhaftes Brot vom Plötzblog aus, in dem Käse, Speck und Oliven verarbeitet werden.
Das Brot las sich machbar, ich hatte das Wochenende noch nix vor und das Wetter sollte auch mitspielen. Also steht dem Vergnügen nichts im Wege.

Ein paar Zutaten mussten noch besorgt werden. So hatte ich Angst, dass das Reismehl zu einem größeren Problem werden könnte. Aber denkste Puppe! Im Studenten-Rewe beim Büro bin ich beim Wassermelonenkauf praktisch drüber gestolpert *g* Jetzt muss ich nur noch gucken, wie ich die restlichen 470 g verbraucht kriege ;-) Man kann das Reismehl aber auch durch im Mixer zerkleinerte Haferflocken oder Maismehl ersetzen. Daran soll es also nicht scheitern. Mit dem Mehl wird ein Mehlkochstück zubereitet, das ordentlich Flüssigkeit bindet, dann in den Teig geknetet wird und so das fertige Brot saftiger macht. Es ist wirklich kein Hexenwerk. Der restliche Teig ist eigentlich ganz einfach, braucht einfach nur viel Zeit beim Kneten. Gleich danach kommt er zum langsamen Gehen 12 Stunden in den Kühlschrank. Die Hefe hat also gar keine große Zeit anzuspringen und den Teig großartig aufgehen zu lassen. Am nächsten Tag ist der Teig also nur minimal aufgegangen, aber ziemlich fest geworden. Er wird dann geformt, in die Form gelegt und bei Zimmertemperatur 2,5 Stunden in Ruhe. Dabei geht er noch ein bisschen auf, keine Sorge. Dann noch einschneiden und backen.

Irgendwann duftet es wunderbar herzhaft aus dem Ofen und dann Brot wird braun und knusprig. Das Prachtstück ist sehr feinporig und wie gewünscht saftig. Es schmeckt großartig! Einfach so pur und dann vielleicht noch einen Salat dazu. Perfekt!

Speck-Käse-Oliven-Brot

Zutaten für 1 Kastenform 24 cm Länge:

Für das Mehlkochstück:
30 g Reisvollkornmehl
150 g Milch
12 g Salz

Einlagen für den Teig:
30 g Bacon
60 g Oliven
60 g Hartkäse (z.B. Pecorino, Parmesan…)

Für den Hauptteig:
Mehlkochstück
540 g Weizenmehl Type 550
30 g Roggenmehl Type 1150
240 g Wasser (kalt aus dem Hahn)
3 g Frischhefe
60 g Schmand
30 g Butter (kühlschrankkalt)

Zeit: 2 Tage
Reine Arbeitszeit: ca. 1 Stunde. Ruhezeiten des Teigs: 12 Stunden + 2,5 Stunden.
Tag 1: Mehlkochstück zubereiten, Hauptteig kneten (12 Stunden ruhen lassen)
Tag 2: Teig formen, 2,5 Stunden gehen lassen, ca. 1 Stunde backen

(1) Als erstes das Mehlkochstück vorbereiten. Dafür das Reismehl mit dem Salz und der Milch in einem kleinen Topf gut verrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Die Mischung bei mittelhoher Hitze aufkochen bis eine zähe, puddingähnliche Masse entstanden ist. In eine kleine Schale geben und sofort mit Frischhaltefolie abdecken, damit keine Haut entsteht. So lange bei Zimmertemperatur stehen lassen bis es gebraucht wird (max. 24 Stunden).
(2) Dann die festen Stücke für den Teig vorbereiten. Den Bacon in kleine Würfel schneiden. In eine kleine Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze knusprig braten. Ohne das Fett in eine kleine Schale geben und abkühlen lassen. Die Oliven in Scheiben schneiden, den Käse in kleine Würfel.
(3) Für den Hauptteig die Hefe in etwas von den 240 g Wasser auflösen. Alle Zutaten bis auf die Butter und die Einlage in die Schüssel des Standmixers geben. Erst auf niedrigster Stufe 5 Minuten kneten, folgend von 6 Minuten auf der 2. Stufe. Dann die Butter auf 2. Stufe 1 Minute einkneten. Die Olivenscheiben, Speck und Käse zugeben und 1 Minute auf niedrigster Stufe unterkneten.
(4) Den fertigen, etwas klebrigen Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und 12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
(5) Eine Kastenform mit 22-25 cm Länge einfetten oder mit Backpapier auskleiden.
(6) Nach der Zeit im Kühlschrank ist der Teig nur ein bisschen aufgegangen und fest geworden. Den Teig aus der Schüssel holen und auf Länge der Kastenform formen. Mit dem Schluss nach unten in die Form legen und abdecken. 2,5 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
(7) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Backblech unten im Herd mit heiß werden lassen.
(8) Den in der Form noch aufgegangenen Teig mit einer Schere kreuzweise im 45° Winkel einschneiden. Das Brot etwa ins untere Drittel des Ofens stellen. Eine halbe Tasse Wasser auf das heiße Backblech unten schütten, Ofen schnell schließen, damit der Dampf drin bleibt. Die Temperatur auf 230°C runter stellen. Jetzt das Brot 60-70 Minuten backen. Nach 15 Minuten das Blech für den Dampf aus dem Ofen nehmen.

Das hübsch braune Brot aus dem Ofen holen. Aus der Form nehmen und auf den Boden klopfen. Wenn es sich hohl anhört, ist es durchgebacken.
Abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: PlötzblogKäse-Speck-Oliven-Brot

Danke an Zorra und Sandra für`s Ausrichten des Events. Es haben noch weitere mitgemacht und ihre Brote verbloggt:

Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Tina von Küchenmomente
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Manuela von Vive la réduction!
Zorra von 1 x umrühren bitte
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Tamara von Cakes, Cookies and more
Katrin von Summsis Hobbyküche
Volker von volkermampft
Britta von Brittas Kochbuch
Simone von zimtkringel
Conny von Mein wunderbares Chaos
Janina von Bei Freunden

10. Synchronbacken – Eine Bagel-Geschichte in Bildern

Schon zum 10. Mal organisierten Zorra vom „kochtopf“ und Sandra von „From Snuggs Kitchen“ das #synchronbacken, sprich an einem bestimmten Tag backen alle Mitbackwilligen nach einem bestimmten von Zorra und Sandra ausgesuchten Rezept. Natürlich sind dabei auch Abwandlungen erlaubt, je nachdem wieviel sich der einzelne zutraut :-)

Ich muss gestehen, die Ankündigung für dieses #synchronbacken hatte ich irgendwie verpeilt und nur zufällig Samstagmorgen mitbekommen, also wurde der Plan Kiflis zu backen, umgeschmissen und ich widmete mich dem Rezept. An Zutaten hatte ich auch alles da:

Homemade Bagels

Zutaten für ca. 6-8 Stück:

1 grosse Kartoffel (185-250 g), geschält und gewürfelt
250 ml Kartoffel-Kochwasser
7 g Trockenhefe (1 Tüte)
30 ml (1/8 cup) Sonnenblumenöl oder Oel nach Wahl
2 Eier (L), Raumtemperatur
~650 g Mehl
3/4 EL Salz

1 Ei (M), aufgeschlagen und verrührt
Sesam- und/oder Mohnsamen zum Bestreuen

Kartoffeln hatte ich schon Sonnabend zum Mittagessen gekocht, deren Wasser ich aufbewahrte. Und dann wollte ich noch testen, ob ein halber Würfel frische Hefe (entspricht 1 Tüte Trockenhefe), der drei Wochen über dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist, noch brauchbar ist. Also habe ich die Hefe in das leicht erwärmte Kartoffelkochwasser gekrümelt und abgewartet…

… Leider stellte sich nach meinem Frühstück heraus, dass die Hefe wohl doch hopps gegangen ist. Nicht ein klitzekleines Blubberbläschen war nach 15 Minuten zu sehen.

Also nochmal komplett von vorne beginnen:

(1) Die Kartoffeln schälen, würfeln und in etwa 400 ml Wasser ohne Salz etwa 10 Minuten kochen bis die Kartoffeln gar sind. Die Kartoffeln abgießen und 250 ml des Wassers auffangen (bei wem es zu wenig ist, ergänzt einfach mit Wasser aus der Leitung).

(2) Das Kochwasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf 35-40°C abkühlen lassen. Denn wenn das Wasser zu heiß ist, sterben die kleinen Hefepilze den Hitzetod und der Teig geht nicht auf. Mit dem eigenen Finger testen, klappt natürlich auch. Und die Flüssigkeit wirklich lieber zu kalt als zu heiß haben.
Also warten. Und Märchen gucken.

(3) Die Trockenhefe zugeben und ca. 5 Minuten warten bis ein paar Bläschen (oder leichter Schaum) zu erkennen sind.

(4) 150 g vom Mehl, die beiden Eier, Öl und Salz zu geben und ein paar Minuten auf kleinster Stufe verkneten.
(5) Nach und nach das restliche Mehl zugeben. Bei mir (und auch bei (fast?) allen anderen) blieb einiges an Mehl übrig, also vorsichtig sein. Jetzt den Teig 5-7 Minuten auf kleinster Stufe kneten lassen …

… bis ein wunderschöner Teig enstanden ist. Weich wie ein Babypoppes *g*
(6) Abdecken (hier die allseits beliebte Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort (z.B. kalten Ofen bei geschlossener Tür) 1-1,5 Stunden gehen lassen.

Wenn der Teig sich verdoppelt (oder wie hier verdreifacht hat) kann weiter gearbeitet werden.

(7) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Das Ei zum Bestreichen in einer kleinen Tasse verschlagen.
(8) Den Teig etwas flach drücken, aber nicht mehr kneten und in 6-8 gleich große Stücke teilen. (Freihändiges Teilen sollte ich noch üben oder beim nächsten Mal wieder die Waage benutzen. Und beim nächsten Mal tatsächlich 8 Stück, 6 sind zu groß) Die Teigportionen rundschleifen. Dann mit dem Stiel eines Holzkochlöffels ein Loch in die Mitte stechen und den Teigling auf dem Brett um den Löffelstiel schwingen, so dass das Loch größer wird.

(9) Die fertig geformten Bagel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen.
(10) In der Zwischenzeit einen großen Topf zu 3/4 mit Wasser füllen und aufkochen lassen. Die Hitze runterschalten, bis es nur noch simmert.
(11) Etwa drei Bagel vorsichtig in das Wasser geben und von jeder Seite 1 Minute baden. Auf das Backblech setzen.

(12) Mit Ei bestreichen, Sesam oder anderen Körnern nach Wahl bestreuen und in den Ofen geben.
(13) 25-30 Minuten backen bis sie goldbraun und schön aufgegangen sind.

Und fertig sind die schönen Bagel. Das Loch hat sich leider wieder geschlossen, aber hey, es gibt schlimmere Schicksale *g* Aber sie sind leider nicht 100%ig so, wie ich Bagel mag. Jetzt kommt Jammern auf hohem Niveau: die Bagel sind zu fluffig. Der Teig ist wirklich wunderbar: einfach zuzubereiten, schmeckt großartig, lässt sich gut verarbeiten, aber das nächste Mal backe ich Brötchen daraus :-)

Danke an Zorra und Sandra für die Organisation! ♥ Es hat wirklich Spaß gemacht und die Vorstellung, dass über Europa verteilt viele Leute zur selben Zeit das gleiche gemacht haben wie ich, ist irgendwie lustig :-D Ich hoffe, beim nächsten Mal schaffe ich es wieder dabei zu sein.

Wen es interessiert wer noch mitgebacken hat und wie die #synchronbagel bei ihnen geworden sind, guckt doch hier: (Links werden im Laufe des Tages ergänzt)

Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Anja von Anjandrozeitlos
Ingrid von auchwas
Franziska von nur mal kosten
Karin von Food for Angels and Devils
Christina von The Apricot Lady
Dagmar von Dagmars Brotecke
Sarah von Kinder, kommt essen!
Bernadette von www.verkocht.at
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Ina von Applethree
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
S-Küche von S-Küche
Caro & Tobi von foodwerk.ch
Caro von Caro in the Kitchen
Tamara von Cakes, Cookies and more

Selbstgebackene Urlaubserinnerungen – Kifli wie in Ungarn

Auch wenn ich länger kein Brot-Rezept mehr veröffentlicht habe, wurde viel gebacken und nur selten Brot für mich selbst gekauft. Aber meist halt das Kartoffel-Weizenbrot oder wenn wirklich nichts mehr da war die Zipferlbrötchen. Die gehen immer noch unschlagbar schnell und schmecken phantastisch! Umzugs- und schulstressbedingt bin ich nicht wirklich dazu gekommen neue Varianten zu testen und zu verbloggen …

Bei Petra von „Brot und Rosen“ entdeckte ich diese „Salzstangen„, die mich fatal an die ungarischen Hörnchen erinnerten, die ich im Urlaub dort öfter kaufe und wirklich liebe. Nur eben gerade in der Form und nicht gebogen. Das Rezept durchgelesen und noch im größeren (nicht im größten) Umzugschaos beschlossen, die Kifli nachzubacken, weil es wirklich schnell ging. Ich sage mal, innerhalb von 75 Minuten sind die Köstlichkeiten aus dem Ofen geholt. Man benötigt nur Zutaten, die man zur Not schnell im Supermarkt umme Ecke besorgen kann oder man eh schon im Vorratsschrank hat. Und schon kann es losgehen. Der Teig benötigt zwar keine langen Gehzeiten, aber durch die lauwarme Flüssigkeit und das kurze überbrühen im heißen (nicht kochenden) Wasser, bekommt die Hefe den nötigen Wärmeschub, um zu arbeiten und die Kifli werden schon fluffig und nicht hart. Probiert sie ruhig mal aus, es lohnt sich! Ein wirklich einfaches, schnelles Rezept, dessen Ergebnis mich und sogar die Familie überzeugt hat! Werde ich definitiv öfter basteln!

Kifli – Fluffige Gebäckstangen

Zutaten für 10 Stück:
500 g Mehl (Type 550)
1,5 TL Salz
4 EL zimmerwarme Butter (entspricht 40g)
200 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker

 Zum Bestreuen: Mohn, Sesam, Salz, Kümmel

(1) Mehl mit Salz und Butter verrühren.
(2) Die Hefe mit dem Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Unten sind die Stadien der Hefeauflösung:

(3) Die flüssige Hefe mit dem Wasser und Milch mischen und alles zum Mehlgemisch geben. 5 Minuten mit der Küchenmaschine auf kleiner Stufe (2 von 10 bei der KitchenAid) kneten lassen.
(4) Den Teig sofort in 10 Teile teilen und diese rund wirken. Dafür den Teigklumpen mit erst mit etwas Druck der flachen Handfläche auf der Arbeitsfläche rotieren lassen, dann die Hand hohl formen und dadurch werden die Bällchen rund. In diesem Video sieht man in schnell, wie es funktioniert. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.

(5) Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen. Von der Herdplatte nehmen. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(6) Bällchen zu einer Zunge ausrollen …

… und von der schmalen Seite her aufrollen, 5 Minuten ruhen lassen.

(7) Dann die Röllchen in das warme (auf keinen Fall mehr kochende) Wasser geben und ca. 1 Minute darin lassen. Gut abtropfen lassen und auf das Blech legen. Mit Salz, Mohn, Sesam oder Kümmel bestreuen.

(8) Stangen im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: Brot und RosenSalzstangen

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Meltaways hört doch gut an, oder? „Wegschmelzen“, wer will nicht so zarte Kekse essen? Hört sich doch viel besser an als ordinärer Heidesand, wobei der Teig ja eigentlich nichts anderes ist. Und Heidesand mag ich, weil die Kekse so unkompliziert zu backen sind und gleichzeitig unglaublich vielseitig, ob klassisch oder mit Schokolade oder nur einem µ Vanille oder mit Rosmarin. Teig kurz kneten, im Kühlschrank von einigen Stunden bis einigen Tagen zwischenparken, backen. Wunderbar. Auch, dass man die Zubereitung so entzerren kann, Teig basteln klappt noch, aber das backen nicht mehr? Kein Ding, der Teig überlebt ohne Probleme eine Woche im Kühlschrank oder kann auch eingefroren werden. Welchen Schritt man bei diesen Meltaways nicht auslassen sollte, ist das abschließende Wälzen in Puderzucker, der Teig an sich hat wirklich wenig Zucker in sich.

Und die Kekse schmelzen wirklich, sobald sie im Mund sind. Großartig! Durch die Limette kommt eine leicht herbe Zitrusnote, die wunderbar passt. Wer das allerdings nicht so mag, kann es auch gerne durch Zitrone oder Orange ersetzen. Lohnt sich die zu machen, wirklich!

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Zutaten für ca. 3 Bleche:
550 g Mehl
50 g Maisstärke
1 TL Salz
300 g weiche Butter
70 g Puderzucker
Abrieb von 4 Bio-Limetten
60 ml Limettensaft
1,5 TL Vanillepaste oder Mark 1 Schote

(1) Mehl, Stärke und Salz in einer Schüssel vermischen.
(2) Die weiche Butter mit dem Puderzucker ca. 5 Minuten lang schaumig rühren. Die Mischung wird hell und sehr fluffig. Den Limettenabrieb, -saft und Vanillepaste/-mark unterrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und nur soweit verrühren, dass alles gleichmäßig verteilt ist. Bloß nicht zuviel rühren!
(3) Den Teig in 4 Portionen teilen, zu Rollen formen und in Frischhaltefolie wickeln. Die Rollen für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(4) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Die Kekse aus dem Kühlschrank nehmen und in 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Im Ofen 10-15 Minuten backen, die Kekse sollen aber nicht braun werden. Kekse auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
(6) Dann im Puderzucker wälzen und

genießen!

Quelle: Kleiner KuriositätenladenLime Meltaways

Mürbestes Orangen-Haselnuss-Shortbread

Synchronkochen mit der weit, weit weg lebenden Frau Kochschlampe ist ja schon eine kleine Tradition bei uns, aber in der Vorweihnachtszeit backen wir auch gerne per Videochat zusammen, wenn wir uns schon nicht live und in Farbe sehen können (wie noch im Dezember 2011). Da sind natürlich ein paar kleine organisatorische Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen: ein Rezept, das wir beide mögen (kein Kokos, der ist für mich ist Hauptausscheidegrund) und ein Rezept, dass relativ einfach ist, nicht zu lange dauert, keine seltsamen langen Teigruhezeiten hat. Frau Kochschlampe schlug mir Orangen-Haselnuss-Shortbread vor, dass in ihrem Haushalt von allen Mitgliedern heiß und innig geliebt und offensichtlich nur so eingeatmet wird. Haselnüsse hören sich gut, Orangen noch viel besser und die Zubereitung ist ein Kinderspiel.

Wirklich wichtig ist das Rösten der Haselnüsse. Wenn die geneigte Leserschaft mal eine frisch geröstete Haselnuss gekostet hat, ihr werdet nie wieder eine ungeröstete auch nur angucken wollen! Am einfachsten geht das im Ofen: einfach den Ofen auf 180°C vorheizen, die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und etwa 10 Minuten backen lassen bis die Nüsse dunkel, fast schwarz sind. Die Nüsse ein wenig abkühlen lassen und dann so ca. 2 handvoll in ein Küchenhandtuch geben, gut das Handtuch rubbeln, damit die bittere Schale von den Nüssen kommt. Das geht erstaunlich gut. Und schwupps hat man höchstaromatische Haselnüsschen. Der Rest vom Keks ist ganz einfach. Die Nüsse noch schreddern, alle Zutaten miteinander verkneten bis der Teig hält. Dann werden auf einem Blech zwei Teigfladen geformt und gebacken. Fertig.

Und die sind wirklich so lecker! Sehr schön nussig mit wunderbarem Orangenaroma und so mürbe, dass sie schon beim Angucken anfangen, sich zu verkrümeln ;-) Großartig! Die wird’s öfter geben!

Orangen-Halsenuss-Shortbread

Zutaten für 24 Stück:
1 1/2 Cup Haselnüsse (geröstet und Haut abgerubbelt)
1 1/2 Cup Mehl
1/2 Cup brauner Zucker (plus 2 EL zum Bestreuen)
140 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
1 1/2 TL abgeriebene Orangenzeste (1 Bio-Orange)
1/4 TL grobes Salz

(1) Einige Zeit vor dem Backen die Nüsse nach der Beschreibung oben rösten und enthäuten. Die Nüsse in einer Küchenmaschine mittelfein mahlen.
(2) Kurz bevor man mit dem Teig beginnt die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(4) Das Mehl mit Nüssen, Zucker, Butter, Zeste und dem Salz verkneten und zu einem Ball formen. Den Teig halbieren und auf das Backblech geben. Zwei Fladen von etwa 17 cm Durchmesser mit den Händen formen. Mit einem Messer 12 Stücke darauf vorzeichnen. Mit jeweils 1 EL Dekozucker bestreuen.
(5) In den Ofen schieben und in 15-20 Minuten golden backen. 10-15 Minuten abkühlen lassen und noch warm in insgesamt 24 Stücke schneiden.

Abkühlen lassen und in Blechdosen aufbewahren oder gleich

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenOrangen-Haselnuss-Shortbread

Drei Nüsse für Elise – Elisenlebkuchen

Manchmal hat so ein Hamsterkaufdasein auch was gutes. Beim (zugegebenermaßen ungeplanten) Großeinkauf für die Weihnachtsbäckerei im November wanderten auch Zitronat und Orangeat und Backoblaten mit in den Einkaufskorb. So komplett ohne konkreten Plan, aber man weiß ja nie … Und Sonntag kam der Moment. Bei Susanne vom Magentratzerl-Blog las ich morgens noch im Bett von ihren Elisenlebkuchen. Hach ja, Elisenlebkuchen! Gekauft mag ich die echt gerne, hatte mir aber nie Gedanken drum gemacht, woraus sie bestehen und wie man sie überhaupt backt. Interessiert habe ich mir das Rezept schnell durchgelesen. Ach?!? So kompliziert ist das ja gar nicht und die Zutaten haste ja auch alle da. Ha!

Aber denkste, Puppe! Wer ahnt auch, dass in den normalen Supermarkt-Orangeat-Packungen nur 100 g sind. Na gut, dann nicht das Originalrezept, sondern etwas abgewandelt. Susanne verzichtet allergiebedingt auf Haselnüsse, ich hatte letztens ein Blech geröstet und dementsprechend 150 g geröstete, gemahlene Haselnüsse und 200 g gemahlene Mandeln genommen. Und weil mir 75 g Masse an Orangeat und Zitronat fehlten, hab ich einfach noch ein paar Walnüsse grob gehackt dazu geschmissen. Ich kann übrigens nur jedem empfehlen, die Nüsse selbst in der Küchenmaschine zu mahlen, durch das frische Mahlen sind die Nüsse viel aromatischer. Wirklich! Und diese Lebkuchen sind echt schnell gemacht, der Teig ist innerhalb von 15 Minuten zusammen gerührt, selbst wenn die Nüsse noch gemahlen werden müssen und auch die Oblaten sind relativ schnell bestrichen. Einzig habe ich den Schokoladenüberzug weggelassen, weil ich das bei den gekauften schon nicht so mag und sie mir mit zu mächtig sind.

Und die sind soo lecker! Und per Definition des Deutsches Lebensmittelbuchs sogar echte Elisenlebkuchen, weil sie aus mindestens 25% Nüssen bestehen und weniger als 10% Mehl, nämlich hier gar keins im Teig, haben. Hach! Ich liebe diese kleinen Lebkuchen! Die werden ins alljährliche Weihnachtsrepertoire aufgenommen!

Elisenlebkuchen

Zutaten für 25 Lebkuchen:
4 Eier
140 g Puderzucker
1 Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
150 g geröstete Haselnüsse, gemahlen
50 g Walnüsse, grob gemahlen
100 g Orangeat
100 g Zitronat
2 TL Lebkuchengewürz
1 Bio-Zitrone, Schale abgerieben
1 Bio-Orange, Schale abgerieben
25 Backoblaten ( Durchmesser 7 cm)

Nach Belieben
200 g Schokoladenglasur oder Puderzucker-Zitronen-Glasur

(1) Die Eier mit dem Puderzucker und der Prise Salz cremig-schaumig schlagen. Das dauert ein bißchen, Geduld haben. Das Orangeat und Zitronat mit Hilfe der Küchenmaschine schreddern.
(2) Die gemahlenen Nüsse, Orangeat, Zitronat, Lebkuchengewürze, Zitrusschalen unter die Ei-Zuckermasse rühren. 30 Minuten stehen lassen, damit der Teig fester wird. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Die Backoblaten in die Hand nehmen und ca. 1,5 TL Lebkuchenmasse darauf verteilen.
(4) Das erste Blech in den kalten Ofen stellen, auf 160°C Ober- und Unterhitze stellen und 30 Minuten backen lassen. Das zweite Blech nur noch 20 Minuten im heißen Ofen backen lassen.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur oder Zitronen-Puderzucker-Glasur überziehen oder sie einfach pur

genießen!

Quelle: nach MagentratzerlElisenlebkuchen

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