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Festessen im Herbst: Pulled Duck-Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Kennt ihr das Problem der übervollen Vorratsschränke und Tiefkühltruhen? Ja? Da bin ich ja froh, dass ich nicht allein damit bin! Aber mir reicht es jetzt und ich habe mir vorgenommen jedes Wochenende mindestens eine Sache aus dem Tiefkühler zu verbrauchen. Der Großteil darin sind tatsächlich pure Zutaten und nur ein kleiner Teil fertige Gerichte. So kommt es, dass eine im Februar zerteilte Ente ihrer Verwendung harrte. Ich hatte vorsorglich das Brustfleisch, die Keulen und die Karkasse samt Innereien extra eingefroren, so dass ich nicht alles gleichzeitig auftauen muss. Die Karkasse wird demnächst zu einer Entensuppe, vielleicht mit asiatischem Einschlag und mit dem Brustfleisch will ich eine Füllung für chinesische gedämpfte Baos machen. Aber die Keulen *seufz* Ich bin doch nicht so der Fleisch-vom-Knochen-Knabberer… Doch halt! Ich habe doch in dem Lidl-Kochbuch, dass meine zweitälteste Tante in Ungarn für mich besorgt hat, ein Rezept für einen Burger mit abgezupften Entenkeulenfleisch gesehen. Ha!

Das Buch ist nach genauerem Blick ein wirklich schönes Buch, auch wenn es von Lidl produziert wurde. Sie haben das nämlich zusammen mit dem ungarischen Sternekoch Tamás Széll gemacht, der auch auf deren YouTube-Kanal kocht. Der Junge kann wirklich kochen, hat gute, interessante, ein bisschen andere Ideen, eine angenehm-ruhige, präzise Art und kann gut erklären! Ich bin so begeistert, dass ich beim nächsten Budapest-Urlaub in seinem Restaurant „Stand“ essen gehen will!

Zurück zum Burger. Denn den solltet ihr wirklich mal ausprobieren, weil die Zubereitung denkbar einfach ist. Die meiste Arbeit macht der Ofen, der die Entenkeulen und die Zutaten für die Sauce schön langsam gart. 2 Stunden lang müsst ihr Euch gar nicht drum kümmern! Und der Rest der Arbeit geht wirklich schnell: Sauce zusammen rühren, Fleisch abzupfen, Rucola waschen und Burger-Brötchen anbraten. Tadaa! Fertig! Und lecker – zartes Fleisch, süß-säuerlich-schärfliche Sauce, knusprig-weiches Brot plus die Frische und das Pfeffrige des Rucolas. Toll! Toll! Toll!

Pulled duck Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Zutaten für 2 Burger:
2 Entenkeulen
Salz, Pfeffer
1 kleine Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
3 Feigen
2 EL Dijon-Senf
2 EL grober Senf
3 Prisen Zucker
1-2 EL Balsamico-Essig
1/2 Bund Rucola
2 Brioche Burger-Brötchen

(1) Die Entenkeulen ordentlich salzen und pfeffern. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel in Spalten schneiden. Alles in eine kleine Auflaufform legen, etwa 50 ml Wasser zugießen. Mit einem Deckel oder Alufolie abdecken und auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen. Den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze stellen und etwa 2 Stunden langsam schmoren lassen bis das Fleisch richtig weich ist. Mit einem spitzen Messer testen, ob es ohne Widerstand ins Fleisch gleitet.
(2) Die Temperatur im Ofen auf 200°C hoch schalten. Die Feigen je zweimal ein-, aber nicht durchschneiden. In die Auflaufform geben. Zurück in den Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen bis die Feigen etwas weich und die Keulen braun sind.
(3) Die Auflaufform aus dem Ofen und die Keulen aus der Form nehmen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Feigen, Zwiebeln und Knoblauchzehen entweder mit einem großen Messer relativ fein hacken oder in einem elektrischen Zerkleinerer kurz pürieren. In einer Schale mit den beiden Senfsorten, etwas Balsamico vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
(4) Das Fleisch der Keulen mit den Händen von den Knochen zupfen. Den Rucola waschen, gut trocken schleudern, wenn gewünscht, grob hacken. Die Burger-Brötchen aufschneiden. Etwas von dem Entenfett aus der Auflaufform in einer Pfanne erhitzen und die Anschnittseiten der Burger-Brötchen darin goldbraun braten.
(5) Jetzt die Burger zusammen bauen: Die Schnittflächen der Brötchen mit etwas der Feigen-Senf-Sauce bestreichen, dann etwas Entenfleisch darauf verteilen, wieder etwas Feigen-Senf-Sauce drauf, ordentlich Rucola darauf verteilen und mit der zweiten Brötchenhälfte bedecken.

Genießen!

Quelle: Lidl Ungarn, Széll, T. (2019): Segít a séf. p 55

Der große Glander – Cevapcici-Burger mit Ajvar und Krautsalat

Mögt ihr Bücher? Ich liebe Bücher! Gleich in der ersten Klasse besorgte Frau Mama mir einen Bibliotheks-ausweis und seitdem war ich sehr regelmäßig dort anzutreffen. Es war auch zu praktisch, nur 10 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt und unsere Stadtteilbbliothek hatte eine riesige Auswahl. Dort lernte ich die Mumins kennen und lieben, Schokolowski, der schokoladeliebenden Bernhardiner oder verschlang die Bücher über die Abenteuer des kleinen Nicks. Seitdem hat sich mein Geschmack etwas weiter entwickelt (Aber ich lese immer noch gerne Kinderbücher *g*) und zur Bücherliebe kam die Liebe zum Essen dazu. Im Idealfall verbindet sich beides in einem Buch. So lese ich gerne Sachbücher über kulinarische Themen, wie von Michael Pollan, aber auch Fiktion in der Essen eine große Rolle spielt. (Sonst bin ich eher der Romantyp…)

Wer da besonderes Talent hat, beides zu verbinden, ist Stevan Paul, dessen bisherige Bücher (sowohl die Kochbücher- als auch Fiktion) ich nur so verschlang. Letzten Herbst erschien dann sein erster Roman „Der große Glander„, in dem es um einen jungen aufstrebenden Künstler der Eat-Art-Bewegung der Anfang 90er Jahre geht, der plötzlich verschwindet. Etliche Jahre später glaubt ein Kunstkritiker ihn in einem Restaurant erkannt zu haben und folgt seinen Spuren. Dabei wird natürlich über Essen geschrieben, über ziemlich viel sogar.


© mairisch verlag

Und dazu veranstaltet der mairisch Verlag eine #glanderblogparade. Es wurden die insgesamt 48 Gerichte des Buches aufgezählt mit kurzen Textpassagen aus dem Buch, zu denen sich Blogger dann anmelden konnten, um das Gericht zu kochen. Den Link zum Rezept samt Bild schickt der Blogger dann an den Verlag, der alles online zusammenstellt. So gibt es für den geneigten Leser des Buchs eine schöne bebilderte Zusammenfassung aller im Roman auftauchenden Gerichte, die natürlich auch gerne nachgekocht werden dürfen. Ich entschied mich für die Balkan-Küche, vertreten durch Brankos Ćevapčići-Burger, die mir als halber Ungarin natürlich sehr entgegen kommt. Im Roman sind einige Vorgaben zum Ajvar gemacht worden in Form einer fruchtigen Süße durch Rosinen, auch sollte es pikant sein, was es bei mir nicht wurde, weil das hier schreibende ungarische Halbblut kein scharfes Essen verträgt, aber ihr könnt gerne ein wenig Chili mit ins Ajvar geben. Jedenfalls entsteht daraus eine sehr angenehm würzige Sauce, die zu vielerlei, nicht nur Cevapcici passt. Für die Cevapcici orientierte ich mich an einem Rezept aus der arte Sendung „Zu Tisch in Serbien“, das wirklich sehr pur gehalten ist und ich nur um eine Winzigkeit Paprikapulver ergänzte. In der Grillpfanne wurden die Hackfleischröllchen dann auch wunderbar knusprig von außen. An den Krautsalat, die Gemüsekomponente des Burgers, gab es nur die Vorgabe des Kümmels, was sich bei mir aber fast von alleine versteht, so von wegen verbesserte Verdauung *g* Das Rezept von Plachutta stellte sich als ideal heraus: leicht säuerlich, würzig, nicht zu saucig und trotzdem saftig. Den Salat werde ich ab sofort öfter machen!

Klar, um so einen Burger mit seinen ganzen Komponent selbst zu machen, braucht es schon ein bisschen, meine Vorbereitungen haben sich über zwei Tage gezogen, wobei ihr das Ajvar und den Krautsalat schon an einem Tag vorbereiten könnt und dann am Tag des Essens nur noch die Cevapcici bratet und rohen Komponenten für den Burger vorbereitet. Also alles in allem kein Zauberwerk. Und das Ergebnis ist es sowas von wert! Würzige Sauce, knackiger Salat, knusprig-herzhafte Hackfleischröllchen dann zusammen mit dem frischen Brötchen und den mild-knackigen roten Zwiebeln. Ein Traum!

Ćevapčići-Burger

Zutaten für 2 hungrige Burgeresser:

  • 2 große Brötchen
  • hausgemachtes Ajvar
  • Krautsalat
  • Ćevapčići
  • 1/2 Rote Zwiebel in Ringen
  • ein wenig Feta zerkrümelt

Fruchtiges Ajvar

Zutaten für 500 ml:
1 kg rote Spitzpaprika
1/2 Aubergine
2 EL Rosinen
50 ml Apfelsaft
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Essigesszenz

optional: Chiliflocken

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Aubergine (den Rest der gerösteten Aubergine andersweitig verwenden, zum Beispiel für göttlichen Auberginen-Kavier) an einigen Stellen mit einem spitzen Messer einpieken. Alles in einer Schicht auf das Backblech geben. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten rösten. Die Paprikaschoten sollten schwarze Blasen haben, die Aubergine schrumpelig und weich sein.
(3) Die Rosinen mit dem Apfelsaft ein Glas geben und zur Seite stellen.
(4) Alles vom Blech in eine Schüssel geben, mit einem Deckel oder Folie abdecken und etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Wenn man das Gemüse anfassen kann, die Aubergine halbieren und das Fruchtfleisch der einen Hälfte in eine Schüssel kratzen. Von den halben Paprikaschoten mit den Händen die Schale abziehen (geht ganz einfach jetzt) und das Fruchtfleisch samt Saft in der Schüssel sammeln.
(5) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel mit einem Schluck Öl in einen kalten kleinen Topf geben, etwas salzen. Die Flamme unterm Topf auf mittel stellen und die Zwiebeln in etwa 20 Minuten weich dünsten. Ab und zu umrühren. Den Knoblauch und die Rosinen ohne den Saft zugeben und einige Minuten mitdünsten lassen. Mit dem Apfelsaft ablöschen und das Paprika- und Auberginenfruchtfleisch (wer mag, jetzt auch die Chiliflocken) zugeben. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten dünsten lassen. Ab und an umrühren, damit nichts anbrennt.
(6) Die gesamte Masse in einen Standmixer geben und mit Hilfe eines Stabmixers fein pürieren. Zurück in den Topf geben und bis zur gewünschte Konsistenz bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Hier waren es etwa 10 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und der Essigesszenz pikant abschmecken.

In ein heiß ausgespültes Glas geben, die Oberfläche glatt streichen und mit Öl begießen.

Passt wunderbar zu Gegrilltem, Bratwurst, Klops oder auch nur auf’s Käsebrot. Auch als Dip zu Gemüsesticks stelle ich mir Ajvar sehr nett vor.

Quelle: nach „Der große Glander“ und der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Herzegowina.

Krautsalat

Zutaten für 2-4 Portionen:
600 g Spitz- oder Weißkohl
Salz
60 ml Wasser
3 EL Apfelessig
1 TL Kümmel, ganz
6 EL neutrales Öl

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen und den Strunk entfernen. Entweder mit einem scharfen Messer in wirklich feine Streifen schneiden oder eine Küchenmaschine benutzen. Den Kohl salzen und einige Minuten kräftig kneten, bis er zusammen fällt und Saft austritt. 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Kohlstreifen zwischen beide Hände nehmen und richtig gut ausdrücken. In eine kleinere Schüssel geben. Das übrige, salzige Kohlwasser wegschütten.
(2) Das Wasser mit dem Apfelessig und dem Kümmel in einem kleinen Topf aufkochen und über den Kohl gießen. Das Öl darüber geben und alles gut verrühren. Noch eine Weile ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Plachutta, E., Plachutta, M. (2012): Der goldene Plachutta. Brandstätter Verlang. Wien. p 71

Ćevapčići – Cevapcici

Zutaten für 10 Stück:
350 g Rinderhack
1/2 TL Natron
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver, edelsüß

(1) Das Hackfleisch mit den Zutaten gut verkneten. Eine Portion Teig zwischen den Händen länglich formen und mit den Fingern zusammendrücken, so dass ihre Abdrücke zu sehen sind. Auf einem Teller ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
(2) Eine Grillpfanne auf hoher Temperatur heiß werden lassen. Die Ćevapčići von allen Seiten einige Minuten braten bis sie gar sind.

Quelle: nach der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Serbien.

Wenn alle Komponenten fertig sind, den Burger zusammen stellen: Das Brötchen längs halbieren, die Ober- und Unterseite mit Ajvar bestreichen. Auf die Unterseite eine Portion Krautsalat legen, die frisch gebratenen Cevapcici darauf legen. Ein paar Zwiebelringe und Fetakrümel verteilen und mit der Brötchenoberseite bedecken.

Mit Wonne genießen!

 

Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Stürmischer letzter Tag

Mein letzter Tag, Frau Kochschlampe blieb noch eine Nacht länger. Es war immer noch stürmisch und der Himmel dramatisch.

Frau Kochschlampe wollte noch ein wenig am Strand rumhühnern, während ich auf Mitbringseljagd ging. Aber zuerst bestaunten wir noch das stürmische Meer vom immer schmaler werdenden Strand aus …

… gingen zur Seebrücke, die mittlerweile gesperrt war. Da waren aber auch wirklich große Wellen, die anrollten.

Ich erledigte die Besorgungen und packte meine Siebensachen, während Frau Kochschlampe dieses Prachtexemplar von Regenbogen knipsen konnte:

Mittag aßen wir nochmal auswärts im „Peter Pane“ an der Strandpromenade. Wir entschieden uns für das Mittagsmenü, bei dem wir mit einem Geldaufschlag zum Burgerpreis noch Pommes und Kaltgetränk bekamen. Ich wählte den „Waldmeister“-Burger, der sehr köstlich war. Aber wieder das alte Problem: es ist immer viel zu viel für meinen Magen und es bleibt leider viel übrig. Die Kinderportion durfte ich leider nicht nehmen, weil sie tatsächlich nur bis 12 Jahren ist. Hmpf. Aber war trotzdem lecker, knusprige Pommes und saftiger, würziger Burger:

Nachmittags begleitete Frau Kochschlampe mich noch zum Bahnhof (sie zog sogar meinen Koffer, danke schön :-*) und ich düste ab Richtung Rostock.

Es waren schöne und entspannte Tage! Frau Kochschlampe ist die beste Reisebegleitung, die ich mir wünschen kann. Und Rügen hat noch so viel mehr, dass sich lohnt zu entdecken. Vielleicht konnte ich Euch ja Lust auf ein paar Tage auf Deutschlands größter Insel machen! Ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort!

Adresse:
Peter Pane – Binz Strandpromenade
Strandpromenade 23
18609 Binz

Telefon: 038393 666346
Internet: http://www.peterpane.de/restaurants/binz-strandpromenade/

Oh Wunderteig, Du geliebter, vielfältiger Bastard!

Durch diese ganze Krankheitsgeschichte bin ich noch organisierter geworden als früher bzw. effizienter. Wenn die eigenen Kräfte schon für Kleinigkeiten schneller drauf gehen als bei gesunden Leuten, muss man sie sich besser einteilen. Und trotzdem passiert es mir manchmal, dass ich nicht rechtzeitig dran denke Brot zu backen und komplett brotlos da stehe. Nicht ein Krümelchen, nicht mal im Tiefkühler … Dann braucht es Rezepte, die sowohl schnell (so schnell es bei Hefeteig eben geht) als auch unkompliziert zu machen sind.

Frau Nata schwärmte mir ja schon öfter von Herrn Pauls Wunderteig vor, dessen Endprodukt sie bei einigen Events verköstigen durfte. Also schnell im tollentollenwunderbaren „Auf die Hand“ nachgeguckt. Großartig! Die Zutaten sind alle im Haus, für Maisgrieß benutze ich den letzten Rest feine Instant-Polenta. Und los geht’s! Der Teig ist unkompliziert zu machen, ich brauchte nur etwas mehr Mehl, weil ich Eier der Größe L hatte. Und in den Gehzeiten kann man auch ein bisschen Pause machen. Wunderbar. Der fertig gegangene Teig lässt sich wunderbar handhaben und so können ganz einfach Toastbrot oder Burger Buns oder Hotdog-Brötchen gemacht werden.

Der Geschmack ist großartigst! Nie wieder gekauftes Toastbrot! Fluffig, locker, leicht süßlich und doch mit etwas Biss durch den Maisgrieß. Es wurde sofort ins Standard-Repertoire aufgenommen und auch gleich ein paar Tage später nochmal in Form von Hotdog-Brötchen gebacken. Wofür die benutzt wurden? Das zeige ich Euch in drei Beiträgen. Seid gespannt!

Aber erstmal das Rezept für den Wunderteig!

Wunderteig für Toast, Burger oder Hotdog-Brötchen

Zutaten für 1 Portion:
450 g Weizenmehl Type 405 (vielleicht etwas mehr)
50 g Maisgrieß (z.B. feine Polenta)
150 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
30-40 g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 Eier, zimmerwarm (Größe M)
80 g Butter, weich
5 g Salz

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch oder Sahne

Gesamtzeit: 2 Stunden
Gehzeiten: 3×30 Minuten = 90 Minuten

(1) Das Mehl mit dem Maisgrieß in eine große Schüssel geben. Gut vermischen und eine Mulde hinein machen. Das Wasser mit der Milch (warmes/heißes Wasser + kühlschrankkalte Milch = lauwarm) und dem Zucker vermischen, die Hefe unterrühren. Vorsichtig in die Mulde gießen. Mit ein wenig Mehl zu einem Vorteig verrühren, mit Mehl vom Rand bestäuben. Abdecken (z.B. mit einer Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort 30 Minuten gehen lassen.
(2) Die Eier, Butter und das Salz zugeben. Mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine 5 Minuten lang zu einem Teig kneten. Falls er noch nicht fest genug sein sollte, noch etwas Mehl zufügen. Ich brauchte bei beiden Versuchen so 1,5 bis 2,5 EL Mehl zusätzlich (meine Eier waren aber auch zu groß). Der Teig klebt etwas. Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt wieder 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen, z.B. im geschlossenen Ofen.

Für ein Toastbrot geht es wie folgt weiter:
(3) Eine Kastenbackform mit etwas weicher Butter auspinseln und mit wenig Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! In 6 gleich große Portionen teilen und diese mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen.
(5) Die Kugeln hintereinander in die vorbereitete Form setzen. Zugedeckt an einem zugfreien Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(6) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verrühren. Das Toastbrot großzügig damit bepinseln.
(7) In den Ofen geben und 40-45 Minuten lang goldbraun backen.
(8) Das Toastbrot in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mit einem scharfen Sägemesser lässt es sich hervorragend schneiden!

Für 8-12 Hotdog-Brötchen ist folgendes zu tun:
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Den Teig jetzt auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! Mit einem bemehlten Messer in 8 bis 12 Portionen teilen (8 Stück sind wirklich richtig groß!). Jede Portion mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen. Die Kugeln durch hin- und herrollen unter Druck der Handflächen zu Rollen formen und in gleichmäßigem Abstand voneinander auf das Backblech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
(5) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verquirlen und die Hotdog-Brötchen bepinseln.
(6) Auf die mittlere Schiene im Ofen geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Sowohl Toast als auch Hotdog-Brötchen lassen sich ohne Probleme einfrieren und sind dann aufgetaut wie frisch.

Quelle: Paul, S. (2014): Auf die Hand – Fingerfood & Abendbrote. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 274-275

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