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Im Ofen gebackener ganzer Blumenkohl

Meine Blumenkohlliebe ist ungebrochen! Gibt ja irgendwie Gemüse und Obst, das man sich überessen kann, in meinem Fall z.B. Erdbeeren, aber Blumenkohl könnte ich wöchentlich essen. Mich stört auch 3x ungarische Blumenkohlsuppe bei den unterschiedlichsten Verwandten in Ungarn überhaupt nicht *g*

Also, Blumenkohl geht offensichtlich immer! Und in jeder Variante! Im Winter schrieb mich Frau Kochschlampe ganz aufgeregt an, dass ich dringend den ganzen im Ofen gegarten Blumenkohl ausprobieren muss, der vorher noch mit Knoblauchbutter einreiben soll. Es dauere zwar, aber lohnte sich wohl, der Begeisterung nach zu urteilen. Auf Frau Kochschlampe höre ich gerne, also gesagt, getan! Anstatt Knoblauchbutter nahm ich Kräuterbutter, weil ich so starkes Knoblaucharoma nicht mag. Was soll ich sagen: der Hammer!

Und weil das so großartig war, habe ich es jetzt mit einem kleinen Kopf aus der Biokiste wiederholt und dabei mal aufgepasst, wie schwer der Blumenkohl war, bei welcher Temperatur und wie lange er im Ofen war. Der Kopf dieses mal war wirklich handlich und brauchte nur 45 Minuten im Ofen. Die Wintervariante mit einem mittelgroßen hat deutlich über eine Stunde gedauert. Was aber auch vollkommen okay ist, weil wir müssen ja nicht neben dem Ofen stehen und den eingepackten Blumenkohl bewachen. Während ich im Winter noch selbstgekaufte Kräuterbutter nahm, die von irgendwas anderem übrig blieb, hatte ich jetzt selbstgeklöppelte im Kühlschrank, da die Kräuter auf dem Balkon förmlich explodieren und in jeder Biokiste frische Kräuter mit bei sind. Ich habe Euch diese Kräuterbuttervariante mal mit aufgeschrieben, aber eigentlich seid Ihr in der Vielfalt nicht eingeschränkt. Ein bisschen fein geriebene Zitronenschale macht sich bestimmt auch gut oder eine Winzigkeit Senf? Probiert es aus, es schmeckt tatsächlich so viel besser als gekaufte. In meinen Varianten sind die Kräuter immer etwas gröber, weil ich einfach keine Geduld zum feinen kleinfitzeln habe, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Und sie würzte meinen niedlichen Blumenkohl sehr hervorragend! Also besorgt Euch einen nicht zu riesigen Blumenkohl, hackt schnell eine Kräuterbutter zusammen und ab in den Ofen mit dem Schatz!

Ganzer im Ofen gebackener Blumenkohl

Zutaten für 1,5 Portionen:
1 kleiner Blumenkohl (300-350 g)
3-4 EL Kräuterbutter
Salz

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein großes Stück Alufolie bereit legen.
(2) Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen. Den Strunk unten kreuzförmig einschneiden.
(2) Den Blumenkohl auf die Folie legen. Die Kräuterbutter mit den Händen gleichmäßig über dem Blumenkohl verteilen. Etwas salzen. Die Alufolie über dem Blumenkohl zusammen falten.
(3) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 45 Minuten backen lassen. Nach der Zeit die Grillfunktion im Ofen anschalten, die Folie über dem Blumenkohl öffnen und nochmal 5-15 Minuten bis zu Eurem gewünschten Bräunungsgrad backen.

Herausnehmen. Dazu passen gut Kartoffelbrei oder Pellkartoffeln und außerdem ein frischer Salat (z.B. Tomaten-, Gurken- oder Blattsalat).

Genießen!

Kräuterbutter

Zutaten für ca. 280 g:
250 g weiche Butter
1 Frühlingszwiebel
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Dill
1 Zweiglein Estragon
1/4 – 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

(1) Von der Frühlingszwiebel das Wurzelende und unschöne äußere Schichten entfernen. Sie längs halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Die Kräuter waschen, trocknen, grobe Stengel entfernen. Die Kräuter so fein hacken, wie es die eigene Geduld zulässt.
(2) Die weiche Butter in eine passend große Schüssel geben, die gehackten Kräuter und Frühlingszwiebel zufügen. Ebenso den Kreuzkümmel, dann salzen und pfeffern. Alles wirklich gründlich miteinander verrühren.

Genießen!

Die simpelste Tomatensauce der Welt, aber nicht die schnellste.

Manchmal bin auch ich uninspiriert, was mein Mittagessen angeht. Erst Recht, wenn ich gerade aus dem Urlaub gekommen bin und noch nicht einkaufen war. Dann ist es praktisch, wenn der Vorratsschrank gut gefüllt ist und einfache Unter-der-Woche-Rezepte zur Hand sind.

Schon lange verfolgt mich Marcella Hazans Rezept für ihre Tomatensauce, egal in welcher meiner drei Sprachen ich Blogs lese, irgendwann schrieb mal einer bis mehrere über diese Sauce. Also wird es mehr als Zeit sie auszuprobieren. Und man braucht tatsächlich nur vier Zutaten dafür: Tomaten in der Dose, Zwiebel, Butter und Salz. Allerdings ist auch ein wenig Zeit notwendig, weil die Sauce langsam im Topf reduziert wird und nicht innerhalb von 10 Minuten fertig ist. Aber hey, die 45 Minuten sind gut investierte Minuten! Die Sauce wird zurecht so hochgelobt! Sie ist sämig, tomatig, aromatisch. Großartig! So einfach und doch so gut! Leider ist sie nur frisch gut und aufgewärmt nur noch halb so lecker. Aber frisch gekocht, ein Träumchen in Tomate!

Tomatensauce nach Marcella Hazan

Zutaten für 2 Portionen:
1 kleine Dose geschälte Tomaten (400 g)
1 kleine Zwiebel
2,5 EL Butter
Salz

Die Tomaten in einen kleinen Topf geben mit Flüssigkeit und allem. Die Zwiebel häuten und halbieren. Zusammen mit der Butter und einer Prise Salz zu den Tomaten geben. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und ca. 45 Minuten offen köcheln lassen. Dabei öfter umrühren und die zerfallenden Tomaten noch weiter mit dem Kochlöffel zerdrücken. Wenn sie fertig ist, die Zwiebel entfernen und kosten, ob noch Salz fehlt

Das reicht für etwa 200-250 g Pasta (je nach Saucenvorliebe). Parmesan drüber reiben, ein Spiegelei dazu (oder auch nicht) und

genießen!

Quelle: Marcella Hazan’s Tomato Sauce Recipe

Butterschmalz aus dem Slowcooker

Eigentlich nutze ich nicht oft Butterschmalz. Nicht weil es nicht schmeckt. Nein, es war mir bis jetzt schlicht zu teuer. Für eine 250 g-Packung bezahlt man im Supermarkt locker 2,50 Euronen. Jungs, nee wirklich nicht! Also wurde es nur für besondere Anlässe und schon mal gar nicht in Massen gekauft, um beispielsweise Schnitzel darin auszubraten.

Aber letztens sah ich in einer Gruppe des sozialen, blauen Netzwerks, dass jemand in seinem Slowcooker Ghee, also die indische Version des Butterschmalzes gemacht hat. Hey, das wäre ja cool, wenn das problemlos klappen würde. Denn prinzipiell mag ich den Geschmack sehr, nur war mir die traditionelle Zubereitungsmethode im Topf zu risikoreich. Man muss die ganze Zeit daneben stehen, damit es nicht Ausversehen anbrennt (die geneigte Leserschaft weiß ja mittlerweile um meine verminderte Stehfähigkeit) und dann auch noch vorsichtig umfüllen, damit ja keine Molke mitkommt. Ach, nee Jungs. Das war mir wirklich zu doof. Aber fix recherchiert nach Slowcooker-Ghee und das ist gar nicht so kompliziert. Einfach nur die Butter rein machen, anstellen und eine bestimmte Anzahl von Stunden später vorsichtig umfüllen. Und man muss nicht daneben stehen und es beaufsichtigen. Wenn man es nicht gerade 24 Stunden drin lässt, sollte es nicht verbrennen. Auch überschäumen ist schwer, wenn es auf LOW steht. Perfekt!

Also habe ich aus 1 kg Butter lockerflockig ohne jeden Stress etwa 700 ml wunderhübsch güldenes Butterschmalz fabriziert. Ich habe den kleinen Slowcooker mit 1,5l Inhalt genutzt und war etwas besorgt, ob auch nix überläuft, aber passte wunderbar. Nur so richtig nussig wurde die Butter nicht. Ich glaube, wenn man es gheeartiger haben will, sollte man den 3,5l-Crockpot nutzen, damit mehr Oberfläche zum Bräunen vorhanden ist. Aber auch so wurde es wunderbar! Ich kann es nur jedem Slowcooker-Besitzer empfehlen auszuprobieren! Einfacher geht es nicht!

Butterschmalz aus dem Slowcooker

Für ca. 700 ml:
1 kg Butter

Slowcooker 1,5 l oder 3,5 l

Butter in den Keramikeinsatz geben. Bei der kleineren Variante muss das letzte Stück Butter zerschnitten werden. Den Slowcooker auf LOW stellen und 8-10 Stunden köcheln lassen. Dabei den Deckel mit einem flachen Holzlöffel oder Essstäbchen etwas anheben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann:

Nach zwei Stunden sieht es etwa so aus. Unten hat sich schon ein Großteil der Molke abgesetzt, auch an den Seitenwänden:

Nach fast 10 Stunden hat sich dann auch auf der Oberfläche langsam bräunende Molke abgesetzt, von mir liebevoll Schmodder genannt:

Den Schmodder mit einem Schaumlöffel abnehmen, das klare Butterschmalz vorsichtig mit Hilfe einer Kelle und eines Trichters in saubere Gläser abschöpfen. Dabei darauf achten, dass man nicht auf den Boden oder die Seiten des Keramikeinsatzes kommt, weil sich sonst Molkereste lösen und die geklärte Butter verunreinigen könnte. Den letzten Rest vorsichtig gießen.

Das Butterschmalz in den Gläsern abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: indian simmerHow to make ghee in a slow cooker

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