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Pabuçaki – Gefüllte Zucchini mit Käsekruste auf türkische Art

Wer hat einen Garten sein Eigen nennt und auch nur eine Zucchinipflanze setzte, kennt das Problem der Zucchinischwemme. Erst kommt lange Zeit nichts, leichte Ungeduld macht sich breit, dann die ersten männlichen Blüten, bei denen man etwas genervt denkt „Das wird ja nie was!“ und plötzlich wirft die eine Pflanzen Früchte en masse ab. Und wenn man mal 12 Stunden nicht hingeguckt hat, entwickelt sich eine unsichtbar kleine Zucchini zu einer wahren Herkuleskeule. Und damit Eure Zucchiniernte ein bisschen besser verwertet wird, eignet sich dieses Rezept wunderbar!

Gefunden hatte ich es im Buch „Türkei vegetarisch„, über das ich bei anderer Gelegenheit nochmal ein paar Worte verlieren sollte. Einfach weil es ein so tolles Buch ist! Aber zurück zum Rezept, die Zubereitung ist denkbar einfach und unaufwendig. Ihr braucht auch nicht viele Zutaten: Käse, Kräuter und ein paar Nüsschen. Die Füllung ist innerhalb einer Viertelstunde fertig und in den Zucchinihälften verteilt, den Rest erledigt der Ofen.

Und es ist eine verdammt gute Kombination, die die türkische Küche da hervorgebracht hat! Milde Zucchini mit würzig-cremiger Füllung, die durch die Walnüsse reichhaltig ist. Und der Käse oben drauf! Warmer, zerlaufener Käse macht doch alles besser, oder? :-D Ich mochte die Zucchini wirklich sehr und kann nur jedem raten, sie dringend nachzumachen!

Gefüllte Zucchini mit Käsekruste auf türkische Art

Zutaten für 2 Portionen:
2 runde Zucchini
100-125 g Feta
2 Stengel Petersilie
4 Stengel Dill
1  Stengel Minze
1 handvoll Walnüsse
1 Prise Muskatnuss
Pfeffer
1-1,5 EL Olivenöl
1 handvoll geriebener Käse (z.B. Emmentaler)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zucchini waschen, trocken. Die Zucchini quer halbieren, von runden Seiten ein bisschen was abschneiden, damit die Hälften sicher stehen. Mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch bis auf 1 cm Rand aushöhlen. Die Hälfte des Fruchtfleisches klein hacken.
(3) Für die Füllung die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Die Walnüsse grob hacken. Den Feta mit einer Gabel in einer Schüssel zerdrücken. Kräuter, Fruchtfleisch und Walnüsse dazu geben, gut verrühren. Mit Muskatnuss und Pfeffer würzen.
(4) Die Zucchinihälften mit der Kräuter-Käse-Mischung füllen, in die Auflaufform setzen und dem Olivenöl beträufeln. 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene garen.
(5) Nach der Zeit die Form kurz rausholen, den geriebenen Käse über die Zucchini streuen und nochmals 10 Minuten im Ofen backen bis die Oberfläche goldbraun ist und die Zucchini weich sind.

Zu frischem Weißbrot/Pide/Fladenbrot servieren.

Genießen!

Quelle: Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 135

Pasta mit Mangold-Senf-Sauce

Ich liebe meinen kleinen Balkongarten. Mittlerweile mogeln sich auch einfach hübsche Blümchen dazu, aber trotzdem ist der Gemüseanteil nicht zu unterschätzen. Was sich als einfach und ertragreich herausstellte im Anbau, war Mangold. Der funktioniert 1a im Balkonkasten. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt! Und irgendwann hat man wunderhübsche Mangoldblätter, die geerntet und verbraucht werden wollen.

Nur für was? Pasta stand lange nicht mehr auf dem Tisch und die Mangold-Senf-Sauce, die seit ewigen Zeiten in meinem Repertoire ist, hatte ich auch ewig nicht. Geritzt! Und die Sauce ist so einfach zu machen und dabei so köstlich! Auch ein perfektes Arbeitnehmergericht, weil die Sauce parallel zu den kochenden Nudeln gemacht werden kann. Wer nicht genau weiß, was er mit der Mangoldschwemme anfangen kann, diese Sauce solltet ihr ausprobieren!

Pasta mit Mangold-Sanf-Sauce

Zutaten für 2 kleinere Portionen:
250 g Mangold
2-3 Tomaten
1 EL Butter
100 ml Sahne
Schluck Wasser
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

140 g Pasta (hier: Linguini)

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Mangold waschen, etwas abtropfen lassen. Die Blätter in breitere Streifen schneiden, die Stiele in kleinere Würfel. Die Tomaten waschen, abtrocknen, vierteln. Strunk heraus schneiden und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.
(2) Das Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Währenddessen die Sauce schnell kochen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen und den Mangold hineingeben. Etwa 4 Minuten andünsten. Währenddessen die Sahne mit etwas Wasser den beiden Senfen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Über den Mangold geben. Dann wieder ca. 4 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss nur noch die Tomatenwürfelchen hinein geben und gar ziehen lassen.
(4) Die Pasta abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Gut verrühren. Servieren.

Genießen!

Quelle: irgendwo mal aufgeschnappt

Perfektes Wohlfühlessen – Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Ich hinke ein bisschen hinterher mit meinen Rezepten. Dieses zum Beispiel kochte ich schon Ende Januar als mich große Gelüste nach Blumenkohl überfielen, ich aber nicht die übliche ungarische Blumenkohlsuppe kochen wollte. Ach, ein Auflauf wäre auch nett, aber pures Cauliflower Cheese gab es auch schon öfter. Wie wäre es denn, wenn man die beiden Klassiker der Käseaufläufe der englischen Küche – Mac’n’Cheese und Cauliflower Cheese – kombiniert? Auf der BBC Good Food-Seite wurde ich fündig. Für die Sauce wird das schöne Englische Senfpulver benutzt, dass einen schönen Geschmack, aber wer das nicht hat, kann auch einfach vor dem Käse einen scharfen Senf unterrühren. Ansonsten ist es ein eher milder, aber aromatischer Auflauf, der sich auch wunderbar noch nach der Arbeit zubereiten lässt. Oder ihr kocht die Nudeln und Blumenkohl vor, so dass ihr nach der Arbeit nur die Sauce köcheln und den Auflauf in den Ofen schieben müsst. Und weil es ja auch im Sommer kühlere Tage gibt und Blumenkohl aus Deutschland gerade Saison hat, könnt ihr den eigentlich auch jetzt zubereiten ;-)

Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 mittlerer Kopf Blumenkohl
250 g Nudeln (Penne, Fussili, kurze Makkaroni)
Salz
1,5 El Butter
2 EL Mehl
2 TL Englisches Senfpulver
450 ml Milch
100 g geriebener Käse (Cheddar, Emmentaler)
Pfeffer

Butter zum Einfetten der Auflaufform

(1) Den Blumenkohl putzen und in kleinere Röschen teilen.
(2) Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und die nach Packungsanweisung kochen. Die letzten 4 Minuten der Kochzeit den Blumenkohl zufügen.
(3) Eine mittlere Auflaufform mit etwas Butter einfetten. Den Grill des Ofens vorheizen.
(4) Während die Nudeln und Blumenkohl kochen die Käsesauce zubereiten. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen lassen. Mit einem Schneebesen das Mehl und Senfpulver unterrühren und 2 Minuten mitdünsten lassen. Den Topf vom Herd nehmen und portionsweise die Milch unterrühren, so dass keine Klumpen entstehen. Den Topf wieder auf den Herd stellen und unter Rühren so lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. 3/4 des Käses unterrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Die Nudeln und Blumenkohl abgießen. Zusammen mit der Käsesauce in der Auflaufform gründlich mischen. Den restlichen Käse drüber streuen. Unter den Grill in den Ofen schieben und so lange backen bis die Oberfläche goldbraun ist und der Auflauf am Rand blubbert (10-20 Minuten).

Mit frischem Salat oder eingelegtem Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: nach BBC Good FoodCauliflower & macaroni cheese

Türkische Snacks – Zweierlei Gözleme

Ich bin der weltschlechteste Snacker! Snacks sind nicht so meins, ich mag meinen Tag unterteilt in Hauptmahlzeiten und nicht ständig irgendwas knabbern. Nun gibt es aber doch in jeder Länderküche so Kleinigkeiten, die mal eben so zwischendurch gegessen werden und schweinelecker sind, nur eben keine Hauptmahlzeit. Wie diese Gözleme aus der Türkei.

Entdeckt hatte ich sie, als Orhan Tangcil von „Koch Dich türkisch“ sie letzte Woche in der WDR-Sendung „Daheim + Unterwegs“ für Toni Schumacher gekocht hat. Aber was sind Gözleme überhaupt? Es sind gefüllte Teigtaschen, wobei die Füllung sehr verschieden und rein nach persönlichen Vorlieben sein kann, die oft zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Klassiker ist die Käse-Petersilien-Füllung, die wunderbar frisch schmeckt, aber man kann auch vieles anderes in die Täschchen tun. Da ich noch eine lange, japanische Aubergine da hatte, improvisierte ich eine pikante Füllung mit Rosinen, Nüsschen, Zimt, Chiliflocken (Pul Biber) und Petersilie. Türkische Snacks ohne Petersilie sind ja nun wirklich fast nicht vorstellbar, oder? Als Teig wird traditionell Yufka benutzt, den man auch aus wenigen Zutaten selbst machen kann. Aber weil die Hitze kräftemäßig ihren Tribut fordert, habe ich diesmal Strudelteigblätter aus dem Kühlregal des Supermarktes genommen. Ja, ich kenne die Unterschiede zwischen Strudel- und Yufkateig, aber mit dem Strudelteig funktionierte es auch hervorragend und war sehr knusprig lecker. Etwas skeptisch war ich ja bei der Zubereitungsweise als im Rezept stand, dass ein bisschen der Füllung in den Teig gegeben wird, Teig falten und trocken in die heiße Pfanne legen. Wie jetzt? Keine Butter oder Öl zwischen den Schichten? Das soll halten? Aber tat es! Und 1 Esslöffel der Füllung ist auch nicht zu wenig, sondern die genau richtige Menge. Die gefalteten Taschen werden bei mittelhoher Hitze von beiden Seiten goldbraun gebraten und zum Schluss mit flüssiger Butter bestrichen. Sie sind erstaunlich schnell fertig gemacht!

Und so wahnsinnig köstlich! Geiler Scheiß! Knusprig, würzig, perfekt für ein sommerliches Mittagessen oder Picknick! Probiert sie unbedingt aus! Bei mir wird es sie jetzt öfter geben!

Gözleme – Hausgemachte türkische Teigtaschen

Für insgesamt 7 Stück:

Schafskäse-Füllung:
100 g Feta
1 Frühlingszwiebel
einige Stengel glatte Petersilie

Auberginenfüllung:
1 EL Rosinen
100 g Aubergine
1 Frühlingszwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 handvoll Walnüsse
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Prise Zimt
Prise Pul Biber (Chiliflocken)
einige Stengel Petersilie

7 Blätter Strudelteig aus der Kühlung
2-3 EL Butter

(1) Zuerst die Schafskäsefüllung machen. Dafür den Käse in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, die Petersilienblätter mittelfein hacken. Alles zum Käse geben und gut miteinander verrühren.
(2) Für die Auberginenfüllung, die Rosinen in kaltem Wasser einweichen. Von der Aubergine die Enden entfernen und in kleine Würfel schneiden. Von der Frühlingszwiebel das Ende entfernen und die ganze Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe durchpressen, die Walnüsse grob hacken. Das Öl in einer Pfanne auf mittelhoher Flamme erhitzen. Die Auberginenwürfel zugeben, salzen, pfeffern und etwa 10 Minuten dünsten lassen. Öfter mal rühren. Die Frühlingszwiebel, Knoblauch, Nüsse, abgetropfte Rosinen, Zimt und Pul Biber zugeben. Alles gut verühren und weiter dünsten lassen bis die Auberginen weich sind. In eine Schüssel geben. Die Petersilie mittelfein hacken und zur Auberginenmischung geben. Gut durchrühren.

(3) Ein Strudelblatt aus der Packung nehmen und auf ein großes Brett vor sich hinlegen. 1 Esslöffel der Füllung in die Mitte geben und auf etwa 5×5 cm verteilen. Dann 1/3 des Teiges von über die Mischung klappen und 1/3 von oben darauf klappen. Die linke Seite der Tasche nach rechts über die ummantelte Füllung geben, die rechte Seite des Teiges unter die Tasche klappen, damit die Füllung auch von unten geschützt ist. So mit allen Strudelblättern verfahren bis die Füllungen aufgebraucht sind.

(4) Eine oder zwei große Pfanne auf dem Herd bei mittelhoher Flamme erhitzen. Die Butter schmelzen. Die fertig gefalteten Teigtaschen in die trockene Pfanne legen und von jeder Seite innerhalb von ca. 5 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und sofort mit der flüssigen Butter bestreichen.

Am Besten noch leicht warm mit einem frischen Salat zusammen servieren.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 105

Würzige Empanadas – Perfekt für Picknicks

Sommer ist nicht nur Gartensaison, auch Ausflugs- und Picknicksaison! Nun muss ich gestehen, dass ich das viel zu selten machen. Alleine macht das irgendwie wenig Spaß und alle ausflugswilligen Leute leben zu weit weg *seufz* (Ja, einmal Mitleid bitte! *g*). Aber vielleicht habt die geneigte Leserschaft, die sich für Picknicks erwärmen kann und die ihr dann kulinarisch verwöhnen könnt.

Für Ausflüge eignen sich natürlich Gerichte besonders gut, die aus der Hand gegessen werden ohne eine Riesensauerei zu veranstalten. Und das sind diese Empanadas, die ich auf den Videokanal eines ungarischen Kochmagazins sah. Ich war sofort gefesselt und habe die komplette Menge gemacht (und den Kollegen noch etliche am nächsten Tag mitgebracht, die sehr begeistert waren). Ja, die Zubereitung ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich! Und im Sinne des allgemeinen Kräftesparens kann die Füllung auch schon am Vortag zubereitet werden und wartet dann geduldig im Kühlschrank auf ihren Einsatz. Der Teig ist ein leichter Hefeteig, der durch Paprikapulver schön würzig wird. Er lässt sich wunderbar verarbeiten, klebt nicht an der Arbeitsfläche, reißt nicht leicht. Ein wirklich schöner Anfängerteig. Die Schärfe der Füllung könnt ihr je nach Vorliebe variieren, ich als bekennende Scharfmimose nehm nur die Minimalstdosis Chili und Cayennepfeffer, fand aber den Zimt und Muskatnuss darin sehr spannend! Ich hab bei den ersten Empanadas zu viel Füllung in den Teig gegeben, so dass es schwieriger war sie zusammen zu klappen, versucht einfach ein gutes Mittelmaß zu finden, dass nicht zuviel Teig um ein bisschen Füllung ist, die Tasche sich aber auch gut schließen lässt.

Wenn die Arbeit getan und die Empanadas fertig gebacken sind, steht dem kulinarischen Genuss nichts mehr im Weg. Knusprig außen, würzig-herzhafte Füllung! Probiert die unbedingt mal aus!

Würzige Empanadas

Zutaten für 2 Bleche:

Für den Teig:
500 g Mehl
1 TL Trockenhefe
1 TL Paprikapulver edelsüß
2 TL Salz
200 ml lauwarmes Wasser
100 ml Olivenöl

Für die Füllung:
250 g Champignons
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1/2 Chili
2 EL Öl
350 g Hackfleisch (Rind oder gemischt)
Salz, Pfeffer
1 Prise Zimt, gemahlen
1 Prise Koriander, gemahlen
1 Prise Muskatnuss, gemahlen
Cayennepfeffer, Menge nach Schärfevorliebe
2 El Tomatenmark
3 EL Wasser
1 EL Worchestershiresauce
100 ml Rotwein
1 Bund Petersilie

1 Ei zum Bestreichen

(1) Für den Teig das Mehl mit der Trockenhefe, Salz und Paprikapulver verrühren. Das Öl und das Wasser zugeben und alles in etwa 5 -10 Minuten per Hand zu einem festeren Teig kneten. Falls er noch zu feucht ist, eine Winzigkeit Mehl zufügen, wenn er zu trocken ist, ein paar Spritzer Wasser. Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einem zugfreien Ort (z.B. ausgeschaltetem Herd bei geschlossener Tür) 1 Stunde gehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. (Kann auch schon am Tag vorher geschehen und dann im Kühlschrank lagern.) Zuerst das Gemüse vorbereiten: Pilze putzen, Ende vom Stiel ab- und dann in Würfel schneiden, die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Soviel von der Chili fein würfeln wie gewünscht. Danach sofort die Hände gründlich waschen, damit man sich nicht ausversehen in den Augen reibt! Die Petersilie fein hacken.
(3) 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze darin scharf anbraten bis sie braun sind. In eine Schüssel füllen und zur Seite stellen. Den übrigen 1 EL Öl erhitzen und das Hackfleisch darin bei hoher Hitze krümelig anbraten, ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen. Während das Fleisch so halb durch ist, Zwiebel, Knoblauch und Chili zufügen. Mit Salz, Pfeffer, Zimt, Koriander, Muskatnuss und etwas Cayennepfeffer würzen. Das Tomatenmark mit den 3 EL Wasser unterrühren. Die Pilze wieder zugeben. Mit Worcestershiresauce und Rotwein ablöschen. Alles gut verrühren und ca. 15 Minuten offen bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und alles sehr dickflüssig ist. Die gehackte Petersilie unterrühren. Die ganze Masse zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(4) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Das Ei in einer Tasse geben und gut verschlagen. In einer anderen Tasse etwas Wasser geben.
(5) Wenn der Teig gegangen ist, halbieren. Eine Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mit einem Schälchen Kreise von etwa 12 cm Durchmesser ausstechen. Auf jeden Kreis etwa 1 Esslöffel der Füllung geben. Einen Finger in die Wassertasse tauchen und den Rand der Empanadas bestreichen. Zusammenklappen und den Rand gründlich mit Hilfe einer Gabel nach unten drücken, um ihn zu verschließen. So mit allen Empanadas verfahren und sie auf das Blech setzen. Diese dann mit dem verschlagenen Ei bestreichen. In die Mitte des vorgeheizten Ofens geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen. Mit der zweiten Hälfte vom Teig genauso verfahren und backen.

Etwas abkühlen lassen und mit einem frischen Dip servieren.

Genießen!

Quelle: Fördös Zé magazinEmpanada

Der sauigste Cheeseburger ever mit der weltbesten Burgersauce

Burger sind ja schon ein Klassiker der internationalen Küche, es gibt seit Ewigkeiten die üblich verdächtigen Schnellrestaurants, die ich als Kind auch gerne aufsuchte (als sie neu in der ehemaligen DDR aufploppten). Aber seit ein paar Jahren erlebt der Burger eine Renaissance und es sprießen Burgerläden an allen Ecken und Enden aus der Erde, die die klassischen Burger und extravagantere Varianten aus guten Zutaten in guter Qualität anbieten, so habe ich mittlerweile sowohl hier in Göttingen (das Lokal Neun und Monkey Burger) als auch in Rostock je zwei Lieblingsläden (Liberty Delis, Beef and Burger). Aber wenn etwas in guter Qualität Trend wird, springt bald die Lebensmittelindustrie auf und vertreibt mehr oder minder fertige Produkte im Supermarkt. So sah ich schon komplett fertige Burger, die denen aus dem Goldenen M verdächtig ähnelten, in der Kühlung liegen, die nur noch in die Mikrowelle sollten, unterschiedlich gewürzte, rohe Burger-Buletten, die nur noch gegrillt werden müssen, natürlich typische Gewürzgurkenscheiben für Burger (und Hotdogs), das Burgerbrötchen an sich und die diversen Saucen.

Jetzt sehe ich ein, dass man nicht jede Woche auswärts beim Burgerdealer des Vertrauens essen gehen möchte. Und dass die gestresste Mutti vorm Kindergartengeburtstag nicht noch ewig Zeit in der Küche stehen will, aber gute Burger selbst zu basteln muss weder zeitaufwendig noch unglaublich teuer sein. Und deswegen rettet heute die Rettungstruppe wieder und zwar den Burger an sich!

Nun muss die gestresste Mutti an sich nicht jedes Mal die Burgerbrötchen selbst backen (auch wenn sie nach diesem Wunderteig echt köstlich werden), aber achtet darauf, was drin ist. Ich habe letzte Woche mal geguckt und da waren in den Burgerbrötchen echt gruselig viele Zutaten mit einem E plus Zahlen hinten dran drin. Das war mir zu doof, ich griff auf Pitataschen zurück, die tatsächlich nur aus Mehl, Wasser, Hefe, Öl, Salz und Branntweinessig bestanden. Und Pitataschen können wunderbar gefüllt werden, es läuft nix hinten raus, was ein großer Vorteil ist!

Kommen wir zur Sauce! Klar, Ketchup und Senf reichen, aber nichts geht über eine richtig gute, würzige Burgersauce! Das Rezept, dass ich Euch vorstelle, ist echt fix zusammen gerührt. Ich kann Euch nur empfehlen die Mayo selbst zu machen. Ich benutze nur noch die ohne Ei auf Milchbasis, weil sie bei mir immer gelingt, schnell geht und etwas länger haltbar ist. Die übrig gebliebene Mayo könnt ihr ja zu Pommes essen oder ins Dressing für einen Nudel- oder Kartoffelsalat geben. Ihr seht, hier kommt nix um. Benutzt Ketchup von guter Qualität. Ja, in Ketchup ist viel Zucker drin, Ketchup ist nicht gesund, aber schmeckt einfach! Von den selbst gemachten Varianten, mag ich den meiner Tante am liebsten, dessen Rezept im Saucen-Rezept verlinkt ist. Und diese Sauce ist der Hammer – fast wie beim Goldenen M *ggg* Ihr werdet sie mögen, sie passt nämlich auch so wunderbar ins Sandwich :-)

Burgersauce

Zutaten für etwa 4 Burger:

3 gehäufte EL Mayonnaise
2 EL Ketchup
1 EL mittelscharfer Senf
1/2 Gewürzgurke
1 kleine Schalotte
Spritzer Zitronensaft
Prise Salz
Prise Zucker

Die Schalotte häuten und fein würfeln. Die Gewürzgurke ebenso fein würfeln. Beide Zutaten zusammen mit den restlichen Zutaten gut verrühren und abschmecken.

Sofort im Burger oder auf einem Sandwich servieren. Hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage.

Quelle: Katie Pix Big Mac-inspired ultimate Burger sauce recipe

Kommen wir zum Burger an sich! Auch der ist nicht schwer zu machen und braucht prinzipiell nicht viele Zutaten. Natürlich könnt ihr Euer Lieblingsfrikadellen-Rezept machen, aber der Klassiker ist doch ein Cheeseburger, den ich hier noch ein bisschen abwandele, indem ich den Käse im Burger verstecke. Auch hat dieser Burger so wenige Zutaten, dass sie dementsprechend eine gute Qualität brauchen. Ich habe sie diesmal im Ofen zubereitet, weil ich dachte, dass wenn man mehr für eine Party macht, es am praktischsten dort geht, weil das Ausbraten in der Pfanne doch länger dauert. Einfach kurz von beiden Seiten anbraten und dann im vorgeheizten Ofen zu Ende garen lassen, so sind alle gleichzeitig fertig und niemand muss warten bis er sich seinen Burger mit den Lieblingszutaten basteln kann. Probiert es aus – diese Burger sind nicht zu fest und der geschmolzene Käse im Inneren ist ein Traum! Warmer Käse macht doch alles besser, oder? :-D

Cheeseburger mit Käse drin

Zutaten für 2 monströse Burger:
300 g Rinderhack
Salz, Pfeffer
1/2 Schalotte
einige Stengel Petersilie
2 EL geriebener Käse

Öl zum Anbraten

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(2) Die Schalotte häuten und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken. Zusammen mit dem Salz und Pfeffer zum Hack geben und gut verkneten.
(3) Die Hackmasse in vier Teile aufteilen. Die 1/4 etwa handtellergroß flachdrücken, 1 EL des Käses in die Mitte legen, einen anderen Teil des Fleisches ebenso groß formen und auf die käsige BUrgerhälfte legen. Die Seiten gut verschließen. Ebenso mit der zweiten Hälfte des Teiges verfahren.
(4) Einen Schluck Öl in einer Pfanne auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Burger von beiden Seiten braun anbraten. Dann auf ein kleines Blech in den Ofen geben und ca. 15 Minuten backen lassen bis das Fleisch gar ist.

Den Burger nach Wahl bauen- Tomate? Gewürzgürkchen? Zwiebelringe? Coleslaw? Karamellisierte Zwiebeln? Haut drauf, was Euch glücklich macht :-)

Genießen!

Quelle: Katie Pix Cheese Stuffed Summer Burger Recipe

Und falls die geneigte Leserschaft noch mehr Ideen braucht, hier wurden auch noch Burger oder Zutaten gerettet:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Der Albóndigas Burger
Anna Antonia – Sultans Burger
auchwas – Fisch Burger
Brittas Kochbuch – Lammburger
Brotwein – Cheeseburger mit Sauerteig Hamburger Brötchen – Burger Buns mit Lievito Madre
Cuisine Violette – Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devils – Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen – Cole Slaw
genial-lecker – Hamburger nach Rike
Katha kocht! – Cheeseburger mit Guacamole
Leberkassemmel und mehr – Chili-Cheese-Burger
lieberlecker – Asia Burger
magentratzerl – Frankenburger
münchnerküche – Rauchige BBQ Sauce
our food creations – Griechischer Bauern-Burger
Pane-Bistecca – Lachs – Hamburger
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Rettungsaktion: Burger
Summsis Hobbyküche – Cheesburger ohne Tamtam
The Apricot Lady – Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln

Spaghetti-Auflauf aus dem Slowcooker

Die Garten- und Ausflugssaison ist ja in vollem Gange! Wer hat bei schönem Wetter schon Lust und, seien die Gartenbesitzer mal ehrlich, Zeit lange in der Küche zu stehen. Die gleißende Sonne, die zwitschernden Vögel, der wispernde Wald, das plätschernde Wasser oder einfach das Unkraut im Garten ziehen einen nach draußen, aber trotzdem möchte zumindest ich eine vernünftige Mahlzeit am Tag haben. Und da kommt wieder mein geliebtes kleines Schmormonster zum Einsatz! Das alte zeit- und energiesparende Prinzip: morgens alles fix in den Slowcooker schichten, anstellen und mittags bzw. abends dann das fertige Essen genießen ohne, dass man weiter einen Gedanken dran verschwenden muss. Für mich unglaublich praktisch!

Nun hab ich Euch ja schon etliche Suppen- und Schmorgerichte, sowohl in vegetarisch als auch mit Fleisch vorgestellt, aber von im Slowcooker gegarten Nudeln hielt ich mich bisher immer fern, weil die ganz gerne verkochen in der langen Zeit. Aber Gabi und Ulrike haben so ein Rezept in ihrem Kochbuch „Slowcooker für 2“ und ihren Rezepten vertraue ich (fast) blind. Und was soll ich sagen: es funktioniert tadellos. Die knapp al dente vorgekochten Spaghetti werden nicht matschig und mit den weiteren würzigen und gemüsigen Zutaten ergibt das einen wirklich schönen Alltagsauflauf, den man gut nach einem Vormittag im Gemüsebeet vertragen kann.

Italienischer Spaghetti-Auflauf

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Spaghetti
50 g Paprika
2 Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen (TK)
50-100 g Wurst- oder Schinken (hier: Schinken)
6-8 Cocktailtomaten

Für den Guss:
2 Eier
150 ml Sahne
75 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
Paprikapulver, getrockneter Oregano

etwas Öl zum Einfetten des Einsatzes

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 3,5-4 Stunden
Stufe: LOW

(1) Den Einsatz des Slowcookers dünn mit Öl einfetten.
(2) Dann das Gemüse vorbereiten. Die Paprika in mittelgroße Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Die Wurst oder Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren.
(3) Die Spaghetti in Salzwasser 1 Minute weniger als angegeben knapp al dente kochen. Die letzten 2 Minuten das Gemüse zugeben. Alles in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Die Spaghetti und Gemüse in den Einsatz des Slowcookers geben, die Schinkenwürfel untermischen und mit den Tomaten belegen.
(4) Alle Zutaten für den Guss gründlich miteinander verrühren. Wenn die Wurst/Schinken sehr salzig ist, weniger Salz verwenden. Die Menge an Paprikapulver und Oregano ganz nach Geschmack, meine ungarischen Gene lassen mich immer ein bisschen mehr davon nehmen. Den Guss auf die Nudeln gießen. Deckel drauf.
(5) 3,5-4 Stunden auf LOW garen lassen bis die Eimasse gestockt und der Käse geschmolzen ist.

Zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Frankemölle G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p 48

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