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Erfrischender deutscher Gurkensalat

Zwischendurch möchte ich Euch einen kleinen Beilagenklassiker vorstellen, den es, schätze ich, in jeder Länderküche in irgendeiner Form gibt. Heute mal eine deutsche Variante, die ziemlich einfach herzustellen ist. Und an heißen Sommertagen wie Anfang August ein wirklich erfrischendes Mittagessen sind. Dazu gibt es bei mir noch ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat zusammen zermanscht werden und ein bisschen Rührei. Ein großartiges Essen, wenn man eigentlich schon was Warmes im Bauch haben will, aber draußen über 30°C herrschen. Auch als Beilage zu Gulasch, egal ob mit Fleisch oder vegetarisch, zu Braten oder Schnitzeln (auch hier wieder egal, ob aus Hähnchen, Schwein, Pilzen, Kürbis oder Blumenkohl) ist er ideal! In Ungarn gibt es Gurkensalat im Sommer eigentlich jede Woche. Also falls ihr mal wieder nicht wisst, was es geben könnte, dieser Gurkensalat passt immer und noch bekommt ihr wunderbar aromatische Gurke zu kaufen!

Deutscher Gurkensalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
750 g Gurken
2 TL Salz
1 kleine Schalotte
Pfeffer
2 TL Zucker
2 EL Weißweinessig
250 g Joghurt
1/2 Bund Dill

(1) Von den Gurken die Enden abschneiden und die Gurken schälen. Dünn hobeln und in eine Schüssel geben. Mit dem Salz gut vermischen und mindestens 30 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen.
(2) Nach der Zeit die Gurken gut mit den Händen ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Schalotte häuten, fein würfeln und zu den Gurken geben. Den Dill waschen, trocknen, fein hacken.
(3) Jetzt pfeffern, mit dem Zucker bestreuen, Weißweinessig und den Joghurt gründlich unterrühren. Zum Schluss den Dill unterheben und nochmals abschmecken und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer oder Zucker nachwürzen.

Der Salat passt wunderbar als Beilage zu Gulasch aus Fleisch oder Gemüse, diversen Braten oder als Hauptmahlzeit in der Sommerhitze mit Rührei und ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat vermischt werden.

Genießen!

Idee nach German AbendbrotGurkensalat

Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Es ist Herbst! Es ist kühler, es regnet mehr und die Schmorgerichtrezepte lauern im Schrank und wollen alle gekocht werden. Ein Klassiker der deutschen Herbst-Winter-Küche ist ja der Grünkohl, den es in vielen regionalen Varianten gibt. In Teilen Schleswig-Holstein werden die Beilagenkartöffelchen noch karamellisiert, von meiner Oma kenne ich es mit Birne und Kassler und es gibt die Version von Gabis Schwiegermutter, die die Kartoffeln zeit- und geschirrsparend gleich im Grünkohl mitkocht.

Eigentlich bereitet Gabi das Gericht im Slowcooker zu, aber ich weiß noch, dass ich damals zu spät angefangen habe und deswegen das ursprüngliche Rezept für Grünkohl westfälischer Art auf dem normalen Herd gekocht habe. Und das geht auch wunderbar! Ja, der frische Grünkohl muss erst vorbereitet werden, also waschen, putzen, zerrupfen und blanchieren, aber wenn man jetzt nicht gerade 3 kg Kohl verarbeiten will, geht das auch relativ schnell. Das Schmoren des Kohls ist dann ziemlich einfach. Nach und nach kommen die weiteren Zutaten dazu und auch die Kartoffeln. Es ist also mehr ein Eintopf als ein typisch deutsches Drei-Komponenten-Gericht. Und dieser Eintopf ist so köstlich, dass er gerade danach schreit, dass ich ihn diesen Herbst nochmal koche mit dem schönen Roten Grünkohl von meinem Biokisten-Dealer des Vertrauen „Lotta Karotta„. Würzig, rauchig, von innen wärmend – perfekt an ungemütlichen Herbsttagen!

Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg frischer Grünkohl
1 Zwiebel
2 EL Butterschmalz
1 EL Zucker
Salz, Pfeffer
300 ml Brühe
1 EL scharfer Senf
1 kg Kartoffeln
2 Kasslerkoteletts
2 Knacker
1 EL Haferflocken (fein)

(1) Als erstes den Grünkohl vorbereiten. Dafür den Grünkohl im Waschbecken in viel Wasser waschen. Das Grün dann von den einzelnen Blättern abstreifen und grob zerrupfen. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen lassen. Dann den Grünkohl, gerne auch portionsweise, hinein geben und ca. 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.
(2) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Das Butterschmalz in einem größeren Topf schmelzen lassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Mit dem Zucker bestreuen und diesen etwas karamellisieren lassen. Den blanchierten Grünkohl zugeben, die Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und dem Senf würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze schmoren.
(3) Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
(4) Nach 30 Minuten die Kasslerkoteletts drauf legen. Nach 45 Minuten Schmorzeit die Kartoffeln unterrühren. Und wenn der Kohl 1 Stunde schmorte, die Knacker in den Topf geben.
(5) Nach insgesamt 1,5 Stunden Schmorzeit das Fleisch und die Wurst aus dem Topf nehmen und abgedeckt zur Seite stellen. Die Haferflocken unter den Grünkohleintopf rühren und noch 10 Minuten köcheln lassen, damit er ein bisschen eindickt. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt und gegebenenfalls nachwürzen.

Den Eintopf zusammen mit dem Fleisch und der Wurst servieren. Gerne mit einem zusätzlichen Klecks Senf.

Genießen!

Quelle: nach Langsam kocht besserGrünkohl westfälische Art aus dem Slowcooker

Das etwas andere Sommergericht – Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Wenn Ihr an typisches Sommergemüse denkt, was fällt Euch da als erstes ein? Bei mir, wie bei wahrscheinlich vielen anderen, sind es Tomaten, Paprika und Zucchini. Lauter Sachen, die ich jetzt ständig im Kühlschrank habe. Das sind ja alles eher südliche Sorten, aber auch hier aus Deutschland gibt es Gemüse, das typischerweise nur im Sommer reift und damit Saison hat. Dazu gehört die norddeutsche Schmorgurke und die Pfifferlinge. Klar, die Pilze gibt es auch in vielen anderen Ländern, aber ich musste erst lernen, dass Pfifferlinge im Sommer Saison haben, weil ich mit Pilzsuche doch eher den Wald im Herbst verbinde. Aber nein, die hellbraunen Köstlichkeiten sind, je nach Wetter natürlich, von Anfang Juli bis Ende September zu finden. Oder eben im Supermarkt käuflich zu erwerben. Und genau dann hat die Schmorgurke auch ihre Hoch-Zeit.

Was liegt da näher, als beides zu kombinieren. Ich hatte das Gefühl, dass das Erdige der Pilze gut mit dem milden Geschmack der Gurke passen würde. Dazu noch ein bisschen Speck und Zwiebeln, die ja auch zu beidem passen und dann Schmand, der noch eine angenehme Säure zur Cremigkeit bringt. Als Kräuter wollte ich Dill und Petersilie nehmen, hatte dann aber blöderweise doch keine mehr im Tiefkühler. Dann eben nur mit Dill, hat aber auch sehr gut geschmeckt. Wer vegetarisch unterwegs sein möchte, dem würde ich statt des Bacons empfehlen, eine aromatische Tomate zu entkernen, zu würfeln und mit den Gurken in die Pfanne zu geben. Sollte auch genug umami ans Gericht geben.

Es ist ein wirklich schönes, aromatisches Gericht für kühlere Sommertage, die es ja prinzipiell in Deutschland immer mal wieder gibt. Macht Euch ruhig auf die Suche nach beiden Zutaten auf Eurem Markt und probiert die Kombination aus! (Und berichtet auch gerne.)

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Zutaten für 2-3 Portionen:
250 g Pfifferlinge, geputzt gewogen (ca. 300 g ungeputzt)
1,5 EL Mehl zum Reinigen der Pilze
Salz, Pfeffer
1 kleine bis mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
100 g Bacon
1 EL neutrales Öl
50 ml Wasser
4-6 EL Schmand
1 Bund Dill
gerne auch 1/2 Bund Petersilie

(1) Die Pfifferlinge putzen. Dafür das Ende vom Stiel und eventuell angetrocknete oder angematschte Teile des Pilzes abschneiden. Groben Schmutz entfernen. In einer großen Schüssel das Mehl mit ordentlich Wasser vermischen. Die Pilze dazu geben und unter ständigem Bewegen wirklich wenige Minuten waschen. Der Dreck wird im Wasser schwimmen. Ein sauberes Küchenhandtuch oder Küchenkrepp bereit legen und die sauberen Pilze aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und darauf legen. Gut trocknen lassen.
(2) Von der Gurke die Enden abschneiden, schälen und halbieren. Aus den Hälften die Kerne mit Hilfe eines kleinen Löffels entfernen. Die Hälften längs dritteln und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und in feine Würfel schneiden. Den Bacon ebenfalls würfeln.
(3) Eine große Pfanne (mit Deckel oder einer anderen Abdeckung z.B. Silikondeckel) auf hoher Hitze heiß werden lassen. Kein Öl hinein geben! Die Pilze in die Pfanne geben und bei hoher Hitze (Stufe 2,5 von 3) so 5-10 Minuten trocken anbraten. Wenn Wasser austritt, so lange weiter braten bis es verdampft ist. Aus der Pfanne nehmen, in eine Schale geben, leicht salzen und pfeffern. Zur Seite stellen.
(4) Den Herd zurück schalten auf mittlere Hitze. Den Bacon mit dem Öl in die Pfanne geben und ein wenig anbraten. Dann die Zwiebelwürfel dazu geben und in wenigen Minuten glasig dünsten. Jetzt die Gurkenwürfel in die Pfanne. Salzen, pfeffern und 1-2 Minuten andünsten. Das Wasser drauf und mit dem Deckel bedecken. Auf mittel-kleiner Hitze etwa 15 Minuten schmoren lassen bis die Gurken fast gar sind.
(5) Währenddessen den Dill waschen, trocknen und fein hacken.
(6) Nach der Schmorzeit die Pfifferlinge in die Pfanne geben. Den Schmand dazu und gründlich verrühren. Noch einige Minuten garen bis die Gurken gar und die Pfifferlinge warm sind. Den Dill unterrühren. Kosten, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt.

Dazu passen Pellkartoffeln, aber ich kann mir auch Rösti oder Bratkartoffeln gut vorstellen.

Genießen!

Gefüllte Schmorgurken mit Kirschtomaten-Sahne-Sauce überbacken

Ich bin ja überrascht, aber momentan finde ich in meinem Studenten-Rewe beim Büro regelmäßig Schmorgurken. Und kaufe sie auch regelmäßig, weil SCHMORGURKEN! Große Schmorgurken-Liebe hier! Nur irgendwie kennt die junge Generation die köstlichen Dinger nicht mehr. Jedes einzelne Mal werde ich an der Kasse vom Kassiererlein (und es ist jedes mal wer anders) gefragt, ob das eine Zucchini sei. Nein, eine Schmorgurke. Ich erkläre dann gerne was das ist und grob, was man damit so köstliches anstellen kann. Nicht so ausführlich, wie ich könnte, es warten ja doch immer noch andere Kunden hinter mir ;-)

Also Schmorgurken! Natürlich werden sie hier regelmäßig angebraten und dann mit Ei drüber gestockt, zum Abendbrot gegessen. Und auch eine Schmorgurkenpfanne vegetarisch oder mit Hack oder Speck sind natürlich gern gesehen auf meinen Tellern. Aber was Neues schadet auch nicht und so begab ich mich auf die Suche. Fündig wurde ich auf der Seite von Rewe. Mit Hack gefüllte Schmorgurke sollte es werden, die mit einer Kirschtomaten-Sauce überbacken wird. Hörte sich spannend an und ist auch schnell vorbereitet. Während die Sauce auf dem Herd köchelt, heizt der Ofen vor und die Schmorgurken werden gefüllt. Effizientes Arbeiten spart Zeit und Energie. Und lecker ist es auch sehr! Wunderbar herzhaft mit einer fruchtigen Sauce und dazu das milde Aroma der warmen Gurken. Großartig!

Überbackene Schmorgurke mit Hack und Tomaten

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweiglein frischer Rosmarin
1 Zweig frischer Thymian
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schlagsahne
250 g Rinderhack
1 kleines Ei
2-4 EL Paniermehl
100 g Feta

(1) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen. In die Auflaufform legen. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Die Kirschtomaten halbieren. Die Blättchen der Kräuter vom Stiel streifen und fein hacken.
(3) Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs darin anschwitzen bis sie glasig sind. Tomaten und Kräuter hinein geben, die Sahne dazu schütten. Salzen und pfeffern. Etwa 15 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Falls die Sauce etwas zu dick wird, ein bisschen Sahne angießen.
(4) Während die Sauce kocht die Gurkenfüllung zubereiten. Zum Hackfleisch die restliche Zwiebel und Knoblauch geben, ebenso das Ei und Paniermehl. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verkneten. In die beiden Gurkenhälften füllen.
(5) Die Kirschtomaten-Sauce über die Gurken gießen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten garen. Den Käse abtropfen lassen und grob zerbröseln. Den Käse nach der Zeit über den Gurken verteilen und weitere ca. 25 Minuten überbacken lassen.

Dazu passt frisches Ciabatta oder Fladenbrot.

Genießen!

Quelle: Überbackene Schmorgurken mit Hack und Tomaten

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