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Türkische Pide mit Spinat-Feta-Füllung

So, die Feiertage sind vorbei! Ein neues Jahr hat begonnen, leider hat sich das doofe Corona-Virus noch nicht verzogen und wird es, wie es aussieht, so schnell auch nicht. Egal, gut essen wollen wir doch trotzdem! Und jetzt sehne ich mich nach nicht so festtäglichen Gerichten. Vielleicht was mit mehr grün, wenn die Tage draußen schon so grau sind.

Dann möchte ich Euch diese türkischen Pide mit Spinat-Feta-Füllung vorstellen. Das sind schiffförmige Gebäcke, die mit den unterschiedlichsten Zutaten gefüllt werden können und die es eigentlich in jeder türkischen Bäckerei zu kaufen gibt. Heute gibt es die klassische, vegetarische Variante mit Spinat und Feta, aber ich werde definitiv auch noch andere Füllungen austesten. Der Fantasie sind dabei praktisch keine Grenzen gesetzt!

Die Zubereitung ist prinzipiell auch einfach: einen Hefeteig herstellen (so können auch eventuelle Hefevorräte aus dem ersten „Lockdown“ abgebaut werden), in den noch ein bisschen Joghurt kommt und während der geht, die Füllung zubereiten. Das schöne ist, dass sich die Pide auch gut für den Tiefkühler und späteren Verzehr vorbereiten lassen. Einfach alle Teigschiffchen fertig stellen zum Backen und dann aber die, die Ihr einfrieren wollt, nach 8 Minuten rausholen, abkühlen lassen und in Gefriertüten einfrieren. Wenn Ihr sie dann essen wollt, den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen und die gefrorenen Pide in 20-25 Minuten goldbraun backen und dann wie frisch genießen! Ich hab es ausprobiert, es klappt 1a und ist super praktisch.

Und jetzt ab mit Euch in die Küche, den Hefeteig ansetzen und ein frohes neues Jahr!

Türkische Pide mit Spinat und Feta

Zutaten für 4 Stück:

Für den Teig:
10 g frische Hefe
1/2 TL Zucker
180 ml Wasser
300 g Mehl
1 gestrichener TL Salz
1 EL Öl
1 TL Joghurt

Für die Füllung:
350 g TK-Blattspinat, aufgetaut
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1,5 EL Olivenöl
1/2 TL getrocknete Minze
1 Prise Chiliflocken
Salz, Pfeffer
250 g Feta
1 Eigelb
1 TL Milch

(1) Zuerst den Teig zubereiten. Dafür den Zucker und die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen und 10-15 Minuten stehen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Sowohl das Wasser-Hefe-Gemisch als auch Öl und Joghurt dazu geben und den Teig kneten bis er sich von der Schüssel löst, nicht mehr klebt und schön geschmeidig ist. Abdecken und 1-2 Stunden an einem zugfreien Ort ruhen lassen bis er sich verdoppelt hat.
(2) In der Zeit die Füllung vorbereiten. Den aufgetauten Spinat gut ausdrücken. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und alles fein würfeln. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Knoblauchwürfelchen dazu geben und mitdünsten bis sie duften. Den Spinat zufügen, mit Salz, Pfeffer, der Minze und Chiliflocken würzen und einige Minuten dünsten. Wenn der Spinat gar ist, herausnehmen und zur Seite stellen. Den Feta zerkrümeln, das Eigelb mit der Milch in einem Schälchen verrühren und ebenfalls zur Seite stellen.
(3) Wenn der Teig fertig gegangen ist, den Ofen auf 225°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(4) Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und diese rund formen. Mit einem Tuch abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Dann jede Kugel zu einem Oval von ca. 40 cm Länge und 15 cm Breite ausrollen. Mit einem Viertel der Füllung belegen, dann 1/4 vom Feta drüber krümeln und den Teig von den Seiten her 1,5-2cm über die Füllung schlagen und die Enden verdrehen. Auf das Backblech setzen. Mit den restlichen Teigstücken ebenso verfahren. Die Ränder der Pide mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen.
(5) Das Blech auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20-25 Minuten backen. (Wenn Ihr welche einfrieren wollt, dann nach 8 Minuten heraus holen, vollständig abkühlen lassen und einfrieren. Zum Essen dann einfach gefroren bei 180°C Ober-/Unterhitze 20-25 Minuten zu Ende backen).

Herausholen, etwas abkühlen lassen und am besten lauwarm servieren.

Genießen!

Quelle: Teig nach Tancgil Orhan und Orkide, Seiser, K. (Hrsg.): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p 196

Unbekannte ungarische Köstlichkeiten: Gulasch aus Leber – Resztelt máj

Machen wir weiter in der Reihe zu den unbekannten ungarischen Gerichten. Das Gulasch-Klischee von Ungarn gibt es nicht umsonst. Es wird tatsächlich viel Gulasch gegessen, auch an heißen Hochsommertagen! Wir sind da schmerzbefreit ;-) Aber beileibe nicht nur aus Rind oder Schweinefleisch wird Gulasch geschmort – nein! – der Ungar an sich vergulascht gefühlt alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, egal ob tierischer oder pflanzlicher Herkunft ;-)

So auch die Innereien der Tiere. Ich bin das erste Mal mit dem Gericht in Berührung gekommen als meine älteste Tante es aus Schweineleber machte. Und ich war begeistert: abgesehen davon, dass ich Leber sehr gerne esse, ist es auch noch in wenigen Minuten zubereitet und eignet sich wunderbar für den Feierabend. Der Ansatz vom Gulasch ist ein bisschen anders als bei der klassische Variante, weil die Leber nur so kurze Zeit braucht, um gar zu werden, wird der Gulaschansatz längere Zeit vorgegart, ist dadurch aber schon fast fertig. Und die Sauce ist wunderbar würzig und leicht gebunden. Die Leber wird zartschmelzend. Einfach perfekt! Auch der Rest der Familie war begeistert! Ich hab es auch schon aus Kalbsleber gemacht und das war ebenso großartig. Eine wirklich einfache, schnelle und doch schöne Gulaschvariate!

Gulasch aus Leber – Resztelt máj

Zutaten für 2-3 Portionen:
400 g Hühnchenleber
2 mittelgroße Zwiebeln
1-2 größere Knoblauchzehe
3 EL neutrales Öl
1 TL Tomatenpüree
1/2 TL gemahlener Kümmel
1/2 TL gerebelter Majoran
2 TL Paprikapulver edelsüß
Salz, Pfeffer
1 TL Stärke, gehäuft
200 ml kaltes Wasser

(1) Die Leber putzen und trocken tupfen. Die Zwiebeln häuten, halbieren und in Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls häuten und in dünne Scheiben schneiden.
(2) Das Öl in einer breiten Pfanne erhitzen. Das Tomatenpüree bei höherer Hitze wenige Minuten anbraten bis es braun geworden ist. Die Zwiebeln drunter rühren und bei mittelhoher Hitze weich dünsten bis sie etwas zusammen fallen.
(3) Die Knoblauchscheiben und Hähnchenleber zufügen und bei höherer Hitze anbraten. Mit dem Kümmel, Majoran, Pfeffer und Paprika bestreuen.
(4) Die Stärke mit dem Wasser klümpchenfrei verrühren, über die Leber gießen und alles etwa 7-10 Minuten bei mittlerer Hitze offen köcheln lassen bis die Leber nach Euren Vorlieben gegart ist und die Sauce etwas angedickt. Zum Schluss mit ordentlich Salz würzen.

Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei, gerne auch sauer eingelegtes Gemüse oder frischer Salat.

Genießen!

Quelle: Fördös, Z. (2016): 83 kedvenc magyar receptem. Lunchbox Produkciós Kft., p 162

Schnelle, weihnachtliche Nascherei: Christmas Crunch

Vorletztes Jahr schwirrte ganz kurz vor Weihnachten sogenanntes Christmas Crunch durch meine Instagram-Timeline und wir haben es auch prompt nachgemacht. Fanden wir damals schon sehr geil, diese Mischung aus salzig und süß. Und letztes Jahr stand es für mich wieder auf dem Plan! Einfach, weil es lecker und wirklich unkompliziert zuzubereiten ist. Dazu ist es noch unglaublich vielfältig und jeder kann es nach seinen eigenen Vorlieben zusammen basteln, dabei ist nur essentiell süße und salzige Bestandteile zu mischen. Ich mag zum Beispiel so säuerlich-fruchtige Noten noch und habe einfach ein Tütchen getrocknete Sauerkirschen unter gerührt. Aber ich kann mir auch Cranberries oder klein geschnittene getrocknete Aprikosen schön vorstellen. Aber so lange ihr das Verhältnis vom Volumen der trockenen Zutaten zur geschmolzenen Schokolade und dann eben süß und salzig mit etwas neutraleren Cerealien mischt, wird der Christmas Crunch süchtigmachend schmecken!

Sogar die anfangs sehr skeptischen Kolleginnen waren begeistert und konnten fast nicht davon lassen ;-) Und damit ihr auch rechtzeitig zur Saison eine schön große Portion machen könnt, gibt es das Rezept jetzt schon :-)

Christmas Crunch

Zutaten für ca. 4 l:
3 Tassen Haferkissen
(oder andere nicht zu süße Cerealien)
2 Tassen Mini-Salzbrezeln
(oder zerbrochene Salzstangen)
1/2 Tasse gesalzene Erdnüsse
1/2 Tasse Salzmandeln
1/4 Tasse geschälte, geröstete Pistazien
1/4 Tasse M&Ms
(gerne weihnachtlich rot und grün *g*)
3/4 Tasse getrocknete Sauerkirschen
1 Tasse bunte Streusel
(Einhörner, Sterne, güldene Kügelchen, etc.)
300 g weiße Schokolade

Es geht außerdem:
diverse Nüsse, Popcorn, Schokolinsen, getrocknete Früchte

(1) Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten bis die Schokolade in einer großen Schüssel gründlich vermischen.
(3) Die weiße Schokolade grob zerbrechen. Entweder über einem Wasserbad (ein bisschen Wasser in einem Topf heiß werden, aber nicht kochen lassen, passende Schüssel drüber, die das Wasser NICHT! berührt) oder in der Mikrowelle (passendes Gefäß, mehrere Mal immer nur für 30 Sekunden erhitzen, damit sie nicht verbrennt, rühren) die Schokolade so lange erhitzen bis sie flüssig ist. Zu den trockenen Zutaten gießen und mit einem Teigspatel gründlich vermischen
(4) Die Masse auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und trocknen lassen. Dann in Stückchen brechen und in einer luftdichten Dose lagern.

Genießen!

Quelle: nach Marry KotterWeihnachtliche Rezepte: Christmas Crunch und Eggnogg

Ungarisches Pilzgulasch

Es ist Herbst. Eindeutig sogar, das Laub färbt sich und fällt ab, die Tage sind kurz, die Temperaturen merklich kühler und die Pilze sprießen. In einigen Regionen war wohl eine ganz gute Pilzsaison durch den Regen und die doch angenehm-warmen Temperaturen. Das mögen Pilze! Nun muss ich aber gestehen, dass ich eine Pilz-Nulpe bin. Ich weiß, dass Pilze weder Tiere noch Pflanzen sind. Ich kenne den Unterschied zwischen Lamellen- und Röhrenpilz und weiß, dass es keine tödlich giftigen Röhrenpilze in Deutschland gibt. Aber ansonsten würde ich wahrscheinlich den schönsten Steinpilz im Wald stehen lassen, einfach weil ich mir unsicher wäre, ob er wirklich ein Steinpilz ist.

Trotzdem mag ich Pilze sehr und bleibe aber einfach bei den gekauften ausm Supermarkt oder Markt. Und was macht eine halbe Ungarin damit? Richtig: Gulasch! Ungarn vergulaschen ja alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist ;-) Und gerade Pilze eigenen sich wunderbar dafür, weil sie so viel eigenes Aroma haben, das durch die Gulaschgrundlage perfekt ergänzt wird. Und so ein Pilzgulasch ist wirklich schnell gemacht, im Gegensatz zu einem Rindergulasch, das gut und gerne 2,5-3 Stunden vor sich hin schmurgelt. Am längsten dauert wirklich das anbraten der Pilze und der Gulaschansatz (ca. 15-20 Minuten). Danach kommen nur noch

Natürlich könnt ihr selbst gesammelte Pilze nehmen, aber auch nur mit Champignons aus dem Supermarkt schmeckt es hervorragend. Ihr könnt es auch mit gefrorenen Pilzen machen oder die unterschiedlichsten Pilzsorten kaufen wie Austernseitlinge oder Shiitake. Tobt Euch aus!

Jedenfalls wird es ein großartiges Gulasch, das auch Vegetarier lieben werden. Probiert es aus!

Ungarisches Paprikagulasch – Gombapaprikás

Zutaten für 2-3 Portionen:
600 g Pilze
(z.B. Wildpilze, Champignons, Pfifferlinge, Austernseitlinge)
1 kleinere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Paprikaschote
1 Tomate
3 EL neutrales Öl
50 + 100 + 150 ml Wasser
1 TL Paprikapulver
1 Prise gemahlener Kümmel
1/4 TL Majoran
Salz, Pfeffer
1 TL Speisestärke
1 EL Schmand
1 kleines Bund Petersilie

(1) Zuerst alle Zutaten vorbereiten. Die Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und beides fein würfeln. Die Paprika ebenfalls fein würfeln. Die Tomate wenn gewünscht häuten, dafür die Tomate vierteln und dann von jedem Viertel ganz dünn die Haut abschneiden. Das Fruchtfleisch auch fein würfeln.
(2) Eine große Pfanne auf hoher Flamme heiß werden lassen (hier Stufe 2,5 von 3). Die Pilze in 3 Portionen nacheinander in die heiße, trockene Pfanne geben und scharf anbraten. In eine Schüssel geben.
(3) Die Hitze auf kleine Stufe runter stellen. Die Zwiebel- und Paprikawürfel ins Fett geben und ca. 3 Minuten andünsten. Dann 50 ml Wasser dazu geben und bei mittlerer Hitze aufs Fett braten, also bis das Wasser verdunstet ist und das Fett wieder brutzelt. Das dauert etwa 5 Minuten.
(4) Knoblauchwürfelchen und Tomaten zu der Zwiebelmischung geben, 2 Minuten dünsten, mit 100 ml Wasser auffüllen und wieder aufs Fett braten.
(5) Die angebratenen Pilze zugeben und mit dem Paprikapulver, Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer würzen. die letzten 150 ml Wasser angießen und bei mittel-kleiner Hitze etwa 5 Minuten schmoren lassen. Wenn die Sauce beginnt zu reduzieren, den Schmand mit der Stärke verrühren, unterrühren und einige Minuten rühren lassen.

Dazu passen wunderbar Spätzle/Nokedli, Salzkartoffeln oder Nudeln. Und als Beilage ist Gurkensalat hervorragend!

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenGombapaprikás pirított hagymás galuskával

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