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Scones nach Devon Art – Gyors angol zsemle teához

Facebook ist schon ein fieser Möpp! Da schaut man unschuldig an einem Sonntagmorgen so bei Facebook rum, ohne große Pläne, eigentlich sollte es ein fauler Sonntag auf dem Sofa werden. Aaaber dann!

Dann postet Barbara von der Spielwiese einen Link zu ihren Scones, die sie nach einem Originalrezept aus Devon macht. Und dann sind die Faulenzer-Pläne zumindest für 30 Minuten hin und ich stand in der Küche und buk schnell diese kleinen Köstlichkeiten. Sie sind mit Zutaten gemacht, die ich eigentlich immer zu Hause habe, man braucht nicht mal ein Ei! Und wirklich schnell sind sie gemacht, von sich-aufraffen bis aus-dem-Ofen-holen vergehen keine 30 Minuten. Also für Kurzentschlossene mit spontanem Hunger auf Nachmittagsgebäck ist es das perfekte Rezept! Klassischerweise werden sie in England mit Clotted Cream, einer Art sehr fetter, cremiger Sahne und Erdbeerkonfitüre gegessen, aber die gibt es hier in Deutschland schlecht zu kaufen und ich vertrage sie auch nicht wirklich gut. Stattdessen bestrich ich sie mit Apple Butter und war wirklich begeistert von der Kombination. Wer aber eine säuerliche, frische Komponente noch braucht, dem sei Frischkäse oder türkischer Kaymak empfohlen.

Auf alle Fälle ein empfehlenswertes Rezept, dass es ins Standardrepertoire geschafft hat!

Scones nach Devon Art

Zutaten für 8-10 Stück:
225 g Mehl
1/2 Packung Backpulver
1 Prise Salz
55 g Butter
55 g Zucker
55 g Rosinen
120 ml Milch

(1) Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze (Umluft 190°C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Das Mehl mit dem Backpulver, Salz, Zucker und Butter in eine Schüssel geben. Alles gut verkneten (entweder per Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine). Die Rosinen zugeben und nach und nach die Milch, bis ein Teig entstanden ist.
(3) Den Teig etwa 2 cm dick ausrollen und mit einem Glas runde Scones ausstechen. Den übrig gebliebenen Teig wieder ausrollen und neu ausstechen. So sollten 8-10 Scones entstehen.
(4) Auf das Backblech setzen, auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen.

Kurz abkühlen lassen und am Besten lauwarm genießen! Dazu passt Clotted Cream, Frischkäse, Erdbeerkonfitüre oder wie ich festgestellt habe, Apple Butter.

Quelle: Barbaras SpielwieseScones

Magyarul/Ungarisch:

Gyors egyszerü angol zsemle

Hozzavaló 8-10 darabra:
225 g liszt
1/2 csomag sütöpor
1 csipet só
55 g vaj
55 g cukor
55 g mazsola
120 ml tej

(1) A sütőt 210°C előre melegitünk. Egy tepsi sütőpapírral kirakjuk.
(2) A lisztet, sütőport, sót, vajat és cukrot egy tálba teszünk. Jó össze gyúrunk. Oda teszünk a mazsolák és lassan, nem mindent egyszerre, a tejet is. Úgy hogy rendes tészta össze jön.
(3) Ki nyujtunk a tésztát 2 cm-re. Üveggel kinyomjunk a Scones-t. 8-10 darab lesz belőle.
(4) Ráteszünk a tepsire és 10 percig hagyunk sütni aranybarnára.

Egy kicsit hagyunk kihűlni és a legjobb langyosan enni vajjal és eper- vagy más lekvárral.

Egészen maximum 30 percet kell meddig-re kész a Scones. Én nagyon imádom! Próbáljatok ki!

Blubbern und Quieken

Zwerg und ich gucken immer noch gerne die Jamie Oliver-Sendungen im Fernsehen. Erstaunlicherweise, auch wenn es die drölfzigste Wiederholung ist … Letztens meinte sie, es gab eine Sendung, in der er Bratwurstschnecken mit irgendwas kartoffeligem gebraten hätte und das wollten Frau Mama und sie schon immer mal austesten. Ah, ja, äußerst präzise. Zum Glück wusste sie noch aus welcher Sendung es war und so konnten wir schnell im entsprechenden Buch nachschauen … Ach, das meinte Zwerg: Bubble and Squeak. Ein typisch britisches Gericht, bei dem Kartoffeln und Gemüse gestampft werden und sozusagen als richtig großer Blobb in der Pfanne knusprig gebraten wird. Und weil während des Bratens eben das restliche Wasser aus dem gequetschten Gemüse verdampft, blubbert und quiekt es, deshalb „bubble and squeak“. Und diese Geräusche gibt das Essen tatsächlich von sich, voll lustig! Es ist auch das perfekte Resteessen, wenn was übrig bleibt an Kartoffeln und Beilagengemüse einfach am nächsten Tag dazu verbraten oder eben gleich geplant etwas mehr kochen, so dass man am nächsten Tag weniger Arbeit hat. Wichtig ist wohl nur, dass etwa 60% die Kartoffeln ausmachen, damit das Gericht die richtige Konsistenz bekommt. Mr. Oliver hat auch noch Maronen mit reingebraten, die wir weg ließen, zum einen weil Zwerg sie partout nicht mag und zweitens weil Frau Mama schnöde vergessen hat, sie zu kaufen ;-) Aber ich glaube, sie würden wundervoll reinpassen, werde aber unsere etwas veränderte Rezeptur angeben. Aber variiert nur nach Lust und Laune.

Dazu hat Mr. Oliver Bratwurstschnecken mit Zwiebelsauce gemacht. Nun gut, bei uns sind es aufgrund der fehlenden zusammenhängenden Würste eher Schneckchen aus Wildbratwurst mit deutlicher Rotweinnote geworden, aber das Prinzip ist super und die Zwiebelsauce, die man erhält wirklich der Hammer! Also zumindest mir hat sie wunderbar geschmeckt.
Ein großartig traditionelles, einfaches Wohlfühlessen, wobei ich für mich alleine auch öfter nur das Bubble and Squeak machen werde, schnell, vegetarisch, lecker! Wir haben es abends gleich nochmal gekocht, weil es mittags komplett weginhaliert wurde und Frau Mama und Zwerg noch was für die Arbeit am nächsten Tag haben wollten *g*

Bubble and Squeak mit Bratwürstchen und Zwiebelsauce

Zutaten für 4 Personen:
800 g Kartoffeln
600 g gemischtes Wintergemüse (Möhren, Rosenkohl, Pastinaken, Zwiebeln, Porree, Wirsing, etc.)
Olivenöl
2 EL Butter
8-10 kleine Bratwürstchen (Schwein, Rind, Lamm, Wild)
Muskatnuss
3 rote Zwiebeln
einige Lorbeerblätter
1 EL Mehl
100 ml dunkler Balsamico-Essig
250 ml Gemüsebrühe
etwas brauner Zucker

(1) Die Kartoffeln schälen, in kleinere Würfel schneiden. Das restliche Wintergemüse ebenfalls putzen und in so große Stücke wie die Kartoffeln schneiden. In einem Topf mit kochendem Wasser 15-20 Minuten kochen. Wenn sie gar sind, dann abgießen und zur Seite stellen.
(2) Einen Schluck Olivenöl und die Hälfte der Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Kartoffeln und Gemüse zugeben und grob zerstampfen. Zu einem dicken Pfannkuchen formen. Bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten braten. Alle 5-10 Minuten kontrollieren, wenn der Boden goldbraun ist. Dann Stückchen für Stückchen umdrehen, wieder flach drücken und weiter braten bis er knusprig ist. Geduld haben!
(3) Den Ofen und eine flache, große Auflaufform auf 200°C vorheizen.
(4) Die Zwiebeln pellen, halbieren und in feine Halbringe schneiden. Die kleinen frischen Bratwürste mit Zahnstochern zu kleinen Schnecken formen. Mit Olivenöl besprenkeln, einmassieren. Mit Pfeffer und Muskatnuss würzen.
(5) Die heiße Form aus dem Ofen nehmen. Etwas Olivenöl hinein geben und die Zwiebelringe hineingeben. Die restliche Butter dazu geben und gut verrühren. Die Bratwurstschneckchen auf den Zwiebeln verteilen und die Lorbeerblätter dazwischen klemmen. Die Form in den Ofen schieben und ca. 30-40 Minuten braten bis sie goldbraun und knusprig sind. Wenn die Würstchen fertig sind, sollte auch das Bubble and Squeak fertig sein.
(6) Die Würstchen auf einen Teller legen, die Form mit den Zwiebeln auf den Herd stellen. Volle Hitze aufdrehen, das Mehl, Balsamicoessig und die Brühe einrühren. Aufkochen lassen und so lange einreduzieren bis sie eine nette Saucenkonsistenz hat. Ab und zu rühren. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zucker leicht süß-sauer abschmecken.

Das Bubble and Squeak mit den Würstchen und etwas von der großartigen Zwiebelsauce anrichten und

genießen!

Quelle: Oliver, J. (2007): Jamie at home. Penguin.

Britische Sonntagsbrötchen – Scones

Letzten Monat ging es beim Fernsehsender Arte hauptsächlich um Großbritannien, es gab verschiedene Dokus übers Liesbeth die II., über britische Gewohnheiten, die „Stolz und Vorurteil“ Verfilmung von 1995 mit Colin Firth *schmacht* wurde gezeigt und natürlich auch das Essen der Insel thematisiert. Dafür wurde Sarah Wiener in 10 Folgen quer über die Insel geschickt und sollte typische britische Gerichte wie Fish & Chips, Kedgeree, Roastbeef oder auch Pie & Mash kochen. Ich mochte schon die anderen Serien mit ihr, wo sie Frankreich oder Italien oder Österreich erkundet, man lernt Land und Leute ein wenig kennen, wie bestimmte Zutaten hergestellt werden und eben typische Gerichte der unterschiedlichen Regionen. So war Sarah Wiener auch in der Großbritannienserie von Schottland bis Cornwall unterwegs. Und Gott, ist das schön da! Und so vielfältig! Unglaublich! Ich sollte mal die britischen Inseln etwas mehr erkunden :-) Auch die unterschiedlichen englischen Rezepte haben Lust auf’s Ausprobieren gemacht.

In einer Folge sollte Frau Wiener ein typisch britisches Picknick zubereiten, das offensichtlich auch Scones enthält. Frau Mama, die die Folge mit mir guckte, meinte gleich, dass sie Scones schon immer mal kosten wollte. Hey, das lässt sich doch einrichten! Frau Kochschlampe kann wunderbare Scones backen und dort durfte ich sie verköstigen. Also habe ich schnell das Rezept rausgesucht und mich Sonntagnachmittag kurz hingestellt, um für Frau Mama welche zu zaubern. Und sie sind köstlich geworden. Ich glaube wie Scones sein müssen: zart-krümelnd, knusprig, wundervoll! Frau Mama und auch Herr Papa fanden sie toll, haben zusätzlich zur Erdbeertorte noch einige verputzt. Und sie sind so schnell gemacht, wirklich innerhalb von 30 Minuten hat man herrlich warme Scones fertig. Toll, toll, toll! Ich finde ja am Besten schmeckt dazu schön fruchtige Marmelade, wie hier die Aprikosen-Erdbeer-Marmelade. Honig ist irgendwie zu süß für die Scones, ein wenig fruchtige Säure tut dem Scones-Belag ganz gut :-) Und die nächsten Tage werd ich mich nochmal hinstellen und welche für Frau Mama auf Vorrat machen, sie lassen sich laut BBC Good Food auch gut einfrieren, ha!

Buttermilch-Scones

ergibt 6-8 Stück

2-3 EL Buttermilch, zusätzlich welche zum Bepinseln
220 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75 g Butter, zimmerwarm
40 g brauner Zucker
1 Ei (L), verquirlt

(1) Den Ofen auf 220° vorheizen, Blech mit Backpapier auslegen.
(2) Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis eine brotkrümelartige Masse entsteht. Den Zucker einarbeiten.
(3) Ei mit 2 EL Buttermilch mischen und unterkneten. Es sollte ein weicher, aber nicht klebriger Teig entstehen. Sollte der Teig zu trocken sein, noch Buttermilch dazu geben – aber nur teelöffelweise.
(4) Teig 2,5 cm dick ausrollen (oder mit den Händen platt drücken) und Scones mit einem mittelgroßen Wasserglas  ausstechen.
(5) In den Ofen schieben und 10-12 Minuten backen.
Soweit abkühlen lassen, dass man sie gut anfassen kann und mit Butter und Lieblingsmarmelade essen.

Genießen!

Quelle: Frau KochschlampeButtermilch-Scones

Und weil ich Scones das erste Mal selbst bastelte und die Familie sie das erste Mahl aß, mach ich damit bei natas Blogevent im Kochtopf mit.

 Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)
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