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Geiler Scheiß – Fenchel-Tomaten-Gratin

Eine sehr zuverlässige Quelle für Essensinspiration ist immer noch Frau Kochschlampe. Regelmäßig kommen Links von Rezepten in meinen Messenger geschwappt mit dem dringenden Hinweis „Musst! Du! Ausprobieren!“.

So auch dieses Rezept für ein Fenchel-Tomaten-Gratin. Die kurze Zutatenliste ließ mich an Frau Kochschlampes Begeisterung ein wenig zweifeln. Aber okay, ich hatte alles da und eh noch keinen Plan, was ich an meinem freien Freitag koche, also ab dafür. Eigentlich ist es auch einfach zuzubereiten, nur zwischendrin kocht der Fenchel locker-flockig vor sich hin, während ich schon die Brösel mixte, was jetzt auch nicht ewig dauert oder ein paar Gerätschaften abwusch. Zuerst kam mir die Menge an Tomate zu wenig vor, aber das passt schon. Und auch die Brösel schienen mir zu viel, aber nee.

Nach dem ersten Kosten kam die Offenbarung: Du meine Güte ist das Geiler! Scheiß! Perfekt weich gegarter Fenchel in angenehmer Tomatensauce und dann die würzig-knusprigen Brösel dazu. Eine großartige Kombination, die es ob der einfachen Zubereitung und wenigen Zutaten bestimmt öfter geben. Macht das wirklich dringend nach!

Fenchel-Tomaten-Gratin

Zutaten für 2 Portionen:
1,5 EL Olivenöl
2 Fenchelknollen
1 Knoblauchzehe
200 g Tomatenstücke aus der Dose
Salz

Für das Topping
40 g Brot
25 g Parmesan, gerieben
kleine handvoll Fenchelgrün
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
kleine handvoll schwarze Oliven ohne Stein

(1) Vom Fenchel das feine Grün abschneiden und zur Seite legen. Den Ende abschneiden und eventuell unschöne äußere Schichten entfernen. Die Knollen halbieren und in dünne Spalten schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein hacken.

(2) 1 EL Olivenöl in einer Pfanne mit passendem Deckel oder flachen Topf erhitzen. Die Fenchelstücke hineingeben, etwas salzen. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze 15 Minuten schmoren. Den Knoblauch zufügen und weitere 10-20 Minuten schmoren bis der Fenchel weich ist (das hängt von der Dicke der Fenchelstücke ab). Die Tomaten zufügen und offen weitere 10 Minuten schmurgeln lassen bis der Fenchel von einer dicken Schicht Tomatensauce ummantelt ist. Alles in eine flache Auflaufform geben.

(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

(4) Während der Fenchel kocht das Topping vorbereiten. Dafür die Zutaten bis auf die Oliven in eine Küchenmaschine geben und zu Krümeln zerkleinern. Die Oliven zufügen und grob zerkleinern mit der Puls-Funktion. Die Brösel großzügig über den Fenchel streuen, mit dem restlichen Olivenöl geträufeln und die Auflaufform auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten backen bis das GRatin goldbraun ist.

Genießen!

Quelle: Fennel & tomato gratin

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Für den letzten Sonntag stand das Bepflanzen meiner Balkonkästen auf dem Plan. Endlich ist es warm genug, damit es Spießer-Geranien und Petunien und anderen hübschen Blümchen auf dem Balkon gut geht :-) Und weil mein Rücken nach so einer längeren Aktion nicht gerne noch stundenlang in der Küche steht, wollte ich was im Slowcooker machen. Da kam mir die Facebook-Seite von BBC Good Food gerade recht, die ihrer Gefolgschaft auf Facebook vegetarische Rezepte für den Slowcooker präsentierte. Und die Aubergine aus dem Slowcooker lachte mich sofort an!

Die Zutaten mag ich alle, in der Kombination hatte ich sie noch nicht und schon etwas sommerlich. Nun gibt es ja Leute, die der Aubergine sehr skeptisch gegenüber stehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen bisher einfach immer nur unzureichend gegarte Auberginen vorgesetzt bekommen haben. Wenn man der lila Eierfrucht wirklich Zeit gibt – sei es im Slowcooker oder im normalen Topf – wird sie cremig-zart mit wunderbarem Aroma. Ich kann nur jeden Auberginenskeptiker ermuntern, dem tollen Gemüse nochmal eine Chance zu geben.

Für diesen lauwarmen Salat wird das vorbereitete Gemüse roh in den Einsatz des Slowcookers geschichtet, gewürzt mit zusätzlich Korianderkörnchen und getrockneten Tomaten. Das gibt so ein richtig schönes Aroma zusätzlich zum Fenchel. Es duftet schon wunderbar aus dem Slowcooker, aber wenn die geneigte Leserschaft dann noch das frisch-würzige Dressing mit den Massen an Kräutern und Kapern darüber träufelt und mit dem salzigen Feta und knusprigen Mandeln bestreut – Ein Traum! Wirklich! Diesen lauwarmen Salat würde ich sofort als Vorspeise zu einem sommerlichen Menü servieren. Er macht wirklich was her, sowohl geschmacklich als auch optisch!

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 als Vorspeise (oder 2 als kleines Hauptgericht):
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 250 g)
1 kleine Fenchelknolle
150 g Kirschtomaten
3 halbe sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl)
1 TL Koriandersaat
Salz, Pfeffer

Für das Dressing:
1/2 kleines Bund Petersilie
1/2 kleines Bund Schnittlauch
2-4 Stengel Basilikum
1 TL Kapern
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Bestreuen:
50 g Feta
25 g gehobelte Mandeln

Slowcooker: 1,5 Liter
Zeit: 3-4 Stunden auf HIGH oder 6-8 Stunden auf LOW

(1) 1 El Olivenöl in den Slowcooker geben. Die Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, den Knoblauch durch die Presse geben. Beides zu unterst in den Keramikeinsatz geben und miteinander verrühren. Den grünen Teil der Aubergine entfernen und sie längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Öl bestreichen. Von der Fenchelknolle die äußere Schicht abmachen, halbieren, Strunk heraus und in dünne Streifen schneiden. Die getrocknete Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten halbieren. Auf die Zwiebelmischung die Hälfte der Auberginenscheiben legen, die Hälfte des Fenchels, der frischen und getrockneten Tomaten verteilen. Mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Korianders würzen. Dann die zweite Hälfte der Zutaten genau so schichten. Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4 Stunden garen oder bis die Auberginen wirklich weich sind. (Wer mehr Zeit hat, kann gerne 6-8 Stunden LOW nehmen)
(2) Für das Dressing die Kräuter grob hacken und mit dem restlichen Dressing mit Hilfe eines Pürierstab oder Blitzhackers ein cremiges, würziges Dressing mixen.
(3) Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter öfterem Umrühren goldbraun rösten. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen, das geht schneller als man denkt.
(4) Die Auberginen mit einem Schaumlöffel aus der Form holen (die Flüssigkeit aus der Form wäre zu viel für den Salat), nett auf einem großen oder mehreren kleinen Tellern anrichten. Das Dressing drüber träufeln, den Feta darüber zerkrümeln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Slow cooker aubergines

Für den 3,5 l Slowcooker einfach nur die Zutaten verdoppeln und die Kochzeit etwas verlängern.

Drei-Komponenten-Salat: Fenchel plus Orange plus Olivenöl

Große Salatesser sehen anders aus als ich. Irgendwie bin ich kein großer Rohköstler, gegart bekommt mir Gemüse einfach besser. Aber manchmal habe auch ich Lust auf Salat und dann gerne auf richtige Gemüse und nicht unbedingt einzelne grüne Blätter ;-) Im Winter ist es eher häufiger das Verlangen nach Fenchel mit Orange, ein Klassiker! Und dieser Salat ist so schnell gemacht und besteht, abgesehen von Salz und Pfeffer nur eben aus drei Zutaten. Und ist auch ganz schnell gemacht, nur die Fenchelstreifen sollten wirklich nicht allzudick sein. Natürlich könnt ihr den Salat auch mit dünn geschnittener roter Zwiebel und ein paar Nüsschen erweitern, aber auch so simpel ist er schon sehr köstlich!

Einfachster Fenchel-Orangen-Salat

Zutaten für 2 Portionen:
1 größere Fenchelknolle
1 Orange
Salz, Pfeffer
1-2 EL Olivenöl

Den Fenchel putzen und in dünne Streifen schneiden, die grünen Triebe aufbewahren. Mit Salz und Pfeffer bestreuen und per Hand einige Minuten durchkneten bis er weicher wird. Die Orange filettieren, die Orangenfilets je nach Größe halbieren, dritteln oder ganz lassen. Den restlichen Saft aus der massakrierten Orange über dem Salat ausdrücken. Das Olivenöl drüber geben und gut verrühren. Die grünen Fencheltriebe fein hacken und über den Salat streuen.

Genießen!

Bunte Gartenminestrone mit Grießnocken

Jetzt können im Garten noch die letzten Sommergemüse geerntet werden. Die letzten Zucchini, Spitzkohl, Rote Bete, Bohnen, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken. Das ist nur das, was im elterlichen Schrebergarten dieses Jahr wuchs. Was ist denn bei der geneigten Leserschaft so zu finden? Und irgendwie wird ja doch alles gleichzeitig reif und man kann gar nicht so viele unterschiedliche Gerichte kochen und vor allem genießen wie man Gemüsesorten geerntet hat, oder? Was bietet sich da besser an als alles zu einer minestroneartigen Suppe zu verkochen? Da kann man alles rein tun was man will, auch gerne Bohnen aus der Dose (oder vorgekocht), Tiefkühlerbsen, halt alles was weg will und gerade Saison hat. Das ist ja gerade das wunderbare an solchen Suppe, sie sind so super saisonal und dazu gesund.

Normalerweise werden in Minestrone ja Nudeln mit gegart, aber Frau Mama fand in einer Zeitschrift ein Rezept für Grießnocken, dass sie mal austesten wollte, weil sie die Erinnerung an die Grießnockensuppe ihrer Oma (also meiner Uroma) überkam und wir aber kein passendes Rezept bisher im Familienrepertoire hatten. Aber ist doch kein Problem zu der Gemüsesuppe Grießklößchen zu basteln. Wichtig ist dabei offensichtlich die Butter im Teig und dass der Teig 60 Minuten Zeit zum Quellen hat, dann halten die Nocken auch gut. Völlig unkompliziert, nur ein bißchen Zeitplanung nötig.

Insgesamt ist die Suppe sehr schön geworden und die Nocken hätte ich schon so pur ohne irgendwas essen können. Auch der Restfamilie hat die Suppe sehr gut geschmeckt, auch wenn kein totes Tier drin war ;-) Auch aufgewärmt schmeckte sie abends und zwei Tage später noch allen wunderbar! So gut und einfach kann improvisieren sein.

Bunte Gemüsesuppe mit Grießnocken

Zutaten für 8 Portionen:

Für die Grießnocken:
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Grieß
2 Eier
Salz, Pfeffer
Muskatnuss gerieben
etwas Gemüsebrühepulver (Bio, ohne Hefeextrakt)

Für die Suppe:
4 Möhren
2 Kartoffeln
1/2 Spitzkohl
1 Fenchel
1 mittelgroße Zucchini
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Cherrytomaten
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst den Teig für die Grießnocken machen. Dafür die Butter mit dem Grieß und Eiern gut vermischen, wer gerne manscht per Hand, ansonsten mit einem Handrührgerät. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Stunde stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.
(2) In der Zwischenzeit die Zutaten für die Suppe vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen, die Möhren in Scheiben schneiden, die Kartoffeln in etwa so große Stücke wie die Möhren. Den Spitzkohl von den äußeren etwas unschönen Blättern befreien, nochmals halbieren, dass man zwei Viertel Spitzkohle hat und den Strunk großzügig rausschneiden. Die Viertel in feine Streifen schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren, Strunk rausschneiden und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Maiskolben von den eventuell vorhandenen äußeren Blättern befreien. Auf das breitere Ende stellen und mit einem scharfen Messer vorsichtig und doch beherzt die Körner von oben nach unten abschneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten vierteln und grüne Strünke entfernen.
(3) In einem großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten darin, dann den Knoblauch zufügen und so lange anbraten bis er duftet. Die Möhren und Kartoffeln hineingeben, kurz mitdünsten. Dann die Spitzkohlstreifen und Fenchel, Zucchini und Mais. So lange bei höherer Hitze andünsten bis der Kohl anfängt zusammen zu fallen. Tomatenviertel zufügen. Gut salzen und pfeffern. Etwa 500 ml Wasser angießen. Jetzt noch nicht komplett mit Wasser oder Brühe bedecken, weil noch die Brühe hinzukommt, in denen die Grießklößchen gegart werden.
(4) Während das Gemüse im großen Suppentopf andünstet einen mittelgroßen Topf mit Wasser (plus Gemüsebrühpulver) oder Gemüsebrühe aufsetzen, gut 1 l sollte es schon sein. Zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze runter stellen. Mit einem (oder zwei, wer ordentliche Nocken haben will) Teelöffel aus dem gequollenen Grießteig Nocken in die simmernde Brühe geben. Sie sinken erst auf den Boden. Vorsichtig mit einem Holzspatel im Topf rühren, damit nichts auf dem Boden anbrennt. Wenn sie nach oben steigen noch 10 bis 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, die Grießnocken aus der Brühe nehmen und zwischenparken. Die Brühe zur Suppe gießen.
(5) Wenn es noch nicht genug Flüssigkeit in der Suppe sein  sollte, noch etwas Wasser nach füllen. Deckel drauf und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist, aber noch nicht zerkocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Währenddessen die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden.
(6) Die Grießnocken zur Suppe geben, nochmal warm werden lassen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.

Genießen!

Wenn der Grill schon heiß ist …

Im Sommer wird bei meinen Eltern im Garten ziemlich regelmäßig gegrillt, nur ich bin außen vor, weil ich knappe 500 km vom elterlichen Garten entfernt wohne … Jetzt war ich aber mal wieder da und das Wetter war perfekt: Sonne, ein bißchen Wind (was Muschelschubser so als „bißchen“ bezeichnen), angenehme  Temperaturen. Einfach wunderbar! Und weil ich nicht sooft zum Grillen komme, hatte ich mal wirklich Lust dazu und auch um ein paar aufwendigere Sachen zu testen. Glücklicherweise war auch Frau Mama nicht abgeneigt, da sie gerade ein Heft mit lauter Sommer-Rezepten und sie die gegrillten Schweinerippchen mit Schwarzbier-Marinade anlachten. Gut! Perfekt! Ich habe dann auch noch das Heft durchgeblättert und wurde auch von einigen Rezepten angelacht, sei es der Brotsalat mit Gemüse oder die Honigmarinade mit Sesam, die ich mir zu Hähnchen sehr gut vorstellen konnte, das ja für Zwerg noch zuzubereiten war. Und so hatte jedes Gericht mindestens einen Bestandteil, der auf dem Grill zubereitet wurde. Ich meine, wenn der Grill schon mal glüht, sollte man es auch ausnützen …

Bei Rippchen hatte ich bisher immer Manschetten, komische Knochen und wer weiß wie die Fleischkonsistenz ist. Nee, nee! Aber in letzter Zeit hab ich öfter wirklich gut aussehende Rippchen gesehen und gedacht: einmal sollte man alles mal kosten. Zuerst werden die Rippchen (Im Bild auf 11 Uhr) vorgegart, damit sie nicht so ewig auf dem Grill brauchen und das Fleisch auch schön zart wird. Währenddessen wird die Marinade zubereitet, die auch ohne Fleisch schon ziemlich geil schmeckt! Dann einfach die Rippchen auf den Grill schmeißen, ordentlich mit Marinade bestreichen (Frau Mama war etwas zögerlich, mit einem Löffel ist es einfach unpraktisch) und noch ’ne Viertelstunde grillen. Und sie sind wirklich göttlich! Würzig und zart! Perfekt!

Gegrillte Schweinerippchen

Zutaten für 4 Personen, wenn es noch anderes Gegrilltes gibt:
1 kg Schweinerippchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
75 ml dunkles Bier
1/2 EL Ketchup
1/2 EL Tomatenmark
1 TL flüssiger Honig
1/2 EL scharfer Senf (idealerweise Dijonsenf)
1/2 EL Worcestersoße
1 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer
einige Spritzer Tabasco

(1) Zuerst die Rippchen vorbereiten. Diese waschen, die Zwiebel pellen, halbieren. Den Knoblauch auch pellen und halbieren. Die Rippchen mit der einen Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs, Salz und Pfeffer und einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und aufkochen lassen. Dann bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 30 Minuten simmern lassen.
(2) Zwischenzeitlich die Marinade klöppeln. Dafür die restliche Hälfte von Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. In einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig andünsten, die Knoblauchwürfel zugeben und auch etwas andünsten bis sie duften. Das Bier zugießen und etwas einreduzieren lassen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
(3) Ketchup, Tomatenmark, Honig und Worcestsoße zufügen und gut verrühren. Mit dem Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken.
(4) Die Rippchen aus dem Sud nehmen und trocken tupfen. Auf den heißen Grill legen und 15-20 Minuten grillen. Dabei fleißig von allen Seiten mit der Marinade bestreichen.

In Stücke geteilt servieren und

genießen!

Quelle: LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 26

Als eine sättigende Salatbeilage lachte mich der Brotsalat (im Bild auf 2 Uhr) an, zu dem noch eine Menge Paprika und Tomaten gegeben werden. Eigentlich kommt in die Salatvinaigrette noch Sardellen und Kapern, aber leider hatten wir die zu Hause vergessen, sonst hätte es in Verbindung mit Honig noch eine wirklich nette sü-saure Note gegeben. Zwerg fand den Salat etwas zu unsauer, aber ihre sauer-Grenze liegt auch wesentlich höher als die der Rest der Familie ;-) Ich fand ihn wirklich lecker und schmeckt auch noch am nächsten Tag. Wer darauf achtet, dem sei auch gesagt, dass diese Version vegetarisch, ja sogar vegan ist …

Brotsalat mit Gemüse

Zutaten für 4 Personen:
250 g Kirschtomaten
2 gelbe Paprikaschoten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
400 g Baguette vom Vortag
5 EL Olivenöl
2-3 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikum

(1) Die Tomaten waschen, putzen und halbieren. Die Paprikas waschen, halbieren, vom Kerngehäuse und weißen Innenwänden befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel abziehen, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Knoblauch pellen und halbieren. Das Brot in dünne Scheiben schneiden.
(2) Das Brot auf dem Grill rösten, bloß aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird und dann mit den halbierten Knoblauchzehen einreiben.
(3) Den Basilikum in Streifen schneiden. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Salzen, pfeffern. Olivenöl und Balsamico drüber geben und gut vermischen, das geht tatsächlich am Besten mit den eigenen Händen.

Genießen!

Quelle: etwas abgewandelt nach LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 92

Nun ist Zwerg nicht der größte Fan von Knochen oder Fett im Fleisch, sprich die Rippchen wurden von ihr verschmäht. Dann noch schnell Hähnchenbrust (im Bild in der Mitte) eingelegt. Dafür suchte ich mir die Honigmarinade mit hohem Sesamanteil aus, sowohl Sesamöl als auch Sesamsamen wurden verwendet. Am Besten mariniert das Fleisch über Nacht, aber 30 Minuten reichen auch, wenn es wirklich schnell gehen soll. Uns allen hat das Fleisch wirklich gut geschmeckt. Süß-salzig-würzig-nussig, wunderbar saftig! Man sollte nur beim Grillen aufpassen, dass das Fleisch nicht verbrennt, weil der Honig doch ziemlich schnell verbrennt, also Obacht! Aber die Marinade wird es bei mir öfter auf das Grillgut schaffen!

Honig-Sesam-Marinade

Für etwa 500 g Fleisch:
3 EL flüssiger Honig
1 EL Sojasauce
1 EL Zitronensaft
2 EL Sesamöl
1 Knoblauchzehe, sehr feingehackt
wenig Tabasco
1 EL Sesamsamen

Die Zutaten gut miteinander verrühren. In einen Gefrierbeutel geben, die Fleischstücke dazu (Schwein, Hähnchen) hinzufügen, Tüten schließen und die Marinade etwas ins Fleisch kneten. Dann mindestens 30 Minuten bis über Nacht im Kühlschrank zwischenparken.

Dann wie gewohnt grillen. Dabei aber aufpassen, dass es nicht verbrennt, passiert bei dem hohen Honiganteil gern schnell. Es schmeckt wunderbar süßlich-würzig-nussig. Toll, toll, toll!

Quelle: LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 19

Den Grillgemüse-Salat (im Bild auf 7 Uhr) haben wir letztes Jahr schon gemacht, nach einer Idee von Jamie Oliver. Dafür wird einfach Gemüse der Wahl auf den Grill geschmissen, schön gebräunt und gegart, klein geschnitten und mit einer Vinaigrette angemacht. Alles mögliche Gemüse ist geeignet dafür (Zucchini, Aubergine, Fenchel, Pilze, Frühlingszwiebeln etc.), aber besonders lecker werden gegrillte Paprika. Die Paprikastücke dafür auf der Hautseite auf den Grill legen und so lange dort belassen bis die Haut tiefschwarz ist. Dann lässt sie sich leicht mit den Händen ablösen, die Paprika ist angegart und süß und hat ein wunderbares Aroma. Großartig! Das hier ist eine sehr einfache Grundversion, die natürlich gerne noch erweitert oder verändert werden kann. Als Salatsauce hatten wir nur Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Es fehlten, um ehrlich zu sein noch frische Kräuter, aber der Basilikum ist komplet im Brotsalat entschwunden, den Thymian aus Frau Mamas Steingarten hatte ich irgendwie nicht vergessen und andere passende Kräuter fanden sich leider nicht im Garten (Schnittlauch schon zu alt, Petersilie noch nicht groß genug, Estragon passte nicht). Aber ich fand’s auch so ganz lecker, kam wenigstens der gegrillte Geschmack der einzelnen Gemüsesorten gut zur Geltung.

Grillgemüse-Salat

Zutaten für 4 Personen:
1 mittelgroße Zucchini
2 kleine Auberginen
1 große Fenchelknolle
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
1/2 rote Zwiebel
1/2 Zitrone
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Die Gemüse vorbereiten. Erstmal alles waschen. Von der Paprika die vier Seiten abschneiden und die Kerne samt weißen Innenwänden entfernen. Die Auberginen und Zucchini längs in mitteldicke Scheiben schneiden. Vom Fenchel die Spitzen abschneiden und aufheben, das Wurzelende ganz knapp abschneiden. Dann den Fenchel ebenfalls in dickere Scheiben schneiden durch das Wurzelstück damit die verschiedenen Schichten gut zusammenhalten. (2) Das Gemüse auf den heißen Grill legen. Die Paprikaschoten auf die Hautseite bis diese wirklich rabenschwarz ist. Die anderen Gemüse sollten bei öfterem Wenden eine schöne braune Farbe und Muster bekommen und schon weicher sein. Alles vom Grill nehmen.
(3) Von den Paprikaschoten die Haut abziehen, wenn andere Gemüsestücke etwas zu dunkel geraten sind, die Stellen abkratzen. Alles Gemüse in Würfel schneiden. Die halbe rote Zwiebel in feine Würfelchen schneiden.
(4) Alles in einer Schüssel gut vermengen. Den Saft und die Schale der halben Zitrone zugeben. Ebenso das Olivenöl. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Genießen!

Natürlich können auch noch gerne Kräuter mit rein wie Basilikum oder Thymian oder Rosmarin oder Petersilie, aber hatte ich leider nicht da. Ansonsten passen bestimmt auch ein paar Tomätchen oder Oliven. Vielleicht Feta drüber krümeln?

Leichte, fixe Pasta mit Fenchel, Rucola und Zitrone

Auch wieder nach Hugh Fearnley-Whittingstall (wieder ganz langsam und genüsslich aussprechen *g*). Ich habe es noch während der letzten „Irks-ist-das-kalt-und-grau-und-eklig-und-schneeig-draußen“-Phase gekocht, aber ich brauchte so dringend mal was frisches grünes auf dem Teller und hatte absolut gar keine Lust mehr auf Schmorgerichte. Und diese Pasta ist wirklich fix gekocht. Nur den Fenchel dünsten, Rucola darin zusammen fallen lassen und superfrische Zitronenschale dazu. Mit etwas Creme fraiche und den Nudeln verrührt und fertig! Ich behaupte mal, in 30 Minuten ist man durch damit. Und schmecken tut es: großartigst! Das etwas senfige Aroma des Rucolas mit der frische der Zitrone und dem fencheligen Fenchel (wie beschreibt man am besten Fenchelgeschmack?), wirklich toll! Wird es öfters geben und ist perfekt für den Feierabend!

Pasta mit Fenchel, Rucola und Zitrone

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Fenchelknolle
1 EL Raps- oder Olivenöl
1 Knoblauchzehe, in Scheibchen
150 g Tagliatelle , Papardelle etc.
2-3 handvoll Rucola
Fein geriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
3 EL Creme fraiche (hier: Schmand)
Salz, Pfeffer
Parmesan

(1) Einen ausreichend großen Topf mit Salzwasser für die Pasta aufstellen, damit sie kochen kann, während die Sauce fertig gestellt wird.
(2) Den Fenchel indem man die trockenen, äußeren 1 bis 2 Schichten entfernt und ihn dann in dünne Scheiben schneiden.  Das Öl in einer großen Pfanne über mittlerer Hitze erhitzen.  Den Knoblauch und Fenchel hinein geben und etwa 10 Minuten dünsten, bis der Fenchel gar ist.
(3) Wenn der Fenchel fast gar ist, die Nudeln in das kochende Salzwasser geben und kochen bis sie al dente ist.
(4) Den Rucola zum Fenchel geben bis er zusammen gefallen ist. Dann die Zitroneschale und das Creme fraiche hinzuügen. Gut umrühren bis das Creme fraiche das Gemüse ummantelt. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(5) Die Pasta abgießen, mit der Fenchelsauce mischen und sofort mit Parmesan bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: Fearnley-Whittingstall, H. (2011): River Cottage Veg Everyday. Bloomsbury. p 262

Synchronkochen: Fenchel-Tomaten-Süppchen

Da zieht Frau Kochschlampe schon um und löst die Berliner Dependance der „Kochen für Schlampen“ auf, aber noch weiter weg als Berlin ohnehin schon von Kassel entfernt ist, in die Schweiz. So wird das natürlich nichts mit dem öfter treffen, so leibhaftigem Sehen und gemeinsamem Kochen. Aber diese neumodische Erfindung Internet macht ein einfaches Sehen möglich. Zwei Städte, zwei Küchen, zwei Laptops, eine Videoskype-Verbindung. Schon stehen wir in der Küche der jeweils anderen, können uns neben dem Schnippeln unterhalten, bei Unsicherheiten nachfragen: „Wie klein hackst Du die Zwiebel?“ „Der blöde Herd heizt zu stark!“ und sind eben nicht allein.

Als Rezept der Begierde wurde von Frau Kochschlampe Petras Fenchel-Tomaten-Suppe vorgeschlagen, die hervorragend zur hiesigen Vorratslage und dem Wetter passte. Es ist einigermaßen schnell nach Feierabend gebastelt, also so in 45-50 Minuten insgesamt, inklusive Kochzeit und ist ein wirklich feines Süppchen. Ich bin ja sonst kein soo großer Fan pürierter Suppen, aber die hier ist wunderbar, funktioniert als komplette Mahlzeit und auch als Vorspeise. Schmeckt sowohl mit dem Schnittlauch-Schmand als auch ohne für Menschen, die laktoseintolerant sind oder sich gerne vegan ernähren möchten. Große Nachkochempfehlung von Frau Kochschlampes und meiner Seite!

Fenchel-Tomaten-Suppe

Für 4 Portionen:
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Schluck Olivenöl
1 große Fenchelknolle, geputzt, in dünnen Scheiben
1 Dose gehackte Tomaten (400g Inhalt)
5 getrocknete Tomaten in Öl, gehackt
0,5 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikum, gezupft
ein paar Tropfen Zitronensaft
1 Prise Zucker

Für den Schnittlauchschmand:
75-100 g Schmand
1 EL Schnittlauchröllchen
Fenchelgrün; gehackt

(1) Das Öopf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze weich und glasig dünsten, dann den Knoblauch zugeben und kurz mitschmoren bis er duftet. Den Fenchel in den Topf geben und alles bei niedriger Hitze bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten dünsten. Es sollte nicht braun werden. Die getrockneten Tomaten, Dosentomaten und Brühe dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe aufkochen lassen und 30 Minuten köcheln lassen bei mittlerer Hitze.
(2) Zwischenzeitlich den Schnittlauch-Schmand zubereiten. Den Schmand mit den Röllchen vom Schnittlauch und dem Fenchelgrün mischen. Etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Zur Seite stellen und etwas durchziehen lassen.
(3) Nach den 30 Minuten den grob zerkleinerten Basilikum zugeben. Die Suppe entweder mit einem Mixstab oder in einer Standmixer (Standmixer rules!) geben und dort fein pürieren. Mit einer Prise Zucker und ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken.

Auf Tellern verteilen, ein Klecks Schmand drauf und

genießen!

Quelle: den Vorräten angepasst nach Chili und CiabattaTomaten-Fenchel-Suppe mit Schnittlauch-Schmand

Frau Kochschlampes Synchronkochenbeitrag

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