Schlagwort-Archive: Feta

Türkische Snacks – Zweierlei Gözleme

Ich bin der weltschlechteste Snacker! Snacks sind nicht so meins, ich mag meinen Tag unterteilt in Hauptmahlzeiten und nicht ständig irgendwas knabbern. Nun gibt es aber doch in jeder Länderküche so Kleinigkeiten, die mal eben so zwischendurch gegessen werden und schweinelecker sind, nur eben keine Hauptmahlzeit. Wie diese Gözleme aus der Türkei.

Entdeckt hatte ich sie, als Orhan Tangcil von „Koch Dich türkisch“ sie letzte Woche in der WDR-Sendung „Daheim + Unterwegs“ für Toni Schumacher gekocht hat. Aber was sind Gözleme überhaupt? Es sind gefüllte Teigtaschen, wobei die Füllung sehr verschieden und rein nach persönlichen Vorlieben sein kann, die oft zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Klassiker ist die Käse-Petersilien-Füllung, die wunderbar frisch schmeckt, aber man kann auch vieles anderes in die Täschchen tun. Da ich noch eine lange, japanische Aubergine da hatte, improvisierte ich eine pikante Füllung mit Rosinen, Nüsschen, Zimt, Chiliflocken (Pul Biber) und Petersilie. Türkische Snacks ohne Petersilie sind ja nun wirklich fast nicht vorstellbar, oder? Als Teig wird traditionell Yufka benutzt, den man auch aus wenigen Zutaten selbst machen kann. Aber weil die Hitze kräftemäßig ihren Tribut fordert, habe ich diesmal Strudelteigblätter aus dem Kühlregal des Supermarktes genommen. Ja, ich kenne die Unterschiede zwischen Strudel- und Yufkateig, aber mit dem Strudelteig funktionierte es auch hervorragend und war sehr knusprig lecker. Etwas skeptisch war ich ja bei der Zubereitungsweise als im Rezept stand, dass ein bisschen der Füllung in den Teig gegeben wird, Teig falten und trocken in die heiße Pfanne legen. Wie jetzt? Keine Butter oder Öl zwischen den Schichten? Das soll halten? Aber tat es! Und 1 Esslöffel der Füllung ist auch nicht zu wenig, sondern die genau richtige Menge. Die gefalteten Taschen werden bei mittelhoher Hitze von beiden Seiten goldbraun gebraten und zum Schluss mit flüssiger Butter bestrichen. Sie sind erstaunlich schnell fertig gemacht!

Und so wahnsinnig köstlich! Geiler Scheiß! Knusprig, würzig, perfekt für ein sommerliches Mittagessen oder Picknick! Probiert sie unbedingt aus! Bei mir wird es sie jetzt öfter geben!

Gözleme – Hausgemachte türkische Teigtaschen

Für insgesamt 7 Stück:

Schafskäse-Füllung:
100 g Feta
1 Frühlingszwiebel
einige Stengel glatte Petersilie

Auberginenfüllung:
1 EL Rosinen
100 g Aubergine
1 Frühlingszwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 handvoll Walnüsse
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Prise Zimt
Prise Pul Biber (Chiliflocken)
einige Stengel Petersilie

7 Blätter Strudelteig aus der Kühlung
2-3 EL Butter

(1) Zuerst die Schafskäsefüllung machen. Dafür den Käse in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, die Petersilienblätter mittelfein hacken. Alles zum Käse geben und gut miteinander verrühren.
(2) Für die Auberginenfüllung, die Rosinen in kaltem Wasser einweichen. Von der Aubergine die Enden entfernen und in kleine Würfel schneiden. Von der Frühlingszwiebel das Ende entfernen und die ganze Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe durchpressen, die Walnüsse grob hacken. Das Öl in einer Pfanne auf mittelhoher Flamme erhitzen. Die Auberginenwürfel zugeben, salzen, pfeffern und etwa 10 Minuten dünsten lassen. Öfter mal rühren. Die Frühlingszwiebel, Knoblauch, Nüsse, abgetropfte Rosinen, Zimt und Pul Biber zugeben. Alles gut verühren und weiter dünsten lassen bis die Auberginen weich sind. In eine Schüssel geben. Die Petersilie mittelfein hacken und zur Auberginenmischung geben. Gut durchrühren.

(3) Ein Strudelblatt aus der Packung nehmen und auf ein großes Brett vor sich hinlegen. 1 Esslöffel der Füllung in die Mitte geben und auf etwa 5×5 cm verteilen. Dann 1/3 des Teiges von über die Mischung klappen und 1/3 von oben darauf klappen. Die linke Seite der Tasche nach rechts über die ummantelte Füllung geben, die rechte Seite des Teiges unter die Tasche klappen, damit die Füllung auch von unten geschützt ist. So mit allen Strudelblättern verfahren bis die Füllungen aufgebraucht sind.

(4) Eine oder zwei große Pfanne auf dem Herd bei mittelhoher Flamme erhitzen. Die Butter schmelzen. Die fertig gefalteten Teigtaschen in die trockene Pfanne legen und von jeder Seite innerhalb von ca. 5 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und sofort mit der flüssigen Butter bestreichen.

Am Besten noch leicht warm mit einem frischen Salat zusammen servieren.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 105

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Für den letzten Sonntag stand das Bepflanzen meiner Balkonkästen auf dem Plan. Endlich ist es warm genug, damit es Spießer-Geranien und Petunien und anderen hübschen Blümchen auf dem Balkon gut geht :-) Und weil mein Rücken nach so einer längeren Aktion nicht gerne noch stundenlang in der Küche steht, wollte ich was im Slowcooker machen. Da kam mir die Facebook-Seite von BBC Good Food gerade recht, die ihrer Gefolgschaft auf Facebook vegetarische Rezepte für den Slowcooker präsentierte. Und die Aubergine aus dem Slowcooker lachte mich sofort an!

Die Zutaten mag ich alle, in der Kombination hatte ich sie noch nicht und schon etwas sommerlich. Nun gibt es ja Leute, die der Aubergine sehr skeptisch gegenüber stehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen bisher einfach immer nur unzureichend gegarte Auberginen vorgesetzt bekommen haben. Wenn man der lila Eierfrucht wirklich Zeit gibt – sei es im Slowcooker oder im normalen Topf – wird sie cremig-zart mit wunderbarem Aroma. Ich kann nur jeden Auberginenskeptiker ermuntern, dem tollen Gemüse nochmal eine Chance zu geben.

Für diesen lauwarmen Salat wird das vorbereitete Gemüse roh in den Einsatz des Slowcookers geschichtet, gewürzt mit zusätzlich Korianderkörnchen und getrockneten Tomaten. Das gibt so ein richtig schönes Aroma zusätzlich zum Fenchel. Es duftet schon wunderbar aus dem Slowcooker, aber wenn die geneigte Leserschaft dann noch das frisch-würzige Dressing mit den Massen an Kräutern und Kapern darüber träufelt und mit dem salzigen Feta und knusprigen Mandeln bestreut – Ein Traum! Wirklich! Diesen lauwarmen Salat würde ich sofort als Vorspeise zu einem sommerlichen Menü servieren. Er macht wirklich was her, sowohl geschmacklich als auch optisch!

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 als Vorspeise (oder 2 als kleines Hauptgericht):
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 250 g)
1 kleine Fenchelknolle
150 g Kirschtomaten
3 halbe sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl)
1 TL Koriandersaat
Salz, Pfeffer

Für das Dressing:
1/2 kleines Bund Petersilie
1/2 kleines Bund Schnittlauch
2-4 Stengel Basilikum
1 TL Kapern
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Bestreuen:
50 g Feta
25 g gehobelte Mandeln

Slowcooker: 1,5 Liter
Zeit: 3-4 Stunden auf HIGH oder 6-8 Stunden auf LOW

(1) 1 El Olivenöl in den Slowcooker geben. Die Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, den Knoblauch durch die Presse geben. Beides zu unterst in den Keramikeinsatz geben und miteinander verrühren. Den grünen Teil der Aubergine entfernen und sie längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Öl bestreichen. Von der Fenchelknolle die äußere Schicht abmachen, halbieren, Strunk heraus und in dünne Streifen schneiden. Die getrocknete Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten halbieren. Auf die Zwiebelmischung die Hälfte der Auberginenscheiben legen, die Hälfte des Fenchels, der frischen und getrockneten Tomaten verteilen. Mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Korianders würzen. Dann die zweite Hälfte der Zutaten genau so schichten. Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4 Stunden garen oder bis die Auberginen wirklich weich sind. (Wer mehr Zeit hat, kann gerne 6-8 Stunden LOW nehmen)
(2) Für das Dressing die Kräuter grob hacken und mit dem restlichen Dressing mit Hilfe eines Pürierstab oder Blitzhackers ein cremiges, würziges Dressing mixen.
(3) Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter öfterem Umrühren goldbraun rösten. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen, das geht schneller als man denkt.
(4) Die Auberginen mit einem Schaumlöffel aus der Form holen (die Flüssigkeit aus der Form wäre zu viel für den Salat), nett auf einem großen oder mehreren kleinen Tellern anrichten. Das Dressing drüber träufeln, den Feta darüber zerkrümeln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Slow cooker aubergines

Für den 3,5 l Slowcooker einfach nur die Zutaten verdoppeln und die Kochzeit etwas verlängern.

Blumenkohl-Fritter mit Minz-Joghurt-Dip

Blumenkohl! ♥

Ich liebe dieses unscheinbare, weiße Gemüse! Ungarische Blumenkohlsuppe kann ich wirklich oft hintereinander essen, ohne das es langweilig wird *g* Es wurde mal wieder Zeit für einen Kopf, aber was daraus zaubern, das hier noch nicht präsentiert wurde? Da spülte mir FB den Link von der geliebten Smitten Kitchen in die Timeline, wo sie ihre Leser an ein Rezept aus 2012 erinnerte. Und was war die Hauptzutat? Genau: Blumenkohl! In Püfferchenform. Und einfach zuzubereiten. Perfekte Voraussetzungen für mich. Die Zubereitung habe ich noch ein wenig entzerrt, aber denke bei normaler, entspannter Arbeitsweise stehen die Fritters locker in 1 Stunde auf dem Tisch.

Dabei geben die Zitronenschale, Feta und Chiliflocken dem manchmal muffigen Blumenkohl den richtigen Kick. Ich war ein bisschen zu vorsichtig mit den Chiliflocken (hab auch weniger hinein gegeben, als im Rezept, Scharfmimose ich), meine hätten noch ein wenig mehr Wumms vertragen. Aber ansonsten großartiger Geschmack. So zart, frisch, knusprig und perfekt mit dem Minz-Joghurt. Versucht ruhig mal diese Variante des Blumenkohls! Es lohnt sich wirklich!

Blumenkohl-Fritters mit Minz-Joghurt-Dip

Zutaten für 3 Portionen als Mahlzeit:
450 g geputzer Blumenkohl
1 Ei
1 Knoblauchzehe
Schale 1/2 Bio-Zitrone
60 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 TL Salz
1/2 TL Chiliflocken
85 g Feta

Olivenöl zum Ausbraten

Für den Dip:
6 EL Naturjoghurt
Salz, Pfeffer
1 TL getrocknete Minze

(1) Als erstes den Dip zubereiten. Dafür Joghurt mit Salz, Pfeffer und Minze verrühren. Abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Die Blumenkohlröschen in grobe Stücke schneiden und ca. 10 Minuten in kochendem Salzwasser garen oder über kochendem Wasser dämpfen bis er gar, aber noch nicht zerfallen. Gut abtropfen lassen und trocknen lassen.
(3) Die Knoblauchzehe häuten und sehr fein hacken oder pressen. Mit dem Ei und der Zitronenschale in einer großen Schüssel gut vermischen.
(4) Das Mehl mit dem Backpulver, Salz und Chiliflocken mischen.
(5) Die Blumenkohlröschen in die Schüssel geben und mit Hilfe eines Kartoffelstampfers in ca. reiskorngroße Stückchen zerkleinern. Manche bleiben größer, manche werden kleiner, das passt alles schon. Die Mehlmischung unterrühren bis sich alles verbunden hat. Der Teig ist eher fest als flüssig.
(6) In einer großen Pfanne 2-3 EL Olivenöl erhitzen, der Boden sollte gut bedeckt sein, aber die Fritter müssen nicht schwimmen. Einen gehäuften Esslöffel pro Fritter in die Pfanne und mit dem Löffelrücken glatt streichen. So lange braten bis sie von der Unterseite angenehm braun sind, wenden und auch auf der zweiten Seite goldbraun backen. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp lagern, damit das Fett abtropft. So weiter verfahren bis der Teig verbraucht ist.

Zusammen mit dem Joghurt-Minz-Dip und einem frischen Salat (z.B. Fenchel-Orange) servieren.

Genießen!

Quelle: Smitten KitchenCauliflower Fritters with pomegranate

Wieder Hitze – Couscous-Wassermelonen-Salat

Die nächste Hitzewelle steht an! Also das alte Problem: Essen ja, Hitze verbraucht ja auch Energie, aber bitte nicht zu schwer und bloß nichts warmes. Momentan haben ja Wassermelonen Hochsaison. Und Gurken! Und Tomaten! Ein Traum, oder? Was liegt da näher als alles zu kombinieren. Das mag jetzt dem ein oder anderen seltsam vorkommen, aber sowohl die Kombination Wassermelone mit Tomaten als auch Wassermelone plus Gurke wurden schon erfolgreich getestet. Und jetzt eben mit Couscous zur Sättigung und Oliven und Feta als Aromengeber.

Ich war sehr angetan von der Mischung! Der Salat liegt nicht schwer im Magen, ist fruchtig und erfrischend. Perfekt für heiße Tage!

Couscous-Wassermelonen-Salat

Zutaten für 3 Portionen:
100 g Couscous
1/4 kleine Wassermelone
1 Frühlingszwiebel
1/3 Salatgurke
2 mittelgroße Tomaten
8-10 schwarze Oliven
1 Zweig Minze
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
3 EL Olivenöl
100 g Feta

(1) Den Couscous in eine Schüssel geben, mit demselben Volumen an kochendem Wasser übergießen. Abdecken und ca. 10 Minuten quellen lassen.
(2) Zwischenzeitlich die weiteren Zutaten vorbereiten. Von der Wassermelone die harten Schale entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die Gurke nach Belieben (und/oder Verträglichkeit) schälen, entkernen und ebenfalls fein würfeln. Die Tomaten halbieren, Strunk raus schneiden und würfeln. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.  Die Oliven entsteinen und in Ringe schneiden. Die Minzblätter vom Stengel zupfen und fein hacken. Alles mit dem dem Couscous mischen.
(3) Den Salat etwas salzen (der Feta und die Oliven sind salzig), pfeffern. Zitronensaft und Olivenöl zufügen und den Feta drüber krümeln. Gründlich, aber vorsichtig durchrühren.

Entweder sofort essen oder noch ein wenig ziehen lassen. Schmeckt auch am nächsten Tag noch.

Genießen!

Mangold-Feta-Strudel mit Gurken-Quark

Dieses Jahr habe ich Glück mit meinem Balkongarten (bis auf die Erbsen *seufz*). Die Tomaten entwickeln sich langsam zu einem Dschungel, die Blumen wuchern. Auch der Mangold wuchs ungeahnt üppig und wollte irgendwie verwendet werden, bevor er zu Schießen beginnt. Aber was mit dieser anscheinenden Riesenmenge Mangold anstellen?

Zu Nudeln hatte ich ihn letztens schon (wird als nächstes gezeigt), aber da wartet doch noch portionierter Strudelteig im Tiefkühler auf seine Verwendung und der Feta im Kühlschrank muss auch langsam weg. Perfekt! Also war ein Mangold-Feta-Strudel-Plan gefasst. Inspiration holte ich mir im weltweiten Zwischennetz und bastelte aus einigen Ideen mein eigenes Rezept. Und ich bin mehr als begeistert vom Ergebnis. Das Gericht lässt sich wieder wunderbar entzerrt zubereiten: den Gurkenquark morgens, dann vormittags die Mangoldfüllung und der Strudel wird dann mittags schnell ausgezogen. So gefällt mir das :-) Und der Geschmack belohnte die balkongärtnerische und kochtechnische Mühe. Wunderbar! Angenehm salzig, herzhaft und knusprig! Geradezu grandios in Kombination mit dem Gurkenquark!

Mal sehen, welche herzhaften Kombinationen mir noch über den Strudelweg laufen :-)

Mangold-Feta-Strudel mit Gurkenquark

Zutaten für 2 große Portionen:
400 g frischer Mangold
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
75 g Feta
1 Ei
1 Portion Strudelteig
Mehl zum Bestäuben
30 g Butter, geschmolzen

Für den Gurkenquark:
250 g Quark
1/2 Gurke
Salz
Pfeffer
eine Prise gemahlener Kreuzkümmel
1 kleine Knoblauchzehe

(1) Als erstes den Quark zubereiten, der muss ein wenig ziehen. Die Gurke schälen, grob raspeln und mit ein wenig Salz vermischt in einem Sieb ca. 30 Minuten abtropfen lassen. Gut ausdrücken und zum Quark in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Kreiuzkümmel würzen. Den Knoblauch häuten und sehr fein hacken. Alles gut miteinander verrühren und im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Für den Strudel den Mangold waschen, gut abtropfen lassen. Alles in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, den Knoblauch zugeben und so lange dünsten bis er duftet. Den Mangold hinein geben (wenn die Pfanne zu klein ist portionsweise), salzen und pfeffern. Einige Minuten bei höherer Hitze kochen lassen bis der Mangold zusammen gefallen ist. Mit Muskatnuss würzen. Wenn noch viel Flüssigkeit in der Pfanne ist, den Mangold mit einem Schaumlöffel aus der Flüssigkeit heben, gut ausdrücken und in eine Schüssel geben. Mit dem Ei und dem zerkrümelten Feta verrühren.
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Strudelteig nach der bewährten Methode dünn auf einem bemehlten Tischtuch ausziehen. Dünn mit der Hälfte der Butter bestreichen. Die Mangoldfüllung (ohne ausgetretene Flüssigkeit) gleichmäßig auf dem linken Drittel (siehe Bild 7) des Strudelteigs verteilen. Die Seiten einklappen und den Strudel mit Hilfe des Tischtuchs aufrollen. Auf das Backblech legen und mit dem Rest der Butter bestreichen. In die Mitte des Ofens schieben. 30 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Etwas abkühlen lassen und zusammen mit dem Gurkenquark servieren.

Genießen!

Mediterrane Schafskäsepäckchen vom Grill

Immer nur Fleisch zu grillen, finde ich auch nicht prickelnd. So viel Fleisch braucht mein Körper gar nicht und ich bin schnell übersättigt und habe unbändige Gemüsegelüste. Aber Käse, Käse geht immer! Insbesondere warmer Käse! Und was eignet sich da besser beim Grillen als Schafskäse, der ein wenig in einer köstlichen Marinade ziehen darf.

Diese Päckchen sind schnell gemacht und lassen sich gut vorbereiten. Einfach die Marinade zusammen rühren, abgedeckt kühl stellen bis sie gebraucht wird. Dann einfach den Käse auf passende Alufolie legen, Tomaten-Oliven-Mischung drauf, verschließen und ab auf die Hitze.

Simpel, schnell, köstlich!

Mediterrane Schafskäsepäckchen

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Schafskäse
4 schwarze Oliven
3 halbe getrocknete Tomaten in Öl
3-5 Zweiglein Thymian
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: confiert)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Ein Stück Alufolie doppelt legen, dass dann so groß ist, dass ein 200 g Stück Feta hinein passt und sich noch verschließen lässt. Die Auflagefläche des Fetas mit Olivenöl einpinseln.
(2) Die Oliven entkernen, wenn noch einer drin sein sollte, fein hacken. Die Tomaten abtropfen lassen und in feine Würfel schneiden. Vom Thymian die Blättchen abzupfen. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Scheiben schneiden. Die frische Knoblauchzehe häuten und entweder sehr fein hacken oder durchpressen, die konfierte einfach nur mit den anderen vorbereiteten Zutaten in eine kleine Schale geben. Alles mit dem Olivenöl gut verrühren, pfeffern und nur leicht salzen.
(3) Den Feta auf die Alufolie setzen mit der Marinade bedecken und die Alufolie verschließen. So lange stehen lassen bis er gegrillt wird.

Auf den heißen Grill legen und so lange bis der Käse schön weich und würzig ist.

Genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010): Sommerküche – Voller Sonne und Aroma. Gräfe und Unzer. München. p 97

Getarnter Sommersalat aka Wassermelonen-Tomaten-Salat – Dinnye-paradicsom saláta

Ist es bei Euch sommerlich? Waren ja sommerliche Temperaturen voraus gesagt für den heutigen Tag und da hat man doch keine Lust auf schweres, heißes Essen, oder? Okay, in Ungarn ess ich bei der Verwandtschaft auch heiße Hühnersuppe, wenn draußen 35°C und zufällig Sonntag ist. Aber hier in Deutschland doch eher selten. Wenn es hier sommerlich wird, ist mir nach Wassermelone. Ich mag Wassermelone wirklich sehr, auch wenn ich keine 5 kg Melone in anderthalb Tagen verdrückt kriege wie Zwerg ;-) Aber sie hat nicht so viel Fruktose wie beispielsweise Pfirsiche (die ich übrigens auch sehr liebe), deswegen vertrage ich mehr davon …

Und völlig unsaisonal lachte mich jetzt schon eine Wassermelone so verführerisch an, dass sie quasi von alleine in meinen Einkaufskorb hüpfte. Und oh Wunder, sie schmeckt sogar schon. So wie ich sie mag, saftig, süß aber nicht zu süß. Ihr lest hier von jemandem, der am liebsten den helleren Teil der Wassermelone nahe der Schale isst *g* Und irgendwie will die ja verbraucht werden. Pur essen ist natürlich eine Option, aber wozu bin ich Foodblogger, wenn mich nicht die Neugier nach neuen Kombinationen in die Arme der Kochbuchindustrie treiben würde. Schon vor einiger Zeit erwarb ich „How to cook everything„* von Mark Bittman, der auch Rezepte für die New York Times schreibt. Und in diesem Buch findet man Ideen zu allem! Ernsthaft! Es werden Techniken und einzelne Fleisch- und Gemüsesorten beschrieben, einfache und kompliziertere Grundzubereitungen plus etlicher Variationen. Dazu variieren die Gerichte von traditionell über asiatisch bis südamerikanisch. Also, wenn ich mich auf ein einzige Buch beschränken müsste, dass ich nur noch verwenden darf, wäre es wohl das! Das einzige, was einen µ nervt, sind die amerikanischen Volumeneinheiten. Woher soll ich wissen, aus wie vielen Möhren man 1,5 cup Möhrenwürfel kriegt? *seufz* Aber mit ein wenig Erfahrung und Einschätzungsfähigkeit kriegt man das auch hin!

Eben in jenem Buch suchte ich nach Möglichkeiten der Wassermelonenverwertung und wurde fündig! Ein simpler Salat aus Tomaten und Melone sollte es werden, insgesamt nur sechs Zutaten. Dazu noch Zutaten aus dem Vorratsschrank, die ich eh immer da habe. Jetzt mag die Kombination aus Wassermelone mit Tomate für den ein oder anderen abwegig erscheinen, aber lasst Euch gesagt sein: Es passt wunderbar! Mit dem etwas salzigen Feta und würzigen Olivenöl eine höchst erfrischende, ja die perfekte Kombination für laue Sommerabende!

Wassermelonen-Tomaten-Salat mit Feta

Zutaten für 1 großzügige Portion:
1/8 mittelgroße Wassermelone
8 Cherytomaten
Salz, Pfeffer
50 g Feta
Olivenöl

Aus dem Melonenstück mit einem Kugelausstecher ca. 16 Kugel holen (oder einfach in Würfel schneiden). Die Tomaten halbieren. Beides auf einem größeren Teller arrangieren. Leicht salzen und pfeffern. Den Feta darüber krümeln und mit Olivenöl beträufeln.

Sofort servieren!

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. Houghton Mifflin Harcourt. p 214

* (keine geldwerten Vorteile für mich, wenn Ihr auf den Amazon-Link klickt, er dient nur Eurer Information)

*********************** Magyar ***********************

Magyarországon ilyenkor már melegebb szokót lenni mint itt közép Németországon. Már volt igazi nyárias idő? Ha meleg volt a nap akkor nekem nem igazán meleg ebéd vagy vacsora kell, maximum langyos … És mi a gyümölcs ami a legjobban felfrissít, igen a dinnye. Múlt héten egy szépet csak beugrott a kosaramban a szupermarketben ;-) De mit vele csinálni, csak igy simán enni nagyon jó, de nem azért írok egy gasztroblogot hogy csak a mindennapi csinálom a hozzávalókkal. Kíváncsi ember vagyok :-)

Egy nagy, vastag szakácskönyvben „How to cook everything“ (Hogy mindent lehet főzni) a New York Times író Mark Bittman-töl találtam egy gyors saláta recept. Itt a dinnye nem édesen tálalnak hanem fűszeresen. És meglepően nagyon jó egymáshoz illik a paradicsom és a dinnye. A feta sajt még add egy kis extra. Én mondanám hogy ez a könnyű saláta perfekt egy meleg nap után. Próbáljátok ki! Nagyon megéri!

Dinnye-paradicsom-saláta fetával

Hozzávalók 1 nagy adagra:
1/8 közepes dinnye
8 koktél paradicsomok
só, bors
50 g feta sajt
oliva olaj

A paradicsomok felezünk és a dinnyét ilyen méretű kockára vágunk. Egy tányérra teszünk, sózunk és borsózunk. Rá morzsolunk a fetát és olíva olajjal locsolunk. Kész.

Azonnal tálalunk!

Jó étvágyatok!

%d Bloggern gefällt das: