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Drei sommerliche Gemüseragouts mit Paprika

Der Sommer ist in vollem Gange! In den Gärten explodiert es geradezu und man weiß gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen geerntetem Obst und Gemüse, oder? Eines meiner Lieblingsgemüse ist die Paprika, die technisch gesehen eigentlich ein Obst ist (entsteht aus einer befruchteten Blüte = Frucht). Wenn Pfirsichbaum, Himbeere und Konsorten nicht so viel Platz auf dem Balkon vereinnahmen würden, ich hätte etliche ungarische Spitzpaprikapflanzen angebaut. Und natürlich würde ich Unmengen an Lecsó kochen, wenn ich eigene reife Paprikas hätte.

Natürlich ist Ungarn nicht die einzige Nation in der Paprika gegessen wird, auch wenn das Klischee es vermuten lässt. Andere Länder haben ebenfalls einen hohen Paprikaverbrauch samt ihrer traditionellen Gerichte. Und drei davon möchte ich Euch heute vorstellen. Sie sind alle einfach zuzubereiten und benötigen meist nur Zutaten, die in jedem Supermarkt zu bekommen sind.

Als erstes machen wir einen Ausflug nach Bella Italia und kochen uns eine supereinfache Peperonata, die schnell fertig gestellt ist und dabei superköstlich. Zufällig ist sie auch noch vegan. Wenn man Olivenöl und Salz und Pfeffer nicht mit einrechnet, besteht dieses Paprikaragout aus insgesamt vier Zutaten. Es hat einen leicht süditalienischen Einschlag durch die Rosinen, die sich aber wirklich gut machen. Wer sie partout nicht mag, lässt sie einfach weg :-) Natürlich könnt Ihr auch weiter variieren: noch andere Kräuter zufügen (z.B. Petersilie oder Rosmarin), Knoblauchscheibchen zufügen, vielleicht süß-sauer würzen mit etwas Weißweinessig und Zucker? Oder wie beim ungarischen Letscho einfach ein paar Tomaten zufügen?

Italienische Peperonata

Zutaten für 2 Portionen als Hauptgericht:
2 rote Paprikaschoten
1 gelbe Paprikaschote
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
3 EL Sultaninen
1 EL frische Thymianblättchen
Salz, Pfeffer

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen, die weißen Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in 0,5 cm dicke Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer Pfanne mit passendem Deckel auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln hinein geben und bei niedriger Hitze 10 Minuten dünsten. Die Paprikastreifen und Sultaninen zufügen, salzen und pfeffern und zugedeckt etwa 15 Minuten schmoren lassen. Bei Bedarf ein klitzekleines bisschen Wasser zufügen, falls die Paprikaschoten am Boden ansetzen.
(3) Zum Schluss die Thymianblättchen unterrühren.

Mit Polenta oder frischem Brot und etwaiger Proteinbeilage der Wahl servieren.

Genießen!

Quelle: Bernasconi, C., Bertonasco, L. (2010): La Cucina Verde – Die schönsten italienischen Gemüserezepte. Jacoby & Stuart. 2. Auflage. p133

Die nächste Station unserer Reise dem Paprikaragout hinterher führt uns nach Israel zur Shakshuka. Eine Shakshuka ist ein kräftig gewürztes Paprika-Tomaten-Ragout, in dem Eier mitgestockt werden. In Israel mag man es sehr gerne zum Frühstück, obwohl es eigentlich ein tunesisches Gericht ist. Und auch bei der Shakshuka gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es Familien gibt. Manche mögen es nur mit frischen Tomaten, manche schärfen ihre Variante entweder mit Harissa, Paprikapulver oder Cayenne, Zwiebel ja/nein, gehört Kreuzkümmel rein? Ihr seht, es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten und wir können sie offensichtlich nach unseren Vorlieben zusammen stellen.

Ich orientierte mich an einem Rezept vom Yotam Ottolenghi, das ich für mich Scharf-Mimose entschärfte. Und die Paprika in Streifen statt Würfel schnitt, was das stockende Ei ein bisschen unhübsch machen kann und manchmal unpraktisch beim Essen ist. Ansonsten ist die Shakshuka wirklich einfach und einigermaßen fix gemacht. Sehr gutes Abendessen oder für ein spätes Frühstück (zumindest bei meinem Spätaufsteher-Magen). Leider habe ich auf dem Bild den Joghurt vergessen, das solltet Ihr beim Essen aber nicht, weil der wirklich nochmal den Frischekick gibt und ein bisschen die Schärfe vom Harissa abmildert. Ein wirklich empfehlenswertes Gericht!

Israelische Shakshuka nach Ottolenghi

Zutaten für 3 Portionen:
300 g große Paprikaschoten
2-4 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1/2 – 2 TL Harissa (je nach Vorliebe)
2 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz
300 g reife Tomaten
1 Dose Tomatenfruchtfleisch (400 g)
3-6 Eier
100 g griechischer Joghurt

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen und in etwa 0,5 cm breite Streifen schneiden. Diese Streifen je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, trocknen und in mittelfeine Würfel schneiden.
(2) In einer großen Pfanne das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Harissapasta und das Tomatenmark mit dem Kreuzkümmel und dem Knoblauch anbraten. Die Paprikastreifen zufügen, etwas salzen und gut verrühren. 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen lassen, bis die Paprika etwas weich geworden ist. Die frische sowie die Dosentomaten zufügen, etwas salzen, zum sanften Köcheln bringen und etwa 10 Minuten offen schmoren. Es sollte eine dicke Sauce entstehen. Kosten, ob die Würzung stimmt.
(3) So viele Vertiefung wie gewünschte Eier in das Shakshuka drücken, je 1 Ei hinein schlagen. Mit einer Gabel vorsichtig das Eiweiß mit der Sauce vermischen, aber nicht das Dotter verletzen. Offen 8-10 Minuten stocken lassen bis das Eiweiß fest ist, aber das Dotter noch flüssig.

Auf den Tellern verteilen und etwas vom griechischen Joghurt drüber geben. Mit frischem Brot servieren.

Genießen!

Quelle: Ottolenghi, Y., Tamimi, S. (2012): Jerusalem. Random House. p 66

Als letztes begeben wir uns an die westliche Seite vom Mittelmeer, genauer gesagt nach Frankreich und versuchen uns an einem Ratatouille. Zumindest an einer Variante, wie sie Mark Bittman in seinem Buch „How to cook everything“ vorstellt. Eigentlich dachte ich, ich hätte hier im Blog schon eine klassische Variante vorgestellt, aber dem scheint nicht so. Vielleicht war es mir zu aufwendig und ich hab stattdessen alle bisherigen Varianten ebenfalls im Ofen gemacht *ggg* Macht nichts, ein unkompliziertes Rezept mehr schadet niemandem und das hier ist so einfach, dass ich es noch vor der Arbeit an einem Donnerstag zubereitet habe. Einfach die Zutaten klein schneiden und in eine Auflaufform schichten. Eine Stunde später hat man ein wunderbares Gemüseragout, dass sowohl warm als auch kalt gegessen werden kann. Sogar auf Brot macht es sich gut. Eine Kollegin, der ich es mitgebracht hatte, bezeichnete es frecherweise als Antipasti ;-) Ich fand auch sehr angenehm, dass keine festgelegte Kräutermischung benutzt wurde, sondern man einfach aus den frischen Kräutern der Saison und/oder des Balkons wählen konnte. Ich benutzte Basilikum, Rosmarin, Thymian, Estragon und Petersilie. Bis auf die Petersilie wuchert alles auf meinem Balkon und es freut sich, wenn ich es ernte und benutze :-)

Dieses Ratatouille lässt sich wunderbar vorbereiten und ich würde es sogar für Gäste kochen, so sehr hat es mich überzeugt. Es funktioniert gut als veganes Gericht alleine, aber auch Feta oder anderer Grillkäse passen oder gegrilltes Lamm?

Dann jetzt ab in den Supermarkt oder auf den Markt und kauft Euch die Zutaten für eines dieser Paprikaragouts! Einfach, schnell, sommerlich, leicht und gesund! Es lohnt sich wirklich!

Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 4-6 Portionen:
2 rote oder gelbe Paprikaschoten
500 g Aubergine (gerne kleine)
500 g Zucchini
2 Zwiebeln
3-5 Knoblauchzehen
2 große Tomaten
Salz, Pfeffer
2 handvoll frische Kräuter
(z.B. Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Estragon, Kerbel)
120 ml Olivenöl + etwas zum Einfetten der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform dünn mit Olivenöl einfetten.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Alles waschen und trocknen. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, in dünne Streifen schneiden, die wiederum halbieren. Von den Auberginen die Enden abschneiden, die Früchte längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Von den Zucchini ebenfalls die Enden entfernen und die Zucchini in grobe 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, die Knoblauchzehen halbieren. Die Tomaten vierteln, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Blättchen der Kräuter von den Stengeln zupfen und mittelfein hacken.
(3) Jetzt geht es ans Schichten. Die Hälfte der Zwiebeln auf dem Boden der Auflauf verteilen. Dann nacheinander die Hälfte der Aubergine, Zucchini, Paprika darüber geben und zum Schluss die Tomatenwürfel. Salzen und pfeffern. Mit der Hälfte der Kräuter bestreuen und einige der halbierten Knoblauchzehen in das Gemüse drücken. Mit der zweiten Hälfte des Gemüses genauso verfahren. Zum Schluss das Olivenöl gleichmäßig über alles gießen.
(4) Die Auflaufform in die Mitte des Ofens schieben und etwa 60 Minuten backen. Dabei ein paar Mal das Gemüse runter drücken, damit es im eigenen Saft schmoren kann.

Kann heiß, warm oder bei Raumtemperatur serviert werden.

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. Double B Publishing Inc. p 373

Erinnerungen an Strasbourg – Flammkuchen mit Tomme und Champignons

Wofür ist das Elsass unter anderem kulinarisch berühmt? Richtig Flammkuchen! Und was aßen wir unter anderem bei unserem Strasbourg-Besuch? Richtig: Flammkuchen! Ich bestellte einen klassischen, Susi entschied sich für die vegetarische Variante mit Champignons und Tomme-Käse. Ich war ein bisschen skeptisch, aber dann beim Kosten doch sehr angetan von der Kombination. Tomme ist meist ein runder Weichkäse, den ich gar nicht so weich finde, der in Frankreich, der Schweiz und Italien hergestellt wird. Dabei kann Kuh-, Schafs- Ziegenmilch benutzt werden. Während ich ihn hier nur bei speziellen Angebotswochen im Supermarkt finde (oder im für mich unpraktisch entfernten Käseladen in der Innenstadt), habe ich in Strasbourg gleich mehrere Varianten im mittelgroßen Supermarkt in der Innenstadt gefunden. Überhaupt der Supermarkt! Was für eine Auswahl an Käse, frischem Gemüse (Löwenzahn, diverse Tomatensorten, Artischocken etc.), Fleisch oder Fisch, sogar frische Austern hätte man kaufen können. Ein Träumchen! Ich möchte hier in Deutschland bitte auch eine solche Auswahl haben!

Zurück zum Flammkuchen. Die Variante in der Binchstub war sehr köstlich mit dem sehr aromatischen Käse und den erdigen Champignons, so dass ich ihn mit meinem mitgebrachten Käse sehr gerne nachbasteln wollte. Zum Glück habe ich ja schon seit knapp 10 Jahren ein sehr einfaches und mehrfach erprobtes Rezept für den Flammkuchen-Teig im Blog. Das kramte ich wieder hervor und benutzte einfach Dinkelvollkornmehl anstatt des hellen Dinkelmehls. Funktioniert 1a. Ich brachte nur noch den Porree als dritte Belagzutat mit rein, weil noch eine einsame Stange aus der Biokiste im Kühlschrank wartete. Und sie passte sehr schön! Der Flammkuchen ist wirklich schnell zubereitet – so lange der Ofen vorheizt, ist der Teig zusammen geknetet und die Zutaten für den Belag geschnippelt. Im heißen Ofen benötigt das ganze dann nur noch maximal 10 Minuten und – Tadaa! – köstlichster Flammkuchen! Ich sollte den Flammkuchen-Friday mal wieder einführen. Wer möchte mitmachen? :-)

Flammkuchen mit Tomme-Käse und Champignons

Zutaten für 2 Flammkuchen:

Für den Teig:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
gute Prise Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig kann sofort weiter verarbeitet werden oder in Folie eingeschlagen bis zu einer Woche im Kühlschrank bleiben.

Für den Belag:
4 geh. EL Schmand
Salz, Pfeffer
1/2 kleine Stange Porree
4-5 Champignons
ca. 100 g Tomme-Käse in Scheiben
gehackte Petersilie

(1) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dabei im Ofen mit erhitzen.
(2) Vom Porree das Wurzelende abschneiden, die äußere Schicht entfernen und dann in sehr dünne Ringe schneiden. Die Pilze putzen und ebenfalls in richtig dünne Scheiben schneiden.
(3) Für 1 Flammkuchen die Hälfte vom Teig wirklich dünn auf einem Bogen Backpapier ausrollen. Dann mit 2 EL Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Erst die Hälfte vom Porree auf dem Teig verteilen, dann mit Käse belegen und zum Schluss die halbe Champignonmenge gleichmäßig drauf verteilen.
(4) Den Flammkuchen vorsichtig auf das sehr heiße Backblech ziehen und auf mittlerer Schiene des Ofens 7-10 Minuten backen bis der Rand braun und der Käse zerlaufen ist. Die Zeit hängt davon ab, wie heiß Euer Ofen wird und wie dünn ihr den Teig ausgerollt habt. Wenn er fertig ist, mit der Petersilie bestreuen.

Genießen!

Strasbourg 2019: Ein Spaziergang durch La petite France

Das schöne Wetter des Mittwochs nutzten wir, um das berühmte Strasbourger Viertel „La petite france“ anzugucken und dort ein bisschen zu spazieren. Praktischerweise begann es gleich eine Straße hinter unserer Ferienwohnung ;-)

Zuerst erkundeten wir es alleine, aber nachdem wir im Netz nach Free Walking Touren suchten und praktischerweise eine um 11 Uhr für La petite france startete, schlossen wir uns unserem Guide Matthias an. Wir waren eine kleine Gruppe von vier Leuten und schlenderten gemütlich (bzw. ziemlich schnell laut Matthias) durch das Viertel.

Am Ufer der Ill gelegen, ist dies ein typisches Fotomotiv Straßburgs – die typischen Fachwerkhäuser des Gerberviertels aus dem 16. Jahrhundert. Gut zu erkennen sind die Balkone an den Häusern, über die früher die zu bearbeitenden Tierhäute gehängt wurden, damit sie im Windhauch gut trocknen konnten. Gestunken haben sie trotzdem…

Andere Perspektive.

Weiter geht es am Fluss entlang mit den hübschen Häusern.

Wusstet ihr, dass Fachwerkhäuser die Fertigteilhäuser früherer Zeiten war? Vereinfacht gesagt, wenn jemand ein Haus bauen wollte, bestellt er sich einen Bausatz aus Bohlen beim Schreiner und stellte sie dann nach Anweisung am gewünschten (oder zugewiesenen?) Platz auf. Die Zwischenräume des Fachwerks wurde dann mit billigem Material wie Lehm, Stroh etc. aufgefüllt, so dass richtige Wände ergab. Wenn die Stadt nicht mehr genehm oder lukrativ war, wurde die Wandfüllung rausgeschlagen, die Bohlen abgebaut und man konnte weiter ziehen. In späteren Zeiten war es auch verpöhnt in Fachwerkhäusern zu leben und Leute, die etwas auf sich hielten, sich aber ein Haus aus Stein nicht leisten konnten, verputzten die Außenwände so, dass das Fachwerk nicht mehr zu erkennen war.

Aber nicht nur Gerber brauchten Wasser für ihr Handwerk, auch die Müller nutzten früher die Kraft des Flusses, um ihre Mühlen anzutreiben. Heute wird die Ill zur Energiegewinnung genutzt.

Auch durch diese schmalen Kanäle und unter den schmalen Brücken fährt das Ausflugsschiff.

Dann kamen wir an einer Grundschule, an der gerade große Pause war, vorbei, die zur wichtigsten protestantischen Kirche Strasbourgs gehört – St. Thomas:

Schon seit etwa 600 n. Chr. stand an diesem Platz ein Kloster mit Kirche. Nachdem das Kirchengebäude zweimal abgebrannt ist, wurde die aktuelle Version der Kirche 1196 begonnen zu bauen und 1521 fertig gestellt. Seit 1524 ist sie dem lutherischen Glauben zugewiesen.

Auch von innen wirkt die Kirche aufgeräumter.
Das Kirchenschiff – hübsch hell:

Natürlich darf ein Rosettenfenster nicht fehlen ;-) Hier der Blick zu ebensolchem und eine der Orgeln:

Die Thomaskirche ist tatsächlich sehr berühmt für ihre 1741 erbaute Orgel, auf der schon Mozart spielte und die nach Plänen von Albert Schweitzer (ja, tatsächlich der Arzt Albert Schweitzer war auch Organist) 1906 eingebaute Orgel.

Eine glaubenstechnische Kuriosität ist die Kirche Saint-Pierre-le_Vieux am anderen Ende von La petite france, denn sie ist gleichzeitig katholisches und protestantisches Gotteshaus. Auch wieder schön zu erkennen, welcher Teil zu französischen Zeiten (die roten) und welche zu deutscher Zeit (die hellgrauen Bereiche) gebaut wurden. Offiziell mögen zwar beide Glaubensrichtungen in dieser Kirche vereint sein, aber praktisch trennt beide Bereiche eine Wand mit einer immer verschlossenen Tür.

Eine weitere hübsche Besonderheit des Viertels ist diese Platane, die auch Konzertbaum genannt wird, weil früher dort tatsächlich Konzerte gespielt wurden und die Musiker im Baum saßen. Leider wird die Tradition nicht mehr gelebt.

Ein wirklich niedliches, lebendiges Viertel, das uns sehr gut gefallen hat und mit den Hintergrundinfos von Matthias Free Walking Tour noch ein ganz anderes Gefühl vermittelte. Macht sehr gerne so eine Free Walking Tour mit, es lohnt sich und ist amüsant!

Strasbourg 2019: Elsässisch speisen in Straßburg

Die Küche Frankreichs und des Elsasses sind berühmt. Und natürlich wollten wir sie kosten! Ohne große Recherche vorne weg, entschieden wir uns meist spontan oder auf Empfehlung, wo wir hingingen.

Den ersten Tag machten wir vormittags einen langen Spaziergang und hatten dementsprechend Hunger nach der Besichtigung des Münsters. Auf dem Rückweg zur Wohnung kamen wir an einem Restaurant namens „La Stub“ vorbei. Es machte einen touristischen Eindruck, aber die Karte las sich gut und auch saßen einige Gäste im Restaurant. Wie wir dann feststellten nicht nur Touristen, auch Franzosen waren da, was ja prinzipiell ein gutes Zeichen ist. Nachdem der freundliche Kellner uns die Karte brachte, entschieden wir uns für typisch französische und elsässische Gerichte.

Susi wählte als Vorspeise eine Quiche Lorraine (hinten), während ich gerne Zwiebelsuppe kosten wollte, Die Quiche war sehr gut, die Suppe eine wirklich große Portion und für meinen Geschmack etwas zu würzig, aber trotzdem lecker.

Als Hauptgericht wählten wir beide Kartoffelpuffer – auf französisch „La galette de pommes de terre *g*. Susi mit geräuchertem Lachs und Salatbeilage, ich mit typischem Bibeleskäs und Salat. Wir wussten beide nicht was Bibeleskäs ist, aber es stellte sich als herzhafte Quarkzubereitung heraus, typisch für den alemannischen Raum sowohl in Deutschland als auch in Frankreich. Diese Variante war stark knoblauchlastig, passte aber wunderbar zum Kartoffelpuffer. Tolles Zeug! Das werde ich auch mal zu Hause machen!

Während ich schon schwächelte, bestellte Susi sich noch den französischen Klassiker Crème brûlée bestellt. Ich kostete ein bisschen und mochte es.

Ich war am Anfang skeptisch, aber es ist ein gutes Restaurant mit nettem, aufmerksamen Service, der auch englisch spricht. Die Karte ist dreisprachig, so dass wir nicht groß Rumraten mussten ;-) Die Gerichte haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind lecker. Da kann man gut zum Mittagessen hingehen.

La Stub
4 Rue du Saumon
67000 Strasbourg, Frankreich

Homepage: Brasserie La Stub

Kurze Überprüfung der Bilder ;-)

Am zweiten Tag machten wir ja eine sehr interessante Free Walking Tour durch La petite France und fragten unseren Guide am Ende, ob er uns ein gutes Restaurant für Flammkuchen empfehlen könnte. Weil, wenn man schon mal in Strasbourg ist, darf ein Flammkuchen nicht fehlen.

Er empfahl uns die „Binchstub“, die zwei Restaurants betreibt und bei ihren Flammkuchen auf regionale Zutaten aus dem Elsass setzt. Wir entschieden uns für die Filiale am Place Broglie, die sich in einer kleinen Seitengasse befindet. Es ist ein kleines, modern eingerichtetes Lokal, aber trotzdem gemütlich. Und als wir ankamen, war es schon gut gefüllt mit einem gemischten Publikum aus Einheimischen, die hier offensichtlich regelmäßig ihre Mittagspause verbringen und Touristen wie uns.

Natürlich bestellten wir von der kleinen, aber feinen Karte jeder einen Flammkuchen. Ich wählte die klassische Variante (vorne im Bild) mit Schmand, Speck und Zwiebeln, Susi eine vegetarische mit würzigen Tomme-Käse, Champignons und Petersilie.

Die Flammkuchen wurden relativ zügig vom leicht verpeilten Kellner gebracht, dafür dass es so voll war. Und sie waren wirklich köstlich! Knusprig, dünn, würzig – wunderbar! Trotzdem musste ich wieder einen Rest einpacken lassen ;-)

Die kleine, aber feine Karte der Binchstub Broglie:

Also, wenn ihr in Strasbourg seid und Lust auf Flammkuchen habt, dieses Restaurant können Susi und ich sehr empfehlen!

Binchstub Broglie
28 Impasse de l’Écrevisse
67000 Strasbourg, Frankreich

Homepage: www.binchstub.fr

Den Donnerstag unserer Woche machte Susi einen Ausflug nach Colmar, während ich ein wenig Ruhe brauchte und eine kleine Shoppingtour machte. Essen musste ich natürlich auch was und entschied mich für ein kleines Restaurant, nur eine Parallelstraße von unserer Ferienwohnung entfernt, das elsässische Spezialitäten anbot.

Es ist ein wirklich kleines Lokal mit ca. 25 Plätzen, das mittags halb eins schon gut gefüllt war. Für mich alleine war noch Platz, aber für Besuche würde ich wirklich eine Reservierung empfehlen, denn zwischendurch war wirklich jeder Platz besetzt. Die Gäste waren bunt gemischt, Straßburger, die dort ihre Mittagspause verbrachten und mit Küsschen von der Kellnerin verabschiedet wurden und italienische, deutsche, asiatische Touristen.

Die Kellnerin war unglaublich herzlich, zuvorkommend, schnell und durchsetzungsstark. Eine richtig sympathische Type! Für die französischen Gäste gab es die Karte auf einer Kreidetafel, die sie durch den engen Gastraum trug, für die fremdsprachigen Gäste waren Bilder der Gerichte samt Beschreibung in vier Sprachen auf einem Tablet, so dass man durchwischen und aussuchen konnte. Unglaublich praktisch!

Als Vorspeise bestellte ich mir die kleine Portion Foie gras von der Ente, die für mich überraschenderweise mit geräucherter Entenbrust und einer Nocke Sauerkraut kam. Die Entenleber war zartschmelzend, das geräucherte Fleisch schön würzig und das Sauerkraut zum Niederknien! Das nächste Mal im Elsass muss ich mehr Sauerkraut essen. Wirklich wunderbare Vorspeise!

Als Hauptgang bestellte ich Niere in Senfsauce, wozu es knusprige Bratkartoffeln und einen Blattsalat gab. Ich hätte auch gerne eines der anderen Gerichte probiert, aber offensichtlich mag das Elsass Sahne sehr gerne, die widerum mein Verdauungstrakt nicht erträgt *seufz* Aber die Nierchen waren eine sehr gute Wahl (auch wenn die Kellnerin skeptisch war und nochmal extra nachfragte, ob ich sowas schon gegessen hätte *g*)! Sie waren wirklich lecker – zart und würzig. Tolle Sauce dazu und auch die Beilagen passend. Leider waren die „nur“ 200 g Fleisch dann doch einen My zuviel *doppelseufz*

Aber das S’Kaechele kann ich uneingeschränkt für Strasbourg-Besucher empfehlen. Gemütlich, sehr angenehmer Service, deftiges, aber leckeres Essen! Würde ich sofort wieder hingehen!

Winstub S’Kaechele
8 Rue de l’Argile
67000 Strasbourg, Frankreich

Homepage: www.skaechele.fr/de

Also elsässische Küche kann ich schon empfehlen! Da werde ich mich mal näher mit beschäftigen! Weil nicht nur im Restaurant, auch die Bäckereiprodukte wie die typischen Gugelhupfe aus Hefeteig oder herzhaftes Brandteiggebäck und natürlich das Baguette sind ein Träumchen! Allein des Essens wegen würde ich jederzeit wieder hinfahren :-)

Strasbourg 2019: Das beeindruckende Straßburger Münster

Was ist das berühmteste Gebäude Strasbourgs? Richtig, das Liebfrauenmünster, kurz Münster. Diese römisch-katholische Kirche gehört zu den bedeutendsten Kathedralen Europas und zu einem der größten Sandsteinbauten der Welt. Das Münster, das von 1176 bis 1439 als dritte Kirche auf demselben Platz errichtet wurde, ist zunächst im romanischen dann im gotischen Stil weiter gebaut worden.

Wir besichteten es gleich an unserem ersten vollen Tag, nachdem wir schon ein Weile in der Stadt rumflanierten. Der Vorteil von Kirchen: sie haben viele Sitzgelegenheiten, von denen aus man auch die Kirche von innen genießen kann.

Das Münster ist so groß, dass man es noch von der deutschen Rheinseite, dem Schwarzwald und dem Vogesen aus sehen kann. Es ist das höchste im Mittelalter vollendete Gebäude und war lange Zeit Mittelpunkt des Strasbourger Lebens.

Ich hab ja was übrig für beeindruckend große Kirchenfenster. Und das große Rosettenfenster muss sich nicht verstecken.

Ebensowenig die ganzen, sehr detaillierten Figuren, die aus dem Vogesensandstein (wahrscheinlich) gemeißelt wurden. Sehr beeindruckend! Und der Großteil hat auch noch eine Bedeutung, so wurde damals schon Missbrauch durch die katholischen Oberen angeprangert…

Besonders angenehm fand ich es einfach nur auf einem der Stühle zu sitzen und die Atmosphäre der Kirche zu genießen.

Ich bin zwar nicht einen My gläubig, aber ich mag die Stimmung in Kirchen!

Und diese super detaillierten Buntglasfenster! Ich konnte mich gar nicht sattsehen!

Soll das die Mutter Gottes mit Jesus darstellen? Ich bin so schlecht in biblischen Sachen, kein Wunder so ohne Religionsunterricht ;-)

Auch im Innenraum wurden viele der Sandsteinfiguren aufgestellt, leider konnte ich nur bei 1 oder 2 zuordnen, wen sie darstellen sollten.

Eine Besonderheit des Straßburger Münsters ist die astronomische Uhr, die ca. 800 Jahre alt ist. Zufälligerweise haben wir uns mittags das Münster angeguckt, als auch ein halbstündiger Film zur Uhr gezeigt wurde und die Uhr einmal durchlief mit allem Zip und Zap wie dem krähenden Hahn (im Bild unten ist er links neben dem Buntglasfenster zu entdecken).

Von oben nach unten sieht man die Monduhr, ein Planetarium, eine sehr große Uhr mit Sonnen- und Mondzeiger, sowie ein Himmelsglobus, der ebenfalls vom Uhr werk betrieben wird. Diese Uhr funktioniert heute noch.

Zu früheren Zeiten war das Münster und auch die astronomische Uhr ein zentraler Treffpunkt der Bürger, da sie dort die Uhrzeit ablesen konnten, aber auch welcher kirchliche Feiertag anstand, welche Tierkreiszeichen gerade ist und sogar was die Bauern wann anbauen können, z.B. kann die Zeit der Kirschblüte angezeigt werden.

Ich habe selten etwas technisch so faszinierendes gesehen! Bei solchen Geräten werde ich ja gerne zum Nerd *g* Und beim nächsten Straßburg-Besuch kann ich hoffentlich eine Führung zum Münster mitmachen :-)

Blaue Stunde.

Eine ernstlich beeindruckende Kirche, die man sich auch gerne öfter angucken kann. Ich glaube, man entdeckt immer wieder neue Details. Langweilig ist das Münster jedenfalls nicht!

Strasbourg 2019: Impressionen der Stadt

Die kleine Schwester hat Ende März Geburtstag und ist irgendwie meist zu der Zeit auf Reisen. Da hab ich letztes Jahr vorgeschlagen, ob wir nicht zusammen zu ihrem Geburtstag verreisen wollen. Vielleicht irgendwohin, wo das Wetter zu der Jahreszeit etwas freundlicher ist als in Rostock. Da Susi schon viel rumgekommen ist, war es etwas schwierig ein für sie unbekanntes Ziel zu finden. Aber in Frankreich war sie noch nicht oft – ich übrigens auch nicht – so schlug ich Strasbourg vor. Es ist nicht zu weit von Göttingen weg (knappe 4 Stunden mit der Bahn) und auch aus Rostock kommt man in annehmbarer Zeit mit dem Zug dort hin. Also nichts wie hin!

Wir wollten eine knappe Woche bleiben, weil ich ja durch meine MS nicht so fit bin. Da plane ich zeitlich gerne großzügiger, damit ich auch was von der Stadt sehe und nicht nur Bruchteile. Montag fuhren wir hin und kamen gegen 16 Uhr an. Viel machten wir den Abend nicht mehr, nachdem wir unsere kleine und gemütliche Unterkunft im Herzen der Altstadt bezogen. Wir gingen noch ein bisschen in den nächstgelegenen Supermarkt (französische Supermärkte, so viel beeindruckender!) Lebensmittel besorgen und kauften unser erste Baguette beim Bäcker.

Nach einer erholsamen Nacht und langsamen Morgen zogen wir vormittags los, die Stadt ein wenig zu erkunden. Natürlich als erstes zum berühmten Münster, dass man von fast überall sieht.

Dabei kamen wir am Place Gutenberg mit einer Statue des Namensgebers vorbei. Wir wunderten uns, warum Gutenberg einen eigenen Platz und Statue hier bekam, wurden dann am Mittwoch bei unserer Stadtführung aufgeklärt: Der Herr Gutenberg hat den Buchdruck hier erfunden, bevor er dann in Mainz zum praktischen Teil überging.

Überall in der Stadt sind großartige Fachwerkhäuser zu finden, wie dieses am Münster, dass schon wirklich lange Zeit ein Restaurant ist und wohl sehr gute Flammkuchen macht:

Am Münster vorbei gingen wir weiter und bestaunten noch weitere schnieke Fachwerkhäuser …

… und kamen vorbei an pittoresken Gassen, die auch noch so heißen.

In solchen Gassen verstecken sich auch interessante Läden, sei es ein Laden nur für Bier, Olivenöl und Essige, auch ein Laden mit gefühlt Myriaden Varianten von Fisch in Dosen fanden wir.

Weiter an der Ile entlang schon etwas außerhalb der Altstadt. Wenn man auf Instagram Strasbourg-Accounts folgt, war dieses eines DER In-Motive des Frühlings – Magnolie an Kirche St. Paul.

Zurück Richtung Münster vorbei an schönen Villen vor zartem Grün.

Schöne Plätze mit alten Fachwerkhäusern findet man viele.

Aber nicht nur Fachwerk auch andere Stilrichtungen sind vertreten in dieser Stadt mit ihrer wechselvollen Geschichte. So kann man an den Häusern erkennen, ob es während der deutschen Zeit gebaut wurde oder zu der Zeit als Strasbourg zu Frankreich gehörte. Dieses mit seinen roten Steinen wurde zu französischen Zeiten gebaut, wohingegen die Häuser der deutschen Zeit aus weiß-grauen Steinen sind.

Der zentrale Place Kleber scheint kein natürlich gewachsener Platz zu sein, aber man sieht alle für Strasbourg typischen Baustile, wie das obige Gebäude, aber eben auch Jugenstilhäuser und diese schmalen, schiefen Fachwerkhäuser:

Die Magnolien standen in voller Blüte. Was für beeindruckend große Bäume! (Nur Obacht, wenn man drunter läuft, die herabgefallenen Blütenblätter werden echt glitschig.)

Noch mehr Fachwerk plus Statue ganz in der Nähe unserer Ferienwohnung:

Auch Jugenstilhäuser waren ordentlich vertreten, wie Susi bei einer 2,5 stündigen Free Walking Tour gezeigt wurde:

Blick auf die Stadt mit Ausflugsboot:

Susi machte so eine Bootstour mit und kam am Europäischen Parlament vorbei, dass ich beim nächsten Besuch unbedingt besichtigen will:

Und auch am Lieblingsfernsehsender (gibt es da eigentlich auch Führungen? *grübel*):

Strasbourg ist eine so wunderschöne und irgendwie entspannte Stadt. Ich habe mich sofort wohl gefühlt! Die Innenstadt ist vielfältig und hat genau die richtige Größe für mich, um vieles zu Fuß zu entdecken. Die Geschichte ist wechselvoll und sehr interessant! Die nächsten Beiträge werden sich auch noch um Strasbourg drehen. Ich zeige Euch den romantischen Stadtteil La petite France, das Münster und natürlich was wir an elsässischen Köstlichkeiten aßen. Freut Euch drauf :-)

Ratatouille aus dem Slowcooker

Ein Klassiker der Gemüse-Schmorgerichte! Aus Frankreich! Ratatouille! Als ich es das erste Mal kochte, so als 13jährige, fand ich es nicht so prickelnd. Das lag wahrscheinlich an den Auberginen. Auberginen schmecken nur in einer ganz bestimmten Konsistenz, wenn sie zu kurz gegart werden, kommen sie einem leicht gummiartig vor. Wenn sie allerdings richtig zubereitet wurden, sind sie eine aromatische, cremige Hochköstlichkeit! Na, jedenfalls mochte ich es damals nicht sonderlich und mir fehlte damals auch ein Klops dazu ;-)

Aber Geschmäcker wandeln sind und mittlerweile liebe ich Auberginen, Zucchini sowieso und die Paprikaliebe ist in meinen halbungarischen Genen verankert *g* Und die Kombination als Ratatouille ist eine wirklich gute! Zum Glück kann man das Rezept auch im Slowcooker zubereiten, so dass es noch entspannter ist als ohnehin schon. Durch das langsame Schmurgeln haben die Aromen auch wunderbar Gelegenheit miteinander zu verschmelzen und das Gemüse hat (fast) keine Chance zu verkochen! Der Vorteil bei diesem Gericht ist ja eh, dass es sowohl warm als auch bei Zimmertemperatur genossen werden kann, perfekt für kühle und heiße Sommertage! So ganz ohne tierisches Eiweiß als Beilage komme ich immer noch nicht aus, aber bevorzuge mittlerweile gebratenen Halloumi (aka zypriotischer Quietschekäse).

Ratatouille aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 große Aubergine
2 kleine Zucchini
1 Zwiebel
2 Paprikaschoten
1 Dose stückige Tomaten (425 ml)
1 TL Tomatenmark
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer
1 – 2 TL Kräuter der Provence
2 EL Olivenöl

Slowcooker 3,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 2,5-3,5 Stunden auf HIGH

(1) Die Aubergine in 1 cm große Würfel schneiden, salzen und 2 Stunde stehen lassen. Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Paprika entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Tomaten mit dem Tomatenmark verrühren, salzen, pfeffern und vorsichtig mit den Kräutern der Provence würzen.
(2) Zuerst die Auberginenwürfel in den Keramikeinsatz geben. Zwiebel, Paprika und Knoblauch obenauf geben. Die Tomatenmischung in das Gemüse rühren.
(3) Mit Öl beträufeln und 1,5 – 2 Stunden auf HIGH garen.
(4) Die Zucchini längs halbieren, in Halbmonde schneiden. Nach der Zeit unter das Gemüse im Slowcooker rühren und weitere 1-1,5 Stunden auf HIGH garen.

Kann warm oder auch kalt gegessen werden. Dazu passt auch ein Spiegel oder gebratener Halloumi. Reis oder frisches Baguette oder einfach pur.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 100

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