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Wir retten vegetarische Aufstriche: Obazda

 

(Das ist kein hübsches Bild, ich weiß, es musste schnell gehen in der Schule…)

Mögt ihr Brot? Aber doch bestimmt nicht nur pur, sondern mit was drauf, oder? Aber immer denselben Käse oder Wurst wird auf Dauer auch langweilig. Deswegen bieten die Supermärkte eine bunte Auswahl an vegetarischen Brotaufstrichen, sei es Eiersalat oder Käsecremes. Aber meistens haben die Zeugs drin, das ich nicht unbedingt in meinem Körper haben will…

Nun ist ja momentan Oktoberfest in München und überall gibt es typisch bayrisches Essen zu kaufen. Und weil ich mit meinen Mitumschülern jeden Tag frühstücke, schlug ich vor ein bayrisches Weißwurstfrühstück zu machen. Jetzt fange ich nicht an Weißwürste selbst zu basteln, aber den Obazda, den es jetzt eben auch in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, der ist sehr einfach selbst zu machen und innerhalb von Minuten fertig! Dafür werden einfach nur Camembert, Blauschimmelkäse und Frischkäse mit Butter und Gewürzen verrührt. Fertig! Dabei ist wichtig, dass es ein reifer Camembert ist, was die meisten, die es im Supermarkt käuflich zu erwerben gibt, nicht sind. Da lässt sich aber Abhilfe schaffen, indem ihr den Käse einfach 2 Tage bei Raumtemperatur in der Küche rumliegen lasst. Camembert und Blauschimmelkäse lassen sich im normalen Haushalt eher schwer herstellen, ich habe simpel keine Reifekammer mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber ich achte auch da auf die Zutaten und den Fettgehalt. Ihr wollt bei Käse keinen reduzierten Fettgehalt, das schmeckt einfach nicht. Frischkäse hingegen könnte man schon selbst herstellen, wie Klaudia von „Kochen mit Herzchen“ zeigt (siehe ersten Link in der Liste), aber dafür hatte ich keine Zeit. Stattdessen achte ich darauf, dass wirklich nur Frischkäse und maximal Salz drin ist und nicht noch zusätzliche Stabilisatoren oder ähnlicher Quatsch. Lest Euch ruhig mal die Zutatenlisten, der unterschiedlichen Marken durch, ihr werdet erstaunt sein.

Jedenfalls ist dieser Obazda wirklich unglaublich lecker! Sogar den Mitumschülern, die sonst keinen Blauschimmelkäse mögen, hat er geschmeckt. Würzig, cremig, perfekt für ein herzhaftes Frühstück (oder Abendbrot *g*). Und es ist wirklich ganz einfach!

Auch meine Mitretter waren nicht untätig und haben sich viele schöne Sachen gekocht (wird nachgetragen):

Bayrischer Käseaufstrich – Obazda

Zutaten für 4 Portionen:
100 g reifer Camembert
100 g Blauschimmelkäse
100 g Frischkäse
1 EL weiche Butter
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Kümmel, gemörsert
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Schnittlauch

Von der Hälfte des Camembert die Hälfte der Schale entfernen. Die drei Käsesorten mit der weichen Butter mit Hilfe einer Gabel gut vermischen. Mit Paprikapulver, wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Kümmel entweder in einer Mühle mahlen oder mit Mörser zerstoßen und unterrühren. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und ebenfalls unterrühren. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, dann zu frischem Brot, im Idealfall Laugengebäck servieren.

Genießen!

Quelle: So isst der NordenObatzter

Immer noch nicht genug? Vielleicht auch mal mit Fisch? Hier noch ein paar Vorschläge, die hier schon veröffentlicht wurden:

Oh Wunderteig, Du geliebter, vielfältiger Bastard!

Durch diese ganze Krankheitsgeschichte bin ich noch organisierter geworden als früher bzw. effizienter. Wenn die eigenen Kräfte schon für Kleinigkeiten schneller drauf gehen als bei gesunden Leuten, muss man sie sich besser einteilen. Und trotzdem passiert es mir manchmal, dass ich nicht rechtzeitig dran denke Brot zu backen und komplett brotlos da stehe. Nicht ein Krümelchen, nicht mal im Tiefkühler … Dann braucht es Rezepte, die sowohl schnell (so schnell es bei Hefeteig eben geht) als auch unkompliziert zu machen sind.

Frau Nata schwärmte mir ja schon öfter von Herrn Pauls Wunderteig vor, dessen Endprodukt sie bei einigen Events verköstigen durfte. Also schnell im tollentollenwunderbaren „Auf die Hand“ nachgeguckt. Großartig! Die Zutaten sind alle im Haus, für Maisgrieß benutze ich den letzten Rest feine Instant-Polenta. Und los geht’s! Der Teig ist unkompliziert zu machen, ich brauchte nur etwas mehr Mehl, weil ich Eier der Größe L hatte. Und in den Gehzeiten kann man auch ein bisschen Pause machen. Wunderbar. Der fertig gegangene Teig lässt sich wunderbar handhaben und so können ganz einfach Toastbrot oder Burger Buns oder Hotdog-Brötchen gemacht werden.

Der Geschmack ist großartigst! Nie wieder gekauftes Toastbrot! Fluffig, locker, leicht süßlich und doch mit etwas Biss durch den Maisgrieß. Es wurde sofort ins Standard-Repertoire aufgenommen und auch gleich ein paar Tage später nochmal in Form von Hotdog-Brötchen gebacken. Wofür die benutzt wurden? Das zeige ich Euch in drei Beiträgen. Seid gespannt!

Aber erstmal das Rezept für den Wunderteig!

Wunderteig für Toast, Burger oder Hotdog-Brötchen

Zutaten für 1 Portion:
450 g Weizenmehl Type 405 (vielleicht etwas mehr)
50 g Maisgrieß (z.B. feine Polenta)
150 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
30-40 g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 Eier, zimmerwarm (Größe M)
80 g Butter, weich
5 g Salz

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch oder Sahne

Gesamtzeit: 2 Stunden
Gehzeiten: 3×30 Minuten = 90 Minuten

(1) Das Mehl mit dem Maisgrieß in eine große Schüssel geben. Gut vermischen und eine Mulde hinein machen. Das Wasser mit der Milch (warmes/heißes Wasser + kühlschrankkalte Milch = lauwarm) und dem Zucker vermischen, die Hefe unterrühren. Vorsichtig in die Mulde gießen. Mit ein wenig Mehl zu einem Vorteig verrühren, mit Mehl vom Rand bestäuben. Abdecken (z.B. mit einer Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort 30 Minuten gehen lassen.
(2) Die Eier, Butter und das Salz zugeben. Mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine 5 Minuten lang zu einem Teig kneten. Falls er noch nicht fest genug sein sollte, noch etwas Mehl zufügen. Ich brauchte bei beiden Versuchen so 1,5 bis 2,5 EL Mehl zusätzlich (meine Eier waren aber auch zu groß). Der Teig klebt etwas. Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt wieder 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen, z.B. im geschlossenen Ofen.

Für ein Toastbrot geht es wie folgt weiter:
(3) Eine Kastenbackform mit etwas weicher Butter auspinseln und mit wenig Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! In 6 gleich große Portionen teilen und diese mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen.
(5) Die Kugeln hintereinander in die vorbereitete Form setzen. Zugedeckt an einem zugfreien Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(6) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verrühren. Das Toastbrot großzügig damit bepinseln.
(7) In den Ofen geben und 40-45 Minuten lang goldbraun backen.
(8) Das Toastbrot in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mit einem scharfen Sägemesser lässt es sich hervorragend schneiden!

Für 8-12 Hotdog-Brötchen ist folgendes zu tun:
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Den Teig jetzt auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! Mit einem bemehlten Messer in 8 bis 12 Portionen teilen (8 Stück sind wirklich richtig groß!). Jede Portion mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen. Die Kugeln durch hin- und herrollen unter Druck der Handflächen zu Rollen formen und in gleichmäßigem Abstand voneinander auf das Backblech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
(5) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verquirlen und die Hotdog-Brötchen bepinseln.
(6) Auf die mittlere Schiene im Ofen geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Sowohl Toast als auch Hotdog-Brötchen lassen sich ohne Probleme einfrieren und sind dann aufgetaut wie frisch.

Quelle: Paul, S. (2014): Auf die Hand – Fingerfood & Abendbrote. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 274-275

Einfache, aber köstliche DDR-Brötchen

Ich gebe es zu, ich bin ein Brötchen-Liebhaber! Bei uns zu Hause gibt es fast immer frische Brötchen, kaum dunkles Vollkornbrot. Es soll ja gesund sein, aber richtig gut vertrage ich es auch nicht … Und so Brötchen bestehen ja aus ganz alltäglichen Zutaten Mehl, Salz, Wasser und Hefe. Nun kann man aber auch mit der Zubereitungsweise spielen: längere Gehzeiten, aber etwas kühler, vielleicht mit Vorteig, wenn man rechtzeitig dran denkt. Auch die Brötchenform ist vielfältig: einfach nur rund schleifen oder Kaisersemmeln formen oder Berliner Knüppel formen (die Links öffnen YouTube-Videos). Ich habe mich dieses Mal mit Rundschleifen, danach kurz länglich formen begnügt und sie nur einmal längs eingeschnitten.

Ich bin irgendwann auf dieses Rezept bei Jutta Schnuppschnüss gestoßen, dass da DDR-Brötchen heißt. DDR-Brötchen … Hmm, die hatte wir damals nicht allzu oft, aber ich kann mich dran erinnern, dass es zwei verschiedene Sorten gab: 5er und 8er, also für 5 Pfennig oder 8 Pfennig Kaufpreis. An den geschmacklichen Unterschied kann ich mich leider nicht erinnern (dafür weiß ich umso genauer, wie frisches ungarisches Weißbrot mit Omas Rührei schmeckte *g*). Und was an diesem Brötchenrezept jetzt spezifisch DDR ist, erschließt sich mir auch nicht … Aber es sind gute Brötchen, der Teig ist einfach zu handhaben und insgesamt braucht man nur gut 3 Stunden bis die Brötchen fertig sind, wovon 2,5 Ruhezeiten sind. Also reichlich unkompliziert alles! Und die nächsten Male übe ich das Formen noch ein bisschen … Der Geschmack ist auch richtig gut. So gut, dass ich dieses Rezept wirklich regelmäßig backe!

DDR-Brötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:
500 g Weizenmehl Type 550
15 g frische Hefe
1/2 TL (3 g) Zucker
325 ml Wasser
10 g Salz

(1) Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Hefe hinein krümeln, Zucker dazu, verrühren. Das Wasser zufügen und 5 Minuten auf Stufe 1 kneten. Das Salz zufügen und nochmal 5 Minuten auf Stufe 1 oder 2 kneten. Es sollte ein elastischer, nicht klebriger Teig entstehen.
(2) Den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und 1 Stunde im Kühlschrank gehen lassen. Den Teig falten und nochmals 1 Stunde gehen lassen im Kühlschrank.
(3) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Blech auf der untersten Schiene mit vorheizen.
(4) Den Teig rausholen und in 8 etwa 80 g schwere Portionen teilen. Die einzelnen Portionen rund schleifen und dann kurz längs rollen. Auf ein Blech legen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 30 Minuten gehen lassen. Nach 15 Minuten die Brötchen mit einem scharfen Messer längs einschneiden.
(5) Die Brötchen mit kaltem Wasser einpinseln und auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben. Dann einen großzügigen Schluck Wasser auf das untere heiße Blech schütten. Ofentür schnell schließen. Insgesamt 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten das untere Blech rausholen.

Die Brötchen raus holen, prüfen ob sie gar sind (auf den Boden klopfen, wenn es hohl klingt, sind sie gut) und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Quelle: nach Schnuppschnüss ihr ManzfredBäcker Süpkes DDR-Brötchen

Pancakes auf Vorrat mit hausgemachtem Heidelbeerkompott

Nein, keine Angst! Ich habe nicht angefangen, Pancakes einzuwecken *g* Aber letzte Woche Sonntag war das Wetter hier in Deutschlands Mitte so usselig mit ganztägigem Regen und nur grau, dass ich schon morgens eine Belohnung brauchte, bevor ich überhaupt was geleistet habe. Manchmal gibt es einfach so Tage, oder? Und mir war sehr stark nach Pancakes. Deren Teig muss nicht ewig ruhen und kann man auch in kleineren Mengen machen. Klar, ich hätte auch das einfache und neutrale Pancake-Rezept von Jamie Oliver nehmen können, aber wieso ist man Foodblogger, wenn einen nicht die Neugier nach neuen Rezepten umtreibt?

Aus Nigella Lawsons Buch „Nigella Express“ ist mir schon vor Ewigkeiten ein Rezept im Hinterkopf geblieben, bei dem sie die Grundmischung für Pancakes auf Vorrat macht. Einfach alle trocknen Zutaten gut miteinander vermischen, in eine luftdicht verschließende Dose geben (wir wollen ja keine Mehlmotten oder so da drin, oder?) und wenn einem mal nach Pancakes gelüstet, nur eine bestimmte Menge der Pfannkuchen-Mischung mit Ei, Milch und etwas flüssiger Butter (Die Mikrowelle ist Dein Freund!) verrühren und ausbacken. Fertig. Und so schnell. Weil seien wir doch mal ehrlich, das lästigste am Pancakes-Machen ist doch das Abwiegen der Zutaten, oder? (öhm, nein, so Teigsachen kann ich leider nicht aus’m Handgelenk basteln *g*) Ich behaupte mal perfekt für alle, die einen guten Pancake ab und an zu schätzen wissen, Familien mit Kindern. Ansprechend verpackt, ist es bestimmt auch ein schönes Weihnachtsgeschenk :-)

Hausgemachte Pancake-Mischung

Zutaten für ca. 4 x 15 Pancakes:
600 g Mehl
3 EL Backpulver
2 TL Natron
1 TL Salz
40 g Vanillezucker oder Zucker

Alle Zutaten mischen und in einen gut verschließbaren Behälter füllen.

Wenn es Pancakes geben soll, wie folgt vorgehen:

Pancakes

Für ca. 15 Stück à 8 cm Durchmesser:
150 g Pancake-Mischung
1 Ei
250 ml Milch
1 EL zerlassene Butter

(1) Die trockenen Zutaten gut mit den flüssigen Zutaten verrühren.
(2) Eine beschichtete Pfanne ohne Fett darin bei mittelhoher Stufe heiß werden lassen.
(3) Für jeden Pancakes 1-2 Esslöffel Teig in die Pfanne geben und von jeder Seite 1-2 Minuten backen bis sie schön braun sind.

Mit Fruchtkompott der Wahl, Ahornsirup oder anderen Köstlichkeiten nach Wahl.

Quelle: Lawson, N. (2007): Nigella Express. Dorling Kindersley. p 93

Und weil hier das schönere Bild vom Heidelbeerkompott zu sehen ist, gebe ich Euch noch schnell das Rezept dafür mit. Ja, es ist echtes einwecken, aber wirklich nicht kompliziert zu machen. Probiert es nächstes Jahr ruhig mal aus. Es war total lecker, durch den Sternanis schön erfrischend. Nächstes Jahr muss ich definitiv mehr als zwei Gläser machen :-)

Heidelbeerkompott

Zutaten für ca. 500 ml:
300 g Heidelbeeren
Stück Zitronenschale
kleine Stücke Sternanis
Prisen Zimt
125 ml Wasser
75 g Zucker
Saft 1/2 Zitrone

Weck-Gläser mit Glasdeckel, Gummiring, Metallklammern
oder
Twist-Off-Gläser

(1) Als erstes die Gläser vorbereiten. Diese gut mit heißem Spüli-Wasser auswaschen, mit heißem, klarem Wasser ausspülen. Die Gläser in den Ofen stellen. Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in ca. 15 Minuten trocknen und gleichzeitig sterilisieren lassen. Die Deckel (und Gummiringe) in einen kleinen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 5 Minuten kochen lassen. Die Gläser rausholen und abkühlen lassen.
(2) Die Heidelbeeren verlesen, waschen und in die Gläser geben. In jedes Glas 1 kleines Stück Zitronenschale, 1 kleines Stück vom Sternanis und 1 Prise Zimt geben.
(3) Das Wasser mit dem Zucker und dem Zitronensaft aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Heiß über die Heidelbeeren gießen und die Gläser verschließen.
(4) Die Gläser in einen passenden Topf stellen, in dem ein Küchentuch oder 2 Blätter Küchenkrepp liegen. Mit heißem Wasser aufgießen, so dass die Gläser 2/3 bis 3/4 im Wasser stehen. Deckel auf den Topf. Das Wasser mit den Gläsern drin bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Ab dem Zeitpunkt des Kochens 30 Minuten kochen lassen.
(5) Die Gläser rausholen. Twist-Off-Gläser kurz auf den Kopf stellen, die Weck-Gläser auf KEINEN Fall! Vollständig abkühlen lassen. Prüfen, ob ein Vakuum entstanden ist. Wenn die Deckel der Weck-Gläser nicht fest sind, entweder schnell aufbrauchen oder nochmals einkochen.

Genießen!

Unaufwendig und vielseitig – Paprikaquark

Manchmal braucht man auch ganz einfache Gerichte, oder? Nix aufwendiges, nix kompliziertes. Und es wäre schön, wenn sich Bestandteile des Gerichtes auch noch für andere Mahlzeiten verwenden ließen. Einer von Frau Kochschlampes Standards ist ein Paprikaquark, der sich sowohl auf’s Brot streichen lässt, als auch wunderbar zu Pellkartoffeln passt. Und weil sie es bis jetzt nicht schaffte, die Variante zu verbloggen, mach ich das eben :-)

Paprikaquark nach Frau Kochschlampe

250 g Quark
1 Frühlingszwiebel
1/4 bis 1/2 rote Paprikaschote
einige Zweiglein Thymian
Salz, Pfeffer
1 Prise Pimeton de la vera

Die Frühlingszwiebel in feine Ringe, die Paprikaschote in kleine Würfel schneiden. Die Blättchen vom Thymian streifen. Den Quark mit den Zutaten verrühren. Mit Salz, Pfeffer und dem Pimenton de la vera (spanisches geräuchertes Paprikapulver) abschmecken. Ein wenig durchziehen lassen bis er gebraucht wird.

Quelle: fernmündlich von Frau Kochschlampe

Aber irgendwie waren mir nur Kartoffeln zu wenig. Ich wollte kein Steak dazu, irgendwas gemüsiges. Es harrte noch ein Brokkoli seiner Verwendung und da fiel mir ein, dass ich letztes Jahr in einer ungarischen Frühstückssendung die Autorin des hochgeschätzten Blogs „Chili & Vanilia“ Brokkoli im Ofen garte. Was mit Blumenkohl oder Rosenkohl klappt, sollte doch Brokkoli nicht schaden. Dabei erklärte sie, dass man darauf achten sollte, dass die Schnittflächen der Brokkoli-Röschen auf dem Blech liegen, weil diese dann karamellisieren und ein wunderbares Aroma entwickeln. Die Würzung wurde sehr pur gehalten, nur Salz und Pfeffer, zum Schluss noch ein Hauch Muskatnuss. Und diese Zubereitungsweise ist so toll! Sie ist stressfrei, der Brokkoli kann nicht seltsam verkochen und bekommt ein schönes Aroma. Probiert es einfach mal aus!

Ofen-Brokkoli

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Kopf Brokkoli
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Den Brokkoli putzen und in Röschen schneiden. Diese zusammen mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl mischen. Auf dem Backblech verteilen und dabei darauf achten, dass die Schnittflächen der Brokkoli-Röschen auf dem Backblech liegen.
(3) Für 15-20 Minuten im Ofen backen.
(4) Herausnehmen, mit frisch geriebener Muskatnuss berieseln.

Genießen!

Quelle: Ausschnitt einer ungarischen Frühstückssendung mit Zsófi Mautner.

Happy Pancake Tuesday!

Jetzt wird sich die geneigte Leserschaft fragen: Was ist denn bitte ein Pancake Day? Im englischsprachigen Raum ist damit der Faschingsdienstag, also der Tag vor Aschermittwoch gemeint, sprich heute! Also

Happy Pancake Day an alle!

Der Name kommt wohl daher, dass die Leute früher vor der Fastenzeit noch alle reichhalten Lebensmittel wie Eier, Zucker und Milch aufbrauchen wollten, um während der 40 Tage nicht in Versuchung zu kommen. In vielen Kulturen bedeutete die Fastenzeit den Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und Eier. Offensichtlich ernährten sich die Leute in der Zeit vegan. Interessant! … Damals haben die Leute das Fasten noch wirklich ernst genommen, nicht wie wir heutige „Heiden“, die eher gucken, ob sie in der Zeit auf Süßigkeiten o.ä. verzichten. Jedenfalls hat sich das Backen von Pfannkuchen/Eierkuchen/Palatschinken/Palacsinta/Pfannekuchen/Pancakes als feste Tradition bei den Briten und Konsorten durchgesetzt. Und das ist ja nun nicht die schlechteste aller Traditionen! Ein Pfannkuchen geht immer, oder? Weil sie so schnell zu machen sind, weil sie so vielseitig sind, egal ob herzhaft oder süß, weil sie satt und glücklich machen!

Für heute habe ich einen supersimplen und schnellen, aber großartigst leckeren Pancake aus dem „Smitten Kitchen Cookbook“ ausgesucht (drüber gestolpert bin ich bei Kirsten von „Sugar and Spice„). Er ist perfekt für’s Sonntagsfrühstück, weil man bei der Zubereitung nicht großartig nachdenken muss. Wie im Rezept beschrieben, habe ich den Teig im Standmixer gemacht und war begeistert wie gut und schnell das ging. Eigentlich hab ich in 90% meiner Pfannkuchen-Teige kleine, doofe Mehlklümpchen, aber nicht hier! Ha! Wer keinen Standmixer hat, kann natürlich mit dem Schneebesen oder Handrührgerät arbeiten. Der Pfannkuchen wird im Ofen gebacken und hier ist der einzige Punkt, bei dem man auch im schlaftrunkenen Zustand vorsichtig sein sollte: Die Pfanne nachdem sie im Ofen war, nienicht mit der bloßen Hand anfassen! Immer Topflappen in der Nähe haben! Das Zusammenrühren des Teiges dauert keine 10 Minuten und in den 15-20 Minuten, die er im Ofen bäckt, kann man in Ruhe wach werden und das restliche Frühstück vorbereiten: Käffchen aufsetzen, Tee kochen, Obst schnippeln, Brötchen und Aufschnitt/Käse auf den Tisch stellen. Wirklich perfekt für’s gemütliche Sonntagsfrühstück! Oder ein gemütliches Nachmittagskäffchentrinken am Pancake Tuesday *g*

Gewürzpfannkuchen aus dem Ofen

Zutaten für 1 großen Pancake:
2 Eier
80 ml Milch
1 TL Honig
40 g Mehl
1 EL dunkler Rohrzucker
1/2 TL Zimt
1/4 TL gemahlener Ingwer
Prise gemahlene Nelke
1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise Salz
1 EL Butter

Puderzucker, Ahornsirup

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eine ofenfeste Pfanne mit etwa 23 cm Durchmesser bereit stellen. Wenn die Pfannen der geneigten Leserschaft nur Plastikgriffe haben, kann man die schützen, in dem man sie mit einigen Lagen Alu-Folie umwickelt.
(2) Die Eier in einen Standmixer geben und hell-schaumig aufschlagen. Kann man auch gerne mit dem Handmixer machen, kein Problem! Die restlichen Zutaten hinzufügen bis auf die Butter. Gut zu einem flüssigen Teig vermischen.
(3) Die Butter in der Pfanne bei mittelhoher Hitze schmelzen lassen. Dann die Pfanne gut schwenken, damit die Butter auch die Pfannenseiten bedeckt, weil der Pfannkuchen während des Backens an den Seiten hochsteigt. Den Teig in die Pfanne gießen und sofort in den Ofen stellen.
(4) 15-20 Minuten im Ofen backen lassen. Herausholen (Vorsicht, der Pfannenstiel ist sehr heiß!) und auf einen Teller geben. Mit Puderzucker bestreut oder Ahornsirup drauf

genießen!

Quelle: Perelman, D. (2012): The Smitten Kitchen Cookbook – Recipes from a New York Kitchen. Square Peg. p 11

Türkisches Sonntagsfrühstück: Sucuk yumurta – Spiegelei mit Sucuk

Bekanntlicherweise wohne ich im Klein-Ankara Kassels. Und ich finde es großartig! Ich habe hier viele unterschiedliche Nationen als Nachbarn. Meine direkten Nachbarn sind Afghanen, die nasenscheinlich unglaublich gut kochen können. Manchmal duftet es so wunderbar auf meinem Balkon (ihr Küchenfenster ist nur 50 cm entfernt), dass ich am liebsten nebenan klingeln möchte, um nach dem Rezept zu fragen … Auch die türkischen Supermärkte, die es hier gefühlt alle 500 m gibt, sind wunderbar! Bei meinem umme Ecke kriege ich fast alles was das Herz begehrt: frisches Obst und Gemüse, Blumenstrauß große Bunde an Petersilie und anderen Kräutern (Minze, Koriander, Dill, Postelein), türkische Brote, Hülsenfrüchte (getrocknet, in Dose), Reis, Bulgur, Couscous, Käse (Feta etc.), Butter, Ayran, Joghurt, frisches Fleisch, Gewürze, manchmal frischen Fisch, Oliven, Honig, Tomaten, eingelegtes Gemüse, Nüsse, Knabberkram, Geschirr und Wurst. Die Wurstabteilung besteht hauptsächlich aus einer roten Wurst namens Sucuk:

Sucuk ist eine Wurst aus Rindfleisch, die mit etwas Knoblauch, einen µ Kreuzkümmel gewürzt ist und auch etwas pikanter sein kann. Es gibt sie in monströs großen Abpackungen für türkische Großfamilie, aber zum Glück auch in der Single-Probierportion. Endlich hab ich mich mal getraut und eine kleine Packung hüpfte in meinen Einkaufskorb. Aber was mache ich jetzt damit? Von berufener Seite wurde mir Ei mit Sucuk zugeflüstert und so machte ich mich auf die Suche. Man kann sich einen typischen Snack machen, bei dem Sucuk mit Käse überbacken wird. Dabei darf die Sucuk, wie hier erklärt und ausführlichst gezeigt, auf keinen Fall gewürfelt werden. Nur Scheiben sind zulässig! Ist ja ganz schön, aber für mich eher ein Abendbrot (heute vielleicht?). Dieses Video von „Koch Dich türkisch“ fand ich schon frühstückshafter und habe es als Idee genommen. Es ist natürlich auch als Rezept im weltweiten Zwischennetz niedergeschrieben, aber im Video kann die geneigte Leserschaft auch gleich noch ein wenig türkisch lernen. Nie verkehrt, oder?

Also gab es ein etwas abgespecktes, aber doch leicht türkisches Frühstück mit Sucuk yumurta, Sesamkringel und frischem Gemüse. Wirklich schön und sättigend! Sucuk schmeckt echt gut, etwas pikant, aber nicht zu scharf (andere Leute würden das wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen) und wird jetzt tatsächlich öfter in meinem Kühlschrank zu finden sein :-)

Eigentlich braucht es dafür kein Rezept, ich schreibe trotzdem mal fix auf, wie ich das Sucuk yumurta gemacht habe:

Sucuk yumurta – Spiegelei mit Sucuk

Zutaten für 1 Portion:
1/2 kleine Sucuk (ca. 40 g)
1/2 kleine Zwiebel
1/4 TL Butter
1 Ei
Salz

Die Zwiebel häuten und in Halbringe schneiden, von der Sucuk die Pelle abziehen und in dünne Scheiben schneiden. In einer kleinen Pfanne die Butter bei mittelhoher Hitze zerlassen, Sucuk und Zwiebelringe etwas anbraten. Wenn die Zwiebeln weich sind, das Ei drüber schlagen und einen Deckel auf die Pfanne legen, damit das Eiweiß auch von oben gart. Wenn das Eigelb den gewünschten Gargrad hat, auf einen Teller geben, salzen und

genießen!

Dazu passt wunderbar frisches Fladenbrot oder Sesamkringel und ein wenig frisches Gemüse. Gerne kann auch noch mehr Gemüse mit den Zwiebeln und der Sucuk angebraten werden (etwas schärfere Paprika, Zucchini, Pilze etc.).

Quelle: nach „Koch Dich türkisch“ – Sucuk yumurta

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