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Ein Gemeinschaftsexperiment: Die Balkon-Kartoffel

Die Tage sind wieder länger, die Vögel zwitschern (ja, manchmal brüllen sie auch gefühlt *g*) und etliche Leute haben das dringende Bedürfnis ihre Hände in Erde zu vergraben. Nun hat nicht jeder einen Schrebergarten … Ich jetzt hier in Göttingen auch nicht und um ehrlich zu sein, ist bei mir auch nicht wirklich mehr die Kraft da, um mich alleine um einen Schrebergarten zu kümmern. Aber wenn man Glück hat, hat man einen schönen Balkon, auf dem sich einige Sachen anbauen lassen. In der alten Wohnung in Kassel war der Balkon wirklich winzig! Wenn der Wäscheständer drauf stand, hatte ich keinen Platz mehr und die Blumentöpfe mit Kräutern und Erdbeeren standen auf der Balustrade, geschützt durch ein Anti-Tauben-Netz *g* Der jetzige Balkon ist ein Traum! Er geht über die komplette Breite meiner Wohnung, nach südwest ausgerichtet, hat schattige und sonnige Eckchen. Die Wäsche kann drauf trocknen und gleichzeitig ich noch gemütlich am Tisch essen. Großartigst!

Letztens beim netten Gespräch auf Facebook mit Frau Sabine von Hamburg kocht! unterhielten wir uns über die anstehende Gartensaison und dass Sabine letztes Jahr versuchte im Mörteleimer Kartoffeln wachsen zu lassen, was sich aufgrund diverser baulicher Gartenprobleme nicht endgültig realisieren lässt. Ohne ein bisschen Licht wächst auch keine Kartoffel… Dieses Jahr wollte sie es wieder probieren und ich fand die Idee ganz entzückend, weil mir Umzug ein vor Jahren angeschaffter Mörteleimer wieder in die Hände fiel.

Schnell kam der Gedanke eine Art Blogevent zu machen. Wir können uns vorstellen, dass ein paar von Euch da draußen Lust auf köstlichste, eigene Kartoffeln haben, aber eben nicht den Platz und Zeit um einen ganzen Kartoffelacker zu bestellen. Hat wer Lust mitzumachen? Viel Geld und Zeit muss dafür nicht investiert werden. Eigentlich benötigt ihr nur vier Sachen: Erde (Blumenerde sollte es tun!), Wasser, ein oder zwei Kartoffeln, die Euch schmecken.

Diese am Besten einige bis etliche Tage in einen leeren Eierkarton an einen hellen Ort stellen, dass sie anfängt ordentlich zu keimen. Das muss allerdings nicht sein, auch ungekeimt können sie in die Erde kommen, dann dauert es nur länger bis die Pflanze anfängt zu wachsen.

Dann ist natürlich noch das Pflanzgefäß notwendig. Einfach ist so ein Mörteleimer (oder 10 l Aufwischeimer), den es für wenige Euro in jedem Baumarkt käuflich zu erstehen gibt. Meiner fasst 12l.

Wenn man will, kann man mit einem Akkuschrauber auch noch ein paar Löcher zum Besseren Abfluss einbohren. Wer das nicht machen will, auch nicht schlimm, einfach darauf achten, dass nicht zu viel Wasser im Topf ist und die Kartoffeln eventuell verfaulen.

Hier mein Zeitplan:

Seit Gründonnerstag: Kartoffeln aus dem Supermarkt lagen bei meinen Eltern im Kartoffelkorb und sind etwas gekeimt.
24.04.2014: Löcher in den Eimer bohren. Den Boden des Eimers mit Küchenkrepp bedecken (damit die Erde beim Gießen nicht sofort mit wegschwimmt), Eimer zu etwa 1/3 mit Erde füllen (hier: Tomaten- und Gemüseerderestbestände vom letzten Jahr). Die Kartoffeln (2 oder 3 Stück, mal sehen) in die Erde stecken. Gießen. Warten.

Dann werde ich Euch (wenn möglich und nichts dazwischen kommt) wöchentlich kurz auf dem Laufenden halten, was sich im Mörteleimer so tut.

Und? Mag jemand mitspielen? Einfach nur als kleines Experiment!
Berichtet in Euren Blogs darüber! Wenn ihr mögt und Interesse besteht kann ich auch – sagen wir – monatliche Zusammenfassungen machen, wie sich die Eimer-Kartoffeln von Kiel bis München (oder gar europaweit?) so entwickeln.

Wer keinen Blog hat, kann auch gerne einfach seine Bilder an die folgende E-Mailadresse schicken: paprikameetskardamom (at) freenet Punkt de :-)

Es gibt keine Voraussetzungen, keine Gewinne, aber hoffentlich ein wenig Spaß und leckere Kartoffeln im Frühherbst!

Die liebste Jahreszeit im Schrebergarten – Spätsommer/Frühherbst

Der Spätsommer oder Frühherbst (je nachdem, ob man den meteorologischen oder kalendarischen Herbstanfang betrachtet) ist meine liebste Jahreszeit im Garten. Warum? Guckt einfach selbst in den elterlichen Schrebergarten  (ja, bin immer noch krankseienderweise in der Ostseeheimat, aber es wird langsam besser, danke der Nachfrage *g*)

Schick-gruselige Spinnen spannen ihr Netz …

…zwischen den endlich reifenden stachellosen Brombeerzweigen.

Der Sonnenhut blüht wie wahnsinnig:

Die Dahlie schmeißt mit ästhetisch geometrischen Blütenköpfen nur so um sich:

Der weiße Flox leuchtet und duftet aus vielen Ecken der 300 qm:

Definitiv mein Lieblingsblümchen – Cosmea, so filigran:

Auch einige wohlduftende Rosen wohnen in Frau Mamas Blumenrabatten, die hier riecht besonders gut und wurde deshalb auch geerntet und in Essig eingelegt:

Unser Pflaumenbaum hat noch nie besonders gut getragen, aber dieses Jahr haben sich einige große Pflaumen versteckt, die nur noch weich werden müssen, ich hoffe es gibt noch ein paar Sonnentage:

Die rote Beten werden auch endlich dick:

Und die Monatserdbeeren blühen immer noch fleißig und bilden ein Früchtchen nach dem anderen, sooo köstlich!

Noch eine sehr schön duftende Rose, leider kenn ich, im Gegensatz zu Frau Mama, die Sortennamen nicht, aber so lange sie schön aussehen :-)

Ein niedliches kleines Blümchen, dessen Namen mir nicht verraten wurde, aber hübsch isse!

Und ich hoffe, dass ich demnächst auch wieder Muße habe und Euch ein paar Rezepte hier vorstellen kann, Zeit ist ja immer noch reichlich vorhanden :-) Seid gespannt!

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