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Mohnkuchen mit Zitronencreme

Ein Kuchen zum Wochenende muss ein, oder? Und was hätte ich Lust auf eine einfache, aber saftige Erdbeertorte oder Johannisbeer-Baiser-Torte, jetzt wo der Frühling wirklich da ist und es draußen jeden Tag grüner wird. Aber da müssen wir uns hier in Deutschland noch gedulden, wenn wir die saisonale Früchtchen essen wollen und nicht Importe aus Spanien, Nordafrika oder gar Übersee. Mir wird immer ganz anders, wenn ich auf Instagram die ganzen Leute sehe, die sich jeden Tag Unmengen an Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren in die Müslischüsseln oder zum Nachmittagssnack packen. Oder gar Wassermelone! Es ist doch nicht mal annähernd warm genug, um Gelüste nach Wassermelone zu entwickeln! Nochmal eine kurze Liste, wann die Früchte bei uns Saison haben (Referenz: Nord- und Mitteldeutschland, Schrebergarten, freie Natur, ohne Gewächshaus):

  • Rhabarber: ab Ende März/April, Hochsaison ab Mai
  • Erdbeeren: frühe Sorten ab Ende Mai
  • Johannisbeeren: wie Name sagt ab Johanni, also Ende Juni.
  • Himbeeren: frühe Sorten ab Mitte/Ende Juni
  • Aprikosen: französische Sorte ab Juni
  • Pfirsiche/Nektarinen: ab Ende Juni aus Südeuropa.
  • Heidelbeeren: im Freiland an Südhängen ab Anfang Juli
  • Brombeeren: ab August bis September
  • Wassermelone: aus dem südeuropäischen Ausland (Frankreich, Italien, Ungarn, Spanien, Türkei) ab Juli

Ich weiß, es ist obsttechnisch momentan mau, außer den lagernden Äpfeln, aber so ist das nunmal Ende des Winters, Anfang des Frühjahrs. Die Pflanzen müssen ja erstmal blühen, von den Bienchen bestäubt werden und ihre Früchte bilden und reifen lassen. Das dauert alles ein bisschen … Und wenn wir sie dann im Sommer frisch vom Feld, oder jedenfalls nicht ganz so weit transportiert, essen können, schmecken sie um sooo vieles aromatischer! Vielleicht wollt ihr auch ein paar Erdbeerpflanzen auf dem Balkon oder Eurem kleinen Garten anbauen, das ist ganz einfach, braucht keinen explizit grünen Daumen und ihr habt dann zur richtigen Zeit die vollreifen Früchtchen :-)

Kommen wir zum Wesentlichen zurück! Auch jetzt zur obstarmen Zeit kann man schöne Kuchen backen. Diesen Mohnkuchen mit Zitronencreme sah ich auf der ungarischen Seite „Streetkitchen„, deren Videos und Rezepte ich sehr schätze und schon einiges nachgebastelt habe. Mohn scheint eine typisch osteuropäische Sache zu sein. Ich sehe oft Rezepte mit ihm in polnischen Kochbüchern und auch aus der ungarischen Küche kenne ich ihn zur Genüge: zu Schupfnudeln, Brotauflauf mit Mohn, im Kuchen, zu Pflaumenknödeln. Dann kann er auch die Hauptzutaten in einem Rührkuchen sein, der dazu noch ohne Mehl auskommt und somit glutenfrei ist. Sowas passiert bisweilen auch hier *g* Zum Schluss wird der fertige Kuchen mit Lemon Curd bestrichen, was nochmal den richtigen Kick gibt. Das Gesamtkunst, dass sich sehr einfach backen lässt, ist nämlich wirklich wunderbar! Zarter, saftiger Kuchen mit angenehmen Mohngeschmack plus die zitronige Frische des Lemon Curd (macht es gerne nach Frau Kochschlampes Rezept, die funktionieren immer). Großartigst! Probiert es unbedingt aus, wenn ihr Mohn mögt!

Mohnkuchen mit Zitronencreme

Zutaten für Springform (Ø 24 cm):
5 Eier
150 g Zucker
150 g Butter, zimmerwarm
200 g gemahlener Mohn
15 g Backpulver
1 Bio-Zitrone, Schale
50 ml Milch
1 Prise Salz
4 El Lemon Curd (selbstgemacht oder aus dem Glas)

Butter zum Einfetten der Form

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier belegen und die Seiten mit Butter einfetten.
(2) Die Eier trennen. Butter und Zucker mit Hilfe der Küchenmaschine oder Handrührer schaumig schlagen. Nacheinander die 5 Eigelb zugeben und gut unterrühren. Den Mohn mit dem Backpulver und Zitronenschale unter die Buttermischung rühren. Zum Schluss die Milch unterrühren.
(3) Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Zuerst 1/3 des Eiweißes vorsichtig unter den Mohnteig rühren, dann die restlichen 2/3 wirklich vorsichtig mit Hilfe es Spatel unterheben. Dies geht am Besten, wenn der Teig richtig vorsichtig von außen nach innen unter den Eischnee gehoben wird. So bleibt besonders viel, der ins Eiweiß geschlagenen Luft erhalten und der Kuchen nachher luftig.
(4) Den Teig in die vorbereitete Springform geben, glatt streichen und auf mittlerer Schiene 25-35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, ob er gar ist. Dabei mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß in die Mitte des Kuchens stechen, wenn das Stäbchen sauber, ohne anhaftenden Teig wieder rauskommt, ist er durch. Den fertigen Kuchen herausholen und komplett abkühlen lassen.
(5) Die Zitronencreme gleichmäßig auf den abgekühlten Kuchen streichen. Noch mit ein bisschen des gemahlenen Mohns zur Dekoration bestreuen.

Genießen!

Quelle: StreetkitchenCitromkrémes máktorta

Getarnter Sommersalat aka Wassermelonen-Tomaten-Salat – Dinnye-paradicsom saláta

Ist es bei Euch sommerlich? Waren ja sommerliche Temperaturen voraus gesagt für den heutigen Tag und da hat man doch keine Lust auf schweres, heißes Essen, oder? Okay, in Ungarn ess ich bei der Verwandtschaft auch heiße Hühnersuppe, wenn draußen 35°C und zufällig Sonntag ist. Aber hier in Deutschland doch eher selten. Wenn es hier sommerlich wird, ist mir nach Wassermelone. Ich mag Wassermelone wirklich sehr, auch wenn ich keine 5 kg Melone in anderthalb Tagen verdrückt kriege wie Zwerg ;-) Aber sie hat nicht so viel Fruktose wie beispielsweise Pfirsiche (die ich übrigens auch sehr liebe), deswegen vertrage ich mehr davon …

Und völlig unsaisonal lachte mich jetzt schon eine Wassermelone so verführerisch an, dass sie quasi von alleine in meinen Einkaufskorb hüpfte. Und oh Wunder, sie schmeckt sogar schon. So wie ich sie mag, saftig, süß aber nicht zu süß. Ihr lest hier von jemandem, der am liebsten den helleren Teil der Wassermelone nahe der Schale isst *g* Und irgendwie will die ja verbraucht werden. Pur essen ist natürlich eine Option, aber wozu bin ich Foodblogger, wenn mich nicht die Neugier nach neuen Kombinationen in die Arme der Kochbuchindustrie treiben würde. Schon vor einiger Zeit erwarb ich „How to cook everything„* von Mark Bittman, der auch Rezepte für die New York Times schreibt. Und in diesem Buch findet man Ideen zu allem! Ernsthaft! Es werden Techniken und einzelne Fleisch- und Gemüsesorten beschrieben, einfache und kompliziertere Grundzubereitungen plus etlicher Variationen. Dazu variieren die Gerichte von traditionell über asiatisch bis südamerikanisch. Also, wenn ich mich auf ein einzige Buch beschränken müsste, dass ich nur noch verwenden darf, wäre es wohl das! Das einzige, was einen µ nervt, sind die amerikanischen Volumeneinheiten. Woher soll ich wissen, aus wie vielen Möhren man 1,5 cup Möhrenwürfel kriegt? *seufz* Aber mit ein wenig Erfahrung und Einschätzungsfähigkeit kriegt man das auch hin!

Eben in jenem Buch suchte ich nach Möglichkeiten der Wassermelonenverwertung und wurde fündig! Ein simpler Salat aus Tomaten und Melone sollte es werden, insgesamt nur sechs Zutaten. Dazu noch Zutaten aus dem Vorratsschrank, die ich eh immer da habe. Jetzt mag die Kombination aus Wassermelone mit Tomate für den ein oder anderen abwegig erscheinen, aber lasst Euch gesagt sein: Es passt wunderbar! Mit dem etwas salzigen Feta und würzigen Olivenöl eine höchst erfrischende, ja die perfekte Kombination für laue Sommerabende!

Wassermelonen-Tomaten-Salat mit Feta

Zutaten für 1 großzügige Portion:
1/8 mittelgroße Wassermelone
8 Cherytomaten
Salz, Pfeffer
50 g Feta
Olivenöl

Aus dem Melonenstück mit einem Kugelausstecher ca. 16 Kugel holen (oder einfach in Würfel schneiden). Die Tomaten halbieren. Beides auf einem größeren Teller arrangieren. Leicht salzen und pfeffern. Den Feta darüber krümeln und mit Olivenöl beträufeln.

Sofort servieren!

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. Houghton Mifflin Harcourt. p 214

* (keine geldwerten Vorteile für mich, wenn Ihr auf den Amazon-Link klickt, er dient nur Eurer Information)

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Magyarországon ilyenkor már melegebb szokót lenni mint itt közép Németországon. Már volt igazi nyárias idő? Ha meleg volt a nap akkor nekem nem igazán meleg ebéd vagy vacsora kell, maximum langyos … És mi a gyümölcs ami a legjobban felfrissít, igen a dinnye. Múlt héten egy szépet csak beugrott a kosaramban a szupermarketben ;-) De mit vele csinálni, csak igy simán enni nagyon jó, de nem azért írok egy gasztroblogot hogy csak a mindennapi csinálom a hozzávalókkal. Kíváncsi ember vagyok :-)

Egy nagy, vastag szakácskönyvben „How to cook everything“ (Hogy mindent lehet főzni) a New York Times író Mark Bittman-töl találtam egy gyors saláta recept. Itt a dinnye nem édesen tálalnak hanem fűszeresen. És meglepően nagyon jó egymáshoz illik a paradicsom és a dinnye. A feta sajt még add egy kis extra. Én mondanám hogy ez a könnyű saláta perfekt egy meleg nap után. Próbáljátok ki! Nagyon megéri!

Dinnye-paradicsom-saláta fetával

Hozzávalók 1 nagy adagra:
1/8 közepes dinnye
8 koktél paradicsomok
só, bors
50 g feta sajt
oliva olaj

A paradicsomok felezünk és a dinnyét ilyen méretű kockára vágunk. Egy tányérra teszünk, sózunk és borsózunk. Rá morzsolunk a fetát és olíva olajjal locsolunk. Kész.

Azonnal tálalunk!

Jó étvágyatok!

Typisches Samstagessen – Hackschmorkohl

Noch ein traditionelle Samstagmittagessen. Wir sind ja eine typisch deutsche Mittagesserfamilie. Wenn es mittags nichts vernünftig warmes gibt, wird Herr Papa leicht grumpfig. Und sonnabends muss es bei uns nichts aufwendiges sein, da ist eh meist noch groß genug zu tun: einkaufen, aufräumen, Bad putzen, Blumen umtopfen, saugen, Wäsche waschen etc. Da bleibt für Mittag weder viel Zeit, noch viel Platz im Kopf. Das sollte dann einfach, unaufwendig und einigermaßen schnell zu köcheln sein.

Eines meiner absoluten Lieblingsessen sind ja Kohlrouladen. Dieser gebratene, schön braune Kohl!?! Ein Traum! Aber wenn man schlicht weder die Zeit noch die Lust noch die Personenanzahl zum erfolgreichen Kohlrouladen-Pfriemeln hat, ist Hackschmorkohl eine wunderbare Alternative. Einfach die Kohlstreifen bei hoher Hitze mit Geduld und wenig Rühren braun anbraten, Hack seperat anbraten und würzen, alles zusammen schmeißen und ein bißchen schmoren lassen, fertig. Und soo lecker! Ich liebe es einfach!

Hackschmorkohl

Zutaten für 4 Portionen:
3/4 Spitzkohl
neutrales Öl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
Kümmel
1 TL Paprikapulver edelsüß
300 ml + 2EL Wasser
3 TL Maisstärke

(1) Den Spitzkohl in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel und Knoblauch häuten, Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
(2) Einen großzügigen Schluck Öl in einem großen Topf richtig heiß werden lassen. Den Kohl zufügen und bei hoher Hitze (hier Stufe 5 von 6) braun braten. Dafür nicht zu oft rühren und Geduld haben. Wenn der Kohl braun ist, mit Salz, Pfeffer und Kümmel (Menge nach Wunsch) würzen.
(3) Gleichzeitig in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Hackfleisch krümelig anbraten. Sobald das Fleisch ein wenig angenommen hat und die Zwiebel und Knoblauch zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. So lange braten lassen bis das Fleisch braun ist. Wenn Wasser austritt ist das auch okay und es muss nicht so lange gebraten werden bis es verdunstet ist.
(4) Die komplette Fleischmasse zu dem gebräunten Kohl geben. Gut verrühren. 300 ml Wasser zufügen, Deckel drauf und bei mittel-schwacher Hitze schmoren lassen. Bei Spitzkohl dauert es etwa 20-25 Minuten bis er gar ist. Ruhig zwischendurch mal kosten.
(5) Am Ende der Garzeit die Hitze hochdrehen. Die Maisstärke mit 2 EL Wasser klümpchenfrei in einer kleinen Schale verrühren. In den Hackschmorkohl geben und so lange kochen lassen bis die Sauce ein wenig andickt.

Mit Kartoffeln servieren und

genießen!

Wenn man wie ich alleine lebt, kann trotzdem die ganze Portion gekocht werden und dann zwei Portionen einfrieren. Geht wunderbar, kein Geschmacksverlust.

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