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Schnelles Hähnchen-Gyros

Wie steht ihr zu griechischer Küche? Mögt ihr sie? Ich war leider noch nie in Griechenland, aber dann doch schon ein paar mal in griechischen Restaurants ;-) Auf YouTube folge ich einem griechischen Koch, der einen dortigen Kochwettbewerb gewonnen hat und auf seinem Kanal unterschiedliche, aber natürlich auch viele griechische Rezepte vorstellt, die man getrost als authentisch bezeichnen kann, vorstellt. Eines davon war eben für ein Hähnchengyros (YouTube-Link), für das die Marinade selbstverständlich von Hand gemischt wurde. Sie besteht aus einfachen Zutaten, die nur zusammen in den Mörser oder kleine Küchenmaschine geschmissen werden, schnell fein verarbeiten, mit dem Fleisch vermischen und es kann sofort, ohne extra Marinierzeit, in die Pfanne wandern.

Der Geschmack dieses Gyroses ist wirklich großartig! Zart und würzig, schön frisch durch den Zitronenanteil und den Koriander. Nein, das Fleisch entwickelt keine seifigen Züge dadurch, Koriandersamen schmecken ganz anders als das Kraut. Keine Angst, liebe Korianderverabscheuer! Und es ist so wunderbar vielfältig einsetzbar, dass es sich auch gut zum Mealpreppen eignet. Klar, es geht die klassische griechische Variante in einer kleinen Pita-Tasche mit frischem Gemüse oder mit Reis und Tzatziki als Beilage, aber ich kann mir die Fleischstreifen auch gut in einem Tortillafladen mit Avocado und anderer Rohkost vorstellen oder anderem Sandwichbrot. Natürlich funktioniert das Gyros auch als Beilage zu einem frischen, bunten Salat.

Lasst Eurer Phantasie freien Lauf und macht aber dringend dieses Hähnchen-Gyros nach!

Schnelles Hähnchen-Gyros

Für die Marinade:
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Korianderkörner
1 TL getrockneter Thymian
1 EL geräuchertes Paprikapulver
1 Prise Chiliflocken
1/2 Zitrone, Schale und Saft
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

300 g Hähnchenfleisch
(Brust oder ausgelöste Keule)

(1) Die Marinade zubereiten. Dafür den Knoblauch häuten und fein reiben. Dann zusammen mit den Korianderkörnern, Thymian, Paprikapulver, Chiliflocken, der Schale und 2 EL Saft der Zitrone, etwas Salz und Pfeffer in einem Mörser (oder elektrischen Zerkleinerer) mit dem Stößel bearbeiten, bis es einigermaßen fein ist. Das Olivenöl unterrühren und zur Seite stellen.
(2) Das Hähnchenfleisch in dünne Streifen schneiden. In einer Schüssel mit der Marinade gut vermischen, bis jedes Stück Fleisch von der würzigen Marinade ummantelt ist.
(3) Eine Pfanne richtig heiß werden lassen. Die Fleischstreifen in 1-2 Portionen hinein geben. Innerhalb von 3-4 Minuten goldbraun braten. Dabei nicht so oft wenden, lieber länger auf einer Seite liegen lassen, damit es knusprig und braun wird. Zum Schluss 1 TL Zitronensaft drüber träufeln. In eine Schüssel geben und mit der zweiten Portion genauso verfahren.

Entweder auf einer Platte mit Pita-Brot, Tomaten- und Zwiebelscheiben anrichten, passt wunderbar in Tortillafladen oder als Sandwichfüllung. Auch Reis und mit frischem Salat als Beilage wunderbar!

Genießen!

Quelle: Akis Petretzikis – Quick chicken gyro

Mangold-Feta-Strudel mit Gurken-Quark

Dieses Jahr habe ich Glück mit meinem Balkongarten (bis auf die Erbsen *seufz*). Die Tomaten entwickeln sich langsam zu einem Dschungel, die Blumen wuchern. Auch der Mangold wuchs ungeahnt üppig und wollte irgendwie verwendet werden, bevor er zu Schießen beginnt. Aber was mit dieser anscheinenden Riesenmenge Mangold anstellen?

Zu Nudeln hatte ich ihn letztens schon (wird als nächstes gezeigt), aber da wartet doch noch portionierter Strudelteig im Tiefkühler auf seine Verwendung und der Feta im Kühlschrank muss auch langsam weg. Perfekt! Also war ein Mangold-Feta-Strudel-Plan gefasst. Inspiration holte ich mir im weltweiten Zwischennetz und bastelte aus einigen Ideen mein eigenes Rezept. Und ich bin mehr als begeistert vom Ergebnis. Das Gericht lässt sich wieder wunderbar entzerrt zubereiten: den Gurkenquark morgens, dann vormittags die Mangoldfüllung und der Strudel wird dann mittags schnell ausgezogen. So gefällt mir das :-) Und der Geschmack belohnte die balkongärtnerische und kochtechnische Mühe. Wunderbar! Angenehm salzig, herzhaft und knusprig! Geradezu grandios in Kombination mit dem Gurkenquark!

Mal sehen, welche herzhaften Kombinationen mir noch über den Strudelweg laufen :-)

Mangold-Feta-Strudel mit Gurkenquark

Zutaten für 2 große Portionen:
400 g frischer Mangold
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
75 g Feta
1 Ei
1 Portion Strudelteig
Mehl zum Bestäuben
30 g Butter, geschmolzen

Für den Gurkenquark:
250 g Quark
1/2 Gurke
Salz
Pfeffer
eine Prise gemahlener Kreuzkümmel
1 kleine Knoblauchzehe

(1) Als erstes den Quark zubereiten, der muss ein wenig ziehen. Die Gurke schälen, grob raspeln und mit ein wenig Salz vermischt in einem Sieb ca. 30 Minuten abtropfen lassen. Gut ausdrücken und zum Quark in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Kreiuzkümmel würzen. Den Knoblauch häuten und sehr fein hacken. Alles gut miteinander verrühren und im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Für den Strudel den Mangold waschen, gut abtropfen lassen. Alles in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, den Knoblauch zugeben und so lange dünsten bis er duftet. Den Mangold hinein geben (wenn die Pfanne zu klein ist portionsweise), salzen und pfeffern. Einige Minuten bei höherer Hitze kochen lassen bis der Mangold zusammen gefallen ist. Mit Muskatnuss würzen. Wenn noch viel Flüssigkeit in der Pfanne ist, den Mangold mit einem Schaumlöffel aus der Flüssigkeit heben, gut ausdrücken und in eine Schüssel geben. Mit dem Ei und dem zerkrümelten Feta verrühren.
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Strudelteig nach der bewährten Methode dünn auf einem bemehlten Tischtuch ausziehen. Dünn mit der Hälfte der Butter bestreichen. Die Mangoldfüllung (ohne ausgetretene Flüssigkeit) gleichmäßig auf dem linken Drittel (siehe Bild 7) des Strudelteigs verteilen. Die Seiten einklappen und den Strudel mit Hilfe des Tischtuchs aufrollen. Auf das Backblech legen und mit dem Rest der Butter bestreichen. In die Mitte des Ofens schieben. 30 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Etwas abkühlen lassen und zusammen mit dem Gurkenquark servieren.

Genießen!

Hähnchen-Gyros mit Coleslaw

Sabine ist schuld! Seit sie in ihrer „Szenen einer Ehe„-Rubrik von Gyros erzählte, gelüstete mich danach! Ich hatte schon viel zu lange kein dönerähnliches Gericht. Der Plan war also gefasst! Es schlummerte noch eine ganze Hähnchenbrust im TK, die ich dafür verwenden wollte. Dass sich zwei Tage spontan eine Planänderung ergab und ich ein bisschen des Dönertiers verspeiste, war nicht abzusehen. Aber zumindest das Sonntagsessen sollte bleiben, also weiterhin Hähnchen-Gyros mit buntem Coleslaw, Tzatziki und Reis.

Prinzipiell ist es auch einfach und schnell gemacht. Für Leute, die auf ihre Kräfte und/oder Zeit achten müssen, lässt sich die Arbeit auch wunderbar entzerren. Das Gyros am Besten am Abend vorher in die Gewürzmarinade einlegen, die dann im Kühlschrank vor sich hinzieht. Tzatziki und Coleslaw habe ich am Morgen in einem Anfall von „wenn-ich-schonmal-wach-bin-kann-ich-auch-kochen“ gemacht. Danach konnte ich in Ruhe Löwenzahn gucken und musste mittags nur noch den selbstkochenden Reis aufsetzen (Ich liebe meinen kleinen Reiskocher!) und schnell das Gyros braten. Fertig! Ein wunderbares Sonntagsessen stand auf dem Tisch :-)

Das Gyros ist wirklich empfehlenswert! Es duftete schon beim Marinieren wie vom Griechen! Gebraten war es wunderbar zart, würzig, scharf. Für mich ein µ zu scharf (das nächste Mal weniger rosenscharfen Paprika), aber ich bin ja auch echt ’ne Scharf-Mimose, der Normalschmeckende bleibt bei der Menge an Paprikapulver. Das macht sich bestimmt auch gut als Snack in einem Stück Fladenbrot!

Hausgemachtes Hähnchen-Gyros

Zutaten für 2-3 Portionen:
2 große Hähnchenbrustfilets (oder 1 ganze) (≅500 g)
6 EL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
2 Knoblauchzehen, gepresst
1,5 EL Petersilie, gehackt
2 TL Zwiebelpulver (oder 1 frische in dünne Streifen)
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1,5 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 TL Oregano, getrocknet
1 TL Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen
Prise Zimt
1/2 TL Pfeffer
1/2 TL Salz

(1) Das Fleisch waschen und trocken tupfen. In dünne Streifen schneiden. In eine verschließbare Schüssel geben.
(2) Die restlichen Zutaten zum Fleisch geben und gut vermischen. Im Kühlschrank mindestens 4 Stunden, besser über Nacht marinieren lassen.
(3) Am nächsten Tag eine große Pfanne bei hoher Hitze warm werden lassen. Das Fleisch ohne extra Fettzugabe bei mittelhoher Temperatur braten bis es gar und braun ist.

Genießen!

Quelle: Hamburg kocht!Gyros

Beim Coleslaw orientierte ich mich am Rezept von Jamie Oliver aus seinem wunderbaren „Jamie at home„-Buch. Es wurde nicht eins zu eins übernommen, aber es wird auch zu eigenen Versionen je nach Vorratslage ermutigt. Knackig, würzig, schön bunt für graue Novembertage. Im Gegensatz zur uramerikanischen Version, wo nur Mayo dazu kommt, hat der Jamie ein Joghurtdressing mit Senf und frischen Kräutern benutzt. Wirklich lecker! Passt nicht nur zu Gyros, auch zu einen Brathähnchen oder schönem Braten von Schwein oder Rind. Vielfältig einsetzbar, köstlich und gesund.

Bunter Winter-Coleslaw nach Jamie Oliver

Zutaten für 4-6 Portionen:
200 g Spitzkohl
200 g Rotkohl
3 Radieschen
2 kleine Möhren
1 kleines Stück Knollensellerie
2 Frühlingszwiebeln

Für die Salatsauce:
3 EL Joghurt
3 TL Olivenöl
1/2 Zitrone, Saft
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
1,5 TL Petersilie, gehackt
1,5 TL Dill, gehackt

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen. Mit einem Hobel oder Küchenmaschine in feine Streifen schneiden. Radieschen von Blättern und Wurzelende befreien, Möhren und Knollensellerie schälen. Alles grob reiben. Von den Frühlingszwiebeln das Wurzelende abschneiden und in feine Ringe schneiden. Alles zum Kohl geben.
(2) In einem Schüsselchen den Joghurt mit dem Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und den Kräutern gut verrühren.
(3) Das Dressing zum Salat geben und gut durchrrühren. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Je länger er zieht, desto besser schmeckt er.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Oliver, J. (2007): Jamie at home. Penguin/Michael Joseph. p 384

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