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Neuer Liebling – Amerikanischer Coleslaw

 

Krautsalate werden hier heißgeliebt! Das müssen die halben ungarischen Gene sein … Aber auch in anderen Nationen sind Kohlsalat weit verbreitet. Besonders berühmt ist der amerikanische Coleslaw. Da habe ich auch schon eine Variante von Jamie Oliver ausprobiert. War auch lecker, aber irgendwie noch nicht das Richtige. Der von KFC schmeckt doch besser. Irgendwie reichhaltiger. Und das ist der Punkt. Joghurt schön und gesund als Sauce, aber Mayo gibt da einfach mehr Geschmack.

Da habe ich nochmal nach Rezepten geguckt und bin auf „USA Kulinarisch“ fündig geworden, wo Gabi einen Coleslaw nach Art des Hard Rock Cafés zeigt. Sie benutzt nur Kohl und Möhren, aber die Sauce hörte sich gut an. Ja, eine sehr großzügige Menge Mayonnaise, aber auch Zucker und Essig, die dem Ganzen einen netten süßsauren Touch geben sollte. Zucker und Fett sind halt Geschmacksträger, aber dafür ist auch ganz viel gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen drin. Die Gemüsepalette erweitere ich gerne noch um Radieschen und Fenchel. Das gibt einerseits Schärfe und einen kleinen anissüßen Touch! Ich mag das sehr :-)

Ich war vom Geschmack so begeistert, dass ich mich echt zusammen reißen musste, nicht den gesamten Salat sofort aufzuessen! Und ich behaupte mal, der schmeckt besser als von KFC! So!

Amerikanischer Coleslaw

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 kleiner Spitzkohl
2 Möhren
4 Radieschen
1/2 Fenchelknolle
Salz, Pfeffer

Für das Salatdressing:
150 ml eifreie Mayonnaise
2 EL Weißweinessig
2 EL Zucker
1,5 EL Milch
2 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen, die Radieschen waschen, das obere und untere Ende abschneiden, vom Fenchel die unschöne, äußere Schicht entfernen, das zarte abschneiden und aufbewahren. Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, halbieren und den Strunk heraus schneiden. Alles entweder per Hand grob raspeln oder durch die grobe Reibe der Küchenmaschine jagen. In eine Schüssel mit Deckel geben.
(2) Für das Salatdressing alle Zutaten klümpchenfrei miteinander verrühren und abschmecken. Zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Mindestens über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Quelle:
Sauce nach USA KulinarischHard Rock Cafés Coleslaw
Gemüsekombination nach Jamie Oliver

*********************** Magyar ***********************

A szokásos magyar káposzta saláta nagyon szeretem, de más országok ís imádnak ezek a saláták. Ami a legjobban szeretem az a Kentucky Fried Chicken Coleslaw, de nem mindig pénzet akarok érte fizetni. Valahogyan egyedül is kell csinálni. A zöldségek nem a probléma, de a saláta öntet. Kipróbáltam már joghurttal, de az nem az igazi. Tényleg kell majonéz és cukor és ecet. Persze, a zsír és cukor csodát tesz a ízhez :-) Próbáljatok ki! Olyan finom hogy majdnem mindent egyszerre megettem! Egyböl lett a kedvenc amerikai káposzta salátám!

Amerikai káposzta saláta – Coleslaw

Hozzáválók 4-6 adagra:
1 kis fehér káposzta
2 nagyobb sárgarépa
4 retek
1/2 édeskömény
só, bors

Az öntethez:
150 ml majonéz
2 ek fehérborecet
2 ek cukor
1,5 ek tej
2 ek joghurt
só, bors

A zöldségek pucolunk és mindent nagy lukon reszelünk. Az öntethez mindent hozzáválók csomónékül összekeverünk. A reszelt zöldségek az öntettel összekeverünk, még egyszer kóstolunk és ha kell sózunk és borsózunk. Lefedve legalább egy éjszakát hagyunk a hűtőben állni.

Jó étvágyatok!

Kartoffelsalat mit eifreier Mayonnaise

Mayonnaise. Jetzt nicht unbedingt meine Lieblingszubereitung aus Ei und Öl. Irgendwie bin ich damit nicht aufgewachsen und erst durch den Einfluss von Frau Kochschlampe wandte ich mir ihr ein wenig zu. Frau Kochschlampe zeigte mir wie schnell man Mayonnaise per Hand drechseln kann, wie ich es auch gerne für den Nudelsalat „Alte Schule“ aus dem „Deutschland vegetarisch“ mache. Ich habe jetzt nicht so das große Problem mit rohem Ei und schmecke zum Beispiel auch den Teig für meine Frikadellen roh ab. Aber im Hochsommer bin auch ich vorsichtig, besonders wenn das Gericht mit der Mayonnaise einfach nicht schnell genug verbraucht werden kann. Wenn die Temperaturen hoch sind, können sich Bakterien einfach tatsächlich explosionsartig vermehren und so kann dann innerhalb von wenigen Stunden so ein Salat verderben, wenn er nicht richtig gelagert wurde. Und für solche Gelegenheiten macht sich eine Mayo ohne Ei ganz gut. Auch gibt es ja Leute, die allergisch auf Hühnerweiss reagieren oder einfach nicht soviel Ei aus gesundheitlichen Gründen essen sollen.

Die Mayo besteht wie auch die klassische Variante aus Öl und Senf und statt des Eis Milch. Dabei ist der Senf der Hauptemulgator, die Milch spielt dabei eine Nebenrolle, weil sie einfach nicht so viel Fett enthält wie Eigelb. Erstaunlicherweise entsteht trotzdem eine feste Mayonnaise, man muss wirklich nur einen Stabmixer benutzen, da die Milch eben keine so ideale Emulgatorwirkung hat. Durch den Stabmixer ist es auch wirklich schnell gebastelt, quasi innerhalb von Minuten. Und danach kann sie wie gewünscht verwendet werden, entweder pur oder mit Knoblauch verfeinert als Aioli oder wie es Euch sonst gefällt. Bei mir wurde es eine Kräuter-Sauce für Kartoffelsalat, die äußerst gelungen war und super zu dem einfachen Kartoffelsalat passte. Also wenn ihr Vorbehalte gegen rohes Ei habt, gerade schwanger seid oder aus anderen Gründen es nicht essen wollt, versucht diese simple Variante. Es lohnt sich!

Grundrezept Mayonnaise ohne Ei

Zutaten für ca. 150 ml, ca. 1-2 Portionen:
50 ml Milch
100 ml neutrales Öl
1 Tl Senf
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Zitronensaft

Öl, Milch und Senf in eine hohes, schmales Gefäß geben und mit dem Stabmixer so lange mixen, bis eine feste Mayonnaise entstanden ist.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Wie gewünscht weiter verwenden.

Quelle: Kleiner KuriositätenladenMayonnaise ohne Ei

Kräuter-Kartoffelsalat

Zutaten für 2  Portionen:
600 g Kartoffeln, festkochend
Salz
Kümmel
1 Frühlingszwiebel
1/2 kleiner Apfel
ca. 100 g Senfgurken

Für die Kräuter-Sauce:
1 Portion eifreie Mayonnaise (s.o.)
2 EL Gurkenwasser
2 gehäufte EL Saure Sahne
2 EL gehackter Dill
3 EL gehackte Petersilie

(1) Kartoffeln waschen, mit Schale in mit Salz und etwas Kümmel gewürztem Wasser als Pellkartoffeln kochen. Die Kartoffeln abgießen, kurz abkühlen lassen und dann mit Hilfe von Gabel und eines kleinen Messers pellen. In dünne bis mitteldicke Scheiben schneiden.
(2) Zwischenzeitlich die Früglingszwiebel in feine Ringe schneiden. Den halben Apfel vierteln, entkernen und in kleinere Würfel schneiden. Die Senfgurken ebenfalls in etwa so große Würfel schneiden wie den Apfel. Alles in eine Schüssel geben, wo dann auch die Kartoffelscheiben rein passen.
(3) Ebenfalls jetzt schon die Kräuter-Sauce machen. Dafür nach der Anleitung oben die eifreie Mayonnaise machen und mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.
(4) Die Sauce mit den restlichen Kartoffelsalatzutaten gut vermischen, nochmal etwas salzen und pfeffern. Etwa 1 Stunde ziehen lassen.

Genießen!

Dieser Salat passt gut zu einem Grillabend oder mit einem gekochten Ei oder gebratenen Würstchen zum Mittagessen. Oder einfach ohne alles dazu *g*

Der einfachste Pancake-Teig ever!

Vor drei Tagen war ja Pancake Tuesday, der auch ausführlichst von mir zelebriert wurde. Am Sonntag schon den wunderbaren Gewürzpancake aus dem Ofen ausprobiert, damit die geneigte Leserschaft auch rechtzeitig ein Rezept bekommt, aber natürlich wollte ich gestern auch frisch welche backen. Nun hab ich am Wochentag keine Zeit und Lust auf viel Aufwand am Morgen, da bin ich froh, wenn ich es schaffe mir ein Brötchen mit Käse und Marmelade zu schmieren. Aber abends kann ich dann meist doch noch eine aufwendigere Kleinigkeit basteln (obwohl es auch oft genug nur Käsebrot-Abende gibt *g*). So hab ich die Pancakes nach einem Grundrezept von Jamie Oliver gemacht. Und es ist wirklich denkbar einfach: ein Kaffeepott voll Mehl, derselbe Kaffeepott voll Milch, ein Ei, 1/2 TL Backpulver, eine Prise Salz. Gut verrühren ohne Klümpchen und fertig! Und dann kann man seinen eigenen Gelüsten nachgeben (oder denen der Kinder): Kakaopulver und gehackte Nüsschen rein, Blaubeeren dazu oder zermanschte Bananen oder Erdbeeren rein. Es geht natürlich auch in herzhaft, zum Abendbrot ja auch nicht verkehrt: Käse der Wahl rein reiben, unterschiedliches, schnell garendes Gemüse mit rein schmeißen.

Nur hatte ich die Menge an Teig, die aus einem Kaffeepott Mehl und Milch rumkommen, komplett unterschätzt! Ich habe etwa 30 kleine Pancakes backen können. Und weil mir das in einer Variante zu langweilig gewesen wäre, habe ich den Teig halbiert und eine herzhafte Variante mit reingekrümeltem Feta und Paprikawürfelchen, sowie eine süße Version mit einem halben geriebenem Apfel, etwas Zimt und einem Esslöffel Puderzucker. Vom Teig dann einen Esslöffel pro Pancake in die Pfanne und so lange backen bis sich auf der Oberseite Bläschen zeigen:

dann ist die Unterseite perfekt gebräunt, schnell umdrehen und fertig backen! Das nächste Mal nehme ich aber zwei Pfannen, geht fixer ;-)

Noch schneller und einfacher gehen Pancakes wirklich nicht! Kriegt jedes Kind hin!

Pancake-Grundrezept

Zutaten für ca. 30 kleine Pancakes:
1 Kaffeebecher Mehl
1 Kaffeebecher Milch
1 Ei
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver

neutrales Öl

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen schnell und gründlich zu einem möglichst klümpchenfreien Teig verrühren. Nach Gelüsten verfeinern und ca. 1 Esslöffel Teig pro Pancake in einer heißen Pfanne mit etwas Öl ausbacken. Wenn sich kleine Löcher auf der Oberseite zeigen, umdrehen und zu Ende backen.

Genießen!

Für die Feta-Paprika-Variante: 1/4 rote Paprikaschote sehr fein würfeln und mit 50 g zerkrümeltem Feta unter den halben Teig mischen.

Für die Apfel-Zimt-Variante: 1/2 kleinen, grob geriebenen Apfel, 1/2 TL Zimt und 1 EL Puderzucker unter die Hälfte des Grundteiges rühren.

Quelle: FoodtubeEasy Pancake Recipe

Wie … backe ich Brötchen? – Zipferlbrötchen

Der Mensch lernt viel in seinem Leben, verlernt aber offensichtlich auch grundlegende Sachen. Wie zum Beispiel Brotbacken. Wenn die geneigte Leserschaft mal 5 Sekunden nachdenken mag, woraus so ein ganz einfaches Brot/Brötchen (ohne Schnickschnack) besteht. 5 – 4 – 3 – 2 – 1.

Mehl, klar! Wasser, auch logisch! Salz, sonst schmeckt es nach nichts. Hefe, irgendwie muss es ja ein bißchen fluffig werden, in der einfachsten Brotversion, z.B. bei Fladenbroten ist nicht mal die notwendig. Aber irgendwie scheint dieses Bewusstsein in den letzten Jahren beim Normalverbraucher verschwunden zu sein. Nicht mal Frau Mama konnte auf meine Frage antworten, was denn wohl in so einem normalen Weizenbrötchen, wie meine Eltern es tagtäglich essen, drin sei. Dieses Brotbackding scheint ein großes Mysterium geworden zu sein, etwas wofür man unglaublich viele, unglaublich schwer zu besorgende Zutaten und Zubehör benötigt. Etwas wofür man unendlich Zeit und Geduld braucht. Und ich muss gestehen, genauso dachte ich auch. Ich fand es immer faszinierend, wenn ich sah was Frau Schnuppschnüss, Petra oder Zorra (und natürlich noch viele andere) sich so zusammen backen. Bei neuen Themen kommt immer der Naturwissenschaftler in mir durch und ich muss mich erstmal theoretisch damit beschäftigen. Und das tat ich schon vor einigen Jahr. Dabei wurde mir klar, dass der Zeitaspekt tatsächlich nicht zu unterschätzen ist. Weil ich damals noch viel mehr arbeitete als meine Krankheit es heute zu lässt, habe ich das Thema fallen lassen und ad acta gelegt. Jemand der mindestens 40 Stunden die Woche arbeitet, Haushalt, Garten und vielleicht noch Kinder hat, muss nicht noch dringend Sauerteigbrote über 3 Tage basteln, es sei denn derjenige verspürt ein wirklichen Drang in die Richtung ;-) Gerne bezahle ich auch Profis, um Produkte herzustellen für die mir Zeit, Muße und Können fehlt.

Aber jetzt wo ich tatsächlich nur noch 20 Stunden die Woche arbeite, hat mich so ein Brötchen wieder von hinten angefallen und ließ nicht mehr los. Ach, könnte man ja doch mal versuchen. Ein paar Rezepte angeguckt und so kompliziert scheint das ja gar nicht zu sein. Und zumindest für so Brote/Brötchen auf Hefebasis braucht man ja auch nicht viele komplizierte Zutaten. Also wagte ich den Versuch mit dem Zipferlbrötchen-Rezept vom Zorra, dass mir von Karin von Food for Angels and Devils empfohlen wurde. Wenige Zutaten, kein seltsames Formen der fertigen Brötchen. Es schien Brotback-Dau-sicher.

Und das ist es auch. Die Brötchen bestehen tatsächlich nur aus den vier Zutaten Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Bei mir war es das einfachste, normale Mehl Type 405, was in jedem Supermarkt zu erstehen ist. Hefe kriegt man auch überall und Salz und Wasser hat eh jeder zu Hause. Ich war ja gespannt und skeptisch. Und bei der Zubereitung über einige Sachen wirklich überrascht. Zum ersten wie lange man den Teig kneten muss. Das geht natürlich per Hand und macht dann auch ordentlich Muskeln, aber in so einem Fall in eine Küchenmaschine dein Freund. Dann war ich als zweites überrascht, wie wenig Hefe da rein kommt. Wirklich nur 10 Gramm? Wirklich nur ein Viertel des normalen Hefewürfels? Okay, Zorra wird wissen was sie schreibt. Punkt 3 war die Salzmenge. Holla, die Waldfee! Ernsthaft 10 Gramm? Soo viel? Na gut. Ich hatte ja schon vorher gelesen irgendwo, dass ordentlich Salz in Brotteige versenkt werden, weil die sonst fad schmecken.

Ich habe alles so gemacht wie Zorra sagte (bei allerersten Versuchen mache zumindest ich keine Experimente). Der Teig ging insgesamt 2 Stunden, die Hefe tat wie ihr Geheißen und nach einer kurzen Backzeit bei sehr hohen Temperaturen duftete meine Wohnung himmlisch und ich konnte 8 größere und 1 kleineres Zipferlbrötchen aus meinem Ofen holen. Als sie endlich abgekühlt waren konnte ich kosten und war überwältigt: göttlich! Knusprig, wie ein Brötchen schmecken muss mit schönen kleinen Löchern in der Krume:

Wie vom Bäcker! Und das aus meinem Ofen! Von MIR gebacken! Mit nur VIER Zutaten! Komplette Faszination! Ich habe mein allererstes Brötchen einfach nur mit Butter und etwas Salz oben drauf genossen. Wunderbar! Selbst jetzt, drei Tage später bin ich noch komplett aus’m Häuschen.

Und wenn ich dann auch mal den finanziellen Aspekt betrachte. Wieviel bezahlt man für ein Brötchen beim Bäcker, der außen an Supermärkten angeschlossen ist und dessen Brötchen auch nur Teiglinge sind? 23 cent? Grob überschlagen habe ich für die Zutaten plus Wasser und Strom 50 Cent ausgegeben. Und da sind 8,5 Brötchen bei rumgekommen und nicht nur zwei wie vom Bäcker.

Ich befürchte der Brötchen-Virus hat mich erwischt und ich werde in Zukunft etwas öfter meine eigenen Brötchen backen und mich vielleicht auch noch andere Sorten und Backmethoden wagen. Seid gespannt, was da noch kommen mag …

Ansonsten erstmal das Rezept für die ernstlich einfachen Zipferlbrötchen:

Zipferlbrötchen

Für 8 Stück:
500 g Weizenmehl (Type 405)
10 g Hefe
340 g Wasser
10 g Salz

2 TL Grieß zum Bestreuen (optional)

(1) Das Mehl in eine Schüssel geben und die Hefe fein drüber bröseln. In eine Küchenmaschine geben und den Großteil des Wassers  während die Maschine auf Stufe 3 von 10 knetet, zugeben. Falls der Teig zu trocken ist, peu à peu Wasser zufügen. 4 Minuten kneten lassen. Ruhig auf die Uhr gucken, 4 Minuten sind länger als man denkt.
– Noch ein paar Worte zum Wasser. Das Wasser wirklich abwiegen, es steht nicht umsonst eine Grammangabe im Rezept, abwiegen ist genauer als abmessen im Messbecher. Dann nicht sofort das ganze Wasser zufügen. Mehle sind anscheinend launige Diven, die mal mehr, mal weniger Wasser vertragen. –
(2) Nach der Zeit das Salz zufügen und auf Stufe 5 von 10 nochmals 4 Minuten kneten lassen. Dann sollte der Teig so aussehen:

Ich decke ihn mit einer „Mörderduschhaube“ ab und lasse ihn 30 Minuten im kalten Ofen gehen. Im Ofen deshalb, weil es dort nicht zieht.

(3) Nach den ersten 30 Minuten sieht der Teig dann so aus, die Hefe hat angefangen zu arbeiten und der Teig ist schon ein bißchen größer geworden. Jetzt muss er einmal gefaltet werden. Das heißt nichts anderes als dass man den Teig von unten anfasst und einmal zur Oberseite hin umschlägt. Das von allen vier Seiten. Für wen sich das unlogisch anhört, der kann bei diesem Video vom Plötzblog nachgucken wie das auszusehen hat. Wieder abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(4) Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig darauf legen und mit etwas bemehlten Händen vorsichtig 2-3 cm dick flach drücken.  Mit einem Teigschaber (oder ähnlichem stabilen Gerät) 8 ungleichmäßig geformte Zipferl von dem Teigfladen abstechen:

Diese etwas auseinander setzen und mit einem sauberen Geschirrhandtuch abgedeckt nochmals 50-60 Minuten gehen lassen.
(4) Den Ofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze (oder 230°C Umluft) vorheizen.
(5) Wer möchte kann die Zipferl noch ein bißchen mit Grieß bestreuen, damit sie knuspriger werden. Dafür einfach mit einem Backpinsel Wasser auf die Zipferl streichen und mit Grieß bestreuen.
(6) Auf der mittleren Stufe in den heißen Ofen schieben und 8 Minuten backen lassen. Dann das Blech umdrehen, so dass die vorderen Zipferl jetzt hinten sind. Nochmals 8 Minuten backen lassen. Sie sind fertig gebacken, wenn sie sich hohl anhören wenn man auf die Brötchenunterseite klopft. Rausholen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: 1 x umrühren bitteZipferlbrötchen

Palacsinta – Wie und was und überhaupt?

Palacsinta (gesprochen: Palatschinta) sind eines der ultimativen Comfort Foods für mich. Ernsthaft! Dünne, fast durchscheinende Palacsinta mit Quark bestrichen, zusammen gerollt und der Tag ist ein guter Tag, egal was vorher war! Nun mache ich auch ganz gerne welche für Gäste und wurde schon öfters gefragt, wie ich die denn so dünn hinkriege. Meine spontane Gegenfrage ist immer: „Wie kriegst Du die dicken deutschen hin?“ Die kann ich nämlich nicht machen und habe so einen deutschen Pfannkuchen, um ehrlich zu sein, auch noch nie gegessen. So lange ich mich erinnern kann, gibt es bei uns ungarische Palacsinta. Früher war das Gemeinschaftsarbeit von Frau Mama und Herrn Papa. Sie macht den Teig nach dem 60er Jahre Kochbuch „Ungarische Kochkunst“ und Herr Papa backte sie aus. Irgendwann zeigte Herr Papa mir wie das geht und ich habe die Aufgabe vollumfänglich übertragen bekommen… Mit dem Teig war ich nie so wirklich zufrieden, ich musste für meinen Geschmack zu viel nachjustieren. Ein neues wirklich gut funktionierendes Rezept fand ich im Buch „Spezialitäten aus aller Welt„. Der wirklich wichtige Bestandteil ist die geschmolzene Butter, macht den Palacsinta geschmeidig. Deswegen übrig gebliebene Palacsinta auch nie nie NIE in den Kühlschrank stellen, die werden brüchig. Einfach bei Zimmertemperatur abgedeckt stehen lassen. Wichtig bei ungarischen (und respektive österreichischen) Palacsinta ist ebenfalls das kohlensäurehaltige Mineralwasser, um den Teig lockerer zu machen, so lässt er sich wesentlich besser in der Pfanne verteilen. Und das ein weiterer Trick: Herausfinden wieviel Teig man für die eigene Pfanne braucht, damit der Boden nur dünn bedeckt ist. Für meine Pfanne und meine Kelle weiß ich es genau, kriegt man aber nur über ausprobieren hin. Die weitere Wichtigkeit: während man den Teig langsam in die Pfanne gießt, die Pfanne mit der anderen Hand beständig schwenken. Immer hin und her drehen, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Dann die Pfanne auf die Herdplatte zurückstellen und so lange geduldig warten bis sich der Rand des Palacsintas vom Rand wellt und etwas braun geworden ist.

Dann den Palacsinta mit Hilfe eines Pfannenwenders (oder der Geschicklichkeitsklassiker Hochwerfen und in der Luft?) drehen und von der anderen Seite noch ein wenig bräunen lassen.

Und – Tadaa! So sieht für mich der perfekte Palacsinta aus.

Nach und nach den gesamten Teig zu tollen Palacsinta ausbacken und dann nach Belieben füllen. Wir bevorzugen Marmelade, Trinkscholadenpulver oder eine Zimt-Zucker-Mischung. Dabei ist das lustigerweise 50:50 innerhalb der Familie aufgeteilt: Frau Mama und Zwerg lieben Trinkschokolade, Herr Papa und ich Zimt-Zucker. Was wir aber alle lieben sind unsere Quarkfüllungen:

Dafür einfach Quark (Fettgehalt nach Geschmack) mit Zitronensaft und Zitronenschale vermischen. Mit soviel Zucker wie für den eigenen Geschmack nötig abschmecken und zum Schluss Rosinen untermischen. Göttlich!

Aber natürlich können auch Himbeeren mit Quark vermischt werden:

Oder wie die Briten es offensichtlich gerne tun, einfach Zucker auf den Palacsinta streuen und mit frischem Zitronensaft beträufeln. Äußerst köstlich!

Palacsinta

Zutaten für 6-8 Palacsinta:
1 EL Butter
100 g Mehl
Prise Salz
1 EL Zucker
150 ml Milch
2 Eier
ca. 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
etwas Butterschmalz oder neutrales Öl zum Braten

(1) Die Butter schmelzen lassen.
(2) Das Mehl in eine Schüssel sieben, das Salz und den Zucker unterrühren. Mit der Milch glatt rühren. Dann nacheinander die Eier und die geschmolzene Butter unterrühren. So viel Mineralwasser unterrühren, dass ein dünnflüssiger Teig entsteht. Den Teig 20 Minuten stehen lassen und damit das Mehl quellen lassen.
(3) Nach der Quellzeit den Teig nochmals gut durchrühren, vielleicht an der Konsistenz noch etwas mit Mineralwasser justieren.
(4) Eine mittelgroße Pfanne erhitzen. Einen wirklich winzigen Schluck Öl hineingeben und durch schwenken der Pfanne verteilen. Jetzt eine Kelle mit dem Teig in die Pfanne geben und mit gleichzeitigem Schwenken der Pfanne verteilen bis der Boden dünn bedeckt ist. Wenn sich der Rand des Palacsintas vom Pfannenrand hebt, kann er mit Hilfe eines Pfannenwenders umgedreht werden. Nochmal kurz braten bis die Unterseite wieder etwas braun ist und auf einem Teller zwischenparken.

Nach Wunsch füllen: Marmelade, Zimt-Zucker, Trinkschokolade, Zucker und Zitronensaft, Quark mit Rosinen oder Himbeerquark

Quelle: Grundrezept nach Hess, R., Schinharl, C., Szwillus, M. (2004): Spezialitäten aus aller Welt. Gräfe und Unzer. München. Seite 220

Leichtes Frühjahrsmenü – Spargelcremesuppe mit pinken Palacsinta

Zu ihrem Geburtstag Mitte Mai hatte Frau Mama zwei Tage freigenommen, weil die große Tochter, sprich ich, auch in der Ostseeheimat weilte und wir uns einfach ruhige Tage machen wollten. Während Frau Mama beim Friseur weilte, machte ich uns ein kleines leichtes Frühlingsmenü bestehend aus einer Spargelcremesuppe und Palatschinken mit Himbeerquarkfüllung. Die ursprüngliche Idee waren die Palacsinta, aber da braucht unsere Familie noch was herzhaftes dazu und was eignet sich im Frühling besser als ein Süppchen aus Spargel.

Normalerweise besteht bei uns Spargelsuppe aus Spargelfond, in den eine Mischung aus Ei und Grieß gegeben wird, um ein wenig Bindung zu haben und eben nicht nur Wasser mit Spargelgeschmack. Das ist schon lecker, aber so ’ne richtige Soargelcremesuppe kann doch auch nicht so verkehrt sein. So mit echtem, ganzen Spargel gekocht. Gefunden habe ich ein ganz einfaches Rezept ohne viel Schnickschnack im „Basic Cooking„. Dort wird zur Bindung der Suppe auch nicht wahnsinnig viel Sahne oder Mehl benutzt, sondern der gegarte Spargel püriert und der mit einer ganz leichten Mehlschwitze gebundenen Suppe zugefügt. Ist auch innerhalb von 45 Minuten hergestellt, also weder groß zeitaufwändig noch Zauberwerk. Einfach und toll!

Spargelcremesuppe

Zutaten für 4 Personen als Vorsüppchen:
500 g Spargel (ganze Stangen, Bruchspargel, Spargelspitzen)
1 l Wasser
Salz
1 Prise Zucker
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Butter
1 knapper EL Mehl
2 EL Creme Fraiche, Saure Sahne oder Schmand
Pfeffer
1 EL Zitronensaft
1 EL Schnittlauchröllchen

(1) Den Spargel waschen, schälen und ganze Stangen in etwa 2-3 cm große Stückchen schneiden. In einem Topf das Wasser gießen, salzen, zuckern und aufkochen. Dann den Spargel zugeben und bei geschlossenem Deckel in etwa 20 Minuten gut weich kochen. Am Ende der Garzeit mal mit einem Messer testen wie weich der Spargel schon ist.
(2) Frühlingszwiebeln putzen und waschen, dann den weißen und hellgrünen Teil in feine Ringe schneiden.
(3) Spargel abtropfen lassen und in einem hohen Gefäß pürieren. Den Sud ja aufheben! In einem mittleren Topf die Butter schmelzen lassen. Das Mehl reinschütten und anschwitzen bis es goldgelb ist. Die Zwiebelringe untermischen. Den Topf vom Herd nehmen und schluckweise den Spargelsud dazu geben. Dabei immer rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Jetzt das Ganze 10 Minuten köcheln lassen. Dann das Spargelpüree dazu, die Creme fraiche rein, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit den Schnittlauchröllchen bestreut servieren und

genießen!

Quelle: Sälzer, S., Dickhaut, S. (1999): Basic cooking. Gräfe und Unzer. München

Und über Palacsinta gibt es im nächsten Beitrag ein paar genauere Infos, einfach weil ich schon öfter gefragt wurde, wie ich die so dünn hinkriege. Eins der Geheimnisse: wenig Teig nehmen ;-)

Rezeptnotiz an mich: Grießbrei

  • Auf 100 ml Milch einen schwach gehäuften Esslöffel Weichweizengrieß nehmen.
  • GEDULD haben! Das wird schon mit etwas rühren!
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