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Krumplipogácsa – Einfache ungarische Kartoffelpogatschen

Ich bin ja nicht so der große Geburtstagsfeierer, aber nachdem ich vorletztes Jahr so gar nichts gemacht habe, hatte ich letzten Dezember die Kolleginnen eingeladen zu einem Abend mit ungarischen Köstlichkeiten, die sie sich gewünscht haben. Gleichzeitig wollte nicht zu viel gegessen werden, weil man danach ja immer so schlecht schläft vor lauter Verdauerei. Wir werden alle nicht jünger ;-)

Also machte ich mir Gedanken, welche Köstlichkeiten der ungarischen Küche ich ihnen kochen könnte, von denen ich Euch ein paar Sachen die nächsten Tage vorstelle… Als Hauptgericht wollte ich gerne eine Gulaschsuppe machen und entschied mich dann für die in Deutschland doch weitgehend unbekannte Paloczensuppe mit Grünen Bohnen, Dill und etwas säuerlich abgeschmeckt. Sie war ein so großer Erfolg, dass von guten 3 l Suppe nur 0,6 l übrig blieben. Dabei waren wir nur zu viert *ähem* Probiert die Suppe wirklich gerne mal aus! Es lohnt sich richtig!

Also blieb noch die Vorspeise offen. Dips mit frischem Brot und etwas Gemüse wäre doch nett. Eine Auberginencreme nach dem Rezept aus dem Rosenstein-Kochbuch wollte ich schon länger ausprobieren (und wird gerne als nächstes vorgestellt) und dann noch die Kürbis-Frischkäse-Creme, die ich unglaublich gerne mag. Ein bisschen frisches Gemüse dazu, ein paar Kohlehydrate und fertig. Aber die Kohlehydrate in welcher Form? Pogácsa, also Pogatschen sind ja schon typisch für Ungarn und ich hätte auch mal wieder Lust welche zu backen. Aber auch da gibt es ja mannigfaltige Möglichkeiten: pur, mit Käse, mit Feta, mit Schweinegrieben, Kräutern oder Kartoffeln? Auf YouTube sah ich ein Video für eine Kartoffelvariante, die zum einen sehr köstlich und zum anderen einfach machbar aussahen. Keine übermäßig häufige und lange Gehzeiten, wenige und alltägliche Zutaten plus sie sahen echt fluffig aus! Also fix Zutaten abgeschrieben und besorgt und los ging es!

Die Kartoffeln können schon am Vorteig gekocht und zerquetscht werden, wenn die Arbeit getan ist, ist der Teig ziemlich fix zusammen geknetet und geht an einem zugfreien Ort bis er doppelt so groß geworden ist. Ohne viel Tamtam muss er nur noch relativ dick ausgerollt, eingeschnitten und zu Pogatschen geschnitten werden. Ich habe es mittlerweile aufgegeben runde Pogácsa auszustechen, weil ich die Reste irgendwie doof fand und eckige schmecken genau so gut! Noch kurz abgedeckt ruhen lassen, während ihr schon ein bisschen aufräumen könnt, fix mit einer Ei-Paprika-Mischung bestreichen und ab in den Ofen mit den Schätzen!

Und sie schmecken hervorragend! Schön fluffig, trotzdem ein bisschen knusprig. Ein wirklich großartiges Rezept, dass mit ins Repertoire kommt. Sie können auch gut eingefroren werden und schmecken aufgetaut wie frisch. Ein Träumchen! Die werde ich definitiv öfter machen!

Krumpli pogácsa – Einfache Kartoffelpogatschen

Zutaten für 2 Bleche:
250 g gleichgroße Kartoffeln
(möglichst vorwiegend festkochend oder mehligkochend)
Salz (zum Kochen der Kartoffeln)
500 g Weizenmehl
100 ml Milch
30 g frische Hefe
1 TL Zucker
150 g Butter
1 Ei
2 TL Salz

Zum Bestreichen:
1 Ei
1/2 TL Paprikapulver

(1) Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser gar kochen. Wenn sie weich sind, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel gründlich zerdrücken. 200 g abwiegen und abkühlen lassen.
(2) Das Mehl abwiegen und in eine Schüssel geben. Die Milch auf dem Herd oder in der Mikrowelle lauwarm (!) werden lassen. 50 ml in eine kleine Tasse geben. Die Hefe hinein krümeln, den Zucker und einen Teelöffel vom abgewogenen Mehl hinzu. Gut verrühren, mit etwas Mehl bestäuben und so lange stehen lassen bis die Hefe aufschäumt. Das dauert etwa 10 Minuten.
(3) Butter, Kartoffeln, Ei, restliche Milch und die aufgegangene Hefe zum Mehl geben. Alles in der Küchenmaschine 4-5 Minuten zu einem Teig verkneten, dann das Salz zufügen und nochmals 3 Minuten kneten. Es geht natürlich auch per Hand, dann die Knetzeit verdoppeln. Es sollte ein schön geschmeidiger Teig entstehen, nicht zu fest, aber auch nicht zu weich. Vielleicht müsst ihr noch mit etwas Mehl oder Milch justieren.
(4) Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einen zugfreien Ort stellen und gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. (Bei mir hat es so 45-60 Minuten gedauert, wenn Eure Kartoffeln z.B. noch warm waren, geht es wahrscheinlich schneller.)
(5) Nach der Zeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
(6) Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Oberfläche versuchen rechteckig zu formen. Ihn dann vorsichtig rechteckig und daumendick ausrollen. Dies gelingt besser, wenn ihr in Richtung der Ecken rollte und nicht nur hoch-runter und seitwärts.
(7) Den Teig mit einem scharfen Messer eng diagonal wenige Millimeter tief einschneiden. Dann alles in etwa 5 cm große Vierecke schneiden. Auf den beiden Blechen verteilen. Mit Geschirrtüchern abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
(8) Das Ei zum Bestreichen mit dem Paprikapulver gründlich verrühren. Jede Pogatsche damit bestreichen.
(9) Beide Bleche in den Ofen schieben (hier Schiene 2 und 4). Insgesamt 20-25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Plätze der Bleche tauschen und einmal in sich drehen, so dass die Pogatschen die zuerst hinten waren, jetzt vorne liegen. Zu Ende backen lassen bis sie goldbraun sind und sich hohl anhören, wenn man auf ihre Unterseite klopft. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Sie passen wunderbar zu diversen Dips, herzhaften Eintöpfen oder feinere Cremesuppen, aber auch zu Ragouts wie Gulasch.

Genießen!

Quelle: Youtube-Kanal von TT konyhájaKrumplis pogácsa (Potato scones)

Kekse für Faule: Heidesand und Friesenkekse

Eigentlich sollte dieser Beitrag in der Adventszeit erscheinen, aber irgendwie habe ich eine ungeplante Blogpause eingelegt. Erst war ich im November auf Heimaturlaub an der Ostsee, dort wurde ich krank und verlängerte meinen Aufenthalt unfreiwillig um eine Woche. Und dann war immer irgendwas zu tun, so dass keine Zeit zum Bloggen war. Aber zumindest habe ich ein paar schöne Sachen gekocht und gebacken, die ich Euch vorstellen kann.

Wahrscheinlich könnt ihr keine Plätzchen mehr sehen, dennoch machen diese wirklich leckeren und doch einfach herzustellenden Kekse den Anfang. Einfach weil diese Kekse nicht super weihnachtlich sind und eigentlich das ganze Jahr über gegessen werden können. Über den Weg liefen sie mir mal wieder bei Instagram, woraufhin ich schnell die Rezepte auf den jeweiligen Blogs suchte. Und es stellte sich heraus, dass die wirklich einfach zu machen und nicht mal unglaublich viele Zutaten. Dazu ergänzen sich diese beiden Rezepte wunderbar – für die Friesenkekse benötigt ihr ein Eigelb und für den Heidesand das Eiweiß zum Einpinseln. Überhaupt sind die Teige schnell zubereitet und müssen dann nur im Kühlschrank durchkühlen, da reicht 1 Stunde, es stört sie aber auch nicht, wenn sie erst am nächsten Tag verarbeitet werden. Meine Friesenkekse sehen etwas unorthodox aus, weil ich statt Hagelzucker ausversehen Mini-Kandis von Frau Mama mitgenommen habe, der wirklich schlecht am Rand haftete, also habe ich einfach die Oberfläche der Kekse in den Zucker gedrückt, was auch sehr lecker wurde.

Und lecker sind die! Meine Güte! Die schwarz-weißen Heidesandkekse schmecken wirklich wie vom Bäcker! Kennt ihr die noch? Beide Sorten sind wunderbar mürbe und zergehen auf der Zunge. Probiert die auf alle Fälle aus! Hier fanden sie bei allen, Kollegen, Freunden und Familie sehr großen Anklang! Ich werde sie definitiv öfter backen!

Friesenkekse

Zutaten für 1 Blech:
200 g Weizenmehl
50 g Stärke
150 g kalte Butter
75 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker
1 Eigelb
Hagelzucker/Zucker zum Wälzen

(1) Mehl und Stärke in einer Schüssel vermischen, dann die Butter in kleinen Stückchen dazu geben. Das Schneiden der Butter geht tatsächlich am Besten mit einem Messer zum Brotschmieren. Den Zucker mit der Prise Salz und dem Vanillezucker mischen.
(2) Das Eigelb zum Mehl in die Schüssel geben, Zuckermischung dazu und dann schnell zu einem Teig verarbeite, der gut zusammen hält.
(3) Den Teig zu 3 Rollen mit 4-5 cm Durchmesser formen. Straff in Frischhaltefolie einwickeln. Für 1-2 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank legen.
Nach der Kühlzeit:
(4) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und 10-15 Minuten bei Raumtemperatur liegen lassen.
(5) Hagelzucker auf einem passend großen Brettchen verteilen. Die Teigrollen aus der Folie nehmen und darin wälzen. Dann in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden. Auf das Backblech legen.
(6) In die Mitte des Ofen schieben und ca. 12 Minuten backen. Die Keksen sollten goldgelb sein und nicht braun werden.

Genießen!

Quelle: herzeliebFriesenkekse

Schwarz-weißer Heidesand
(wie vom Bäcker)

Zutaten für 2 Bleche:
250 g weiche Butter
130 g Puderzucker
1 Prise Salz
350 g Weizenmehl
3 EL Backkakao
1 Eiweiß zum Bestreichen
Zucker

(1) Als erstes die Butter mit dem Puderzucker cremig rühren. Das sieht erst nicht danach aus, aber es klappt. Dann das Mehl mit der Prise Salz zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten.
(2) Den Teig halbieren und unter die eine Hälfte den Kakao kneten. Dann beide Teige wieder in einer Schüssel geben und grob verkneten, damit die Marmorierung entsteht.
(3) Den Teig zu 2 etwa gleichgroßen Rollen formen, straff in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Nach der Kühlzeit:
(4) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(5) Zucker auf ein passendes Brett streuen. Eine Rolle auswickeln, mit Eiweiß einpinseln und im Zucker wälzen. In 20 bis 25 gleichmäßige Scheiben schneiden. Mit etwas Abstand auf das Backblech legen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und etwa 10 Minuten backen. Vorsichtig auf ein Gitter heben und abkühlen lassen. Mit der zweiten Rolle genauso verfahren.

Genießen!

Quelle: LavendelblogHeidesand schwarz-weiß

Wärmendes für kalte Tage: Indische Linsen aus dem Slowcooker

Warum habe ich meine Slowcooker eigentlich so ewig nicht benutzt? Es wird mal wieder Zeit! Weil praktisch sind die ja schon, nicht? Im besten Fall einfach alle Zutaten hinein geben, anstellen und für ein paar Stunden vergessen, während man das Aquarium putzt, die gesamte Wohnung wischt, im chaotischsten Regal der Wohnung Ordnung schafft, Klamotten aussortiert oder einfach auf dem Sofa entspannt :-)

Dass ich diese Linsen gekocht habe, ist zwar schon eine Weile her, aber ich werde sie sehr bald wieder machen, weil sie mir in wirklich guter Erinnerung geblieben sind und ernstlich lecker waren! Die Zubereitung ist denkbar einfach – alle Zutaten in den Keramiktopf werfen. Und der Clou ist das Tarka, eine Würzpaste, die zum Schluss über die Linsen geträufelt werden. Aber auch die ist innerhalb von 5 Minuten gebraten. Ihr seht, alles nicht kompliziert! Und wer mag, kann dann sogar noch das typische Naan-Brot selbst machen :-)

Und wenn ihr diesen Beitrag lest, wird mein kleiner Slowcooker diese Linsen schon geköchelt haben, während ich im Büro saß :-)

Linsen indischer Art mit Fladenbrot

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Rote Linsen
1 kleine rote Zwiebel
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Kreuzkümmel, grob zerstoßen
100 g Tomaten, stückig aus der Dose
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

Für die Würzpaste:
1 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL braune Senfsaat
1/4 TL Kreuzkümmel, grob gemahlen
1 Prise Kurkuma

Zum Servieren:
2-3 EL Joghurt
Koriander- oder Petersilienblätter
Naan (indisches Brot)

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: LOW 6-8 Stunden, HIGH 4 Stunden

(1) Die Linsen waschen, abtropfen lassen, in den Einsatz des Slowcookers geben. Die Zwiebel häuten und sehr fein würfeln. Zusammen mit den Gewürzen, Tomaten und Gemüsebrühe zu den Linsen geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(2) Den Deckel aufsetzen und 6-8 Stunden auf LOW garen, bis die Linsen weich sind.
(3) Kurz bevor die Linsen fertig das Tarke vorbereiten. Den Ingwer und Knoblauchzehe schälen und beides sehr fein würfeln. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, alle Zutaten zugeben und etwa 2 Minuten bei mittelhoher Hitze unter Rühren anbraten.
(4) Einen Teil der Linsen aus dem Slowcooker nehmen und pürieren. Wieder unter die anderen Linsen rühren. Dann alles in Suppenschüsseln mit dem Tarka und Joghurt servieren. Frisches Brot wie indisches Naan oder Pitabrote passen wunderbar!

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Weiter geht es mit den Kürbissen! Nachdem ich im Supermarkt Mitte Oktober etwas eskalierte, müssen die Dinger ja auch verbraucht werden. Als nächstes sollte der Spaghettikürbis dran glauben! Von dem habe ich schon viel gehört, aber irgendwie noch nie gekostet, weil die bisher immer so riesig waren. Endlich fand ich mal handlichere Exemplare und habe gleich ein kleines 1,5 kg „Kürbischen“ mitgenommen.

Aber das leidige Problem, was damit anstellen? Man kann die Füllen, zum Beispiel mit Bolognese und dann deren langfaseriges Inneres als Spaghettiersatz benutzen. Hört sich gut an und Bolognese ist auch noch im Tiefkühler. Dachte ich …

Dem war dann doch nicht so, also musste eine Alternative her. Und schwupps lief mir Yvonnes (von „Experimente aus meiner Küche„) Idee einer Carbonara-ähnlichen Füllung über den Weg. Ich finde ja, dass es von den Aromen her eher an einen Flammkuchen erinnert, aber Namen sind ja Schall und Rauch. Die Zubereitung ist denkbar einfach: halbierten Kürbis im Ofen garen, währenddessen die unkomplizierte Füllung vorbereiten, Füllung mit dem ausgekratzten Fruchtfleisch vermischen, wieder zurück und nochmal überbacken.

Und dann heißt es nur noch genießen! Es ist wunderbar würzig, cremig, sehr angenehm rauchig, macht schön satt, aber nicht träge. So einen Spaghettikürbis könnte ich öfter vertragen und hätte auch schon paar Ideen, was da noch rein könnte. Mal sehen, ob ich noch welche finde! Und Ihr solltet sie auch suchen und kaufen!

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Zutaten für 2-4 Portionen:
1 kleiner Spaghettikürbis (ca. 1,5 kg)
2 TL + 1 EL Olivenöl
Salz
180 g Schinkenspeck
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Petersilie
180 g Frischkäse
Pfeffer
75 g geriebener Käse

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze anstellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Kürbis längs halbieren, die Kerne rausschaben. Je 1 TL Olivenöl in den Hälften verstreichen und salzen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 40 bis 50 Minuten backen bis das Fruchtfleisch weich ist.
(3) In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Falls nicht schon gewürfelter Schinkenspeck benutzt wird, diesen relativ fein würfeln. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe häuten und alles fein würfeln. Die Petersilie fein hacken.
(4) Das übrige Öl mit den Schinkenwürfeln in einer Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze etwa 3 Minuten braten. Dann die Zwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten bis die Zwiebeln gut duften. Die Knoblauchwürfelchen in die Pfanne geben und nochmals 2 Minuten braten. In eine Schüssel geben und die Petersilie zufügen.
(5) Wenn die Kürbisse fertig gegart sind, aus dem Ofen holen. Vorsichtig mit Hilfe von zwei Gabeln das Fruchtfleisch aus den Hälften kratzen und zu der Speck-Zwiebel-Mischung geben. Dann den Frischkäse gründlich unterrühren. Pfeffern und kosten, ob noch Salz fehlt.
(6) Die Mischung in die leeren Kürbishälften füllen. Diese mit je der Hälfte des geriebenen Käses bestreuen und auf mittlerer Schiene zurück in den Ofen schieben. 10 bis 20 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Herausnehmen und servieren.

Genießen!

Quelle: Experimente aus meiner KücheSpaghettikürbis à la Carbonara

Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Es ist Herbst! Es ist kühler, es regnet mehr und die Schmorgerichtrezepte lauern im Schrank und wollen alle gekocht werden. Ein Klassiker der deutschen Herbst-Winter-Küche ist ja der Grünkohl, den es in vielen regionalen Varianten gibt. In Teilen Schleswig-Holstein werden die Beilagenkartöffelchen noch karamellisiert, von meiner Oma kenne ich es mit Birne und Kassler und es gibt die Version von Gabis Schwiegermutter, die die Kartoffeln zeit- und geschirrsparend gleich im Grünkohl mitkocht.

Eigentlich bereitet Gabi das Gericht im Slowcooker zu, aber ich weiß noch, dass ich damals zu spät angefangen habe und deswegen das ursprüngliche Rezept für Grünkohl westfälischer Art auf dem normalen Herd gekocht habe. Und das geht auch wunderbar! Ja, der frische Grünkohl muss erst vorbereitet werden, also waschen, putzen, zerrupfen und blanchieren, aber wenn man jetzt nicht gerade 3 kg Kohl verarbeiten will, geht das auch relativ schnell. Das Schmoren des Kohls ist dann ziemlich einfach. Nach und nach kommen die weiteren Zutaten dazu und auch die Kartoffeln. Es ist also mehr ein Eintopf als ein typisch deutsches Drei-Komponenten-Gericht. Und dieser Eintopf ist so köstlich, dass er gerade danach schreit, dass ich ihn diesen Herbst nochmal koche mit dem schönen Roten Grünkohl von meinem Biokisten-Dealer des Vertrauen „Lotta Karotta„. Würzig, rauchig, von innen wärmend – perfekt an ungemütlichen Herbsttagen!

Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg frischer Grünkohl
1 Zwiebel
2 EL Butterschmalz
1 EL Zucker
Salz, Pfeffer
300 ml Brühe
1 EL scharfer Senf
1 kg Kartoffeln
2 Kasslerkoteletts
2 Knacker
1 EL Haferflocken (fein)

(1) Als erstes den Grünkohl vorbereiten. Dafür den Grünkohl im Waschbecken in viel Wasser waschen. Das Grün dann von den einzelnen Blättern abstreifen und grob zerrupfen. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen lassen. Dann den Grünkohl, gerne auch portionsweise, hinein geben und ca. 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.
(2) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Das Butterschmalz in einem größeren Topf schmelzen lassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Mit dem Zucker bestreuen und diesen etwas karamellisieren lassen. Den blanchierten Grünkohl zugeben, die Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und dem Senf würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze schmoren.
(3) Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
(4) Nach 30 Minuten die Kasslerkoteletts drauf legen. Nach 45 Minuten Schmorzeit die Kartoffeln unterrühren. Und wenn der Kohl 1 Stunde schmorte, die Knacker in den Topf geben.
(5) Nach insgesamt 1,5 Stunden Schmorzeit das Fleisch und die Wurst aus dem Topf nehmen und abgedeckt zur Seite stellen. Die Haferflocken unter den Grünkohleintopf rühren und noch 10 Minuten köcheln lassen, damit er ein bisschen eindickt. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt und gegebenenfalls nachwürzen.

Den Eintopf zusammen mit dem Fleisch und der Wurst servieren. Gerne mit einem zusätzlichen Klecks Senf.

Genießen!

Quelle: nach Langsam kocht besserGrünkohl westfälische Art aus dem Slowcooker

Blog-Event CLVIII: Kürbis-Frischkäse-Dip

Von dem Kürbis, der für die Kürbis-Zimt-Waffeln angeschnitten wurde, war ja noch eine Hälfte übrig und da mir nicht nach Suppe war, wurde sie kurzerhand mitgebacken und zu einem Dip verarbeitet. Wie schon erwähnt, bin ich eher auf der herzhaften Seite.

So einen ähnlichen Dip hab ich vor 2-3 Jahren schon mal gemacht und war damals sehr begeistert. Nur dachte ich, ich hätte die Zutaten nicht notiert und versuchte es aus der Erinnerung zu rekonstruieren. Ich erinnerte mich an ein Zwiebelaroma, aber nicht zu intensiv und an die Kürbiskerne. Und natürlich musste Kürbiskernöl rein. Als milchige Komponente nahm ich Frischkäse, der Cremigkeit und etwas Säure mitbringt. Nachdem ich den Dip fertig hatte und die Zutaten im Handy notieren wollte, damit ich sie nicht wieder vergessen, habe ich doch noch die alte Variante gefunden *augenroll* Dort war nur anders, dass ich Magerquark und Butter nutze. Trügte mich meine Erinnerung doch nicht komplett…

Und er schmeckt auch in dieser Version wirklich wunderbar! Leichte Süße durch den Kürbis, gegen das die leichte Säure vom Frischkäse einen wunderbaren Gegenpart bildet. Mit dem Cayennepfeffer kommt ein bisschen Schärfe rein, die zwiebelige der Frühlingszwiebel ist zwar wahrnehmbar, aber schön mild. Durch die knusprigen Kürbiskerne und das Kürbiskernöl bringt noch eine besonders nussige Note in den Dip. Ich mag den sehr und hab ihn eigentlich eine Woche lang gegessen, auf Brot, zu Möhrenstiften, zu Gurke oder Kohlrabi.

Und weil der Dip wirklich leicht und einfach zu machen ist, reiche ich ihn ebenfalls beim 157. Blogevent zum Thema „Kür mit Biss“ im „Kochtopf“ ein, der von “ Jenny is baking “ ausgetragen wird.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Kürbis-Frischkäse-Dip

Zutaten für ca. 400 ml:
1/2 kleiner Kürbis (ca. 500 g)
-> ca. 250 g Kürbismus
2 EL Kürbiskerne
160 g Frischkäse
1 Frühlingszwiebel
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 EL Kürbiskernöl

(1) Die Kerne aus dem halben Kürbis schaben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder kleine Auflaufform geben und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen und den Kürbis ca. 1 Stunde backen bis das Fruchtfleisch weich ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas Abkühlen lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus dem Kürbis holen. Mit Hilfe einer Gabel zu feinem Mus zerkleinern.
(2) Während der Kürbis im Ofen ist, schon die anderen Zutaten vorbereiten. Die Kürbiskerne in eine kleine Pfanne geben und auf mittelhoher Hitze unter regelmäßigen Rühren rösten bis sie aufpuffen und gut duften. Sofort in eine kleine Schale schütten und abkühlen lassen. Dann grob hacken. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.
(3) Wenn das Kürbismus komplett abgekühlt ist, mit allen vorbereiteten Zutaten gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer etwas pikanter abschmecken. Zum Schluss das Kürbiskernöl drunter rühren. Etwas ziehen lassen.

Passt wunderbar als Dip zu Rohkost oder als Brotaufstrich.

Genießen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

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