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Perfektes Samstagsessen: Spreewälder Schmorgurken

So, das letzte Rezept mit den heißgeliebten Schmorgurken für dieses Jahr! Eine kleine schlummert noch in meinem Kühlschrank und wird zum Abendbrot-Klassiker Schmorgurke mit Ei verbraten :-) Aber wir Foodblogger haben ja einen – wenn auch kleinen – Bildungsauftrag und probieren deswegen gerne neue Rezepte aus :-)

DIE Gurkenregion Deutschlands ist ja bekanntermaßen der Spreewald mit seinen feuchten, humusreichen Böden und dem speziellen Klima. Eine Kombination die vielen Gurkensorten offensichtlich gefällt und sie dort wie wahnsinnig wachsen lässt. Bekannt sind ja vor allem die eingelegten Gurken, die auch tatsächlich richtig lecker sind. Ohne Frage. Und sogar der Fontane Theodor fand in den 1870er Jahren, dass die Spreewaldgurke das Nr. 1 Produkt der Brandenburger Landwirtschaft sei (Ja, für die Leser mit leichter Geographielegasthenie, der Spreewald liegt in Brandenburg. KvP quasi, also „Kurz vor Polen“ *g*). Und wo bestimmte Produkte gut wachsen, werden auch vielfältige Möglichkeiten zur Verwertung im Alltag entwickelt.

Schon vor zwei Jahren oder so beschwerte ich mich in einem Beitrag über Schmorgurken, dass ich leider kein regionales Kochbuch besitze, in dem sich Rezepte aus dem Spreewald befinden. Das hat sich mittlerweile geändert als mir Frau Mama ihr Exemplar von „Küchenrenner für Landschaftskenner“ würdevoll übergab, dass sie mal von der allerbesten Oma von Welt geschenkt bekam. Es ist ein kleines Buch, das typische Rezepte aus Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, dem Spreewald, Thüringen und auch Sachsen zeigt. Von Suppen über Kuchen, große Braten, Gemüsegerichte bis Getränke, alles vertreten. Die Rezepte sind zwar nicht so präzise, wie es sich Anfänger wünschen würden, aber mit ein wenig Gefühl und Erfahrung werden die Gerichte köstlich. Dieses Rezept für Schmorgurken auf Spreewälder Art sollte eigentlich auch in zwei Töpfen zubereitet werden, die Gurken mit Zwiebel kochen und dann zu der fertigen Mehlschwitze in den zweiten Topf geben. Das war mir aber irgendwie zu umständlich. Ich habe es auf einen Topf plus ein Schüsselchen zum Aufbewahren des knusprigen Bacons beschränkt. Viel abwaschfreundlicher ;-)

Das Rezept eignet sich gut für geschäftige Samstage, denn in der Zeit, wo die Gurken Wasser ziehen, können noch schnell andere Sachen im Haushalt gemacht werden. Der Rest ist auch relativ einfach gekocht und ein paar Pellkartoffeln dazu, machen den Genuss perfekt. Wunderbare Alltagsküche!

Spreewälder Schmorgurken

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Schmorgurke (etwa 800 g)
Salz
2 TL Weißweinessig
50 g Bacon
1 kleinere Zwiebel
2 TL Rapsöl
1 TL Zucker
1,5 TL Mehl
200 ml Brühe

(1) Gurke schälen, längs und quer vierteln. Die einzelnen Viertel nochmal in 2-3 Stücke schneiden. Es sollen relativ große Stücke bleiben. Etwas salzen und mit Essig würzen, ca. 30 Minuten stehen und Saft ziehen lassen.
(2) Den Bacon in Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln.
(3) 1 TL Rapsöl mit den Baconwürfeln in einem mittelgroßen Topf erhitzen und den Speck bei mittlerer Hitze  knusprig braten. Herausnehmen. Das restliche Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittelhoher Hitze andünsten bis sie etwas Farbe haben. Den Zucker und Mehl zufügen, etwas anbraten. Mit der Flüssigkeit von den Gurken und der Brühe ablöschen und gut verrühren, dass kein Klümpchen entstehen. Die Gurkenstücke zugeben, etwas pfeffern. Bei nicht ganz geschlossenenm Deckel bei mittlerer Hitze so lange schmoren lassen bis die Gurken gar sind. Nochmals abschmecken, ob noch ein bisschen Salz, Pfeffer, Zucker fehlt?

Zum Schluss die Baconstückchen drüber streuen.

Passt wunderbar zu Pellkartoffeln.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach Crummenerl, R. (1986): Küchenrenner für Landschaftskenner – Eine kulinarische Reise durch Sachsen, Thüringen, Mecklenburg und andere schöne Gegenden. Verlag für die Frau. Leipzig. p 110

Ein Hoch auf das grüne Wasser namens Gurke! – Würziges Schmorgurkenragout

Eigentlich sind Gurken doch nur Wasser in grün, oder? Aber so leckeres und gesundes grünes Wasser! Ich liebe Gurken! In jeder erdenklichen Zubereitungsweise: pur als Rohkost, als Salat, im Kartoffelsalat, als Schmorgurke mit Ei, eingelegt in diversen deutschen, ungarischen oder internationalen Varianten. Die geneigte Leserschaft merkt, Gurken gehen wirklich immer! Leider werden sie im elterlichen Schrebergarten nicht angebaut, weil Gurkenpflanzen echt fies feinstachelige Blätter und Stengel haben, so dass es für Frau Mama (und auch mich) kein Spaß ist, die anzufassen. Da bekommen wir sofort Ausschlag von auf der Haut. Aber anderen Leuten macht das nichts aus und die haben auch wirklich richtig viel Erfolg mit ihren Gurken. Letztes Jahr bekam ich von meiner Mitumschülerin zwei Gurken geschenkt als sie nicht mehr wusste, wohin damit.

Da warmes Gurkengemüse typisch für Deutschland zu sein scheint, z.B. im Spreewald, gibt es natürlich auch im „Deutschland vegetarisch“ ein schönes Rezept für ein Gurken-Ragout. Dieses mal ein würziges. Und es ist ein richtig gutes dazu, das kann ich schon vorweg nehmen. Vielleicht kommt dem ein oder anderen die Zutatenliste sehr lang vor, aber es sind nur ein paar Gewürze und nicht mal sonderlich exotische dazu. Doch diese Gewürze machen den Unterschied aus. Ja, ich gebe es zu, ich war skeptisch, ob mich die Senf- und Korianderkörner nicht stören würden. Nicht vom Geschmack her, sondern die Konsistenz. Aber nein, überhaupt kein Problem. Irgendwie sind die kleinen Körnchen sogar lustig beim Kauen :-) Nicht mal der Kümmel störte mich, wie er es sonst gerne tut. Nur den Piment würde ich raus sammeln… Auch ist das Gurken-Ragout ziemlich schnell geköchelt, ich denke innerhalb von 45 Minuten steht das fertige Essen auf dem Tisch. Sprich bestens für den Feierabend geeignet. Ich kann nur dringend empfehlen, es mal auszuprobieren!

Würziges Schmorgurken-Ragout

Zutaten für 2 Portionen:
400 g festkochende Kartoffeln
Salz
350 g Gurken (Schmor- oder feste Salatgurken)
1 Zwiebel
40 g Butter
1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Kümmel
2 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
1 TL Zucker
1 EL Mehl
200 g Gemüsebrühe
1 TL Weißweinessig
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Dill
1 TL scharfer Senf
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen und in kochendem Salzwasser garen. Ein klitzekleines Stück Butter im Topf verhindert ein Überkochen der Kartoffeln.
(2) Von den Gurken jeden zweiten Streifen schälen (Schmorgurken komplett schälen und entkernen) und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Die Kräuter fein hacken.
(3) Die Butter bei mittelhoher Hitze in einem Topf aufschäumen lassen und die Zwiebeln glasig andünsten. Senfsaat, Koriander, Kümmel, Piment und Lorbeer unterrühren. Alles mit Zucker bestreuen, mit Mehl bestäuben und so lange schmoren lassen der Butter-Mehl-Ansatz hellbraun wird. Brühe und Essig unter Rühren zugießen. Die Gurken zugeben und Rühren 8-10 Minuten offen schmoren lassen.
(4) Kräuter unterrühren. Das Gurkenragout nochmals aufkochen lassen, Senf einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Kartoffeln abgießen und zusammen mit dem Gurkenragout servieren.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 82

Wieder Hitze – Couscous-Wassermelonen-Salat

Die nächste Hitzewelle steht an! Also das alte Problem: Essen ja, Hitze verbraucht ja auch Energie, aber bitte nicht zu schwer und bloß nichts warmes. Momentan haben ja Wassermelonen Hochsaison. Und Gurken! Und Tomaten! Ein Traum, oder? Was liegt da näher als alles zu kombinieren. Das mag jetzt dem ein oder anderen seltsam vorkommen, aber sowohl die Kombination Wassermelone mit Tomaten als auch Wassermelone plus Gurke wurden schon erfolgreich getestet. Und jetzt eben mit Couscous zur Sättigung und Oliven und Feta als Aromengeber.

Ich war sehr angetan von der Mischung! Der Salat liegt nicht schwer im Magen, ist fruchtig und erfrischend. Perfekt für heiße Tage!

Couscous-Wassermelonen-Salat

Zutaten für 3 Portionen:
100 g Couscous
1/4 kleine Wassermelone
1 Frühlingszwiebel
1/3 Salatgurke
2 mittelgroße Tomaten
8-10 schwarze Oliven
1 Zweig Minze
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
3 EL Olivenöl
100 g Feta

(1) Den Couscous in eine Schüssel geben, mit demselben Volumen an kochendem Wasser übergießen. Abdecken und ca. 10 Minuten quellen lassen.
(2) Zwischenzeitlich die weiteren Zutaten vorbereiten. Von der Wassermelone die harten Schale entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die Gurke nach Belieben (und/oder Verträglichkeit) schälen, entkernen und ebenfalls fein würfeln. Die Tomaten halbieren, Strunk raus schneiden und würfeln. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.  Die Oliven entsteinen und in Ringe schneiden. Die Minzblätter vom Stengel zupfen und fein hacken. Alles mit dem dem Couscous mischen.
(3) Den Salat etwas salzen (der Feta und die Oliven sind salzig), pfeffern. Zitronensaft und Olivenöl zufügen und den Feta drüber krümeln. Gründlich, aber vorsichtig durchrühren.

Entweder sofort essen oder noch ein wenig ziehen lassen. Schmeckt auch am nächsten Tag noch.

Genießen!

Unkomplizierte Gazpacho nach Gordon Ramsay – Gazpacho: Hideg spanyól zöldségleves

So, die ersten heißen Tage dieses Sommers sind überstanden. Und zumindest ich bin froh darüber … Aber abgesehen von der externen Kühlung durch Freibad oder wenigstens ein kühles Fußbad auf dem Balkon, kann man sich auch durch Essen innere Kühlung verschaffen. Nein, ich meine jetzt nicht Eiscreme. Nur Eiscreme funktioniert bei mir nicht. Ich brauche was handfesteres …

Und was passt da besser als Gazpacho. Diese kalte, spanische Gemüsesuppe, die wunderbar erfrischend wirkt. Und seien wir ehrlich, eigentlich ist es auch nur pürierter Brotsalat *g* Dieses Mal orientierte ich mich an einem Rezept von Gordon Ramsay aus seinem Buch und Sendung „Ultimate Home Cooking“ und gefühlt ist es viel einfacher. Einfach nur alle Zutaten mehr oder minder fein würfeln, mit den Händen zermanschen, ein bisschen Kühl stellen und pürieren. Voila! Mr. Ramsay benutzt eine rote und eine grüne Paprikaschote, wodurch seine Gazpacho eher bräunlich aussieht. Da ich grüne, nach Gras schmeckende Paprikas aber überhaupt nicht mag und es unsinnig fand extra von zwei Paprikaschoten nur die Hälfte zu benutzen, wurde es eben nur eine ganze rote :-) Macht die einfach schönere Farbe!

Versucht es ruhig! Die Suppe ist perfekt für die heißen Tage! Einfach, gesund, köstlich!

Und wer noch ein paar Essensideen für die heißen Tage braucht, kann in diesem Sommer-Artikel vom letzten Jahr stöbern! Viel Spaß dabei :-)

Unkomplizierte Gazpacho nach Gordon Ramsay

Zutaten für 2 Portionen:
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: confiert)
400 g Tomaten
1/2 Brötchen
1 Zweig Basilikum
Salz, Pfeffer
1 EL Weißweinessig
3 EL Olivenöl

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Paprikaschote halbieren, entkernen, in Würfel schneiden. Die Salatgurke schälen und mit Hilfe eines Löffels entkernen, würfeln. Von der Frühlingszwiebel die Enden abschneiden, in Ringe schneiden. Den Knoblauch häuten, fein würfeln. Von den Tomaten die grünen Strünke raus schneiden und grob Würfeln. Das Brötchen mittelfein würfeln. Vom Basilikum die Blätter entfernen und grob zupfen. Alles in eine Schüssel geben. Salzen, pfeffer. Mit Weißweinessig und Olivenöl begießen. Mit der Hand gut durcharbeiten, damit die Säfte freigesetzt werden. Mindestens 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen, aber über Nacht schadet es auch nicht.
(2) Alles in einen Standmixer geben und fein pürieren oder in einem hohen Gefäß mit einem Pürierstab bearbeiten. Nochmal kosten, fehlt noch Salz oder Pfeffer? Wenn es nicht flüssig genug ist, einfach noch ein bisschen Olivenöl zufügen.

Wer mag, kann die fertige Suppe mit fein gewürfeltem Gemüse bestreuen.

Genießen!

Quelle: nach Ramsay, G. (2013): Ultimate Home Cooking. Hodder & Stoughton. p 63

Nachtrag: Das ist mir wirklich jetzt erst (Freitag 12.06.15 11:05 Uhr) aufgefallen, dass die Suppe ja komplett tierfrei ist. Deswegen darf sie auch sehr gerne bei Frau Seisers Tierfreitag teilnehmen.

tierfreitag

*********************** Magyar ***********************

Ha nézem az időjárás Magyarországon egy pici melegebb van mint itt közép Németországon ;-) Én sajnos már nem nagyon bírom a meleget és ilyenkor nagyon jól esik egy hideg ebéd. Szeretem a húslevest, de ilyen forró napokban nem igazán kell. De mégis valamit rendes ebéd kell, nem? Tudom hogy van ott is nagyon finom hideg levesek pl. a meggyleves amit nagyon imádom, de ez a hideg spanyol leves is nagyon illik ilyenkor, mert nem más mint turmixolt kenyér-zöldség saláta. Csak nem kell annyit rágni ;-) A recept Gordon Ramsaytöl „loptam“ és nagyon egyszerüen csinálni. Ki akkor a nagy melegben még oráig a konyhában állni? Inkabb kimegyünk a strandra vagy a hintaágyban az árnyékban. Probáljatok ki a levest! Hűsítő, egészséges, finom. Nyáron nekem perfekt :-)

Gazpacho – Hideg spanyol zöldségleves

Hozzávalók 2 adagra:
1 piros kaliforniai paprika
1/2 kígyóuborka
1 újhagyma
1 fokhagyma
40 dkg paradicsom
1 ág bazsalikom
1/2 zsemle
só, bors
1 ek fehérborecet
3 ek olíva olaj

(1) Előkészítünk a zöldségek. A paprikát felezünk, kimagozunk és kockára vágunk. A kígyóuborkát hámozunk, egy kanál segítségével kimagozunk és kockázunk. Az újhagymát karikára vágunk a pucolt fokhagymát kis koskára. A paradicsomból kivágunk a zöld részt és kockára vágunk. A fél zsemlét is. Mindent egy tálban teszünk, sózunk, borsózunk. Rá öntünk a fehérborecet és olíva olajt és kézzel jó össze nyomkodjunk (gyerekeknek biztosan tetszik ez a munka). Legalább 30 percet vagy egy éjszakát teszünk a hűtőben.
(2) Mikor jó lehült az egészet egy turmixtgepén vagy bot-mixel levest csinálunk belőle. Ha nem elég folyékony a leves még egy kicsit olíva olajt teszünk be.

Ha még nem elég hideg a levest vissza tehetünk a hűtőben és kis zöldség kockák szorítunk rá. És kinek hiányzik rá szórhat is feta morzsák vagy egy kis pirított sonkát.

Jó étvágyatok!

Andere Länder, andere Suppen: Kalte Rote Bete-Suppe aus dem Baltikum

Heiß, heiß, heiß! Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin ist Sommer und da darf es auch mal wärmer sein. Prinzipiell freuen sich doch alle darüber, oder? Jedenfalls, wenn es nur ein paar Tage dauert und nicht in wochenlange Hitze ausartet, wie es manchmal in Ungarn der Fall ist. Und die warmen Tage sind ideal, um mal wieder ein paar neue Rezepte für kalte Suppen auszutesten, die bei moderat warmen Temperaturen einfach nicht ihre richtige Wirkung entfalten können. Schon letztes Jahr war mir eine Variante mit Roter Bete ins Auge gesprungen, die im baltischen Raum offensichtlich sehr gerne gegessen wird. So habe ich Suppen mit denselben Zutaten, aber unterschiedlichen Namen im weltweiten Internet gefunden. Scheint ziemlich beliebt zu sein, diese Suppe. Dann kann es nicht verkehrt sein, sie auszutesten. Das war genau heute der Fall! Sonst bin ich ja fast nie so schnell mit dem Verbloggen, die geneigte Leserschaft merkt schon, wie gut sie mir schmeckte!

Idealerweise wird die Rote Bete für die Suppe frisch gegart (entweder im kochenden Salzwasser garen oder in Alufolie eingewickelt im Ofen, beides ungeschält) und dann bekommt die Suppe auch eine richtig großartig pinke Farbe. Ich hatte nur die vakuumisierten Rote Bete-Knollen aus dem Supermarkt, aber auch damit kann man die Suppe machen. Frisch gekocht, schmeckt es aber wahrscheinlich besser. Wenn die Rote Bete, wie auch immer erstmal gar ist, geht der Rest ganz schnell. Grob raspeln, Gurke schälen, entkernen und fein würfeln. Die Frühlingszwiebel ebenfalls fein schneiden und alles mit dem Kefir, Dill, Salz und Pfeffer vermischen und im Kühlschrank kalt stellen. Das kann man auch gerne schon am frühen Morgen oder Abend vorher machen. Statt des Kefirs (oder Buttermilch) habe ich Dickmilch genommen und sie mit etwas Wasser verlängert. Dickmilch gefällt mir jedenfalls richtig gut. Muss mich mal genauer damit beschäftigen *g*

Jedenfalls ist diese Suppe schnell gemacht und zum Servieren einfach noch ein paar Pellkartoffeln und Eier kochen. Da muss man ja zum Glück auch nicht neben dem heißen Topf stehen, die kochen sich von allein *g* Und die warmen Kartoffeln zusammen mit der kalten Rote Bete-Suppe, der Hammer! Total köstlich! Ernsthaft! Sättigend und erfrischend zugleich! Sollte die geneigte Leserschaft unbedingt ausprobieren, so lange es noch warm ist!

Baltische kalte Rote Bete-Suppe

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittelgroße Rote Bete
½ Salatgurke
2 Frühlingszwiebeln
1 Bund Dill
Salz, Pfeffer
250 g Dickmilch
(oder 250 ml Kefir)
100 g Wasser

Zum Servieren:
2 hartgekochte Eier
Pellkartoffeln

(1) Die Rote Bete garen (oder vorgegarte vakuumisierte benutzen), entweder geschrubbt in kochenden Salzwasser geben und ca. 1 Stunde garen oder geschrubbt in Alufolie einwickeln und bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 1 Stunde backen. In beiden Fällen bis sie weich sind (mit einem Messerchen reinpieken). Dann die Schale vorsichtig abziehen (am besten Chirurgenhandschuhe anziehen) und grob raspeln. In eine mittelgroße Schüssel geben.
(2) Die Salatgurke schälen, mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Scheiben schnibbeln. Beides in die Schüssel geben. Den Dill fein hacken. Zusammen mit Salz, Pfeffer, der Dickmilch und Wasser zu den anderen Zutaten geben und gut durchrühren. Die Schüssel abdecken und in den Kühlschrank stellen.

Mit frisch gekochten Pellkartoffeln und hartgekochten Eiern servieren.

Genießen!

Quelle: Inspiration Homepage der Europäischen Union

Erfrischende Beilage: Gurken-Tsukemono

Simone aus der S-Küche richtet bei Zorra im Kochtopf gerade den 100. Blog-Event „Zisch! Erfrisch mich!“ aus. Junge, seit 100 Monaten läuft das! Denkt da mal eine Minute drüber nach *g* Jedenfalls wünscht sich Simone Erfrischungen für den Sommer, seien es Getränke, Desserts, Salate. Alles was den Sommer erträglich macht :-)

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Ich mag Sommer eigentlich ganz gerne, nur meine Krankheit nicht. Seit sich die Krankheit breit machte, findet man mich ab 27°C hauptsächlich in der verriegelten Wohnung. Dann muss ich auch nicht dringend stundenlang in der Küche stehen, mag aber auch nicht nur Salat essen. Asiatische Küche bietet sich immer an, finde ich. Die meiste Zeit schluckt tatsächlich das Schnippeln der Zutaten, aber die Dauer am warmen Herd ist meist sehr begrenzt. Ideal! So ist ein Standard in meiner Küche das Tofu Bulgogi geworden, ich liebe es heiß und innig und bastele es regelmäßig. Nur an den Beilagen scheitere ich oft. Gemüsebeilage in asiatisch habe ich noch nicht so auf dem Schirm, arbeite mich aber immer mehr in die Materie ein. Schon vor längerem las ich von den japanisch eingelegten Gemüse, sogenannte Tsukemono, die dort oft als Beilage zu Gerichten gereicht werden. Sie können aus unterschiedlichsten Gemüse hergestellt werden, wie Rettich oder Pilzen oder Möhren oder Paprika. Meist sind sie schnell gemacht und sehr pur im Geschmack, was ja wiederum sehr typisch für die japanische Küche ist. Ein Klassiker ist wohl das Gurken-Tsukemono. In diversen Blogs fand ich Zubereitungsweisen dafür, aber bei der Reine Topfsache lachte mich das Rezept am lautesten an, auch wohl weil es das schnellste und einfachste schien. Es dauert ohne Flachs nur 15 Minuten, wovon die Gurken 10 Minuten gesalzen vor sich hin wässern. Erst war ich skeptisch, ob da überhaupt ein geschmacklicher Unterschied zur unbearbeiteten Gurke merkbar sein würde, aber ja. Eine feine, säuerlich-salzige Note, die schön erfrischend ist und wirklich gut passt zu asiatischem Essen. Probiert es ruhig mal aus! Ganz einfach, ganz köstlich!

Gurken-Tsukemono

Zutaten für 1 Portion:
1/2 Salatgurke
1 TL Salz
1 EL Reisessig
1 TL Mirin
1 TL Sesamöl

(1) Die Gurke in Streifen schälen, halbieren, entkernen und in dünnere Halbmonde schneiden.
(2) Die Gurke mit dem Salz in ein Sieb geben und vorsichtig durchkneten. Circa 10 Minuten Wasser ziehen lassen. Dann kurz abspülen und gut abtropfen lassen.
(3) Die Gurke mit den restlichen Zutaten mischen und servieren.

Genießen!

Quelle: Reine TopfsacheTsukemono aus Gurke

Passt zu asiatischen Gerichten, aber auch als Beilage zum deutschen Abendbrot. Kann es mir auch zu asiatisch angehauchten Schmorgerichten vorstellen.

Noch ein gruseliges Ei-Gericht – Schmorgurke mit Ei

Und noch ein Kandidat für’s Outtake-Event von Pimpimella bei Zorra. Nachdem ja schon Julia mit ihrem verwässerten Läufer-Ei und Magentratzerl mit ihrer chinesischen Tomaten-Ei-Variante vorlegten, kann ich mit meinem monochromen, Schmorgurken-Ei nicht zurück stehen und muss es der geneigten Leserschaft präsentieren *g* Einfach auch, weil es total lecker ist!

Blog-Event XC - Outtakes (Einsendeschluss 15. August 2013)

Ich kenne es schon von klein an, weil Schmorgurken ein traditionelles Gemüse in Mecklenburg-Vorpommern (und auch Brandenburg, Sachsen-Anhalt) sind und so gab es diese Variante mit Ei auch öfter in der Saison als Abendbrot. Jetzt hier in der nordhessischen Schmorgurken-Diaspora bin ich da etwas aufgeschmissen. Das was der Mecklenburger nämlich unter einer Schmorgurke versteht, gibt es hier nicht. Höchstens Landgurken, die etwas dunkler und kleiner und schmaler sind. Irgendwie nicht das Wahre, aber besser als nichts … Und ganz zur Not kann man auch normale Salatgurken nehmen, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Ich hoffe einfach mal, dass es noch welche bei unserem Gemüse-Vietnamesen des Vertrauens in Rostock gibt, wenn ich im September nach Hause komme. Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen mal so ’ne Schmorgurke zu kosten und dann eben auch gegart und nicht nur roh. Wirklich toll! Fein, mild, gurkig … Passt eben wunderbar zu Ei oder mit Kartoffeln als Gemüse oder zu Hackbällchen oder offensichtlich traditionell mecklenburgisch, wie im Blog „Rauschmittel“ beschrieben. Ich mag die Gurke und kann in der Saison nie genug davon bekommen …

Schmorgurke mit Ei

Zutaten für 1-2 Personen:
1 Schmorgurke
1 Zwiebel
etwas neutrales Öl
Salz, Pfeffer
3-4 Eier

(1) Von der Schmorgurke die Enden abschneiden, kosten ob sie bitter sind. Wenn ja, dann noch ein wenig mehr abschneiden. Die Gurke schälen. Halbieren und die Kerne rauskratzen. Die Hälften quer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten und in feine Würfel schneiden.
(2) Etwas Öl in einer Pfanne mit Deckel erhitzen. Die Zwiebeln glasig andünsten. Die Gurken zugeben, salzen, pfeffern. Einen kleinen Schluck Wasser drauf geben, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze etwa 10-15 Minuten schmoren bis die Gurken gar sind. Wenn noch zu viel Wasser bei den Gurken ist, noch ein paar Minuten offen das Wasser verdampfen lassen.
(3) Die Eier aufschlagen und über die Gurken geben. Nochmal ein wenig salzen und pfeffern. Unter Rühren stocken lassen bis der gewünschte Gargrad des Eis erreicht ist.

Genießen!

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