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Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Oha! Bohnenwoche schon Tag 4 und bleiben wir bei einer Zubereitung im Ofen. Dieses Mal möchte ich Euch einen typisch ungarischen Auflauf zeigen. Mir ist tatsächlich erst mit dieser Bohnen-Variante aufgefallen, dass viele der ungarischen Aufläufe nach demselben Prinzip gebastelt werden (Gemüsesuppen übrigens auch), obwohl ich schon einige Rezepte auf dem Blog habe… Sie beinhalten immer gekochten Reis, ein schnelles Gulasch aus Hackfleisch, das vorgegarte Gemüse der Wahl (gerne auch mit Blumenkohl oder Wirsing) und zum Schluss eine Schicht aus Schmand. Diese kann pur bleiben oder mit noch mehr Paprikapulver verfeinert werden. Und weil das Gericht aus so eindeutigen Komponenten besteht, kann es auch gut vorbereitet werden. So hab ich das Hackgulasch schon am Tag vorher geschmurgelt, damit das frisch gekaufte Fleisch nicht schlecht wird. Die Bohnen und Reis hab ich am Morgen gekocht, so dass ich mittags nur noch den Auflauf schichten und in den Ofen schieben musste. Sehr kräfteschonend und einfach! Aber natürlich kann die geneigte Leserschaft wie unten beschrieben auch alles in einem Rutsch durch kochen :-)

Die Buschbohnen hatte ich mit der Biokiste bestellt, diesmal fielen sie etwas dicker und mit reiferen Bohnen aus. Sie waren aber trotzdem total zart nach dem Kochen. Ich musste mich mal wieder zusammen reißen, nicht alle Bohnen so aufzuessen *g* Dieses Mal habe ich den Reis mit dem fertigen Gulasch vermischt, habe aber auch Rezepte gefunden, in denen der Reis extra geschichtet wird. Das überlasse ich Eurer Vorliebe :-) Und ich muss sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie köstlich so einfache ungarische Alltagsküche ist. Das würzige Gulasch passt wunderbar zu den milden, aber sehr aromatischen Bohnen und durch das Mischen von Reis und Gulasch hat der Reis das schöne Paprikaaroma angenommen. Probiert diesen Auflauf gerne mal aus, Ihr werdet es nicht bereuen!

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Grüne Bohnen (Buschbohnen)
150 g Langkornreis
Salz
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Öl
300 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 EL Tomatenmark
1 + 1,5 EL Paprikapulver edelsüß
200 ml Wasser
6 EL Schmand
1,5 EL Mehl
1+ 1,5 EL Paniermehl
Butter/Öl für die Auflaufform

(1) Von den Bohnen die Enden entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. In kochendem Salzwasser in 10-15 Minuten (je nach Größe) bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
(2) Entweder danach im selben Topf (um Abwasch zu sparen) oder gleichzeitig in einem anderen Topf den Reis nach Packungsanweisung bissfest garen. Zur Seite stellen.
(3) Während die Bohnen und Reis kochen, das Gulasch zubereiten. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zugeben, etwas salzen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten weich dünsten. Auf hohe Hitze schalten und das Hack zufügen. Zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und goldbraun-krümelig braten. Kümmel und Tomatenmark zufügen und mit anrösten, dann mit 1 EL Paprikapulver bestreuen, gut verrühren und wenn es anfängt zu duften, mit dem Wasser ablöschen. Deckel drauf und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren.
(4) Während das Hackgulasch köchelt, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform (etwa 26×16 cm) einfetten und mit 1 EL Paniermehl ausstreuen. Den Schmand mit dem Mehl und den restlichen 1,5 EL Paprikapulver klümpchenfrei verrühren.
(5) Jetzt geht es an das Schichten des Auflaufs. Das Gulasch mit dem gekochten Reis vermischen. Eine Hälfte der Bohnen auf den Boden der Form geben. Dann die Gulasch-Reis-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss die zweite Hälfte der Bohnen in einer Lage verteilen. Zum Schluss das Schmandgemisch auf die Bohnen streichen und mit dem restlichen Paniermehl bestreuen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen und etwa 15 Minuten abkühlen lassen, damit er sich besser schneiden lässt.
Dazu passt wunderbar eingelegtes Gemüse (z.B. Kovi ubi oder türkisch fermentiertes Gemüse), Weißkohl- oder Gurkensalat.

Genießen!

Würzige Empanadas – Perfekt für Picknicks

Sommer ist nicht nur Gartensaison, auch Ausflugs- und Picknicksaison! Nun muss ich gestehen, dass ich das viel zu selten machen. Alleine macht das irgendwie wenig Spaß und alle ausflugswilligen Leute leben zu weit weg *seufz* (Ja, einmal Mitleid bitte! *g*). Aber vielleicht habt die geneigte Leserschaft, die sich für Picknicks erwärmen kann und die ihr dann kulinarisch verwöhnen könnt.

Für Ausflüge eignen sich natürlich Gerichte besonders gut, die aus der Hand gegessen werden ohne eine Riesensauerei zu veranstalten. Und das sind diese Empanadas, die ich auf den Videokanal eines ungarischen Kochmagazins sah. Ich war sofort gefesselt und habe die komplette Menge gemacht (und den Kollegen noch etliche am nächsten Tag mitgebracht, die sehr begeistert waren). Ja, die Zubereitung ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich! Und im Sinne des allgemeinen Kräftesparens kann die Füllung auch schon am Vortag zubereitet werden und wartet dann geduldig im Kühlschrank auf ihren Einsatz. Der Teig ist ein leichter Hefeteig, der durch Paprikapulver schön würzig wird. Er lässt sich wunderbar verarbeiten, klebt nicht an der Arbeitsfläche, reißt nicht leicht. Ein wirklich schöner Anfängerteig. Die Schärfe der Füllung könnt ihr je nach Vorliebe variieren, ich als bekennende Scharfmimose nehm nur die Minimalstdosis Chili und Cayennepfeffer, fand aber den Zimt und Muskatnuss darin sehr spannend! Ich hab bei den ersten Empanadas zu viel Füllung in den Teig gegeben, so dass es schwieriger war sie zusammen zu klappen, versucht einfach ein gutes Mittelmaß zu finden, dass nicht zuviel Teig um ein bisschen Füllung ist, die Tasche sich aber auch gut schließen lässt.

Wenn die Arbeit getan und die Empanadas fertig gebacken sind, steht dem kulinarischen Genuss nichts mehr im Weg. Knusprig außen, würzig-herzhafte Füllung! Probiert die unbedingt mal aus!

Würzige Empanadas

Zutaten für 2 Bleche:

Für den Teig:
500 g Mehl
1 TL Trockenhefe
1 TL Paprikapulver edelsüß
2 TL Salz
200 ml lauwarmes Wasser
100 ml Olivenöl

Für die Füllung:
250 g Champignons
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1/2 Chili
2 EL Öl
350 g Hackfleisch (Rind oder gemischt)
Salz, Pfeffer
1 Prise Zimt, gemahlen
1 Prise Koriander, gemahlen
1 Prise Muskatnuss, gemahlen
Cayennepfeffer, Menge nach Schärfevorliebe
2 El Tomatenmark
3 EL Wasser
1 EL Worchestershiresauce
100 ml Rotwein
1 Bund Petersilie

1 Ei zum Bestreichen

(1) Für den Teig das Mehl mit der Trockenhefe, Salz und Paprikapulver verrühren. Das Öl und das Wasser zugeben und alles in etwa 5 -10 Minuten per Hand zu einem festeren Teig kneten. Falls er noch zu feucht ist, eine Winzigkeit Mehl zufügen, wenn er zu trocken ist, ein paar Spritzer Wasser. Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einem zugfreien Ort (z.B. ausgeschaltetem Herd bei geschlossener Tür) 1 Stunde gehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. (Kann auch schon am Tag vorher geschehen und dann im Kühlschrank lagern.) Zuerst das Gemüse vorbereiten: Pilze putzen, Ende vom Stiel ab- und dann in Würfel schneiden, die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Soviel von der Chili fein würfeln wie gewünscht. Danach sofort die Hände gründlich waschen, damit man sich nicht ausversehen in den Augen reibt! Die Petersilie fein hacken.
(3) 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze darin scharf anbraten bis sie braun sind. In eine Schüssel füllen und zur Seite stellen. Den übrigen 1 EL Öl erhitzen und das Hackfleisch darin bei hoher Hitze krümelig anbraten, ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen. Während das Fleisch so halb durch ist, Zwiebel, Knoblauch und Chili zufügen. Mit Salz, Pfeffer, Zimt, Koriander, Muskatnuss und etwas Cayennepfeffer würzen. Das Tomatenmark mit den 3 EL Wasser unterrühren. Die Pilze wieder zugeben. Mit Worcestershiresauce und Rotwein ablöschen. Alles gut verrühren und ca. 15 Minuten offen bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast verdampft ist und alles sehr dickflüssig ist. Die gehackte Petersilie unterrühren. Die ganze Masse zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(4) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Das Ei in einer Tasse geben und gut verschlagen. In einer anderen Tasse etwas Wasser geben.
(5) Wenn der Teig gegangen ist, halbieren. Eine Hälfte auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mit einem Schälchen Kreise von etwa 12 cm Durchmesser ausstechen. Auf jeden Kreis etwa 1 Esslöffel der Füllung geben. Einen Finger in die Wassertasse tauchen und den Rand der Empanadas bestreichen. Zusammenklappen und den Rand gründlich mit Hilfe einer Gabel nach unten drücken, um ihn zu verschließen. So mit allen Empanadas verfahren und sie auf das Blech setzen. Diese dann mit dem verschlagenen Ei bestreichen. In die Mitte des vorgeheizten Ofens geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen. Mit der zweiten Hälfte vom Teig genauso verfahren und backen.

Etwas abkühlen lassen und mit einem frischen Dip servieren.

Genießen!

Quelle: Fördös Zé magazinEmpanada

Bauerntopf aus dem kleinen Schmormonster

Es gibt ja so Gerichte, die lernt man erst kennen, wenn man sich in der Grusel-Tüten-Ecke des Supermarktes nähert. Was es nicht alles gibt … Unter anderem auch einen Bauerntopf. Sagt mir jetzt nichts, aber Hack, Kartoffeln und Paprika zusammen ist nie verkehrt. Aber irgendwie geriet es wieder in Vergessenheit bis ich das neue Buch „Slowcooker für 2“ von Gabi Frankemölle und Ulrike Westphal in den Händen hielt. Dort haben sie das Rezept für die angeblich „ach so schnelle und einfache“ Tütenvariante (zu der man ja doch noch frische Kartoffeln, Paprikaschote und Hackfleisch kaufen muss) eine Slowcooker-Version entwickelten.

Wichtig ist hierbei nur, dass ihr am Besten mehligkochende Kartoffeln nehmt, ich hatte vorwiegend festkochende und die brauchten schon länger zum Garen. Kartoffeln verhalten sich wirklich seltsam im Slowcooker. Deswegen lautet die Devise so klein (oder dünn wie möglich) schneiden und wenn möglich dorthin schichten, wo die meiste Hitze ankommt, sprich an den Boden des Schmormonsters. Dieses Rezept ist explizit für den kleinen Slowcooker, wenn ihr mehr Leute zu verköstigen habt und das im 3,5 l kochen möchtet, dann die Zutaten verdoppeln und zur Garzeit noch 1 bis 1,5 Stunden drauf rechnen.

Und ich muss sagen, dieser Eintopf ist wirklich köstlich. Sättigend, würzig, wärmend. *hach*

Bauerntopf

Zutaten für 2 Portionen als alleiniges Hauptgericht:
300 g Kartoffeln, mehligkochend
1 Stange Staudensellerie
1 Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: konfiert)
1 TL Öl
250 g Hack, gemischt
Salz, Pfeffer
35 g Tomatenmark (ca. 2 gehäufte EL)
400 ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver (Schärfe nach Geschmack)
je 1/4 TL getrockneter Thymian, Majoran, Oregano
frisch gehackte Petersilie

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 5-6 Stunden LOW oder 2,5-3 auf HIGH
Slowcooker: 1,5 l

(1) Die Kartoffeln schälen und dünn hobeln. Den Staudensellerie entfädeln und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprikaschote waschen und mittelgroß würfeln. Zwiebel und Knoblauch häuten und ebenfalls sehr fein würfeln.
(2) Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack bei mittelhoher Hitze zusammen mit den Zwiebel- und Knoblauchwürfel krümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(3) Die Kartoffelscheiben als erstes auf den Boden des Keramikeinsatzes geben, dann Staudensellerie und Paprikawürfel drauf. Zu oberst das Fleisch.
(4) Das Tomatenmark mit der Gemüsebrühe, Paprikapulver, Thymian, Majoran und Oregano verrühren. Über die Schichten im Slowcooker geben. Deckel drauf und auf LOW ca. 5-6 Stunden schmoren lassen.

Servieren und auf dem Teller mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p 42

Schmorgurken-Hack-Pfanne

Hach, meine Lieblinge! Ihr seid nicht wirklich schön, aber so köstlich und gesund! Von dem ich rede? Natürlich von der Gemeinen Schmorgurke:

Lange musste ich diese Saison warten bis ich die erste zubereiten und essen konnte. Aber nach unserem Dänemark-Urlaub war es soweit. Die Eltern kauften ein paar Gurken (so viel, dass ich auch welche mitnehmen konnte *g*) und ich machte am nächsten Tag, während Herr Papa und Frau Mama im Garten werkelten eine wirklich köstliche Schmorgurken-Hack-Pfanne.

Die ist auch wirklich alltagstauglich: schnell gemacht, köstlich, gesund. Wird ins Repertoire der Rezepte für die Schmorgurken-Saison definitiv mit aufgenommen!

Schmorgurken-Hack-Pfanne

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Schmorgurken
1 Zwiebel
Schluck Öl
500 g Hackfleisch, halb und halb
Salz, Pfeffer
300 ml Gemüsebrühe
2 TL Stärke
4 TL Saure Sahne
einige Zweige Dill

(1) Die Schmorgurken schälen, halbieren und mit Hilfe eines Löffels, die Kerne raus schaben. Die Gurkenhälften quer in ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln.
(2) Den Schluck Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack bei hoher Temperatur braun und krümelig braten. Die Zwiebelwürfel zugeben und glasig dünsten. Salzen und pfeffern. Die Gurken zufügen und kurz mit anbraten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen. Deckel auflegen und 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen.
(3) Die Stärke mit der Sauren Sahne klümpchenfrei verrühren. Dn Dill waschen, trocknen und fein hacken.
(4) Wenn die Gurken gar sind – gut daran zu erkennen, dass sie glasig aussehen – die Saure Sahne-Stärke-Mischung unterrühren und kurz kochen lassen bis die Sauce etwas eingedickt ist. Den Dill drüber streuen und unterrühren.

Sofort servieren. Dazu passen Pellkartoffeln oder gekochter Reis.

Genießen!

Quelle: verändert nach Kleiner KuriositätenladenSchmorgurken mit Hackfleisch

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