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Fruchtig nussige Müsliriegel

Mag die geneigte Leserschaft Müsliriegel? Ich schon, sie sind für mich der perfekte kleine Snack, wenn der Blutzuckerspiegel bedrohlich Richtung zittrige Hände abfällt. Aber die Varianten im Supermarkt finde ich irgendwie zu teuer für die Menge an Riegel. Das muss doch auch selbst herzustellen sein. Nach einigen Recherchen im weltweiten Zwischennetz wurde ich im Blog „Cookie and Kate“ fündig. Dort werden sie als „gesund“ angepriesen, ich bin da so ein bisschen skeptisch bei der Menge an Honig und Erdnussbutter da drin. Aber die Haferflocken und Nüsschen gehen als gesund durch. Und natürlich das getrocknete Obst ;-) Zufälligerweise hatte ich kurz vorher grobe Erdnussbutter gekauft. Wofür weiß ich gar nicht mehr, weil eigentlich mag ich keine Erdnussbutter. Aber dies hier war eine gute Gelegenheit, es nochmal zu testen. Und was soll ich sagen, ich bin bekehrt und eine komplett neue Welt mit Erdnussbutter hat sich mir eröffnet. Ich befürchte, da werde ich noch ein paar Sachen ausprobieren müssen :-D

Zurück zu den Müsliriegeln. Sie lassen sich wirklich schnell zubereiten und müssen nicht mal gebacken werden. Einzig Honig und Erdnussbutter erhitze ich, damit sie flüssiger sind und sich besser mit den trockenen Zutaten verbinden. Das hat den Nachteil, dass der Großteil der Schokotropfen schmilzt, aber so verteilt sich die Schokolade wenigstens schön gleichmäßig. Bei der Wahl der getrockneten Früchte und Nüsschen geht ruhig nach Vorratslage und Vorlieben (oder gar Allergien?) vor.

Ich war überrascht und sehr begeistert vom Geschmack. Süß-säuerlich und knackig. Richtig gut! Im Kühlschrank halten sie gute anderthalb Wochen, aber wer weiß, dass sie nicht so schnell verbraucht werden, sollte sie einzeln verpackt einfrieren. Ich werde demnächst definitiv noch ein paar Müsliriegel machen und mal ein bisschen abwandeln.

Fruchtig-nussige Müsliriegel

Zutaten für 14-16 Stück:
170 g feine Haferflocken
100 g gehackte Mandeln
70 g getrocknete Sauerkirschen, gehackt
75 g Schokotropfen
1 TL Zimt
1/2 TL Salz
250 g Erdnussbutter (fein oder grob)
175 g Honig
1 TL Vanillepaste (oder Vanilleextrakt oder 1 ausgekratzte Schote)

(1) Eine kleine quadratische Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) mit Backpapier auslegen.
(2) Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gründlich vermischen.
(3) Erdnussbutter, Honig und Vanille in einem kleinen Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitze erhitzen bis es flüssiger ist und sich gut über die trockenen Zutaten gießen lässt.
(4) Die flüssige Mischung über die Haferflockenmischung geben und gut verrühren. Erst mit einem Löffel, dann einen Gummihandschuh anziehen und mit der Hand verkneten bis keine trockenen Flocken mehr zu sehen sind. Der Großteil der Schokolade wird schmelzen, ein paar Schokotropfen bleiben erhalten.
(5) Abdecken und mindestens 1 Stunde oder über Nacht im Kühlschrank kühl stellen.

Herausholen und aufschneiden. Sie halten so ein paar Tage im Kühlschrank oder einzeln eingewickelt im Tiefkühler aufbewahren.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Cookie and KateHealthy Chocolate Chip Granola Bars

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Ich bin ja kein leidenschaftlicher Bäcker, nicht wie andere Damen und Herren, die am liebsten jeden Tag Cremetorte, Muffins, Cupcakes, Cakepops, Brownies und Konsorten backen wollen würden. Aber nee, Jungs. Nicht meine Baustelle. Mal ja, weil selbstgemacht doch immer noch am Besten schmeckt, aber ich neige ja auch dazu, dass mir körperlich übel wird, wenn sich so süßer Keks- und Kuchengeruch zu lange in der Wohnung hält. Und spätestens zur Vorweihnachtszeit wird der Verbrauch an Gewürzgurken wieder stark ansteigen, wenn dann doch mehr als 1x im Monat süß gebacken wird *g*

Das Rezept für diese Haferflocken-Kekse postete Barbara von ihrer Spielwiese letzte Woche auf Facebook und ich war sofort angefixt. Kekse wollte ich schon länger backen und die kleinen Adjektive „schnell“ und „einfach“ ließen sie seeehr hoch auf die Nachbackliste wandern. Zutaten waren alle da (ich habe gefühlt Unmengen an Haferflocken, dabei ess ich die gar nicht so oft). Und dann war es am letzten Freitag noch am frühen Abend soweit, alles schnell zusammen gerührt. Oft werden so Kekse ja mit zwei Esslöffeln abgestochen, aber das war mir zu doof hier. Der Teig ist so angenehm fest, dass er sich gut mit angefeuchteten Händen zu Kugeln formen lässt. Perfekt! Innerhalb von 45 Minuten hat man leckere Kekse. Sogar der sehr kritische Coladieb ist angetan von diesen Haferflocken-Keksen und ich darf sie nochmal backen *g*

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Zutaten für ca. 24 Stück:
150 g Zucker
200 g weiche Butter (nicht flüssig!)
1/2 TL Vanillemark
oder
2 TL Vanilleextrakt
1 Ei
125 g Mehl
3/4 TL Backpulver
1/4 TL Salz
225 g Haferflocken (kernig oder zart)
50 g Rosinen

(1) Den Ofen auf 175°C Umluft (oder 190°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(2) Den Zucker mit der Butter schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Das Vanillemark/Vanilleextrakt zufügen.
(3) Das Mehl mit dem Backpulver und Salz gründlich vermischen. In zwei Portionen zur Zucker-Butter-Ei-Mischung geben. Kurz unterrühren bis es sich gerade verbunden hat. Kurz die Haferflocken unterrühren und ganz zum Schluss die Rosinen.
(4) Mit leicht angefeuchteten Händen 24 etwa golfballgroße Kugeln formen und mit etwas Abstand auf die Bleche setzen (Wer keinen Teig an den Fingern mag, kann gerne Chirurgen-Handschuhe anziehen oder 2 Esslöffel zur Hilfe nehmen).
(5) In den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen lassen. Wer Ober-/Unterhitze benutzt, die Bleche nach der Hälfte der Zeit tauschen oder nacheinander backen.
(6) Erst kurz auf dem Backblech, dann auf einen Kuchengitter abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Barbaras SpielwieseHaferflockenkekse

Buntes Weihnachtsessen – Lila Brombeer-Crumble

Geplant war ja eigentlich ein anderes Dessert, aber da Zwerg mal wieder nicht aus den Puschen kam, übernahm Frau Mama die Dessertverantwortung. Aus dem „Nigella Express“ lachte Frau Mama wohl schon länger dieser Crumble mit Brombeeren an. Und da Frau Mama eine bestimmte Menge an Brombeeren fructosemäßig ganz gut verträgt und sie eh schon aufgetaut waren für den nicht zustandegekommenen Trifle, wurden schnell noch die gesunden Streusel geknetet und nach dem Hähnchen in den Ofen geschoben. Was ich so beobachtet habe, ging das wirklich schnell alles. Frau Mama brauchte keine 15 Minuten. Und ich befürchte so ein klitzeklein bißchen gesund ist es auch noch durch die Haferflocken und die Nüsse.

Frau Mama und ich fanden es äußerst gelungen und würden es glatt öfters essen. Herr Papa ist nicht der weltgrößte Haferflocken-Fan und Zwerg fand es gleichzeitig zu marmeladig und gesundschmeckend. Ts. Aber das Leben ist nun mal nicht nur Vanillepudding!

Ich kann nur empfehlen diesen Crumble auch mal nachzumachen. Er ist wunderbar variabel, keine Brombeeren im Haus? Kein Ding, nehmt TK-Heidelbeeren gemischt mit einem Apfel oder was ihr halt sonst noch an Obstresten da habt. Auch bei den Nusszutaten muss man sich nicht sklavisch an die Liste von Nigella halten, so hat Frau Mama noch ein paar Pinienkerne untergeschmuggelt, die vorm Ranzigwerden gerettet werden mussten.

Brombeeren-Haferflocken-Nuss-Crumble

Zutaten für 4-6 Portionen:
125 g Butter
60 g Haferflocken
40 g gehobelte Mandeln
30 g Sonnenblumenkerne
15 g Pinienkerne
70 g Mehl
1 TL gemahlener Zimt
75 g brauner Zucker
500 g Brombeeren (frisch oder aufgetaute TK-Ware)
2 TL Speisestärke
50 g Zucker

(1) Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf oder in einer Schale in der Mikrowelle schmelzen und zur Seite stellen.
(2) Die Haferflocken, Mandeln, Sonnenblumen- und Pinienkerne mit dem Mehl und dem Zimt in einer Schüssel mischen.
(3) Die Brombeeren in eine weite, flache Auflaufform (etwa 750 ml Fassungsvermögen) füllen. Wenn aufgetaute Tk-Brombeeren benutzt werden, den Saft mit reingeben. Mit der Speisestärke und Zucker bestreuen und vorsichtig unterrühren.
(4) Die Butter unter die Haferflockenmischung rühren und das ganze über die Brombeeren geben, so dass sie nur teilweise bedeckt sind.
(5) Im heißen Ofen 25 Minuten backen.

Genießen!

Dazu passt Eiscreme oder Schlagsahne oder, wie bei uns, einfacher Joghurt mit Vanille und Zucker gewürzt.

Quelle: Lawson, Nigella (2007): Nigella Express. Dorling Kindersley. London. p 52

Goil! die Dritte – Klassischer Rhabarber-Streusel-Kuchen

Und noch eine Verwertungsmöglichkeit für Rhabarber, der jetzt wie wild im Garten wuchern sollte. Frau Mama kann ja aufgrund ihrer Fruktoseintoleranz nicht allzuviel Obst essen, aber Rhabarber geht. Rhabarber ist allerdings auch kein Obst per Definition, weil er eben nicht die Frucht aus einer befruchteten Blüte der Rhabarberpflanze ist, sondern nur die verdickten Stengel, also eigentlich ein Gemüse, wie Mangold :-D Normalerweise machen wir diese Torte mit Rhabarber statt Johannisbeeren und einer Baiserhaube, auch superlecker. Aber Frau Mama gelüstete nach einem Rezept, dass sie in einer Brigitte entdeckt hat. Das sah Streusel vor und wann sind Streusel schon verkehrt? Richtig, nie! Streusel gehen immer! Also hat sich Frau Mama an einem schlaflosen Sonnabendmorgen dran gemacht und als ich dann 9 Uhr aufstand, stand der Kuchen schon duftend in der Küche.

Und lecker war der! Knuspriger Boden und Streusel, die Haferflocken tun dem Teig wirklich gut! Und dann der quarkige Belag mit dem säuerlichen Rhabarber! Göttlich! Unbedingt nachbasteln so lange Saison ist!

Klassischer Rhabarber-Streusel-Kuchen

Zutaten für 1 Blech:

Für den Streuselteig:
250 g Butter
1 Bio-Zitrone
350 g Mehl
150 g kernige Haferflocken
200 g Zucker
1 Prise Salz

Für den Belag:
1,2-1,5 kg Rhabarber
1 Vanilleschote
200 g Zucker
750 g Quark (20%, hier in der laktosefreien Variante)
4 Eier
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen

(1) Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°, Gas Stufe 3) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Für den Streuselteig die Butter schmelzen. Zitrone abspülen, Schab fein abreiben. Mehl, Haferflocken, Zucker, Zitronenschale und Salz miteinander vermischen. Die Butter langsam zugießen, mit einer Gabel verrühren bis alle Zutaten zu krümeligen Streuseln verarbeitet sind.
(3) Etwa zwei Drittel der Streusel auf dem Backblech verteilen und mit einer Palette (oder den Händen oder etwas ähnlichem) zu einem festen Boden zusammendrücken. Teigboden ca. 12 Minuten im Backofen vorbacken.
(4) Für den Belag den Rhabarber putzen, abspülen und in Stücke schneiden. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen. Den Rhabarber mit dem Vanillemark und 4 EL Zucker mischen, ca. 15 Minuten ziehen lassen.
(5) Quark, Eier, restlichen Zucker und das Puddingspulver verrühren, auf dem Teigboden verstreichen. Rhabarber abtropfen lassen, auf dem Quark verteilen und die restlichen Streusel darüber streuen.
(6) Im Backofen bei gleicher Temperatur ca. 40 Minuten backen. Aufpassen, dass der Kuchen an den Ecken nicht zu dunkel wird.

Abkühlen lassen und

genießen!

Quelle: aus einer Brigitte-Zeitschrift aus dem Frühjahr 2013

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