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Wir retten das Brunch – Rosa Rote Bete-Heringssalat

Unsere Rettungstruppe feiert wieder Geburtstag! Heute vor drei Jahren ging die erste Rettungsaktion zum Thema Liptauer an den Start, initiiert von der „Giftigen Blonden“ und der „Turbohausfrau„. Seitdem wurden viele unterschiedliche Sachen, auch hier auf dem kleinen Blog gerettet.

Zum diesjährigen Jubiläum wollen wir das Brunch retten. Wer mag Brunchen? Ich muss gestehen, ich bin da nicht so der große Fan von, weil ich zum Frühstück nicht allzu viel esse und auch nicht der Typ bin, der andauernd, wenn auch nur Kleinigkeiten, isst. Aber mal ist es ganz nett. Erst Recht, wenn die Sachen selbst gemacht sind und nicht aus dem Supermarkt kommen. Und was gehört so auf ein Brunch-Buffet? Nun ist ein Brunch ja eine Mischung aus Frühstück (BReakfast) und Mittagessen (lUNCH), dementsprechend vielfältig ist die Auswahl: typische Frühstückssachen wie Eier (Rührei, gekocht, Omelett), diverse Brotsorten, Aufschnitt, Käse, Marmelade, Dessertartige wie Quarkspeisen, aber auch Warmes wie Cremesüppchen, Quiche (groß oder klein), gebratene Würstchen, Bacon etc. Vielfältigkeit rockt!

Für unser Rettungsbrunch bringe ich einen Heringssalat mit. Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass auf den Buffets unserer Familie zu Feiertagen, z.B. Silvester, immer Heringssalat steht. Diesmal wollte ich eine etwas andere Variante mit Roter Bete ausprobieren, die auch noch ein wenig Farbe auf den Tisch bringt. Neben der Farbe bringt die Rote Bete auch noch eine angenehme Süße mit, die wunderbar mit der Säure des Bismarckherings harmoniert. Jetzt kann man Rote Bete ja vorgegart im Supermarkt kaufen, aber um ehrlich zu sein, schmeckt mir die Variante nicht wirklich. Am liebsten kaufe ich frische Rote Bete-Knollen, die ich dann in Alufolie gewickelt im Ofen garen. Sie lassen sich danach sehr leicht schälen und ihr Aroma ist nochmal ein komplett anderes, viel komplexer und angenehmer.

Der Salat ist auch schnell gemacht. Und prinzipiell kann er auch sofort gegessen werden, ich mag ihn aber durchgezogen lieber. Eine Nacht im Kühlschrank schadet ihm nicht und macht die Arbeit für’s Brunch auch weniger aufwendig am entsprechenden Morgen.

Rosa Rote Bete-Heringssalat

Zutaten für 4-8 Portionen je nach Mahlzeit:
1 gegarte mittelgroße Rote Bete
1/2 Apfel
2-4 Gewürzgurken (je nach Größe)
1 kleine Zwiebel
250 g Bismarckheringsfilets (Abtropfgewicht)
2 EL Gewürzgurkenwasser
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
1 TL Zucker
4 EL neutrales Öl
3-4 EL Schmand
1 Bund Dill

4 Eier, gekocht

Am Tag vorher beginnen!

(1) Die Rote Bete in kleinere Würfel (0,5-1cm) schneiden. Vom Apfel das Kerngehäuse entfernen und ebenso wie die Gewürzgurken auf die Größe der Roten Bete würfeln. Die Zwiebel pellen und fein würfeln. Alles in eine mittelgroße, verschließbare Schüssel geben.
(2) Die Flüssigkeit von den Bismarckheringen abgießen. Ein Doppelfilet herausnehmen. Die dünne Haut abziehen und das Filet in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit den restlichen Filets genauso verfahren und zu den restlichen Zutaten in die Schüssel geben. Gut durchrühren.
(3) In einer separaten kleinen Schüssel das Gurkenwasser mit dem Senf, Salz, Pfeffer und Zucker gründlich verrühren. Unter Rühren das Öl einlaufen lassen, zum Schluss den Schmand einrühren. Das Dressing unter den Salat rühren. Abdecken und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
(4) Den Dill waschen, trocknen und fein hacken. Unter den Salat rühren.

Den Salat zusammen mit den gekochten Eiern servieren. Dazu passt frisches Brot oder auch Pellkartoffeln als Mittagessen.

Quelle: nach So nach GefühlRoter Heringssalat

Wer mag, kann dem Rettungstrupp auch gerne auf Facebook folgen, einfach dort klicken: Wir retten, was zu retten ist. Dort könnt ihr die bisherigen Rettungen sehen und gleich

Und was steht sonst noch auf dem nett gedeckten Tisch? Hier die Beiträge der anderen Teilnehmer: (die Links werden natürlich nachgereicht – Endlich! Sorry, war ein bisschen stressig hier mit Bewerbungen schreiben und einigen Terminen, die dringend erledigt werden mussten)

Für’s Essenstagebuch – Matjesstipp Hausfrauen Art

Erstaunlich viele Pellkartoffeln hier auf’m Blog in letzter Zeit, oder? *g* Aber irgendwie sind die so bequem zu kochen, so wie sie sind in den Topf schmeißen, Salz und Kümmel dazu. Kochen bis weich und die pellen, die ich gerade wirklich benötige zum Essen. Gefühlt spare ich so ein paar Energielöffelchen und die übrig gebliebenen Kartoffeln sind vielseitig einsetzbar: Bratkartoffeln, ins Kartoffelbrot, Chilenische Tortilla, Kartoffelsalat. Ich mag das :-)

Aber zum Glück zwingt mich ja niemand immer dasselbe zu den Pellkartoffeln zu essen, im Frühjahr ist es bevorzugt Spargel, eigentlich das ganze Jahr über selbst verfeinerter Quark, sei es mit Kräutern, Paprika oder Gurke und von unserer Familie auch gerne zu Matjes. Das eigentliche Familienrezept ist das unaufwendigste ever: Marinierter Matjes à la Frau Mama. Als ich im August in der Ostseeheimat urlaubte, brauchten wir ein unkompliziertes Mittagessen. So kaufte Frau Mama ein paar Matjesfilets und wir bereiteten es getrennt voneinander zu, ich in der Wohnung, die Eltern im Schrebergarten (ich wollte nicht mir, weil das Wetter an dem Tag echt zu kühl war, um gemütlich auf der Terrasse zu dümpeln). Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Gerichte enden können, auch wenn die gleichen Zutaten verwandt werden. Meine Zutaten waren etwas kleiner geschnitten und ich nutzte mehr Schmand und einen Rest des Dills im Kühlschrank (Ein Herz für Dill!). Daraus wurde ein nettes Essen, dass schon irgendwie an Salat erinnerte, aber sich nicht ganz so salatig zu den Pellkartoffeln anfühlte. Und ja es ist total simpel, aber damit ich die groben Mengenangaben nicht verpeile, wird es hier im virtuellen Tagebuch notiert. Wofür hab ich schließlich das kleine Blog ;-) Außer, um damit vielleicht der geneigten Leserschaft ein wenig Inspiration für’s nächste Mittagessen zu verschaffen. Jedenfalls war der Matjesstipp sehr lecker und darf so gerne öfter wiederholt werden. Und ich befürchte gesund war er noch dazu *g*

Matjesstipp Hausfrauen Art

Zutaten für 2 große Portionen:
3 Matjesfilets
1/2 Zwiebel
1/2 Apfel
3 Gewürzgurken
150 g Schmand
Schluck Milch
1/2 Bund Dill
Salz, Pfeffer

Die Matjesfilets in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und in feine Halbringe schneiden. Den Apfel grob würfeln, die Gewürzgurke ebenfalls. Dill fein hacken. Alles zusammen mit dem Schmand und dem Schluck Milch verrühren. Etwas salzen und pfeffern.

Die geschlossene Schüssel in den Kühlschrank stellen und etwas durchziehen lassen.

Dazu passen Pellkartoffeln hervorragend.

Neujahrstag im Zeichen des Fisches

Junge, Junge, Junge habe ich lange nichts von mir hören lassen. Nicht mal den kleinsten Weihnachtsgruß, aber irgendwie waren die Tage so entspannt und gleichzeitig voll, dass ich keine rechte Zeit und, um ehrlich zu sein, auch keine wirklich große Lust zum Bloggen aufkam. Gleichzeitig spann auch noch das Internet bei meinen Eltern rum, so dass es keine Daten für’s WWW annehmen geschweige denn rausrücken wollte. Aber jetzt bin ich wieder in der Mitte Deutschland und werde den Dezember im umgekehrter Reihenfolge Revue passieren lassen … Der Dezember ist ja prinzipiell ziemlich ereignisreich bei mir: mein Geburtstag, Herr Papas Geburtstag, Weihnachten, des Coladiebs Geburtstag und dann der Jahreswechsel. Also freut Euch auf ein paar einfach und doch schmackhafte Rezepte, die in den letzten Wochen so gebrutzelt wurden :-)

Beginnen wollen wir mit dem 1. Januar, der uns mit einem dramatischen Sonnenaufgang begrüßte:

Und ein lautes „Frohes neues, gesundes 2014!“ für meine geneigte Leserschaft!

Besonders amüsant fand ich, dass Zwerg schon irgendwie wach wurde, Richtung Balkon wankte, um sich das Farbenspiel anzusehen, sich wieder ins Bett verkroch und dann aber nach  dem richtigen Aufwachen 1,5h später sich an nichts erinnerte *g*

Da wir erst spät frühstückten, gab es auch ein eher späteres Mittag. Simpel, aber ich finde trotzdem festlich. Wir wollten nach dem Festgelage gerne Fisch essen und im Tiefkühler schlummerte noch eine Packung mit fünf Zanderfilets. Und Zander liebe ich ja! Einen fabelhaft feinen Geschmack hat dieser räuberische Süßwasserfisch, so dass ich ihn sehr puristisch zubereiten wollte, nur gesalzen und gepfeffert und in der Pfanne braten. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie kurz so ein Fischfilet dann wirklich nur braucht. Wenige Minuten und wenn er beginnt auseinanderzufallen, ist er gar und saftig und kann gleich serviert werden. Weil wir uns auf keine Gemüsebeilage einigen konnte (Vanillemöhren vs. Rosenkohl vs. Ofengemüse), bestimmte Frau Mama, dass sie Lust auf Erbsen-Möhren-Gemüse hätte und das kriegen wir ja auch mit links hin. Zwerg wollte ausdrücklich Herzoginkartoffeln. Soll sie haben, wenn sie sie selbst macht. Kein „Machen wir …?“ und dann stehe ich wieder da und bastel alleine! Nein, diesmal sollte sie selbst auf Rezeptsuche gehen und das selbst basteln … Und siehe da, mit klarer Ansage klappt’s ja auch :-D Wunderbare fluffige Herzoginkartoffeln, die perfekt zu den anderen Komponenten des Essens passten und gar nicht so schwierig zu machen waren.

Insgesamt waren wir alle sehr glücklich mit unserem Neujahrsmittagessen. Einfach, gesund und hochköstlich! Auch wenn Frau Mama meinte, dass es ein wenig aussah wie Schulkantinenessen, nur um Lichtjahre besser schmeckte :-D

Herzoginkartoffeln – Pommes duchesse

Zutaten für 6 Portionen:
800-900 g mehligkochende Kartoffeln
Salz
2+1 Eigelb
40 g weiche Butter
Muskatnuss

Gerätschaften:
Kartoffelpresse/Kartoffelstampfer
Spritzbeutel mit größerer Sterntülle

(1) Die Kartoffeln schälen und in gleich große Stücke schneiden. In Salzwasser aufsetzen zum Kochen und garen. Die Kartoffeln abgießen und auf der ausgeschalteten, aber noch heißen Herdplatte etwas ausdampfen und etwas abkühlen lassen. Dabei den Topf etwas schütteln, aber die Kartoffeln nicht am Boden anbrennen.
(2) Die Karoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein mit dem Kartoffelnstampfer zerdrücken. Die Butter und 2 Eigelb unterrühren. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.
(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(4) Die Kartoffelmasse in den Spritzbeutel füllen und mit ein wenig Abstand Herzoginkartoffeln (ca. 3-5 cm Durchmesser) auf da Backblech spritzen. Das übrig gebliebene Eigelb mit einem Spritzer Wasser verrühren, mit einem Backpinsel auf den Herzoginkartoffeln bestreichen. Die Bleche in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen bis sie beginnen goldbraun zu werden. Bei zwei Blechen ist Umluft empfehlenswert, ansonsten die Bleche mal tauschen oder nacheinander im Ofen backen.

Zusammen mit Fisch, Steak oder Brathähnchen und andere Beilagen

genießen!

Erstaunlicherweise geriet unser 1. Januar sehr fischlastig. Zum Abendessen hatte ich mir schon ein paar Tage vorher Heringssalat gewünscht, der zum Neujahrstag erfüllt wurde. Ich bin ja jetzt nicht als großer Fischesser bekannt und für wirklich lange Zeit war Frau Mamas Heringssalat die einzige Art und Weise wie ich Fisch gegessen habe. Mittlerweile traue ich mich an mehr Fischsorten ran, aber mag z.B. Lachs nicht sonderlich gerne und bevorzuge eindeutig mild schmeckende Fischarten und Zubereitungsweisen, also lieber pochieren und dünsten als mit vielen Röstaromen angebraten. Ich liebe zum Beispiel Kabeljau/Dorsch (am Besten natürlich von Herrn Papa geangelt) oder eben Zander. Auch geräucherte Forellen und ähnliches sind super! Mein größtes Problem sind beim Fisch wirklich die Gräten, so komischer Kleinkram im Mund, das kann ich wirklich nicht gut haben. Deswegen bevorzuge ich Filets oder so eingelegter Fisch, dass die Gräten ganz weich werden und man sie gar nicht mehr spürt, eben wie beim eingelegten Bismarck-Hering. Wunderbares Zeug! Und in der Standardvariante von Frau Mama mein persönliches Traumessen, wünsche ich mir eigentlich immer, wenn ich wieder zu Hause bin! Und wahrscheinlich eignet sich dieser Salat auch wunderbar als Kateressen für den Neujahrstag, aber da ich keinen Alkohol trinke folglich auch keinen Hangover bekomme, kann ich den Salat auch einfach so genießen!

Frau Mamas Heringssalat

Zutaten für 4 Portionen als Abendbrot:
1 Glas Bismarck-Heringe (3-4 Filets)
1 kleine Zwiebel
1 große Gewürzgurke
1/2 Apfel
1 EL Zucker
Milch
1 Ei, gekocht
2-3 EL Schmand

Der Salat muss 1 Tag durchziehen!

(1) Am Tag vorher: Die Heringsfilets aus der Marinade holen, abtropfen lassen und häuten. Die gehäuteten Filets in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die halben Apfel und Gewürzgurke ebenfalls in etwas kleinere Würfel als den Hering schneiden. Alles in eine verschließbare Schüssel geben, mit dem Zucker bestreuen und gut durchrühren. Mit soviel Milch begießen, dass er knapp bedeckt ist. Verschließen und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Am nächsten Tag das gekochte Ei pellen und in Würfel schneiden (geht am besten mit einer Eierharfe). Den Schmand und das Ei unter den Salat rühren und sofort mit frischem Brot zusammen servieren.

genießen!

Marinierter Matjes à la Frau Mama

Hier mal ein ganz einfaches, aber gesundes und wohlschmeckendes Alltagsgericht noch aus dem Familienfundus. Das war früher, neben Frau Mamas Heringssalat, der einzige Fisch, den ich als Kind aß. Und eigentlich fand ich es viel schöner, die aromatisierte Milch mit den frisch gekochten Kartoffeln zu zermantschen und dann die rohen Zwiebeln und Äpfel dazu zu essen, vom Matjes aß ich nur eine Alibiportion ;-) Es ist schätze ich mal eine Abwandlung von Matjes Hausfrauen Art, wo eine fetthaltigere Milchzubereitung wie Saure Sahne oder Schmand mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgurken und dem Matjes vermischt wird. Ich weiß nicht, warum unsere Familie das nur mit Milch zubereitet, hat vielleicht mit der DDR-Mangelwirtschaft zu tun, vielleicht damit, dass Milch billiger war als Saure Sahne und die Familie meiner Mutter nicht nur aus drei Personen bestand oder mit Unverträglichkeiten innerhalb der Familie. Mögliche Gründe, aber nichts genaues weiß man und ändert auch nichts an der Leckerheit dieser Version :-)

Marinierter Matjes à la Frau Mama

Zutaten für 2 Portionen:
4 Matjes-Filets
1 kleinere Zwiebel
1 Apfel
Milch

Die Matjes-Filets in eine Schüssel legen. Die Zwiebel pellen und in dünne Halbringe schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und die Viertel ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Zwiebelringe und Apfelscheiben über die Matjes-Filets verteilen. Mit soviel Milch begießen, dass der Fisch und Äpfel/Zwiebel nicht ganz bedeckt sind. In den Kühlschrank stellen und mindestens 1 Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag mit frisch gekochten Pellkartoffeln servieren.

Genießen!

Marinierter Brathering

Marinierter Bratfisch

Marinierter Bratfisch

Fisch esse ich noch nicht allzu lange, obwohl Herr Papa schon seit bestimmt 15 Jahren angelt. Auslöser dafür war Zwerg, die unbedingt mal Fische fangen wollte. Also hat Herr Papa ein paar kleine Angeln besorgt mit entsprechendem Zubehör und wir sind zu einem Baggersee in der Nähe unseres Gartens gegangen. Wir haben auch tatsächlich was gefangen. Nicht viel, nichts großes, aber immerhin Plötze und Rotfeder.  Seitdem war er mit dem Angelfieber infiziert. Auch heutzutage angelt er noch, auch wenn es bei den üblichen Angelplätzen wie Flussufer, Überseehafen oder Passagierkai kaum noch nennenswerte Fänge gibt. Wenn man etwas Fangen will, muss man schon mit dem Boot aufs Meer raus fahren. Kann man leider nicht bei jedem Wetter, deswegen quillt unser Tiefkühler aber auch nicht mehr über. Die unterste Schublade ist aber trotzdem immer gefüllt. Aus der diesjährigen Heringssaison hatten meine Eltern noch einige Heringe und Hornfische, die dann zu diesem Gericht verarbeitet wurden. Die Besonderheit vom Hornfisch sind seine grünen Gräten, die Gräten auf dem Photo sind nicht mit Photoshop o.ä. nachbearbeitet, die sind wirklich so grün!

Das Rezept ist sehr einfach, man muss nur die Marinierzeit von mindestens 2 Tagen beachten. Aber dann hat man einen sehr wohlschmeckenden, saftigen Fisch, der nicht zu sauer ist. Ich finde perfekt zum Abendessen, einfach mit frischem Schwarzbrot. Gräten sind übrigens fast kein Problem mehr (bis auf die  Wirbelsäule), weil sie durch die Marinade sehr weich werden und man sie kaum noch bemerkt beim Essen.

Marinierter Brathering (für 5-7 Fische)

Für die Bratheringe:
5-7 küchenfertige Heringe (hier: auch Hornfisch)
Salz
Mehl
Öl

Für die Marinade:
100 ml Essigessenz (25% Säure)
100 g Zucker
600 ml Wasser
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
1 Möhre
1 Zwiebel in Streifen

(1)  Die küchenfertigen Heringe außen und innen salzen. In Mehl wälzen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Heringe auf beiden Seiten braten bis sie goldbraun sind. In eine große Schüssel legen.
(2)  Für die Marinade: Die Möhren in Scheiben schneiden, brauchen nicht wirklich dünn sein. Die Essigessenz zusammen mit den restlichen Zutaten außer den Zwiebeln einmal aufkochen lassen.
(3)  Die Zwiebelstreifen über die Heringe verteilen und die heiße Marinade über die Fische gießen. Abkühlen lassen. Dann abgedeckt mindestens 2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.

Quelle: „Brigitte“ von Ende der 90er – Schwedische Rezepte, abgewandelt

Geschmack: +++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Hornfisch- und Heringswirbelsäulen

Hornfisch- und Heringswirbelsäulen

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