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Indische Kürbis-Linsen-Suppe

Ich muss noch meine ganzen herzhaften Suppenrezepte loswerden, bevor der Frühling mit milden Temperaturen gänzlich ausbricht und die Suppenlust vergeht. Wobei Suppenlust bei mir nie vergeht, als halbe Ungarin fast unmöglich ;-) Und bevor die letzten Kürbisse aus den Lagern verbraucht sind, möchte ich Euch diese wirklich wunderbare indische Linsensuppe vorstellen, die ich auf dem YouTube-Kanal von „Food with Chetna“. Chetna Makan ist Inderin, die in Großbritannien lebt und dort bekannt wurde durch ihre Teilnahme am „Great British Bake Off“. Mittlerweile hat sie drei Kochbücher geschrieben und betreibt eben ihren YouTube-Kanal, den sie mit authentischen indischen Rezepten und wunderbaren Kuchen füllt. Dort entdeckte ich die Linsensuppe mit Kichererbsen und Spinat, die sehr vielversprechend aussah. Nur bin ich nicht der weltgrößte Kichererbsen-Fan und ersetzte ihn einfach mit etwas Butternutkürbis, der noch seiner Verwendung harrte.

Die Suppe ist ziemlich schnell und einfach zubereitet – indische Küche muss nicht kompliziert und zeitaufwendig sein. Dazu ist sie noch gesund und kostengünstig, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weglasst sogar vegan. Dabei könnt ihr das Süppchen so scharf oder mild würzen, wie es Euch beliebt. Ich werde diese Suppe in Kürze definitiv wieder kochen, weil sie wirklich richtig köstlich ist und noch ein kleiner Butternut in der Küche wartet. Und kann es Euch auch nur dringend ans Herz legen! Auf die nächste Suppe dürft Ihr Euch auch freuen, eine sehr ungarische *g*

Indische Kürbis-Linsen-Suppe mit Spinat

Zutaten für 4-6 Portionen:

400 g Butternutkürbis; vorbereitet gewogen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
1 EL neutrales Öl
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Chiliflocken
150 g Rote Linsen
400 g Dose gewürfelte Tomaten
700-800 ml Gemüsebrühe
80 g TK-Spinat
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Den Butternut schälen und in ca. 1,5-2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Knoblauchzehe und Ingwer schälen und beides fein reiben. Die Linsen in einer Schüssel mit Wasser bedecken, kurz durchwirbeln (etwaige schlechte absammeln) und das Wasser abgießen. Den Spinat in ein Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen, so dass er auftaut.

(2) Das Öl in einem größeren Topf erhitzen und den Kreuzkümmel darin anbraten bis er duftet. Die Zwiebelwürfel zugeben und bei mittelhoher Hitze mitdünsten bis sie etwas braun werden. Knoblauch, Ingwer und Chiliflocken hinein geben und etwa 1 Minuten anbraten. Kürbis, Linsen, Tomaten und Brühe in den Topf geben. Umrühren und abgedeckt aufkochen lassen. Ab dem Zeitpunkt bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Den aufgetauten Spinat zugeben und noch ca. 5 Minuten garen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Tellern verteilen und wer mag einen Klecks Joghurt obenauf geben.

Genießen!

Quelle: Chetna Makan – Delicious Lentils, Chickpea and Spinach soup

Blumenkohl-Spinat-Curry

Es geht stark auf Weihnachten zu. Das ist offensichtlich, denn in den sozialen Medien werde ich mit Plätzchen und Konsorten so überflutet, dass ich fast keine Lust mehr habe, selbst welche zu backen … Da brauche zumindest ich ein herzhaftes Konteressen. In diesem Fall empfehle ich Euch dieses vegetarische, ja sogar vegane Curry, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weg lasst. Und gleich kriegt man noch ein paar Vitamine und Wärme verpasst, die zu dieser Jahreszeit ja auch nie verkehrt sind.

Natürlich ist das Curry nicht original indisch, aber dafür köstlich und unkompliziert schnell zubereitet. Probiert es mal aus! Schmeckt wirklich vorzüglich!

Blumenkohl-Spinat-Curry

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 kleiner Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
2 handvoll Babyspinat
3-4 mittelkleine Tomaten
1 EL Butterschmalz oder Öl
1 gehäufter TL Currypaste
Salz, Pfeffer

Optional: Joghurt zum Servieren

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Den Ingwer mit Hilfe eines Löffels schälen und fein reiben. Den Blumenkohl in Röschen teilen, die Tomaten in Würfel schneiden. Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
(2) Das Fett in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln langsam andünsten bis sie glasig sind. Den Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitdünsten bis sie duften. Die Hitze hochschalten und das Curry zugeben. So lange anbraten bis das Curry duftet. Die Tomatenwürfel hinzufügen, einen Schluck Wasser dazu geben, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 10 Minuten dünsten.
(3) Den Blumenkohl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten dünsten. Den Deckel abnehmen und den Spinat unterrühren. So lange köcheln lassen bis er zusammen gefallen und gar ist. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Zusammen mit Reis oder Fladenbrot und eventuell Joghurt servieren.

Wir retten … Brot: Einfaches, indisches Naan aus der Pfanne

Letztens musste ich im Supermarkt nebenan warten, darauf dass eine Wassermelone in für mich praktikablere Stücke geteilt wird. Und in diesem Supermarkt grenzt die Obst- und Gemüseabteilung an die Brotabteilung, so hatte ich Zeit mich dort ein wenig umzusehen. Es gab sowohl die „Frischgebacken“-Abteilung mit Brot und Brötchen als auch gefühlt Myriaden an in Plastik verschweissten, halbfertigen Backwaren, die der Käufer zu Hause nur noch fertig backen muss. Ja, ich gebe zu, am Anfang meines Studiums habe ich auch öfter so ein Sechserpack mit halbfertigen Brötchen gekauft, aber zufriedenstellend war der Geschmack schon damals nicht. Und ich befürchte, so sehr ins Positive wird sich die Rezeptur dieser Produkte nicht verändert, dass sie jetzt genießbarer sind.

Deswegen habe ich vor ein paar Jahren begonnen, ab und zu ein Brot oder Brötchen selbst zu backen. Aber ich verstehe auch, wenn sich gestresste Arbeitnehmer und/oder Eltern nicht noch andauernd in die Küche stellen wollen, um das selbst zu backen. Gute (wenn vielleicht auch nicht hervorragende Qualität) ist ja doch noch zu finden. Aber trotzdem wollte ich Euch zeigen, dass manche Brote doch sehr einfach zuzubereiten sind, ohne großen Aufwand, ohne allzu lange Wartezeiten oder Planerei, ja sogar ohne Ofen.

In der indischen Küche dient Brot oft als vollwertige Beilage zu den Gerichten. Dabei gibt es viele unterschiedliche Versionen, je nachdem in welcher Region dieses riesigen, unglaublich vielfältigen Landes man sich befindet. Heute möchte ich Euch ein Naan (indisch für Brot) vorstellen: dies ist ein Fladenbrot aus einem einfachen Hefeteig besteht, der mit Joghurt verfeinert wurde und in der Pfanne bei hoher Hitze gebacken wird. Ihr seht, es ist ganz einfach. Und nein, die geneigte Leserschaft muss keine Angst vor Hefe haben. Ein paar Grundregeln befolgen, die mir schon die beste Oma von allen predigte und schon läuft das:

  • Hefe mag es nicht zu heiß! Hefe sind kleine einzellige Pilze, die sich gerne bei Wärme vermehren, aber wenn es zu heiß ist, sprich über 42°C ist, sterben sie, weil ihre zellinternen Eiweiße verkleben (denaturieren), wie beim normalen gekochten oder gebratenen Hühnerei auch. Da also Obacht bei der Wärme der Flüssigkeit.
  • Hefe mag es gerne zugfrei! Ich lasse meine Teige immer in einer Schüssel gehen, die mit einer Mörder-Duschhaube abgedeckt ist, so bleibt Feuchtigkeit drin und gleichzeitig kommt kein Lufthauch dran. Wenn es in meiner Wohnung kühler ist, z.B. im Winter, dann stelle ich die Schüssel auch in die Mikrowelle oder in den ausgeschalteten Ofen bei geschlossener Tür. Nicht andauernd nachgucken, ob die Hefe ihre Arbeit macht. Oma hat immer gesagt, den Teig am Besten vergessen!
  • Gebt dem Teig und der Hefe Zeit! Klar viel Hefe lässt den Teig schnell aufgehen, aber das Gebäck schmeckt wesentlich besser und aromatischer, wenn ihr weniger der Pilzchen zugebt und den Teig einfach länger ruhen lasst. Das mag für Hefeteiganfänger befremdlich klingen, aber Teig aus 500 g Mehl und maximal 10 g frischer Hefe geht auch wunderbar über Nacht im Kühlschrank, so dass am Morgen frische Brötchen gebacken werden können. Es lässt sich auch Hefeteig auf Vorrat im Kühlschrank halten, so dass man schnell mal frische Brötchen oder Pizza backen kann, zeige ich Euch demnächst noch!
  • Hefeteig ist unglaublich vielseitig! Egal, ob süße Kakaoschnecken, leicht süße Rosinenbrötchen oder herzhafte Brote, wie dieses Kartoffelbrot, er ist ein Tausendsassa!

Aber zurück zum indischen Naan. Ich hatte es zu einem indischen Linsengericht aus dem Slowcooker gemacht, aber es passt auch zu anderen Suppen, zum Grillabend, es können lustige Sachen wie Gemüse, Käse, gebratene Fleisch (Reste vom Sonntagsbraten o.ä.) eingewickelt werden. Ihr seht, äußerst vielfältig verwendbar! Ich habe die komplette Menge gemacht, obwohl ich alleine gegessen habe, aber wenn man sie noch lauwarm einfriert, sind sie aufgetaut wie frisch gemacht. Großartig! Sie sollten tatsächlich relativ bald verzehrt werden und nicht schon 1 Tag im Voraus gebacken werden, aber bei großen Grillpartys kann man sich die Arbeit ja aufteilen oder eben einfrieren und zur Party auftauen :-)

Aber nun zum Rezept und ab mit Euch in die Küche!

Naan

Zutaten für ca. 12 Brote:
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 EL Milch
2 EL Joghurt
1 EL Zucker
540 g Weizenmehl (Type 405)
75 g Weizenvollkornmehl
(oder alles in Type 405)
1 Ei
2 TL Salz
350 ml Wasser

etwas neutrales Öl für die Schüssel

(1) Hefe mit der Milch, dem Joghurt und Zucker in einem Schüsselchen verrühren und zur Seite stellen.
(2) In der Schüssel der Küchenmaschine (oder normalen Rührschüssel) das Mehl mit Ei und dem Salz vermischen. Die Knethaken der Handrührers oder die Küchenmaschine anstellen und die Joghurt-Hefe-Mischung zufügen. Etwa 30 Sekunden rühren und dann nach und nach das Wasser hinein geben. So lange kneten bis der Teig einen Ball formt, der eine Winzigkeit klebt, wenn man ihn berührt. Wenn er zu trocken ist, noch teelöffelweise Wasser zugeben, wenn er zu feucht ist, noch eine Winzigkeit Mehl. Der Teig herausnehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch etwa 10 Sekunden per Hand kneten und der Teig zu einer Kugel formen.
(3) Die Schüssel dünn ausölen, den Teig hinein geben, Duschhaube drüber (oder Frischhaltefolie) und an einen zugfreien Ort stellen. 1-2 Stunden gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
(4) Eine große Pfanne auf den Herd stellen. Die Arbeitsfläche (hier ein großes Holzbrett) bemehlen. Den Teig rausholen und die Luft etwas mit den Fäusten rausschlagen. Den Teig zu einer Schlange formen und in 12 gleichgroße Stücke teilen. Mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch bedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
(5) Die Pfanne auf hoher Hitze heiß werden lassen. Fett wird keins benötigt. Die Teigstücke oval ausrollen (ja, ihr braucht immer mal wieder Mehl für die Arbeitsfläche, damit nichts an Brett oder Nudelholz kleben bleibt), ca. 15-20×10 cm. Ein Teigstück in die Pfanne geben und auf hoher Hitze (Stufe 2,5-2 von 3) und so lange backen bis der Teig auf der Oberseite solche Blasen wirft:

Dann umdrehen und von der zweiten Seite ebenfalls in einigen Minuten bräunen lassen:

(6) Nach und nach jedes Brot ausbacken. Die fertigen Brote auf einen Teller legen und im auf 50°C warmen Ofen warm halten.

Zu Gerichten der Wahl servieren: indische Currys oder Dhal, andere Schmorgerichte, zum Grillen oder Einwickeln von Köstlichkeiten.

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. p 873

Ihr seid auf den Geschmack gekommen und wollt auch ein paar andere Brote backen? Wie wäre es mit:

Auch andere fleißige Blogger haben wieder mitgemacht bei #wirrettenwaszurettenist, klickt Euch mal durch die spannenden Beiträge:

giftige Blonde – Bierbrot

Brittas Kochbuch – Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

magentratzerl – Pletzl

Summsis Hobbyküche – Baquette

Was du nicht kennst… – No Knead Bread

Dynamite Cakes – Focaccia mit roten Zwiebeln

brotbackliebeundmehr – Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen – Niederrheinischer Butterstuten

Anna Antonia – Pain au Chocolat

Sakriköstlich – Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette – Vollkorntoast mit Emmer-Mehl

Prostmahlzeit – Hanfbrot

Unser Meating: 3-Minuten- Vielfaltbrot

Food for Angels and Devils – (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke – Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspel aus dem Topf

Feinschmeckerle.de – Kieler Semmeln

Das Mädel vom Land – Kammutbrot

Küchenliebelei – Ciabatta und daraus: Cheese-Steak-Sandwich

Auchwas – Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Pide

Obers trifft Sahne – Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot – Toastbrot

Fliederbaum – Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker – Dinkelbrötchen mit Buttermilch

Indisches Gemüsecurry für Faule

Schon zwei mir bekannte weibliche Wesen fragten mich letztens, ob ich nicht irgendwelche Rezepte und/oder Blogs zum Abnehmen wüsste. Ich bin da irgendwie der gefühlt schlechteste Ansprechpartner, nicht weil ich so Abnehmen nicht nötig hätte, aber ich weigere mich, mich irgendwelchen widersinnigen Essensanweisungen zu unterwerfen. Ich bin einfach davon überzeugt, dass wenn man sich einigermaßen gesund ernährt, Sport macht und sonst eben auf den eigenen Körper hört, passt das schon irgendwie, oder? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte einfach, dass ich mich einigermaßen ausgewogen ernähre *ggg* Also Lieblingscousinchen und Mietze, versucht das mal, sollte gesund sein und wärmt den Bauch von innen. Viiiel besser als Sprossensalat bei dieser fies-feuchten Kälte ;-)

Von dem indischen Mimosen-Essen mit Frau Kochschlampe ist immer noch Currypaste übrig, die zum Glück nicht so schnell schlecht wird. Und so ist immer eine nette kleine Würzpaste im Haus, mit der man fix ein kleines Gemüsecurry (oder wer mag auch mit Fleisch oder Fisch) zaubern kann. Nur noch wenige Zutaten nötig und auch Gemüserestchen aus dem Kühlschrank lassen sich wunderbar verbasteln. Wer richtig faul ist, wie ich an dem Abend, kippt einfach kochendes Wasser auf Couscous, wartet und isst es dazu, wer noch etwas mehr Elan hat, kocht sich Reis.

Indisches Gemüsecurry für Faule

Zutaten für 3 Portionen:
1 rote Zwiebel
2 cm Ingwer
guter Schluck neutrales Öl
1,5 EL milde Currypaste
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
1 kleine Mangoldstaude
1 kleine Dose gehackte Tomaten
1 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst das ganze Gemüse kleinschnippeln. Die Schale vom Ingwer mit einem Teelöffel abkratzen und fein reiben. Die Zwiebel pellen, halbieren und in halbe Ringe schneiden. Die Zucchini und Aubergine waschen, trocknen. Die Früchte halbieren, längs dritteln und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Mangoldblätter waschen, gut abtropfen lassen und die weißen Stiele von den Blättern abschneiden. Dann die Stiele in 1 cm breite Streifen schneiden, die Blätter 0,5 cm breit.
(2) In einem mittelgroßen Topf das Öl erhitzen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam anschmurgeln bis sie weich sind. Den Ingwer zugeben, kurz mitdünsten.
(3) Die Zucchini- und Auberginenwürfel hinzufügen und anbraten lassen. Dann die Currypaste dazu geben und kurz mit anbraten, damit sich die Aromen in der Currypaste voll entfalten können.
(4) Wenn das Gemüse und Currypaste angebraten sind, die Tomatenstücke hinzufügen, salzen und pfeffern Deckel drauf und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Dann die Mangoldstiele hinzufügen. Weiter schmoren lassen bis das Gemüse gar ist.
(5) Kurz vor Ende der Garzeit die Mangoldblätter hinzufügen und etwa 5 Minuten mitköcheln.
(6) Zum Schluss den Topf vom Herd nehmen und den Joghurt unterrühren. Nochmals kosten und mit Salz und/oder Pfeffer abschmecken, falls noch was fehlt.

Mit Reis oder wer fauler ist, Couscous servieren.

Aloo Gobi oder Indisches Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Ich habe schon was übrig für indisches Essen, viel Gemüse, viele Gewürze, die überraschenderweise  immer gut zusammen funktionieren … wenn, ja wenn es oftmals nur nicht soo scharf wäre *seufz* Ich erinnere mich noch an einen Abend in einem indischen Restaurant in Göttingen mit zwei lieben Freundinnen, die eine von ziemlich weit ausm Westen angereist … Jedenfalls, wir drei in dem Restaurant und ich bestelle mir Hähnchen in Buttersauce (was an sich schon hirnrissig ist, wo ich Milchfett doch soo „gut“ vertrage …) und auf der Karte stand, dass es ein mildes Gericht sei. Schön und gut, weil ich weiß, dass „scharf“ in indischen Restaurant wirklich, richtig, fies-scharf ist, bestelle ich solche Gerichte nie-nicht! Aber mild sollte auch für mich gehen … Ha ha! Pustekuchen! Es war so scharf, dass mir schon nach wenigen Gabeln die Lippen brannten (vom Mundinneren mal ganz zu schweigen) und ich brauchte wirklich einige Mango-Lassi, um das Essen langsam und Bissen für Bissen zu genießen … Seitdem bin ich äußerst vorsichtig, was indisches Essen angeht. Aber zu Hause alleine kochen kann ich das ja, weil ich so den Chilianteil meinen Scharf-Mimosen-Ansprüchen entsprechend dosieren kann :-)

Mir war dann irgendwie nach Blumenkohl in Kombination mit Gewürzen und nach einigem Suchen auf einschlägigen Rezeptdatenbanken wurde ich bei den Küchengöttern fündig. Ein äußerst leckeres, schnelles Gemüsecurry! Leider flockte bei mir der Joghurt aus (Mistding!) und der Blumenkohl ist etwas zerkocht, das hat das Photo schlecht werden lassen, aber tat dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch :-)

Aloo Gobi oder Indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Blumenkohl
2 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
2 Tomaten
1 Lorbeerblatt
3 EL Ghee (hier: Sonnenblumenöl)
1 TL Kurkumapulver
1 TL Chilipulver
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
150 g TK-Erbsen
3 EL Joghurt
Salz
1 TL Garam Masala

(1) Blumenkohl putzen und in seine Röschen aufteilen. Kartoffeln schälen und würfeln. Die Zwiebel und Ingwer von der Schale befreien und hacken. Die Tomaten waschen, den Stielansatz rausschneiden und würfeln.
(2)  In einem Topf das Ghee erhitzen und das Lorbeerblatt ca. 1 Minute rösten. Das Zwiebel- und Ingwergehäckselte zu geben und hellbraune Farbe annehmen lassen. Die Blumenkohlröschen, Kartoffeln, Kurkuma-, Chili- und Kreuzkümmelpulver zugeben. Rührend ca. 2 Minuten braten lassen. Tomaten, Erbsen, Joghurt und ¼ l Wasser zugeben, salzen, zugedeckt in 20-25 Min. garen. Mit Garam Masala würzen und sofort servieren!

Dazu: Reis oder Naan-Brot oder anderes schönes Weißbrot

Quelle: Küchengötter – Blumenkohl-Curry

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Kichererbsencurry

Klecksendes Kichererbsencurry

Kichererbsencurry mit pittoresken Klecksen

Dies hier war mein allererstes Gericht, dass ich speziell für den Blog photographiert hab. Damals noch in der Göttinger WG und von ehemaligem Mitbewohner F. ausgesucht. Und er hat  mit diesem Kichererbsencurry eine gute Wahl getroffen. Kichererbsen hatte ich so in ganzer Form noch nicht gekostet und war ein wenig skeptisch, aber völlig zu Unrecht. Es ist ein sehr leckeres Curry, das ziemlich schnell zusammengeköchelt ist.  Vielleicht ist es noch erweiterbar um einige Zutaten wie Paprika oder Zucchini. Dazu frisches Fladenbrot oder Naan. Ein Gedicht! Auch einen frischen Minzjoghurt dazu stelle ich mir sehr gut vor :) Das schöne an Curries ist ja, dass man sie abwandeln kann. Wenn jemand wie meine Wenigkeit nicht so scharf essen kann, einfach weniger

Hier noch ein paar Informationen für Kichererbsen-Skeptiker, die vielleicht noch ein paar Gründe zur Überzeugung brauchen :-) Kichererbsen sind ziemlich gesunde kleine Früchtchen. Sie enthalten ca. 20% Eiweiß, 40% Kohlehydrate, außerdem noch Vitamin B1, B6, Folsäure und einige essentielle Aminosäuren, z.B. Lysin, Threonin oder Cystin. Man kann sie entweder schon gekocht in Dosen kaufen oder getrocknet. Dann müssen sie allerdings noch über Nacht in kaltem Wasser einweichen und gekocht werden, was einiges an Zeit und Planung erfordert. Es wurde mir aber berichtet, dass kein großer Unterschied zwischen eingedosten und getrocknet-gekochten Kichererbsen besteht . Für alle Kichererbsen-Neulinge einfach mal ausprobieren! Schmecken gut, haben eine etwas mehlige Konsistenz und sind dazu noch gesund. Was will man mehr!

Nebenbei bemerkt ist dies ein hervorragendes Beispiel von gekonnt minimalistischer Tellerklecks-Kunst, die, wie bei Kulinaria Katastrophalia bemängelt wurde, hier zu wenig Beachtung findet ;-) Wenn ihr meine Küche, im Speziellen meinen Herd, nach Kochaktionen sehen könntet *g*

Kichererbsencurry (4 Portionen)

2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 EL geklärte Butter oder Öl
1 TL Chilipulver
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 EL gemahlener Korianer
880 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
440 g gehackte Tomaten aus der Dose, mit Saft
1 TL Garam masala

(1) Zwiebeln abziehen und in feine Ringe schneide. Den Knoblauch ganz fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringe mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze weich dünsten.
(2) Alle Gewürze bis auf das Garam masala in den Topf geben und ca. 1 Minute mitbraten.
(3) Die Kichererbsen und Tomaten zugeben, gut verrühren. Mit geschlossenem Deckel bei schwacher Hitze 20 Minuten garen. Das Garam masala zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Dazu: frisches Weißbrot, Naan, Minzjoghurt

Quelle: Thomas Heider (Hrsg.) 1997: Das große Buch der vegetarischen Küche. Könemann Verlagsgesellschaft

Geschmack: +++
Zeit: ++
Zutaten: +++ (die Gewürze hat vielleicht nicht jeder im Haus)
Schwierigkeitsgrad: +

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