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Sommer für den Winter: Sauer eingelegte Zucchini-Pickles nach Jamie Oliver

Die Erntesaison liegt in den letzten Zügen, auch meine Zucchini auf dem Balkon, deren Blätter leider vom Mehltau angegriffen sind, machen doch glatt noch Blüten und kleine Zucchini-Embryos. Ob die noch reif werden, steht auf einem anderen Blatt. Aber es gibt auch noch schöne heimische zu kaufen. Auf der Suche nach weiteren Verwertungsmöglichkeiten für die elterlichen Zucchini, wurde ich in den Untiefen des weltweiten Zwischennetzes auf einen Artikel von Jamie Oliver in der Daily Mail von 2012 aufmerksam, in dem er sich über die Vorzügen der hausgemachten Vorratshaltung äußert und der Leserschaft auch noch gleich zwei Rezepte mit an die Hand gibt. Eins davon sind „Pickled courgettes“, also sauer eingelegte Zucchini. Ich hatte mir mal wieder das Rezept nicht richtig durchgelesen und dachte, dass der Essigsud mit in die Gläser kommt und wunderte mich über die monströse Menge an Öl. Aber nochmal genauer Lesen und dann wird es klarer: die Zucchinistückchen werden nur in dem Essigsud gekocht und dann ins Öl gegeben und mit demselben in die vorbereiteten Gläser gefüllt. Laut Mr. Oliver reicht es, die Gläser zu zuschrauben, auf den Kopf stellen und dann im Vorratsschrank einige Wochen ziehen lassen.

Nach einer Woche wollte ich dringend mal kosten und öffnete das Glas mit dem Restinhalt. Beim ersten Kosten zogen sich noch ein bisschen die Gesichtmuskeln zusammen, weil die Zucchinistückchen doch ziemlich sauer waren, aber trotzdem lecker. Nach weiteren  2 Wochen im Kühlschrank hat sich das komplett ausmariniert und ich finde sie perfekt. Schon säuerlich, aber nicht zu sehr und trotzdem ein bisschen würzig durch den Knoblauch und die Chili. Und noch knackig, nicht labbrig. Wichtig! Ich habe die Zucchini-Pickles zum Abendbrot dazu gegessen oder auch in einen Couscoussalat geschnitten, wo sie sich wunderbar machten. Kann mir auch vorstellen, dass sie gut auf eine gemischte Antipasti-Platte passen. Auch wenn ich am Anfang doch etwas skeptisch war, bin ich jetzt umso begeisterter: toller Geschmack, schnelles Basteln! Perfekt!

Zucchini-Pickles nach Jamie Oliver

Zutaten für 750 g:
3 Knoblauchzehen
125 ml Olivenöl
125 ml Pflanzenöl
500 g Zucchini
3 Zweige Minze
1/2 rote Chili

Für den Essigsud:
500 ml Apfel- oder Weißweinessig
500 ml Wasser
1 TL Salz

(1) Zuerst die Gläser vorbereiten. Gründlich die Gläser und Deckel mit heißem Spüliwasser auswaschen, mit klarem, heißem Wasser ausspülen. Die Deckel auf ein sauberes Küchentuch geben und trocknen lassen. Die noch nassen Gläser in den Ofen geben, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und dann 15 Minuten im Ofen sterilisieren und trocknen lassen. Die Gläser rausholen und auf ein Holzbrett oder Untersetzer stellen.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Die Zucchini waschen trocknen, je nach Größe längs halbieren und vierteln und dann in mitteldicke Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen häuten und in feine Scheiben schneiden. Die Minzblätter von den Zweigen zupfen.
(3) Die Zutaten für den Essigsud in einen Topf geben, zum Kochen bringen. In eine saubere Schüssel den Knoblauch und Öl geben.
(4) Die Zucchini, Chili und Minze in den Sud geben und 3 Minuten kochen lassen.
(5) Die Zucchini mit einem Schaumlöffel aus der Flüssigkeit holen, in das Öl geben. Kurz durchrühren und so heiß wie möglich in die vorbereiteten Gläser geben. Das Öl gleichmäßig auf die Gläser verteilen. Sofort den Deckel zudrehen, auf den Kopf drehen und so abkühlen lassen.

Einige Wochen marinieren lassen. Passt wunderbar als Antipasti, zu Käse, in Couscoussalat und vieles mehr.

Genießen!

Quelle: Daily Mail 28.09.2012 – Cook with Jamie: What a pickle! Preserve some lovely treats for the winter months

Zur Haltbarkeit kann ich leider noch keine Aussagen machen, aber würde es jetzt auch nicht unbedingt 1 Jahr im Vorratsschrank lassen.

Bunter Glasnudelsalat mit Hähnchen nach Jamie Oliver

Zwerg hat momentan Urlaub und nutzt die Zeit, um Deutschland ein wenig zu erkunden. Und wie praktisch, dass ihre große Schwester, sprich ich, ziemlich genau mittig in einer kleinen süßen Fachwerkstadt lebt und man hier auch mal ein paar Tage sich erholen kann, um dann mit frischen Kräften weitere Städte zu erkunden. Am ersten Tag machten wir ein paar Essenspläne, eigentlich ziemlich konkrete ;-) Als erstes schlug Zwerg einen sehr schnellen Glasnudelsalat vor, den sie sich öfter macht und der sich gut zur Resteverwertung eignet. Ich kaufte jetzt extra ein halbes Grillhähnchen, aber wenn bei jemandem was vom Brathähnchen übrig ist oder vom gekochten Hühnchen der Hühnerbrühe, kann dieses Fleisch sehr gut verwenden. An Gemüse kann die geneigte Leserschaft verwenden, was noch im Kühlschrank rumlungert. Aber zuviel durcheinander sollte es auch nicht sein, so 3-4 unterschiedliche Gemüsesorten sind ideal. Besonders das Dressing hat es Zwerg und mir angetan, soooo gut! Unglaublich! Das macht sich bestimmt auch gut als Dip für Frühlingsrollen, Sommerrollen oder andere kleinere Schweinereien *g*

Und der Salat steht wirklich innerhalb von maximal 30 Minuten auf dem Tisch, auch wenn ihn einer alleine bastelt. Einfach mal ausprobieren und köstlichst überrascht werden!

Bunter Glasnudel-Hähnchen-Salat nach Jamie Oliver

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1/2 Grillhähnchen
oder entsprechende Menge anders gegartes Hähnchenfleisch
200 g Glasnudeln
1 Möhre
1 Frühlingszwiebel
1/3 Salatgurke
1 Romanasalat

Für das Dressing:
3 EL süß-scharfe Chili-Sauce
1 TL Honig
1 TL Sesamöl
2 EL Sojasauce
2 EL Limettensaft

(1) Das Fleisch vom Grillhähnchen pulen und in kleinere, mundgerechte Stücke zupfen. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und so lange stehen lassen bis sie weich sind. Das dauert 5-10 Minuten, zwischendurch kosten. Die Nudeln durch ein Sieb abgießen und mit in die große Salatschüssel geben.
(3) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen und in etwa streichholzdicke Streifen schneiden. Von der Frühlingszwiebel die äußere Schicht entfernen und bis auf die unansehnlichen dunkelgrünen Teile alles in feine Ringe schneiden. Die Salatgurke halbieren, entkernen und dünne Halbringe schneiden. Vom Romana-Salat die Blätter abteilen, waschen, gut trocknen und in Streifen schneiden. Alles in die Salatschüssel geben.
(4) Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren und ganz kurz erwärmen, entweder in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf. Zu den restlichen Zutaten geben und gut durchmischen.

Sofort genießen!

Quelle: aus Zwergs Erinnerung nach einem Rezept aus der Jamie Oliver-Zeitschrift

Knuspriges Cauliflower Cheese

Oh, Gott! Dümpelndes Gemüse, wer kennt es nicht. Da kauft man ein, weil man was bestimmtes geplant und dann kommt doch was dazwischen. Bei mir wurde der Blumenkohl eigentlich für ausgebackenen Blumenkohl in Bierteig käuflich erstanden, aber dann zickte der Magen und der Blumenkohl lag rum. Und lag rum … Und lag rum … Zum Glück wird so ein Blumenkohl ja nicht so schnell oll. Aber irgendwann wollte er dann doch verbraucht werden. Eine der magenfreundlicheren Möglichkeiten den weißen Kopf zu verbrauchen, schien mir der britische Klassiker Cauliflower Cheese, also ein Blumenkohlauflauf mit Käse. In der Sendung „Save with Jamie“ von Jamie Oliver wurde eine Version mit Brokkoli und Blumenkohl gezeigt, die ich sehr schön fand. Der Brokkoli wird in die Käsesauce unterpüriert, dann mit der Sauce die rohen Blumenkohlröschen übergossen und aromatisierte Brotbrösel drüber gestreut. Nun war partout kein Brokkoli zu dem Zeitpunkt aufzutreiben, also muss da irgendwie anders Geschmack in die Sauce. Zum Glück habe ich noch mehr Kochbücher britischer Autoren und im „Tender“ vom hochgeschätzten Nigel Slater wurde ich fündig. Von ihm übernahm ich die Sauce, die Brösel kamen von Jamie Oliver.

Und es wurde ein wunderbarer Auflauf! Cremig und knusprig zugleich mit wunderbaren Aromen. Eigentlich reicht eine schöne Portion Kartoffelbrei dazu vollkommen aus, wer unbedingt Fleisch braucht, den können Bratwurst oder Klops/Frikadelle/Fleischpflanzerl noch eine Zusatzportion Glück bescheren. Mir waren der cremig-käsige Auflauf und Kartoffelbrei genug. Die Version wird es definitiv öfter geben!

Knuspriges Cauliflower Cheese

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:
500 ml Milch
1 kleines Lorbeerblatt
1 kleine Schalotte
1 kleiner Blumenkohl
Olivenöl
25 g/1 EL Butter
25 g/ 1 EL Mehl
Salz, Pfeffer
100 g Comté/Cheddar/mittelalter Gouda
1-2 Scheiben altbackenes Brot
1 handvoll Haselnüsse/Mandeln
3 Zweiglein Thymian

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform mit Öl ausstreichen.
(2) Milch mit Lorbeerblatt und mit Nelke gespickter Schalotte aufkochen. 10 Minuten zur Seite stellen.
(3) Den Blumenkohl putzen, in mittelgroße Röschen brechen und/oder schneiden, in die Auflaufform geben.
(4) Die Butter in einem Topf schmelzen, dass Mehl dazu geben und etwas anschwitzen. Dann nach und nach die aromatisierte Milch (ohne Lorbeerblatt und Schalotte) unter energischem Rühren dazu gießen bis eine sämige Sauce entstanden ist. Die Hälfte des geriebenen Käses einrühren.
(5) Das alte Brot in einer Küchenmaschine fein häckseln, Nüsse und Thymian dazu und kurz mitmixen. Ein Schluck Olivenöl hinein gießen und kurz mixen bis feuchte Krümel entstanden sind.
(6) Die Sauce über den Blumenkohl gießen, mit dem restlichen geriebenen Käse und den Brotktümeln bestreuen.
(7) Im heißen Ofen ca. 1 Stunde backen bis der Blumenkohl gar ist.

Genießen!

Quelle: Rezepte gemischt nach
Slater, N. (2009): Tender Volume I – A cook and his vegetable patch. Fourth Estate. p 188
Oliver, J. (2013): Save with Jamie. Penguin Group. p 62

Der einfachste Pancake-Teig ever!

Vor drei Tagen war ja Pancake Tuesday, der auch ausführlichst von mir zelebriert wurde. Am Sonntag schon den wunderbaren Gewürzpancake aus dem Ofen ausprobiert, damit die geneigte Leserschaft auch rechtzeitig ein Rezept bekommt, aber natürlich wollte ich gestern auch frisch welche backen. Nun hab ich am Wochentag keine Zeit und Lust auf viel Aufwand am Morgen, da bin ich froh, wenn ich es schaffe mir ein Brötchen mit Käse und Marmelade zu schmieren. Aber abends kann ich dann meist doch noch eine aufwendigere Kleinigkeit basteln (obwohl es auch oft genug nur Käsebrot-Abende gibt *g*). So hab ich die Pancakes nach einem Grundrezept von Jamie Oliver gemacht. Und es ist wirklich denkbar einfach: ein Kaffeepott voll Mehl, derselbe Kaffeepott voll Milch, ein Ei, 1/2 TL Backpulver, eine Prise Salz. Gut verrühren ohne Klümpchen und fertig! Und dann kann man seinen eigenen Gelüsten nachgeben (oder denen der Kinder): Kakaopulver und gehackte Nüsschen rein, Blaubeeren dazu oder zermanschte Bananen oder Erdbeeren rein. Es geht natürlich auch in herzhaft, zum Abendbrot ja auch nicht verkehrt: Käse der Wahl rein reiben, unterschiedliches, schnell garendes Gemüse mit rein schmeißen.

Nur hatte ich die Menge an Teig, die aus einem Kaffeepott Mehl und Milch rumkommen, komplett unterschätzt! Ich habe etwa 30 kleine Pancakes backen können. Und weil mir das in einer Variante zu langweilig gewesen wäre, habe ich den Teig halbiert und eine herzhafte Variante mit reingekrümeltem Feta und Paprikawürfelchen, sowie eine süße Version mit einem halben geriebenem Apfel, etwas Zimt und einem Esslöffel Puderzucker. Vom Teig dann einen Esslöffel pro Pancake in die Pfanne und so lange backen bis sich auf der Oberseite Bläschen zeigen:

dann ist die Unterseite perfekt gebräunt, schnell umdrehen und fertig backen! Das nächste Mal nehme ich aber zwei Pfannen, geht fixer ;-)

Noch schneller und einfacher gehen Pancakes wirklich nicht! Kriegt jedes Kind hin!

Pancake-Grundrezept

Zutaten für ca. 30 kleine Pancakes:
1 Kaffeebecher Mehl
1 Kaffeebecher Milch
1 Ei
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver

neutrales Öl

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen schnell und gründlich zu einem möglichst klümpchenfreien Teig verrühren. Nach Gelüsten verfeinern und ca. 1 Esslöffel Teig pro Pancake in einer heißen Pfanne mit etwas Öl ausbacken. Wenn sich kleine Löcher auf der Oberseite zeigen, umdrehen und zu Ende backen.

Genießen!

Für die Feta-Paprika-Variante: 1/4 rote Paprikaschote sehr fein würfeln und mit 50 g zerkrümeltem Feta unter den halben Teig mischen.

Für die Apfel-Zimt-Variante: 1/2 kleinen, grob geriebenen Apfel, 1/2 TL Zimt und 1 EL Puderzucker unter die Hälfte des Grundteiges rühren.

Quelle: FoodtubeEasy Pancake Recipe

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