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Blog-Event CLXX: Vier Ideen für Raclettepfännchen

Dieser Beitrag enthält Werbung für Schweizer Käse

Mögt Ihr Käse? Vielleicht auch noch warm und zerlaufen? Dann mögt ihr auch Raclette, oder? Die dunkle Jahreszeit scheint ja prädestiniert zu sein für gemütliche Racletteabende. Neben dem Käsefondue ist Raclette eines der Schweizer Nationalgerichte, die eine lange Tradition haben. Ursprünglich wird die Oberfläche eines Käselaibs erhitzt und dann auf den Teller geschabt. Das wussten wir nur nicht als uns in den 90ern die Raclette-Welle in Norddeutschland erreichte und meine Eltern ein solches Gerät mit Pfännchen kauften. Wir warfen Fleisch und Würstchen auf die Platte obenauf und in die Pfännchen kamen diverse Gemüsesorten, die mit Käse einfach überbacken wurde. Nicht gerade original. Und der Käse war es definitiv auch nicht.

Aber endlich konnte ich mal Originalkäse kosten. Beim CLXX. Blogevent das Zorra in Zusammenarbeit mit Schweizer Käse veranstaltet, werden kreative Ideen für Pfännchen gesucht. Dafür wurden von Schweizer Käse Pakete mit einem großen Stück Raclette Suisse und einem Raclettegerät für zwei Personen zur Verfügung gestellt.

Blog-Event CLXX mit Schweizer Käse - Kreative Raclette Pfännchen (Einsendeschluss 15. Dezember 2020)

Aber warum ist der Schweizer Käse eigentlich so berühmt? Die unterschiedlichen Käsesorten wie Appenzeller, Le Gruyère AOP oder der Raclette Suisse werden in Handarbeit in kleinen Dorf- und Alpkäsereien in der Schweiz hergestellt, die tagesfrische Milch aus der Umgebung verwenden. Dabei wird wert darauf gelegt, dass keine seltsamen Zusatzstoffe benutzt werden Und diese Qualität wird nicht nur in der Schweiz geschätzt, sondern in der ganzen Welt.

Und der uns zur Verfügung gestellte Raclette Suisse kann wirklich was! Er riecht für mein empfindliches Näschen ziemlich intensiv, aber der Geschmack ist großartigst! Die dreimonatige Reife des Käses aus Kuhmilch macht sich wirklich bezahlt. Ich hoffe, ich finde den nochmal in einem Laden… Und was für Pfännchen habe ich jetzt für uns gemacht? Insgesamt vier verschiedene Versionen, zum einen natürlich unsere Familienvariante mit viel buntem Gemüse, dann eine Variante mit Spätzle, wie wäre es mit einem Hotdog-Pfännchen und dann eine klassische Variante mit gekochten Kartoffeln. Natürlich sind erstmal ein bisschen Vorbereitung und viele Schüsselchen nötig:

Zutaten für die vier Varianten für 3-4 Personen:
300-400 g Raclette Suisse
3-4 größere Kartoffeln
Salz
1/2 Portion Spätzle
(selbstgemacht oder aus der Kühlung)
3 Zwiebeln
1 EL Butter
neutrales Öl
250 g Champignons
Pfeffer
1-2 Möhren/Karotten/Wurzeln
30 g Speck
2 Frühlingszwiebeln
2 Wiener Würstchen
eingelegter Dänischer Gurkensalat (Glas)
1/2 Paprikaschote
1/2 Zucchini
1 kleine Dose Mais
einige Scheiben Weißbrot
Ketchup, Senf

(1) Den Käse versuchen in 4-5 mm dicke Scheiben zu schneiden. Auf einem Teller arrangieren.
(2) Die Kartoffeln schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser garen. Abgießen und in einem Schüsselchen zur Seite stellen.
(3) Die Spätzle nach dem hinterlegten Rezept schnell zubereiten. Das geht wirklich schnell, weil der Teig der ungarischen Version nicht ruhen muss, sondern grob zusammen gerührt wird, während das Wasser schon kocht. Oder Ihr befreit die im Supermarkt gekauften aus ihrer Verpackung.
(4) Für die karamellisierten Zwiebeln, die Zwiebeln häuten, halbieren und in dünne Streifen (nicht Halbmonde) schneiden. Die Butter und einen Schluck Öl in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln zufügen, etwas salzen und bei kleinerer Hitze (Stufe 1 von 3) ganz langsam schmoren bis die braun und weich geworden sind. Hier dauerte das etwa 30 Minuten. In einem Schälchen zur Seite stellen.
(5) Von den Champignons die Stielenden ab- und die Köpfe in dickere Scheiben schneiden. Eine größere Pfanne auf hoher Stufe heiß werden lassen und die Pilzscheiben trocken darin anbraten bis sie braun. Rausholen, mit Salz und Pfeffer würzen und zur Seite stellen.
(6) Die Möhren schälen, in Scheiben schneiden und in kochendem Salzwasser bissfest garen. Abgießen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen.
(7) Jetzt noch die restlichen kalten Zutaten vorbereiten und auf Schälchen verteilen. Den Speck in Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Würstchen in mitteldicke Scheiben schneiden. Einige Scheiben der eingelegte Gurken gut abtropfen lassen. Paprika und Zucchini waschen und trocknen. Die Paprika entkernen und in dünne Streifen schneiden, diese nochmals halbieren. Die Zucchini zu Halbmonden verarbeiten. Mais abtropfen lassen und das Brot in praktische Stücke schneiden.

Jetzt geht der gemütliche Teil los:

Kartoffel-Speck-Pfännchen

Zuerst die Kartoffeln auf der Plaate des Raclettegeräts von allen Seiten etwas anbraten. In das Pfännchen geben. Einige Stückchen Speck, vielleicht Champignonsscheiben und Frühlingszwiebelringe drauf streuen, mit Raclette Suisse-Scheiben belegen und unter die Heizspirale schieben. So lange backen bis der Käse zerlaufen sind und der Speck leicht knusprig wird.

Kässpätzle-Pfännchen

Die Spätzle in die Pfanne geben, gerne auch etwas Speck oder angebratene Champignonscheiben untermischen, dann mit den geschmorten Zwiebeln belegen. Raclette Suisse auf das Pfännchen legen und so lange backen lassen bis der Käse zerlaufen und leicht braun wird, wenn man das mag.

Hotdog-Pfännchen

Eine halbe Scheibe Brot auf der Platte des Raclettegeräts von beiden Seiten rösten. Währenddessen den Boden des Pfännchens mit Wiener Würstchen-Scheiben auslegen. Die eingelegten Gurken und geschmorten Zwiebeln darauf verteilen, mit Raclette Suisse belegen und in das Gerät schieben bis der Käse nach eigenem Geschmack zerlaufen ist. Das geröstete Brot mit Ketchup und/oder Senf bestreichen und den heißen Inhalt des Pfännchens darauf gleiten lassen.

Buntes Gemüse-Pfännchen

Die Gemüsezutaten nach Belieben im Pfännchen mischen, mit dem Raclette Suisse belegen und im Gerät so lange garen bis der Käse nach Eurem Geschmack geschmolzen und eventuell braun wird.

Genießen!

Natürlich könnt Ihr auch so die Zutaten auf der Platte garen, zum Beispiel den Speck knusprig braten und im ausgetretenen Fett die Kartoffelstückchen anbraten. Die Zucchinihalbmonde machen sich ebenfalls wunderbar. Oder röstet mehr Brotscheiben darauf. Und eigentlich könnt ihr alles kombinieren, wie es Euch schmeckt. Aber warmer, geschmolzener Raclette Suisse macht wirklich alles besser!

Und wenn was von den Zutaten übrig bleibt? Ich habe sie einfach am nächsten Tag in eine Auflaufform geschmissen, gut durch gemischt und ebenfalls mit dem Raclette Suisse belegt und für 30 Minuten in den 180°C heißen Ofen geschoben. Auch sehr geil!

Acma – Fluffigste gefüllte türkische Brötchen

Letztens wurde mir in einer Facebook-Gruppe ein Gebäck angezeigt, von dem ich nur den Namen mitbekam „Açma“ und das sie mit Feta und Petersilie gefüllt waren. Dann aktualisierte sich mein Feed und der Beitrag war weg. Trotz intensiver Suche, habe ich ihn nicht mehr gefunden …

Aber wenigstens den Namen hatte ich und recherchierte ein wenig im Netz rum. Ich wurde auch fündig, blätterte aber zur Sicherheit auch nochmal im Lieblingskochbuch zur türkischen Küche, nämlich dem „Türkei vegetarisch“ von Orhan und Orkide Tançgil. Und siehe da, sie haben natürlich auch ein Rezept dafür.

Die Zutaten und Zubereitungsweise sind ein wenig ungewöhnlich für meine bisherige Brötchenerfahrung. Hier werden nämlich erst die Flüssigkeiten verrührt und dann das Mehl nach und nach unter geknetet. Auch kommt ein Eiweiß in den Teig, von dem es in Ungarn immer heißt, dass es den Hefeteig fest werden lässt. Aber hier ist genau das Gegenteil der Fall, die Açma sind wunderbar fluffig. Was vielleicht auch an dem hohen Ölanteil im Teig liegt. Dadurch ist er auch sehr weich, aber nicht klebrig. Verarbeitet wird er ebenfalls mit eingefetteten Händen und eingeölter Arbeitsfläche. Dann bleibt wirklich nichts kleben :-) Das Formen ist dann prinzipiell echt einfach, ich habe Euch von den wichtigsten Schritten aber auch noch einzelne Bilder gemacht. Zumindest mir helfen Bilder mehr als Worte (ich bin ein ganz mieser nach-Worten-Bastler *g*). Falls ihr auch damit Probleme habt, sucht mal auf Youtube nach Videos, in denen gezeigt wird, wie sich Acmas formen lassen, z.B. von Sallys Welt.

Jedenfalls lohnt es sich sehr, das bisschen Arbeit in dieses Kringelgebäck zu stecken. Sie sind fluffig-luftig, angenehm würzig durch die Feta-Petersilienfüllung. Wer mag kann auch eine würzige Hackfleischfüllung nehmen oder sie ganz weglassen. Wie ihr es am liebsten mögt! Natürlich schmecken sie lauwarm wirklich am besten, aber sie lassen sich auch gut einfrieren und bei Zimmertemperatur auftauen. Sie sind eine wunderbare Beilage zu diversen Suppen, Salaten oder anderen Vorspeisen, kann sie mir aber auch bei einem Picknick gut vorstellen. Probiert sie wirklich aus, sie sind großartigst!

Açma – Türkische gefüllte Brötchen

Zutaten für 16 Stück:
200 ml lauwarme Milch
1,5 EL Zucker
1 Würfel Hefe (42 g)
1 Ei, getrennt
200 ml Sonnenblumenöl
100 ml Sprudelwasser
1 TL Salz
600 g Mehl (Type 405 oder 550)
Schwarzkümmelsamen

Für die Füllung:
200 g Feta
1/2 deutsches Bund Petersilie

Öl zum Einfetten der Arbeitsfläche

(1) Die lauwarme Milch in der Schüssel, in der der Teig geknetet werden soll, mit dem Zucker verrühren und den Hefe hinein krümeln. 10-15 Minuten stehen lassen, damit die Hefe aktiv wird.
(2) Eiweiß, Sonnenblumenöl, Mineralwasser und Salz zur Hefemischung in die Schüssel geben. Das Mehl nach und nach zugeben und gut verkneten bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Mit der Küchenmaschine dauerte es etwa 5 Minuten. Den Teig zu einer großen Kugel formen, in die Schüssel legen, die Schüssel mit Folie (oder einer Mörderduschhaube) abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort (z.B. der ausgeschaltete Herd mit angeschaltetem Licht) gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
(3) Zwischenzeitlich den Feta aus der Verpackung befreien und etwaige Flüssigkeit abgießen. In ein Schüsselchen geben. Die Petersilie waschen, trocknen, fein hacken und zum Feta geben. Alles gut mit einer Gabel verrühren.
(4) Den Arbeitsplatz vorbereiten. Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Ein größeres Holzbrettchen bereit stellen. Etwas Öl in ein Schälchen geben. Und das Brett gründlich mit den Fingern einölen.
(5) Den Teig aus der Schüssel holen und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Ich habe 70 g-Stücke abgewogen. Die Stücke erst rund formen, indem die Ränder nach unten gekrempelt werden und dann mit der hohlen Hand auf dem Brett schnell, beherzt und mit etwas Druck rund schleifen. Auf einem Backblech zwischenparken.
(6) Den ofen jetzt auf 200°C Ober-/Unterhitze anschalten, um ihn vorzuheizen.
(7) Jetzt geht es ans Formen der Acma. Eine der Kugeln zu einem länglichen Oval mit den Händen formen. Etwa 1 Esslöffel der Feta-Petersilienmischung mittig-länglich verteilen.

Den oberen Teigrand umklappen, dann die den unteren nach oben klappen und etwas fest drücken. Die Teigschlange mit den Händen unter etwas Druck noch ein bisschen länger rollen.

Dann die beiden Enden in die Hand nehmen und gegeneinander verdrehen, so dass eine Korkenzieherform entsteht.

Jetzt einen Knoten formen. Die beiden Enden übereinander legen…

Das oben liegende Ende von unten im Knoten verstecken.

(8) Wenn 8 Stück auf dem ersten Blech sind, diese mit einem Tuch abdecken und 20 Minuten gehen lassen. Währenddessen die restlichen Knoten formen. Wenn die 20 Minuten um sind, die Acma mit dem Eigelb bestreichen und einigen Schwarzkümmelsamen bestreuen.

(9) Auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen. Das zweite Blech hat währenddessen seine 20 Minuten Ruhezeit und kann gleich im Anschluss gebacken werden.
Das Blech mit den goldbraunen Kringeln aus dem Ofen nehmen, für 10-15 Minuten mit einem Tuch abgedeckt etwas abkühlen lassen und lauwarm essen.

Sie passen wunderbar zu diversen Suppen, Salaten oder ganz alleine als Snack.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 149

Feine Blumenkohl-Käse-Muffins

Hier herrscht ja große Blumenkohlliebe! Immer! Und in (fast) jeder Form! Bei Christina von „Feines Gemüse“ sah ich letzten Sommer herzhafte Blumenkohl-Küchlein, die mit Käse verfeinert und in praktischer Muffingröße gebacken werden. Und weil noch ein Rest Blumenkohl aus der damaligen Biokiste im Kühlschrank der Dinge harrte, wurde er dafür verbraucht. Wenn eine Küchenmaschine genutzt wird, ist der Teig auch ziemlich schnell zusammen gemixt. Ich habe mich an Christinas Empfehlung gehalten, die Muffinformen auszubuttern, was allerdings zu einer längeren Putzaktion derselbigen führte *seufz* Also ich würde Euch dann doch eher zu Silikonmuffinformen raten und hoffe, dass sie sich ohne größere Verluste daraus lösen lassen und dann auch einfacher zu reinigen sind.

Weil ansonsten sind die kleinen Blumenkohl-Küchlein wirklich köstlich! Schön würzig, zart und ein wenig knusprig an der Oberfläche. Sie passen zu frischem, bunten Salat und ich kann sie mir jetzt im Winter wunderbar zu Rapunzeln (Feldsalat) oder Endivie vorstellen. Es lohnt sich wirklich, sie auszuprobieren!

Blumenkohl-Käse-Muffins

Zutaten für 10 Stück:
1 kleiner Blumenkohl (etwa 600 g geputzt)
60 g Emmentaler (oder Cheddar)
40 g Parmesan
2 Eier
2 Zweige Petersilie
2 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe
2 gestr. TL Backpulver
50 ml Buttermilch
30 g Speisestärke
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 10 Silikonmuffinförmchen auf einem passenden Backblech bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Den Blumenkohl fein raspeln, wahlweise über eine Vierkantreibe ziehen oder die Küchenmaschine nehmen. Die beiden Käsesorten ebenfalls reiben. Thymianblättchen vom Stengel zupfen und zusammen mit der Petersilie fein hacken. Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Blumenkohl mit Käse, den Kräutern , Eiern und Knoblauch gut vermengen.
(3) Speisestärke und Backpulver vermischen, zusammen mit der Buttermilch zur Blumenkohl-Käse-Masse geben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(4) Den Teig gleichmäßig in den Muffinförmchen verteilen. Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen bis die Muffins goldbraun und etwas knusprig sind.

Die Blumenkohl-Käse-Muffins passen zu einem frischen, bunten Salat oder frisches Brot mit Kräuter-Dip.

Quelle: feines gemüseBlumenkohl-Käse-Muffins

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Weiter geht es mit den Kürbissen! Nachdem ich im Supermarkt Mitte Oktober etwas eskalierte, müssen die Dinger ja auch verbraucht werden. Als nächstes sollte der Spaghettikürbis dran glauben! Von dem habe ich schon viel gehört, aber irgendwie noch nie gekostet, weil die bisher immer so riesig waren. Endlich fand ich mal handlichere Exemplare und habe gleich ein kleines 1,5 kg „Kürbischen“ mitgenommen.

Aber das leidige Problem, was damit anstellen? Man kann die Füllen, zum Beispiel mit Bolognese und dann deren langfaseriges Inneres als Spaghettiersatz benutzen. Hört sich gut an und Bolognese ist auch noch im Tiefkühler. Dachte ich …

Dem war dann doch nicht so, also musste eine Alternative her. Und schwupps lief mir Yvonnes (von „Experimente aus meiner Küche„) Idee einer Carbonara-ähnlichen Füllung über den Weg. Ich finde ja, dass es von den Aromen her eher an einen Flammkuchen erinnert, aber Namen sind ja Schall und Rauch. Die Zubereitung ist denkbar einfach: halbierten Kürbis im Ofen garen, währenddessen die unkomplizierte Füllung vorbereiten, Füllung mit dem ausgekratzten Fruchtfleisch vermischen, wieder zurück und nochmal überbacken.

Und dann heißt es nur noch genießen! Es ist wunderbar würzig, cremig, sehr angenehm rauchig, macht schön satt, aber nicht träge. So einen Spaghettikürbis könnte ich öfter vertragen und hätte auch schon paar Ideen, was da noch rein könnte. Mal sehen, ob ich noch welche finde! Und Ihr solltet sie auch suchen und kaufen!

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Zutaten für 2-4 Portionen:
1 kleiner Spaghettikürbis (ca. 1,5 kg)
2 TL + 1 EL Olivenöl
Salz
180 g Schinkenspeck
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Petersilie
180 g Frischkäse
Pfeffer
75 g geriebener Käse

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze anstellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Kürbis längs halbieren, die Kerne rausschaben. Je 1 TL Olivenöl in den Hälften verstreichen und salzen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 40 bis 50 Minuten backen bis das Fruchtfleisch weich ist.
(3) In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Falls nicht schon gewürfelter Schinkenspeck benutzt wird, diesen relativ fein würfeln. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe häuten und alles fein würfeln. Die Petersilie fein hacken.
(4) Das übrige Öl mit den Schinkenwürfeln in einer Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze etwa 3 Minuten braten. Dann die Zwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten bis die Zwiebeln gut duften. Die Knoblauchwürfelchen in die Pfanne geben und nochmals 2 Minuten braten. In eine Schüssel geben und die Petersilie zufügen.
(5) Wenn die Kürbisse fertig gegart sind, aus dem Ofen holen. Vorsichtig mit Hilfe von zwei Gabeln das Fruchtfleisch aus den Hälften kratzen und zu der Speck-Zwiebel-Mischung geben. Dann den Frischkäse gründlich unterrühren. Pfeffern und kosten, ob noch Salz fehlt.
(6) Die Mischung in die leeren Kürbishälften füllen. Diese mit je der Hälfte des geriebenen Käses bestreuen und auf mittlerer Schiene zurück in den Ofen schieben. 10 bis 20 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Herausnehmen und servieren.

Genießen!

Quelle: Experimente aus meiner KücheSpaghettikürbis à la Carbonara

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