Schlagwort-Archive: Kleingebäck

Krumplipogácsa – Einfache ungarische Kartoffelpogatschen

Ich bin ja nicht so der große Geburtstagsfeierer, aber nachdem ich vorletztes Jahr so gar nichts gemacht habe, hatte ich letzten Dezember die Kolleginnen eingeladen zu einem Abend mit ungarischen Köstlichkeiten, die sie sich gewünscht haben. Gleichzeitig wollte nicht zu viel gegessen werden, weil man danach ja immer so schlecht schläft vor lauter Verdauerei. Wir werden alle nicht jünger ;-)

Also machte ich mir Gedanken, welche Köstlichkeiten der ungarischen Küche ich ihnen kochen könnte, von denen ich Euch ein paar Sachen die nächsten Tage vorstelle… Als Hauptgericht wollte ich gerne eine Gulaschsuppe machen und entschied mich dann für die in Deutschland doch weitgehend unbekannte Paloczensuppe mit Grünen Bohnen, Dill und etwas säuerlich abgeschmeckt. Sie war ein so großer Erfolg, dass von guten 3 l Suppe nur 0,6 l übrig blieben. Dabei waren wir nur zu viert *ähem* Probiert die Suppe wirklich gerne mal aus! Es lohnt sich richtig!

Also blieb noch die Vorspeise offen. Dips mit frischem Brot und etwas Gemüse wäre doch nett. Eine Auberginencreme nach dem Rezept aus dem Rosenstein-Kochbuch wollte ich schon länger ausprobieren (und wird gerne als nächstes vorgestellt) und dann noch die Kürbis-Frischkäse-Creme, die ich unglaublich gerne mag. Ein bisschen frisches Gemüse dazu, ein paar Kohlehydrate und fertig. Aber die Kohlehydrate in welcher Form? Pogácsa, also Pogatschen sind ja schon typisch für Ungarn und ich hätte auch mal wieder Lust welche zu backen. Aber auch da gibt es ja mannigfaltige Möglichkeiten: pur, mit Käse, mit Feta, mit Schweinegrieben, Kräutern oder Kartoffeln? Auf YouTube sah ich ein Video für eine Kartoffelvariante, die zum einen sehr köstlich und zum anderen einfach machbar aussahen. Keine übermäßig häufige und lange Gehzeiten, wenige und alltägliche Zutaten plus sie sahen echt fluffig aus! Also fix Zutaten abgeschrieben und besorgt und los ging es!

Die Kartoffeln können schon am Vorteig gekocht und zerquetscht werden, wenn die Arbeit getan ist, ist der Teig ziemlich fix zusammen geknetet und geht an einem zugfreien Ort bis er doppelt so groß geworden ist. Ohne viel Tamtam muss er nur noch relativ dick ausgerollt, eingeschnitten und zu Pogatschen geschnitten werden. Ich habe es mittlerweile aufgegeben runde Pogácsa auszustechen, weil ich die Reste irgendwie doof fand und eckige schmecken genau so gut! Noch kurz abgedeckt ruhen lassen, während ihr schon ein bisschen aufräumen könnt, fix mit einer Ei-Paprika-Mischung bestreichen und ab in den Ofen mit den Schätzen!

Und sie schmecken hervorragend! Schön fluffig, trotzdem ein bisschen knusprig. Ein wirklich großartiges Rezept, dass mit ins Repertoire kommt. Sie können auch gut eingefroren werden und schmecken aufgetaut wie frisch. Ein Träumchen! Die werde ich definitiv öfter machen!

Krumpli pogácsa – Einfache Kartoffelpogatschen

Zutaten für 2 Bleche:
250 g gleichgroße Kartoffeln
(möglichst vorwiegend festkochend oder mehligkochend)
Salz (zum Kochen der Kartoffeln)
500 g Weizenmehl
100 ml Milch
30 g frische Hefe
1 TL Zucker
150 g Butter
1 Ei
2 TL Salz

Zum Bestreichen:
1 Ei
1/2 TL Paprikapulver

(1) Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser gar kochen. Wenn sie weich sind, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel gründlich zerdrücken. 200 g abwiegen und abkühlen lassen.
(2) Das Mehl abwiegen und in eine Schüssel geben. Die Milch auf dem Herd oder in der Mikrowelle lauwarm (!) werden lassen. 50 ml in eine kleine Tasse geben. Die Hefe hinein krümeln, den Zucker und einen Teelöffel vom abgewogenen Mehl hinzu. Gut verrühren, mit etwas Mehl bestäuben und so lange stehen lassen bis die Hefe aufschäumt. Das dauert etwa 10 Minuten.
(3) Butter, Kartoffeln, Ei, restliche Milch und die aufgegangene Hefe zum Mehl geben. Alles in der Küchenmaschine 4-5 Minuten zu einem Teig verkneten, dann das Salz zufügen und nochmals 3 Minuten kneten. Es geht natürlich auch per Hand, dann die Knetzeit verdoppeln. Es sollte ein schön geschmeidiger Teig entstehen, nicht zu fest, aber auch nicht zu weich. Vielleicht müsst ihr noch mit etwas Mehl oder Milch justieren.
(4) Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einen zugfreien Ort stellen und gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. (Bei mir hat es so 45-60 Minuten gedauert, wenn Eure Kartoffeln z.B. noch warm waren, geht es wahrscheinlich schneller.)
(5) Nach der Zeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
(6) Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Oberfläche versuchen rechteckig zu formen. Ihn dann vorsichtig rechteckig und daumendick ausrollen. Dies gelingt besser, wenn ihr in Richtung der Ecken rollte und nicht nur hoch-runter und seitwärts.
(7) Den Teig mit einem scharfen Messer eng diagonal wenige Millimeter tief einschneiden. Dann alles in etwa 5 cm große Vierecke schneiden. Auf den beiden Blechen verteilen. Mit Geschirrtüchern abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
(8) Das Ei zum Bestreichen mit dem Paprikapulver gründlich verrühren. Jede Pogatsche damit bestreichen.
(9) Beide Bleche in den Ofen schieben (hier Schiene 2 und 4). Insgesamt 20-25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Plätze der Bleche tauschen und einmal in sich drehen, so dass die Pogatschen die zuerst hinten waren, jetzt vorne liegen. Zu Ende backen lassen bis sie goldbraun sind und sich hohl anhören, wenn man auf ihre Unterseite klopft. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Sie passen wunderbar zu diversen Dips, herzhaften Eintöpfen oder feinere Cremesuppen, aber auch zu Ragouts wie Gulasch.

Genießen!

Quelle: Youtube-Kanal von TT konyhájaKrumplis pogácsa (Potato scones)

Scones nach Devon Art – Gyors angol zsemle teához

Facebook ist schon ein fieser Möpp! Da schaut man unschuldig an einem Sonntagmorgen so bei Facebook rum, ohne große Pläne, eigentlich sollte es ein fauler Sonntag auf dem Sofa werden. Aaaber dann!

Dann postet Barbara von der Spielwiese einen Link zu ihren Scones, die sie nach einem Originalrezept aus Devon macht. Und dann sind die Faulenzer-Pläne zumindest für 30 Minuten hin und ich stand in der Küche und buk schnell diese kleinen Köstlichkeiten. Sie sind mit Zutaten gemacht, die ich eigentlich immer zu Hause habe, man braucht nicht mal ein Ei! Und wirklich schnell sind sie gemacht, von sich-aufraffen bis aus-dem-Ofen-holen vergehen keine 30 Minuten. Also für Kurzentschlossene mit spontanem Hunger auf Nachmittagsgebäck ist es das perfekte Rezept! Klassischerweise werden sie in England mit Clotted Cream, einer Art sehr fetter, cremiger Sahne und Erdbeerkonfitüre gegessen, aber die gibt es hier in Deutschland schlecht zu kaufen und ich vertrage sie auch nicht wirklich gut. Stattdessen bestrich ich sie mit Apple Butter und war wirklich begeistert von der Kombination. Wer aber eine säuerliche, frische Komponente noch braucht, dem sei Frischkäse oder türkischer Kaymak empfohlen.

Auf alle Fälle ein empfehlenswertes Rezept, dass es ins Standardrepertoire geschafft hat!

Scones nach Devon Art

Zutaten für 8-10 Stück:
225 g Mehl
1/2 Packung Backpulver
1 Prise Salz
55 g Butter
55 g Zucker
55 g Rosinen
120 ml Milch

(1) Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze (Umluft 190°C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Das Mehl mit dem Backpulver, Salz, Zucker und Butter in eine Schüssel geben. Alles gut verkneten (entweder per Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine). Die Rosinen zugeben und nach und nach die Milch, bis ein Teig entstanden ist.
(3) Den Teig etwa 2 cm dick ausrollen und mit einem Glas runde Scones ausstechen. Den übrig gebliebenen Teig wieder ausrollen und neu ausstechen. So sollten 8-10 Scones entstehen.
(4) Auf das Backblech setzen, auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen.

Kurz abkühlen lassen und am Besten lauwarm genießen! Dazu passt Clotted Cream, Frischkäse, Erdbeerkonfitüre oder wie ich festgestellt habe, Apple Butter.

Quelle: Barbaras SpielwieseScones

Magyarul/Ungarisch:

Gyors egyszerü angol zsemle

Hozzavaló 8-10 darabra:
225 g liszt
1/2 csomag sütöpor
1 csipet só
55 g vaj
55 g cukor
55 g mazsola
120 ml tej

(1) A sütőt 210°C előre melegitünk. Egy tepsi sütőpapírral kirakjuk.
(2) A lisztet, sütőport, sót, vajat és cukrot egy tálba teszünk. Jó össze gyúrunk. Oda teszünk a mazsolák és lassan, nem mindent egyszerre, a tejet is. Úgy hogy rendes tészta össze jön.
(3) Ki nyujtunk a tésztát 2 cm-re. Üveggel kinyomjunk a Scones-t. 8-10 darab lesz belőle.
(4) Ráteszünk a tepsire és 10 percig hagyunk sütni aranybarnára.

Egy kicsit hagyunk kihűlni és a legjobb langyosan enni vajjal és eper- vagy más lekvárral.

Egészen maximum 30 percet kell meddig-re kész a Scones. Én nagyon imádom! Próbáljatok ki!

Selbstgebackene Urlaubserinnerungen – Kifli wie in Ungarn

Auch wenn ich länger kein Brot-Rezept mehr veröffentlicht habe, wurde viel gebacken und nur selten Brot für mich selbst gekauft. Aber meist halt das Kartoffel-Weizenbrot oder wenn wirklich nichts mehr da war die Zipferlbrötchen. Die gehen immer noch unschlagbar schnell und schmecken phantastisch! Umzugs- und schulstressbedingt bin ich nicht wirklich dazu gekommen neue Varianten zu testen und zu verbloggen …

Bei Petra von „Brot und Rosen“ entdeckte ich diese „Salzstangen„, die mich fatal an die ungarischen Hörnchen erinnerten, die ich im Urlaub dort öfter kaufe und wirklich liebe. Nur eben gerade in der Form und nicht gebogen. Das Rezept durchgelesen und noch im größeren (nicht im größten) Umzugschaos beschlossen, die Kifli nachzubacken, weil es wirklich schnell ging. Ich sage mal, innerhalb von 75 Minuten sind die Köstlichkeiten aus dem Ofen geholt. Man benötigt nur Zutaten, die man zur Not schnell im Supermarkt umme Ecke besorgen kann oder man eh schon im Vorratsschrank hat. Und schon kann es losgehen. Der Teig benötigt zwar keine langen Gehzeiten, aber durch die lauwarme Flüssigkeit und das kurze überbrühen im heißen (nicht kochenden) Wasser, bekommt die Hefe den nötigen Wärmeschub, um zu arbeiten und die Kifli werden schon fluffig und nicht hart. Probiert sie ruhig mal aus, es lohnt sich! Ein wirklich einfaches, schnelles Rezept, dessen Ergebnis mich und sogar die Familie überzeugt hat! Werde ich definitiv öfter basteln!

Kifli – Fluffige Gebäckstangen

Zutaten für 10 Stück:
500 g Mehl (Type 550)
1,5 TL Salz
4 EL zimmerwarme Butter (entspricht 40g)
200 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker

 Zum Bestreuen: Mohn, Sesam, Salz, Kümmel

(1) Mehl mit Salz und Butter verrühren.
(2) Die Hefe mit dem Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Unten sind die Stadien der Hefeauflösung:

(3) Die flüssige Hefe mit dem Wasser und Milch mischen und alles zum Mehlgemisch geben. 5 Minuten mit der Küchenmaschine auf kleiner Stufe (2 von 10 bei der KitchenAid) kneten lassen.
(4) Den Teig sofort in 10 Teile teilen und diese rund wirken. Dafür den Teigklumpen mit erst mit etwas Druck der flachen Handfläche auf der Arbeitsfläche rotieren lassen, dann die Hand hohl formen und dadurch werden die Bällchen rund. In diesem Video sieht man in schnell, wie es funktioniert. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.

(5) Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen. Von der Herdplatte nehmen. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(6) Bällchen zu einer Zunge ausrollen …

… und von der schmalen Seite her aufrollen, 5 Minuten ruhen lassen.

(7) Dann die Röllchen in das warme (auf keinen Fall mehr kochende) Wasser geben und ca. 1 Minute darin lassen. Gut abtropfen lassen und auf das Blech legen. Mit Salz, Mohn, Sesam oder Kümmel bestreuen.

(8) Stangen im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: Brot und RosenSalzstangen

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: