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Hausgemachte ungarische Kolbász (Paprikawurst)

Nach langer Zeit mach ich mal wieder mit bei der Kulinarischen Weltreise von Volkermampft. Da es nach Ungarn geht, ist es für mich mit halbem ungarischen Gensatz Ehrensache mitzuspielen!
Diesmal möchte ich Euch ein Rezept zeigen, das wahrscheinlich nicht viele ausprobieren werden, aber Kolbász ist sozusagen die ungarische Nationalwurst! Es gibt sie jedem noch so kleinen Dorfladen zu kaufen und allgemein in mehreren Varianten, grob unterteilt in mild und scharf. Die berühmteste Version ist wahrscheinlich die aus der Stadt Gyula.

Ich liebe diese Wurst sehr, auch weil sie so vielseitig einsetzbar ist: einfach in dünnen Scheiben auf’s Brot legen, in kleinen Stücken anbraten, um Eier drüber zu schlagen, in siedendem Wasser kochen, in Rakott Krumpli (ungarischen Kartoffelauflauf), als Brösel verarbeitet zu saurem Kartoffelfözelék, als Einlage in Suppe. Und bestimmt gibt es noch mehr Möglichkeiten, die ich noch nicht gekostet habe. Mittlerweile gibt es sie auch relativ regelmäßig, z.B. bei Kaufland.

Und warum haben wir die ausgerechnet selbst gemacht, wenn es sie doch zu kaufen gibt? Die gekaufte ist schon lecker, aber die selbstgemachte von meinem Onkel ist noch besser. Nachdem Schwesterchen und ich uns darüber unterhalten haben, dass wir total gerne mal frische Bratwurst selber machen wollen, war Herr Papa gleich so begeistert von der Idee, dass er bei nächster Gelegenheit einen ordentlich großen Wurstfüller kaufte. Schwester und ich dachten so an 1 kg Bratwurst, Herrn Papa schwebte die Kolbász-Großproduktion vor. Unter 5 kg lohnt sich das doch nicht …

Im Ungarnurlaub letzten September bat ich meinen Onkel dann das Rezept aufzuschreiben. Aus dem Kopf flogen die Zutaten nur so auf’s Blatt und nachdem ich noch ein paar Zubereitungshinweise aus ihm herauskitzeln konnte, fühlten wir uns bereit Kolbász zu machen. Im Heimaturlaub im November war es dann soweit! Wir kauften alle Zutaten und Freitagnachmittag ging es los.

Zuerst habe ich das ganze Fleisch vorbereitet, Silberhäute aus dem Schulterbraten schneiden, das Bauchfleisch von Haut, Knorpeln und Knochen befreien und alles in längliche Streifen schneiden, damit die gut durch den Fleischwolf flutschen. Die Gewürze waren auch schnell abgewogen und vermischt. Wir haben uns an Onkels Anweisung gehalten, die Gewürze grammgenau abzuwiegen und nicht die Masse später noch probieren und eventuell nachjustieren wollen. „Die Angaben stimmen so, wie sie da stehen! Wiegt es genau ab und die Kolbász wird schmecken!“ Und so 5 kg Fleisch sind mal echt eine Hausnummer, wir mussten den Kessel nutzen, der sonst zum Kesselgulaschkochen genommen wird. Um die Gewürzmischung gleichmäßig im Fleisch verteilt zu kriegen, wird es mit lauwarmem Wasser zu einer geschmeidigen Paste verrührt. Und dann gründlichst unter die Fleischmasse geknetet. Das dauert und geht an die Muskeln, ist also gleichzeitig gutes Training *g*

Die fertige Masse in den Darm zu kriegen, gestaltete sich dann doch noch etwas frickeliger als es sonst in Videos aussieht, aber wir haben es mit ein bisschen Übung geschafft! (Fragt aber nicht wie …) Letztendlich war das gar nicht so schwierig und ich fand die ganze Prozedur oddly satisfying *g* Also ich kann mir tatsächlich vorstellen, Wurst, auch andere Sorten, öfter selbst herzustellen. Und ich habe mir zum Beispiel aus einem Schlachte-Kochbuch meiner Tante noch zwei Kolbász-Rezepte abgeschrieben, eine mit Honig, eine mit Dill, die mich sehr angelacht haben.

Herr Papa hat die Würste am nächsten Tag im Garten noch geräuchert und nach dem Kosten brach große Begeisterung aus! Die schmecken tatsächlich so wie von meinem Onkel! Würzig, paprikaig, wunderbar! Den Rest der Wurstmasse, die nicht in den Darm wollte, haben wir als Klopse so gebraten und auch das schmeckte saugeil, auch auf Brot mit Apfel und Käse überbacken. Sie waren einfach sooo gut, dass die 5 kg Wurst zu Weihnachten schon alle waren und Herr Papa und ich nach Weihnachten glatt noch eine Portion gemacht haben *g*

Also, wenn ihr Euch vorstellen könnt Wurst selbst zu machen oder es tatsächlich schon gemacht habt, probiert das Rezept ruhig mal aus, es lohnt sich wirklich sehr!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Ungarn

Hausgemachte ungarische Kolbász (Paprikawurst)

Zutaten für ca. 5 kg Wurst:

Für die Gewürzmischung:
110-120 g Salz
100 g Paprikapulver edelsüß
10 g Paprikapulver rosenscharf
25 g gemahlener schwarzer Pfeffer
25 g Knoblauch
gemahlener Kümmel (nach Geschmack)

3 kg Schweineschulterbraten, fertig gewogen
500 g weißer Speck (ungeräuchert)
1,5 kg Schweinebauch (ungeräuchert), fertig gewogen

Schweinedarm Kaliber 30/32

(1) Zuerst die Gewürzmischung vorbereiten. Dafür Salz, Paprikapulver und Pfeffer in einer farbechten Schale abwiegen. Den Knoblauch putzen, wiegen und durch eine Presse dazu geben. Kümmel gebt ihr nach Belieben hinzu oder lasst ihn weg. So viel lauwarmes Wasser zufügen, dass eine geschmeidige Gewürzpaste entsteht.

(2) Dann das Fleisch putzen und klein schneiden. Dafür vom Schulterbraten die Silberhäute außen und innen weg und das Fleisch in längliche Streifen schneiden. Etwaige Knochen und Knorpel vom Bauchfleisch entfernen und ebenso wie den weißen Speck in Streifen schneiden. Abgewogen sollte alles 5 kg ergeben.
(3) Das Fleisch durch die mittelgroße Lochscheibe (6mm) des Fleischwolfes in eine wirklich große Schüssel wolfen. Dabei abwechselnd fette und magere Fleischstücke nehmen, damit es schon so grob durchmischt wird.
(4) Die Därme vorbereiten. Wenn sie in Salz eingelegt waren wie unsere, sie für etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser einlegen. Dabei das Wasser 1-2 mal wechseln. Den Wurstfüller vorbereiten und an einer sicheren Oberfläche befestigen. Eine große Schüssel oder Blech bereit stellen.
(5) An einem kühlen Ort (z.B. geschützter Balkon, kalter Wintergarten) eine relativ große saubere Oberfläche bereit machen oder einen sauberen Besenstiel aufhängen, um die Würste dort trocknen zu lassen, falls sie geräuchert werden sollen.
(5) Die Gewürzpaste zum Fleisch geben und alles gründlich von Hand durchkneten. Das dauert ein bisschen, nicht ungeduldig werden.

(6) Soviel Fleischmasse in den Wurstfüller geben, dass er gut gefüllt ist. Dafür eine handvoll der Masse mit Schmackes in Füller schmeißen, damit möglichst wenig Luft mit in die Därme kommt. Den gespülten Darm auf den passenden Trichter ziehen. Und dann durch angemessen langsames Kurbeln die Wurstmasse in den Darm drücken. Dieser muss von einer zweiten Person festgehalten und geführt werden, damit nicht zu wenig hinein kommt oder zu viel und die Würste dadurch platzen. Das erfordert ein klein bisschen Übung, aber den Dreh kriegt man ziemlich schnell raus. Aus der einen langen Kolbász Würste in gewünschter Länge abdrehen. Wie das geht, zeigt dieses Video sehr gut. Die Enden müssen auch nicht mit Schnur abgebunden werden, sie halten wirklich auch einfach durch 2-3faches drehen. So mit der gesamten Wurstmasse verfahren.

(7) Jetzt könnt ihr die Wurst schon essen, in dem ihr sie bei mittlerer Hitze von allen Seiten durchbratet oder auch in leicht siedendem Wasser kocht. Was zu viel ist, kann gut portionsweise eingefroren werden.
(8) Wer die Möglichkeit und die Lust zum Räuchern hat, lässt sie Würste über Nacht an dem vorbereiteten kühlen Ort liegend (dann 1x wenden) oder besser hängend trocknen.

(9) Dann am nächsten Tag über nicht zu heißem Buchenrauch ca. 3-4 Stunden räuchern. Bei Herrn Papa war der Rauch nur so warm, dass er noch sehr gut die Räucherkammer von außen anfassen konnte. Die Würste sind dann praktisch fertig und können an einem kühlen Ort (Kühlschrank, Balkon im Winter) gelagert werden, damit sie noch weiter trocknen und fester werden.

Genießen!

Rezept von meinem Onkel, der es so von meinem Opa, seinem Schwiegervater, gelernt hat.

Bei der kulinarischen Weltreise nach Ungarn haben auch noch viele andere mitgemacht und es ist eine vielfältige Auswahl zusammen gekommen:

Küchenlatein: Petersilienwurzel-Cremesuppe
Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-ArtL
SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Küchenmomente: Ungarische Lángos
Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Coffee2Stay: Scharfes Paprikahuhn nach ungarischem Vorbild
Fränkische Tapas: Ungarische Fischsuppe mit Aischgründer Karpfen
magentratzerl: Paprikás krumpli
Pane-Bistecca: Töltött Káposzta – Ungarische Kohlrouladen
Brittas Kochbuch: Székelygulyás aka Szegediner Gulasch
Brittas Kochbuch: Lángos aus der Heißluftfritteuse
magentratzerl: Ungarische Paprikapilze
slowcooker.de: Ungarische Mohnbuchteln mit Vanillesauce
Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken
Mein wunderbares Chaos: Lángos ganz einfach selber machen
Brittas Kochbuch: Lescó/Letscho
Brotwein: Szegediner Gulasch – Ungarisches Sauerkraut Gulasch
Brotwein: Ungarische Gulaschsuppe Rezept
Mein wunderbares Chaos: Somlauer Nockerl im Glas
Paprika meets Kardamom: Unbekannte ungarische Köstlichkeiten: Dödölle – Schupfnudeln mal anders
volkermampft: Ungarisches Schweinegulasch mit Paprika – Sertes Pörkölt
our food creations: Töltött Paprika – Gefüllte Paprika
our food creations: Túrós Csusza – Quarknudeln
Kaffeebohne: Diós és mákos beigli – Beigel
Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch
Chili und Ciabatta: Ungarische Kastanientorte – Gesztenyetorta
Chili und Ciabatta: Rinder-Pörkölt nach Károly Gundel mit Tarhonya und Gurkensalat
Chili und Ciabatta: Gefüllte Zwiebeln nach Makóer Art
Chili und Ciabatta: Korhelyleves

Ungarische Alltagsküche aus dem Vorratsschrank – Pásztortarhonya

Es gibt doch in jeder Nation so Gerichte, die man notfalls aus dem zusammen basteln kann, was so im Vorratsschrank ist. Diese Hirtengraupen scheinen eine ungarische Variante dessen zu sein. Aber das, was ich hier mit “Graupen“ übersetze, ist nicht das, was wir in Deutschland unter Graupen verstehen, sondern kleine Nüdelchens. Klassischerweise wird dafür ein sehr fester Nudelteig hergestellt, der dann über eine grobe Reibe gezogen, eben zu Tarhonya (gesprochen: Tarhonja) verarbeitet wird. Die Handarbeit macht sich in Ungarn heutzutage aber kaum noch jemand, sondern kauft sie im nächsten Supermarkt (Wer die hier in Deutschland mal kosten will, sucht sie bei Amazon und nimmt die der Firma „Gyermelyi“.). Ich mag sie mittlerweile sehr gerne und bringe sie von jedem Ungarnurlaub mit,obwohl sie in meiner Familie keine große Tradition haben. Wenn ich so überlege, habe ich sie noch nie von meinen Tanten gekocht gegessen…
Dieses Rezept sah ich in einem ungarischen Kochbuch (wo sonst 😉), dass, behaupte ich mal, eher für jüngere Leute geschrieben wurde, die vielleicht Sehnsucht nach Omas klassischer Küche haben.
Es ist ein recht einfaches Rezept, dass mit wenig Zutaten auskommt, die aber wunderbar miteinander harmonieren und ein schön herzhaftes Gericht ergeben. Und zwar so lecker, dass ich es schon mehrfach wiederholt habe. Auch die Eltern fanden es sehr köstlich :-)

Pásztortarhonya – Ungarische Hirtengraupen

Zutaten für 4 Portionen:
250 g Tarhonya
70 g geräucherter Speck
3 EL neutrales Öl
1 mittlere Zwiebel
1 gehäufter EL Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
2 gehäufte TL Paprikapulver
800 ml heiße Brühe (oder Wasser), evtl. etwas mehr
Salz, Pfeffer
400 g Kartoffeln
100 g Kolbász

(1) Zuerst die Zutaten vorbereiten. Den Speck würfeln. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Die Kolbász in dünne Scheiben schneiden.
(2) 2 EL Öl in einem größeren Topf erhitzen. Die Tarhonya darin bei hoher Hitze braun braten. Herausnehmen.
(3) Die Hitze kleiner stellen und in dem Topf das restliche Öl mit dem Speck zusammen geben. Beginnen, den Speck bei mittel-kleiner Hitze auszulassen und dabei anzubraten. DIe Zwiebelwürfel zufügen und glasig dünsten lassen. Das Tomatenmark zufügen und unter Rühren mit anbraten. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Knoblauchzehen durch eine Presse gedrückt, und das Paprikapulver zufügen. Gut verrühren und sofort danach mit der heißen Brühe oder Wasser auffüllen. Mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen. Die angebratenen Tarhonya wieder in den Topf geben mit abgedeckt bei mittlerer Hitze 8 Minuten kochen lassen.
(4) Nach der Zeit die Kartoffeln und Wurstscheiben zugeben. Gut verrühren. Deckel auflegen und ab dem Zeitpunkt des Kochens ca. 25 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Dabei öfters umrühren, weil das Essen gerne am Topfboden ansetzt.

Nochmal kosten, ob Salz fehlt und mit einem sauer eingelegten Gemüse oder Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Fördös, Z. (2016): 83 kedvenc magysr receptem. Lunchbox Kiadó. p48

Winterwohlfühlessen – Ungarische Kässpätzle (Rakott nokedli)

 

Habt ihr den Winter schon aufgegeben? Ich trau dem frühlingshaften Frieden da draußen noch nicht ganz. Immerhin hat es letztes Jahr zu Ostern (1. April) in Rostock nochmal 30 cm Neuschnee gegeben. Und was tut bei usseligem Wetter gut? Richtig: Comfort Food!

Und für die Kategorie lief mir ein schönes Rezept über den Weg. Es ist sozusagen die ungarische Variante der süddeutschen Kässpätzle. Dafür werden schnell, ja richtig gelesen schnell, Spätzle oder eben Nokedli selber gemacht. Ja, auch ich denke immer, dass das unglaublich kompliziert und langwierig ist, aber nee, das geht fix. Es dauert wirklich nicht länger als Kartoffeln zu schälen und dann Salzkartoffeln zu kochen. Jedenfalls werden die fertigen Nokedlis dann mit Schmand (dem heimlichen Held der ungarischen Küche!) und Käse vermischt und in einer Auflaufform gegeben. Aber der Clou ist die Füllung, die zwischen die beiden Spätzleschichten kommt. Dafür wird Bacon mit ungarischer Kolbász (eine sehr würzige Paprikawurst ähnlich Chorizo), Zwiebel und Pilzen angebraten. Spezialgewürz sind hierbei ein paar frische Salbeiblättchen, die sich wunderbar darin machen, aber nicht unangenehm halswehteeartig rausschmecken. Dann wird der gesamte Auflauf noch in den Ofen gegeben, wodurch die Aromen sich wunderbar verbinden. Ich kann das nur jedem Empfehlen mal nachzubasteln! Die ungarische Kolbász der Firma Pick hat Kaufland bei uns oft im Bestand und auch andere Supermärkte haben sie manchmal im Angebot. Kauft sie ruhig mal, sie schmeckt doch anders als spanische Chorizo oder deutsche Wurstwaren.

 

Ungarische Käsespätzle – Rakott nokedli

Zutaten für 3-4 Portionen:

Für die Spätzle/Nokedli
200 g Mehl
1 Ei
gute Prise Salz
150-175 ml Wasser
Schluck Öl

Für die Füllung:
50 g Bacon
100 g ungarische Paprikawurst (Kolbász) oder Chorizo
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 Blättchen frischer Salbei
150 g Champignons
Pfeffer

1 Ei
250 g Schmand
250 g geriebener Käse (hier Cheddar)

(1) Den Bacon in Würfel schneiden. Die Kolbász in Scheiben. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten, die Zwiebel halbieren und in dünne Halbringe schneiden, die Knoblauchzehe fein würfeln. Den Salbei waschen, trocknen und fein hacken. Die Champignons putzen und in dickere Scheiben schneiden.
(2) Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Spätzlehobel bereit legen. Für die Nokedli das Mehl in eine Schüssel geben, das Ei mit dem Mehl verrühren und salzen. Schluckweise das Wasser zugeben und verrühren bis der Teig gerade so zusammen kommt. Den Spätzlehobel nass machen und den Teig portionsweise in das mittlerweile kochende Wasser hobeln. Wenn die Nokedli oben schwimmen, mit einem Sieblöffel aus dem Wasser holen und eine Schüssel geben. Mit etwas Öl beträufeln, damit sie nicht zusammen kleben.
(3) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Öl einfetten.
(4) Eine Pfanne auf mittelhoher Hitze (Stufe 2 von 3) erhitzen. Den Bacon etwas anbraten, dann die Wurstscheiben dazu geben bis beides brutzelt und das Fett austritt.Die Zwiebel zugeben und anbraten bis sie glasig ist, dann den Knoblauch und den Salbei. Wenn der Knoblauch duftet, die Pilze zufügen und alles auf höherer Hitze braten bis die Pilze ein bisschen zusammen gefallen sind. Salzen und pfeffern. Zur Seite stellen.
(5) Den Schmand mit dem Ei und 200 g des Käses verrühren. Das dann unter die Nokedli rühren.
(6) Eine Hälfte der Spätzlemasse in die Auflaufform geben, darauf die Wurst-Pilz-Mischung, mit der zweiten Hälfte der Nokedli-Käse-Mischung abdecken. Mit dem restlichen Käse bestreuen.
(7) In den vorgeheizten Ofen geben und 25-30 Minuten backen lassen.

Dazu passt wunderbar säuerlich eingelegtes Gemüse oder Weißkohlsalat oder Feldsalat.

Genießen!

Quelle: Ízes élet – Rakott nokedli

Herzhafte Pizzamuffins – Pizzás muffinok

Nehmt Ihr auch immer dasselbe mit zur Arbeit für’s zweite Frühstück? Klappstulle mit einer Käsescheibe dazwischen oder mit Leberwurst oder anderem Aufstrich drauf? Ich gebe es zu, bei mir ist sehr ähnlich, aber das muss doch auch anders gehen. Letztens hatte ich noch ein paar kleine Reste vom samstäglichen Pizzabacken übrig und da kam mir die Vorstellung von herzhaften Muffins, die eben mit Kochschinken, ungarischer Paprikawurst und Paprika gebacken werden. Bei den Küchengöttern wurde auf der Suche nach einem Rezept fündig. Und so konnte ich schnell an einem Sonntagmorgen den Teig zusammen rühren und backen.

Es wunderbar würzige, saftige Muffins bei rumgekommen, die sich zum Abendbrot als Snack eignen oder wirklich perfekt für’s Büro oder Schule sind.

Herzhafte Pizzamuffins

Zutaten für 12 Stück:

50 g Kochschinken
50 g würzige Salami (z.B. Chorizo oder ungarische Kolbász)
1 kleine rote oder gelbe Paprikaschote
100 g Käse (hier 50:50 mittelalter Gouda und Parmesan)

Trockene Mischung:
200 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer

Flüssige Mischung:
200 g Magerquark
5 EL Milch
80 ml Olivenöl
2 Eier

6-8 Kirschtomaten

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden oder dünn einölen.
(2) Zuerst die Zutaten vorbereiten. Kochschinken und Salami in kleine Würfel schneiden, ebenso die Paprikaschote. Den Käse grob und fein reiben.
(3) Für die trockene Mischung alle Zutaten gut miteinander verrühren und die anderen vorbereiteten Zutaten unterrühren bis sie alle vom Mehl ummantelt sind.
(4) Die flüssigen Zutaten gründlich verrühren und dann die trockene Mischung dazu geben und verrühren bis ein fester Teig entstanden ist.
(5) Gleichmäßig im vorbereiteten Muffinblech verteilen und für 25-30 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen.
(6) Die Kirschtomaten halbieren und die Hälften mit der Schnittfläche nach oben nach 10 Minuten in die schon angebackenen Muffins drücken. Zu Ende backen.
(7) Herausholen, 10 Minuten im Blech abkühlen lassen und aus der Form holen. Auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: nach KüchengötterPizza-Muffins

Man kann sie auch einfrieren, aber dafür entweder die Tomätchen von den fertigen Muffins herunter nehmen oder besser gleich ohne backen.

*********************** Magyar ***********************

Ti mit szoktatok a munkahelyre vinni uzsonnára? Csak kenyeret sajttal vagy szalámival? Vagy mi a szokásos ennivaló amit magyar diák visznek? Na, multkor még voltak kis maradékok a szombati pizzasütésből és gondoltam miért nem pikáns muffinok csinálni amiből is vihettek az én sulimban reggelire. Tök jók lettek! Nagyon egyszerű csinálni és paradicsom nékül befagyni is lehet hogy nem tudjátok egyszerre mindent enni. Próbáljatok ki! Nekem nagyon ízlett!

Pikáns pizza muffinok

Hozzávalók 12 darabra:

50 g gépsonka
50 g kolbász
1 kisebb piros vagy sárga kaliforniai paprika
100 g sajt

Száraz keverék:
200 g liszt
2 tk sütőpor
2 tk szárított oregánó
só, bors

folyadékos keverék:
200 g krém túró
5 ek tej
80 ml olíva olaj
2 tojás

6-8 koktélparadicsomok

(1) A sütőt 180°C előmelegítünk. A muffinforma kiolajozunk vagy papírformákkal kirakunk.
(2) Előszór a hozzávalók előkészítünk.  Gépsonka, kolbász és paprika kis kockára vágunk. A sajtot durvára reszelünk.
(3) A száraz keverékhez hozzávalók jó összekeverünk és a többi száraz hozzávalók alá teszünk.
(4) A folyadékok alaposan elkeverünk. A száraz keverék hozza adunk és keverünk eddigre egy keményebb tészta lesz belőle.
(5) Egyenletes a muffinformában teszünk a tésztát. 25-30 percig a sütőben a közepes rákon sütünk.
(6) A koktélparadicsomok felezünk és 10 perc miután a sütőben mentek a muffinok be nyomunk a muffinban. Végre sütünk az egészet.
(7) Kihozunk és 10 percet a muffínformákban hagyunk kihűlni. Kiteszünk a muffinok és tejesen hagyunk kihűlni.

Jó étvágyatok!

Immer wieder gerne – Rakott krumpli

Aus Gründen habe ich momentan wieder ziemliches Heimweh und wünschte irgendwie ich könnte gerade in Ungarn bei der Familie sein. Da ich aber erst im August Ferien habe, bleiben mir nur ungarische Gerichte, die ich für mich koche. Eines meiner liebsten sind Rakott krumpli, ein geschichteter Auflauf aus gekochten Kartoffelscheiben, gekochten Eiern, ungarischer Kolbász (eine Salamivariante, die der spanischen Chorizo nicht unähnlich ist) und saurer Sahne. Also alles billige, einfach Zutaten, die relativ zügig zu einem wohlschmeckenden und sättigenden Mittagessen verarbeitet werden können. Ich liebe dieses Gericht einfach, schon als Kind! Und dementsprechend regelmäßig kommt es auch aus meinem Ofen, wenn ich die richtige Wurst da habe *g*

Rakott krumpli – Ungarischer Kartoffelauflauf

Zutaten für 2 Portionen:
8 mittl. Kartoffeln
4 Eier
200 gr Paprikawurst (z.B. Ung. Kolbasz, Chorizo o.ä.)
250 gr Saure Sahne
Salz, Pfeffer, Paprikapulver edelsüß
1  Handvoll  Geraspelten Käse (nach Belieben)
Öl zum Einfetten der Form

(1) Kartoffeln in der Schale kochen, wenn sie gar sind, abgießen, pellen und in Scheiben schneiden. Das kann auch gerne schon am Vortag passieren. Die Eier hart kochen, pellen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Wurst in dünne Scheiben schneiden.
(2) Ofen auf 200 Grad vorheizen.
(3) Eine kleinere Auflaufform einfetten. Die Hälfte der Kartoffeln darin verteilen, dann die Wurst- und Ei-Scheiben darauf geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Hälfte der sauren Sahne in Klecksen darüber verteilen. Dasselbe mit der anderen Hälfte der Zutaten machen. Den geraspelten Käse darüber.
(4) In den Ofen stellen und ca. 20-25 Minuten backen bis der Käse verlaufen ist.

Sofort heiß servieren und

genießen!

Dazu: Frischer Salat, Gurkensalat, Weißkohlsalat, eingelegte Gurken

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