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Schnelles Abendessen – Koreanische Zucchinipfannkuchen

So langsam muss ich mich wirklich nach Rezepten umgucken, um die Zucchini zu verbrauchen, die meine Pflanze so produziert. Hätte ich auch nie erwartet *g* Die koreanisch frittierten Zucchinischeiben sind ja schon der Hammer, aber kann ich auch nicht 2x die Woche machen ;) Ein Link zum Blog der britischen Foodzeitschrift „Olive“ hatte ein Rezept für koreanische Zucchinipfannkuchen in sich. Na hey, wenn wir schon andauernd Zucchini auf koreanisch machen, kann ich auch mal eine andere Variante ausprobieren. Das Rezept las sich einfach, hatte wenige Zutaten und auch alles noch in der Küche vorhanden. Perfekt für ein Sommerabendessen! Der Teig ist schnell zusammen gerührt, der Dip noch fixer. Der Teig und damit die Pfannkuchen sind relativ neutral, deswegen ist der Dip wirklich wichtig und macht die Pfannkuchen erst richtig gut. Bei mir sind in einer kleinen Pfanne fünf Zucchinipfannkuchen bei rausgekommen, die gut für 2 Mahlzeiten reichten. Auch bei Raumtemperatur schmeckten sie am nächsten Morgen zum Frühstück noch vorzüglich! Die wird es öfter mal geben. Während ich so die Zucchini raspelte, verirrte sich der letzte Rest davon in meinen Munnd und Oh! Mein! Gott! So gut und saftig können richtig frische Zucchini schmecken? Was für ein Unterschied zum Supermarkt-Material! Also Zucchini sind für’s nächste Jahr definitiv wieder gesetzt! Es macht zuviel Spaß ihnen beim Blühen und Wachsen zu zugucken und dann das großartige Ergebnis zu essen!

Koreanische Zucchinipfannkuchen mit Sojasauce-Reisessig-Dip

Zutaten für 2 Portionen:
125 g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei
100-125 ml Wasser
250 g Zucchini, geraspelt
2 Frühlingszwiebeln, feine Ringe
1 TL Öl
Pfeffer

Öl zum Ausbraten

Dip:
2 EL Sojasauce
2 EL Reisweinessig
½ Knoblauchzehe
1 TL Sesamöl
1 Prise Chiliflocken

(1) Zuerst den Pfannkuchenteig zubereiten. Dafür das Mehl mit Salz, dem Ei und Wasser zu einem dickflüssigen Teig verrühren. 10 Minuten ruhen lassen, damit das Mehl ausquellen kann.
(2) Die Knoblauchzehe häuten und ganz fein würfeln oder durch die Presse drücken. Ich benutzte wieder konfierten Knoblauch. Alle Zutaten für den Dip gut miteinander verrühren und zur Seite stellen.
(3) Die Zucchini grob raspeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Zusammen mit dem Öl und gut Pfeffer zum Teig geben und unterrühren.
(3) Eine Pfanne bei mittelhoher Hitze warm werden lassen, ein bisschen Öl hineingeben. So viel vom dickflüssigen Teig hineingeben, dass der Boden gut bedeckt ist. Von beiden Seite goldbraun backen. So oft wiederholen bis der Teig aufgebraucht ist.

Die fertigen Zucchinipfannkuchen vierteln oder sechsteln und zusammen mit dem Dip servieren.

Genießen!

Quelle: Homepage der „Olive“ – Korean courgette pancakes with dipping sauce

Koreanisches Sonntagsessen – Glasnudelsalat mit frittierter Zucchini und glasiertem Tofu

Ich begab mich die Tage wieder auf die Suche nach Essensinspiration. Ich hatte genug von dem europäischen Kram, den ich die letzten Wochen so aß. Also zückte ich fix, die am meisten geliebten Bücher und wühlte mich durch die japanische und koreanische Küche. Tofu war auch noch im Kühlschrank, der gerne weg wollte. Und Glasnudeln aus Reismehl warteten bestimmt schon 3 Jahre darauf, endlich mal aus ihrer Box im Vorratsschrank befreit zu werden. Also spielen wir heute auch bei Frau Magentratzerls Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ mit. Und da gibt es noch etliche Schätze, die geborgen werden wollen!

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

Schnell war ein schön einfaches Rezept für Glasnudelsalat im „Korea-Kochbuch“ gefunden, der nur so vor Gemüse strotzte. Großartig! So mag ich Salate. Frau Kochschlampe brachte mich auf die Idee, einen mit Ahornsirup glasierten Tofu zu machen. Dass von ihr vorgeschlagene Rezept verbummelte ich, dafür fand ich eine andere Version, die sich wunderbar einfach las. Wichtig dabei ist wirklich, dass aus dem festen Tofu nochmal für mindestens 1 Stunde die überschüssige Flüssigkeit ausgedrückt wird, denn dadurch kann der Tofu die Marinade besonders gut aufsaugen und die Aromen richtig aufnehmen, auch ohne vorher stundenlang zu marinieren.

Und dann war meine erste Zucchini reif. Vom Balkon. Aus meiner kleinen, liebevoll gehegten und gepflegten Zucchinipflanze. Sie war wirklich reif! Ist sie nicht hübsch?!?

Oh, und was mache ich jetzt damit? Irgendwas damit ich den puren Geschmack genießen kann. Nichts, was die Frische überdeckt. Bei nata sah ich letztens koreanisch frittierte Zucchini, was denkbar einfach ist. Die Scheiben salzen, in Mehl und Ei wenden und dann gleich ausbacken. Perfekt! Laut missboulette ist das kurze koreanische Panierstraße, ich kenne es auch aus Ungarn und da wird es als Panieren auf Pariser Art genannt. Ich glaube einfach, dass Panieren sich in vielen Kulturen unabhängig voneinander entwickelt haben, wieso sollte auf etwas so gutes auch nur ein Volk kommen ;-)

Und die Kombination der drei Komponenten war wirklich gut! Der Glasnudelsalat ist schön gemüsig und nicht scharf (koreanisches Essen ist ja gerne mal sehr pikant bis scharf), der leicht süße Tofu passt wunderbar dazu. Und diese Zucchinischeiben! Der Hammer! Die werden im Ei-Mantel wunderbar cremig und süß! Perfekt! Das werde ich definitiv öfter machen, auch einfach so als Abendbrot-Snack! Probiert das ruhig mal aus! Am Besten alle drei Sachen ….

Koreanischer Glasnudelsalat

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Stange Porree/Lauch
1 große Möhre
1 rote Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie
1 EL Sesamsaat
neutrales Öl
100 g Glasnudeln

Für das Dressing:
1 Knoblauchzehe (hier confiert)
2,5 cm frischer Ingwer
1 EL dickflüssiger dunkle Sojasauce
1 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
Pfeffer

(1) Erst das Gemüse vorbereiten. Vom Porree das Wurzelende und die unschönen dunkelgrünen Blätter abschneiden. Die Stange in ca. 7 cm lange Stücke schneiden. Diese dann halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Möhren schälen. Ebenfalls erst in ca. 7 cm große Stücke schneiden. Diese dann in längliche dünne Scheiben und diese Scheiben in feine Streifen schneiden. Die Paprikaschote vom Kerngehäuse befreien und dann in dünne Streifen schneiden. Die Staudenselleriestangen entfädeln und in dünne Scheiben schneiden.
(2) Die Glasnudeln in kleinere Stücke brechen und laut Packungsanweisung garen. Bei hieß das, mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abgießen. In eine Schüssel geben.
(3) Eine Pfanne erhitzen und den Sesam goldbraun rösten. Immer dabei stehen bleiben, er brennt schnell an. In eine Schüssel geben.
(4) In derselben Pfanne einen Schluck Öl erhitzen und das Gemüse nacheinander unter Rühren bissfest garen. Mit den hellen Sorten beginnen, damit die dunkleren nicht so abfärben. Zu den Nudeln in die Schüssel geben.
(5) Für das Dressing den Knoblauch häuten und fein reiben. Den Ingwer ebenfalls schälen (geht am Besten mit einem Teelöffel) und fein reiben. In einem Schüsselchen zusammen mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Pfeffer würzen. Das Dressing mit den restlichen Salatzutaten gut vermischen.

Noch lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: ganz leicht verändert nach Kou, M., Jung S., Kim Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch – Bilder Geschichten Rezepte. Jacoby & Stuart. Berlin. p30

Tofu mit Ahornsirup glasiert

Zutaten für 2-3 Portionen:
300 g fester Tofu
1 El Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen (hier confiert)
100 ml Gemüsebrühe
1 EL Balsamicoessig
2 EL Ahornsirup
Salz

(1) Den Tofu in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwei Lagen Küchenkrepp auf einen Teller geben, die Tofuwürfel darauf verteilen, nochmals zwei Lagen Küchenkrepp drauf und meinem Teller beschweren (vielleicht noch eine Dose Tomaten drauf) und 1 Stunden stehen lassen.
(2) Den Knoblauch häuten und pressen (oder ganz fein hacken). Mit der Gemüsebrühe, Balsamico, Ahornsirup und Salz vermischen.
(3) In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Tofuwürfel bei mittelhoher Hitze anbraten. Dann die vorbereitete Flüssigkeit drüber gießen und so lange köcheln lassen bis der Tofu die Flüssigkeit aufgesogen hat. Dabei ab und an umrühren, damit der Tofu nicht anbrennt.

Als Beilage zu anderen asiatischen Gerichten wie gebratenem Reis oder Nudeln oder Glasnudelsalat servieren.

Genießen!

Quelle: Sweet Happy LifeMaple-Glazed Tofu

Hobak Jeon – Koreanisch frittierte Zucchini

Zutaten für 2 Portionen als Beilage:
1 Zucchini
Salz
Mehl
1 Eineutrales Öl

Zucchini in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, von beiden Seiten leicht salzen. Soviel Öl in einer großen Pfanne erhitzen, dass der Boden bedeckt ist (die Zucchinischeiben müssen nicht in Öl schwimmen). Etwas Mehl in eine Gefriertüte geben, das Ei mit einer Prise Salz in einem tiefen Teller verschlagen. Die Zucchinischeiben portionsweise in der Mehltüte schütteln. Das überschüssige Mehl von den Zucchini abschütteln, die Zucchinischeiben im Ei wenden bis es komplett überzogen ist. Dann sofort in die heiße Pfanne setzen und auf beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Noch lauwarm servieren und

genießen!

Quelle: missbouletteHobak Jeon

Gimbap – Koreanisches „Sushi“

So, wozu kann man Tofu Bulgogi noch benutzen? Die letzte Portion wurde tatsächlich extra dafür angesetzt, dass ich am nächsten Abend Gimbap, also das koreanische Sushi mir machen wollte. Mich gelüstete schon seit längerem mal wieder nach Sushi, hatte keine Reisröllchen mehr, seit mir die beste S. von allen es letztes Jahr im September mit ins Krankenhaus brachte. Und da ich hier auch keinen guten Sushiladen kenne bzw. das was ich austesten wollen würde, zu weit weg ist von mir, musste ich halt selbst ran. Ist jetzt auch kein Beinbruch, wenn man nicht auf perfekt geformtes Sushi oder Gimbap besteht. Auf die Fischkomponenten verzichte ich eh gerne (in Mitteldeutschland richtig frischen Fisch zu kriegen, ist fast unmöglich *seufz*) und mache es eben vegetarisch. Auch da gibt es ja genug Optionen und bei den Koreanern noch viel mehr als bei original Sushi. Während der Japaner eher auf Klarheit der Aromen besteht, kombiniert der Koreaner offensichtlich hemmungslos und gerne auch viel würziger. Es können also auch gerne Käse, Schinken, Surimi-Sticks, anderer geräucherter Fisch, Kimchi, andere eingelegte Gemüsesorten wie Klettenwurzeln oder Rettich. Der Phantasie sind so gar keine Grenzen gesetzt! Etwas anders ist auch der Reis gewürzt, nicht süß-säuerlich mit Reisessig und Zucker wie in Japan, sondern eher nussig mit gerösteten Sesamsamen und Sesamöl. Auch wirklich lecker! Der Rest ist wie immer, Reis auf Algen verteilen, füllen, rollen und aufschneiden. Dann einfach genießen! Und es schmeckt wirklich gut und ist so im Nachhinein gesehen, auch nicht wirklich zeitaufwendig. Das Gemüse lässt sich fix schnippeln, das Ei auch schnell braten und andere Füllungen gut vorbereiten oder fertig kaufen. Ich befürchte das wird es in Zukunft häufiger bei mir geben! :-)

Gimbap – Koreanisches Sushi

Zutaten für 3 Rollen, also 2 Personen:

Grundrezept Reis
200 g japanischer Rundkornreis
350 ml Wasser
1/2 TL Salz
1 EL Sesamsamen
1 TL Sesamöl

Für die Füllung:

1 Ei
1 Prise Salz
Sesamöl

1/2 Salatgurke (20-25 cm lang)
1 TL Salz

1 Möhre
1 Prise Salz
Sesamöl

1/4 Portion Tofu Bulgogi

3 Nori-Blätter

(1) Als erstes des Reis kochen. Dafür den Reis in einer Schüssel mit ordentlich Wasser bedecken. Dann den Reis mit den Händen darin rumwirbeln. Wenn das Wasser milchig ist, es abgießen und neues hinzufügen. Die Prozedur so lange wiederholen bis das Wasser klar ist. Das letzte Wasser abschütten und den Reis mit 350 ml Wasser in einem größeren Topf geben. Aufkochen lassen, einmal umrühren, bei niedriger Hitze in 15 Minuten fertig garen.
Oder den Reis gleich in einem Reiskocher kochen.
(2) Während der Reis kocht, die Füllung vorbereiten. Als erstes in einer trockenen kleinen Pfanne die Sesamsamen bei mittelhoher Hitze anrösten bis sie duften und etwas gebräunt sind. Sofort herausnehmen, nicht, dass sie noch nachrösten und verbrennen.
Das Ei mit einer Prise Salz verquirlen. Eine kleine Pfanne erhitzen und etwas Sesamöl hinein geben. Die gesamte Eimasse in die Pfanne geben und ein flaches Omelett braten. Dafür einmal vorsichtig umdrehen, damit beide Seiten etwas Farbe kriegen. Herausnehmen, aufrollen und in lange Streifen schneiden.
Die Möhre schälen, in lange Stifte schneiden. In der noch heißen Pfanne wieder ein kleines bißchen Sesamöl erhitzen und die Möhrenstifte darin anbraten bis sie etwas Farbe haben, aber noch knackig sind. Herausnehmen.
Die Gurke gut waschen und vierteln. Die Kerne heraus schneiden, und die Viertel nochmals halbieren.
Die Tofu Bulgogi-Stücke in schmale Streifen schneiden, etwa so breit die Gurkenstücke.
(3) Den fertigen Reis, etwas abkühlen lassen, vielleicht so 10 Minuten. Dann mit den gerösteten Sesamsamen, dem Salz und dem Sesamöl gut vermischen. Dabei aber vorsichtig rühren, damit der Reis nicht matschig wird.
(4) Eine Sushi-Rollmatte mit Frischhaltefolie umwickeln (dadurch verfangen sich nicht so viele kleine Reiskörner in der Matte, die man nicht mehr rauskriegt.) Ein Schüsselchen mit kaltem Wasser zum Benetzen der Finger bereit stellen. Die Nori-Blätter nacheinander über der heißen Herdplatte haltend (oder in einer großen Pfanne) kurz rösten. Ein Nori-Blatt mit der rauhen Seite nach oben auf die Matte legen. Dann 1/3 der Reismasse auf den unteren 2/3 des Nori-Blattes mit den Fingern verteilen. Dafür die Finger immer mal wieder anfeuchten, weil der Reis sonst gar füchterlich klebt! Dann je 1/3 der Gurkenstreifen, angebratenen Möhren, Tofu Bulgogi-Streifen und Omelettstreifen verteilen. Dann von unten das Nori-Blatt aufrollen. Dabei mit den Fingern versuchen die Füllung an Ort und Stelle zu halten. Wenn das Gimbap aufgerollt ist, mit den Händen nochmals Druck auf die Rolle ausüben, damit das Gimbap auch zusammen hält.
(5) Mit einem wirklich scharfen Messer, dessen Klinge nach jedem Schnitt mit Wasser befeuchtet wird, die Rollen in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Genießen!

Quelle: inspiriert und leicht verändert nach Kou, M., Jung, S., Kim, Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch. Jacoby  Stuart. Seite 84

Tofu Bulgogi

Momentan interessiere ich mich sehr für die fernöstliche Küche, genauer gesagt, die koreanische, japanische und vietnamesische. Irgendwie gelüstet es mich eher danach und nicht unbedingt nach europäischer. Seltsam, oder? Ich könnte öfter Tofu essen und habe ein seltsames Verlangen nach Reis. So wird auch die entsprechende Literatur studiert (haha, die Akademikerin kommt durch *g*). Nun habe ich japanische Speisen abseits von Sushi schon im hochgeschätzten Sasaya (*seufz* *hachhachhach* Mag einer meiner Berliner Leute mal für mich dort essen gehen?) essen dürfen, aber habe noch nichts authentisch koreanisches oder vietnamesisches gekostet. Ich habe auch keine Ahnung, wie bestimmte Sachen angerichtet werden oder bestimmte Zutatenkombinationen schmecken, das kann ich mir in der europäischen Küche besser vorstellen. Aber trotzdem wird fleißig ausprobiert.

Eins davon war das Tofu Bulgogi, dass Frau Kochschlampe letztens bastelte. Bulgogi ist bei den Koreanern würzig marinierte dünne Rindfleischstreifen, die dann von allen gemeinsam am Tisch gegrillt werden. Nun ist Frau Kochschlampe ja nicht die größte Fleischesserin von Welt und bastelte es mit Tofu nach, was mir auch sehr entgegen kam, weil ich auch meine Liebe zu Tofu entdeckte und eh weniger Fleisch essen möchte. Also alle Zutaten besorgt und schnell die Marinade zusammen gerührt. Das ist nicht besonders schwierig und das fein geriebene Obst gibt noch eine wirklich angenehm fruchtige Note hinzu. Und wenn der Tofu erstmal mariniert ist, ist die restliche Zubereitung auch ganz einfach: Tofuscheibchen ohne Zwiebeln anbraten, Marinade samt Zwiebeln drüber, einreduzieren lassen und genießen. Am besten mit einer Schüssel Reis und entweder eingelegtem Gemüse oder andersweitig zubereitetes Gemüse dazu. Stilecht wäre Kimchi, der typisch koreanische eingelegte, würzig-pikante Chinakohl, aber da hab ich mich immer noch nicht rangetraut, ich Scharfmimose ich *g* So hatte ich letztens Möhren-Kinpira gemacht, auch sehr lecker. Aber hier erstmal das Rezept für den Tofu Bulgogi und als nächstes zeige ich der geneigten Leserschaft, wofür man es noch benutzen kann …

Tofu Bulgogi

Zutaten für 4 Portionen:
400 g Tofu, der festeste, der gefunden werden kann (sonst halt selber pressen)

4 Frühlingszwiebeln, in Ringen
3 Knoblauchzenen, in feinen Scheiben
1/2 Zwiebel, in Halbringen
1 TL frisch geriebener Ingwer (gehäuft)

160 ml dunkle Sojasauce
4 EL Sesamöl, aus geröstetem Sesam
6 EL brauner Zucker
1 TL Pfeffer, schwarz
1/2 TL koreanische Chilipaste
4 EL Mirin
2 EL Reisessig
1/2 Apfel/Birne, gerieben mit Haut
(oder 2 TL Marmelade z.B. Pflaumenmus)

Mehr Öl zum Braten (hier gerne Perilla-Öl)

(1) Tofu in dünne Scheiben schneiden, wahrscheinlich am besten, wenn der vorher einmal längs halbiert wird. Tofuscheibchen in eine Schüssel oder in eine Auflaufform legen und mit Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln bedecken.
(2) Aus den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen, dabei sehr gut mixen. Über den Tofu gießen – er sollte schon bedeckt sein und  marinieren lassen. Es hat auch schon nach 1 Stunde Marinieren geschmeckt, aber 8 Stunden und mehr schaden auch nicht.
(4) Tofu aus der Marinade fischen, die Zwiebeln abstreifen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Tofuscheiben darin braten – keine doppelten Schichten, eventuell in 2 Runden braten. Tofu mit der Marinade und den Zwiebeln begießen, gerade so viel, dass die Scheiben bedeckt sind. Solange weiterbraten, bis die Marinade deutlich reduziert ist und der Tofu karamellig-braun.

Mit einer Schüssel Reis und andersweitiger Gemüsebeilage servieren und

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenTofu Bulgogi

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