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Hamburger marokkanische Art nach Jamie Oliver

Kochsendungen *seufz* Bin ich immer noch süchtig nach … Nicht die Sendungen, wo Leute um irgendeinen Preis (sei es Geld, Auftritt in ner Sendung etc.), sondern Sendungen, wo Profis ihre Gerichte und Tipps verraten. Und ja, ich gebe es zu, ich gucke mir gerne die Jamie Oliver-Sendungen an. Letztens kam ein Sommer-Special von ihm, in dem viel über Kochen und Brutzeln in der freien Natur: mit Kindern, Picknicks, über offenem Feuer, Grillen. Zwerg und ich – ja, wir setzen unsere Tradition fort und telefonieren während der Sendungen – saßen sabbernd vorm TV … Ein Rezept ist uns im Gedächtnis geblieben, weil der Jamie das in so einer unpraktischen Position – auf dem Bauch liegend auf einer Picknickdecke mit kleinem Grill neben sich – vorführte. Nur vom Gedanken daran in dieser Position Gewürze im Mörser zu zerkleinern, lässt meinen Rücken höllisch weh tun.

Jedenfalls wollte Zwerg dann unbedingt diese Burger im marokkanischen Stil ausprobieren und was bietet sich an als an ihrem freien Tag mit mir zusammen diese zu Brutzeln. Lammfleisch war leider nicht wirklich aufzutreiben, aber gutes Rinderhack ist auch lecker. Das Besondere an den Burgern ist, dass das Fleisch sehr pur und nur von außen mit einem Rub, so ’ne Art trockener Marinade, eingerieben wird. Dann ein wenig Öl drüber träufeln und ab auf den Grill (oder in die Grillpfanne). In den Burger kommt dann auch kein Ketchup oder Mayo, sondern mit Harissa pikant abgeschmeckter Joghurt. Eine wirklich gute Kombi und der Burger an sich ist auch ernstlich köstlich! Das war so gut, dass Zwerg sich am nächsten Tag gleich wieder welche machte und auch beim nächsten Grillen wieder welche angesetzt wurden … Also, geneigte Leserschaft, eine dringende Nachgrillempfehlung!

Hamburger marokkanische Art

Zutaten für 6 Portionen:
600 g gehacktes Rind oder Lamm (gute Qualität)
Olivenöl
6 Burger-Brötchen
6 EL Naturjoghurt
1 EL Harissa-Paste
1/2 Zitrone, Saft
1 handvoll Minzblätter
2 Frühlingszwiebeln
6 Salatblätter nach Wahl

Für die trockene Marinade:
1 TL Meersalz
1 TL Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Ras-el-hanout oder Garam masala
1-2 TL Paprikapulver (am Besten geräuchert)

(1) Erstmal alle Zutaten vorbereiten: Die Burger-Brötchen halbieren. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Salatblätter waschen und gut trocken tupfen. Die Minzblätter grob hacken. Den Joghurt mit der Harissa-Paste, dem Zitronensaft und einem Schluck Olivenöl verrühren.
(2) Dann die Zutaten für die trockene Marinade in einen Mörser geben und fein mörsern.
(3) Den Grill oder eine Grillpfanne vorheizen. Das Hackfleisch in 6 Portionen teilen und zu Burgern formen. Die trockene Marinade von außen auf den Burgern verteilen. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und von jeder Seite etwa 6-7 Minuten grillen, je nachdem wie durch man sie mag.
(4) Währenddessen die halbierten Burgerbrötchen im Toaster oder kurz im Ofen aufbacken.

Wenn die Burger fertig sind, die Burgerbrötchen mit dem Harissa-Joghurt bestreichen, Salatblatt, Burger, Frühlingszwiebelringe und Minzblätter drauf und

genießen!

Dazu passen Kartoffelspalten aus’m Ofen, Pommes, Tomatensalat oder andere Salate oder ein nur so den Burger essen …

Quelle: nach Jamie Olivers „Moroccan-style lamb burgers“

Nicht immer nur Salzkartoffeln … – Würzige Kartoffelspalten

Vom Grillen war noch einiges an Fleisch übrig, bei uns wird am Wochenende immer mehr als nötig zubereitet, damit alle noch was leckeres für den Start in die Woche haben (und keiner nach einem anstrengenden Montag noch in der Küche stehen muss *g*). Nur von den Salaten war nicht mehr allzu viel übrig, also schnell improvisiert. So Ofen-Kartoffelspalten passen ja eigentlich fast immer, aber welche Würzung? Nur Rosmarin? Hmm, ist kein frischer hier in der Wohnung zu finden und getrocknet mag ich das irgendwie nicht so, also Frau Mamas Gewürzregal durchsucht. Und da fanden sich Kreuzkümmel, Koriander, Zimt. Ich fand das passte gut, also schnell mit Sesamsamen, Salz, Pfeffer und Olivenöl verrührt und mit den vorgekochten Kartoffeln vermischt. Im Ofen backen und wunderbar würzige Kartoffelspalten sind raus gekommen, die auch solo einfach zu einem Salat passen würden! Perfekt!

Würzige Kartoffelspalten

Zutaten für 4 Personen:
1 kg Kartoffeln mit dünner Schale
2 + 1 TL Salz
1 TL gemahlener Pfeffer
1 TL Paprika edelsüß
1/4 TL gemahlener Zimt
1 TL geschroteter Koriander
1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1 EL Sesamsamen
4 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Backpapier auf ein Blech legen.
(2) Die Kartoffeln waschen und je nach Größe halbieren, vierteln und sechsteln, also Spalten schneiden. In einen Topf geben, 2 TL Salz zugeben, Wasser drauf, aufkochen und etwa 5 Minuten vorkochen lassen.
(3) Währenddessen die restlichen Zutaten mit dem Olivenöl gut verrühren.
(4) Die vorgekochten Kartoffeln abgießen und für einige Augenblicke auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen, damit möglichst viel Wasser verdampft. Dann die Kartoffeln auf das Blech schütten und gut mit dem Gewürzöl vermischen.
(5) Für ca. 40 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben bis die Kartoffeln gar und etwas knusprig sind.

Genießen!

Geburtstagssause die III. – Kleinigkeiten zum Wegschnabulieren

Das Phänomen ist doch allgemein bekannt: Eigentlich sind alle schon satt, aber so Kleinigkeiten passen immer noch :-) Also wurden ein paar Kleinigkeiten gezaubert, die wirklich köstlich waren, schnell zuzubereiten sind und sich wirklich gut mit den Fingern essen lassen.

Als erstes möchte ich Euch diese kleinen Blätterteigschnecken gefüllt mit Spinat und Feta vorstellen. Die Idee ist von Christina und wurde in meiner Küche umgesetzt von meiner lieben Schulfreundin S. Und die Dinger sind echt der Hammer, selbst die doppelte Menge in kleinen Schneckchen gebastelt, waren morgens 5 Uhr weg :-) Wirklich wichtig ist, dass man den Blätterteig mit einem wirklich scharfen Messer schneidet, sonst quetscht man ihn nur und er geht nicht mehr so schön auf im Ofen. Ein idealer Snack!

Spinat-Feta-Blätterteigschnecken

Zutaten für ca. 40 Mini-Schnecken:
2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
400 g TK-Blattspinat
400 g Feta
4 Eier
Salz, Pfeffer
2-3 EL Milch

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(2) Zuerst die Füllung machen. Dafür den Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken. Den Feta hinzukrümeln, gut salzen und pfeffern. Zwei Eier hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Die beiden restlichen Eier trennen und die Eigelb mit der Milch verschlagen.
(3) Eine Rolle Blätterteig entrollen und von der langen Seite her (also längs) einmal halbieren. Von den beiden schmalen Blätterteigstücke die unteren zwei Drittel mit der Spinat-Feta-Mischung belegen. Vorsichtig aufrollen und die Naht gut fest drücken. Die Rollen mit der Eigelb-Milch-Mischung bepinseln und mit einem wirklich, richtig scharfen Messer in 1,5 cm breite Stücke schneiden. Diese vorsichtig mit der Schnittseite nach unten (also die Spinat-Feta-Füllung guckt nach oben) mit 2-3 cm Abstand auf die Backbleche verteilen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen.  Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Genießen!

Quelle: New Kitch on the BlogSpinat-Feta-Schnecken

Als zweiten neuen Snack kam noch spontan ein persischen Kräuter-Omelett dazu, dass ich beim 8. Hamburg kocht-Treffen bei Heidi kennenlernte und mich spontan darin verliebte. Gott, ist das gut! Diese vielen Kräuter, traumhaft! Es ist ein bißchen Arbeit die ganzen Kräuter zu zupfen und dann zu hacken, aber es lohnt sich wirklich! Zum Glück konnten Schuldfreundin S. und ich uns die Arbeit teilen, so dass jede das machen konnte, was ihr noch am meisten Spaß macht dabei. Ich zupfte geduldig die Kräuterblättchen von den Stengeln und S. zerhackte sie mit viel Liebe fein (kann die Arbeit immer noch nicht leiden!). Kann mir auch gut vorstellen dieses Omelett für mich selbst mal abends zu machen mit entsprechend weniger Kräutern und gröber gehackt. Die Mischung der Kräuter ist auch super: viel Petersilie, ein bißchen Koriander, etwas zwiebeliger Schnittlauch und Minze für den frischen Geschmack. Eigentlich sollten noch Kurkuma, Walnüsse und Berberitzen rein, hab ich aber drauf verzichtet, war auch so sehr sehr lecker! Wer Kräuter mag und das Prinzip einer italienischen Firttata oder spanischen Tortilla mag, wird die Dinger lieben.

Kuku sabzi – Persisches Kräuter-Omelett

Zutaten für 1 große Pfanne oder 6 Personen als Vorspeise:
2 türkische Bund Petersilie oder 4 deutsche Bunde
1 Bund Dill
1/2 Bund Koriander
1/2 türkisches Bund Minze oder 1 ganzes deutsches
1 Bund Schnittlauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: konfiert)
5 Eier
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
Salz, Pfeffer
ordentlich Öl

(1) Zuerst die Kräuter vorbereiten. Dazu von allen Kräuter die Blätter abzupfen, Stengel sind hier nicht willkommen, und in eine Salatschleuder geben. Waschen und gut schleudern. Die Kräuter portionsweise mittelfein hacken und in eine Schüssel geben.
(2) Die Zwiebel und Knoblauch pellen, fein würfeln und in etwas Öl in der Pfanne andünsten bis sie weich sind. Zu den Kräutern geben. Das Mehl und Backpulver zu den Kräutern in die Schüssel geben, gut salzen und pfeffern. Die Eier darüber schlagen und alles gut verrühren zu einer geschmeidigen Masse.
(3) Einen ordentlichen Schluck Öl (sollte gut den Boden der Pfanne bedecken) in der Pfanne heiß werden lassen. Dann die Kräuter-Ei-Masse hinein geben und glatt streichen. Bei mittlerer bis kleinerer hitze langsam stocken lassen. Das dauert ein Weilchen. Nur Geduld! Wenn auch die Oberfläche fest geworden ist, einen großen Teller oder Tablett auf das Omelett legen, umdrehen und dann die noch ungebackene Seite vorsichtig wieder in die Pfanne gleiten lassen. Noch einige Minuten weiterbraten bis es fest ist.
(4) Wieder auf einen Teller stürzen und in 6-8 Tortenstücke schneiden.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Heidis Rezeptheftchen zum Persischen Kochen

Und weil ich meine Pappenheimer hier aus Kassel kenne und sie erstaunlicherweise die Auberginenröllchen wirklich richtig gerne mögen, habe ich für sie noch die dreifache Menge nach dem altbewährten Rezept gebastelt, dieses Mal aber wirklich mit Thymian, was doch ’nen Tick besser schmeckt als mit Oregano. Hach, die waren aber auch wirklich gut!

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