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Last Minute Lebkuchen vom Blech

Whoop whoop! Ich habe es ja fast selbst nicht mehr geglaubt, aber ich habe tatsächlich noch weihnachtlich gebacken in diesem Jahr! Und sogar Lebkuchen, die richtig echt weihnachtlich duften und schmecken und dekoriert wurden! Meine Güte!

Natürlich sind es nicht die traditionellen Lebkuchen, deren Teig man schon im September ansetzt, damit er in Ruhe bis zur Adventszeit reifen kann. Im Gegenteil es sind ratzfatz gemachte Last Minute-Lebkuchen, die wirklich innerhalb von 45 Minuten komplett fertig gebacken sind. Ihr braucht nicht mal eine Küchenmaschine bemühen – eine große Schüssel, Holzlöffel und kleiner Topf reichen vollkommen aus an Utensilien. Auch die Zutaten sind nicht sonderlich schwer zu besorgen und kriegt man ab November in jedem Supermarkt, wenn sie nicht ausverkauft sind. Bei der Zubereitung lasst Euch nicht von der Konsistenz des Teiges verunsichern, er kann zwischen cremig und fast ausrollbar schwanken. Er lässt sich wirklich einfach auf einem Backblech verteilen, je nach Konsistenz entweder mit den eigenen Händen oder einem Spatel. Ihr werdet Euch schon für das richtige Werkzeug entscheiden :-)

Leider war mein Blech eine Winzigkeit zu lange im Ofen, so dass der Lebkuchen einen µ trocken ist, aber er schmeckt köstlich! Würzig, leicht schokoladig, einfach echt nach Lebkuchen :-) Und wer mag, kann sich (oder die Kinder) an der Dekoration austoben. Ich verteilte nur schwungvoll sowohl dunkle als auch Vollmilchkuvertüre und streute auf die feuchten Schokolade blau-weiße Zuckerperlen und Schneeflöckchen. Hach!

Ein wirklich guter Last Minute-Kuchen, wenn ihr bisher nicht zum großen Weihnachtsbacken gekommen seid :-)

Lebkuchen vom Blech

Zutaten für 1 großes Kuchenblech:
250 g Butter
250 g Honig
4 Eier
150 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
125 g Zucker
2 EL Kakaopulver
1 Packung Lebkuchengewürz (15-30 g)
oder
3 TL Zimt
je 1 TL gemahlener Anis, Kardamom, Nelke, Ingwer
1/2 TL geriebene Muskatnuss
750 g Mehl
1 Packung Hirschhornsalz (25 g)
2 EL Wasser

Butter zum Einfetten des Blechs

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dünn mit Butter einfetten.
(2) In einem kleinen Topf die Butter und den Honig erhitzen. Die Mischung muss nur flüssig werden, nicht kochen.
(3) Alle trockenen Zutaten bis auf das Hirschhornsalz in eine große Schüssel geben und miteinander verrühren. Dann eine Mulde in die Mitte machen und das Butter-Honig-Gemisch sowie die Eier hinein geben. Schon grob verrühren. Das Hirschhornsalz mit dem Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren. Zu den restlichen Zutaten in die große Schüssel geben und gut verrühren bis alles Mehl untergearbeitet ist. Das kann ein bisschen anstrengend sein.
(4) Den Teig auf dem gefetteten Blech geben und gleichmäßig mit den Händen bis in die Ecken des Blechs verteilen. Auf mittlerer Stufe in den Herd geben und 15-20 Minuten backen. Die Stäbchenprobe (Schaschlikspieß in die dickste Stelle des Lebkuchens stecken und wenn er sauber wieder heraus kommt, ist er gar) machen.
(5) Aus dem Ofen nehmen und nach Lust und Laune mit Schokolade und Dekoflitterkrams verzieren.

In Vierecke geschnitten halten sich die Lebkuchen in einer Blechdose einige Wochen.

Genießen!

Quelle: verändert und angepasst nach SugarprincessLebkuchen kinderleicht gemacht

Drei Nüsse für Elise – Elisenlebkuchen

Manchmal hat so ein Hamsterkaufdasein auch was gutes. Beim (zugegebenermaßen ungeplanten) Großeinkauf für die Weihnachtsbäckerei im November wanderten auch Zitronat und Orangeat und Backoblaten mit in den Einkaufskorb. So komplett ohne konkreten Plan, aber man weiß ja nie … Und Sonntag kam der Moment. Bei Susanne vom Magentratzerl-Blog las ich morgens noch im Bett von ihren Elisenlebkuchen. Hach ja, Elisenlebkuchen! Gekauft mag ich die echt gerne, hatte mir aber nie Gedanken drum gemacht, woraus sie bestehen und wie man sie überhaupt backt. Interessiert habe ich mir das Rezept schnell durchgelesen. Ach?!? So kompliziert ist das ja gar nicht und die Zutaten haste ja auch alle da. Ha!

Aber denkste, Puppe! Wer ahnt auch, dass in den normalen Supermarkt-Orangeat-Packungen nur 100 g sind. Na gut, dann nicht das Originalrezept, sondern etwas abgewandelt. Susanne verzichtet allergiebedingt auf Haselnüsse, ich hatte letztens ein Blech geröstet und dementsprechend 150 g geröstete, gemahlene Haselnüsse und 200 g gemahlene Mandeln genommen. Und weil mir 75 g Masse an Orangeat und Zitronat fehlten, hab ich einfach noch ein paar Walnüsse grob gehackt dazu geschmissen. Ich kann übrigens nur jedem empfehlen, die Nüsse selbst in der Küchenmaschine zu mahlen, durch das frische Mahlen sind die Nüsse viel aromatischer. Wirklich! Und diese Lebkuchen sind echt schnell gemacht, der Teig ist innerhalb von 15 Minuten zusammen gerührt, selbst wenn die Nüsse noch gemahlen werden müssen und auch die Oblaten sind relativ schnell bestrichen. Einzig habe ich den Schokoladenüberzug weggelassen, weil ich das bei den gekauften schon nicht so mag und sie mir mit zu mächtig sind.

Und die sind soo lecker! Und per Definition des Deutsches Lebensmittelbuchs sogar echte Elisenlebkuchen, weil sie aus mindestens 25% Nüssen bestehen und weniger als 10% Mehl, nämlich hier gar keins im Teig, haben. Hach! Ich liebe diese kleinen Lebkuchen! Die werden ins alljährliche Weihnachtsrepertoire aufgenommen!

Elisenlebkuchen

Zutaten für 25 Lebkuchen:
4 Eier
140 g Puderzucker
1 Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
150 g geröstete Haselnüsse, gemahlen
50 g Walnüsse, grob gemahlen
100 g Orangeat
100 g Zitronat
2 TL Lebkuchengewürz
1 Bio-Zitrone, Schale abgerieben
1 Bio-Orange, Schale abgerieben
25 Backoblaten ( Durchmesser 7 cm)

Nach Belieben
200 g Schokoladenglasur oder Puderzucker-Zitronen-Glasur

(1) Die Eier mit dem Puderzucker und der Prise Salz cremig-schaumig schlagen. Das dauert ein bißchen, Geduld haben. Das Orangeat und Zitronat mit Hilfe der Küchenmaschine schreddern.
(2) Die gemahlenen Nüsse, Orangeat, Zitronat, Lebkuchengewürze, Zitrusschalen unter die Ei-Zuckermasse rühren. 30 Minuten stehen lassen, damit der Teig fester wird. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(3) Die Backoblaten in die Hand nehmen und ca. 1,5 TL Lebkuchenmasse darauf verteilen.
(4) Das erste Blech in den kalten Ofen stellen, auf 160°C Ober- und Unterhitze stellen und 30 Minuten backen lassen. Das zweite Blech nur noch 20 Minuten im heißen Ofen backen lassen.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur oder Zitronen-Puderzucker-Glasur überziehen oder sie einfach pur

genießen!

Quelle: nach MagentratzerlElisenlebkuchen

Gewürz-Lebkuchen

Plätzchen die Erste

Plätzchen die Erste: oben - Herr Fuchs, Frau Elster, Schneeman unten - Sandmann, Herz, Kamel, Pinguin-Küken

Die Vorweihnachtsvorfreude setzt sich fort! Am Montag bin ich mit mit Freund R., Freundin G. und S. in die Plätzchenproduktion eingestiegen, nachdem R. und ich es uns schon seit zwei Jahren vorgenommen hatten, es aber immer am Diplomprüfungs- und Diplomarbeitsstress meinerseits gescheitert ist. Aber jetzt  endlich, Anfag November. Uns war nach gewürzigen Plätzchen und weil ich die aktuelle „meine Familie & ich“ da hab mit einigen Plätzchenrezepten, wurden gleich daraus die Lebkuchen mit Zitronenguss gemacht und da wir vier Leute waren und ja jeder nicht nur fünf Plätzchen mitnehmen möchte, wurde die doppelte Teigmenge fabriziert.

Plätzchen die Zweite

Plätzchen die Zweite: oben - Schmetterling, Hase mitte - Blumen, Mond unten - Lamm, Küken

Als ich die Honig-Gewürzmischung zum Mehl kippte, war ich doch ziemlich skeptisch, weil es nach zuviel Flüssigkeit aussah, aber nach einigen Minuten Bearbeitung mit der Küchenmaschine und Kneten per Hand wurde ein zwar sehr weicher, aber doch gut verarbeitbarer Teig daraus, der auch nirgends festklebte. Großartig! So mag ich Plätzchenteige! Er musste auch nur eine halbe Stunde kalt stehen, die zur Pizza- und Salatverspeisung genutzt wurde. Auch das Plätzchenausstechen war sehr einfach, der Teig ließ sich wunderbar ausrollen und ausstechen. Nur immer schön das Nudelholz einmehlen, sonst hat man unschöne Risse im Teig. Zum Ausstechen wurden meine gesamten Ausstecher genutzt, egal ob nun weihnachtlich oder nicht, aber irgendwie hab meinen Elch und ähnliches vermisst, die wohl noch in Rostock rumfliegen müssen.

Es sind wirklich leckere Plätzchen, die zwar erst etwas Feuchtigkeit ziehen müssen, da sie nach dem Backen steinhart sind. Aber dann werden sie noch mit Zitronenguss bepinselt und werden noch leckerer. Man kann sie auch noch schick verzieren (oder durch Kinder verzieren lassen), wozu ich jedoch nie die Geduld habe, hatte ich nicht mal als Kind. Die ganzen Bastel- und Verziergene sind an Zwerg gegangen. Bei mir reichts zu einer Schicht Guß, nicht mehr. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man besonders schick verzierte Kekse an den Weihnachtsbaum hängen könnte. Zur Nachahmung empfohlen!Im Rezept geb ich mal nur die einfache Menge an, reicht aus wenn man sie allein macht :)

Lebkuchen mit Zitronenguss

Plätzchenproduktion

Plätzchenproduktion

100 g Butter
250 g Honig
100 g Zucker
2 EL gemahlener Zimt
je 1 TL gemahlener Kardamom, Nelken, Ingwer
1 Ei
500 Mehl + Mehl zum Arbeiten
1 TL Backpulver

Für den Guss:
100 g Puderzucker
1-2 EL Zitronensaft
etwas abgeriebene Zitronenschale

(1) Die Butter mit dem Honig und dem Zucker bei mittlerer Hitze erwärmen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen (hier bis es lauwarm war). Die Gewürze und das Ei unterrühren.
(2) Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Die Honig-Gewürz-Mischung unterkneten. Erst mit dem Handrührer, danach per Hand bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
(3) Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
(4) Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem bemehlten Nudelholz ca. 3 mm dick ausrollen. Lustige Formen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtem Blech ca. 10-12 Minuten backen lassen.
(5) Abkühlen lassen. Den Puderzucker und Zitronenschale mit dem -saft zu einer dickflüssigen Masse vermischen (kann man auch noch einfärben, wenn man lustig ist). Auf die Plätzchen streichen, verzieren wenn gewünscht, fertig :)

Lassen sich 4-6 Wochen lagern, am Besten wohl in einer Keksdose mit einem Apfestück drin, damit sie nicht zu hart werden.

Quelle: meine familie & ich – Heft 12/2008

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: ++

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