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Wärme von innen – Kürbis-Möhren-Linsen-Curry

Immer noch schlechtes Wetter, dass einem nach 5 Minuten in die Knochen kriecht, immer noch ein halber Kürbis im Kühlschrank. Zum Glück gibt es Frau Kochschlampe und Frau Kochschlampe hat in ihrem unendlichen Repertoire immer eine gute Idee für eine hungrige Anikó :-) Es ist natürlich ohne ehemals lebendes Tier, aber das kommt mir ganz gelegen. Ich versuche momentan eh meinen Fleischverbrauch auf ein Gericht in der Woche zu beschränken und auch bei den Brotmahlzeiten, sprich Frühstück und Abendbrot, mehr Alternativen zur Wurst zu entwickeln als Käseaufschnitt ;-)

Das Curry tut wirklich richtig gut bei kaltem Wetter, sei es jetzt Herbst oder Winter. Ich hatte noch Malabar- Currypulver vom Gewürzdealer des Vertrauens da, dass für mich den genau richtige Schärfe hatte. Für mich als bekennende Scharf-Mimose perfekt pikant, der Coladieb oder auch Frau Kochschlampe hätten wahrscheinlich gar nichts verspürt. Aber man kann wahrscheinlich jegliches Currypulver oder -paste der Wahl nehmen. Der Kürbis und die Möhren sorgen für einen angenehm süßen Kontrast zum Curry und die Linsen verleihen eine schöne Cremigkeit. Und wenn man dann noch ein bisschen den Kreuz- und Schwarzkümmel schmeckt, ist alles perfekt! Den Joghurt habe ich nicht unter das Curry gerührt, sondern auf dem Teller mit angerichtet, damit er nicht so krisselig wird, falls das Curry doch noch zu heiß wäre. Ein wirklich schönes Curry! Probiert es ruhig aus, falls noch ein Kürbis in den Untiefen Eures Kellers lauert!

Kürbis-Linsen-Curry

Zutaten für 3-4 Portionen:
neutrales Öl
1/2 Zwiebel, gewürfelt
1/2 Hokkaido-Kürbis, entkernt und in mundgerechten Würfeln
3 Möhren, geschält und mundgerechte Würfel (etwa in der Größe der Kürbiswürfel)
großzügiger Schluck Noilly Prat oder Weißwein
300 ml Gemüsebrühe
75 g rote Linsen
1-2 EL Curry (Malabarcurry passt ganz gut)
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitronensaft
1/2  EL Schwarzkümmel
1 Prise Cumin
1-2 EL Crème Fraîche oder Joghurt
Petersilie zur Deko (optional)

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig andünsten. Kürbis und Möhren dazugeben, 3-4 Minuten anbraten. Das Currypulver darüber streuen und so lange oder eher kurz anrösten bis es duftet. Mit dem Noilly Prat ablöschen und etwas einkochen lassen. Brühe hinzu fügen und die Linsen einstreuen. Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten köcheln lassen bzw. bis die Linsen und das Gemüse gar sind. Ab und zu umrühren und prüfen, ob eventuell noch Brühe fehlt und zugegeben werden muss. Mit den restlichen Zutaten abschmecken. Den Joghurt/Crème fraiche auf dem Teller über dem Curry verteilen.

Entweder alleine als Eintopf, mit Reis oder Fladenbrot als Beilage

genießen!

Quelle: Kürbis-Linse-Curry von Frau Kochschlampe

Honiglinsen mit knusprig-cremigem Feta

Frau Mama mag keine komischen, kleinen Reste! Also kochen darf man ruhig zuviel von einem Gericht, damit noch am nächsten Tag was für’s Büro und Herrn Papa abends übrig ist, aber so seltsame kleine unverarbeitete Zutatenreste kann sie auf den Tod nicht leiden. Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie keine Lust hat, für solche Reste sich auf langwierige Rezeptsuche zu begeben. Im Gegensatz zu mir *gnihihihi* Ich mag das ja, verschiedene Bücher oder das Internet zu durchforsten, von einem Rezept zum nächsten Hüpfen, überlegen, wie diese oder jene Kombination an Zutaten schmecken würde …

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Rezept für das Kilo rote Linsen, dass Frau Mama kaufte. I brauche ich nur 200 g für einen Linsenaufstrich, aber die restlichen 800 g müssen ja auch noch weg, sonst werden die hier im Haushalt wieder asbachuralt … Aber dann lachte mich das Rezept für die Honiglinsen bei den Küchengöttern an. Mit kleinen braunen Linsen, von denen noch ein passender Rest im Vorratsschrank schlummerte *g* Und es war vegetarisch, mit etwas gebratenem Feta dazu, der wunderschön knusprig und cremig gleichzeitig wird. Die Linsen sind auch wirklich einfach zu machen und schmecken wunderbar fruchtig süß-säuerlich. Das wird es öfter bei mir geben!

Honiglinsen mit knusprig-cremigem Feta

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
200 g Möhren
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1-2 TL scharfe Paprikapaste
2 EL Olivenöl
200 g braune Linsen (hier: Pardina-Linsen)
1/4 l Gemüsebrühe
1- 2 EL Apfelessig oder Balsamico bianco
2 TL Honig
Salz, schwarzer Pfeffer
200 g Schafskäse (Feta)
1 EL Weizenmehl
2 TL Butter

(1) Die Möhren schälen, putzen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und durch den Wurzelstrunk in Spalten schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
(2) In einem Topf 1 El Olivenöl erhitzen, die Möhren und Zwiebelspalten unter Rühren andünsten. Dann den Knoblauch und die Paprikapaste dazu geben und so lange weiter dünsten bis der Knoblauch duftet.
(3) Die Linsen in einem Sieb abspülen und in den Topf geben. Die Brühe aufgießen und zugedeckt bei schwacher Hitze 35-45 Minuten weich garen, aber bitte nicht zerfallen lassen. Je nach Linsensorte kann es auch kürzer oder länger dauern.
(4) Die Linsen mit dem Essig, dem Honig, Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Den Käse halbieren. Das Mehl in einen Teller geben und den Käse darin wenden.Das restliche Olivenöl und die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Käsescheiben darin bei starker Hitze von jeder Seite etwa 1 Minute braten.

Die Linsen auf den Tellern verteilen, mit einer Käsescheibe belegen, servieren und

genießen!

Quelle: Küchengötter – Honiglinsen

Und noch ein Klassiker – Linsensuppe

Ich hangel mich hier von Klassiker zu Klassiker, aber irgendwie ist mir zur Zeit danach. Und erst Recht jetzt wo das usselige Herbstwetter da ist, verträgt doch jeder ’ne herzhafte Suppe gut (nein, das Wort „Eintopf“ gibt es in meinem aktiven Wortschatz nicht *g*). Früher mochte ich Linsen ja so ü-ber-haupt nicht! So gar nicht gar nicht! Furchtbares Zeug! Dann gewöhnte ich mich langsam an rote Linsen, an Puy-Linsen in Salatform, an braune Linsen in ungarischen Neujahrsessen und jetzt sind wir endlich bei der klassischen Linsensuppe angelangt. Frau Mama machte bisher nur die Dosen auf, weil es ihr zu aufwendig erschien eine Suppe zu kochen. Gut, die ist nicht innerhalb von 15 Minuten fertig, aber die Vorbereitung dauert nicht ewig und dann köchelt sie still und leise ’ne Stunde vor sich hin und man muss sich nicht großartig drum kümmern. Nach der Zeit ist eine wundervolle Suppe fertig mit genau der richtigen Konsistenz, garen, aber nicht zerkochten Linsen, schön herzhaft! Ich behaupte mal perfekt!

Klassische Linsensuppe

Zutaten für 4 Personen:
100 g Räucherspeck
1 EL Sonnenblumenöl
2 Zwiebeln
2 Möhren
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Lauch/Porree
250 g braune Linsen (hier: Pardina-Linsen)
250 g festkochende Kartoffeln
1 l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Rotweinessig

optional: 4 Wiener Würstchen

(1) Den Räucherspeck klein würfeln. Die Zwiebel schälen, fein würfeln. Die Möhren und Knollensellerie schälen und würfeln. Die Kartoffeln ebenfalls. Den Porree von den Enden befreien und in feine Ringe schneiden und unter fließendem Wasser den versteckten Restsand ausspülen.
(2) Das Öl in einem großen (muss nicht der größte im Haushalt sein) Topf erhitzen und die Räucherspeckwürfel anbraten. Die Zwiebeln hinzufügen und mitbraten bis sie glasig sind. Den Porree, Möhren und Sellerie dazu geben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Die Linsen, Kartoffelwürfel und Gemüsebrühe zufügen. Gut durchrühren. Deckel drauf!
(3) Nach dem Aufkochen auf mittlere-kleine Flamme stellen und etwa 1 Stunde köcheln lassen. Zwischendurch mal durchrühren und gucken wann die Linsen gar sind. Geht bei manchen Sorten schneller als bei anderen.
(4) Zum Schluss noch die Würstchen warm werden lassen in der Suppe, wenn man mag. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf dem Teller schmeckt am Besten jeder selbst mit Essig ab und dann

genießen!

Quelle: Dusy, T. (201): Winterküche. Gräfe und Unzer. S. 57

Geburtstagssause die V. – Hülsenfrüchte in Salatform

Weiter geht’s mit den Rezepten der Geburtstagssause. Natürlich gehören auch Salate auf ein ordentliches Geburtstagsbuffet! Und weil ja immer noch Winter war und einfach nicht die große bunte Vielfalt des Sommers zur Verfügung stand, standen die Salate unter dem Thema „Hülsenfrüchte“. Als erstes suchte ich nach einem Linsensalat, denn seit dem ungarischen Linsengemüse zu Neujahr ist meine Liebe zu diesen wirklich tollen, vielfältigen keinen Hülsenfrüchten wieder erwacht. Fündig wurde ich bei Herrn Ottolenghis „Plenty“ und entschied mich für den Linsensalat mit Tomaten und Gorgonzola, den ich leicht abgewandelt habe. Er lässt sich wunderbar vorbereiten  und in Etappen zubereiten, so dass am Tag der Party dafür wirklich nicht mehr viel zu machen war. Aufgeteilt hatte ich ihn in kleine Gläschen, die ich billig beim Möbel-Schweden erstand. Das Photo wurde aufgenommen bevor wir den Käse drüber krümelten, sonst hätte man nichts mehr vom Salat gesehen ;-) Ein wirklich richtig echt köstlicher Salat! Kräutige Linsen mit süß-saftigen Tomaten gepaart mit der leichten Salzigkeit des Fetas, großartig! Sollte die geneigte Leserschaft dringend ausprobieren!

Puy-Linsensalat mit Tomaten und Feta

Zutaten für 4 Personen:
1 kleine rote Zwiebel, in sehr dünne Scheiben geschnitten
1 EL Rotweinessig
1 TL Salz
250 g Puy-Linsen
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
schwarzer Pfeffer
3 EL gehackte Petersilie
3 EL gehackter Schnittlauch
4 EL gehackter Dill
80 g Feta (im Original: Gorgonzola)

Für die ofengetrockneten Tomaten:
400 g Cherry-Tomaten
8 Zweige Thymian
1 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz

(1) Zuerst die Ofen-Tomaten zubereiten. Den Ofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Tomaten vierteln und mit der Hautseite nach unten auf das Backblech legen. Die Thymianzweige darauf verteilen, mit Olivenöl und Balsamico beträufeln und leicht salzen.  Für 1,5 Stunden (90 Minuten) in den Ofen geben, bis sie halb getrocknet sind. Kurz abkühlen lassen.
(2) Die Zwiebelscheiben in einer mittelgroße Schüssel geben. Salzen und mit dem Rotweinessig übergießen und marinieren lassen, damit sie etwas weicher und milder werden.
(3) Die Linsen mit Wasser, dass etwa 3 cm über ihnen steht aufsetzen und so lange kochen lassen bis sie gar sind. Gut in einem Sieb abtropfen lassen und noch warm zu den Zwiebeln geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, das Olivenöl und den Knoblauch zugeben, gut durchrühren und abkühlen lassen.
(4) Nach dem Abkühlen die gehackten Kräuter vorsichtig unterheben und nochmals abschmecken. Die Tomaten darunter geben und mit dem Feta bekrümeln.

Servieren und genießen!

Quelle: abgewandelt nach Ottolenghi, Y. (2010): Genussvoll vegetarisch. Dorling Kindersley. Seite 222

Auf einer Party darf ja auch kein sättigender Salat fehlen und da mir Kartoffelsalat eher unpassend erschien (obwohl ich schonmal einen orientalischen gebastelt hatte), entschied ich mich für eine klassische italienische Kombi, die ich bei Paule fand. Die Kombination aus Pasta mit Kartoffeln, grünen Bohnen und Basilikum-Pesto ist ein Klassiker der ligurischen Küche, den Paule in diesen Salat umwandelte. Obwohl ich sonst kein großer Fan von Kohlehydraten mit Kohlehydraten bin, fand ich die Kombi extremst lecker und wird garantiert nochmal von mir ausprobiert! Passt auch perfekt zum Grillen, wenn es denn wirklich richtig Sommer ist…

Pastasalat alla Genovese – Pastasalat mit Pesto, grünen Bohnen und Kartoffeln

Zutaten für die Pesto-Sauce:
2 EL Pinienkerne
1 handvoll frische Basilikumblätter
1 geschälte Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
2-3 EL frisch gepresster Zitronensaft
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für 4 große Portionen Salat:
250 g grüne Bohnen
6 mittelgrosse, festkochende Kartoffeln
300 g Penne
Salz

(1) Für das Pesto die Pinienkerne in einer Pfanne fettfrei rösten. Abkühlen lassen.
(2) Basilikum, Knoblauch, Olivenöl und Pinienkerne in ein hohes Gefäss geben und mit dem Zauberstab aufmixen bis eine cremige Sauce entsteht. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und noch einmal kurz mixen. Beiseite stellen.
(3) Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Salz hinzugeben und Bohnenstücke darin ca. 5-10 Minuten bissfest garen. Bohnen abgiessen und in Eiswasser abschrecken.
(4) Kartoffeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Wiederum Salzwasser zum Kochen bringen, Kartoffeln hinzugeben und nicht zu weich garen. Mit einer Schöpfkelle die Kartoffeln herausnehmen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln im gleichen Topf – eventuell Wasser zufügen – bissfest garen.
(5) Nudeln abgiessen und abschrecken. Alle Zutaten mit dem Pesto in einer großen Schüssel vermengen. Gegebenenfalls noch einmal mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz ziehen lassen und

genießen!

Quelle: Paules Ki(t)chen – Pastasalat alla Genovese

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