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Vegetarischer Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

So wirklich koche ich nur am Wochenende, also Freitag, Sonnabend und Sonntag frisch, damit ich montags, dienstags und mittwochs noch die Reste nach bzw. im Büro essen kann. Eben für die Tage vorkochen, an denen ich nach der Arbeit keine Energie mehr habe oder welche für die längeren Nachmittagsschichten aufsparen muss.

Aber manchmal bleibt auch nichts übrig vom Wochenende, weil Besuch da war und das Essen einfach so unglaublich lecker (ich stelle Euch betreffendes definitiv noch vor *g*)… An solchen Tagen hol ich mir dann was von Pizzeria unterm Büro, eine Portion Gemüse-Sushi aus dem Studenten-Rewe nebenan, das wirklich nicht schlecht ist, weil es dort frisch gemacht wird oder simpel Fertigfutter. Aber das geht ganz schön ins Geld und wird irgendwann auch langweilig…

Also kramte ich meinen kleinen Slowcooker wieder raus und suchte in den besten Slowcooker-Kochbüchern nach Rezepten, die zeitlich gut in den Arbeitstag passten, sprich, ich die Zutaten noch vor der Arbeit schnell schnippeln kann und die mittags zu meinem Feierabend fertig sind. Weil ziemlich ungemütliches Wetter angesagt war, also kalt und nass, passt so ein sämiger, amerikanischer Eintopf doch sehr gut. Der vegetarische Kartoffel-Mais-Chowder aus dem „Slowcooker für 2“ (Amazon-Link ohne Affiliate) hat auch nur wenige Zutaten, nix muss extra angebraten werden und wenn ich auf High koche, ist er auch pünktlich zum Nachhausekommen fertig.

Gesagt, getan. Die Kartoffelwürfel hab ich wirklich klein geschnitten auf ca. 0,5 cm, weil Kartoffeln im Slowcooker sehr zickig sein können und lange brauchen. Das Vorbereiten der Kartoffeln hat tatsächlich am Längsten gedauert. Den Rest der Zutaten in den Slowcooker schmeißen, anstellen und etwa 4 Stunden später ist ein wunderbar cremiger Eintopf fertig. Ich hatte noch ein bisschen frische Petersilie im Kühlschrank, die ich feingehackt unterrührte und die wunderbar passte. Ein schön einfaches Rezept, dass ich gerne öfter mache :-)

Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
300 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
125 g Mais, gefroren
40 g Mehl
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Thymian, getrocknet
1/4 TL Oregano, getrocknet
500 ml Gemüsebrühe
1 deutsches Bund Petersilie
100 g Sahne
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 3-4 Stunden HIGH oder 6-8 Stunden LOW

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Mais in Keramikeinsatz geben. Mit dem Mehl bestreuen und gründlich verrühren, so dass jedes kleine Stückchen von Mehl ummantelt ist. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls sehr fein würfeln. Gemeinsam mit dem Thymian, Oregano und der Gemüsebrühe zum Gemüse geben und wiederum sehr gut durchrühren. Besonders an den Kanten des Einsatzes.
(2) Deckel aufsetzen. Und 3-4 Stunden auf HIGH garen (oder 6-8 Stunden auf LOW) bis die Kartoffeln gar sind. Wie schnell oder langsam das passiert, hängt von der Größe der Kartoffelwürfel ab.
(3) Die Petersilie fein hacken.
(4) Zum Schluss die Sahne unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben. Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 41

In Bacon gewickelter Mais vom Grill mit Salat

Steht Ihr auch so sehr auf Mais, wie ich? Das erwähnte ich ja bestimmt schon öfter. Wenn Saison ist, wie jetzt gerade, koch ich ihn mir ganz oft zum Abendbrot. Und da bin ich ganz puristisch! Er wird einfach in kochendes Wasser mit einer Prise Zucker geworfen und dann in 10-15 Minuten zart gegart. Warum Zucker fragt Ihr Euch, wo Mais an sich doch schon relativ süß ist? Aber Salz macht die Maiskörner irgendwie hart, wohingegen sie beim Zucker zart bleiben. Aber letztens sah ich beim ungarischen Lieblingsyoutubekanal wie Kinga Mais in Bacon gewickelt gegrillt hat. Und ich saß einigermaßen sabbernd vorm Tablet.

Mais war noch im Kühlschrank, Bacon und Kräuterbutter auch. Es hielt mich nichts mehr auf! Und OH! MEIN! GOTT! ist das Zeug geil! Großartigst! Werde ich jetzt öfter so machen :-D Und empfehle es Euch auch dringend! Wenn Ihr keine Lust habt, Kräuterbutter selbst zu klöppeln, geht auch gekaufte, aber mit selbstgemachter ist schon besser :-)

So und jetzt ab mit Euch Mais und Bacon besorgen und fix in die Küche! Hopp, hopp!

Gegrillter in Bacon gewickelter Mais

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Maiskolben
Prise Zucker
2 EL Kräuterbutter
6 Scheiben Bacon

(1) Als erstes den Mais kochen. Dafür einen Topf mit Wasser und der Prise Zucker zum Kochen bringen. Den Mais in der Mitte durchbrechen und in das kochende Wasser geben. Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser wieder kocht, 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Je jünger und frischer der Mais, desto weniger Zeit benötigt er. Der Mais aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen.
(2) Entweder habt ihr einen Grill fertig gemacht oder heizt jetzt eine Grillpfanne auf mittelhoher Hitze vor.
(3) Je 3 Scheiben Bacon etwas überlappend auf einem Brettchen auslegen. Den Mais mit der Kräuterbutter einschmieren. Die Maisstücke in den Bacon wickeln.
(4) Den Bacon-Mais mit der Nahtseite nach unten in die Grillpfanne oder auf den Grill legen. Wenn die Seite auf der Hitze schön braun und knusprig ist, ein Stückchen weiter wenden. Insgesamt dauert es 15-20 Minuten.

Es passt zu einem frischen bunten Salat oder als Grillbeilage.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenBaconbe tekert grillezett kuorica

Partyperfekter Käsesalat

Das Jahr ist ja schon ein paar Tage alt, ich weiß, aber ich wünsche Euch trotzdem ein frohes und vor allem gesundes Neues! Ich bin wieder im Alltag angekommen, der Schub ist schon fast vergessen, der Arm zickt auch nur noch selten rum und funktioniert eigentlich wieder einwandfrei. Es kann also weiter gehen hier :-)

Und deswegen möchte ich Euch noch vorstellen, was wir Silvester gegessen haben. Ein Festivitäten-Klassiker bei uns in der Familie ist Käsesalat, dessen Rezept wir von Gartenfreunden der Eltern haben. Eigentlich sind die Zutaten ganz einfach: Käse, Mais, Gewürzgurke, Porree, Paprika und seltsames Fertigdressing. Das wollte ich vermeiden, also schwupps ganz einfaches Dressing selbst angerührt und es schmeckte noch besser als sonst. Allerdings hat der Salat einen Haken: es muss viel geschnippelt werden, weil alles auf Größe eines Maiskorns geschnitten werden muss. Das ist tatsächlich essentiell, weil so alle Zutaten die gleich Größe haben und sich so das perfekte Mundgefühl beim Essen einstellt. Es ist schon irgendwie unangenehm hierbei, wenn man z.B. nur drei Käsewürfel und ein Paprikastück auf der Gabel hat. Nein, man will möglichst alle Zutaten auf einmal schmecken :-)

Aber wirklich so köstlich der Salat und bisher immer ein Renner unter den Gästen! Probiert es ruhig aus, auch wenn es ein bisschen Arbeit bedeutet.

Käsesalat

Zutaten für 6 Portionen:
1 Dose Mais
500 g mittelalter Gouda
1 rote Paprikaschote
3-5 Gewürzgurken
1/2 Stange Porree
1/2 Bund Petersilie

Dressing:
3 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
Prise Zucker
5-6 EL neutrales Öl

(1) Alle Zutaten für den Salat vorbereiten. Den Mais abgießen und in eine Schüssel geben. Den Käse, Paprika und Gewürzgurken in Maiskorngroße Stückchen schneiden. Das dauert. Ich weiß. Ist aber sehr wichtig, weil sonst der Salat nicht wirklich schmeckt, es muss alles homogen sein. Die Porreestange längs dritteln und in dünne Scheiben schneiden. Alles zum Mais in die Schüssel geben. Die Petersilie fein hacken und unterrühren.
(2) Für das Dressing zuerst den Essig mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zucker gut verrühren. Dann unter Rühren das Öl zugießen und so lange Rühren bis ein etwas cremiges Dressing entstanden ist.
(3) Über den Salat gießen, gut unterrühren. Abgedeckt und kühl mindestens 1 Stunde ziehen lassen, damit sich die Aromen gut verbinden.

Genießen!

Und was gab es noch auf unserem kleinen Familienbuffet?

Natürlich Russische Eier! Wenn man schon so ein fancy Gefüllte-Eier-Geschirrteil hat, muss es auch benutzt werden:

Die Eier bereitet Frau Mama immer aus dem Handgelenk und ohne festes Rezept zu, aber hier findet ihr eine Variante dafür. Außerdem noch den heißgeliebten Heringssalat, einen Nudelsalat „Alte Schule“ und von Herrn Papa liebevoll ausgebackene, zarte Schnitzelchen. Ein schönes Silvester-Abendessen, gut vorzubereiten und lecker!

Was habt ihr so zum Jahreswechsel gemacht? Wilde Party oder ruhig zu Hause?

Würziger Hähnchensalat mit Ananas und Mais

Manchmal muss es schnell gehen, lange auf Arbeit gewesen, dringend noch einkaufen und die ganze Mischpoke komplett ausgehungert. Dann kaufen die Eltern schon mal ein Grillhähnchen vom Wagen. Letztens war es doch etwas viel, ich schaffe auch nur viertel Hähnchen, da bleibt dann immer was übrig. Aber wäre ja schade, den Rest wegzuschmeißen. Also hab ich flugs am nächsten Abend einen schnellen, würzigen Salat mit den Zutaten aus dem Kühlschrank gebastelt. Mir schwebten leicht süße Aromen vor, die aber auch noch ein würziges Gegenstück brauchten. Zum Glück fand sich Ananas und Mais im Vorratsschrank und im Kühlschrank ein frisches Stück Ingwer. Daraus lässt sich doch was basteln. Schnell mit Frau Mamas Hilfe die Zutaten vorbereitet. Die Sauce brauchte etwas Finetuning und musste tragischerweise öfter gekostet werden ;-) Noch etwas durchziehen lassen und fertig war der wirklich leckere Salat.

Ich kann nur sagen, geneigte Leserschaft traut Euch was! Überlegt welche Zutaten zu den vorhandenen passen würden, nach welcher Geschmacksrichtung Euch ist. Eher süß-mild oder würzig-indisch oder mediterran oder orientalisch? Habt Mut! Wenn man die einzelnen Grundzutaten schon mag, kann die Mischung (meist) nicht katastrophal schmecken :-) Und wenn es mal doch nicht perfekt sein sollte (Was ist schon perfekt beim ersten Mal?), dann einfach nochmal basteln und optimieren. Das macht wirklich Spaß!

Würziger Hähnchensalat

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 Grillhähnchen (Brust und Keule)
1 Frühlingszwiebel
1/4 Dose Mais
1/2 rote Paprikaschote
2 Scheiben Ananas aus der Dose

Für das Dressing:
150 g Joghurt
1 EL Ananassaft
1 TL scharfer Senf
1 TL frisch geriebener Ingwer
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß

(1) Das Hähnchen auseinanderpflücken. Knochen und Haut entfernen, das Fleisch in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden. Den Mais abtropfen lassen. Die Paprika in kleinere Würfel schneiden. Die Ananas ebenfalls in Stücke schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
(2) Das Dressing zubereiten. Dafür Den Joghurt mit dem Ananassaft, Senf und dem frisch geriebenen Ingwer vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver pikant abschmecken. Gut mit den Salatzutaten vermischen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Mit frischem Brot serviert

genießen!

Quelle: eigenes Rezept durch die akute Kühlschranklage

Bunte Gartenminestrone mit Grießnocken

Jetzt können im Garten noch die letzten Sommergemüse geerntet werden. Die letzten Zucchini, Spitzkohl, Rote Bete, Bohnen, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken. Das ist nur das, was im elterlichen Schrebergarten dieses Jahr wuchs. Was ist denn bei der geneigten Leserschaft so zu finden? Und irgendwie wird ja doch alles gleichzeitig reif und man kann gar nicht so viele unterschiedliche Gerichte kochen und vor allem genießen wie man Gemüsesorten geerntet hat, oder? Was bietet sich da besser an als alles zu einer minestroneartigen Suppe zu verkochen? Da kann man alles rein tun was man will, auch gerne Bohnen aus der Dose (oder vorgekocht), Tiefkühlerbsen, halt alles was weg will und gerade Saison hat. Das ist ja gerade das wunderbare an solchen Suppe, sie sind so super saisonal und dazu gesund.

Normalerweise werden in Minestrone ja Nudeln mit gegart, aber Frau Mama fand in einer Zeitschrift ein Rezept für Grießnocken, dass sie mal austesten wollte, weil sie die Erinnerung an die Grießnockensuppe ihrer Oma (also meiner Uroma) überkam und wir aber kein passendes Rezept bisher im Familienrepertoire hatten. Aber ist doch kein Problem zu der Gemüsesuppe Grießklößchen zu basteln. Wichtig ist dabei offensichtlich die Butter im Teig und dass der Teig 60 Minuten Zeit zum Quellen hat, dann halten die Nocken auch gut. Völlig unkompliziert, nur ein bißchen Zeitplanung nötig.

Insgesamt ist die Suppe sehr schön geworden und die Nocken hätte ich schon so pur ohne irgendwas essen können. Auch der Restfamilie hat die Suppe sehr gut geschmeckt, auch wenn kein totes Tier drin war ;-) Auch aufgewärmt schmeckte sie abends und zwei Tage später noch allen wunderbar! So gut und einfach kann improvisieren sein.

Bunte Gemüsesuppe mit Grießnocken

Zutaten für 8 Portionen:

Für die Grießnocken:
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Grieß
2 Eier
Salz, Pfeffer
Muskatnuss gerieben
etwas Gemüsebrühepulver (Bio, ohne Hefeextrakt)

Für die Suppe:
4 Möhren
2 Kartoffeln
1/2 Spitzkohl
1 Fenchel
1 mittelgroße Zucchini
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Cherrytomaten
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst den Teig für die Grießnocken machen. Dafür die Butter mit dem Grieß und Eiern gut vermischen, wer gerne manscht per Hand, ansonsten mit einem Handrührgerät. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Stunde stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.
(2) In der Zwischenzeit die Zutaten für die Suppe vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen, die Möhren in Scheiben schneiden, die Kartoffeln in etwa so große Stücke wie die Möhren. Den Spitzkohl von den äußeren etwas unschönen Blättern befreien, nochmals halbieren, dass man zwei Viertel Spitzkohle hat und den Strunk großzügig rausschneiden. Die Viertel in feine Streifen schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren, Strunk rausschneiden und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Maiskolben von den eventuell vorhandenen äußeren Blättern befreien. Auf das breitere Ende stellen und mit einem scharfen Messer vorsichtig und doch beherzt die Körner von oben nach unten abschneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten vierteln und grüne Strünke entfernen.
(3) In einem großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten darin, dann den Knoblauch zufügen und so lange anbraten bis er duftet. Die Möhren und Kartoffeln hineingeben, kurz mitdünsten. Dann die Spitzkohlstreifen und Fenchel, Zucchini und Mais. So lange bei höherer Hitze andünsten bis der Kohl anfängt zusammen zu fallen. Tomatenviertel zufügen. Gut salzen und pfeffern. Etwa 500 ml Wasser angießen. Jetzt noch nicht komplett mit Wasser oder Brühe bedecken, weil noch die Brühe hinzukommt, in denen die Grießklößchen gegart werden.
(4) Während das Gemüse im großen Suppentopf andünstet einen mittelgroßen Topf mit Wasser (plus Gemüsebrühpulver) oder Gemüsebrühe aufsetzen, gut 1 l sollte es schon sein. Zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze runter stellen. Mit einem (oder zwei, wer ordentliche Nocken haben will) Teelöffel aus dem gequollenen Grießteig Nocken in die simmernde Brühe geben. Sie sinken erst auf den Boden. Vorsichtig mit einem Holzspatel im Topf rühren, damit nichts auf dem Boden anbrennt. Wenn sie nach oben steigen noch 10 bis 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, die Grießnocken aus der Brühe nehmen und zwischenparken. Die Brühe zur Suppe gießen.
(5) Wenn es noch nicht genug Flüssigkeit in der Suppe sein  sollte, noch etwas Wasser nach füllen. Deckel drauf und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist, aber noch nicht zerkocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Währenddessen die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden.
(6) Die Grießnocken zur Suppe geben, nochmal warm werden lassen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.

Genießen!

Wie … koche ich frischen Mais?

Es gibt so Gemüsesorten, die ich pur und ganz einfach nur gekocht am liebsten esse. Und wenn die Mais-Saison anfängt, kann ich einfach nicht anders als mir andauernd einen oder zwei oder drei Maiskolben kaufen, um sie dann gleich zu kochen. Aber wie kriegt man den Mais jetzt lecker?

Ich halte mich an die ungarische Methode, die ich bei meiner ungarischen Oma und allen ungarischen Tanten mitbekommen habe. Dafür wird der Maiskolben, an dem idealerweise noch die Hüllblätter dran sind, nackig gemacht. Und diese kleinen Fäden, die innen am Kolben sind, gleich mit entfernen.

Die Blätter aber bitte nicht wegschmeißen, sondern die eine Hälfte auf dem Boden eines großen Topfes ausbreiten. Die Maiskolben drauf legen und mit einer großzügigen Prise Zucker bestreuen.

Die andere Hälfte der Hüllblätter oben auf legen (verhindert das Austrocknen der Maiskörner) und mit Wasser auffüllen. Auf den Herd stellen, aufkochen lassen und dann etwa 45 Minuten kochen lassen. Ja, ich weiß, das hört sich lange an, aber ich finde nur nach so langer Zeit werden sie lecker. Gegen Ende der Kochzeit mal ein Korn vom Kolben abpolken und kosten. Ich las zum Beispiel im weltweiten Zwischennetz, dass Mais im nordamerikanischen Raum nur wenige Minuten ins kochende Wasser geschmissen wird. Aber der Ungar an sich, kocht den Maiskolben lange.

Die geneigte Leserschaft sieht wie schön goldgelb die Körner geworden sind? Der Mais ist fertig! Yeah! Einfach so lange abkühlen lassen bis man ihn anfassen kann, etwas salzen und dann genießen!

Ich liebe es einfach und könnte mich tagelang von frisch gekochtem Mais ernähren! Die ungarische Verwandtschaft kocht immer Riesentöpfe voll mit Mais für die ganze Familie gekocht und dann nimmt man sich eigentlich immer einen Kolben aus dem Topf, wenn man auch nur in der Nähe der Küche ist *g*

Thanksgiving am Martinstag

Kleines Thanksgiving Menü

Kleines Thanksgiving Menü

Mir sagen Traditionen wie Erntedank oder Martinstag nichts, ich bin bis zu meinem 8. Lebensjahr im heidnischen Osten Deutschlands aufgewachsen ;-) (es gab auch getauften Menschen in der DDR, aber unsere Familie gehörte nicht dazu). Erst so langsam werden mir diese ganzen Sachen bekannt gemacht durch Freunde. Thanksgiving kenne ich auch nur aus Film und TV wie Femnerd, die im Kochtopf den „Happy Turkey Day“ ausruft.

Happy Turkey Day

Ein Thanksgiving-Mahl musste mal ausprobiert werden, auch wenn es eine Minivariante für Studentenbudget war, aber ich nehme teil. Schnell ein wenig recherchiert und im Buch „Spezialitäten aus aller Welt“ fündig geworden. Mich hatte schon länger eine Zuckermais-Süßkartoffel-Pfanne angelacht und auch Freundin M., die zum Mitessen verpflichtet wurde, wünschte sich einmal Süßkartoffeln zu kosten. Also der Gemüseteil des Essens stand fest. Noch eine fleischige Beilage, es stand zum Rezept eine Empfehlung zu gebratener Truthahnkeule. Hmm, noch nie wirklich einen Truthahnbraten gegessen bzw. gemacht, aber da wir zu viert sind, lohnt sich der Aufwand vielleicht.

Der Geschmack der Gemüsepfanne war großartig! Süßer, knackiger Mais gepaart mit Süßkartoffeln, die  mit schärferen Gewürzen wie Ingwer, Paprika und Tabasco abgeschmeckt wurden. Dazu dann die angenehme Süße von Ahornsirup (tolles Zeug, könnte ich mir reinlegen)! Diese Gemüsekombination wird es definitiv öfter geben. Der Truthahnbraten war okay, aber kein großes Erlebnis. Glaube, wenn ich demnächst nochmal ’nen Braten fabriziere, dann aus anderem Tier, vielleicht mal Hähnchen oder Rind.

Mais-Süßkartoffel-Pfanne (4 Portionen)

4 frische Maiskolben
600 g Süßkartoffeln (2 mittelgroße)
2 Zwiebeln
je 1 rote und grüne Paprikaschote
2 EL Butter
1/8 l Gemüsebrühe
Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Ingwerpulver
2 EL Ahornsirup
2 EL Zitronensaft
Tabasco

(1) Die Blätter und die Fäden von Maiskolben abziehen. In kochendem Wasser 5 Minuten blanchieren. Abgießen, abschrecken, in 3 cm breite Stücke schneiden.
(2) Die Süßkartoffeln schälen, Paprikaschoten waschen, putzen und alles in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebeln häuten, halbieren und in breite Streifen schneiden.
(3) Butter in einem Topf erhitzen, die Süßkartoffeln darin rundherum anbraten. Paprika, Mais und Zwiebelstücke dazu geben, ebenfalls kurz mitbraten. Dann mit der Brühe ablöschen. Mit Salz,Pfeffer, Paprikapulver und Ingwer würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten schmoren, bis es noch bissfest ist.
(4) Die Gemüsepfanne noch mit Salz, Pfeffer, Tabasco sowie dem Ahornsirup und dem Zitronensaft abschmecken.

Geschmack: ++++
Zutaten: +++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Glasierter Truthahnbraten (4 Portionen)

2 Truthahnoberkeulen (á ca. 600 g)
Salz
Pfeffer
1 Bund Suppengemüse
1 Zwiebel
2 EL Ahornsirup
2 EL Zitronensaft
1 Prise Cayennepfeffer

(1) Ofen auf 220 Grad vorheizen.
(2) Fleisch waschen, trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben.
(3) Im Ofen 15 Minuten braten. Dann die Temperatur auf 180 Grad zurück schalten. 1/4 l Wasser angießen und weitere 15 Minuten garen.
(4) Währenddessen das Suppengrün putzen und in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und halbieren. Zusammen nach 30 Minuten Garzeit neben den Braten in den Ofen geben und weitere 30 Minuten backen. Dabei immer wieder mal mit dem Bratensaft beträufeln.
(5) Nachdem die Keule 1 Stunde garte, den Ahornsirup mit Zitronensaft und dem Cayennepfeffer mischen und auf den Braten pinseln. Nochmals ca. 10 Minuten garen, bis die Haut schön braun und knusprig ist.
(6) Das Fleisch herausnehmen, ca. 10 Minuten ruhen lassen und aufschneiden.

Geschmack: ++
Zeit: +++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: ++

Quelle: Beide Rezepte aus „Spezialitäten aus aller Welt“ von R. Hess, C. Schinharl, M. Szwilus

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