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Die kulinarische Weltreise: Italien – Pasta mit Mangold und Speck

 

Seid ihr reiselustig? Entdeckt ihr gerne neue Länder und Kulturen? Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich mir wirklich gerne Neues an, erkunde Landschaften, koste andere Aromen, andererseits kann ich mich dort am besten entspannen, wo ich alles in- und auswendig kenne, meine Beine den Weg alleine finden, ohne dass der Kopf sich anstrengen muss. Außerdem erschwert mir die MS das Reisen aus unterschiedlichsten Gründen doch ein bisschen …

Nichtsdestotrotz, wenn ich in bestimmte Ecken der Welt schon nicht so leicht physisch kommen kann, hole ich mir die Welt eben kulinarisch nach Hause. Und da bin ich nicht die einzige, die das gerne macht. Volker von „Volker mampft“ ruft deswegen zur „kulinarischen Weltreise“ auf!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Und da bin ich gerne dabei! Jeden Monat ein neues Land, eine neue Herausforderung! Für diesen Monat fängt es leicht an mit Bella Italia. Und zu Italien haben wir doch alle irgendeine Verbindung, selbst wenn wir noch nicht da waren, oder? Sei es Pizza, Pasta, Wein, Kunst, Geschichte – Italien hatte und hat so viel Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Und auch wenn ich erst einmal dort war (Du liebe Güte, auch schon fast 20 Jahre her) liebe ich dieses Land einfach!

Aber was koche ich jetzt für den Event? Wenn möglich etwas, dass auch einen Teil des Gemüses meiner Biokiste verbraucht. Eigentlich wollte ich gerne etwas aufwendigeres wie selbstgemachte Ravioli basteln, aber dann kam das Leben und zwei Mangoldstauden dazwischen. Nach ein bisschen Recherche im Netz stieß ich auf ein italienisches Rezept, in dem Mangold mit Speck kombiniert wird. Das war mir neu, klassischerweise wird Mangold bei mir gerne mit Feta kombiniert. Und es gab keine wirklich saucige Komponente im Rezept, wie Sahne oder passierte Tomaten. Die deutsche Saucenliebhaberin in mir war skeptisch ;-) Aber hey, probieren wir es aus. Der Mangold wird zuerst in Salzwasser gekocht und roch das gut. Ich wusste gar nicht, dass kochender Mangold so wunderbar duftet! Die eigentliche Sauce ist so schnell geköchelt, wie die Pasta braucht. Ihr seht, ein perfektes Feierabendgericht. In 30-40 Minuten steht Euer Essen fix und fertig auf dem Tisch :-)

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Herzhaft, angenehm Speck-rauchig mit dem zarten Mangold und doch noch etwas Biss durch die Möhrenwürfel. Die Tomaten bringen eine schöne, unaufdringliche Fruchtigkeit mit rein. Auch war es nicht zu trocken, wie von mir befürchtet, es hatte genau die richtige Konsistenz. Ich war wirklich positiv überrascht und wird ins Repertoire aufgenommen!

Pasta mit Mangold und Speck

Zutaten für 2 Portionen:
180 g Pasta (z.B. Fussili)
250 g Mangold
50 g Speck/Pancetta
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 mittlere Tomate
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Währenddessen den Mangold vorbereiten. Die Stiele in dünne, die Blätter in breitere Streifen schneiden. In einem Sieb unter laufendem Wasser waschen. In den Topf mit dem kochenden Salzwasser geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
(2) Währenddessen die anderen Zutaten schneiden. Den Speck in kleine Würfel. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren. Die grünen Strünke aus den Hälften schneiden und das Fruchtfleisch mittelfein würfeln.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Speck und Zwiebel darin anbraten bis die Zwiebeln etwas goldig sind. Tomaten- und Karottenwürfel zugeben, etwas salzen und pfeffern. Einige Minuten köcheln lassen bis die Tomaten zerfallen und die Möhren gar, aber noch bissfest sind.
(5) Den abgetropften Mangold untermischen und etwa 10 Minuten bei kleiner HItze in der Sauce ziehen lassen. Nochmal kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.
(6) Vor dem Abgießen der Nudeln etwas vom Kochwasser mit einer Tasse abschöpfen. Die Pasta in ein Sieb abgießen und noch tropfnass unter die Sauce rühren. Wenn die Sauce zu trocken sein sollte, etwas vom Pastawasser zugießen.

Auf Tellern verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Genießen!

Quelle: Pasta con bietola e pancetta

Biokiste KW 3 und was daraus wurde

Seit letzter Woche kriege ich biologisch angebautes Gemüse von Lotta Karotta ins Büro geliefert. Damit habe ich schon lange geliebäugelt, aber jetzt wo ich wirklich hier in Göttingen bleibe und auch eigenes Geld verdiene, sprich nicht mehr abhängig vom Amt bin, habe ich sie bestellt. So gibt es im Lotta Karotta-Shop unterschiedlich große Ökokisten und Varianten, die man sich nach Belieben zusammenstellen kann, nur ist der Mindestbestellwert 13,50€ pro gelieferter Kiste gesetzt. Aber wie oft im Monat und was drin ist, was man noch zusätzlich möchte an Käse, Fleisch, Wurst, Joghurt oder anderem Gemüse ist jedem selbst überlassen. Mir angeschlossen hat sich eine liebe Kollegin, die seit dem Umzug unserer Beratungsstelle auch nicht mehr so oft auf den Wochenmarkt kommt. So bekommen wir einmal die Woche eine Ökokiste mit Gemüse im Wert von 14€. Ickfreumir!

Und als Anreiz für mich möglichst vielseitig zu kochen und natürlich nichts wegzuschmeißen, möchte ich Euch hier wöchentlich eine kurze Zusammenfassungen geben à la „Was ist in der Kiste und was wurde daraus“. Hier also meine erste Kiste aus der dritten Kalenderwoche:

Wir bekamen 6 Möhren, 400 g Mangold, 3 Tomaten, 100 g Feldsalat, 250 g(?) Champignons und 400 g Rosenkohl. Davon übernahm ich den Mangold, 3 Möhren, den Rosenkohl und 2 handvoll vom Feldsalat, weil ich ja bekanntermaßen nicht der Riesensalatfan bin.

Die Rapunzeln aß ich am Freitag mit ein paar Tomätchen und simpler Senfvinaigrette als Beilage zu einem Hoppelpoppel aus Kartoffel- und Wurstresten. Und der Salat war eine Offenbarung! Die Rapunzeln so knackig und aromatisch! Überhaupt gar kein Vergleich zu der Supermarktware.

An Risotto als Mahlzeit denke ich irgendwie nie, aber der Mangold bot sich mit dem Rest Pecorino aus dem Kühlschrank geradezu an. Und war wirklich köstlich! Nur an der Konsistenz muss ich noch feilen…

Diese Woche hat mich leider ein Virus erwischt, so dass ich nicht lange in der Küche stehen mag und Suppen wirklich gut tun. Also schnappte ich mir die Rosenköhlchen, ein paar Kartoffeln und Möhren und köchelte ein einfaches Süppchen. Auch hier war die Qualität der kleinen Kohlröschen wieder äußerst angenehm, noch sehr fest, kaum angewelktes Laub. So viel besser als aus dem Supermarkt, wo das Gemüse wahrscheinlich wesentlich länger braucht vom Bauern bis auf meinen Tisch mit diversen Zwischenhändlern.

Ich hab eben schon mal geguckt, was nächste Woche kommt! *gnihihihi* Ich freu mich schon drauf! *Händreib*

Kampf den Käseresten – Mangold-Quiche mit Ricotta und Feta

Diese elendigen Spontankäufe immer! Da hat man, also ich, sich einen schönen, saisonalen Essensplan für’s Wochenende überlegt, will die fehlenden Zutaten im Supermarkt des Vertrauens kaufen und auf einmal liegt bei denen ein wunderhübsches Bund Mangold im Gemüseregal, mit dem ich überhaupt nicht rechnete. Und schneller als die geneigte Leserschaft „Bob ist mein Onkel!“ sagen kann (Na, in welchem Film kam das vor? *g*), war der Mangold in meinem Korb, obwohl überhaupt kein Mangoldgericht vorgesehen war. Immer dasselbe mit mir!

Jedenfalls war der Mangold jetzt da und wird auch nicht besser, je länger er rumliegt. Aber was damit machen? Zu Nudeln passt er wunderbar, aber da war es zu viel für. Aber in Quiches kann man wunderbar eine große Menge Gemüse versenken, also begab ich mich auf die Suche und wurde bei “ Moey’s Kitchen“ fündig. Ein bisschen wurde der Guss abgewandelt, so dass ich noch den Kampf gegen seltsame Käsereste im Kühlschrank gewinnen konnte.

Maja benutzte auch einen für mich neuen Teig als Boden, auch mit Quark aber eben Butter als Fett und nicht Öl, wie in meinem sonst üblichen schnellen Quiche-Teig. Ich war skeptisch, aber der Teig ließ sich ohne Probleme kneten und ausrollen. Toll! Mir ist nur ein kleines Malheur beim Vorbacken passiert:

Ich hatte den Rand der Springform eingefettet, wodurch der auch nicht richtig stark festgedrückte Rand nicht hielt und beim Vorbacken nach innen kippte und keine feste Begrenzung für die Füllung mehr bot. Aber man muss sich nur zu helfen wissen. Ich hab die umgekippten Stücke vorsichtig mit einem Löffel hochgehalten und dann Teile der Mangoldfüllung drunter gestopft. So stand der Rand wieder aufrecht und der Guss blieb in der Form. Puh! Schwein gehabt!

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Knuspriger Boden mit einer großartigen Füllung, nicht zu mild, aber auch nicht zu würzig. Genau richtig für ein sommerliches Mittagessen! Lauwarm schmeckt diese Quiche am Besten, lässt sich aber auch gut bei Zimmertemperatur am nächsten Tag im Büro genießen oder einfrieren für später!

Also, wenn Euch der Mangold aus dem Garten überrollt, lohnt es sich diese herzhafte Torte zu backen!

Mangold-Quiche mit Ricotta und Feta

Zutaten für eine 24-26 cm Springform:

Für den Boden:
100 g kalte Butter, in Flöckchen geschnitten
100 g Magerquark
1/2 TL Salz
200 g Mehl

Für die Füllung:
800 g Mangold
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 TL Butter

Für den Guß:
200 g Ricotta
3 Eier
150 g Feta
Salz, Pfeffer
1/2 TL getrockneter Thymian

30 g Pinienkerne

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze anstellen. Eine 24-26 cm Springform, einen Bogen Backpapier und das Nudelholz bereit legen. Den Rand der Springform nicht einfetten, da der Teig sonst dort nicht hält und beim Vorbacken einsinkt.
(2) Für den Boden die Zutaten für den Teig entweder per Hand oder mit Hilfe einer Küchenmaschine verkneten bis er die Kugelform behält. Den Teig sofort auf dem Bogen Backpapier ausrollen, so dass er in die Springform passt und einen Rand bildet. Den ausgerollten Teig mitsamt dem Backpapier in die Springform legen und den Rand gleichmäßig hochziehen/verteilen. Die Form auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und 15 Minuten vorbacken.
(3) Währenddessen die Füllung vorbereiten, Vom Mangold die Stiele abschneiden, in dünne Scheibchen schneiden, waschen und gut abtropfen lassen. Die Blätter ebenfalls waschen, gut trocknen und in gröbere Streifen schneiden. Die Schalotten häuten und fein würfeln. Die Knoblauchzehen häuten und durch die Presse drücken oder sehr fein würfeln. Die Butter in einer großen Pfanne bei mittelhoher Hitze schmelzen. Die Schalotten, Mangoldstielscheibchen und Knoblauch darin einige Minuten dünsten. Die Mangoldblätter in die Pfanne geben, vorsichtig alles durchrühren und die Mangoldblätter zusammenfallen lassen.
(4) Zwischenzeitlich den Guss machen. Dafür den Ricotta mit den Eiern und dem zerkrümelten Feta gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.
(5) Den Mangold auf dem vorgebackenen Boden verteilen, mit dem Guss gleichmäßig begießen. Die Pinienkerne darauf streuen.
(6) Die Quiche auf mittlerer Schiene ca. 40-45 Minuten backen, bis die Füllung gestockt und die Oberfläche leicht goldbraun ist.

Abkühlen lassen bis sie lauwarm ist.

Genießen!

Quelle: nach Moey’s KitchenMangold-Quiche mit Feta

Pasta mit Mangold-Senf-Sauce

Ich liebe meinen kleinen Balkongarten. Mittlerweile mogeln sich auch einfach hübsche Blümchen dazu, aber trotzdem ist der Gemüseanteil nicht zu unterschätzen. Was sich als einfach und ertragreich herausstellte im Anbau, war Mangold. Der funktioniert 1a im Balkonkasten. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt! Und irgendwann hat man wunderhübsche Mangoldblätter, die geerntet und verbraucht werden wollen.

Nur für was? Pasta stand lange nicht mehr auf dem Tisch und die Mangold-Senf-Sauce, die seit ewigen Zeiten in meinem Repertoire ist, hatte ich auch ewig nicht. Geritzt! Und die Sauce ist so einfach zu machen und dabei so köstlich! Auch ein perfektes Arbeitnehmergericht, weil die Sauce parallel zu den kochenden Nudeln gemacht werden kann. Wer nicht genau weiß, was er mit der Mangoldschwemme anfangen kann, diese Sauce solltet ihr ausprobieren!

Pasta mit Mangold-Sanf-Sauce

Zutaten für 2 kleinere Portionen:
250 g Mangold
2-3 Tomaten
1 EL Butter
100 ml Sahne
Schluck Wasser
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

140 g Pasta (hier: Linguini)

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Mangold waschen, etwas abtropfen lassen. Die Blätter in breitere Streifen schneiden, die Stiele in kleinere Würfel. Die Tomaten waschen, abtrocknen, vierteln. Strunk heraus schneiden und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.
(2) Das Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Währenddessen die Sauce schnell kochen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen und den Mangold hineingeben. Etwa 4 Minuten andünsten. Währenddessen die Sahne mit etwas Wasser den beiden Senfen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Über den Mangold geben. Dann wieder ca. 4 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss nur noch die Tomatenwürfelchen hinein geben und gar ziehen lassen.
(4) Die Pasta abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Gut verrühren. Servieren.

Genießen!

Quelle: irgendwo mal aufgeschnappt

Mangold-Feta-Strudel mit Gurken-Quark

Dieses Jahr habe ich Glück mit meinem Balkongarten (bis auf die Erbsen *seufz*). Die Tomaten entwickeln sich langsam zu einem Dschungel, die Blumen wuchern. Auch der Mangold wuchs ungeahnt üppig und wollte irgendwie verwendet werden, bevor er zu Schießen beginnt. Aber was mit dieser anscheinenden Riesenmenge Mangold anstellen?

Zu Nudeln hatte ich ihn letztens schon (wird als nächstes gezeigt), aber da wartet doch noch portionierter Strudelteig im Tiefkühler auf seine Verwendung und der Feta im Kühlschrank muss auch langsam weg. Perfekt! Also war ein Mangold-Feta-Strudel-Plan gefasst. Inspiration holte ich mir im weltweiten Zwischennetz und bastelte aus einigen Ideen mein eigenes Rezept. Und ich bin mehr als begeistert vom Ergebnis. Das Gericht lässt sich wieder wunderbar entzerrt zubereiten: den Gurkenquark morgens, dann vormittags die Mangoldfüllung und der Strudel wird dann mittags schnell ausgezogen. So gefällt mir das :-) Und der Geschmack belohnte die balkongärtnerische und kochtechnische Mühe. Wunderbar! Angenehm salzig, herzhaft und knusprig! Geradezu grandios in Kombination mit dem Gurkenquark!

Mal sehen, welche herzhaften Kombinationen mir noch über den Strudelweg laufen :-)

Mangold-Feta-Strudel mit Gurkenquark

Zutaten für 2 große Portionen:
400 g frischer Mangold
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
75 g Feta
1 Ei
1 Portion Strudelteig
Mehl zum Bestäuben
30 g Butter, geschmolzen

Für den Gurkenquark:
250 g Quark
1/2 Gurke
Salz
Pfeffer
eine Prise gemahlener Kreuzkümmel
1 kleine Knoblauchzehe

(1) Als erstes den Quark zubereiten, der muss ein wenig ziehen. Die Gurke schälen, grob raspeln und mit ein wenig Salz vermischt in einem Sieb ca. 30 Minuten abtropfen lassen. Gut ausdrücken und zum Quark in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Kreiuzkümmel würzen. Den Knoblauch häuten und sehr fein hacken. Alles gut miteinander verrühren und im Kühlschrank ziehen lassen.
(2) Für den Strudel den Mangold waschen, gut abtropfen lassen. Alles in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, den Knoblauch zugeben und so lange dünsten bis er duftet. Den Mangold hinein geben (wenn die Pfanne zu klein ist portionsweise), salzen und pfeffern. Einige Minuten bei höherer Hitze kochen lassen bis der Mangold zusammen gefallen ist. Mit Muskatnuss würzen. Wenn noch viel Flüssigkeit in der Pfanne ist, den Mangold mit einem Schaumlöffel aus der Flüssigkeit heben, gut ausdrücken und in eine Schüssel geben. Mit dem Ei und dem zerkrümelten Feta verrühren.
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Strudelteig nach der bewährten Methode dünn auf einem bemehlten Tischtuch ausziehen. Dünn mit der Hälfte der Butter bestreichen. Die Mangoldfüllung (ohne ausgetretene Flüssigkeit) gleichmäßig auf dem linken Drittel (siehe Bild 7) des Strudelteigs verteilen. Die Seiten einklappen und den Strudel mit Hilfe des Tischtuchs aufrollen. Auf das Backblech legen und mit dem Rest der Butter bestreichen. In die Mitte des Ofens schieben. 30 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Etwas abkühlen lassen und zusammen mit dem Gurkenquark servieren.

Genießen!

Indisches Gemüsecurry für Faule

Schon zwei mir bekannte weibliche Wesen fragten mich letztens, ob ich nicht irgendwelche Rezepte und/oder Blogs zum Abnehmen wüsste. Ich bin da irgendwie der gefühlt schlechteste Ansprechpartner, nicht weil ich so Abnehmen nicht nötig hätte, aber ich weigere mich, mich irgendwelchen widersinnigen Essensanweisungen zu unterwerfen. Ich bin einfach davon überzeugt, dass wenn man sich einigermaßen gesund ernährt, Sport macht und sonst eben auf den eigenen Körper hört, passt das schon irgendwie, oder? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte einfach, dass ich mich einigermaßen ausgewogen ernähre *ggg* Also Lieblingscousinchen und Mietze, versucht das mal, sollte gesund sein und wärmt den Bauch von innen. Viiiel besser als Sprossensalat bei dieser fies-feuchten Kälte ;-)

Von dem indischen Mimosen-Essen mit Frau Kochschlampe ist immer noch Currypaste übrig, die zum Glück nicht so schnell schlecht wird. Und so ist immer eine nette kleine Würzpaste im Haus, mit der man fix ein kleines Gemüsecurry (oder wer mag auch mit Fleisch oder Fisch) zaubern kann. Nur noch wenige Zutaten nötig und auch Gemüserestchen aus dem Kühlschrank lassen sich wunderbar verbasteln. Wer richtig faul ist, wie ich an dem Abend, kippt einfach kochendes Wasser auf Couscous, wartet und isst es dazu, wer noch etwas mehr Elan hat, kocht sich Reis.

Indisches Gemüsecurry für Faule

Zutaten für 3 Portionen:
1 rote Zwiebel
2 cm Ingwer
guter Schluck neutrales Öl
1,5 EL milde Currypaste
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
1 kleine Mangoldstaude
1 kleine Dose gehackte Tomaten
1 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst das ganze Gemüse kleinschnippeln. Die Schale vom Ingwer mit einem Teelöffel abkratzen und fein reiben. Die Zwiebel pellen, halbieren und in halbe Ringe schneiden. Die Zucchini und Aubergine waschen, trocknen. Die Früchte halbieren, längs dritteln und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Mangoldblätter waschen, gut abtropfen lassen und die weißen Stiele von den Blättern abschneiden. Dann die Stiele in 1 cm breite Streifen schneiden, die Blätter 0,5 cm breit.
(2) In einem mittelgroßen Topf das Öl erhitzen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam anschmurgeln bis sie weich sind. Den Ingwer zugeben, kurz mitdünsten.
(3) Die Zucchini- und Auberginenwürfel hinzufügen und anbraten lassen. Dann die Currypaste dazu geben und kurz mit anbraten, damit sich die Aromen in der Currypaste voll entfalten können.
(4) Wenn das Gemüse und Currypaste angebraten sind, die Tomatenstücke hinzufügen, salzen und pfeffern Deckel drauf und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Dann die Mangoldstiele hinzufügen. Weiter schmoren lassen bis das Gemüse gar ist.
(5) Kurz vor Ende der Garzeit die Mangoldblätter hinzufügen und etwa 5 Minuten mitköcheln.
(6) Zum Schluss den Topf vom Herd nehmen und den Joghurt unterrühren. Nochmals kosten und mit Salz und/oder Pfeffer abschmecken, falls noch was fehlt.

Mit Reis oder wer fauler ist, Couscous servieren.

Mangoldquiche

Mangoldquiche

Mangoldquiche

Für den Blog-Event „Quiche, Tarte & Co.“ hatte ich mir zwei Sachen überlegt, zum einen diese süße Sizilianische Zitronentarte und eine herzhafte Mangoldquiche. Ich wollte beides machen und dann sehen, welche mir besser schmeckt und/oder besser aussieht und die dann einreichen. Aber es hat schon jemand eine Mangoldquiche mit sehr ähnlichem Rezept eingereicht, also wird sie nur so verbloggt als sehr gelungenes Abendessen.

Ich meine, ich liebe Mangold. Es gab ihn öfters mal in der Mensa als Beilage, hatte allerdings nur einmal probiert bei einer Freundin und fand ihn widerlich, hatte einen furchtbar chemischen Geschmack. Aber das kann es ja wohl nicht gewesen sein. Der soll doch angeblich so ähnlich wie Spinat schmecken und das tat das arme Mensaexemplar definitiv nicht, ich weiß wie Spinat schmeckt, ich liebe Spinat! Nachdem ich auf dem Wochenmarkt dann irgendwann mal welchen erstand und einige Rezepte ausprobierte, war es um mich geschehen. Ich habe sogar meine Eltern infiziert mit dem Mangold-Virus, überall wo dieses Jahr nix kam, wurde Mangold gesät, dementsprechend viel haben wir derzeit.

So wurde frischer Mangold auf dem Wochenmarkt besorgt und für die Mitbewohnerinnen und mit Freundin M. diese großartige Quiche gezaubert. Ein knuspriger Mürbeteig mit sehr leckerer grüner Füllung, die man sogar ungebacken essen kann, sogar Mitbewohnerin M., die Spinatgeschmack eigentlich nicht mag, war begeistert. Die drei Käsesorten harmonierten wunderbar mit dem Gemüse und auch der nussige Geschmack der Pinienkerne passte perfekt. Alles in allem, sehr empfehlenswert, unbedingt ausprobieren!

Mangoldquiche (4 Portionen)

Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g kalte Butter
80 ml kaltes Wasser
Prise Salz

Für die Mangoldfüllung:
800 g Mangold (hier 1kg)
1 Knoblauchzehe
60 g Pinienkerne
50 g Ricotta
50 g Schafskäse (hier: Feta)
50 g Parmesan
1 Ei
2 EL Saure Sahne
2 EL Olivenöl
Salz
1 EL Butter

(1)  Mangold in Salzwasser blanchieren. Einfach Blätter und Stiele trennen und getrennt blanchieren. Abgießen und ausdrücken. In dünne Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
(2)  Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch andünsten, so dass er keine Farbe annimmt. Den Mangold zugeben und so lange braten bis alle Flüssigkeit verdampft ist.
(3)  Die Pfanne vom Herd nehmen und den Ricotta, den zerkrümeltem Feta, dem geriebenen Parmesan, dem Ei und den Pinienkernen mischen. Eventuell saure Sahne zugeben, mit Salz abschmecken.
(4)  Masse auf den vorgebackenen Boden geben.
(5)  Bei 200 Grad (Umluft 180Grad) 40 Minuten backen.

Geschmack: +++
Zeit:+++
Zutaten:++
Schwierigkeitsgrad:++

Nachtrag: Auch für die Eltern gekocht, da im Garten Mangoldüberschuss herrscht, fand großen Anklag. Herr Vater hätte allerdings noch Schinken oder Fisch in der Füllung gebrauchen können.

Viertel der Mangoldquiche

Viertel der Mangoldquiche

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