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Typisch für den Herbst – Quiche mit Pfifferlingen

Herbst! Und zwar so richtig jetzt! Zumindest kalendarisch! Das Wetter draußen mutet noch sehr spätsommerlich an. Ein sehr später Spätsommer! Aber hey, wir nehmen, was wir kriegen können, oder? Und zum Herbst passen sowohl Pfifferlinge als auch Quiche und was läge da näher, als die beiden Sachen zu verbinden, wo es sich doch auch am nächsten Tag vorzüglich als Büromittag eignet.

Ich blieb diesmal bei der klassischen Geschmackskombination in vegetarisch mit Zwiebelchen und Petersilie, die im Guss landeten. Und ich stellte mich meinem Erzfeind: dem Mürbeteig. Irgendwie wurde der nie was bei mir und war mir auch zu fisselig zum Bearbeiten. Aber auf Twitter sprach man mir Mut zu und ich traute mich an Julias Rezept von „German Abendbrot„. Und tatsächlich – gar nicht schwer! Der Teig ließ sich wunderbar ausrollen, zickte nicht einmal rum und schmeckte auch noch wunderbarst! Um die Furcht vor dem Erzfeind Mürbeteig komplett zu verlieren, muss ich ihn allerdings noch ein paar Mal machen. Und eigentlich ist so eine Quiche auch entspannt zu machen, man muss ja nicht alles hintereinander weg basteln. Vormittags können schon die Pfifferlinge geputzt und der Teig geknetet werden. Guss basteln und Pilzebraten kann während der Vorbackphase des Teigs gemacht werden. Und während die Quiche im Ofen bäckt, wird die Küche fix aufgeräumt. Ihr seht alles nur eine Frage der Organisation, so bleibt auch noch Kraft und Zeit für andere Sachen zwischendrin :-)

Und diese Quiche kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen! Sehr angenehme Pilznote, knuspriger Teig, cremig-würzige Füllung. Wunderbarst! Darf es in der Kombination gerne wieder geben!

Quiche mit Pfifferlingen

Zutaten für 1 Springform 26 cm:

Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g kalte Butter
Prise Salz
80-100 ml kaltes Wasser

mindestens 500 g Bohnen oder Linsen zum Blindbacken
30-60 Minuten zur Teigruhe

Für den Belag:
400 g Pfifferlinge
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 (deutsches) Bund Petersilie
100 g Gouda
2 EL Öl
3 Eier
150 g Schmand
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss

(1) Als erstes den Mürbeteig vorbereiten. Dafür die kalte Butter mit Mehl und Salz in eine Schüssel geben, etwas vom Wasser, aber nicht alles zugießen. Alles schnell zu einem Teig verkneten, der gut zusammenhält. Wenn noch Wasser nötig nachgießen und unterkneten. In einen großen Gefrierbeutel legen (der wird später auch zum Ausrollen benutzt) und 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
(2) Währenddessen die Pilze putzen. Dafür die Pfifferlinge verlesen. In einer großen Schüssel 1,5 El Mehl mit 1,5 l Wasser gut vermischen. Die Pilze portionsweise darin waschen, aber nicht zu lange drin liegen lassen. Gut abtropfen lassen und auf einem Küchenhandtuch legen, damit überschüssige Flüssigkeit aufgesaugt werden kann.
(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier belegen und dann den Rand auf dem Boden befestigen. Überstehendes Papier abschneiden.
(4) Für die Füllung Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken. Den Gouda reiben. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. In eine Schüssel geben, etwas abkühlen lassen und mit dem Schmand, geriebenem Käse, Eiern, Petersilie und den Gewürzen gut verrühren. Zur Seite stellen.
(5) In der Pfanne das restliche Öl erhitzen und die Pfifferlinge portionsweise bei hoher Hitze scharf anbraten. Zum Schluss salzen und pfeffern. Zur Seite stellen.
(6) Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen. Die lange Seite des Gefrierbeutels aufschneiden und den Mürbeteig in der Mitte platzieren. Mit einem Bogen Backpapier belegen und so groß mit Hilfe eines Nudelholzes ausrollen, dass er um einige Zentimeter größer als der Durchmesser der Springform ist. Den Teig mit Hilfe des Papiers in die Springform legen mit dem Backpapier bedeckt lassen und Bohnen drauf verteilen. Für 10 Minuten im Ofen vorbacken. Herausholen, Bohnen entfernen und nochmals für 5 Minuten backen.
(7) Die Pfifferlinge auf dem vorgebackenen Teig gleichmäßig verteilen und mit der Eiermasse begießen. In den Ofen stellen und ca. 35 – 40 Minuten backen lassen.

Aus dem Ofen holen, ca. 15 Minuten abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach „German Abendbrot“ – Pfifferling-Tarte mit Speck

Mangoldquiche

Mangoldquiche

Mangoldquiche

Für den Blog-Event „Quiche, Tarte & Co.“ hatte ich mir zwei Sachen überlegt, zum einen diese süße Sizilianische Zitronentarte und eine herzhafte Mangoldquiche. Ich wollte beides machen und dann sehen, welche mir besser schmeckt und/oder besser aussieht und die dann einreichen. Aber es hat schon jemand eine Mangoldquiche mit sehr ähnlichem Rezept eingereicht, also wird sie nur so verbloggt als sehr gelungenes Abendessen.

Ich meine, ich liebe Mangold. Es gab ihn öfters mal in der Mensa als Beilage, hatte allerdings nur einmal probiert bei einer Freundin und fand ihn widerlich, hatte einen furchtbar chemischen Geschmack. Aber das kann es ja wohl nicht gewesen sein. Der soll doch angeblich so ähnlich wie Spinat schmecken und das tat das arme Mensaexemplar definitiv nicht, ich weiß wie Spinat schmeckt, ich liebe Spinat! Nachdem ich auf dem Wochenmarkt dann irgendwann mal welchen erstand und einige Rezepte ausprobierte, war es um mich geschehen. Ich habe sogar meine Eltern infiziert mit dem Mangold-Virus, überall wo dieses Jahr nix kam, wurde Mangold gesät, dementsprechend viel haben wir derzeit.

So wurde frischer Mangold auf dem Wochenmarkt besorgt und für die Mitbewohnerinnen und mit Freundin M. diese großartige Quiche gezaubert. Ein knuspriger Mürbeteig mit sehr leckerer grüner Füllung, die man sogar ungebacken essen kann, sogar Mitbewohnerin M., die Spinatgeschmack eigentlich nicht mag, war begeistert. Die drei Käsesorten harmonierten wunderbar mit dem Gemüse und auch der nussige Geschmack der Pinienkerne passte perfekt. Alles in allem, sehr empfehlenswert, unbedingt ausprobieren!

Mangoldquiche (4 Portionen)

Für den Mürbeteig:
200 g Mehl
100 g kalte Butter
80 ml kaltes Wasser
Prise Salz

Für die Mangoldfüllung:
800 g Mangold (hier 1kg)
1 Knoblauchzehe
60 g Pinienkerne
50 g Ricotta
50 g Schafskäse (hier: Feta)
50 g Parmesan
1 Ei
2 EL Saure Sahne
2 EL Olivenöl
Salz
1 EL Butter

(1)  Mangold in Salzwasser blanchieren. Einfach Blätter und Stiele trennen und getrennt blanchieren. Abgießen und ausdrücken. In dünne Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
(2)  Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch andünsten, so dass er keine Farbe annimmt. Den Mangold zugeben und so lange braten bis alle Flüssigkeit verdampft ist.
(3)  Die Pfanne vom Herd nehmen und den Ricotta, den zerkrümeltem Feta, dem geriebenen Parmesan, dem Ei und den Pinienkernen mischen. Eventuell saure Sahne zugeben, mit Salz abschmecken.
(4)  Masse auf den vorgebackenen Boden geben.
(5)  Bei 200 Grad (Umluft 180Grad) 40 Minuten backen.

Geschmack: +++
Zeit:+++
Zutaten:++
Schwierigkeitsgrad:++

Nachtrag: Auch für die Eltern gekocht, da im Garten Mangoldüberschuss herrscht, fand großen Anklag. Herr Vater hätte allerdings noch Schinken oder Fisch in der Füllung gebrauchen können.

Viertel der Mangoldquiche

Viertel der Mangoldquiche

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