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Spinat mit Joghurt orientalisch angehaucht

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Orientalisch angehauchter Spinat mit Joghurt

Im unserem Kleinstgarten wächst es gerade wie wahnsinnig (Ja, es gibt noch einen Artikel darüber *g*). So wollen dringend die Salate und der Spinat geerntet werden. Mich gelüstete es auch mal wieder nach dem Klassiker Spinat mit Kartoffeln und Ei. Und es sollte was sein, wo der frische Spinat richtig gut zur Geltung kommt und nicht mit ewig viel anderem erschlagen wird. Da kam mir dieses Rezept aus dem Oriental Basics gerade recht.

Und es wirklich wunderbar! Fix gemacht und so lecker, dass ich eigentlich nicht mehr wirklich viel dazu gebraucht hätte! Hat auch wirklich gut zu den Pellkartoffel und dem Spiegelei gepaßt. Perfekt für richtig frischen Spinat. Ich hatte weniger Spinat (ihr glaubt nicht wieviel Spinat 500 g sind) und habe den Joghurt auch nach Gefühl zugegeben. Natürlich wurde der Knoblauch-Anteil reduziert ;-)

Spinat mit Joghurt

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Spinat
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
2 TL Kurkuma oder 1/2 TL Safran
Salz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen (hier: 1 kleine Zehe)
300 g Joghurt

(1) Spinat gründlich waschen, welken Blätter aussortieren und die Blätter auf einem großen Brett klein hacken (hier: gröber gelassen). Zwiebel häuten und fein würfeln.
(2) Einen breiten Topf auf den Herd stellen und das Öl darin erhitzen.  Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten brutzeln. Immer mal wieder umrühren. Das Kurkuma oder den Safran zufügen und weiterrühren bis die Zwiebeln schick gelb sind.
(3) Den Spinat in den Topf geben und so lange rühren bis er zusammen gefallen ist. Dann den Deckel drauf und zugedeckt noch 2-3 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen.
(4) Den Spinat in eine Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas abkühlen lassen. Den Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Zum Spinat geben, ebenso den Joghurt und beides gut unterrühren. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Quelle: Schinharl C., Dickhaut S. (2004): Oriental Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Impro-Kochen: Orientalischer Gemüse-Bulgur

Orientalische Bulgur-Gemüse-Pfanne

Orientalische Bulgur-Gemüse-Pfanne

Bei meinem letzten Göttingen-Besuch und dem damit verbundenen Pflichteinkauf beim Lieblingsfeinkosthändler  Ewert (falls sich mal einer ins beschauliche Göttingen verirren sollte, unbedingt dort mal reingehen, Foodie-Himmel auf Erden *g*) lachte mich eine Packung Bulgur an. Hmm, schon öfters von gehört. Freundin K. zieht ihn bpsw. dem Couscous vor. Der Alternativ-Name des Produktes „Weizen-Grütze“ ließ mich aber doch für einen Moment zögern.  Egal, mutig ist der Foodie!

Aber was mach‘ ich jetzt damit? Ich habe noch etliche Gemüsereste im Kühlschrank rumfliegen,  aus denen ich eine bunte Gemüsepfanne zaubern könnte, die dann einfach mit dem Bulgur gemischt wird. Ein wenig orientalisch gewürzt. Könnte schmecken. Ein wenig in der Gewürzabteilung meines Vorratsschrankes gewühlt und noch Ras el Hanout gefunden. Also wild drauf los gekocht :-) Dazu hab ich mir eine Hähnchenbrust gebraten, die mit Feta-Restbeständen und getrockneten Tomaten gefüllt wurde.

Bulgur pur ist jetzt nicht unbedingt meins, aber in Kombination mit Gemüse, der Bringer! Total lecker und definitiv eine neue „Sättigungsbeilage“ neben den üblichen Kartoffeln, Nudeln und Reis.
Ein schönes Essen, dass man vielfältig, auch den Jahreszeiten gemäß abwandeln kann. Als kalten Salat kann es auch am nächsten mit zur Arbeit genommen werden oder ist perfekt für Picknicks! Mit der gefüllten Hähnchenbrust und ein wenig Minz-Dattel-Joghurt ein großartiges Sonntag-Reste-Essen :-) An alle Zögerer da draußen: Bulgur unbedingt mal ausprobieren! Ich werde mir noch andere Rezepte raussuchen und testen!

Mit Feta und Tomaten gefüllte Hähnchenbrust

Mit Feta und Tomaten gefüllte Hähnchenbrust

Orientalischer Gemüsebulgur (3 Portionen)

1 Tasse Bulgur (hier: Tasse fast 125 g Reis)
1/2 TL Gemüsebrühpulver

1 Zwiebel, halbierte Scheiben
3 mittelgroße Möhren, Scheiben
1/2 Peperoni, kleine Würfeln
7 getrocknete Aprikosen, in kleinen Würfeln
1 EL Tomatenmark
1/2 Paprikaschote, ca. 1 cm große Würfel
1/4 Zucchini, ca. 1 cm große Würfel
1/4 Aubergine, ca. 1 cm große Würfel
100 g Champignons, in dickeren Scheiben
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 TL Ras-el-hanout
Paprikapulver edelsüß

(1) Den Bulgur mit doppelt soviel Wasser und etwas Gemüsebrühpulver aufsetzen, zum Kochen bringen. Mein Bulgur hatte es sehr eilig und kochte stark über, also dabei bleiben beim Aufkochen! 3 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und noch 10 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen. Bei anders lautender Packungsanweisung diese beachten.
(2) Einen großzügigen Schluck Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Möhren anbraten. Peperoni und Aprikosen hinzufügen. Das Tomatenmark ebenfalls einrühren. Weiterhin nacheinander die Auberginen-, Paprika-,  Zucchiniwürfel und Champignonscheiben hinein geben. Einfach ein bisschen nach Gefühl arbeiten und probieren wann alles gar ist, aber noch Biss hat. Die einzelnen Gemüsesorten nach der Zugabe ein wenig würzen. Wenn die Pfanne fertig ist nochmals abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.
(3) Das Gemüse mit dem fertigen Bulgur mischen!

Kann man auch kalt am nächsten Tag oder lauwarm servieren.

Quelle: eigenes Rezept

Geschmack: +++
Zutaten: +++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Mit Tomaten-Feta gefüllte Hähnchenbrust (1 Portion)

1 Hähnchenbrustfilet ohne Haut
ca. 100 g Feta
3-5 getrocknete Tomaten
Salz, Pfeffer
Schluck Olivenöl

(1) Ofen auf 200 Grad vorheizen.
(2) Die Tomaten in kleine Würfel schneiden. In Öl eingelegte einfach so klein schneiden, wenn sie nicht Öl eingelegt waren, ca. 1 Stunde vorher mit kochendem Wasser übergißene, einweichen lassen. Abtropfen und fein würfeln. Mit dem Feta zu einer relativ homogenen Masse vermischen. Mit Pfeffer würzen.
(3) In das Hähnchenbrustfilet eine Tasche schneiden. Die Füllung hineinstopfen. Mit Rouladennadeln/Zahnstochern/Bindfaden/Schaschlikspieß die Tasche schließen.
(4) Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hähnchenbrustfilet von allen Seiten anbraten. Salzen und Pfeffern. In eine Auflaufform setzen und im Ofen fertig garen. Glaube, das hat ca. 15-20 Minuten gedauert. Einfach mal reinstechen und gucken, ob der Fleischsaft klar oder rosa ist. Wenn er klar ist, kann das Fleisch aus dem Ofen.

Sofort servieren! Füllung kann in jede erdenkliche Richtung abgewandelt werden.

Quelle: eigenes Rezept

Geschmack: ++++
Zutaten: ++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Gemüsegrundlage

Gemüsegrundlage

Rote-Linsen-Suppe

Rote-Linsen-Suppe, eher orange

Rote-Linsen-Suppe, eher orange

Bevor ich auf meinem Sofa komplett wegpenne, will ich noch schnell ein tolles Suppenrezept für Euch da lassen.  Hab ich noch in der Göttinger WG für die Mädels und mich gekocht. Sehr sehr lecker, sehr einfach, sehr schnell zu machen! Also perfekt für gestresste Leute oder jemanden, der nicht wirklich Lust auf groß kochen hat :) Unbedingt ausprobieren! Mal wieder ein Rezept aus meinem sich bisher sehr bewährten „Oriental Basics„. Sollte mal wirklich endlich mit Kochbuchrezensionen anfangen *g*

Und da hier wirklich ganz akute Müdigkeit herrscht und ich bald von meiner Mini-Couch falle, verweise ich nur auf die Küchengötter-Seite, statt mein Buch rauszuholen und das Rezept abzuschreiben. Muss so schon jedes zweite Wort neu tippen *g*

In diesem Sinne :) Gute Nacht allerseits!

Orientalischer Pilaw mit Hähnchen

Orientalischer Pilaw

Orientalischer Pilaw

Noch mehr Seelenwärmer-Essen falls mal wieder ein fies-kalter doofer Tag war. Diesmal angelehnt an den Nahen Osten einen sehr reichhaltiger Reiseintopf mit Hähnchen, Korinthen, Gemüse und Pinienkernen. Es ist mal wieder ein Rezept aus dem von mir sehr geschätzten „Oriental Basics“ und wurde schon oftmals von mir gekocht, entweder für mich allein, für Familie oder viele Freunde. Funktioniert immer!

Dieser Pilaw ist toll! Er ist weich, aber gleichzeitig hat man Biss durch den Reis und die Pinienkerne. Er vereint die Süße von Rosinen mit den orientalischen Gewürzen. Dazu paßt wunderbar ein Joghurt, der mit Salz, Pfeffer und Minze gewürzt ist. Großartiges Essen!


Orientalischer Pilaw
(4 Portionen)

300 g Langkornreis
2 EL Korinthen (oder Rosinen. Hauptsache ehemalige, getrocknete Weintrauben)
1 Zwiebel
1 Möhre
1 Stange Porree (Lauch)
2 Tomaten
500 g Hähnchenbrustfilet
4 EL Butter
3 EL Pinienkerne
1 l Hühnerbrühe (hier: Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlenes Piment
1 Prise Zimtpulver
1/2 Bund Petersilie

(1) Korinthen mit heißem Wasser in einer Schüssel übergießen und kurz quellen lassen. Den Reis in einem Sieb unter kaltem Wasser gründlich waschen.
(2) Gemüse vorbereiten. Möhre und Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden. Den weißen und hellgrünen Teil vom Porree gut waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Stange dazu am Besten halbieren und unter fließendem Wasser den Sand rauswaschen. Tomaten häuten und klein würfeln (hier: nicht gemacht, Schale stört nicht so sehr). Die Hähnchenbrustfilets waschen, trocknen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
(3) 2 EL Butter in einem Topf schmelzen und die Pinienkernen mit den Zwiebel-, Möhrenwürfeln und den Lauchstreifen anbraten. Korinthen abtropfen lassen und zusammen mit dem Reis in den Topf geben. Mit der Brühe auffüllen. Alle Gewürze dazu rühren und den Deckel auflegen. Bei schwacher Hitze 10 Minuten garen lassen.
(4) Inzwischen die übrige Butter in einer Pfanne zerlassen und die Hähnchenbrustfiletwürfel darin bei mittlerer Hitze gut anbraten. Salzen und pfeffern. Zusammen mit den Tomatenwürfeln zum Reis geben und nochmals 10 Minuten köcheln lassen.
(5) Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Den Pilaw abschmecken und mit der Petersilie bestreut servieren!

Guten Hunger!

Quelle: S. Dickhaut, C. Schirnharl: Oriental Basics. Gräfe und Unzer Verlag

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

Linsenbolognese

Linsenbolognese gaanz nah

Linsenbolognese gaanz nah

Ich esse eigentlich ziemlich viel, bin nicht sonderlich wählerisch, aber es gab so einige Dinge, die ich als Kind nie nicht gegessen hätte. So etwas waren Linsen, mit Linsensuppe konnte man mich jagen! Furchtbares Zeug, fiese Konsistenz, nee nee, nicht mit mir! Vor zwei Jahren die Wende, ungarische Tante M. kochte Linsensuppe: Hmmm … Muss das sein? … Mag ich eigentlich nicht … Onkel Z. meinte: „Schmeckt wie Bohnensuppe nur kleinere Bohnen.“ … Hmmm *skeptischsei* … Okay, ich probier mal! Und tatsächlich, schmeckte wie normale Bohnensuppe. Die Konsistenz war auch nicht so seltsam wie in meiner Erinnerung. Ich sollte den kleinen Hülsenfrüchtchen wohl mal ’ne Chance geben.

Hatte mir also eine Packung getrockneter roter Linsen gekauft, da sie laut den Rezepten, die ich gelesen hatte, nicht so ewig einweichen und kochen müssen wie braune Exemplare. Kommt mir sehr entgegen. Hatte ich also dieses Vorratsglas mit Linsen und da ich sehr bald umziehe und neben meinem ganzen Zeugs (Bücher, Bücher und nochmals Bücher *seufz*) nicht auch noch Essensvorräte mit umherschleppen will, sollten die Vorräte mal so langsam verbraucht werden (fragt ja nicht nach dem Nudelvorrat unterm Bett *grübel*). Im Buch „Ich koche …“ von Herrn Mittagesser, das ich sehr schätze, hatte mich die orientalisierte Linsenbolognese angelacht, es muss ja nicht immer Fleisch sein.

Und was soll ich sagen, toll! Extremst lecker, wird ins Repertoire aufgenommen! Geht schnell, ist unkompliziert, schmeckt gar köstlich, ist gesund und farbenfroh! Großartigst! Die Süße der getrockneten Aprikosen und der Kreuzkümmeln bringen genau den richtigen Kick im Zusammenspiel mit den Linschen! Zwar fehlte der Salbei, wurde aber durch Rosmarin ersetzt, der ebenfalls sehr gut passte. Auch die beiden Mitbewohnerinnen waren sehr begeistert!

Linsenbolognese – Istanbulognese (4 Portionen)

1 große Zwiebel
2 Stengel Salbei (hier: Rosmarin als Ersatz)
10 getrocknete Aprikosen
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 EL Olivenöl
200 g rote Linsen
400 g gewürfelte Dosentomaten
1/4 l Gemüsebrühe
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

(1) Zwiebeln und Aprikosen würfeln. Salbei waschen, Blätter vom Stengel zupfen und fein hacken (hier: dasselbe mit Rosmarin).
(2) Einen Topf ohne Öl erhitzen und den Kreuzkümmel darin anrösten bis er duftet.  Das Öl hinzufügen. Dann die Zwiebel und Aprikosen zugeben. Deckel drauf und ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze schmoren lassen.
(3) Während die Mischung schmurgelt, die Linsen in einem Sieb kalt abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit dem Salbei, Tomaten und Brühe in den Topf geben und in 20 Minuten weich kochen. Dabei wird die Sauce wunderbar dick. Mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Sofort zu Pasta, Gnocchi oder Reis servieren!

Quelle: Sebastian Dickhaut (2007) – Ich koche … Gräfe und Unzer. Seite 125

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: +

Zucchinipuffer mit Tomaten-Joghurt

Auch Zucchini zählen neben Tomaten und Gurken zu den großartigen Sommergemüsesorten. Ja, ich weiß, sie sind nicht unbedingt das geschmackintensivste Gemüse der Welt, aber gerade deswegen sind sie so vielseitig einsetzbar. Weil ich leider keinen eigenen Garten im WG-Zimmer unterkrieg‘ und auch der elterliche Garten 500 km entfernt liegt (und sowieso kaum Zucchini abwirft dieses Jahr), werde ich nicht von ominösen Zucchinischwemmen erwischt, so dass ich mir meine doch auf dem Wochenmarkt kaufen muss. Aus meinem Oriental Basics-Kochbuch lachte mich, seit ich es vor 2 Jahren geschenkt (großen Dank an S. aus L.) bekommen hab, die Zucchinipuffer an. Jetzt habe ich endlich mal die Zeit und Muße diese auszuprobieren. Ohne Mitesser, aber kann ich wenigstens in Ruhe kochen und wann ich will.

Es ist wunderbar leichtes Rezept für den Sommer, dass man für 4 Personen als Vorspeise verwenden kann oder für 2 Personen als Hauptgericht. Für mich allein hat es auch locker zwei Tage gereicht. Hatte mir dazu Butterbohnen und Maiskolben gekocht, sowie Fladenbrot geholt, dass perfekt passte. Da ich ein bekennender Fan der Kombination „Brot plus Milchprodukt“ bin, hab ich die doppelte Portion des Joghurts gemacht. Diese Puffer lassen sich sowohl warm als auch kalt essen, man kann sie problemlos einfrieren (Selbstversuch erfolgreich bestanden), also perfekt für die arbeitende Bevölkerung, einfach ein paar mehr auf Vorrat braten. Hier zum Rezept

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