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Siebenbürger Paprikasalat

Von meiner Liebe zu den ungarischen Spitzpaprika habe ich ja schon öfter berichtet. Und auch aus dem Urlaub im September habe ich mir 1,3 kg Paprikaschoten mitgebracht, von denen ich einen Teil für Brühen und Gulaschansätze eingefroren hab, der Rest wird zu Letscho mit Patisson und gebratene Paprika mit Ei verkocht, damit wäre die Saison für mich bis zum nächsten Jahr beendet.

Aber Euch möchte ich noch ein Rezept ans Herz legen, dass Ihr gut mit den letzten roten und gelben Paprikaschoten aus dem Supermarkt zubereiten könnt. Wie ich auf die Seite geraten bin, weiß ich nicht mehr, aber der Salat aus gebackenen Paprika sprach mich sofort an. Was daran jetzt speziell siebenbürgisch/transsylvanisch ist, keine Ahnung … Aber lecker ist es und eigentlich auch ziemlich einfach zuzubereiten. Das fissiligste daran ist das Häuten der Schoten. Aber mit ein paar Tipps geht das auch einfach. Was ja auch völlig nervig ist, ist das Reinigen des Backblechs, wenn der Saft der Paprika darauf festgebrannt ist, also das Blech mit Backpapier oder Alufolie belegen. Der Ofen muss ziemlich heiß sein, damit das Gemüse wirklich röstet. Die Paprikaschoten legt ihr allerdings als Ganzes drauf, es ist nicht nötig sie vorher zu putzen und halbieren. Innerhalb einer halben Stunde, mit einmal wenden zur Halbzeit, sind die Schoten schön weich und die Haut mäßig verbrannt mit schwarzen Flecken. Dann die Schoten in eine Schüssel mit Deckel geben und abgedeckt lauwarm abkühlen lassen bis man sie gut anfassen kann. Durch das Abdecken bleibt der Dampf, der noch aus dem Gemüse entweicht in der Schüssel und lässt die Haut sich vom Fruchtfleisch lösen. Mit den Händen, Eurem besten Werkzeug in der Küche, könnt ihr dann ganz leicht die Haut abziehen und die Kerne entfernen. Ta-daa! Fertig sind die enthäuteten Paprika!

Zuletzt nur noch die restlichen Zutaten dazu und etwas ziehen lassen, damit die Aromen sich gut verbinden. Die Süße der Paprika harmoniert wunderbar mit der Säure vom Essig und auch die leichte Schärfe des rohen Knoblauchs passt da gut rein! Heraus kommt eine aromatische Vorspeise, die sich gut für ein Buffet eignet oder als Beilage zu einem schönen Braten. Probiert es gerne aus! Es lohnt sich!

Siebenbürger Paprikasalat

Zutaten für 4 Portionen:
8 Spitzpaprikaschoten (rot und/oder gelb)
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
2-3 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier oder Alufolie belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen und trocknen. Auf das Blech legen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 15-20 Minuten backen, dann die Schoten wenden. Nach weiteren 10-15 Minuten die Schoten heraus holen, wenn die Haut etliche dunkle Flecken hat. In eine Schüssel geben. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und lauwarm abkühlen lassen. Dann die Haut von den Schoten abziehen und das Kerngehäuse dabei entfernen. Die Schoten halbieren.
(3) Die Knoblauchzehen häuten und sehr fein würfeln. Aus Essig, Salz, Pfeffer
Alles in eine passende Schüssel oder Glas geben. Mit dem Essig, Salz und Pfeffer würzen. Dann ein bisschen Öl darüber geben. Einige Zeit im Kühlschrank durchziehen lassen. Wenn Ihr die Paprikaschoten mit sauberen Gabeln aus dem Glas holt, können sie sich auch einige Wochen im Kühlschrank halten.

Mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen.

Genießen!

Quelle: Lajos Mari konyhájaErdélyi sültpaprika

Drei sommerliche Gemüseragouts mit Paprika

Der Sommer ist in vollem Gange! In den Gärten explodiert es geradezu und man weiß gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen geerntetem Obst und Gemüse, oder? Eines meiner Lieblingsgemüse ist die Paprika, die technisch gesehen eigentlich ein Obst ist (entsteht aus einer befruchteten Blüte = Frucht). Wenn Pfirsichbaum, Himbeere und Konsorten nicht so viel Platz auf dem Balkon vereinnahmen würden, ich hätte etliche ungarische Spitzpaprikapflanzen angebaut. Und natürlich würde ich Unmengen an Lecsó kochen, wenn ich eigene reife Paprikas hätte.

Natürlich ist Ungarn nicht die einzige Nation in der Paprika gegessen wird, auch wenn das Klischee es vermuten lässt. Andere Länder haben ebenfalls einen hohen Paprikaverbrauch samt ihrer traditionellen Gerichte. Und drei davon möchte ich Euch heute vorstellen. Sie sind alle einfach zuzubereiten und benötigen meist nur Zutaten, die in jedem Supermarkt zu bekommen sind.

Als erstes machen wir einen Ausflug nach Bella Italia und kochen uns eine supereinfache Peperonata, die schnell fertig gestellt ist und dabei superköstlich. Zufällig ist sie auch noch vegan. Wenn man Olivenöl und Salz und Pfeffer nicht mit einrechnet, besteht dieses Paprikaragout aus insgesamt vier Zutaten. Es hat einen leicht süditalienischen Einschlag durch die Rosinen, die sich aber wirklich gut machen. Wer sie partout nicht mag, lässt sie einfach weg :-) Natürlich könnt Ihr auch weiter variieren: noch andere Kräuter zufügen (z.B. Petersilie oder Rosmarin), Knoblauchscheibchen zufügen, vielleicht süß-sauer würzen mit etwas Weißweinessig und Zucker? Oder wie beim ungarischen Letscho einfach ein paar Tomaten zufügen?

Italienische Peperonata

Zutaten für 2 Portionen als Hauptgericht:
2 rote Paprikaschoten
1 gelbe Paprikaschote
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
3 EL Sultaninen
1 EL frische Thymianblättchen
Salz, Pfeffer

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen, die weißen Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in 0,5 cm dicke Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer Pfanne mit passendem Deckel auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln hinein geben und bei niedriger Hitze 10 Minuten dünsten. Die Paprikastreifen und Sultaninen zufügen, salzen und pfeffern und zugedeckt etwa 15 Minuten schmoren lassen. Bei Bedarf ein klitzekleines bisschen Wasser zufügen, falls die Paprikaschoten am Boden ansetzen.
(3) Zum Schluss die Thymianblättchen unterrühren.

Mit Polenta oder frischem Brot und etwaiger Proteinbeilage der Wahl servieren.

Genießen!

Quelle: Bernasconi, C., Bertonasco, L. (2010): La Cucina Verde – Die schönsten italienischen Gemüserezepte. Jacoby & Stuart. 2. Auflage. p133

Die nächste Station unserer Reise dem Paprikaragout hinterher führt uns nach Israel zur Shakshuka. Eine Shakshuka ist ein kräftig gewürztes Paprika-Tomaten-Ragout, in dem Eier mitgestockt werden. In Israel mag man es sehr gerne zum Frühstück, obwohl es eigentlich ein tunesisches Gericht ist. Und auch bei der Shakshuka gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es Familien gibt. Manche mögen es nur mit frischen Tomaten, manche schärfen ihre Variante entweder mit Harissa, Paprikapulver oder Cayenne, Zwiebel ja/nein, gehört Kreuzkümmel rein? Ihr seht, es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten und wir können sie offensichtlich nach unseren Vorlieben zusammen stellen.

Ich orientierte mich an einem Rezept vom Yotam Ottolenghi, das ich für mich Scharf-Mimose entschärfte. Und die Paprika in Streifen statt Würfel schnitt, was das stockende Ei ein bisschen unhübsch machen kann und manchmal unpraktisch beim Essen ist. Ansonsten ist die Shakshuka wirklich einfach und einigermaßen fix gemacht. Sehr gutes Abendessen oder für ein spätes Frühstück (zumindest bei meinem Spätaufsteher-Magen). Leider habe ich auf dem Bild den Joghurt vergessen, das solltet Ihr beim Essen aber nicht, weil der wirklich nochmal den Frischekick gibt und ein bisschen die Schärfe vom Harissa abmildert. Ein wirklich empfehlenswertes Gericht!

Israelische Shakshuka nach Ottolenghi

Zutaten für 3 Portionen:
300 g große Paprikaschoten
2-4 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1/2 – 2 TL Harissa (je nach Vorliebe)
2 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz
300 g reife Tomaten
1 Dose Tomatenfruchtfleisch (400 g)
3-6 Eier
100 g griechischer Joghurt

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen und in etwa 0,5 cm breite Streifen schneiden. Diese Streifen je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, trocknen und in mittelfeine Würfel schneiden.
(2) In einer großen Pfanne das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Harissapasta und das Tomatenmark mit dem Kreuzkümmel und dem Knoblauch anbraten. Die Paprikastreifen zufügen, etwas salzen und gut verrühren. 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen lassen, bis die Paprika etwas weich geworden ist. Die frische sowie die Dosentomaten zufügen, etwas salzen, zum sanften Köcheln bringen und etwa 10 Minuten offen schmoren. Es sollte eine dicke Sauce entstehen. Kosten, ob die Würzung stimmt.
(3) So viele Vertiefung wie gewünschte Eier in das Shakshuka drücken, je 1 Ei hinein schlagen. Mit einer Gabel vorsichtig das Eiweiß mit der Sauce vermischen, aber nicht das Dotter verletzen. Offen 8-10 Minuten stocken lassen bis das Eiweiß fest ist, aber das Dotter noch flüssig.

Auf den Tellern verteilen und etwas vom griechischen Joghurt drüber geben. Mit frischem Brot servieren.

Genießen!

Quelle: Ottolenghi, Y., Tamimi, S. (2012): Jerusalem. Random House. p 66

Als letztes begeben wir uns an die westliche Seite vom Mittelmeer, genauer gesagt nach Frankreich und versuchen uns an einem Ratatouille. Zumindest an einer Variante, wie sie Mark Bittman in seinem Buch „How to cook everything“ vorstellt. Eigentlich dachte ich, ich hätte hier im Blog schon eine klassische Variante vorgestellt, aber dem scheint nicht so. Vielleicht war es mir zu aufwendig und ich hab stattdessen alle bisherigen Varianten ebenfalls im Ofen gemacht *ggg* Macht nichts, ein unkompliziertes Rezept mehr schadet niemandem und das hier ist so einfach, dass ich es noch vor der Arbeit an einem Donnerstag zubereitet habe. Einfach die Zutaten klein schneiden und in eine Auflaufform schichten. Eine Stunde später hat man ein wunderbares Gemüseragout, dass sowohl warm als auch kalt gegessen werden kann. Sogar auf Brot macht es sich gut. Eine Kollegin, der ich es mitgebracht hatte, bezeichnete es frecherweise als Antipasti ;-) Ich fand auch sehr angenehm, dass keine festgelegte Kräutermischung benutzt wurde, sondern man einfach aus den frischen Kräutern der Saison und/oder des Balkons wählen konnte. Ich benutzte Basilikum, Rosmarin, Thymian, Estragon und Petersilie. Bis auf die Petersilie wuchert alles auf meinem Balkon und es freut sich, wenn ich es ernte und benutze :-)

Dieses Ratatouille lässt sich wunderbar vorbereiten und ich würde es sogar für Gäste kochen, so sehr hat es mich überzeugt. Es funktioniert gut als veganes Gericht alleine, aber auch Feta oder anderer Grillkäse passen oder gegrilltes Lamm?

Dann jetzt ab in den Supermarkt oder auf den Markt und kauft Euch die Zutaten für eines dieser Paprikaragouts! Einfach, schnell, sommerlich, leicht und gesund! Es lohnt sich wirklich!

Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 4-6 Portionen:
2 rote oder gelbe Paprikaschoten
500 g Aubergine (gerne kleine)
500 g Zucchini
2 Zwiebeln
3-5 Knoblauchzehen
2 große Tomaten
Salz, Pfeffer
2 handvoll frische Kräuter
(z.B. Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Estragon, Kerbel)
120 ml Olivenöl + etwas zum Einfetten der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform dünn mit Olivenöl einfetten.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Alles waschen und trocknen. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, in dünne Streifen schneiden, die wiederum halbieren. Von den Auberginen die Enden abschneiden, die Früchte längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Von den Zucchini ebenfalls die Enden entfernen und die Zucchini in grobe 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, die Knoblauchzehen halbieren. Die Tomaten vierteln, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Blättchen der Kräuter von den Stengeln zupfen und mittelfein hacken.
(3) Jetzt geht es ans Schichten. Die Hälfte der Zwiebeln auf dem Boden der Auflauf verteilen. Dann nacheinander die Hälfte der Aubergine, Zucchini, Paprika darüber geben und zum Schluss die Tomatenwürfel. Salzen und pfeffern. Mit der Hälfte der Kräuter bestreuen und einige der halbierten Knoblauchzehen in das Gemüse drücken. Mit der zweiten Hälfte des Gemüses genauso verfahren. Zum Schluss das Olivenöl gleichmäßig über alles gießen.
(4) Die Auflaufform in die Mitte des Ofens schieben und etwa 60 Minuten backen. Dabei ein paar Mal das Gemüse runter drücken, damit es im eigenen Saft schmoren kann.

Kann heiß, warm oder bei Raumtemperatur serviert werden.

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. Double B Publishing Inc. p 373

Blog-Event CLIV: Salat satt – Nahöstlicher Brotsalat

Endlich Sommer! Ja, auch wenn ich die Wärme nicht gut vertrage, von Hitze sprechen wir erst gar nicht, mag ich das Licht, die lauen Abende, das die Natur geradezu übersprudelt und alles vor sich hin wächst und reift. Endlich können wir kulinarisch wieder aus dem Vollen schöpfen!

Und bei vielen Leuten gibt es zur Zeit fast ausschließlich Salate. Aber das kann ich nicht, da sind Susanne von „Magentratzerl“ und ich uns sehr ähnlich. Ich bin ein äußerst schlechter Salatesser und Blattsalate werden bei mir konsequent aus der Biokiste geschmissen, weil ich die einfach nicht verbraucht bekomme … Was geht sind so stückige Gemüsesalat wie z.B. Griechischer Hirtensalat. Ich liebe Tomaten, Paprika und Gurken und gegen Feta kann ich auch überhaupt nichts sagen. Die Variante gibt es öfter zum Abendbrot. Und diese Variante scheint bei den Völkern des östlichen Mittelmeers sehr verbreitet zu sein.

Letztens hatte ich noch ein Stück Fladenbrot übrig, dass ich dann schnell zu einem Brotsalat mit nahöstlichem Einschlag verarbeitete. Bei Brotsalaten gibt es ja zwei Lager, die einen mögen das Brot knusprig im Salat, die anderen eher weich. Ich glaube, ich gehöre zum Team „Knusprig“, wenn das Brot noch so ein paar Röstaromen abbekommt, ein Träumchen! Die üblichen Verdächtigen Tomate, Paprika und Gurke waren natürlich auch vertreten. Und was macht diese Variante jetzt nahöstlich? Das Brot briet in dem Öl zusätzlich mit etwas Kreuzkümmel an, es kam eine sportliche Portion gehackte Petersilie rein und über den fertigen Salat kamen noch eine Prise säuerlicher Sumach. So entstand ein sättigender, leicht säuerlicher, erfrischender Salat, der an heißen Tagen glücklich macht. Am nächsten Tag ist das Brot zwar durchgeweicht, das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, so dass Reste gut mit ins Büro genommen werden können.

Ich bin ja mal gespannt, was noch alles beim von Susanne veranstalteten Blogevent „Salat satt“ in Zorras „Kochtopf“ an Salaten zusammen kommt, die zum Nachmachen animieren und mich eventuell in eine Salatperson verwandeln? Wer weiß ;-)

Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)

Nahöstlicher Brotsalat

Zutaten für 1-2 Portionen:
50 g Brot (z.B. Fladenbrot von gestern)
2 + 6 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel gemörsert
1/2 Paprikaschote
1/3-1/2 Schlangengurke
2 handvoll Cherrytomaten
1 deutsches Bund Petersilie
1 Prise Sumach
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone Saft
100 g Feta

(1) Das Brot in grobe Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Den Kreuzkümmel und die Brotstücke zugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange Braten, bis die Brotstücke braun sind. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Paprikaschote entkernen und die weißen Häutchen rausschneiden. Von der Gurke das Ende abschneiden. Beides in etwa 0,5 cm große Würfel schneiden. Die Cherrytomaten halbieren oder vierteln, je nach Vorliebe. Die Petersilie fein hacken. Alles zum Brot geben. Salzen, pfeffern und mit dem Sumach bestreuen.
(3) Zitronensaft und restliches Olivenöl drüber geben und alles gut verrühren. Zum Schluss den Feta drüber krümeln.

Genießen!

Ungarisches Letscho 2.0

Endlich ist die Saison der aromatischen Spitzpaprika aus Ungarn wieder angebrochen! Und eines meiner liebsten Gerichte damit ist immer noch Letscho/Lecsó, also jenes ungarische Paprika-Tomaten-Ragout, dass es in jeder Saison gefühlt alle zwei Wochen gibt :-) Die klassische Variante habe ich ja schon vor einer gefühlten Ewigkeit im Rahmen der „Heiligen Dreifaltigkeit der ungarischen Spitzpaprika“ vorgestellt. Und daran ist überhaupt nichts falsch, es ist wunderbar frisch gekocht, vielseitig wandelbar, lässt sich 1a einfrieren oder einwecken.

Aber letztens sah ich in einem Video vom ungarischen Kanal „Street Kitchen“ eine Variante mit Reis, die mich sehr ansprach. Die Paprikas werden viel gröber geschnitten und sehr scharf angebraten, so dass sie braune Flecken auf der Haut und damit Extra-Aroma bekommen. Dann kommen die üblichen Verdächtigen dazu und es wird noch eine Hand Reis pro Person unter gerührt. Die Vielfältigkeit bleibt aber dabei auch bestehen, packt noch Wiener Würstchen dazu oder scharfe Paprikawurst (Kolbász, Chorizo) oder lasst ein paar Eier im Lecsó stocken. Oder esst es einfach ganz pur vegan. So viel ist möglich! Und trotzdem steht das einfache, aber köstliche Essen immer noch innerhalb von 45 Minuten auf dem Tisch. Perfekt!

Letscho/Lecsó 2.0

Zutaten für 2 Portionen:
500 g Spitzpaprika
1 Zwiebel
250 g Tomaten
2 EL Öl
1/2 Kaffeetasse Langkornreis
1 Tasse Wasser
Salz, Pfeffer
wahlweise: 50 g Paprikawurst, 50 g Feta, 2 Wiener Würstchen oder 2 Eier

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen. Die Schoten halbieren, Kerngehäuse und Scheidewände heraus schneiden. Die Hälften dann nochmals halbieren und je nach Größe dritteln oder vierteln. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, trocknen, halbieren, Strünke entfernen und die Hälften grob würfeln.
(2) Das Öl in einer mittelgroßen Pfanne (auf die ein Deckel passt) auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Paprikastücke zufügen und bei hoher Hitze so lange anbraten bis sie braune (nicht verbrannte) Stellen auf der Haut kriegen. Die Zwiebelwürfel zufügen und bei mittelhoher Hitze mitbraten bis sie glasig werden. Etwas salzen.
(3) Den Reis und die Tomatenstücke zufügen, salzen und pfeffern und alles gut verrühren. Mit dem Wasser begießen, Deckel auflegen und etwa 25-30 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen bis der Reis gar ist.

Wer mag, kann zusammen mit dem Reis in Scheiben geschnittene Paprikawurst (ungarische Kolbász) auf das Letscho legen, oder 5 Minuten vor Ende der Garzeit Feta drüber krümeln, klein geschnittene Würstchen mit erhitzen oder Eier darüber schlagen und unter dem Deckel stocken lassen.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenRizses lecsó virsivel felturózva

Veggie Stirfry mit selbstgemachter Teriyaki Sauce – Garantiert unauthentisch aber lecker

Ich habe mal meinen Foto-Ordner durchgeguckt und mit Erschrecken festgestellt, dass ich gar nicht mehr so viel bloggenswerte Rezepte auf Halde habe. Schande über mich! Nur noch welche, die ich nochmal kochen möchte (auch weil ich mit dem Rezept noch nicht so zufrieden war oder das Bild nicht so hübsch ist) oder die eindeutig nicht in diese Jahreszeit passen. Also müssen ein paar neue Gerichte fabriziert werden und nicht immer dieselben Lieblingsessen gekocht. Wozu bin ich denn sonst immer noch irgendwie Bloggerin.

Davon berichtete ich zusammen mit meinen Essensplänen für das Wochenende auch Frau Kochschlampe. Für Sonnabend war eben gewoktes Gemüse aus einem Großteil des Biokisten-Gemüses. Ich hielt es nicht für weiter bloggenswert, Frau Kochschlampe meinte „Warte mal ab.“. Und Recht hatte sie! Als Würzung bastelte ich noch eine hausgemachte Teriyaki Sauce zusammen, die so simpel ist von der Rezeptur, es ist fast peinlich. Aber im Zusammenspiel mit den ganzen Gemüsen und dem chinesischen Fünfgewürzepulver ist eine wirklich feine Sache bei rumgekommen. Ihr müsst Euch natürlich nicht sklavisch an meine Gemüsemengen halten und könnt ergänzen bzw. weglassen je nachdem was Euer Kühlschrank so hergibt. Das ist ja das herrliche am garantiert-unauthentischen-Kochen: wir können es ändern, wie es uns schmeckt. Ihr mögt keinen Pak Choi? Ersetzt ihn mit Blattspinat oder Mangold. Porree durch Frühlingszwiebeln austauschen, ein paar schickere Pilze als Champignons benutzen oder noch Knoblauch dazu? Ihr mögt das Gemüse eher knackiger? Einfach nicht so lange braten oder länger, wenn ihr es weicher bevorzugt. So ein Gericht ist perfekt, um komische Gemüsereste loszuwerden. Auch bei den Beilagen seid ihr flexibel: Reis dazu kochen, schon gekochten Reis vom Vortag vorher anbraten und alles mischen oder ein paar chinesische Nudeln unterrühren. Wer mag kann noch Tofu mitbraten oder Ei. Es ist so vielfältig! Wunderbar!

Veggie Stirfry mit Teriyaki-Sauce

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:
2-3 Möhren
1 rote Paprikaschote
150 g Champignons
1 großer Pak Choi
1 Stange Porree
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sesamkörner
1-2 EL Öl
2 TL Fünfgewürze-Pulver
4-5 EL Teriyaki-Sauce (siehe unten)

(1) Das ganze Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen. Dann je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Stücke längs in dünne Scheiben schneiden und diese in dünne Streifen. Die Paprika waschen, entkernen und längs ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Diese halbieren. Von den Champignonsstielen das Ende abschneiden, putzen und danach in Scheiben schneiden. Vom Pak Choi das Ende abschneiden und in einzelne Blätter trennen. Diese waschen und trocknen. Den Stiel ca. 2 cm breit schneiden, die Blätter dritteln oder vierteln. Die Porreestange putzen und in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
(2) Eine große Pfanne oder Wok auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner ohne Öl darin unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie braun sind und duften. Sofort in ein kleines Schüsselchen umfüllen.
(3) Das Öl in der Pfanne richtig heiß werden lassen. Möhren und Ingwer zufügen und unter Rühren ca. 3 Minuten anbraten. Paprika und Pak Choi-Stengel zufügen und 2 Minuten mitbraten. Porreescheiben und Pilze zugeben. Mit dem Fünfgewürze-Pulver bestäuben und unter Rühren weiter braten. Mit der Teriyaki-Sauce ablöschen. Die Pak Choi-Blätter unterrühren und so lange garen bis die Blätter zusammen gefallen sind und das Gemüse gar ist, aber noch Biss hat.

Mit Reis servieren. Wer mag, kann sich gerne noch ein Spiegelei dazu braten.

Genießen!

Teriyaki-Sauce

Zutaten für ca. 150 ml:
6 El Sojasauce
6 EL Mirin
6 EL Sake
3 TL Zucker

Alle Zutaten gut verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann je nach Rezept verwenden, z.B. für Hähnchen oder Lachs oder einfach über gebratenes Gemüse und einreduzieren lassen.

Quelle: nach Just One CookbookTeriyaki Sauce

Die restliche Sauce steht im Kühlschrank und harrt ihrer Verwendung. Von den Ergebnissen werde ich dann an dieser Stelle wieder berichten.

Wir retten was zu retten ist: Kohl als ungarischen Blumenkohl-Gulasch-Auflauf

Heute ist wieder Rettungstag, aber im Gegensatz zu sonst retten wir kein bestimmtes Fertiggericht, sondern eine ganze Gemüsefamilie, die leider etwas ins Abseits geraten ist. Ich rede von Kohl. Dabei hat Kohl alles, was den Winter kulinarisch erträglich macht: Vitamine, Wohlgeschmack, Saisonalität, lange Haltbarkeit, vielseitige Verwendbarkeit von Salat bis Schmortopf. Ihr seht, Kohl ist tolles Gemüse und es gibt so viele unterschiedliche Sorte, dass für jeden Geschmack was dabei ist. Ich liebe eigentlich jeden Kohl, egal ob Weißkohl, Blumenkohl, Spitzkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl! (Und zu allem findet ihr Rezepte über die Suche hier im Blog) Aber heute möchte ich Euch einen einfachen und köstlichen Auflauf mit Blumenkohl aus Ungarn vorstellen. Und damit wir dem Klischee entsprechen, ist natürlich auch Gulasch mit im Spiel *g* Aber dieses Gulasch wird aus Hackfleisch gemacht, weswegen es nicht so ewig lange schmoren muss. Dann werden die Hauptkomponenten nur in der Auflaufform geschichtet und gebacken. Dies kann man sofort tun oder den fertig geschichteten Auflauf abgedeckt in den Kühlschrank stellen, etwa 1 Stunde vor dem Backen dort heraus holen, damit er nicht mehr eiskalt ist und dann ca. 40 Minuten backen. Ihr seht ein wirklich entspanntes Essen in der Zubereitung. Und dabei soo unglaublich köstlich! Ernsthaft, ich hätte mich da rein legen können und verstehe jetzt, wie Leute Gulasch mit Reis essen können *g* Probiert es bitte dringend aus!

Blumenkohl-Gulasch-Auflauf – Rakott karfiol

Zutaten für 2-3 Portionen:

100 g Reis (Basmati oder Langkornreis)
1 kleiner Blumenkohl

Für das Hackfleischgulasch:
1 mittlere Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
300 g Hackfleisch
Salz, Pfeffer
3 TL Paprikapulver edelsüß
1 EL Tomatenmark
1 gute Prise Majoran
150-200 ml Wasser

200 g Saure Sahne
200 g Sahne
Muskatnuss

(1) Den Reis in Salzwasser nach Packungsanweisung gar kochen. Den Blumenkohl in größere Röschen teilen und in wenig Salzwasser oder im Dämpfeinsatz in 10-15 Minuten bissfest garen.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Das Hackfleisch in einer heißen Pfanne krümelig braten, wenn es schon etwas die Farbe verloren die Knoblauch- und Zwiebelwürfel zufügen und mit andünsten. Alles salzen  und pfeffern. Die Pfanne kurz vorm Herd nehmen. Paprikapulver und Tomatenmark unterrühren. Die Pfanne wieder auf die  Flamme stellen und bei mittlerer Hitze weitergaren. Majoran und Wasser zufügen. Etwa 15 Minuten schmurgeln lassen.
(3) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Öl einfetten.
(4) Als erstes den Reis gleichmäßig in der Form verteilen, darauf das Hackgulasch verteilen und zum Schluss die Blumenkohlröschen. Die Saure Sahne mit der Sahne vermischen, mit Muskatnuss und wenig Salz würzen. Gleichmäßig über dem Blumenkohl verteilen.
(5) Den Auflauf auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Etwa 30 Minuten backen bis er blubbert und obenauf etwas gebräunt ist.

Genießen!

Quelle: NokedlisRakott karfiol

Und als nächstes zeige ich Euch dann wirklich, wie ein Supermarkt-Fertigfutter einfach zu Hause gekocht werden kann und dabei so viel leckerer und kostengünstiger ist! Aber bis dahin könnt ihr bei den anderen Teilnehmern gucken, was sie so leckeres aus Kohl gezaubert haben:

Anna Antonia – Cole-Slaw ganz einfach
auchwas – Grünkohl-Pizza
Barbaras Spielwiese – Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen
Bonjour Alsace – Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch – Winterliche Minestrone
Brotwein – Grünkohl-Pesto mediteran mit Oliven und Kapern
Cakes, Cookies and more – Bunter Wintersalat
CorumBlog 2.0 – Rotkrautsalat mit Pistazien
evchenkocht – Kohlroulade auf thailändisch
Fliederbaum – Klassisches Rotkraut
German Abendbrot – Zweierlei Rotkohl: Als Pickle und ganz klassisch
giftigeblonde – Rotkraut auf polnische Art
Katha kocht! – Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln
LanisLeckerEcke – Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr – Überbackener Blumenkohl
madamroteruebe – Herzhafter Wirsingkuchen mit Apfel und Bergkäse
magentratzerl – Kohl hoch zwei
Obers triftt Sahne – Fruchtiger Grünkohlsalat mit Nüssen und Salzzitronen
our food creations – Kale Salad
Schmeckt nach mehr – 5 Grünkohl-Irrtümer und ein Rezept für Grünkohl äthiopisch
Schönes + Leben – Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei
Summsis Hobbyküche – Weißkohlcurry
Turbohausfrau – Flammkuchen mit Kohl
Unser Meating – Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping
Kebo Home – Romanesco Kichererbsensuppe
Rike Grünkohl mit Schweinebauch

Und danke an die Turbohausfrau und die „Giftige Blonde“ für’s ins Leben rufen und organisieren der Rettungstruppe!

Der große Glander – Cevapcici-Burger mit Ajvar und Krautsalat

Mögt ihr Bücher? Ich liebe Bücher! Gleich in der ersten Klasse besorgte Frau Mama mir einen Bibliotheks-ausweis und seitdem war ich sehr regelmäßig dort anzutreffen. Es war auch zu praktisch, nur 10 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt und unsere Stadtteilbbliothek hatte eine riesige Auswahl. Dort lernte ich die Mumins kennen und lieben, Schokolowski, der schokoladeliebenden Bernhardiner oder verschlang die Bücher über die Abenteuer des kleinen Nicks. Seitdem hat sich mein Geschmack etwas weiter entwickelt (Aber ich lese immer noch gerne Kinderbücher *g*) und zur Bücherliebe kam die Liebe zum Essen dazu. Im Idealfall verbindet sich beides in einem Buch. So lese ich gerne Sachbücher über kulinarische Themen, wie von Michael Pollan, aber auch Fiktion in der Essen eine große Rolle spielt. (Sonst bin ich eher der Romantyp…)

Wer da besonderes Talent hat, beides zu verbinden, ist Stevan Paul, dessen bisherige Bücher (sowohl die Kochbücher- als auch Fiktion) ich nur so verschlang. Letzten Herbst erschien dann sein erster Roman „Der große Glander„, in dem es um einen jungen aufstrebenden Künstler der Eat-Art-Bewegung der Anfang 90er Jahre geht, der plötzlich verschwindet. Etliche Jahre später glaubt ein Kunstkritiker ihn in einem Restaurant erkannt zu haben und folgt seinen Spuren. Dabei wird natürlich über Essen geschrieben, über ziemlich viel sogar.


© mairisch verlag

Und dazu veranstaltet der mairisch Verlag eine #glanderblogparade. Es wurden die insgesamt 48 Gerichte des Buches aufgezählt mit kurzen Textpassagen aus dem Buch, zu denen sich Blogger dann anmelden konnten, um das Gericht zu kochen. Den Link zum Rezept samt Bild schickt der Blogger dann an den Verlag, der alles online zusammenstellt. So gibt es für den geneigten Leser des Buchs eine schöne bebilderte Zusammenfassung aller im Roman auftauchenden Gerichte, die natürlich auch gerne nachgekocht werden dürfen. Ich entschied mich für die Balkan-Küche, vertreten durch Brankos Ćevapčići-Burger, die mir als halber Ungarin natürlich sehr entgegen kommt. Im Roman sind einige Vorgaben zum Ajvar gemacht worden in Form einer fruchtigen Süße durch Rosinen, auch sollte es pikant sein, was es bei mir nicht wurde, weil das hier schreibende ungarische Halbblut kein scharfes Essen verträgt, aber ihr könnt gerne ein wenig Chili mit ins Ajvar geben. Jedenfalls entsteht daraus eine sehr angenehm würzige Sauce, die zu vielerlei, nicht nur Cevapcici passt. Für die Cevapcici orientierte ich mich an einem Rezept aus der arte Sendung „Zu Tisch in Serbien“, das wirklich sehr pur gehalten ist und ich nur um eine Winzigkeit Paprikapulver ergänzte. In der Grillpfanne wurden die Hackfleischröllchen dann auch wunderbar knusprig von außen. An den Krautsalat, die Gemüsekomponente des Burgers, gab es nur die Vorgabe des Kümmels, was sich bei mir aber fast von alleine versteht, so von wegen verbesserte Verdauung *g* Das Rezept von Plachutta stellte sich als ideal heraus: leicht säuerlich, würzig, nicht zu saucig und trotzdem saftig. Den Salat werde ich ab sofort öfter machen!

Klar, um so einen Burger mit seinen ganzen Komponent selbst zu machen, braucht es schon ein bisschen, meine Vorbereitungen haben sich über zwei Tage gezogen, wobei ihr das Ajvar und den Krautsalat schon an einem Tag vorbereiten könnt und dann am Tag des Essens nur noch die Cevapcici bratet und rohen Komponenten für den Burger vorbereitet. Also alles in allem kein Zauberwerk. Und das Ergebnis ist es sowas von wert! Würzige Sauce, knackiger Salat, knusprig-herzhafte Hackfleischröllchen dann zusammen mit dem frischen Brötchen und den mild-knackigen roten Zwiebeln. Ein Traum!

Ćevapčići-Burger

Zutaten für 2 hungrige Burgeresser:

  • 2 große Brötchen
  • hausgemachtes Ajvar
  • Krautsalat
  • Ćevapčići
  • 1/2 Rote Zwiebel in Ringen
  • ein wenig Feta zerkrümelt

Fruchtiges Ajvar

Zutaten für 500 ml:
1 kg rote Spitzpaprika
1/2 Aubergine
2 EL Rosinen
50 ml Apfelsaft
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Essigesszenz

optional: Chiliflocken

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Aubergine (den Rest der gerösteten Aubergine andersweitig verwenden, zum Beispiel für göttlichen Auberginen-Kavier) an einigen Stellen mit einem spitzen Messer einpieken. Alles in einer Schicht auf das Backblech geben. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten rösten. Die Paprikaschoten sollten schwarze Blasen haben, die Aubergine schrumpelig und weich sein.
(3) Die Rosinen mit dem Apfelsaft ein Glas geben und zur Seite stellen.
(4) Alles vom Blech in eine Schüssel geben, mit einem Deckel oder Folie abdecken und etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Wenn man das Gemüse anfassen kann, die Aubergine halbieren und das Fruchtfleisch der einen Hälfte in eine Schüssel kratzen. Von den halben Paprikaschoten mit den Händen die Schale abziehen (geht ganz einfach jetzt) und das Fruchtfleisch samt Saft in der Schüssel sammeln.
(5) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel mit einem Schluck Öl in einen kalten kleinen Topf geben, etwas salzen. Die Flamme unterm Topf auf mittel stellen und die Zwiebeln in etwa 20 Minuten weich dünsten. Ab und zu umrühren. Den Knoblauch und die Rosinen ohne den Saft zugeben und einige Minuten mitdünsten lassen. Mit dem Apfelsaft ablöschen und das Paprika- und Auberginenfruchtfleisch (wer mag, jetzt auch die Chiliflocken) zugeben. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten dünsten lassen. Ab und an umrühren, damit nichts anbrennt.
(6) Die gesamte Masse in einen Standmixer geben und mit Hilfe eines Stabmixers fein pürieren. Zurück in den Topf geben und bis zur gewünschte Konsistenz bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Hier waren es etwa 10 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und der Essigesszenz pikant abschmecken.

In ein heiß ausgespültes Glas geben, die Oberfläche glatt streichen und mit Öl begießen.

Passt wunderbar zu Gegrilltem, Bratwurst, Klops oder auch nur auf’s Käsebrot. Auch als Dip zu Gemüsesticks stelle ich mir Ajvar sehr nett vor.

Quelle: nach „Der große Glander“ und der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Herzegowina.

Krautsalat

Zutaten für 2-4 Portionen:
600 g Spitz- oder Weißkohl
Salz
60 ml Wasser
3 EL Apfelessig
1 TL Kümmel, ganz
6 EL neutrales Öl

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen und den Strunk entfernen. Entweder mit einem scharfen Messer in wirklich feine Streifen schneiden oder eine Küchenmaschine benutzen. Den Kohl salzen und einige Minuten kräftig kneten, bis er zusammen fällt und Saft austritt. 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Kohlstreifen zwischen beide Hände nehmen und richtig gut ausdrücken. In eine kleinere Schüssel geben. Das übrige, salzige Kohlwasser wegschütten.
(2) Das Wasser mit dem Apfelessig und dem Kümmel in einem kleinen Topf aufkochen und über den Kohl gießen. Das Öl darüber geben und alles gut verrühren. Noch eine Weile ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Plachutta, E., Plachutta, M. (2012): Der goldene Plachutta. Brandstätter Verlang. Wien. p 71

Ćevapčići – Cevapcici

Zutaten für 10 Stück:
350 g Rinderhack
1/2 TL Natron
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver, edelsüß

(1) Das Hackfleisch mit den Zutaten gut verkneten. Eine Portion Teig zwischen den Händen länglich formen und mit den Fingern zusammendrücken, so dass ihre Abdrücke zu sehen sind. Auf einem Teller ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
(2) Eine Grillpfanne auf hoher Temperatur heiß werden lassen. Die Ćevapčići von allen Seiten einige Minuten braten bis sie gar sind.

Quelle: nach der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Serbien.

Wenn alle Komponenten fertig sind, den Burger zusammen stellen: Das Brötchen längs halbieren, die Ober- und Unterseite mit Ajvar bestreichen. Auf die Unterseite eine Portion Krautsalat legen, die frisch gebratenen Cevapcici darauf legen. Ein paar Zwiebelringe und Fetakrümel verteilen und mit der Brötchenoberseite bedecken.

Mit Wonne genießen!

 

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