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Parmigiana di melanzane – Italienischer Auberginen-Käse-Auflauf

Nachdem ich letztes Jahr durch die Hitze nicht ganz so produktiv in der Küche war und mich viel von Fertigfutter ernährte, geht es mir dieses Jahr wesentlich besser und ich tobe mich mit dem Sommergemüse in der Küche aus. Was ich schon an Schmorgurken verspeist habe, wieviele Zucchini schon in meine Pfanne hüpften und auch etliche Auberginen wurden zu Odessa-Kaviar verarbeitet. Aber so ’ne Aubergine kann ja nicht nur zu Brotaufstrich verwandelt werden, auch als Hauptzutat eignet sie sich hervorragend.

Und die Italiener haben das 100%ig verstanden. Viele ihrer kulinarischen Klassiker basieren ja auf Auberginen, wie zum Beispiel die sizilianische Caponata oder auch ihre Parmigiana di melanzane, also einen Aubgerginen-Käse-Auflauf, der warm oder auch bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Er ist prinzipiell ziemlich einfach zu machen, nur der erste Zubereitungsschritt, die Auberginenscheiben in Fett ausbacken, ist doch ziemlich zeit- und, für mich, kraftaufwendig. Statt also die Scheiben einzeln anzubraten, lege ich alle auf ein Backblech, würze sie, pinsele Olivenöl drauf und parke das Blech für eine halbe Stunde in den Ofen. Während die Auberginen dann dort schön weich und braun werden, habe ich Zeit die Tomatensauce und restlichen Zutaten vorzubereiten. Das Schichten ist das schnell erldigt. Und während der gesamte Auflauf im Ofen schmurgelt, kann die Küche aufgeräumt werden, so dass man nach dem Essen kaum noch Arbeit hat. Ein praktisches, effizientes Gericht! So mag ich das! Und wenn es dann noch soo köstlich ist wie dieses, haben doch alle gewonnen, oder? Also beim nächsten Einkauf ein paar Auberginen und Mozzarella einpacken und los geht’s!

Parmigiana di melanzane

Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Auberginen (etwa 450 g)
Salz, Pfeffer
3-5 + 1 EL Olivenöl
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
2 Dosen Tomatenfleisch (400 g)
2 Stengel Basilikum
2 Kugeln Mozzarella (ca. 200 g)
50 g Parmesan am Stück

Olivenöl zum Einpinseln der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Auberginen waschen und trocknen. Mit einem Brotmesser das grüne Ende abschneiden und die Auberginen dann längs in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf das Blech legen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern. Mit den 3-5 EL Olivenöl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen lassen bis sie weich sind.
(2) In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Beides sehr fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, etwas salzen und glasig dünsten. Den Zucker und die Knoblauchwürfel zugeben. Kurz mit andünsten. Die Dosentomaten zufügen und aufkochen lassen. Ab dann etwa 20 Minuten offen köcheln lassen (vielleicht ein Blatt Küchenkrepp als Spritzschutz auflegen). Wenn die Sauce fertig ist, die Blätter vom Basilikum zupfen, grob hacken und unterrühren. Die Sauce nochmal abschmecken. Fehlt Salz, Zucker oder Pfeffer?
(3) Die Mozzarellakugeln in dünne Scheiben schneiden. Den Parmesan fein reiben. Wenn die Auberginenscheiben weich und leicht braun sind, das Blech herausholen und die Temperatur des Ofens auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) senken.
(4) Jetzt geht es ans Schichten. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Olivenöl auspinseln. Ein bisschen Tomatensauce auf dem Boden verteilen. Ein Drittel der Auberginenscheiben darauf legen. Diese dann mit 1/3 der Tomatensauce bestreichen. Darauf die Hälfte des Mozzarellas verteilen. Wieder 1/3 der Auberginen, 1/3 der Tomatensauce und die zweite Hälfte des Mozzarellas. Zum Schluss die restlichen gebackenen Auberginenscheiben mit der übrigen Tomatensauce in die Form geben. Mit dem Parmesan bestreuen.
(5) Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und ca. 30 Minuten backen.

Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterAuberginenauflauf „Parmigiana di Melanzane“

Auberginen-Parmigiana aus dem Slowcooker

Parmigiana di melanzane, italienischer Auberginenauflauf mit viel geschmolzenem Käse. Und geschmolzener Käse macht doch alles besser, oder? Im Original finde ich diese Köstlichkeit ziemlich aufwendig: Auberginen erst anbraten, Tomatensauce kochen, schichten und in den Ofen schieben. Aber es ist sooo lecker! Im „Slowcooker vegetarisch“ sah ich eine Variante, die eben so langsam im Crockpot gekocht wird. Kann das gehen? So ganz ohne Anbraten? Wird der Käse auch schön, wie ich ihn mag und erwarte? Die geneigte Leserschaft merkt, ich war skeptisch.

Soviel kann ich vorweg nehmen: es klappt 1a! Und ist auch sonst ein kinderleichtes Essen. Ich habe es tatsächlich morgens drei Minuten nach dem Aufwachen um 6:18 Uhr zusammen gestellt. Und trotz enormer Verschlafenheit dauerte es nur 5 Minuten. Gut, wer die doppelte Portion im 3,5 l Crockpot machen will mit 5 Stunden Garzeit (der kleine Slowcooker heizt wirklich stärker als der große), braucht vielleicht 10 Minuten. Ihr seht, völlig unkompliziert! Und das Ergebnis ist sehr überzeugend! Toller Auberginengeschmack, typisches Parmigianaaroma und großartigst geschmolzener Käse!

Das wird es öfter geben bei mir und kann es Euch auch nur wärmstens ans Herz legen!

Parmigiana di melanzane aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Portionen:
Olivenöl
1 kleine Aubergine
Salz, Pfeffer
granulierter Knoblauch
(oder 1 frische Zehe, zerdrückt)
1 Kugel Mozzarella
200 ml passierte Tomaten (oder stückige Tomaten)
1 Prise Salz
1/2 TL getrockneter Oregano
25 g Parmesan

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 5-10 Minuten
Zubereitungszeit: 4-5 Stunden auf HIGH

(1) Den Keramikeinsatz des Slowcooker dünn mit Olivenöl ausfetten.
(2) Die Aubergine in fingerdicke Scheiben schneiden (hier mein kleiner Finger). Jede Scheibe von beiden salzen, pfeffern und mit etwas Knoblauch einreiben. Die Mozzarellakugel in so viele Scheiben schneiden wie Auberginen sind und obenauf legen.
(3) Die passierte Tomaten mit Salz, Pfeffer, Zucker und dem Oregano verrühren. Parmesan reiben.
(4) Die Auberginen-Mozzarella-Scheiben möglichst plan in den Einsatz legen und jede Schicht mit Tomatensauce bedecken. Den Parmesan obenauf streuen. Deckel drauf.
(5) 4-5 Stunden (je nach Heizleistung des Slowcookers) auf HIGH garen. Zum Schluss 15 Minuten ohne Deckel ziehen lassen.

Dazu passt frisches Weißbrot.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 96

Für den 3,5 l-Slowcooker, die Zutaten verdoppeln und bei der Kochzeit auf 5 Stunden gehen.

Garten-Pesto-Orgie

Pesto ist ein Teufelszeug! Gute Idee gewesen von den Italienern da auf’m Stiefel. Nein, es ist nicht nur gut zu Pasta (den Geschmack musste ich erst lieben lernen), sondern auch wunderbar als Brotaufstrich unter Käse oder ins Salatdressing oder als Würze zu gedünstetem Gemüse. Die geneigte Leserschaft merkt also, vielseitig dieses Pesto. Und genauso vielseitig sind die Zutaten aus denen ein Pesto zubereitet werden kann. Der Klassiker ist das Pesto alla Genovese, also mit der Kombi aus Basilikum und Pinienkernen. Sehr lecker und vom Groefaz bei den Kochschlampen auch sehr amüsant erklärt, wie und womit es geht. Aber es funktioniert natürlich auch mit anderem Grünzeug, idealerweise mit dem was im eigenen Garten wächst, da kann man sich meist sicher sein, dass es ungespritzt ist. Schon seit Jahren geisterte ein Pesto aus Radieschenblättern durch die Blogs und ich ärgerte mich immer, dass die Blätter der Supermarktradieschen schon leicht angewelkt sind. Aber letztes Jahr war ich ja wirklich lange in Ostseeheimat und auch öfter im elterlichen Garten, so dass ich viele der angebauten Sachen wirklich frisch verarbeiten konnte. Es wurden im Frühjahr bunte Radieschen gesät und endlich hatte ich auch frisches Radieschengrün. Frau Mama sträubte sich sehr dagegen, dass ich das Radieschengrün verarbeiten, weil sie (und auch ich) nur vom Anfassen schon kleine rote Pickelchen an den Händen bekommt. Das liegt an den kleinen Stacheln, die auf den Blättern zum Schutz der Pflanze sitzen. Gleichzeitig wanderte noch Rucola ins kleine Spankörbchen. So machte ich also zwei verschiedene Pestos. Im Bild oben ist vorne das Radieschengrün-Pesto und auf dem hinteren Löffel das Rucola-Pesto. Nun brauchte ich aber so ein paar Grundlagen in Sachen Pesto: Wieviel Grünzeug auf wieviele Nüsschen und wieviel Käse? Nach einigen Recherchen in diversen Blogs, kristallisierte sich das folgende Basis-Pesto-Rezept heraus:

Basis-Pesto-Rezept

40-60 g Grünzeug nach Wahl (Basilikum, Rucola, Petersilie, …)
20-30 g Nüsschen nach Wahl (Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, …)
40-60 g geriebenen Parmesan
80-100 g Öl (Olivenöl, Rapsöl, gemischt mit anderen Ölen)
1 Zehe Knoblauch (optional)
Spritzer Zitronensaft (optional)
Salz, Pfeffer

(1) Die grünen Bestandteile waschen, trocken schleudern und grob zerkleinern. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis sie duften und leicht braun werden. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.
(2) Das Grün und die Nüsse in einen hohen Behälter geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Den Käse und einen Teil vom Öl dazu geben und weiter pürieren bis eine festere, feine Paste entsteht.
(3) Diese Paste mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit soviel Öl verrühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
(4) In heiß abgewaschene, gut getrocknete Gläser füllen, Oberfläche glatt streichen, mit etwas Öl bedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So sollte es ein bißchen (2 Wochen etwa) halten.

Wenn man zuviel Pesto gemacht hat, kann es gerne flachgestrichen eingefroren werden. Zum Auftauen einfach soviel gefrorenes Pesto abbrechen wie gebraucht wird.

Und hier dann noch die Zutaten für jeweils ein kleines bis mittelgroßes Glas des Radieschengrün- und Rucola-Pestos, Zubereitung wie gehabt:

Radieschengrün-Pesto

80 g frische Radieschenblätter
2 Knoblauchzehen
50 g Haselnüsse
80 g geriebener Parmesan
80 ml Rapsöl
guter Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola-Pesto

60 g Rucola
30 g Walnüsse und Mandeln
50 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Probiert ruhig mal verschiedene Kombinationen aus, die Geschmacksvielfalt ist toll und vielseitig einsetzbar!

Zum Beispiel kann an einem heißen Sommertag einfach ein paar bunte Tomätchen kleinschneiden, ’ne Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und eine Kugel Mozzarella klein zupfen. Auf zwei Tellern verteilen. Die gekochten Spaghetti für 2 Portionen grob abgetropft noch im Topf mit ein paar Esslöffeln Pesto (hier die Radieschenblätter-Variante) vermischen. Von dem Spaghettikochwasser ein wenig aufheben, damit die Sauce lockerer wird und nach Bedarf und Konsistenzvorliebe zur Pesto-Spaghetti-Mischung geben. Mit dem kleinen Tomatensalat auf dem Teller mischen und wunderbare Lauwarme Sommer-Pesto-Tomaten-Spaghetti genießen!

Dreikäse-Cannelloni

Frau Kochschlampe veröffentlichte letztens einen Beitrag zu gefüllten Cannelloni mit Spinat und drei verschiedenen Käsesorten. Jahaa! DREI unterschiedliche Sorten! Und da Käse immer gut ist und warmer Käse noch viel besser, wurde ihr Ratschlag befolgt und es als sonntägliches Familienmahl geköchelt. Und tatsächlich: wirklich äußerst köstlich! Und gar nicht so aufwendig in der Zubereitung wie man denken könnte. Wenn man im Besitz von Gefrierbeuteln ist, muss man auch nicht mit Teelöffeln in den Canneloni rumgatschen ;-) Dazu gab es bei uns einen wirklich schnellen Fenchel-Radieschen-Salat, wenn man im Besitz einer Küchenmaschine ist, kann der Salat innerhalb von 10 Minuten fertig sein und auch mit einem Handhobel wird es nicht wesentlich länger dauern.

Wie von Frau Kochschlampe auch von mir eine definitive Nachkochempfehlung, probiert es dringend mal aus, ernstlich gut!

Dreikäse-Cannelloni

Zutaten für 4 Personen plus Rest für den nächsten Tag:

Tomatensauce
Olivenöl
1 Schalotte, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, in feinen Scheiben
1 Prise Rohrohrzucker
1 EL Rotweinessig
1 TL Oregano, getrocknet
800 g gehackte Tomaten (selber machen oder aus der Dose)
Salz, Pfeffer

Füllung
500 g Spinat (oder 1 Packung TK-Spinat)
300 g Ziegenkäse, weich und ohne Rinde
100 g Parmesan, fein gerieben
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
200 g Cannelloni-Röhrchen, in der trockenen Form
125 g Mozzarella, in Scheiben

(1) Erst Tomatensauce machen. Dazu die Zwiebeln im Olivenöl glasig dünsten und dann den Knoblauch mitbraten, bis er ordentlich anfängt zu duften. So 3 Minuten. Zucker, Essig und Oregano dazugeben, einen Moment anziehen lassen. Tomaten dazugeben, salzen und offen ca. 20 Minuten leise köcheln lassen bis die Sauce ein wenig eingedickt ist. Geschmack kontrollieren und ggf. nachwürzen.
(2) Ofen auf 200°C vorheizen.
(3) Spinat in ein Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen, damit er zusammenfällt. Eventuell mehr als einmal. Kaltes Wasser zum Abkühlen darüber geben und das Wasser aus dem Spinat drücken. Am besten indem man den Spinat in ein sauberes Küchenhandtuch gibt und auswringt.
Spinat hacken (Küchenmaschine ist hier Dein Freund), Ziegenkäse reinkrümeln und die Hälfte des Parmesans dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
(4) Mit Hilfe einer Spritztüte die Füllung in die Cannelloni bringen. Wer keine hat, nimmt einen Gefrierbeutel und schneidet da eine Ecke ab. Geht auch gut.
(5) Cannelloni in einfacher Schicht nebeneinander in eine Auflaufform geben. Tomatensauce rübergießen und mit den beiden Käsen abschließen. (Cannelloni können an dieser Stelle 1a eingefroren werden. Vor dem Backen dann aber auf jeden Fall komplett auftauen lassen.)
In den Ofen schieben und backen. Die Cannelloni müssen 25-30 Minuten backen, bis der Käse golden ist und Blasen schlägt. Aus dem Ofen holen und 5 Minuten stehen lassen, bevor das Essen anfängt. So gibt es weniger verbrannte Münder.
Essen kommen und

genießen!

Quelle: Kochen für Schlampen3 Käse Cannelloni

Fixer Fenchel-Radieschen-Salat

Zutaten für 4 Personen:
2 Fenchelknollen
1 Bund Radieschen
Saft und Schale 1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Den Fenchel halbieren, äußere Blätter entfernen, Inneres keilförmig rausschneiden. Die oberen frischen Blättchen abschneiden und aufheben. Die Radieschen waschen, Blätter und Wurzel entfernen. Beides mit der Küchenmaschine oder per Handhobel in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer etwas verkneten. Zitronenschale dazu, nochmals abschmecken. Das aufgehobene Fenchelgrün etwas feiner hacken und drüber streuen. Sofort servieren und

genießen!

Quelle: Oliver, J. (2011): Jamies 30 Minuten Menüs. Genial geplant – blitzschnell gekocht. Dorling Kindersley Verlag

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