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Pasta mit Schwarzkohl, Blumenkohl und Walnüssen

Weil der Schwarzkohlsalat geschmacklich so ein voller Erfolg war, hab ich für die folgende Kiste gleich noch ein Bund bestellt. Glücklicherweise lief mir das Rezept von Tracy, die im nördlichen Kalifornien lebt und den Blog „Shutterbean“ betreibt, über den Weg. Ich folge ihr zwar nur über Instagram, aber sehe gerne was sie kreativ so veranstaltet, was sie für ihre Familie mealpreppt (geht das im Deutschen als Verb durch?) und wie sie mit den dunklen Trauermomenten um ihre Mutter umgeht. Es lohnt sich ihr zu folgen :-)

Jedenfalls postete sie letztens ein Pasta-Rezept mit Cavolo nero, das mich sofort ansprach, weil es auch noch Blumenkohl enthält. Und Blumenkohl geht hier bekanntlich immer und in jeder Form *g* Für mich ist dieses Gericht die Quintessenz gesunder, amerikanischer Küche. Es beinhaltet, die von ihnen so geliebten Greens – Wie oft mir amerikanische YouTuber und Blogger gefühlt entgegen schreien, dass ich schon zum Frühstück Unmengen an rohem Grünkohlsalat essen soll ;-) Das Gericht enthält eine große Menge an Veggies, also Gemüse in Blumenkohlform, dazu die „healthy fats“, also gesunden Fette der Walnüsse. Ja, das Essen ist wirklich lecker! Versteht mich bitte nicht falsch. Aber sobald ich bei jeder Mahlzeit nur noch darauf achten soll, von wirklich jeder Komponente (Grün, Gemüse, Fette) eine bestimmte Menge zu mir zu nehmen, vergeht mir der Spaß… Das kommt mir wieder so sehr nach Optimierung des eigenen Lebens vor und darauf reagiere ich allergisch und bockig.

Aber abgesehen davon: es ist ernsthaft lecker! Also haltet ruhig Ausschau nach dem Schwarzkohl oder benutzt simplen Grünkohl und macht dieses schnelle Pastagericht nach!

Pasta mit Cavolo nero, Blumenkohl und Walnüssen

Zutaten für 2-3 Portionen:
200 g Schwarzkohl/Cavolo nero (4-6 Blätter)
12-15 Walnusshälften
1-2 Knoblauchzehen
1/2 mittlerer Blumenkohl
1/2 Zitrone, Saft und Schale
200 g Penne
Salz
2+2 EL Olivenöl
Pfeffer
1 großzügige Prise Chiliflocken
1/8 l Gemüsebrühe
1 große Hand voll geriebener Parmesan

(1) Den Schwarzkohl waschen, trocknen. Den sehr harten unteren Teil der Blattrippen raus und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Walnusshälften grob hacken. Die Knoblauchzehen häuten. Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen und dann auf einem großen Brett fein (!) hacken. Das dauert ein bisschen. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen.
(2) Wasser für Nudeln aufsetzen. Gut salzen und die Nudeln 1 Minute weniger als nach Packungsanweisung kochen. Eine kleine Wasser aufheben und die Nudeln abgießen.
(3) Während das Wasser für die Pasta heiß wird, eine große Pfanne auf mittelhoher Hitze ebenfalls heiß werden lassen. 2 EL vom Öl erhitzen. Den Blumenkohl mit etwas Salz zugeben und ohne Rühren etwa 5 Minuten braten lassen. Einmal durchrühren und dann in Ruhe weitere 5 Minuten braten, so dass er braun und leicht knusprig wird. In eine Schale geben.
(4) Auf mittlerer Hitze zurück schalten. Das übrige Olivenöl heiß werden lassen. Cavolo nero-Streifen, Walnüsse, Zitronenschale, Chiliflocken, Prise Salz und einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle in die Pfanne geben und gut verrühren. Die Brühe zugeben und etwa 5 Minuten dünsten.
(5) Mittlerweile sollten auch die Nudeln gar sein. Zusammen mit dem Blumenkohl und den Zitronensaft unter die Kohlmischung rühren. Mit dem Parmesan bestreuen und durchrühren. Wenn es noch zu trocken sein sollte, etwas vom zurück behaltenen Pastakochwasser unterrühren.

Auf vorgewärmten Tellern verteilen. Eventuell noch etwas mehr Parmesan drüber streuen.

Genießen!

Quelle: ShutterbeanCrispy cauliflower and kale penne

Pasta der fünf P – Pasta mit Schinken, Erbsen und Sahne

Jeder braucht doch ein Repertoire an schnell und einfach zu kochenden Gerichten, die man ohne groß nachzudenken noch nach Feierabend basteln kann, oder? Bei mir sind es meist Kindheitsessen wie Senfei oder simple Nudeln mit Tomatensauce, aber auch die meisten meiner geliebten ungarischen Gemüseragouts, wie Erbsengemüse, Kürbisgemüse oder Tomatenkohl sind einfach und schnell gemacht.

Und bestimmt gehört auch dieser Klassiker der Pastaküche in Italien zu der Kategorie. An frischen Zutaten muss man eigentlich nur den Kochschinken besorgen, aber Erbsen dümpeln doch bei jedem im Tiefkühler rum, oder? Parmesan ist doch auch so ein Grundnahrungsmittel, dass irgendwie immer in meinem Kühlschrank ist. Und selbst wenn eine Zutat nicht da sein sollte, kann sie bestimmt ohne großen Aufwand im nächsten Supermarkt besorgt werden.

Und warum heißt das jetzt Cinque Pi, also Pasta der fünf P? Weil prinzipiell die Hauptzutaten auf italienisch mit P beginnen: Parmesan, Panna (Sahne), Piselli (Erbsen), Proscuitto (Kochschinken) und wenn man Pennenudeln, dann auch die, nur bei mir war es F wie Fussili *g*

Kocht dieses Nudelgericht ruhig nach, schnell, einfach und dazu noch richtig köstlich! Nicht umsonst ein Klassiker der italienischen Küche!

Pasta Cinque Pi

Zutaten für 2 Portionen:
160 g Pasta (Penne oder Fussili)
Salz
1 kleine Zwiebel
6-8 Scheiben Kochschinken
1 EL Butter
4 handvoll Erbsen, TK
4 EL Sahne
Muskatnuss
Pfeffer
Parmesan, viiiel

(1) Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und diese dann gemäß Packungsanweisung al dente kochen.
(2) Die Zwiebel fein würfeln. Den Schinken in mittelgroße Würfel schneiden.
(3) Die Butter in einer größeren Pfanne schmelzen lassen. DIe Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Erbsen in die Pfanne geben und 2-3 Kellen des Nudelkochwassers dazu gießen.
(4) Den Schinken und die Sahne hinein geben und etwas köcheln lassen. Mit etwas Muskat und Pfeffer würzen. Nur wenig salzen.
(5) Wenn die Nudeln gar sind, diese mit Hilfe eines Sieblöffels tropfnass in die Sauce geben und gut durchrühren.
Pasta auf die Teller verteilen und sofort mit seeehr viel frisch geriebenem Parmesan vermischen.

Genießen!

Quelle: 1x umrühren bitteCinque Pi

Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Würziges Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Wie ja sicherlich alle mittlerweile wissen, liebeliebeliebe ich Blumenkohl! Ich mag ihn einfach in (fast) jeder Zubereitungsweise. Aber seien wir ehrlich, manchmal kann er ziemlich fad schmecken, wenn man nicht die richtige Würzung nutzt.

Ein Klassiker der amerikanischen Küche sind ja Mac and Cheese, also ein sehr gehaltvoller Makkaroni-Käse-Auflauf. Den haben augenscheinlich die Briten mit ihrem eigenen Klassiker Cauliflower Cheese, also Blumenkohl in Käsesauce überbacken, gekreuzt. Ist ja auch nie verkehrt ein bisschen Gemüse in Nudelaufläufen zu verstecken. Wenn man den Blumenkohl allerdings nur kocht und in die Bechamelsauce eher geschmacksarmen Käse rührt, wird auch nur ein langweiliges Gericht draus.

Die Damen und Herren von BBC Good Food haben sich dieses Problems angenommen und ein bisschen an der Zubereitungsweise geschraubt. Der Blumenkohl wird statt in Salzwasser gekocht, im Ofen geröstet, was seine eigenen Aromen wunderbar zum Vorschein bringt. Auch in die Sauce kommen zwei verschiedene Käse, englischer schön aromatischer Cheddar und italienischer Parmesan. Zudem wird noch mit scharfem Senf und Thymian gewürzt, was einen Extrakick gibt. Für den zusätzlichen Knusper haben sie noch ein paar gehackte Nüsse drüber gestreut, die auch wunderbar aromatisch werden und großartig in Kombination mit dem Blumenkohl passen.

Eine wirklich schöne Variante dieses klassischen Auflaufs, die die geneigte Leserschaft mal ausprobieren sollte!

Würziges Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Zutaten für 2 Personen:
1/2 Blumenkohl, 400 g
1 TL Olivenöl
einige Zweiglein Thymian
Salz
150 g Nudeln (z.B. Fussili oder Makkaroni)
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 TL scharfer Senf
350 ml Milch
70 g Cheddar, gerieben
25 g Parmesan, gerieben
25 g Hasel- oder Macadamianüsse

(1) Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze stellen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Blumenkohl in Röschen schneiden, vom Thymian die Blättchen abstreifen. Den Blumenkohl mit dem Öl, etwas Salz und der Hälfte vom Thymian vermischen. Auf dem Blech in einer Schicht verteilen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen bis die Röschen weich und goldbraun sind. (Ofen nicht ausschalten, brauchen wir noch zum Backen des fertigen Auflaufs.) In der Zwischenzeit die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung garen. Abgießen und abtropfen lassen.
(2) In einem mittleren Topf die Butter schmelzen lassen. Das Mehl einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und schluckweise die Milch klümpchenfrei unterrühren. Den Senf und restlichen Thymianblättchen einrühren. Unter ständigem Rühren nochmals 4-5 Minuten auf dem Herd kochen lassen bis eine sämige, dicke Sauce entstanden ist. Von der Hitze nehmen und 2 Minuten warten. Dann den Cheddar und die Hälfte des Parmesans unterrühren.
(3) Den Blumenkohl und die Nudeln unter die Sauce rühren. Falls die Nudeln zusammenkleben, etwas kochendes Wasser drüber gießen. Weenn die Sauce zu dick sein sollte, mit Milch ein bisschen flüssiger rühren. Alles in eine flache Auflaufform geben und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Die Hasel- oder Macadamianüsse grob hacken und drüber streuen. Den Auflauf 20 Minuten auf mittlerer Schiene goldbraun backen lassen.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Cauliflower mac & cheese

Ungarische Alltagsküche aus dem Vorratsschrank – Pásztortarhonya

Es gibt doch in jeder Nation so Gerichte, die man notfalls aus dem zusammen basteln kann, was so im Vorratsschrank ist. Diese Hirtengraupen scheinen eine ungarische Variante dessen zu sein. Aber das, was ich hier mit “Graupen“ übersetze, ist nicht das, was wir in Deutschland unter Graupen verstehen, sondern kleine Nüdelchens. Klassischerweise wird dafür ein sehr fester Nudelteig hergestellt, der dann über eine grobe Reibe gezogen, eben zu Tarhonya (gesprochen: Tarhonja) verarbeitet wird. Die Handarbeit macht sich in Ungarn heutzutage aber kaum noch jemand, sondern kauft sie im nächsten Supermarkt (Wer die hier in Deutschland mal kosten will, sucht sie bei Amazon und nimmt die der Firma „Gyermelyi“.). Ich mag sie mittlerweile sehr gerne und bringe sie von jedem Ungarnurlaub mit,obwohl sie in meiner Familie keine große Tradition haben. Wenn ich so überlege, habe ich sie noch nie von meinen Tanten gekocht gegessen…
Dieses Rezept sah ich in einem ungarischen Kochbuch (wo sonst 😉), dass, behaupte ich mal, eher für jüngere Leute geschrieben wurde, die vielleicht Sehnsucht nach Omas klassischer Küche haben.
Es ist ein recht einfaches Rezept, dass mit wenig Zutaten auskommt, die aber wunderbar miteinander harmonieren und ein schön herzhaftes Gericht ergeben. Und zwar so lecker, dass ich es schon mehrfach wiederholt habe. Auch die Eltern fanden es sehr köstlich :-)

Pásztortarhonya – Ungarische Hirtengraupen

Zutaten für 4 Portionen:
250 g Tarhonya
70 g geräucherter Speck
3 EL neutrales Öl
1 mittlere Zwiebel
1 gehäufter EL Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
2 gehäufte TL Paprikapulver
800 ml heiße Brühe (oder Wasser), evtl. etwas mehr
Salz, Pfeffer
400 g Kartoffeln
100 g Kolbász

(1) Zuerst die Zutaten vorbereiten. Den Speck würfeln. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Die Kolbász in dünne Scheiben schneiden.
(2) 2 EL Öl in einem größeren Topf erhitzen. Die Tarhonya darin bei hoher Hitze braun braten. Herausnehmen.
(3) Die Hitze kleiner stellen und in dem Topf das restliche Öl mit dem Speck zusammen geben. Beginnen, den Speck bei mittel-kleiner Hitze auszulassen und dabei anzubraten. DIe Zwiebelwürfel zufügen und glasig dünsten lassen. Das Tomatenmark zufügen und unter Rühren mit anbraten. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Knoblauchzehen durch eine Presse gedrückt, und das Paprikapulver zufügen. Gut verrühren und sofort danach mit der heißen Brühe oder Wasser auffüllen. Mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen. Die angebratenen Tarhonya wieder in den Topf geben mit abgedeckt bei mittlerer Hitze 8 Minuten kochen lassen.
(4) Nach der Zeit die Kartoffeln und Wurstscheiben zugeben. Gut verrühren. Deckel auflegen und ab dem Zeitpunkt des Kochens ca. 25 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Dabei öfters umrühren, weil das Essen gerne am Topfboden ansetzt.

Nochmal kosten, ob Salz fehlt und mit einem sauer eingelegten Gemüse oder Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Fördös, Z. (2016): 83 kedvenc magysr receptem. Lunchbox Kiadó. p48

Sketchrecipes #1 – Summer Pasta Salad

Und mit diesem ersten gezeichneten Rezept nehme ich am Event „All kinds of Nudelsalat“ von „Dynamite Cakes“ teil.

Wie ich sehe, ist der Scan des Bildes auch nicht so gut, es sieht leicht verschwommen aus (oder kann ich nur nicht richtig gucken?). Aber das ist gut zu wissen, dann scanne ich es nochmal in einer höheren Auflösung und mach es bei den kommenden Bildern gleich besser :-) Ich hoffe, die geneigte Leserschaft kann es trotzdem lesen. Wie gefällt es Euch? Könnt ihr mit solchen gezeichneten Rezepten was anfangen oder findet ihr es total unpraktisch? Lasst mir doch gerne einen Kommentar da :-)

Die kulinarische Weltreise: Italien – Pasta mit Mangold und Speck

 

Seid ihr reiselustig? Entdeckt ihr gerne neue Länder und Kulturen? Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich mir wirklich gerne Neues an, erkunde Landschaften, koste andere Aromen, andererseits kann ich mich dort am besten entspannen, wo ich alles in- und auswendig kenne, meine Beine den Weg alleine finden, ohne dass der Kopf sich anstrengen muss. Außerdem erschwert mir die MS das Reisen aus unterschiedlichsten Gründen doch ein bisschen …

Nichtsdestotrotz, wenn ich in bestimmte Ecken der Welt schon nicht so leicht physisch kommen kann, hole ich mir die Welt eben kulinarisch nach Hause. Und da bin ich nicht die einzige, die das gerne macht. Volker von „Volker mampft“ ruft deswegen zur „kulinarischen Weltreise“ auf!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Und da bin ich gerne dabei! Jeden Monat ein neues Land, eine neue Herausforderung! Für diesen Monat fängt es leicht an mit Bella Italia. Und zu Italien haben wir doch alle irgendeine Verbindung, selbst wenn wir noch nicht da waren, oder? Sei es Pizza, Pasta, Wein, Kunst, Geschichte – Italien hatte und hat so viel Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Und auch wenn ich erst einmal dort war (Du liebe Güte, auch schon fast 20 Jahre her) liebe ich dieses Land einfach!

Aber was koche ich jetzt für den Event? Wenn möglich etwas, dass auch einen Teil des Gemüses meiner Biokiste verbraucht. Eigentlich wollte ich gerne etwas aufwendigeres wie selbstgemachte Ravioli basteln, aber dann kam das Leben und zwei Mangoldstauden dazwischen. Nach ein bisschen Recherche im Netz stieß ich auf ein italienisches Rezept, in dem Mangold mit Speck kombiniert wird. Das war mir neu, klassischerweise wird Mangold bei mir gerne mit Feta kombiniert. Und es gab keine wirklich saucige Komponente im Rezept, wie Sahne oder passierte Tomaten. Die deutsche Saucenliebhaberin in mir war skeptisch ;-) Aber hey, probieren wir es aus. Der Mangold wird zuerst in Salzwasser gekocht und roch das gut. Ich wusste gar nicht, dass kochender Mangold so wunderbar duftet! Die eigentliche Sauce ist so schnell geköchelt, wie die Pasta braucht. Ihr seht, ein perfektes Feierabendgericht. In 30-40 Minuten steht Euer Essen fix und fertig auf dem Tisch :-)

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Herzhaft, angenehm Speck-rauchig mit dem zarten Mangold und doch noch etwas Biss durch die Möhrenwürfel. Die Tomaten bringen eine schöne, unaufdringliche Fruchtigkeit mit rein. Auch war es nicht zu trocken, wie von mir befürchtet, es hatte genau die richtige Konsistenz. Ich war wirklich positiv überrascht und wird ins Repertoire aufgenommen!

Pasta mit Mangold und Speck

Zutaten für 2 Portionen:
180 g Pasta (z.B. Fussili)
250 g Mangold
50 g Speck/Pancetta
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 mittlere Tomate
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Währenddessen den Mangold vorbereiten. Die Stiele in dünne, die Blätter in breitere Streifen schneiden. In einem Sieb unter laufendem Wasser waschen. In den Topf mit dem kochenden Salzwasser geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
(2) Währenddessen die anderen Zutaten schneiden. Den Speck in kleine Würfel. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren. Die grünen Strünke aus den Hälften schneiden und das Fruchtfleisch mittelfein würfeln.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Speck und Zwiebel darin anbraten bis die Zwiebeln etwas goldig sind. Tomaten- und Karottenwürfel zugeben, etwas salzen und pfeffern. Einige Minuten köcheln lassen bis die Tomaten zerfallen und die Möhren gar, aber noch bissfest sind.
(5) Den abgetropften Mangold untermischen und etwa 10 Minuten bei kleiner HItze in der Sauce ziehen lassen. Nochmal kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.
(6) Vor dem Abgießen der Nudeln etwas vom Kochwasser mit einer Tasse abschöpfen. Die Pasta in ein Sieb abgießen und noch tropfnass unter die Sauce rühren. Wenn die Sauce zu trocken sein sollte, etwas vom Pastawasser zugießen.

Auf Tellern verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Genießen!

Quelle: Pasta con bietola e pancetta

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