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Sizilianische Spaghetti mit Mandel-Tomaten-Pesto

Man kann doch nie genug Rezeptideen für heiße, anstrengende Tage haben, oder? Bei Zsófi vom ungarischen Blog „Chili & Vanilia“ stellt sich ja regelmäßig der „Das muss ich sofort kochen!“-Reflex ein. So auch bei diesen Spaghetti mit einem Pesto aus Mandeln und rohen Tomaten. Das Pesto ist komplett innerhalb von maximal 20 Minuten gemacht und in der Zeit kochen die Spaghetti auch fröhlich vor sich hin. Körperlich großartig anstrengend ist es auch nicht, da der Stabmixer den Großteil der Arbeit für uns übernimmt. Auch hält sich das Pesto 2-3 Tage im Kühlschrank, so dass man ruhig für zwei Tage vorproduzieren kann. Perfekt bei den heißen Sommertemperaturen!

Augenscheinlich kommt diese Pestovariante aus Sizilien, genauer die Region Trapani an der Westküste Siziliens und ist eine der typisch italienischen rohen Saucen zu Pasta. Wichtig ist es das Ganze nicht zu fein zu pürieren, die geneigte Leserschaft will noch was zum Kauen haben. Trotzdem kommen die unterschiedlichen Aromen wunderbar zur Geltung und das Essen liegt einem nicht ewig schwer im Magen.

Es lohnt sich dieser Variante eine Chance zu geben!

Sizilianische Spaghetti mit Mandel-Tomaten-Pesto

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Spaghetti
Salz
150 g Tomaten
75 g gehäutete Mandeln
1 große Knoblauchzehe
1/2 Bund Basilikum
1/2 TL Salz
3 El Olivenöl

Zum Servieren:
geriebener Parmesan
Chiliflocken
ein paar Basilikumblätter

(1) Das Wasser für die Spaghetti aufsetzen und diese nach Packungsanweisung in Salzwasser al dente kochen. Etwa eine Tasse des Kochwassers aufheben und die Nudeln abgießen.
(2) Währenddessen das Pesto zubereiten. Während die Mandeln in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze goldbraun rösten, das Wasser zum Häuten der Tomaten zum Kochen bringen. Die Mandeln etwas abkühlen lassen. Die Tomaten von unten kreuzweise einritzen und für ca. 1 Minute ins kochende Wasser legen. Rausholen, kalt abschrecken. Die Tomaten häuten, die Kerne und den grünen Strunk entfernen. Grob würfeln und mit den Mandeln in ein hohes Gefäß geben. Den Knoblauch häuten und grob hacken. Zusammen mit dem Basilikum und Salz ins Gefäß geben. Mit einem Stabmixer fein pürieren. Zum Schluss das Olivenöl unterrühren (damit es nicht bitter wird).
(3) Jetzt sollten die Spaghetti fertig sein. Das Pesto mit etwas Kochwasser verdünnen und den Spaghetti gut vermischen.

Zum Schluss mit frisch geriebenem Parmesan, Chiliflocken und Basilikumblätter bestreuen und servieren.

Genießen!

Quelle: Chili & VaniliaSpagetti szicíliai, mandulás-paradicsomos pesztóval

Garten-Pesto-Orgie

Pesto ist ein Teufelszeug! Gute Idee gewesen von den Italienern da auf’m Stiefel. Nein, es ist nicht nur gut zu Pasta (den Geschmack musste ich erst lieben lernen), sondern auch wunderbar als Brotaufstrich unter Käse oder ins Salatdressing oder als Würze zu gedünstetem Gemüse. Die geneigte Leserschaft merkt also, vielseitig dieses Pesto. Und genauso vielseitig sind die Zutaten aus denen ein Pesto zubereitet werden kann. Der Klassiker ist das Pesto alla Genovese, also mit der Kombi aus Basilikum und Pinienkernen. Sehr lecker und vom Groefaz bei den Kochschlampen auch sehr amüsant erklärt, wie und womit es geht. Aber es funktioniert natürlich auch mit anderem Grünzeug, idealerweise mit dem was im eigenen Garten wächst, da kann man sich meist sicher sein, dass es ungespritzt ist. Schon seit Jahren geisterte ein Pesto aus Radieschenblättern durch die Blogs und ich ärgerte mich immer, dass die Blätter der Supermarktradieschen schon leicht angewelkt sind. Aber letztes Jahr war ich ja wirklich lange in Ostseeheimat und auch öfter im elterlichen Garten, so dass ich viele der angebauten Sachen wirklich frisch verarbeiten konnte. Es wurden im Frühjahr bunte Radieschen gesät und endlich hatte ich auch frisches Radieschengrün. Frau Mama sträubte sich sehr dagegen, dass ich das Radieschengrün verarbeiten, weil sie (und auch ich) nur vom Anfassen schon kleine rote Pickelchen an den Händen bekommt. Das liegt an den kleinen Stacheln, die auf den Blättern zum Schutz der Pflanze sitzen. Gleichzeitig wanderte noch Rucola ins kleine Spankörbchen. So machte ich also zwei verschiedene Pestos. Im Bild oben ist vorne das Radieschengrün-Pesto und auf dem hinteren Löffel das Rucola-Pesto. Nun brauchte ich aber so ein paar Grundlagen in Sachen Pesto: Wieviel Grünzeug auf wieviele Nüsschen und wieviel Käse? Nach einigen Recherchen in diversen Blogs, kristallisierte sich das folgende Basis-Pesto-Rezept heraus:

Basis-Pesto-Rezept

40-60 g Grünzeug nach Wahl (Basilikum, Rucola, Petersilie, …)
20-30 g Nüsschen nach Wahl (Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, …)
40-60 g geriebenen Parmesan
80-100 g Öl (Olivenöl, Rapsöl, gemischt mit anderen Ölen)
1 Zehe Knoblauch (optional)
Spritzer Zitronensaft (optional)
Salz, Pfeffer

(1) Die grünen Bestandteile waschen, trocken schleudern und grob zerkleinern. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis sie duften und leicht braun werden. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.
(2) Das Grün und die Nüsse in einen hohen Behälter geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Den Käse und einen Teil vom Öl dazu geben und weiter pürieren bis eine festere, feine Paste entsteht.
(3) Diese Paste mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit soviel Öl verrühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
(4) In heiß abgewaschene, gut getrocknete Gläser füllen, Oberfläche glatt streichen, mit etwas Öl bedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So sollte es ein bißchen (2 Wochen etwa) halten.

Wenn man zuviel Pesto gemacht hat, kann es gerne flachgestrichen eingefroren werden. Zum Auftauen einfach soviel gefrorenes Pesto abbrechen wie gebraucht wird.

Und hier dann noch die Zutaten für jeweils ein kleines bis mittelgroßes Glas des Radieschengrün- und Rucola-Pestos, Zubereitung wie gehabt:

Radieschengrün-Pesto

80 g frische Radieschenblätter
2 Knoblauchzehen
50 g Haselnüsse
80 g geriebener Parmesan
80 ml Rapsöl
guter Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola-Pesto

60 g Rucola
30 g Walnüsse und Mandeln
50 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Probiert ruhig mal verschiedene Kombinationen aus, die Geschmacksvielfalt ist toll und vielseitig einsetzbar!

Zum Beispiel kann an einem heißen Sommertag einfach ein paar bunte Tomätchen kleinschneiden, ’ne Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und eine Kugel Mozzarella klein zupfen. Auf zwei Tellern verteilen. Die gekochten Spaghetti für 2 Portionen grob abgetropft noch im Topf mit ein paar Esslöffeln Pesto (hier die Radieschenblätter-Variante) vermischen. Von dem Spaghettikochwasser ein wenig aufheben, damit die Sauce lockerer wird und nach Bedarf und Konsistenzvorliebe zur Pesto-Spaghetti-Mischung geben. Mit dem kleinen Tomatensalat auf dem Teller mischen und wunderbare Lauwarme Sommer-Pesto-Tomaten-Spaghetti genießen!

Pasta Spargel Zucchini Bärlauchpesto

Es ist Bärlauchzeit! Das sieht man schon in den ganzen Blogs landauf landab, nur ich war etwas geknickt, weil ich dieses Jahr so gar keine Gelegenheit habe, um im Wald Bärlauch zu sammeln. Aber dann rettete mich meine liebe Kollegin A., die selbst keinen Bärlauch mag, aber Unmengen im Garten unterm Himbeerstrauch zu wachsen hat. Immer her damit, hier gibt es dankbare Abnehmer! Und auch meine Büromitbewohnerin A. hatte Massen an Bärlauchpesto gemacht und mir ein Gläschen zum Kosten mitgebracht. Wunderbar, liebe A., nicht zu scharf *g*, perfekt würde ich sagen! Bärlauchpesto macht sich immer noch gut auf Brot mit Avocado, ist aber natürlich auch perfekt für den Klassiker Pasta mit Pesto. Weil ich aber nicht nur Pasta mit Pesto mag und gerne noch was gemüsiges da mit drin mag, wurde kurzerhand noch ein Bund Spargel mit dem Rest einer Zucchini gebraten. Kleine Nüdelchens dazu, die in etwa die Größe der Spargelstücke haben, alles mit dem Pesto mischen und ein wunderbar schnelles Abendessen haben. Die leichte Süße der gebratenen Zucchini harmoniert wunderbar mit dem Spargelgeschmack und dem etwas knoblauchigen Bärlauchpesto. Großartigst!

Pasta Spargel Zucchini Bärlauchpesto

Zutaten für 2 Personen:
1 halbe mittlere Zucchini
500 g Spargel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
200 g kleine kurze Nudeln
6 TL Bärlauchpesto

(1) Spargel schälen, holzige Enden abbrechen, in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Köpfe dürfen ruhig etwas größer sein. Die Zucchini halbieren und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
(2) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen. Salzen, wenn es kocht und dann die Nudeln darin garen.
(3) Eine Pfanne heiß werden lassen. Erst die Zucchini hinein geben, kurz anbraten lassen. Dann die Spargelstücke dazu, salzen, pfeffern und mit der Prise Zucker würzen. Bei höherer Hitze braten lassen bis der Spargel gar, aber noch knackig ist. Es darf alles ruhig Farbe kriegen.
(4) Beim Abgießen der Nudeln eine Tasse Nudelwasser zurück behalten. Die Nudeln im Topf mit dem Gemüse und dem Bärlauchpesto mischen, schluckweise das Nudelwasser dazu geben bis das Pesto eine sämige Konsistenz bekommt und als richtig schöne Sauce alles ummantelt.

Genießen!

Geburtstagssause die V. – Hülsenfrüchte in Salatform

Weiter geht’s mit den Rezepten der Geburtstagssause. Natürlich gehören auch Salate auf ein ordentliches Geburtstagsbuffet! Und weil ja immer noch Winter war und einfach nicht die große bunte Vielfalt des Sommers zur Verfügung stand, standen die Salate unter dem Thema „Hülsenfrüchte“. Als erstes suchte ich nach einem Linsensalat, denn seit dem ungarischen Linsengemüse zu Neujahr ist meine Liebe zu diesen wirklich tollen, vielfältigen keinen Hülsenfrüchten wieder erwacht. Fündig wurde ich bei Herrn Ottolenghis „Plenty“ und entschied mich für den Linsensalat mit Tomaten und Gorgonzola, den ich leicht abgewandelt habe. Er lässt sich wunderbar vorbereiten  und in Etappen zubereiten, so dass am Tag der Party dafür wirklich nicht mehr viel zu machen war. Aufgeteilt hatte ich ihn in kleine Gläschen, die ich billig beim Möbel-Schweden erstand. Das Photo wurde aufgenommen bevor wir den Käse drüber krümelten, sonst hätte man nichts mehr vom Salat gesehen ;-) Ein wirklich richtig echt köstlicher Salat! Kräutige Linsen mit süß-saftigen Tomaten gepaart mit der leichten Salzigkeit des Fetas, großartig! Sollte die geneigte Leserschaft dringend ausprobieren!

Puy-Linsensalat mit Tomaten und Feta

Zutaten für 4 Personen:
1 kleine rote Zwiebel, in sehr dünne Scheiben geschnitten
1 EL Rotweinessig
1 TL Salz
250 g Puy-Linsen
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
schwarzer Pfeffer
3 EL gehackte Petersilie
3 EL gehackter Schnittlauch
4 EL gehackter Dill
80 g Feta (im Original: Gorgonzola)

Für die ofengetrockneten Tomaten:
400 g Cherry-Tomaten
8 Zweige Thymian
1 EL Olivenöl
2 EL Balsamico-Essig
Salz

(1) Zuerst die Ofen-Tomaten zubereiten. Den Ofen auf 150°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Tomaten vierteln und mit der Hautseite nach unten auf das Backblech legen. Die Thymianzweige darauf verteilen, mit Olivenöl und Balsamico beträufeln und leicht salzen.  Für 1,5 Stunden (90 Minuten) in den Ofen geben, bis sie halb getrocknet sind. Kurz abkühlen lassen.
(2) Die Zwiebelscheiben in einer mittelgroße Schüssel geben. Salzen und mit dem Rotweinessig übergießen und marinieren lassen, damit sie etwas weicher und milder werden.
(3) Die Linsen mit Wasser, dass etwa 3 cm über ihnen steht aufsetzen und so lange kochen lassen bis sie gar sind. Gut in einem Sieb abtropfen lassen und noch warm zu den Zwiebeln geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, das Olivenöl und den Knoblauch zugeben, gut durchrühren und abkühlen lassen.
(4) Nach dem Abkühlen die gehackten Kräuter vorsichtig unterheben und nochmals abschmecken. Die Tomaten darunter geben und mit dem Feta bekrümeln.

Servieren und genießen!

Quelle: abgewandelt nach Ottolenghi, Y. (2010): Genussvoll vegetarisch. Dorling Kindersley. Seite 222

Auf einer Party darf ja auch kein sättigender Salat fehlen und da mir Kartoffelsalat eher unpassend erschien (obwohl ich schonmal einen orientalischen gebastelt hatte), entschied ich mich für eine klassische italienische Kombi, die ich bei Paule fand. Die Kombination aus Pasta mit Kartoffeln, grünen Bohnen und Basilikum-Pesto ist ein Klassiker der ligurischen Küche, den Paule in diesen Salat umwandelte. Obwohl ich sonst kein großer Fan von Kohlehydraten mit Kohlehydraten bin, fand ich die Kombi extremst lecker und wird garantiert nochmal von mir ausprobiert! Passt auch perfekt zum Grillen, wenn es denn wirklich richtig Sommer ist…

Pastasalat alla Genovese – Pastasalat mit Pesto, grünen Bohnen und Kartoffeln

Zutaten für die Pesto-Sauce:
2 EL Pinienkerne
1 handvoll frische Basilikumblätter
1 geschälte Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
2-3 EL frisch gepresster Zitronensaft
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für 4 große Portionen Salat:
250 g grüne Bohnen
6 mittelgrosse, festkochende Kartoffeln
300 g Penne
Salz

(1) Für das Pesto die Pinienkerne in einer Pfanne fettfrei rösten. Abkühlen lassen.
(2) Basilikum, Knoblauch, Olivenöl und Pinienkerne in ein hohes Gefäss geben und mit dem Zauberstab aufmixen bis eine cremige Sauce entsteht. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und noch einmal kurz mixen. Beiseite stellen.
(3) Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Salz hinzugeben und Bohnenstücke darin ca. 5-10 Minuten bissfest garen. Bohnen abgiessen und in Eiswasser abschrecken.
(4) Kartoffeln schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Wiederum Salzwasser zum Kochen bringen, Kartoffeln hinzugeben und nicht zu weich garen. Mit einer Schöpfkelle die Kartoffeln herausnehmen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Nudeln im gleichen Topf – eventuell Wasser zufügen – bissfest garen.
(5) Nudeln abgiessen und abschrecken. Alle Zutaten mit dem Pesto in einer großen Schüssel vermengen. Gegebenenfalls noch einmal mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz ziehen lassen und

genießen!

Quelle: Paules Ki(t)chen – Pastasalat alla Genovese

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