Schlagwort-Archive: Plätzchen

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Meltaways hört doch gut an, oder? „Wegschmelzen“, wer will nicht so zarte Kekse essen? Hört sich doch viel besser an als ordinärer Heidesand, wobei der Teig ja eigentlich nichts anderes ist. Und Heidesand mag ich, weil die Kekse so unkompliziert zu backen sind und gleichzeitig unglaublich vielseitig, ob klassisch oder mit Schokolade oder nur einem µ Vanille oder mit Rosmarin. Teig kurz kneten, im Kühlschrank von einigen Stunden bis einigen Tagen zwischenparken, backen. Wunderbar. Auch, dass man die Zubereitung so entzerren kann, Teig basteln klappt noch, aber das backen nicht mehr? Kein Ding, der Teig überlebt ohne Probleme eine Woche im Kühlschrank oder kann auch eingefroren werden. Welchen Schritt man bei diesen Meltaways nicht auslassen sollte, ist das abschließende Wälzen in Puderzucker, der Teig an sich hat wirklich wenig Zucker in sich.

Und die Kekse schmelzen wirklich, sobald sie im Mund sind. Großartig! Durch die Limette kommt eine leicht herbe Zitrusnote, die wunderbar passt. Wer das allerdings nicht so mag, kann es auch gerne durch Zitrone oder Orange ersetzen. Lohnt sich die zu machen, wirklich!

Lime Meltaways – Zartester Limetten-Heidesand

Zutaten für ca. 3 Bleche:
550 g Mehl
50 g Maisstärke
1 TL Salz
300 g weiche Butter
70 g Puderzucker
Abrieb von 4 Bio-Limetten
60 ml Limettensaft
1,5 TL Vanillepaste oder Mark 1 Schote

(1) Mehl, Stärke und Salz in einer Schüssel vermischen.
(2) Die weiche Butter mit dem Puderzucker ca. 5 Minuten lang schaumig rühren. Die Mischung wird hell und sehr fluffig. Den Limettenabrieb, -saft und Vanillepaste/-mark unterrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und nur soweit verrühren, dass alles gleichmäßig verteilt ist. Bloß nicht zuviel rühren!
(3) Den Teig in 4 Portionen teilen, zu Rollen formen und in Frischhaltefolie wickeln. Die Rollen für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(4) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Die Kekse aus dem Kühlschrank nehmen und in 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Im Ofen 10-15 Minuten backen, die Kekse sollen aber nicht braun werden. Kekse auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
(6) Dann im Puderzucker wälzen und

genießen!

Quelle: Kleiner KuriositätenladenLime Meltaways

Klassische Pfefferkuchen

So richtig klassische Pfefferkuchen hatte ich noch nie gebacken. Und die richtig klassischen auch noch nie gegessen … Ich kannte bisher nur die weichen Lebkuchen, die ich (bis auf die Elisenlebkuchenpremiere dieses Jahr) auch noch nie gebacken hatte. Die Rezepte im alten Backbuch meiner Oma hörte sich einfach an: Honig, Mehl und Gewürze verkneten, ein wenig Pottasche dazu, fertig. Besonders angenehm fand ich, dass der Teig auch einige Zeit gelagert werden kann und man so die Zubereitung entzerren kann, an einem Tag den Teig vorbereiten, an einem anderen Tag innerhalb der nächsten 8 Wochen einfach verbacken. Der Teig selbst hat eine komische Konsistenz, einerseits ist er durch die Honig klebrig, andererseits doch wieder nicht. Ich habe dann irgendwann angefangen, ihn nur noch mit Einmalhandschuhen anzufassen. Da klebte er nicht so schlimm dran, wie an meinen Fingern. Aber er lässt sich gut ausrollen und ausstechen. Nur zu filigrane Ausstecher sollte man nicht verwenden, da die Plätzchen im Ofen noch ein wenig aufgehen und die Form so etwas verschwimmt. Deshalb auch Platz zwischen den Teigrohlingen lassen, jetzt nicht 10 cm, aber auch nicht nur 0,5 cm. Im Ofen waren sie relativ schnell fertig, wenn sie etwas braun geworden sind, aber noch nicht verbrannt. Zu blass sollten sie auch nicht bleiben, sonst kleben sie aneinander fest in der Aufbewahrungsdose.

Ich mag die Pfefferkuchen, auch wenn ich überrascht war wie knusprig, ja um ehrlich zu sein, ein wenig hart sie waren. Man sollte sie schon ein wenig liegen lassen, vielleicht sogar ein Stückchen Apfel mit in die Blechdose geben, damit sie schneller etwas weicher werden. Vielleicht hilft auch sie mit Schokolade zu überziehen, aber da bin ich ja eh kein großer Fan von, also hab ich es auch sein gelassen. So ein, zwei der Pfefferkuchen sind schon sehr gut zum besinnlichen Adventskaffee :-)

Honig-Pfefferkuchen

Zutaten für 3-4 Bleche:
500 g Honig
500 g Mehl
gute Prise Salz
1 EL Lebkuchengewürz
1 EL Kakao
50 g gehackte Mandeln
2 EL Rum
10 g Pottasche

(1) Den Honig erwärmen, damit er zerfließt. Das Mehl mit dem Salz und den Gewürzen, Kakao und Mandeln mischen. Die Pottaschen im Rum auflösen.
(2) Die Mehlmischung esslöffelweise unter den Honig kneten, zuletzt die aufgelöste Pottasche zugeben und alles gut miteinander verkneten. Falls der Teig noch zu sehr klebt mehr Mehl zugeben (war bei mir nötig). Der Teig hat eine gleichzeitig klebende und nichtklebende Konsistenz. Die geneigte Leserschaft wird schon mitkriegen was ich meine.
(3) Den Teig mindestens 24 Stunden ruhen lassen, er kann allerdings auch schon 3-8 Wochen im Voraus vorbereitet werden und dann abgedeckt an einem trockenen, nicht zu warmen Ort gelagert werden.
(4) Wenn man backen will, den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(5) Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche portionsweise ca. 0,5 cm dick ausrollen (hier haben sich bei mir Einmalhandschuhe bewährt zum Teiganfassen). Formen der Wahl ausstechen (Kreise, Vierecke, Sterne, Herzen, Monde; Lämmchen). Auf der mittleren Stufe etwa 10-15 Minuten backen. Das hängt von der Dicke und Größe der Pfefferkuchen ab.

Wer mag kann sie noch mit Schokoladenglasur überziehen und verzieren. Sie sind zu Anfang knusprig hart, werden nach einige Wochen in einer Blechdose aber weicher. Sie eigenen sich gut zum Tunken in Kaffee oder Kakao.

Einfach genießen!

Quelle: Fuchs, P.-E. (1953): Unser Backbuch. Verlag für die Frau. Leipzig. p 81

Mürbestes Orangen-Haselnuss-Shortbread

Synchronkochen mit der weit, weit weg lebenden Frau Kochschlampe ist ja schon eine kleine Tradition bei uns, aber in der Vorweihnachtszeit backen wir auch gerne per Videochat zusammen, wenn wir uns schon nicht live und in Farbe sehen können (wie noch im Dezember 2011). Da sind natürlich ein paar kleine organisatorische Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen: ein Rezept, das wir beide mögen (kein Kokos, der ist für mich ist Hauptausscheidegrund) und ein Rezept, dass relativ einfach ist, nicht zu lange dauert, keine seltsamen langen Teigruhezeiten hat. Frau Kochschlampe schlug mir Orangen-Haselnuss-Shortbread vor, dass in ihrem Haushalt von allen Mitgliedern heiß und innig geliebt und offensichtlich nur so eingeatmet wird. Haselnüsse hören sich gut, Orangen noch viel besser und die Zubereitung ist ein Kinderspiel.

Wirklich wichtig ist das Rösten der Haselnüsse. Wenn die geneigte Leserschaft mal eine frisch geröstete Haselnuss gekostet hat, ihr werdet nie wieder eine ungeröstete auch nur angucken wollen! Am einfachsten geht das im Ofen: einfach den Ofen auf 180°C vorheizen, die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und etwa 10 Minuten backen lassen bis die Nüsse dunkel, fast schwarz sind. Die Nüsse ein wenig abkühlen lassen und dann so ca. 2 handvoll in ein Küchenhandtuch geben, gut das Handtuch rubbeln, damit die bittere Schale von den Nüssen kommt. Das geht erstaunlich gut. Und schwupps hat man höchstaromatische Haselnüsschen. Der Rest vom Keks ist ganz einfach. Die Nüsse noch schreddern, alle Zutaten miteinander verkneten bis der Teig hält. Dann werden auf einem Blech zwei Teigfladen geformt und gebacken. Fertig.

Und die sind wirklich so lecker! Sehr schön nussig mit wunderbarem Orangenaroma und so mürbe, dass sie schon beim Angucken anfangen, sich zu verkrümeln ;-) Großartig! Die wird’s öfter geben!

Orangen-Halsenuss-Shortbread

Zutaten für 24 Stück:
1 1/2 Cup Haselnüsse (geröstet und Haut abgerubbelt)
1 1/2 Cup Mehl
1/2 Cup brauner Zucker (plus 2 EL zum Bestreuen)
140 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
1 1/2 TL abgeriebene Orangenzeste (1 Bio-Orange)
1/4 TL grobes Salz

(1) Einige Zeit vor dem Backen die Nüsse nach der Beschreibung oben rösten und enthäuten. Die Nüsse in einer Küchenmaschine mittelfein mahlen.
(2) Kurz bevor man mit dem Teig beginnt die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(4) Das Mehl mit Nüssen, Zucker, Butter, Zeste und dem Salz verkneten und zu einem Ball formen. Den Teig halbieren und auf das Backblech geben. Zwei Fladen von etwa 17 cm Durchmesser mit den Händen formen. Mit einem Messer 12 Stücke darauf vorzeichnen. Mit jeweils 1 EL Dekozucker bestreuen.
(5) In den Ofen schieben und in 15-20 Minuten golden backen. 10-15 Minuten abkühlen lassen und noch warm in insgesamt 24 Stücke schneiden.

Abkühlen lassen und in Blechdosen aufbewahren oder gleich

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenOrangen-Haselnuss-Shortbread

Gewürz-Lebkuchen

Plätzchen die Erste

Plätzchen die Erste: oben - Herr Fuchs, Frau Elster, Schneeman unten - Sandmann, Herz, Kamel, Pinguin-Küken

Die Vorweihnachtsvorfreude setzt sich fort! Am Montag bin ich mit mit Freund R., Freundin G. und S. in die Plätzchenproduktion eingestiegen, nachdem R. und ich es uns schon seit zwei Jahren vorgenommen hatten, es aber immer am Diplomprüfungs- und Diplomarbeitsstress meinerseits gescheitert ist. Aber jetzt  endlich, Anfag November. Uns war nach gewürzigen Plätzchen und weil ich die aktuelle „meine Familie & ich“ da hab mit einigen Plätzchenrezepten, wurden gleich daraus die Lebkuchen mit Zitronenguss gemacht und da wir vier Leute waren und ja jeder nicht nur fünf Plätzchen mitnehmen möchte, wurde die doppelte Teigmenge fabriziert.

Plätzchen die Zweite

Plätzchen die Zweite: oben - Schmetterling, Hase mitte - Blumen, Mond unten - Lamm, Küken

Als ich die Honig-Gewürzmischung zum Mehl kippte, war ich doch ziemlich skeptisch, weil es nach zuviel Flüssigkeit aussah, aber nach einigen Minuten Bearbeitung mit der Küchenmaschine und Kneten per Hand wurde ein zwar sehr weicher, aber doch gut verarbeitbarer Teig daraus, der auch nirgends festklebte. Großartig! So mag ich Plätzchenteige! Er musste auch nur eine halbe Stunde kalt stehen, die zur Pizza- und Salatverspeisung genutzt wurde. Auch das Plätzchenausstechen war sehr einfach, der Teig ließ sich wunderbar ausrollen und ausstechen. Nur immer schön das Nudelholz einmehlen, sonst hat man unschöne Risse im Teig. Zum Ausstechen wurden meine gesamten Ausstecher genutzt, egal ob nun weihnachtlich oder nicht, aber irgendwie hab meinen Elch und ähnliches vermisst, die wohl noch in Rostock rumfliegen müssen.

Es sind wirklich leckere Plätzchen, die zwar erst etwas Feuchtigkeit ziehen müssen, da sie nach dem Backen steinhart sind. Aber dann werden sie noch mit Zitronenguss bepinselt und werden noch leckerer. Man kann sie auch noch schick verzieren (oder durch Kinder verzieren lassen), wozu ich jedoch nie die Geduld habe, hatte ich nicht mal als Kind. Die ganzen Bastel- und Verziergene sind an Zwerg gegangen. Bei mir reichts zu einer Schicht Guß, nicht mehr. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man besonders schick verzierte Kekse an den Weihnachtsbaum hängen könnte. Zur Nachahmung empfohlen!Im Rezept geb ich mal nur die einfache Menge an, reicht aus wenn man sie allein macht :)

Lebkuchen mit Zitronenguss

Plätzchenproduktion

Plätzchenproduktion

100 g Butter
250 g Honig
100 g Zucker
2 EL gemahlener Zimt
je 1 TL gemahlener Kardamom, Nelken, Ingwer
1 Ei
500 Mehl + Mehl zum Arbeiten
1 TL Backpulver

Für den Guss:
100 g Puderzucker
1-2 EL Zitronensaft
etwas abgeriebene Zitronenschale

(1) Die Butter mit dem Honig und dem Zucker bei mittlerer Hitze erwärmen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen (hier bis es lauwarm war). Die Gewürze und das Ei unterrühren.
(2) Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Die Honig-Gewürz-Mischung unterkneten. Erst mit dem Handrührer, danach per Hand bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
(3) Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
(4) Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem bemehlten Nudelholz ca. 3 mm dick ausrollen. Lustige Formen ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtem Blech ca. 10-12 Minuten backen lassen.
(5) Abkühlen lassen. Den Puderzucker und Zitronenschale mit dem -saft zu einer dickflüssigen Masse vermischen (kann man auch noch einfärben, wenn man lustig ist). Auf die Plätzchen streichen, verzieren wenn gewünscht, fertig :)

Lassen sich 4-6 Wochen lagern, am Besten wohl in einer Keksdose mit einem Apfestück drin, damit sie nicht zu hart werden.

Quelle: meine familie & ich – Heft 12/2008

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: +++
Schwierigkeitsgrad: ++

%d Bloggern gefällt das: