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Rhabarberkuchen mit göttlich-rhabarbiger Puddingcreme

Es ist Frühling! Es ist Rhabarber-Saison! Und da gehört Rhabarberkuchen unbedingt dazu, denn ich liebeliebeliebe Rhabarber! Vor einigen Jahren probierten Frau Mama und ich einen Blechkuchen aus einem alten DDR-Backbuch aus, weil uns die klassische Variante mit Baiser öfters misslang. Der Kuchen war schon fast gar, aber nachdem wir die Baisermasse darauf verteilt und laut Zeit fertig gebacken hatten, war das Innere des Kuchens wieder flüssig. Hmpf! Wir haben bis heute den Fehler nicht gefunden und waren dementsprechend frustriert.

Also probierten wir diesen Kuchen aus, waren begeistert und machten ihn zum letzten Osterwochenende wieder. Und diesmal hab ich aufgepasst und mitgemacht :-) Was mich wirklich erstaunt hat, war die Tatsache, dass man erst den Rhabarber mit Hilfe vom Zucker Wasser ziehen lässt (Osmose ahoi!) und diese Flüssigkeit dann nutzt, um eine Puddingcreme zu kochen. Und dieser Pudding ist sooo unglaublich lecker. Warum sind wir da bisher nicht drauf gekommen?!? Werden wir in der Rhabarbersaison definitiv öfter machen! Jedenfalls waren wir noch skeptisch, als es im Rezept hieß, dass die Butter und Eier in den heißen Pudding gerührt werden. Wird das nicht zu Rührei? Aber nein, eine wunderbare Creme entstand, die die perfekte Unterlage für den Rhabarber bildete.

Ich kann Euch nur dringend ans Herz legen diesen Kuchen auszuprobieren. Leicht knuspriger Teig, cremiger, sehr rhabarberiger Pudding und angenehm weiche Rhabarberstückchen! Wunderbarst!

Rhababerkuchen mit Pudding

Zutaten für 1 Blech:
1 kg Rhababer
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillepudding (oder 40 g Stärke + 1/2 TL Vanillemark)
60 g Saure Sahne
50 g kalte Butter
3 Eier

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
175 g Butter
125 g Zucker
Prise Salz
2 TL Vanillezucker
2 Eier
2-3 EL Milch

25 g Butter, geschmolzen
Puderzucker

(1) Den Rhabarber waschen, trocknen und in dünnere Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Zucker verrühren und einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit der Rhabarber Flüssigkeit lässt.
(2) Nach der Zeit den Rhabarber über einem Sieb abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Von der Rhabarberflüssigkeit 3/8 l abmessen (wenn es zu wenig ist, mit Wasser auffüllen). In einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Saure Sahne mit dem Puddingpulver (bzw. Stärke und Vanille) klümpchenfrei verrühren. Das Saure Sahne-Gemisch unter Rühren in die kochende Rhabarberflüssigkeit geben. Weiterrühren bis ein Pudding entstanden ist. Dann die Butter und die Eier unter den fertigen Pudding rühren bis eine cremige Masse entstanden ist. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(4) Für den Knetteig das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Dann entweder mit reibenden Handbewegungen oder mit Hilfe der Küchenmaschine die Butter mit dem Mehl vermengen bis alles eine krümelige Konsistenz hat. Die beiden Zuckersorten, Salz, Eier und Milch dazu geben und alles zu einem festen Teig kneten. Den Teig mit den Händen gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und fest drücken. Dabei einen Rand hochdrücken.
(5) Die Puddingcreme gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Dann die abgetropften Rhabarberstücken drüber geben.
(6) Das Blech auf mittlerer Schiene 35-40 Minuten backen.
(7) Wenn der Kuchen fertig ist, sofort mit der geschmolzenen Butter bestreichen und Puderzucker bestäuben.

Genießen!

Quelle: Das Backbuch. Verlag für die Frau. 19. Auflage 1983. p 57 und p 17

Old school Vanillepudding (oder -flammeri)

Unsere kleine Rettungstruppe tritt wieder in Aktion! Dieses Mal widmen wir uns einem Standard-Nachtisch, nämlich dem Pudding. Nun gehöre auch ich zu den Leuten, die mit Pudding aus der Tüte aufgewachsen ist. Ich kann mir vorstellen, dass es damals eine Erleichterung für die Hausfrau war, als die Puddingpulver-Tüten in der 1950ern auf den Markt kamen: Milch erhitzen, Puddingpulver rein, kurz aufkochen, fertig. Nur wenn man mal auf die Tüte guckt, so wahnsinnig komplizierte Zutaten sind das ja gar nicht. Die Bindung entsteht über Speisestärke (haben wohl eh fast im Vorratsschrank, oder?) und in der Tüte sind es meist pulverförmige Aromen, die den Geschmack geben. Hmpf! Dann doch lieber eine echte Vanilleschote und ein bisschen Ei. Das Ei war bisher der Faktor, der mich davon abhielt Vanillepudding selbst zu kochen (Schokoladenpudding kann ich schon *g*), ich hatte Angst süßes Rührei zu fabrizieren…

Aber jetzt habe ich mich getraut mit Hilfe von Herrn Pauls „Deutschland vegetarisch„. Nun wollte ich nicht unbedingt 4 Portionen basteln und dann wieder eine Woche dran essen, also das Rezept ein wenig abgewandelt, da ich ja bekanntermaßen auch kein großer Sahnefreund bin. Und, oh Wunder, es ist total einfach! Und dauert vielleicht 5 Minuten länger als die Tütenvariante. Ehrlich! Nur auf eines muss man achten: immer brav und energisch rühren. Wirklich immer! Und dann entsteht auch kein Rührei, sondern cremiger, schon fast fluffiger, sehr vanilliger Pudding, der sich trotzdem 1a stürzen lässt, wenn man das denn will. Ein Träumchen! Ab jetzt nur noch so!

Old school Vanillepudding

Zutaten für 1 große Portion [für 4 Portionen]:
20 g Maisstärke [35 g]
40 g Zucker [80 g]
1 Prise Salz
1/2 Vanilleschote [1 ganze Schote]
1 Eigelb [3 Eigelb Größe M]
250 ml Milch [500 ml]

kleine Förmchen

Maisstärke, Zucker und Salz im kleinen Topf miteinander verrühren. Aus der Vanilleschote das Mark auskratzen und mit dem Eigelb in den Topf geben. Zunächst kleine Schlucke Milch zugeben und alles gründlich und klümpchenfrei verrühren. Die gesamte Milch unterrühren. Auf den Herd stellen und bei mittelhoher Hitze unter wirklich ständigem Rühren zum Kochen bringen. 1 Minute kochen lassen, dabei in jeder Ecke des Topfes rühren, damit nichts anbrennt. In die kalt ausgespülten Förmchen geben und abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: nach Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p 257

Hätte ich mal die komplette Menge gemacht *seufz*

Und hier sind die geretteten Puddings & Konsorten der anderen Rettungstruppler: (wird nachgereicht)

Friederike vom Fliederbaum

Janke von Jankes Soulfood

Andy von LieberLecker

Melanie von der Kleinen Chaosküche

Der Genussjäger Hardy

Die Turbohausfrau Susi

Klaudia von Kochen mit Herzchen

Barbara von Barbaras Spielwiese

Jens vom Rohstoffverarbeitenden Betrieb

Zorra vom Kochtopf

Rike von Genial Lecker

Heike von Kebohoming

Christine von Anna Antonia

Sabine von Schmeckt nach mehr

Verboten gut !

Obers trifft Sahne

Widmatt

*********************** Magyar ***********************

Sokan mennek a hipermarketben és vesznek a csoki- vagy vaníliáspudingot a hűtőosztályból vagy hogy megmelegszenek a tűzhelyet akkor jön a puding a kis zacskóból. Pedig olyan egyszerű egyedül csinálni és nezetek még a zacskó háton a hozzávalók, az a mi benne van mesterséges aromák és színek nem kell senkinek. És nem kell sok: keményítő, cukor, só, vanília és tojás. Ja, tejet ;-) Kész! És minden természetes! Csak össze keverni, felforrni keverés közben és kész! Maximum 5 per több kell mint a zacskós fajtánál … Próbáljatok ki, nagyon egyszerű és sokkal finomabb!

Igazi vaniliáspuding házilag

Hozzávalók 1 nagy adagra [4 adagra]:
20 g kukoricakeményítő [35 g]
40 g cukor [80 g]
1 csipet só
1/2 vaníliarúd  [1 egészet]
1 tojás sárgája [3 tojás sárgája]
250 ml tej [500 ml]

kis formák

A kukoricakeményítőt, cukrot és sót egy kis edényben össze keverünk. A vaníliarúdból ki kaparunk a belsejét és a tojás sárgákkal teszünk. Először csak kis kortyok tejet hozzá adunk és rendesen össze keverünk. Hozza adunk a többi tejet. Most közepes-magas lángon hagyunk felforrni, de komolyan mindig állandóan keverünk. 1 percet hagyunk főzni, még mindig energikusan keverünk! Ne hogy megég a végén! A hideg vízzel öblitet kis formákban teszünk és hagyunk kihűlni.

Jó étvágyatok!

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