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Unaufwendig und vielseitig – Paprikaquark

Manchmal braucht man auch ganz einfache Gerichte, oder? Nix aufwendiges, nix kompliziertes. Und es wäre schön, wenn sich Bestandteile des Gerichtes auch noch für andere Mahlzeiten verwenden ließen. Einer von Frau Kochschlampes Standards ist ein Paprikaquark, der sich sowohl auf’s Brot streichen lässt, als auch wunderbar zu Pellkartoffeln passt. Und weil sie es bis jetzt nicht schaffte, die Variante zu verbloggen, mach ich das eben :-)

Paprikaquark nach Frau Kochschlampe

250 g Quark
1 Frühlingszwiebel
1/4 bis 1/2 rote Paprikaschote
einige Zweiglein Thymian
Salz, Pfeffer
1 Prise Pimeton de la vera

Die Frühlingszwiebel in feine Ringe, die Paprikaschote in kleine Würfel schneiden. Die Blättchen vom Thymian streifen. Den Quark mit den Zutaten verrühren. Mit Salz, Pfeffer und dem Pimenton de la vera (spanisches geräuchertes Paprikapulver) abschmecken. Ein wenig durchziehen lassen bis er gebraucht wird.

Quelle: fernmündlich von Frau Kochschlampe

Aber irgendwie waren mir nur Kartoffeln zu wenig. Ich wollte kein Steak dazu, irgendwas gemüsiges. Es harrte noch ein Brokkoli seiner Verwendung und da fiel mir ein, dass ich letztes Jahr in einer ungarischen Frühstückssendung die Autorin des hochgeschätzten Blogs „Chili & Vanilia“ Brokkoli im Ofen garte. Was mit Blumenkohl oder Rosenkohl klappt, sollte doch Brokkoli nicht schaden. Dabei erklärte sie, dass man darauf achten sollte, dass die Schnittflächen der Brokkoli-Röschen auf dem Blech liegen, weil diese dann karamellisieren und ein wunderbares Aroma entwickeln. Die Würzung wurde sehr pur gehalten, nur Salz und Pfeffer, zum Schluss noch ein Hauch Muskatnuss. Und diese Zubereitungsweise ist so toll! Sie ist stressfrei, der Brokkoli kann nicht seltsam verkochen und bekommt ein schönes Aroma. Probiert es einfach mal aus!

Ofen-Brokkoli

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Kopf Brokkoli
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Den Brokkoli putzen und in Röschen schneiden. Diese zusammen mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl mischen. Auf dem Backblech verteilen und dabei darauf achten, dass die Schnittflächen der Brokkoli-Röschen auf dem Backblech liegen.
(3) Für 15-20 Minuten im Ofen backen.
(4) Herausnehmen, mit frisch geriebener Muskatnuss berieseln.

Genießen!

Quelle: Ausschnitt einer ungarischen Frühstückssendung mit Zsófi Mautner.

Rhabarber-Quark-Dessert – Schnell und unkompliziert!

So, der letzte Beitrag zum diesjährigen Osterbrunch. Ich bin ja nun nicht gerade als Dessertkönigin bekannt und eigentlich mag ich so ausgefallene Desserts gar nicht. So eine kleine Süßigkeit als Abschluss ja, aber keine Mousse au chocolat oder Parfaits. Mir reicht ein Schokoladenpudding oder eine simple Quarkspeise. Für’s Buffet wollte ich aber doch eine Kleinigkeit basteln. Unser Quarkspeisenrezept mag die ganze Familie, Rhabarber, von dem noch 3 Stangen auf dem Balkon waren, auch. Also fix ein Rhabarberkompott gebastelt und mit der Quarkspeise geschichtet.

Deswegen kein konkretes Rezept eher eine grobe Idee. Für das Rhabarberkompott 3 Stangen Rhabarber putzen und in etwas dickere Scheiben schneiden. 2 EL Zucker mit etwas Zimt, 1/2 Vanillestange und einem Schluck Wasser aufkochen, die Rhabarberstückchen dazu geben und mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel einige Minuten kochen lassen bis der Rhabarber weich ist. Abkühlen lassen und eventuell nochmal mit Zucker nachsüßen. Für die Quarkspeise Quark mit Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale gut verrühren. Abschmecken. Versuchen den Quark einigermaßen schick abwechselnd mit dem Rhabarberkompott in Gläser zu schichten.

Ungarische Quarknudeln aus dem Ofen

Es gibt so ungarische Alltagsgerichte, die ich nur alle Jubeljahre mal mache, aber dann überfällt mich die Lust darauf und dem muss unbedingt nachgegangen werden. Eigentlich trieb mich diesmal eher die Lust auf salzigen, knusprigen Schinken

und weil eben noch Quark im Kühlschrank seiner Verwendung harrte, wurden kurzerhand ungarische Quarknudeln daraus gemacht. Dabei ist das hier in Deutschland eher schwierig, weil ungarischer Quark eine sehr krümelige, trockene Angelegenheit ist im Gegensatz zu unserem deutschen cremigen. Aber diese kleinen Krümel im Essen muss schon sein, sonst fühlt sich das irgendwie falsch im Mund an. Herr Papa fand den perfekten Ersatz: Hüttenkäse. Und dann noch ein wenig Saure Sahne unter die Nudeln und den knusprigen Schinken unterrühren. Fertig! Jetzt gibt es zwei Varianten, die einen bevorzugen eine ordentliche Portion Pfeffer obendrauf, andere (wie ich) eher ein wenig Puderzucker. Es hört sich vielleicht komisch an, aber diese Kombi von Schinken und Zucker ist echt lecker!

Dieses Mal wollte ich eine andere Variante ausprobieren und habe in den Untiefen den Internets (wo genau habe ich leider verpeilt :-( ) eine Version, die noch im Ofen überbacken wird. Natürlich kann man die Zutaten auch nur miteinander vermischen, ist gut ohne Frage, aber im Ofen zusätzlich gegart, ist es noch leckerer. Wirklich schönes Alltagsessen.

Gebackene Túros tészta

Zutaten für 2 Portionen:
150 g Nudeln (am Besten Fleckerln)
100 g Schinkenspeck, feingewürfelt
ein kleiner Schluck neutrales Öl
200 g Hüttenkäse
100 g Saure Sahne
Salz, Pfeffer

(1) Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und abgießen. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
(2) Den Schinkenspeck mit einem Schluck Öl in einer mittelgroßen Pfanne bei mittlerer Hitze braten bis er leicht knusprig ist.
(3) In einer kleineren Auflaufform erst ein Drittel der Schinkenwürfel mit etwas vom Fett geben. Dann die Hälfte der Nudeln drauf geben. die Hälfte vom Hüttenkäse und der Sauren Sahne darauf geben, ein bisschen salzen, pfeffern. Das zweite Drittel vom Schinken wieder darauf, die restlichen Nudeln und oben auf wieder Hüttenkäse und Saure Sahne verteilen. Salzen, pfeffern und die letzten Schinkenwürfelchen drauf.
(4) Für ca. 20 Minuten in den Ofen geben.

Genießen!

Goil! die Dritte – Klassischer Rhabarber-Streusel-Kuchen

Und noch eine Verwertungsmöglichkeit für Rhabarber, der jetzt wie wild im Garten wuchern sollte. Frau Mama kann ja aufgrund ihrer Fruktoseintoleranz nicht allzuviel Obst essen, aber Rhabarber geht. Rhabarber ist allerdings auch kein Obst per Definition, weil er eben nicht die Frucht aus einer befruchteten Blüte der Rhabarberpflanze ist, sondern nur die verdickten Stengel, also eigentlich ein Gemüse, wie Mangold :-D Normalerweise machen wir diese Torte mit Rhabarber statt Johannisbeeren und einer Baiserhaube, auch superlecker. Aber Frau Mama gelüstete nach einem Rezept, dass sie in einer Brigitte entdeckt hat. Das sah Streusel vor und wann sind Streusel schon verkehrt? Richtig, nie! Streusel gehen immer! Also hat sich Frau Mama an einem schlaflosen Sonnabendmorgen dran gemacht und als ich dann 9 Uhr aufstand, stand der Kuchen schon duftend in der Küche.

Und lecker war der! Knuspriger Boden und Streusel, die Haferflocken tun dem Teig wirklich gut! Und dann der quarkige Belag mit dem säuerlichen Rhabarber! Göttlich! Unbedingt nachbasteln so lange Saison ist!

Klassischer Rhabarber-Streusel-Kuchen

Zutaten für 1 Blech:

Für den Streuselteig:
250 g Butter
1 Bio-Zitrone
350 g Mehl
150 g kernige Haferflocken
200 g Zucker
1 Prise Salz

Für den Belag:
1,2-1,5 kg Rhabarber
1 Vanilleschote
200 g Zucker
750 g Quark (20%, hier in der laktosefreien Variante)
4 Eier
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver zum Kochen

(1) Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°, Gas Stufe 3) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Für den Streuselteig die Butter schmelzen. Zitrone abspülen, Schab fein abreiben. Mehl, Haferflocken, Zucker, Zitronenschale und Salz miteinander vermischen. Die Butter langsam zugießen, mit einer Gabel verrühren bis alle Zutaten zu krümeligen Streuseln verarbeitet sind.
(3) Etwa zwei Drittel der Streusel auf dem Backblech verteilen und mit einer Palette (oder den Händen oder etwas ähnlichem) zu einem festen Boden zusammendrücken. Teigboden ca. 12 Minuten im Backofen vorbacken.
(4) Für den Belag den Rhabarber putzen, abspülen und in Stücke schneiden. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen. Den Rhabarber mit dem Vanillemark und 4 EL Zucker mischen, ca. 15 Minuten ziehen lassen.
(5) Quark, Eier, restlichen Zucker und das Puddingspulver verrühren, auf dem Teigboden verstreichen. Rhabarber abtropfen lassen, auf dem Quark verteilen und die restlichen Streusel darüber streuen.
(6) Im Backofen bei gleicher Temperatur ca. 40 Minuten backen. Aufpassen, dass der Kuchen an den Ecken nicht zu dunkel wird.

Abkühlen lassen und

genießen!

Quelle: aus einer Brigitte-Zeitschrift aus dem Frühjahr 2013

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