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Schnell, einfach und rosa – Radieschen Pickles

Ist Euch schon aufgefallen, dass die Radieschen neuerdings irgendwie langweilig schmecken? Nicht mehr scharf, nur noch ein Hauch des von mir geliebten Retticharomas. Schade eigentlich. Und trotzdem baue ich jedes Jahr wieder Radieschen auf dem Balkon an. Es ist auch einfach zu spaßig und interessant: Samenband auf die Erde legen, noch Erde drauf, gießen und warten. Und zwischendurch immer mal wieder gießen. Dann zeigen sich erst die hübschen, herzförmigen Keimblätter und so nach und nach kommen die richtigen Blätter und es bildet sich ein kleiner, roter Radieschenknubbel als Wurzel. Nach einigen Woche, je nach Wetter, wohnen dann perfekte, verzehrfertige Radieschen im Balkonkasten:

Aber was jetzt damit anstellen? Klar, kann man einfach so essen, aber, um ehrlich zu sein, so viele Radieschen esse ich dann pur auch nicht. Wäre ja nett, wenn man sie irgendwie haltbar machen könnte. Also durchsuchte ich das weltweite Zwischennetz nach eingelegten Radieschen, denn irgendwo auf Facebook sah ich mal ein Glas mit schick rosaner Flüssigkeit und Radieschenscheibchen. Fündig wurde ich beim Blog „Cookie + Kate“ und das Rezept erinnerte mich frappierend an sonstige Pickles-Rezepte. Kann also gar nicht verkehrt sein!

Es ist wirklich schnell gemacht, sehr unaufwendig und die Wohnung riecht nur kurz nach dem aufgekochten Essig. (Jetzt das Fenster weit aufreißen und die Essigmoleküle nach draußen entschwinden lassen!) Dann heißt es sich allerdings ein wenig gedulden: erst müssen die Pickles auf Zimmertemperatur abkühlen und ich lasse sie dann gerne mindestens 1 Tag im Kühlschrank ziehen, früher sind sie mir zu essigscharf. Aber dann wirklich wunderbar: ein bisschen prickelig, ein bisschen scharf, perfekt auf’s Brot oder einen Burger.

Radieschen Pickles

Zutaten für 1 Glas mit 500 ml Inhalt:
1 Bund Radieschen
(oder einige Radieschen plus 1 größere Rettichkugel)
1 großzügige Prise Chiliflocken
180 ml Weißweinessig
180 ml Wasser
2 TL Salz
3 EL Honig
1 TL Senfsaat
1 TL Koriandersaat

(1) Das Glas mit Deckel (Weck oder mit Drehverschluss) mit heißem Spüliwasser waschen und gut ausspülen. Auf dem Kopf gedreht auf einem sauberen Handtuch bis es benutzt wird, stehen lassen.
(2) Die Radieschen waschen, Blätter und Wurzelenden abschneiden, in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Eng in das Glas einschichten. Mit einer Prise Chiliflocken bestreuen.
(3) Den Essig, Wasser, Salz, Honig und Gewürze in einem Topf zum Kochen bringen, bis sich Honig und Salz aufgelöst haben. So kochend heiß vorsichtig über die Radieschen gießen (es wird wahrscheinlich ein klein bisschen übrig bleiben). Deckel drauf und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mindestens einen Tag im Kühlschrank reifen lassen.

Passt wunderbar auf Burger, kaltem oder warmem Käsetoast

Genießen!

Quelle: Spicy Quick Pickled Radishes

Balkon-Bewohner 2014 – Es grünt und blüht…

Nicht nur die Kartoffeln entwickeln sich prächtig, auch die anderen Balkon-Bewohner wachsen fröhlich vor sich hin. Es ist abzusehen, dass es in den Balkonkästen von Salat und Radieschen doch ein wenig eng wird. Deswegen spielte ich Herrin über Leben und Tod und entfernte einige Pflänzchen aus Bereichen, wo die Pflanzen sehr eng saßen.

Auch die Erbsen sind gekeimt und machen sich auf Richtung Licht… Zusätzlich habe ich gestern noch in einem 1m-Balkonkasten Buschbohnen gelegt, aber das Bild wäre reichlich unspektakulär, weil ja nur Erde zu sehen ist.

Die Zucchini ist auch schon größer geworden, nur haben einige Blätter so seltsame helle Flecken bekommen. Aber ich glaube, in der Mitte kommt eventuell vielleicht schon der Blütenansatz?

Die Tomate Sophia beginnt auch schon zu blühen! Wie soll das nur alles werden, wenn es nächste Woche tatsächlich wärmer wird? Ich erwarte nichts geringeres als eine Wachstumsexplosion ;-)

Auch meine Erdbeeren blühen wie wahnsinnig! So viele Blüten hatten sie in der alten Wohnung mit dem Ostbalkon nie. Die Südausrichtung der Wohnung macht sich doch sehr positiv bemerkbar!

Auch habe ich das Gefühl, dass ich langsam zum Kräutermessie werde, letztens guckten mich dieser Oregano und Salbei mit so traurigen Blättern im Supermarkt an, dass ich sie unbedingt retten musste. Sobald ich neue Blumenerde und Übertöpfe habe, kommen sie in luxuriös große Töpfe und dürfen sich dort frei entfalten.

In jedem Garten findet sich ja auch Unkraut, warum nicht auch auf meinem Balkon ;-) In meinen Husarenknöpfchen wächst tatsächlich eine Brennnessel, aber die Botanikerin in mir, die ihre Diplomarbeit über Unkraut schrieb, lässt sie in Ruhe.

Ich bin mal gespannt wie sich das alles weiter entwickelt, wann die Bohnen keimen, wann die Erdbeeren reif werden. Es bleibt spannend!

Andere Länder, andere kalte Suppen – Okroschka

Es ist immer noch heiß und jetzt auch noch schwül. Doofe Kombi! Aber egal, gibt mir die Möglichkeit mich weiterhin den kalten Suppen anderer Länder zu widmen. Als nächstes begab ich mich auf die Suche im großen weiten Russland. Ich meine, das Land hat so heiße Sommer, würde mich wundern, wenn die keine kalten Suppen im Repertoire haben. Und tatsächlich: eine die ich fand, nennt sich „Okroschka“. Das kommt vom russischen Wort für „krümeln“ – кроши́ть (aah, ich mag das kyrillische und kann es tatsächlich noch lesen *freu*). Dementsprechend müssen alle Zutaten ziemlich klein gewürfelt werden. Traditionellerweise kommt als Flüssigkeit Kwas dazu, ein russischer Brottrunk  für  den Brot mit Hefe vergoren wird. Aber ganz ehrlich? Das ist mir suspekt, sehr suspekt sogar! Weil im Original eh noch saure Sahne dazu kommt und alle Rezepte im weltweiten Zwischennetz, die ich las, meinten man könne auch Buttermilch, Kefir o.ä. benutzen, verwand ich Ayran, den ich hier in Literpackungen beim kleinen türkischen Supermarkt umme Ecke bekomme. Noch essentiell sind die Radieschen, Eier, Gurke und Dill. Dill ist wirklich wichtig, macht das ganze erst rund. Zur Sättigung – ja auch im Sommer wollen wir doch satt werden, oder? – werden zermanschte Pellkartoffeln mit hinein gegeben. Wer es nicht unbedingt vegetarisch möchte, kann auch gerne gewürfelte Fleischwurst, gekochtes Rindfleisch oder in der Fischvariante einfach geräucherten oder Salzfisch feingewürfelt mit reingeben. Mir reicht die vegetarische Version vollkommen :-)

Und die Suppe ist wirklich einfach zu machen und ernstlich ernstlich köstlich! Erfrischend, säuerlich, herzhaft (nach dem ganzen Obst, dass ich zur Zeit esse, war mir schon leicht süßschlecht), perfekt für den Sommer! Unbedingt nachkochen so lange es noch heiß ist!

Okroschka – Kalte russische Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
4 mittelgroße Kartoffeln
2 Eier
4-7 Radieschen je nach Größe
1/3 Salatgurke1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 TL Senf
1 TL Meerrettich
Salz, Pfeffer
1 l Ayran
1 Bund Dill

(1) Die Kartoffeln in Salzwasser als Pellkartoffel garen. Die angepieksten Eier mit reingeben und 10 Minuten hart kochen lassen. Wenn die Eier fertig sind, rausholen und im kalten Wasser abschrecken.
(2) Währenddessen die Gemüse waschen und putzen. Radieschen und Gurke fein würfeln. Die Fühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. In eine Schüssel geben.
(3) Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen, kurz abkühlen lassen und pellen. Dann mit einer Gabel in der Schüssel mit den restlichen Gemüsewürfeln zerdrücken.
(4) Die Eier pellen, halbieren und Eigelbe in eine kleine Schüssel geben. Senf und Meerrettich dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Schluck vom Ayran dazu geben und alles zu einer sämigen Masse verrühren. Zum Gemüse geben.
(5) Den restlichen Ayran zur Suppe gießen, gut durchrühren. Nochmal salzen und pfeffern. Dann für 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
(6) Kurz vorm Servieren den Dill waschen, trocknen und fein hacken. Unter die Suppe rühren und

genießen!

Quelle: grob hieran orientiert Russlandjournal und am Rezept von Kochbar

Vielleicht mal eine andere kalte Suppe ausprobieren? Hier die bisherige Auswahl im kleinen Blog:

Dreikäse-Cannelloni

Frau Kochschlampe veröffentlichte letztens einen Beitrag zu gefüllten Cannelloni mit Spinat und drei verschiedenen Käsesorten. Jahaa! DREI unterschiedliche Sorten! Und da Käse immer gut ist und warmer Käse noch viel besser, wurde ihr Ratschlag befolgt und es als sonntägliches Familienmahl geköchelt. Und tatsächlich: wirklich äußerst köstlich! Und gar nicht so aufwendig in der Zubereitung wie man denken könnte. Wenn man im Besitz von Gefrierbeuteln ist, muss man auch nicht mit Teelöffeln in den Canneloni rumgatschen ;-) Dazu gab es bei uns einen wirklich schnellen Fenchel-Radieschen-Salat, wenn man im Besitz einer Küchenmaschine ist, kann der Salat innerhalb von 10 Minuten fertig sein und auch mit einem Handhobel wird es nicht wesentlich länger dauern.

Wie von Frau Kochschlampe auch von mir eine definitive Nachkochempfehlung, probiert es dringend mal aus, ernstlich gut!

Dreikäse-Cannelloni

Zutaten für 4 Personen plus Rest für den nächsten Tag:

Tomatensauce
Olivenöl
1 Schalotte, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, in feinen Scheiben
1 Prise Rohrohrzucker
1 EL Rotweinessig
1 TL Oregano, getrocknet
800 g gehackte Tomaten (selber machen oder aus der Dose)
Salz, Pfeffer

Füllung
500 g Spinat (oder 1 Packung TK-Spinat)
300 g Ziegenkäse, weich und ohne Rinde
100 g Parmesan, fein gerieben
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
200 g Cannelloni-Röhrchen, in der trockenen Form
125 g Mozzarella, in Scheiben

(1) Erst Tomatensauce machen. Dazu die Zwiebeln im Olivenöl glasig dünsten und dann den Knoblauch mitbraten, bis er ordentlich anfängt zu duften. So 3 Minuten. Zucker, Essig und Oregano dazugeben, einen Moment anziehen lassen. Tomaten dazugeben, salzen und offen ca. 20 Minuten leise köcheln lassen bis die Sauce ein wenig eingedickt ist. Geschmack kontrollieren und ggf. nachwürzen.
(2) Ofen auf 200°C vorheizen.
(3) Spinat in ein Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen, damit er zusammenfällt. Eventuell mehr als einmal. Kaltes Wasser zum Abkühlen darüber geben und das Wasser aus dem Spinat drücken. Am besten indem man den Spinat in ein sauberes Küchenhandtuch gibt und auswringt.
Spinat hacken (Küchenmaschine ist hier Dein Freund), Ziegenkäse reinkrümeln und die Hälfte des Parmesans dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
(4) Mit Hilfe einer Spritztüte die Füllung in die Cannelloni bringen. Wer keine hat, nimmt einen Gefrierbeutel und schneidet da eine Ecke ab. Geht auch gut.
(5) Cannelloni in einfacher Schicht nebeneinander in eine Auflaufform geben. Tomatensauce rübergießen und mit den beiden Käsen abschließen. (Cannelloni können an dieser Stelle 1a eingefroren werden. Vor dem Backen dann aber auf jeden Fall komplett auftauen lassen.)
In den Ofen schieben und backen. Die Cannelloni müssen 25-30 Minuten backen, bis der Käse golden ist und Blasen schlägt. Aus dem Ofen holen und 5 Minuten stehen lassen, bevor das Essen anfängt. So gibt es weniger verbrannte Münder.
Essen kommen und

genießen!

Quelle: Kochen für Schlampen3 Käse Cannelloni

Fixer Fenchel-Radieschen-Salat

Zutaten für 4 Personen:
2 Fenchelknollen
1 Bund Radieschen
Saft und Schale 1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Den Fenchel halbieren, äußere Blätter entfernen, Inneres keilförmig rausschneiden. Die oberen frischen Blättchen abschneiden und aufheben. Die Radieschen waschen, Blätter und Wurzel entfernen. Beides mit der Küchenmaschine oder per Handhobel in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer etwas verkneten. Zitronenschale dazu, nochmals abschmecken. Das aufgehobene Fenchelgrün etwas feiner hacken und drüber streuen. Sofort servieren und

genießen!

Quelle: Oliver, J. (2011): Jamies 30 Minuten Menüs. Genial geplant – blitzschnell gekocht. Dorling Kindersley Verlag

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