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Türkische Rote Linsen-Suppe – Mercimek Çorbası

Ich hatte Urlaub, den ich mich bei der Familie in Ungarn entspannte. Und dementsprechend hatte der kleine Blog auch Urlaub. Eigentlich wollte ich in den freien Tagen ein paar Beiträge für Euch vorbereiten, aber irgendwie hatte ich den Rechner kaum an, weil ich doch lieber Zeit mit den Tanten oder einen Hund bespaßend verbrachte *g* Aber jetzt geht es weiter…

Zuerst mit einer Suppe. Und Suppenrezepte kann man doch nicht genug haben, oder? Ich meine, was gibt es schöneres als nach einem anstrengenden Tag – egal ob körperlich oder seelisch – eine Schale warmer, tröstender Suppe essen zu können.

Und für genau solche Tage ist diese Suppe aus dem „Türkei vegetarisch„. Wenige, aber ziemlich alltägliche Zutaten – gut, für die Gewürzbutter sollte man nochmal in den türkischen Supermarkt – die man eigentlich im Vorratsschrank hat. Das Schnippeln des Gemüses dauert nicht ewig und die Kochzeit an sich auch nur 20-30 Minuten. Schnell den Pürierstab reinhalten und fertig. Auch die würzige Butter ist schnell gemacht. Und lasst sie bitte nicht weg, sie gibt der Suppe noch den richtigen Kick!

Es ist wirklich ein richtiges Wohlfühlessen und auch die Kolleginnen, denen ich die Suppe mitbrachte, waren sehr begeistert! Die wird es hier wirklich öfter geben – große Mercimek Çorbası-Liebe hier!

Rote Linsen-Suppe – Mercimek Çorbası

Zutaten für 4 Portionen:
1 große Kartoffel
1 große Möhre
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g Rote Linsen
600 ml Wasser
Salz
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

Für die Würzbutter:
1,5 EL Butter
1 TL Salca (Tomaten-Paprika-Mark)
1/4 TL Chiliflocken (Pul Biber)
1/2 TL getrocknete Minze

Zitronenschnitze zum Servieren

(1) Zuerst das Gemüse schneiden. Die Kartoffel und Möhre schälen und in kleinere Würfel schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls fein würfeln.
(2) Das Wasser in einem mittleren Topf aufkochen lassen. Das vorbereitete Gemüse und die Linsen hineingeben. Mit etwas Salz und dem Kreuzkümmel würzen. Deckel drauf und aufkochen lassen. Auf mittlerer Hitze zurück schalten und 20-30 Minuten garen lassen bis die Kartoffel- und Möhrenstückchen gar sind. Die Linsen werden wahrscheinlich zerfallen und das ganze an die Konsistenz von Babybrei erinnern.
(3) In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen lassen. Die Salca und die Gewürze gut unterrühren. Die Butter aufschäumen lassen und dann in eine kleine Schale gießen.
(4) Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren. Wenn sie zu dickflüssig ist, mit etwas heißem Wasser bis zur gewünschten Konsistenz verdünnen. Abschmecken, ob noch Salz fehlt.

Die Suppe auf den Tellern verteilen, jeder nimmt sich von der flüssigen Würzbutter und schmeckt die Suppe mit Zitrone ab.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 112

Noch nicht viel frisches Gemüse in Sicht – Linsen-Spinat-Auflauf

Seien wir mal ehrlich, so wirklich prall mit einheimischem Gemüse ist es noch nicht, oder? Ja, der Bärlauch wuchert im Buchenwald und der erste deutsche Spargel lugt aus der Erde und wird für ein Heidengeld verkauft, aber ansonsten? Klar, Paprika, Tomaten und Zucchini gibt es aus den südlicheren Gefilden oder Kohl, Rote Bete, Sellerie und Möhren aus dem Lager, aber so richtig jetzt erst gewachsen? Die letzten Feldsalate lassen sich ernten und der Winterspinat muss aus den Beeten raus, damit sie für die neue Aussaat fertig gemacht werden können.

Und was kann man mit dem ganzen Spinat anstellen? Wie wäre es mit diesem überraschend leckeren Auflauf? Erdige Linsen, salziger Feta mit einer fruchtigen Tomatensauce und dem Spinat sind eine wirklich köstliche Kombination, die ich Dank Frau Kochschlampes Empfehlung kennenlernen durfte. Es sieht auf den ersten Blick nach einer komplizierten Zubereitung aus, aber eigentlich ist es ganz einfach, auch wenn man drei Töpfe/Pfannen benötigt. Die einzelnen Schritte lassen sich wunderbar hintereinander weg zubereiten oder wenn man etwas weniger Energie hat wie ich, dann können Tomatensauce und Linsen schon am Vortag vorbereitet werden und am Tag des Essens nur noch schnell den Spinat dünsten und den Auflauf schichten. Und dadurch, dass der Auflauf ein paar Minuten länger im Ofen benötigt, kann währenddessen in der Küche schon klar Schiff gemacht werden. Wer die doppelte Portion machen möchte, kann ihn folgendermaßen schichten: 1/2 Linsen – 1/2 Spinat – Tomatensauce – 1/2 Spinat – 1/2 Linsen – restlicher Feta. Er sieht zwar nicht sonderlich ansprechend aus, aber probiert den Auflauf unbedingt mal aus, der ist zu gut!

Linsen-Spinat-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen:
300 ml Gemüsebrühe
150 g Rote Linsen
1 kleines Lorbeerblatt
300 g frischer Spinat (oder 250 g TK-Spinat)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g Feta
2 TL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1/2 Dose stückige Tomaten (ca. 200 g)
Salz, Pfeffer
1 Prise Chiliflocken
Zucker
Prise Muskatnuss

Olivenöl zum Einfetten der Form

(1) Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen, die Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und abgedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Linsen quellen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
(2) Wenn ihr frischen Spinat verwendet, diesen gründlich waschen, tiefgekühlten auftauen. Gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Den Feta zerkrümeln. Die Hälfte vom Feta unter die Linsen rühren.
(3) Eine kleinere Auflaufform mit Öl einfetten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) In einem kleinen Topf 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel glasig andünsten. Die Knoblauchwürfelchen zugeben und kurz andünsten bis sie duften. Dann das Tomatenmark unterrühren und mit anbraten. Die Dosentomaten zufügen, mit Salz, Pfeffer, den Chiliflocken und 1 Prise Zucker würzen. Alles offen etwa 10 Minuten bei mittlerer bis mittelhoher Hitze etwas einkochen lassen.
(5) In einer Pfanne den übrigen 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauch zufügen und andünsten. Den Spinat zufügen und dünsten bis er zusammen gefallen ist bzw. durcherhitzt ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen.
(6) Die Linsenmasse in der Auflaufform gleichmäßig verteilen. Die eingedickte Tomatensauce darauf verstreichen, dann den Spinat darauf geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofen in 30-40 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Quelle: nach einem Rezept von „Engelchens Probierstübchen“ (mittlerweile nur noch per Passwort zugänglicher Blog)

Angenehm warm im Bauch – Würzige Möhren-Linsen-Suppe

Ich finde zu einem ordentlichen Brunch-Buffet gehört auch ein nettes Süppchen, dass den Bauch von innen wärmt. Sowas tut doch immer gut, oder? In der aktuellen „deli“ fand ich im Brunch-Kapitel (Ostern scheint die Brunch-Hochzeit zu sein) eine nette Suppe, die etwas exotisch, aber nicht zu exotisch schien. Ich musste sie etwas abändern, da Frau Mama immer noch Reste der Großpackung Rote Linsen hatte und ich nicht extra gelbe Linsen anschaffen wollte, die dann wieder asbach werden. Auch war am Tag der Fertigstellung plötzlich weder saure Sahne noch Schmand im Kühlschrank, so dass es eine vegane Version blieb. Und zwar eine verdammt nette Suppe! Würzig und süß zugleich, wärmend von innen und dabei sehr einfach zu kochen. Sie lässt sich gut am Tag vorher vorbereiten, dann am großen Tag nur noch warm machen, nochmals abschmecken und fertig. Der Familie und mir schmeckte sie wunderbar! Und man kann sie bestimmt auch gut portionsweise einfrieren. Tolles Süppchen! Wird ins Standard-Repertoire aufgenommen!

Rote Linsen-Möhren-Suppe

Zutaten für 6-8 Portionen:
200 g rote Linsen
1,5 l Gemüsebrühe
4 EL Olivenöl
500 g Möhren
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
20 g Ingwer
1 TL Fenchelsaat
1 Lorbeerblatt
1 TL Paprikapulver rosenscharf
1/2 TL currypulver
4-5 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
4 Zweige Dill

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die gelben Linsen waschen und abtropfen lassen. Die Möhren putzen und würfeln. Die Knoblauchzehen und Zwiebel häuten und fein würfeln. Vom Ingwer die Schale mit einem Löffel abkratzen und dann ebenfalls fein würfeln. Die Brühe erhitzen. Den Dill fein hacken.
(2) Das Öl in einem großen Topf (nicht dringend den größten) erhitzen und die Möhren darin in 10-12 Minuten hellbraun anbraten. Knoblauch, Zwiebel und Ingwer zugeben und glasig dünsten. Linsen hinzufügen und kurz mitdünsten. Fenchelsaat, Lorbeer, Paprikapulver und Curry zufügen, kurz durchrühren und die Brühe zugießen. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 20-25 Minuten das Gemüse weich kochen.
(3) Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Schüsseln servieren und mit dem Dill bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach „deli“ – Gelbe Linsen-Möhren-Suppe Seite 46

Herzhaft plus süß – Würzige Rote Linsen-Suppe plus Ofenpfannkuchen

Krankheitsbedingt kann ich nicht mehr so gut stehen, so nach 30-40 Minuten geht nichts mehr und ich muss mich am Besten auf’m Sofa lang machen (nicht schlafen, nur liegen reicht). So bin ich neuerdings verstärkt auf der Suche nach vielfältigen, leckeren Rezepten, die sich quasi von selbst irgendwo und irgendwie machen … Nun gibt es ein paar Rezepte, da muss man einfach länger stehen, etwa wenn man gemütlich-meditativ einen Palacsinta nach dem anderen ausbäckt. Geht jetzt leider nicht mehr so ohne weiteres, aber ich hatte trotzdem Lust auf Pfannkuchen/Eierkuchen/Palacsinta. Bei Sabines Beitrag über ihre Ferienwohnungskocherei des letzten Dänemark-Urlaubs bin auf das Stichwort „Ofenpfannkuchen“ gestoßen. Ach, das ist ja mal ein interessantes Konzept! Teig zusammen rühren, auf ein Backblech, in den Ofen, warten, fertig! Muss ausprobiert werden! Und es hat tatsächlich gut funktioniert! Gut, der Pfannkuchen ist dicker als meine ungarischen, aber trotzdem echt lecker! Und ich muss noch heraus finden, wie ich miese, fiese Mehlklümpchen beim Teigzusammenrühren verhindere *grübel* Den fertigen Pfannkuchen kann man gut in vier dicke Streifen schneiden, mit Marmelade oder einer anderen Füllung der Wahl bestreichen, zusammen rollen und genießen! Auf der Unterseite konnte man dann tatsächlich noch das schöne Pfannkuchenmuster erkennen. Total einfach und auch familienfreundlich!

Und weil der Ofenpfannkuchen das Mittagessen sein sollte, brauchte ich noch eine herzhafte Komponente, sonst wäre mir den gesamten Nachmittag übel gewesen ;-) Dafür bot sich die Suppe aus roten Linsen und Möhren mit einigen Gewürzen an, die sich köstlich anhörte, und meine Vorräte an Linsen ein wenig verringerte. Schöne Suppe geworden! Pikant, würzig, wärmend! Und sie passte somit super zu den milden, süßen Pfannkuchen. Tolle Kombination, kann ich nur jedem empfehlen!

Rote Linsensuppe mit Zitrone

Zutaten für 2 Portionen:
1,5 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen (konfiert)
oder 1 rohe Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL Tomatenmark
1/2 TL Kreukümmel gemahlen
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
oder
1 Prise Chili oder Cayenne
750 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
1 Möhren, geschält und gewürfelt
guter Spritzer Zitronensaft
3 EL gehackter Koriander oder Petersilie

(1) Das Öl bei hoher Hitze in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und golden dünsten, etwa 4 Minuten lang. Tomatenmark, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Paprikapulver hinzufügen und für etwa 2 Minuten mit anbraten, damit sich die Aromen entfalten. Die Gemüsebrühe, Linsen und Möhren hinzufügen. Aufkochen lassen und teilweise abgedeckt bei mittel-kleiner Hitze ca. 30 Minuten kochen lassen bis die Linsen weich sind. Probieren und noch Salz hinzufügen falls nötig.
(2) Mit einem Stabmixer grob pürieren, so dass noch Stückchen bleiben. Mit dem Zitronensaft abschmecken. Koriander oder Petersilie hinzufügen und servieren.

Genießen!

Quelle: Hesser, A. (2010): The Essential New York Times Cook Book – Classical Recipes for a New Century. – Red lentil Soup with Lemon. p163

Finnische Ofenpfannkuchen

Zutaten für 1 Fettpfanne/4 Portionen:
600 ml Milch
250 g Mehl
3 Eier
1 Prise Salz
Mark 1/2 Vanilleschote
oder
1/2 TL Vanillepaste
1 EL geschmolzene Butter
1 EL brauner Zucker

(1) Den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft) vorheizen. Die Fettpfanne mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten für den Teig möglichs klümpchenfrei miteinander verrühren. Den Teig in die Fettpfanne gießen, gegebenenfalls mit Hilfe eines Teigschabers gleichmäßig verteilen.
(3) Die Fettpfanne auf die zweite Schiene von unten (oder in der Mitte) in den Ofen schieben und 30 Minuten backen lassen bis er goldbraun ist.

In Streifen schneiden, je nach Wunsch bestreichen (Marmelade, Quark, Zucker.Zimt, Kakao, …) und servieren.

Quelle: Hamburg kocht!Pannukakku

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